Für Samstag, den 3. Juli sind mittlerweile vier Demonstrationen bzw. Kundgebungen angemeldet. Die sogenannten Quer- oder Leerdenker wollen mit ihrer Bundesprominenz auf dem Kirmesplatz an der Castroper Straße eine Kundgebung durchführen. Sie werden von einer Gruppe aus Bayern unterstützt, die vom Schauspielhaus zum Kirmesplatz laufen will. Mehrere Bochumer Antifa-Gruppen haben eine Demonstration vom Bahnhof zur Castroper Straße angemeldet. Das Motto: Solidarisch gegen die Krise! – Entschlossen auf die Straße! (Näheres) Das Bündnis gegen Rechts ruft zu einer Kundgebung auf dem Kirmesplatz auf.
Donnerstag 17.06.21, 20:24 Uhr
Rückblick auf die Fridays for Future Demonstration am 11. Juni
Am Freitag, der vergangen Wochen fand eine Demonstration von Fridays for Future in Bochum statt. In der Begrüßung hieß es: »Egal von wo man auf die Klimakrise guckt, überall steht uns das Wasser bis zum Hals. Und während viele auf der Welt schon längst in den Fluten untergehen, tuen einige hier so, als wenn sie im Trockenen stehen. Tja, wer die Realität so verkennt, muss wachgerüttelt werden. Wer es erfolgreich schafft, sämtliche Warnung der Fachleute und Medien zu ignorieren, wer versucht dieses Thema mit aller Kraft zu ignorieren, dem müssen wir die Klimakrise so vor Augen halten, dass man es nicht ignorieren kann. Deswegen sind wir hier.
Uns als Bewegung wird oft vorgeworfen, dass wir eine Bewegung zur Unterstützung der Partei „Die Grünen/Bündnis 90“ sind. Das stimmt aber nicht, denn auch die Grünen sind aktuell nicht mit 1,5°C kompatibel. Außerdem verstehen wir uns als überparteilich, was bedeutet, dass wir zu keiner Partei gehören, uns von keiner Partei sagen lassen, was wir zu tun und zu sagen haben und keine „Unterstützung“ in Form von Geld oder sonst etwas annehmen. Außerdem nehmen wir uns heraus, jede Partei zu kritisieren oder gelegentlich vielleicht auch mal zu loben. Menschen die Parteien angehören sind bei uns zwar auch willkommen, aber parteiliche Inhalte oder Meinungen sind es nicht. Also soweit erstmal dazu, wo wir stehen.
Und es brennt nicht nur die Sonne in unseren Nacken gerade, sondern es brennt buchstäblich die Lunge von Mutter Natur! Wir erinnern uns noch an die verheerenden Waldbrände im Amazonas letztes Jahr und auch die Brände in Australien und Californien werden jedes Jahr schlimmer. Selbst hier in Deutschland brennen immer wieder Wälder, denn es folgt ein Hitzesommer nach dem anderen. WIR MERKEN DIE FOLGEN DER KLIMAKRISE GANZ KLAR JETZT SCHON.
Ich weiß ja nicht, wovon ihr so als Kind geträumt habt. Ich hab glaube ein bisschen zu viel Star Wars geguckt und hab meistens von den Sternen geträumt. Von Planeten, Sonnen, Roten Zwergen, Supernovas und schwarzen Löchern. Im Endeffekt hat sich daran nicht viel geändert. Wenn es eins gibt was mir Gänsehaut bereitet, ist es die Vorstellung der unendlichen unerschlossenen Weite da draußen. Wenn ich mir nachts den Mond angucke und mir vorstelle, dass wir da schon drauf waren, komme ich wieder ins Träumen. Ins Träumen, was alles auf uns wartet und was wir noch alles finden werden.
Wie der Bahnhof Langendreer mitteilt, wird die zuvor für die zweite Woche der Odyssee bekannt gegebene Band 47SOUL aufgrund einer Tourverschiebung nicht auftreten können. Mit Banda Comunale konnte ein „vielversprechender Ersatz“ gefunden werden: Das „unglaubliche Kollektiv verspricht ungehemmte Brassband-Power“. Hier geht es zur aktuellen Ankündigung des Bahnhof Langendreer für den 24.07.2021. Die Termine für die Freilichtbühne Wattenscheid in Bochum: 17.07.2021: RasgaRasga 24.07.2021: Banda Comunale 31.07.2021: Band Projekt: Farafi + Shishko Disco Beginn jeweils 19.30 Uhr, Einlass: 18.30 Uhr, umsonst und draußen (Eine Anmeldung ist erforderlich.) Die ursprüngliche Terminankündigung für alle 3 Termine.
Die NGG – Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten – Region Ruhrgebiet teilt mit: »Lohn-Plus für Ernährer:innen: Wer in Bochum Lebensmittel herstellt oder Getränke abfüllt, bekommt deutlich mehr Geld. Um bis zu fünf Prozent steigen die Einkommen in der Branche.
Am heutige Donnerstag setzt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in NRW die Streiks im Groß- und Außenhandel in der laufenden Tarifrunde ganztägig fort. Über 20 Betriebe sind zu einer Demonstration durch die Bochumer Innenstadt und einer Kundgebung ab ca. 11.20 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz aufgerufen. „Der Groß- und Außenhandel ist der heimliche Riese der deutschen Wirtschaft!“, betonte Verhandlungsführerin Silke Zimmer im Vorfeld der kommenden Warnstreiks. Im Jahr 2020 konnte der Groß- und Außenhandel trotz Pandemie mehr als 1,3 Billionen Euro umsetzen. „Die Beschäftigten haben im Hintergrund die Versorgung der Bevölkerung und der Gewerbetreibenden garantiert. Die Regale waren voll, Apotheken waren mit Medikamenten versorgt und Impfstoffe wurden geliefert.“ Diese Leistung müssten nicht nur gesehen, sondern auch entsprechend vergütet werden.
Zum Aktionstag der bundesweiten Mietenstopp-Kampagne rufen Mieterverein Bochum und DGB Ruhr-Mark für Samstag, den 19. Juni um 11:55 Uhr zu einer kleinen Protestaktion vor der Vonovia-Zentrale an der Universitätsstraße auf. Vonovia ist das größte Wohnungsunternehmen in Europa, vermietet in Bochum ca. 7.000 Wohnungen, verlangt bei Neuvermietungen Mieten, die 20 % über dem Durchschnitt des Mietspiegels liegen und hat für das vergangene Corona Jahr 37 Ct. Rendite pro 1 € Mieteinnahme an seine Aktionäre ausgezahlt.
Die Falken berichten über die Aktion „Neu in Deutschland. Zeitung über Flucht, Liebe und das Leben“:
“ Am Montag, 14. Juni war das Team von HaRiHo – Die Stadtteilpartner mit einem Erzählcafè zum Thema Flucht und Ankommen in Deutschland an der Heinrich-Böll-Gesamtschule zu Gast. In Kooperation mit „Neu in Deutschland. Zeitung über Flucht, Liebe und das Leben“ haben vier junge Autorinnen von ihren Lebenswegen, ihrer Flucht und ihrem Ankommen in Deutschland berichtet.
und teilt mit: “ Die Stadtverwaltung hat uns mitgeteilt, dass die von ihr anzufertigende Kostenschätzung bis Mitte Juni vorliegen wird. Daher haben wir eine Auftaktkundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Bochumer Rathaus für Samstag, den 26.06.2021 im Zeitraum von 11 bis 13 Uhr angemeldet.
Herzlich laden wir Euch alle zu dieser Auftaktkundgebung ein!
Das Bochumer Friedensplenum und die DFG-VK laden am Montag, den 21. Juni um 19 Uhr zu einer online-Veranstaltung mit dem Journalisten und Autoren Jörg Kronauer ein. Der Titel seines Vortrages lautet „Meinst du, die Russen wollen Krieg?“. »Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Gedichtes von Jewgeni Jewtuschenko, das er 1961 auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs geschrieben hat. Seine Antwort: Nach dem unermesslichen Leid und den zahllosen Opfern, die der deutsche Überfall am 22. Juni 1941 – vor genau 80 Jahren – der Sowjetunion gebracht hatte, wollte dort gewiss niemand einen weiteren Waffengang.
In einer Pressemitteilung erläutert die Ratsfraktion ihren Antrag auf Rücknahme von Kürzungen für das kommende Haushaltsjahr: »Die Bochumer Linksfraktion will einen Beschluss korrigieren, der seit Jahren für mehr Investitionsstau bei städtischen Gebäuden sorgt: Gegen die Stimmen der LINKEN hat der Bochumer Rat vor viereinhalb Jahren beschlossen, die Mittel für die Sanierung von überbezirklich bedeutsamen städtischen Gebäuden um 60 Prozent zu senken – auf nur noch etwas über eine Million Euro jährlich.
Der Kreisverband Bochum setzt darauf, dass „Gemeinsam mit Sahra Wagenknecht“ eine „starke Linke“ erreicht wird. Aus Anlass eines Parteiausschlussverfahrens gegen die Spitzenkandidatin der LINKEN in NRW erklärt sich der Bochumer Verband solidarisch.
Die NaturFreunde Bochum Langendreer teilen mit: »In der letzten Woche ist unser NaturFreunde-Mitglied Philipp Unger von einer der Etappen der längsten Friedensdemo Deutschlands (www.frieden-in-bewegung.de), zurückgekommen. Nun organisiert er im Westpark zwischen dem 17.06. – 20.06.2021 zusammen mit den NaturFreunden Bochum-Langendreer und dem Friedensplenum Bochum eine Friedenskundgebung und eine gemein- schaftliche Wandbemalung zum Thema „Soziale Zukunft“.
Das Bochumer „Komitee für Gesunde Krankenenhäuser in NRW – für Alle“ sammelt nicht nur fleißig Unterschriften, damit die Volksinitiative bis Oktober die erforderlichen 66.000 Unterschriften erreicht, sondern setzt sich insgesamt für eine Stärkung der Bewegung für ein solidarisches Gesundheitswesen ein. Dazu findet am 24.6. um 19 Uhr eine Veranstaltung – wieder online – statt. Aus der Ankündigung des Komitees:
In seiner heutigen Pressemitteilung berichtet der Kinder- und Jugendring Bochum über Vorbereitungen zur Bundestagswahl im September: »der Kinder- und Jugendring wird mit verschiedenen Aktionen dafür sorgen, dass sich junge Menschen in den Bundestagswahlkampf einmischen können und dass auch ihre Wünsche und Sorgen gehört werden.
Aus Anlass der Konferenz der Gesundheitsminister und Senatoren der Länder gehen Beschäftigte aus Krankenhäusern, Pflege- und anderen Gesundheitseinrichtungen am Mittwoch dem 16. Juni 2021 überall im Land auf die Straße. Im Bochumer Klinikum Bergmannsheil werden Beschäftigte und Aktivist:innen der Volksinitiative am Mittwoch um 13:00 an dieser Aktion teilnehmen. »Die Beschäftigten messen den Bundesgesundheitsminister nicht daran, wie viele Gesetze er auf den Weg bringt, sondern ob diese wirken und sich ihre tägliche Arbeitssituation verbessert.“ so verdi-Gewerkschaftssekretär Niko Köbbe.
Sie Seebrücke ruft am Sonntag, den 20. Juni zu einer Aktion gegen Menschenrechtsverletzungen an den europäischen Außengrenzen: „Das nehmen wir nicht länger hin – wir klagen diese Menschenrechtsverletzungen an! Wir dulden die Untätigkeit der Politik nicht länger, denn: Menschenrechte sind #Unverhandelbar! Gemeinsam zeigen wir, dass Menschenrechte #unverhandelbar sind. Sei auch Du dabei: stell dich am Sonntag, dem 20. Juni für eine Weile mit einem Plakat an einen belebten Ort und mach auf unsere Forderungen aufmerksam!“
Die Ev. Stadtakademie lädt am Dienstag, den 15. Juni um 19:15 Uhr zu einer online-Veranstaltung mit Prof. Dr. Karim Fereidooni, Prof. Dr. Paul Scheibelhofer und Sarah Vecera ein zum Thema: „Weiße Privilegien erkennen, rassismuskritisch denken“: »Weiße Menschen in Deutschland haben das Privileg, sich weder mit ihrem eigenen Weiß-Sein noch mit Rassismus auseinandersetzen zu müssen. Während ihr Weiß-Sein die Norm darstellt, werden Schwarze Menschen und Menschen of color aufgrund ihres Nicht-Weißseins rassifiziert und sind im Alltag struktureller rassistischer Diskriminierung, subtil-verbalen Mikroaggressionen bis hin zu physischer Gewalt ausgesetzt.
Extension Rebellion berichtet, dass am heutigen Samstag um 12 Uhr Menschen in sechs Ländern – neben Deutschland in Tschechien, Italien, Belgien, die Niederlande und Frankreich – alleine den Straßenverkehr blockiert haben aus verzweifelter Angst vor den Folgen der Erderhitzung und des ökologischen Kollaps. In Bochum gab es zwei Aktionen: In der Brüderstraße und in der Brückstraße. Die Polizei hat die Aktionen nach 20 bzw. 30 Minuten beendet. Ein Polizist rastete etwas aus und weigerte sich, sich angemessen zu unterhalten: „Leute wie Dich sieze ich nicht“.
RasgaRasga eröffnet das diesjährige Odysee-Festival. Foto: Michael Kremtz
Am 17. Juli und an den zwei folgenden Samstagen findet im 22. Jahr das Festival „Odysee: Musik der Metropolen“ im Ruhrgebiet statt. Der Bahnhof Langendreer schreibt: „Nachdem die Pandemie das Festival letzten Sommer brutal ausbremste, ist es nun zurück und liefert mit fetten Open Air Konzerten seinen unverwechselbaren Sommer-Sound! Die Konzerte werden mit reduzierten Besucher*innen-Kapazitäten nach geltenden Hygienevorschriften stattfinden.“ Wie immer läuft das ganze umsonst und draußen – also in der Freilichtbühne Wattenscheid.
Für den 3. Juli 2021 rufen Querdenker 234 erneut zu einer Demo auf dem Kirmesplatz auf. Erwartet wird auch Prominenz aus dem bundesweiten Querdenker-Spektrum.
Die Bochumer Zivilbevölkerung wird dies nicht unbeantwortet lassen und sicherlich auf den Auftritt dieser Verschwörungsgläubigen, Impfgegner:innen, Reichsbürger:innen, Antisemit:innen und rechtsorientierten Anhänger:innen reagieren.
Weitere Informationen folgen.
Freitag 11.06.21, 12:03 Uhr
update: Der Film ist ab 17 Uhr in der Rotunde zu sehen
Das Fritz Bauer Forum stellt am Samstag, den 12. Juni um 19 Uhr, den Film „My Way – Die Geschichte von Hussain Hussaini – Einer der überlebte“ vor: Der Dokumentarfilm My Way zeichnet die gefährliche „Reise“ des afghanischen Flüchtlings Hussain Hussaini nach, der auf der Suche nach Sicherheit und einem besseren Leben aus seiner Heimat flieht.
»Im Mai haben wir neben unseren Verteilungen auf der Straße in Dortmund und Bochum Lebensmttel vor dem Bochumer Kostnixladen verteilt. Die Verteilung lief sehr gut.« Hier geht’s zum ganzen Bericht.
Die Nelson-Mandela-Schule in Langendreer informiert über eine Ausstellung, die in den nächsten Tagen in deren Räumen stattfinden wird: »das Fanprojekt Bochum, das von der AWO Ruhr-Mitte getragen wird, hat die Ausstellung „Unsere Heimat, unsere Liebe“ erarbeitet. Leider konnte durch Corona diese Ausstellung, die bis jetzt im Stadtarchiv präsentiert wird, bisher von der Öffentlichkeit nicht richtig wahrgenommen werden. Ab dem 12.06. wollen wir die Ausstellung an unserer Schule präsentieren. Sie thematisiert die die NS-Vergangenheit der Stadt Bochum, die Gründung des VfL 1938 und des letzten Fußballmeisters im jüdischen Verbund, Schild Bochum.
auszeiten informiert über eine Veranstaltung im Schauspielhaus: »Am Sonntag, dem 20. Juni 2021 kommt um 20.00 Uhr im Rahmen der digitalen Veranstaltung Mon Ch3rix der Sketch Talk Tödlich der Bochumer Autorin Gitta Büchner zur Aufführung. Konzept und Künstlerische Leitung: Felicitas Arnold und Rabea Ridlhammer.«
Die Volkshochschule Bochum veranstaltet in Koorperation mit der VVN-Bochum einen Stadtrundgang, der das jüdische Leben vor und nach dem und natürlich während des Faschismus zum Thema macht: »Beim Rundgang durch die Innenstadt soll an etlichen Plätzen, Gebäuden, Stelen und Stolpersteinen auf Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation und Ermordung jüdischer Bochumer*innen hingewiesen werden.
Die Volkshochschule Bochum veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Bündnis gegen Rechts eine Radtour zu Standorten ehemaliger Zwangsarbeiterlager: »Der Besuch der Standorte ehem. Zwangsarbeiterlager in Bochum soll Kenntnisse vermitteln, unter welchen Bedingungen Zwangsarbeiter*innen in den Rüstungsbetrieben des „Dritten Reiches“ arbeiten mussten. Die Rüstungsproduktion des Bochumer Vereins unter der Doktrin des „totalen Krieges“ ist der Hintergrund für das Schicksal der verschleppten und ausgebeuteten Zwangsarbeiter*innen.
Am 1. Juni fand auf dem Dr.-Ruer-Platz eine Kundgebung statt, die sich für die Selbstbestimmung von Transsexuellen einsetzte und eine gegenteilige Abstimmung im Bundestag kritisierte. Mittlerweile hat bo-alternativ die – vor allem für Leser:innen, die sich bisher nicht mit dem Thema befasst haben -, sehr lesenswerten Redebeiträge vom SDS Bochum, von Queer an der RUB und den Kritischen Jurist*innen erhalten.
Liebe Alle*, das sogenannte Transsexuellengesetz, kurz TSG, gehört abgeschafft! Da sind wir uns alle einig und ich bin froh, dass wir hier nicht mehr darüber diskutieren müssen. Umso wichtiger ist es, dass wir heute hier auch Mitbürger*innen klar machen, wieso die Abschaffung schon längst überfällig ist!
Ich bin selbst betroffen vom TSG, beziehungsweise von der Nicht-Existenz eines Selbstbestimmungsgesetzes. Das TSG schließt nichtbinäre und inter* Personen kategorisch aus, da es von einem Wechsel von dem einen Geschlecht ins andere spricht. Es gibt aber mehr als nur zwei Geschlechter, davor verschließen sich aber sowohl die Gesellschaft, als auch das deutsche Rechtssystem. Das sorgt dafür, dass nichtbinäre und inter* Personen eben nicht frei entscheiden können, wer sie sind, sondern gezwungen werden, in ihrem biologischen Geschlecht weiter zu leben oder in das jeweils gegenteilige Geschlecht zu transitionieren, welches aber auch nicht das richtige ist. Den Geschlechtseintrag divers zu bekommen oder streichen zu lassen ist mit einem hohen Aufwand verbunden, den sich nicht jeder leisten kann.
Schön dass ihr alle da seid etc Wir gehen heute gemeinsam auf die Straße anlässlich einer Abstimmung, die am 19. Mai im deutschen Bundestag stattgefunden hat. Dabei wurden zwei Anträge zur Änderung des menschenunwürdigen Transsexuellengesetzes in ein modernes und längst überfälliges Selbstbestimmungsgesetz für trans*, nicht-binäre und inter Menschen abgelehnt.
Anläßlich der Bücherverbrennung in Bochum findet am 9.Juni um 19 Uhr auf dem Imbuschplatz eine Veranstaltung statt: »Am Abend des 09. Juni 1933 brannten auch in Bochum auf dem heutigen Imbuschplatz die Bücher. Dies war der Anfang. Alle wissen, was in den folgenden zwölf Jahren in Deutschland geschah. Gemeinsam wollen wir, die Quartiershalle, das Projekt „Ein Quartier macht Theater“, das ko-labor, der kortland e.V. und die Omas gegen Rechts an diese Ereignisse und an die verbrannten Autor*innen erinnern. Denn Erinnerung kann Richtschnur und Leitfaden für heutiges Handeln sein. Niemals wieder! Gegen das Vergessen«
Das Fritz Bauer Forum stellt am Freitag, den 11. Juni um 19 Uhr, die in deutscher Übersetzung erschienene Autobiografie von Raphael Lemkin „Ohne Auftrag“ vor und lädt zu einer Diskussion ein über die Bedeutung des Wirkens von Raphael Lemkin für die Debatten über Genozid heute: »Winston Churchill erklärte während des Zweiten Weltkriegs Ende 1941, dass die Nazis ein „namenloses Verbrechen“ begingen. Der Jurist und Humanist Raphael Lemkin verschrieb sich der Suche nach einem angemessenen Begriff für diese Akte menschlicher Barbarei.