Im Machtkampf in der nordrhein-westfälischen AfD gibt es kurz vor dem Bundesparteitag in Erfurt eine wichtige Entscheidung: Der rechtsextreme Dortmunder Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich darf in der Partei bleiben. Das hat das AfD-Bundesschiedsgericht am 26. Juni entschieden. Helfrich versucht insbesondere in Zusammenarbeit mit der AfD-Jugend den Bochumer AFD Ortsverband noch weiter auf Höcke-Kurs zu bringen. Die zuständigen Richter haben entschieden, dass Helferich lediglich sechs Monate lang für Parteiämter gesperrt wird, aber ab sofort seine Mitgliedsrechte zurückbekommt.
Das Museum unter Tage lädt am Donnerstag, den 9. Juli ab 18 Uhr zu einem Gespräch zwischen dem Künstler Eric Meier und Dr. Janosch Steuwer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität zu Köln ein. Der Dialog findet im Rahmen der Ausstellung „Die Kids sind nicht alright!“ statt. Beide Gäste arbeiten jeweils zu den Themen Rechtsextremismus und Ideologie und werden sich im Gespräch darüber austauschen.
Das Solibündnis Rojava und RiseUp4Rojava Ruhr laden Freitag, den 10.07. um 19 Uhr in der Zanke zu einem Vortrag von Tim Krüger ein: »Der jüngste „Friedensprozess“ zwischen dem türkischen Staat und der kurdischen Freiheitsbewegung läuft seit dem Jahr 2025 und ist höchst prekär. Zwar existiert ein Dialog, konkrete Ergebnisse gibt es bisher jedoch nicht. Lediglich die Partiya Karkerên Kurdistanê (PKK) hat in diesem Zuge 2025 ihre Selbstauflösung verkündet und die Bereitschaft vermittelt, den bewaffneten Kampf einzustellen, was sie mit einer symbolhaften Verbrennung von Waffen untermalte.
Von 28. September bis zum 3. Dezember veranstaltet das Theater Traumbaum im KulturMagazin, Lothringer Straße 36 c, die „Anne Frank Kultur Wochen“. Die Kulturreihe widmet sich in der aktuellen Spielzeit gesellschaftlichen Themen wie Zivilcourage, Extremismus, rassistische Gewalt, Chancenungleichheit sowie der aktuellen Situation von geflüchteten Menschen. Das Programm bietet sowohl Stücke für Grundschulen als auch für alle weiterführenden Schulformen an.
Am Sonntag, 05. Juli 2026 um 12 Uhr startet der Rundgang am Bochumer HBF.
Krawallschachteln – Ein Stadtrundgang zu feministischer Bewegungsgeschichte in Bochum
Der Stadtrundgang zu feministischen Protestorten behandelt die Anlässe und Protestformen der autonomen Frauen- und Lesbenbewegung seit den 1970er Jahren in Bochum.
… das können Interessierte bei zwei Nachbarschaftstreffen, zu denen der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im Sommer und Herbst in den Arbeitergarten seines Museums Zeche Hannover in Bochum einlädt. Beim ersten Treffen am Sonntag (12.7.) von 14 bis 20 Uhr erwartet die Gäste ein Nachmittag mit Gesprächen, Musik und einem Quiz mit Fragen von früher und heute.
Am 08. Juli findet jährlich der Flaggentag der Mayors for Peace statt. An diesem Tag setzen weltweit Bürgermeister:innen an ihren Rathäusern ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen und lassen die grün-weiße Flagge der „Mayors for Peace“ hissen. In Bochum begleitet die Friedensbewegung am kommenden Mittwoch das Ereignis mit einer Kundgebung.
Das aktuelle Schnellinfo 06/2026 mit vielen Themen, wie zum Beispiel:
online-Veranstaltungen des Flüchtlingsrates, Informationen zur GEAS-Reform, Global Trends Report 2025, Warnung vor Kürzungen in EU-Sozialförderung, Einschränkung des Flüchtlingsschutzes für ukrainische Männer im wehrfähigen Alter, Bochum bleibt „Sicherer Hafen“, Links zu Rechtsprechung und Materialien
Mit der Aufforderung »Lasst uns über Geld reden!“ lädt das Netzwerk bo-initiativ Gruppen, Initiativen und selbstverwaltete Räume zum vierten Strategiedinner ein. Im offenen Austausch geht es um die Frage, welche Möglichkeiten zur finanziellen Förderung von politischer Arbeit, Projekten und Zusammenschlüssen bestehen und wie sie genutzt werden können.
Chiara Monteton deckt Dächer und spricht darüber, Familie Steincamp stellt um auf Selbstversorgung, Nassrin Sadeghi führt durch die Geschichte des Konsums zwischen Luxus und Alltag, „Ende Gelände“ will die Energiewende mit zivilem Ungehorsam verteidigen, die „Lebenslaute“ protestiert mit Klassik gegen die Wohnungsmarktkrise, Michel Höffken wirbt für’s Radfahren. Die Juli-Ausgabe von bodo bietet wieder Interessantes.
In der VHS Herne wird am kommenden Dienstag, 7. Juli, in der Zeit von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr ein Fachtag mit dem Titel Islamismusprävention im Spannungsfeld von Problemanalyse, Rassismuskritik und pädagogischer Praxis stattfinden. Zum Inhalt schreibt der neben weiteren Organisationen veranstaltende Caritasverband Herne: »Der Fachtag widmet sich der Frage, wie Islamismus als gesellschaftliches Phänomen differenziert analysiert und thematisiert werden kann, ohne dabei zur Stigmatisierung beizutragen oder problematische Entwicklungen zu verharmlosen.
Gestern startete die Es reicht – Demonstration, die von der Linken Bochum als Protest gegen die Angriffe auf den Sozialstaat durch die Bundesregierung organisiert wurde, hinter dem Hauptbahnhof am Buddenbergplatz. Etwa 300 Menschen hatten sich versammelt und demonstrierten später durch die Innenstadt zum Schauspielhaus. Beim Auftakt wurde in Reden entschieden Widerstand gegen die geplanten Sozialabbau-Maßnahmen (Rente, Pflege, Krankenversicherung und Arbeitszeit) angekündigt. Besondere Empörung erfuhr die herablassende Haltung und Äußerungen – insbesondere des Bundeskanzlers – gegenüber den Menschen, die auf ihrer Hände Arbeit angewiesen sind. Reden und Eindrücke:
Am kommenden Dienstag, 7. Juli in der KoFabrik berichtet der Städtepartnerschaftsverein aus Köln von seiner Reise in die Partnerstadt Qamishlo in Nordostsyrien: »Die Delegationsreise fand im März diesen Jahres statt, kurze Zeit nach den kriegerischen Angriffen, Vertreibungen und Massakern durch die selbsternannte neue islamistische Regierung Syriens und islamistischer Milizen auf die demokratische Selbstverwaltung und die Menschen in Nordostsyrien.
Nach fünf Jahren intensiver Planung, vielen Gesprächen, Herausforderungen und Entscheidungen ist es so weit: Die Wohnprojektgruppe hejmo im Quartier Feldmark im OSTPARK hat mit der Grundsteinlegung den offiziellen Baustart ihres Mehrgenerationen-Hauses gefeiert.
Morgen, Dienstag 30. Juni, läuft im Kino Endstation ein chinesischer Film, der den Bau des größten Wasserkraftwerkes der Welt und dessen Folgen für die Anwohner*innen zum Thema hat. Dieser Film ist Teil einer Reihe Hinterlands of Modernity. Infrastrukturszenen. Lisa Gotto von der Universität Wien wird dazu zu Beginn eine Einführung geben. Das Kino schreibt dazu:
Die am morgigen Montag um 18 Uhr hinter dem Hauptbahnhof startende Demo unter dem Motto „Es reicht!“ wird mit einer Rede der Bochumer Bundestagsabgeordneten der Linken Cansin Köktürk eröffnet. Weitere Redner:innen sind Claudia Bonan, ver.di und Batikagan Pulat. Linke im Rat. Dazwischen kommen Initiativen ans Mikrofon: „Nicht auf unserem Rücken“, Schulstreik und Dyke March.. Die Demo soll um 20.15 Uhr mit gemeinsamen Singen vor dem Schauspielhaus enden.
Sonntag 28.06.26, 15:52 Uhr
Namibische Aktivistin beim 34. Kaffeeklatsch von Attac
Am kommenden Sonntag ist Nafimane Hamukoshi zu Gast beim politischen Kaffeeklatsch von Attac in der KoFabrik. Sie ist Referentin auf der diesjährigen Sommerakademie von Attac und die Bochumer Gruppe hat die Gelegenheit genutzt, sie als Referentin einzuladen. Nafimane Hamukoshi ist namibische Aktivistin und stellvertretende Vorsitzende des Economic Social Justice Trust in Windhoek. Sie wird über die Situation und Erwartungen der namibischen Jugend referieren.
Das feministische Archiv ausZeiten bietet am Sonntag, den 5. Juli einen Stadtrundgang für Frauen zu feministischen Protestorten an. Er behandelt die Anlässe und Protestformen der autonomen Frauen- und Lesbenbewegung seit den 1970er Jahren in Bochum: »Die Krawallschachtel ist per Definition eine laute und fordernde Frau. Krawallschachteln sind nervig und renitent. Klingt eigentlich ganz gut, wie wir finden. Deshalb wollen wir uns diese abwertende Bezeichnung zurücknehmen und sie mit Protest, Widerstand und feministischer Politik füllen!
Am Freitag, den 3.7. ist Susan Cane in der Bochumer Stadtbücherei zu Gast der Bochum IPPNW Gruppe. Die US-amerikanische Friedensaktivistin ist aktiv im Widerstand gegen Atomwaffen und hat insgesamt mehr als sechs Jahre Gefängnisstrafen auf sich genommen. Sie ist die erste Frau aus den USA, die in Deutschland aus Protest gegen Atomwaffen ins Gefängnis ging, weil sie an gewaltfreien Aktionen gegen den Atombomben Stützpunkt Büchel teilnahm.
Der Bochumer Kinder- und Jugendring feiert am kommenden Samstag sein 80-jähriges Bestehen. Er zählt zu den engagiertesten und kreativsten Jugendringen der Republik. Er hat es geschafft, viele Gruppe und Initiativen zur Mitarbeit zu motivieren, die internationale Wurzeln haben. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit gehören die Bereiche Antirassismus und Demokratie. Die Einladung zur Feier:
Nun ist es wissenschaftlich bestätigt: Die AfD kann verboten werden, weil sie eindeutig verfassungswidrig ist. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) belegt in einem über 1.500 Seiten umfassenden Gutachten, welches sich auf eine Auswertung von über drei Millionen Datenpunkten stützt, nach strengsten juristischen Kriterien die Verfassungswidrigkeit der Partei.
Anlässlich des Internationalen Tag des öffentlichen Dienstes am 23.06.2026 würdigen die Gewerkschaft ver.di und der Oberbürgermeister der Stadt Bochum die Arbeit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Bochum. Gute Daseinsvorsorge schützt die Demokratie – ver.di und der OB fordern die Bundesregierung auf, die Kommunen hinreichend finanziell auszustatten.
Kritik von ver.di gibt es auch an den Sparplänen der Stadt Bochum.
Der Bochumer Osten erweitert sich um ein weiteres Wohnprojekt: Die „Alte Feuerwache Laer GbR“ hat den Zuschlag zur Entwicklung der ehemaligen Feuerwache Altenbochum/Laer erhalten. Das Projekt hat nun zunächst ein Jahr Zeit, um seine Planungen zu konkretisieren und weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu finden. Danach ist der Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages vorgesehen.
Am 27. Juni ist es wieder soweit. Das seit 2001 jährlich im Sommer stattfindende Kulturfestival ExtraSchicht – Die Nacht der Industriekultur geht an zahlreichen Orten im Ruhrgebiet über die Bühne. Von Live-Musik, über Lichtinstallationen, Feuer- und Drohnenshows bis hin zu Comedy-Veranstaltungen und Führungen an sonst nicht zugänglichen Orten ist das Programm wie immer bunt gemischt und setzt insbesondere alte Industrieanlagen in Szene.
Zusammen mit dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der RUB hat das Fritz Bauer Forum am 1. Juli erneut den spanischen Juristen Dr. Juan Garcés nach Bochum eingeladen. Der Berater des früheren chilenischen Präsidenten Dr. Salvador Allende, Ankläger des Diktators Augusto Pinochet sowie Träger des Right Livelihood Award (1999) trägt vor und diskutiert mit dem Leiter des IFHV, Prof. Dr. Pierre Thielbörger, der eine Professur für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Ruhr Universität Bochum innehat und zu dessen Forschungsschwerpunkten unter anderem die Essenz der Menschenrechte gehört.
Die Bochumer Polizei hat sich bis vor wenigen Jahren als Opfer der Nazi-Diktatur verstanden und auch so dargestellt. Ein Fund von Akten im Keller des Polizeipräsidiums hat die Sichtweise verändert, die Geschichte wurde aufgearbeitet. Polizeihauptkommissar Lieven Rother berichtet darüber am 30. 6. im Nordbahnhof.
Mit einem Friedensfest am kommenden Freitag will das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer gemeinsam mit anderen Initiativen und Organisationen aus dem Stadtteil ein Zeichen gegen Krieg, Gewalt im Alltag, Ausgrenzung und Rassismus setzen. »Missachtung des Völkerrechts, imperiale Ambitionen von Autokraten, Krieg, Hunger und Umweltkrise sind die Ursachen für Tod, Flucht und Vertreibung in der Welt« so die Veranstalter*innen.
Der GEW Stadtverband Bochum macht angesichts der aktuellen Temperaturen auf den mangelnden Hitzeschutz in vielen Schulen aufmerksam und fordert von Stadt und Land hier für Abhilfe zu sorgen. »Hitzeschutz ist keine freiwillige Leistung, sondern Teil der Fürsorgepflicht für Schülerinnen und Schüler und alle Beschäftigten in der Schule«, so Dominik Bald vom Leitungsteam der GEW Bochum.