Am kommenden Sonntag ist Nafimane Hamukoshihat zu Gast beim politischen Kaffeeklatsch von Attac in der KoFabrik. Sie ist Referentin auf der diesjährigen Sommerakademie von Attac und die Bochumer Gruppe hat die Gelegenheit genutzt, sie als Referentin einzuladen. Nafimane Hamukoshi ist namibische Aktivistin und stellvertretende Vorsitzende des Economic Social Justice Trust in Windhoek. Sie wird über die Situation und Erwartungen der namibischen Jugend referieren.
Das feministische Archiv ausZeiten bietet am Sonntag, den 5. Juli einen Stadtrundgang für Frauen zu feministischen Protestorten an. Er behandelt die Anlässe und Protestformen der autonomen Frauen- und Lesbenbewegung seit den 1970er Jahren in Bochum: »Die Krawallschachtel ist per Definition eine laute und fordernde Frau. Krawallschachteln sind nervig und renitent. Klingt eigentlich ganz gut, wie wir finden. Deshalb wollen wir uns diese abwertende Bezeichnung zurücknehmen und sie mit Protest, Widerstand und feministischer Politik füllen!
Am Freitag, den 3.7. ist Susan Cane in der Bochumer Stadtbücherei zu Gast der Bochum IPPNW Gruppe. Die US-amerikanische Friedensaktivistin ist aktiv im Widerstand gegen Atomwaffen und hat insgesamt mehr als sechs Jahre Gefängnisstrafen auf sich genommen. Sie ist die erste Frau aus den USA, die in Deutschland aus Protest gegen Atomwaffen ins Gefängnis ging, weil sie an gewaltfreien Aktionen gegen den Atombomben Stützpunkt Büchel teilnahm.
Der Bochumer Kinder- und Jugendring feiert am kommenden Samstag sein 80-jähriges Bestehen. Er zählt zu den engagiertesten und kreativsten Jugendringen der Republik. Er hat es geschafft, viele Gruppe und Initiativen zur Mitarbeit zu motivieren, die internationale Wurzeln haben. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit gehören die Bereiche Antirassismus und Demokratie. Die Einladung zur Feier:
Nun ist es wissenschaftlich bestätigt: Die AfD kann verboten werden, weil sie eindeutig verfassungswidrig ist. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) belegt in einem über 1.500 Seiten umfassenden Gutachten, welches sich auf eine Auswertung von über drei Millionen Datenpunkten stützt, nach strengsten juristischen Kriterien die Verfassungswidrigkeit der Partei.
Anlässlich des Internationalen Tag des öffentlichen Dienstes am 23.06.2026 würdigen die Gewerkschaft ver.di und der Oberbürgermeister der Stadt Bochum die Arbeit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Bochum. Gute Daseinsvorsorge schützt die Demokratie – ver.di und der OB fordern die Bundesregierung auf, die Kommunen hinreichend finanziell auszustatten.
Kritik von ver.di gibt es auch an den Sparplänen der Stadt Bochum.
Der Bochumer Osten erweitert sich um ein weiteres Wohnprojekt: Die „Alte Feuerwache Laer GbR“ hat den Zuschlag zur Entwicklung der ehemaligen Feuerwache Altenbochum/Laer erhalten. Das Projekt hat nun zunächst ein Jahr Zeit, um seine Planungen zu konkretisieren und weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu finden. Danach ist der Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages vorgesehen.
Am 27. Juni ist es wieder soweit. Das seit 2001 jährlich im Sommer stattfindende Kulturfestival ExtraSchicht – Die Nacht der Industriekultur geht an zahlreichen Orten im Ruhrgebiet über die Bühne. Von Live-Musik, über Lichtinstallationen, Feuer- und Drohnenshows bis hin zu Comedy-Veranstaltungen und Führungen an sonst nicht zugänglichen Orten ist das Programm wie immer bunt gemischt und setzt insbesondere alte Industrieanlagen in Szene.
Zusammen mit dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der RUB hat das Fritz Bauer Forum am 1. Juli erneut den spanischen Juristen Dr. Juan Garcés nach Bochum eingeladen. Der Berater des früheren chilenischen Präsidenten Dr. Salvador Allende, Ankläger des Diktators Augusto Pinochet sowie Träger des Right Livelihood Award (1999) trägt vor und diskutiert mit dem Leiter des IFHV, Prof. Dr. Pierre Thielbörger, der eine Professur für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Ruhr Universität Bochum innehat und zu dessen Forschungsschwerpunkten unter anderem die Essenz der Menschenrechte gehört.
Die Bochumer Polizei hat sich bis vor wenigen Jahren als Opfer der Nazi-Diktatur verstanden und auch so dargestellt. Ein Fund von Akten im Keller des Polizeipräsidiums hat die Sichtweise verändert, die Geschichte wurde aufgearbeitet. Polizeihauptkommissar Lieven Rother berichtet darüber am 30. 6. im Nordbahnhof.
Mit einem Friedensfest am kommenden Freitag will das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer gemeinsam mit anderen Initiativen und Organisationen aus dem Stadtteil ein Zeichen gegen Krieg, Gewalt im Alltag, Ausgrenzung und Rassismus setzen. »Missachtung des Völkerrechts, imperiale Ambitionen von Autokraten, Krieg, Hunger und Umweltkrise sind die Ursachen für Tod, Flucht und Vertreibung in der Welt« so die Veranstalter*innen.
Der GEW Stadtverband Bochum macht angesichts der aktuellen Temperaturen auf den mangelnden Hitzeschutz in vielen Schulen aufmerksam und fordert von Stadt und Land hier für Abhilfe zu sorgen. »Hitzeschutz ist keine freiwillige Leistung, sondern Teil der Fürsorgepflicht für Schülerinnen und Schüler und alle Beschäftigten in der Schule«, so Dominik Bald vom Leitungsteam der GEW Bochum.
Die letzten Bundesparteitage der AfD sind von zehntausenden Menschen blockiert worden. Das wird auch am 4. Juli – am 100. Jahrestag des ersten größeren NSDAP Parteitages – in Erfurt der Fall sein. Auch aus Bochum fahren Busse nach Erfurt. Organisiert wird dies von der Kampagne Widersetzen. Die Bochumer Gruppe lädt am kommenden Samstag, 27.6. zu einem Vorbereitungstreffen ein:
Die Evangelische Stadtakademie veranstaltet am Donnerstag, 25. Juni um 17:00 Uhr, im Beckmannshof der Ruhr Universität einen Diskussionsabend mit Expert*innen aus Theologie, Rechts- und Politikwissenschaft – allesamt zugleich Autor*innen der Denkschrift der EKD oder eines begleitenden Lesebuchs zum Thema Frieden und dem in der Denkschrift entwickelten Konzept eines ökumenischen Gerechten Friedens.
Im Prinz Regent Theater (prt) geht es am kommenden Samstag in einer besonderen Weise um Bochum, denn – was viele vermutlich nicht wissen – diese Stadt hat auch ein Flinta* American Football Team. Das hat Tacho Tinta zu einem Stück verarbeitet, das am kommenden Samstag um 19:30 Uhr im prt aufgeführt wird.
Der Kinder- und Jugendring informiert in seiner aktuellen Pressemitteilung über das gestrige Jugendforum: »Am Jugendforum für den Bezirk Bochum-Nord im Jugendfreizeithaus „U27“ haben 63 Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende aus der Kinder- und Jugendarbeit teilgenommen.
In Bochum wird der NRW Appell AfD-Verbot wesentlich von den Omas gegen Rechts und dem Bochumer Bündnis gegen Rechts getragen. Sie können mit der Übergabe der Unterschriften einen großen Erfolg vermelden: »Am vergangenen Donnerstag hatte eine Delegation des NRW Appell AfD-Verbot einen offiziellen Termin bei dem Ministerpräsidenten Hendrik Wüst und seiner Stellvertreterin Mona Neubaur. Zeitgleich versammelten sich Vertreter:innen der fast 130 beteiligten Gruppen aus ganz NRW vor dem Landtag zu einer Kundgebung und machten deutlich, dass die riesige Unterstützung, die die Kampagne in der vergangenen vier Monaten erfahren hat, eine Verpflichtung darstellt, weiter entschieden für die Forderung nach der Einleitung eines Verbotsverfahrens gegen die AfD einzutreten.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki- Mohnhaupt zur Beteiligung an der Fachplanung Gesundheit: »Die Stadt Bochum hat mit Pressemitteilung vom 17.06.2026 (hier) ein „innovatives Beteiligungsformat“ zur Beteiligung an der Fachplanung Gesundheit angekündigt. Die Bürger:innen sollen die Fachplanung aktiv mitgestalten können.
„Was geschieht, wenn das (Straf-)Recht zum unkontrollierten Machtinstrument wird?“ – diese Frage steht im Zentrum des Film, der am kommenden Montag im Kino Endstation läuft: »Keine Kinder. Keine Zukunft. Keinerlei Hoffnung. Das Aussterben der Menschheit scheint unabwendbar, als im Jahr 2027 der jüngste Mensch der Welt mit nur 18 Jahren stirbt.
Auf dem Festival Ruhr International gab es nicht nur viele kulturelle Beiträge. Neben den zahlreichen politischen Initiativen, die mit Infoständen vertreten waren, hatten mehrere Gruppen auch die Möglichkeiten genutzt, um auf den großen Bühnen über ihre Aktivitäten und Vorstellungen zu informieren. Bisher liegen die Redeskripte vor von
An diesem Wochenende fand eine größere Probe für die Aktionswoche der Gruppe Lebenslaute am 1. bis 8. August im Ruhrgebiet – vor allem in Bochum – statt. Das Motto der Aktion „Viva la musica – enteignet Vonovia„. Als lokale Gruppe unterstützt Attac Bochum die Aktion. Lebenslaute beschreibt sich selbst:
Der Christopher Street Day (CSD) stand gestern unter dem Motto „Feuer und Flamme“. Es war dann tatsächlich auch ziemlich heiß. Der Demo-Wagen und einer paar der mehr als 2.000 Teilnehmer:innen machten dann auch schlapp. Insgesamt war es aber eine gelungene Demonstration für queeres Leben in Bochum. Bilder vom Start der CSD-Demo vor dem Schauspielhaus:
Im Rahmen der Reihe “Mayors for Peace Bochum2026” lädt die Bochumer IPPNW Gruppe am Freitag, 26. Juni 2026 um 18:30 Uhr in der Stadtbücherei im BVZ zu einem Vortrag von Dr. Gabriele von Wahlert über die Bedeutung der Origami Kranicheein: »Unbestreitbar ist der Kranich die wohl bekannteste Origami-Figur. In Japan gelten diese majestätischen Vögel als Symbol für Wohlstand , Glück und die Erfüllung von Wünschen.
Am Mittwoch, den 24. Juni berichtet Prof. Dr. Ingrid Daniels um 18 Uhr im Fritz Bauer Forum über die Entwicklung in Südafrika zur Postapartheid-Gesellschaft. Der Vortrag findet in englisch statt: »South Africa’s Apartheid era, prior to the new democracy in 1994, constructed and legalised structural and systemic social, economic, political and a racial exclusion which violated the human rights of the majority of South Africans. A legal system of institutionalised racial segregation and white supremacy in South Africa was enforced by the National Party that came into power in 1948.
Am Donnerstag scheiterte die AfD im Bochumer Stadtrat mit einem Antrag zum Austritt aus dem Bündnis Sicherer Häfen. Die Seebrücke Bochum nimmt das zum Anlass, die erfolgreiche Spendenkampagne von 2022 zu wiederholen, als die Bochumer Zivilgesellschaft 40.000 Euro für das Seenotrettungsschiff Sea-Eye 4 sammelte. Unter dem Motto Bochum-Rettet 2.0 ruft die Seebrücke auf, der AfD zu zeigen, dass Bochum für alles steht, was die AfD verabscheut:
Bahnhof Langendreer, Attac-Bochum und das Forum Arbeitswelten laden am Sonntag, den 28. Juni um 19 Uhr im Kino Endstation zu einem „Filmprogramm mit unerwarteten Bildern aus China“: »Es sind meist Ausschnitte aus unabhängig produzierten Filmen, die die Sehnsüchte, den Alltag, Kritik und Kämpfe zeigen.
Die Linksfraktion hat einen Newsletter veröffentlicht, in dem sie schwerpunktmäßig über die Ratssitzung in dieser Woche berichtet. Über die meisten Themen ist an dieser Stelle schon berichtet worden. Kein Thema war bisher ein Antrag der AfD. Darüber heißt es: »Die Ratsfraktion der AfD wollte mit ihrem Antrag auf Austritt der Stadt Bochum aus der Initiative „Seebrücke – Sicherer Hafen Bochum“, die humanitäre Haltung der Stadt Bochum gegenüber geflüchteten Menschen diskreditieren, Schutzsuchende pauschal kriminalisieren und die zivile Seenotrettung diffamieren. Ratsmitglied Horst Hohmeier wendete sich in seiner Rede dagegen:
»Mit Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) vor 75 Jahren wurden die Rechte von Menschen, die Schutz vor Verfolgung suchen, völkerrechtlich verankert. Heutzutage werden die Prinzipien der GFK in Europa allerdings durch eine Politik der Abschottung und Ausgrenzung – so jüngst mit der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) – immer weiter untergraben. Anlässlich des heutigen Weltflüchtlingstags präsentieren daher 275 Organisationen, unter ihnen der in Bochum beheimatete Flüchtlingsrat NRW, in dem heute veröffentlichten Memorandum „Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt“ einen Gegenentwurf für einen starken und solidarischen Flüchtlingsschutz im 21. Jahrhundert. Sie fordern ein Leben in Sicherheit und Würde für geflüchtete Menschen.
Das Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit Bochum unterstützt den Aufruf zur Ruhrpott Rebellion und wirbt für eine breite Beteiligung an der Kundgebung „Hände weg vom Sozialstaat!“ am 10. Juli 2026 auf dem Dr.-Ruer-Platz in Bochum. Gemeinsam mit Gewerkschaften, Sozialverbänden, Initiativen und zahlreichen Engagierten setzt sich das Bündnis für den Erhalt sozialer Sicherungssysteme, gesellschaftliche Teilhabe und eine solidarische Gesellschaft ein.