Die Fraktionen von CDU, UWG und FDP im Rat haben den Antrag gestellt, dass die Stadt Bochum beim Landesprojekt MISSIMO mitmachen soll. MISSIMO ist ein Projekt des Landes Nordrhein-Westfalen gegen organisierten Sozialleistungsmissbrauch, vor allem beim Kindergeld. Die Linke im Rat sieht das kritisch und hat dazu eine Anfrage an die Verwaltung gestellt. Gabi Fuchs, sachkundige Bürgerin für Die Linke im Sozialausschuss erläutert dies:
Kurz vor dem Internationalen Frauenkampftag sprechen am Donnerstag, den 5.3. die beiden Autor:innen Sivan Ben Yishai und Miedya Mahmod im Prinz Regent Theater (PRT) über die Bedeutung der Worte „International“, „Frauen“ und „Kampf“. Das PRT schreibt dazu: »Drei Worte, die einfach klingen, doch sehr komplex sind. Von der Vielschichtigkeit der Begriffe zur Klarheit des Handelns – im Gespräch nähern wir uns diesen drei Worten an, die uns auffordern, Bündnisse einzugehen und solidarisch zu leben.
Der Berliner Sammler Wolfgang Haney hat fast 1.000 antisemitische Postkarten zusammengetragen, von denen eine Auswahl in der Wanderausstellung „abgestempelt“ dokumentiert ist. Die meisten stammen aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Sie sind als historische Quellen zu verstehen, die als Gebrauchsgegenstände einen unmittelbaren Blick in die Welt des Alltags, geprägt durch Vorurteile und Diskriminierungen, ermöglichen.
>>Am Freitag, 6. März, begrüßt die Stadtbücherei Bochum im Bildungs- und Verwaltungszentrum, Gustav-Heinemann-Platz 2-6, um 19 Uhr die „Lauschsalon“-Erfinderin und Hörtheatersprecherin Anja Bilabel mit ihrem Programm „Geschichten eines ungestümen Herzens – Ein Abend über deutschsprachige Autorinnen während ihrer Verfolgung durch das NS-Regime, im Widerstand und im Exil“. Den musikalischen Erzählpart wird Hanne Feldhaus (Blockflöte) spielen.
Über die aktuelle Situation im Iran spricht am Donnerstag, 5. März, um 19 Uhr Dr. Abdolah Hoveyes vom Institut für Arabistik und Islamwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum in der Bücherei Querenburg im UniCenter, Querenburger Höhe 270. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ganz oben auf der Tagesordnung der Sitzung des Planungsausschusses in der nächsten Woche steht das Schicksal der Siedlung „Am Röderschacht“. Der Ausschuss muss sich sich mit einer Eingabe von Mieter:innen aus der Siedlung befassen. Hierin wird angeregt, dass die Verwaltung prüfen soll, wie eine Erhaltungssatzung zum Schutz der Siedlung geschaffen werden kann. Mit der Erhaltungssatzung soll die dortige Mieterschaft vor Verdrängung durch Luxussanierungen und Modernisierungen geschützt werden, die zu erheblichen Mietsteigerungen führen können.
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts und der NRW-Appell AfD-Verbot rufen dazu auf, am nächsten Samstag, 7. März in Marl gegen den Landesparteitag der AfD zu protestieren. Um 8 Uhr beginnen vor dem Eventzentrum die Proteste, die von örtlichen Initiativen und dem DGB organisiert werden. Es ist wichtig, dass diese Initiativen aus ganz NRW unterstützt werden, denn das Erstarken der radikalen Rechten bei den letzten Kommunalwahlen zeigt bereits überall Spuren. Noch können sie zwar nichts durchsetzen, aber mit unverhohlenen Angriffen auf die Zivilgesellschaft und mit Vorstößen zur Streichung sämtlicher Mittel etwa für die freie Kultur drängen sie immer mehr auf die Agenda kommunaler Politik.
Samstag, 7. März, 2026: In Bochum gibt es gemeinsame Abfahrten vom Hauptbahnhof: 7:12 und 8:12 Uhr.
Heute, am 27. Februar 2026 ist Equal PayTag. Bis zum heutigen Tag würden die weiblich gelesenen Menschen in diesem Land unbezahlte Erwerbsarbeit geleistet haben, wenn sie im Rest des Jahres das gleiche Entgelt bekommen würden wie Männer. In den Veröffentlichungen zum Equal Pay Tag stößt man auf zwei unterschiedliche Zahlen zur geschlechtsbedingten Lohnlücke. Es gibt die „unbereinigte“ Zahl von 16 % (bezogen auf den Bruttostundenverdienst). „Unbereinigt“ – das bedeutet ja wohl: irgendwie verschmutzt und nicht ganz zutreffend, oder? – Und es gibt – dem patriarchalischen Himmel sei Dank – den „bereinigten“ pay gap von 6%. Der scheint sauber und von allem befreit, was nicht dazu gehört.
Am morgigen Freitag erscheint die Märzausgabe von bodo. Die Redaktion des Straßenmagazins verspricht folgende Inhalte: »Sie kochen, pflegen, trösten und leben monatelang in fremden Häusern. Betreuerinnen aus Osteuropa halten das deutsche Pflegesystem am Laufen. Ihre Beschäftigung erfolgt oft in rechtlichen Grauzonen, teils an der Grenze zur Ausbeutung. Doch es gibt faire Alternativen.
Das Bochumer Friedensplenum lädt zu einer Neuorganisierung der lokalen antimilitaristischen Arbeit ein: »Die dramatische Militarisierung unserer Gesellschaft macht es unserer Ansicht nach notwendig, dass wir unsere Arbeit überdenken und neu organisieren. Wir wollen das Friedensplenum wieder in seine ursprüngliche Funktion zurückführen. Es soll wieder ein Zusammenschluss aller Kräfte in Bochum sein, die sich antimilitaristisch engagieren. Die Gruppe, die sich bisher zwei Mal im Monat im Haus der Begegnung trifft, wird sich zukünftig DFG-VK Bochum nennen. In größerem zeitlichen Abstand soll sich ein Friedensplenum aller Gruppen und Organisationen treffen, die sich mit Friedenspolitik beschäftigen.
Am Dienstag, 3.3. findet auf dem Betti-Hartmann-Platz in Wattenscheid die 2. Mahnwache für eine Bezirksvertretung ohne einen stellvertretenden AFD-Bürgermeister statt. Unterstützt wird dabei auch die Resolution der anderen Fraktionen in Wattenscheid, die ihn zum Rücktritt auffordern, sowie die Forderung der der Linken Bochum: Linke unterstützt Resolution zum Rücktritt von Sontowski – Bewegung in Bochum.
Die Volkshochschule Bochum lädt unter dem augenzwinkernden Motto „Frauen, die lesen, sind gefährlich. Und Frauen, die schreiben, leben gefährlich“ am Donnerstag, 5. März, zu einem besonderen Abend ein, der das literarische Schaffen von drei Bochumer Autorinnen in den Mittelpunkt stellt.
Die Stadt Bochum hat sich 2019 zum „Sicheren Hafen“ erklärt und ist dem Bündnis Seebrücke beigetreten. Damit wurde ein deutliches Zeichen der Solidarität mit aus Seenot geretteten und besonders schutzbedürftigen Geflüchteten gesetzt. Laut der Initiative „Sicherer Hafen Bochum“ beschränken sich die bisherigen Maßnahmen jedoch auf eine Solidaritätserklärung und punktuelle Unterstützung der Seenotrettung, z. B. durch Spendenaktionen. Die Linke im Rat der Stadt will das so nicht stehen lassen.
Die Stadt Bochum lädt wieder zu ihrer Reihe „Bochumer Stadtgespräche“ ins Kunstmuseum an der Kortumstraße 147 ein. Am Mittwoch, 4. März, geht es ab 19 Uhr um das Thema „Velorouten“. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Am Samstag, den 28.02. lädt das atelier automatique um 18 Uhr zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel „Palestinians and Jews for Peace: I See Your Pain, Despite Mine – Radical Empathy and Rehumanisation“: »In Zeiten tiefgreifender Konflikte, zunehmender Polarisierung und schmerzhafter Spaltung laden wir, die Palestinians and Jews for Peace und das atelier automatique, zusammen mit den feministischen Aktionswochen Bochum, zu einem Raum des mutigen Zuhörens und der radikalen Empathie ein.
Ver.di ruft die Beschäftigten des kommunalen Nahverkehrs am Freitag und Samstag zum Streik auf. In der Pressemiteilung heißt es: »…. Dadurch wird es von Betriebsbeginn bis Betriebsende zu erheblichen Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr in den Städten Bochum, Gelsenkirchen, Witten, Herne, Bottrop und im Kreis Recklinghausen kommen.
Hintergrund ist die laufende Tarifrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW (KAV NW). In der ersten Verhandlungsrunde legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. Vor der nächsten Verhandlungsrunde, die am 2. und 3. März stattfinden wird, erhöht ver.di deshalb den Druck.
Am kommenden Sonntag präsentiert das Kino Endstation einen Dokumentarfilm mit anschließendem Filmgespräch: »Der Dokumentarfilm erzählt von Menschen, die den Zweiten Weltkrieg als Soldaten der Wehrmacht oder Zivilisten in Nazi-Deutschland erlebten und durch ihre traumatischen Erfahrungen zu überzeugten Pazifisten wurden.
Der ADFC beendet seine Winterpause und lädt wieder zu Fahrradtouren: »Auch wenn es für viele Radfahrer*innen keine klassische „Fahrradsaison“ gibt, legen die geführten Touren des ADFC Bochum traditionell eine Winterpause ein. Im März fällt nun der Startschuss für die neue Saison.
Die Linke im Rat macht sich Sorgen um die digitale Souveränität der Stadt Bochum und schreibt dazu in ihrer aktuellen Pressemitteilung: »Immerhin nutzen rund 5.500 städtische Beschäftigte täglich überwiegend Software großer US-Technologieanbieter, wie z.B. Microsoft 365. Angesichts der politischen Entwicklung in den USA wächst jedoch europaweit die Debatte über digitale Souveränität. So hat der französische Staat etwa Microsoft Teams und andere US-basierte Kommunikationslösungen weitgehend durch eigene Plattformen ersetzt. Dazu Justin Mantoan, sachkundiger Bürger für die Linke im Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur:
Aus Anlass des Equal Pay Day (Freitag, 27. Februar 2026) erklärt der DGB Bochum: »Während in Deutschland noch immer gravierende Unterschiede zwischen den Einkommen von Frauen und Männern bestehen, sieht das Team an der Spitze des DGB Bochum alarmierende Signale aus der Politik. „Während wir beharrlich gegen die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern und ihre Ursachen kämpfen, rennt die Union exakt in die falsche Richtung“, erklärt Claudia Bonan, stellv. Vorsitzende des DGB Bochum.
Am kommenden Freitag heißt es wieder im Bahnhof Langendreer „hol dir deine digitale Unabhängigkeit zurück!“. Im Programm heißt es dazu: »„Wir tragen eine Datenkrake in der Tasche“ oder „Google hört sowieso mit“ – hast du solche Sätze schon einmal gehört oder selbst gesagt? Und viel wichtiger: Möchtest du etwas dagegen tun? Dann schließ dich der „entspannten Rebellion“ an.
Am kommenden Wochenende werden in der KoFabrik wieder mehrere Tausend Liter MAZÍ-Olivenöl aus Daras im Südwestpeloponnes an mehrere Hundert Abnehmer:innen übergeben. Die Öl-Connection Ruhr, die das ganze organisiert, hat die Möglichkeit, noch Öl zu bestellen, bis Mittwoch, den 25.2. verlängert. Am Vorabend der Ölausgabe, am Freitag, den 27. Februar um 19:30 Uhr lädt die Öl-Connection zu einem Vortrag und Gespräch mit dem Radiojournalist und Sachbuchautor Miltiadis Oulios in die KoFabrik ein. Sein Thema: Gleichheit in Zeiten der Erderwärmung. Die Einladung:
Am den 26. Februar findet um 17.30 Uhr in der Quartiershalle der KoFabrik ein Vortrag von Andreas Stahl mit anschl. Diskussion statt. Der Titel der Veranstaltung lautet „Zwischen Kritik und Antisemitismus“. »Israelbezogener Antisemitismus stellt eine besondere Herausforderung in politischen und gesellschaftlichen Debatten dar. Wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Kritik und antisemitischen Narrativen? In seinem Vortrag bietet Andreas Stahl eine fundierte Einordnung und praktische Orientierungshilfen für den Umgang mit diesem sensiblen Themenfeld.« Er ist Politikwissenschaftler und Leiter der zentralen Beratungsstelle gegen Antisemitismus an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen.
Der 19. Februar in diesem Jahr war der 99. Geburtstag von Betti Hartmann. Sie wurde als 15jährige in Auschwitz ermordet. In Wattenscheid trägt der Platz vor dem Rathaus ihren Namen, und aus Anlass ihres Geburtstags lud das Kuratorium „Stelen der Erinnerung“ zu einer Gedenkkundgebung. Die Ansprache von Felix Oekentorp zu diesem Geburtstagsgedenken:
Das Referat für Gleichstellung, Familie und Inklusion der Stadt hat auch in diesem Jahr Bochumer Frauenwochen organisiert. Es gibt mehr als 30 Veranstaltungs-Angebote von Bochumer Frauenvereinen oder -verbänden. Im Mittelpunkt steht der Aktionstag am 7. März von 11 – 14 Uhr unter dem Motto: „Starke Frauen – starkes Bochum“ auf dem Bongard-Boulevard zwischen Kortumstraße und Bleichstraße. Das gesamte Programm.
Am nächsten Samstag findet ein lokales Gründungstreffen von der Initiative „Widersetzen“ in der KoFabrik statt. Der Aufruf: »Essen. Riesa. Gießen. Seit mittlerweile über einem Jahr widersetzen sich Tausende Menschen aus ganz Deutschland der AfD und organisieren sich in zahlreichen Städten – und jetzt bald auch in Bochum! Widerstand wie dieser wird in Zeiten wie diesen so dringend gebraucht wie lange nicht mehr – also widersetze auch Du dich und komme am 28. Februar um 17:30 in die Kofabrik zu dem Gründungstreff der Widersetzen-Ortsgruppe Bochum!
Am Mittwoch, den 25.02. um 17- 20:00 Uhr findet im Fluid ein Input-Vortrag und Workshop mit Disability und Mad Pride Bonn statt: »Der Titel: Sicherheit – aber für wen? Was wir meinen, wenn wir über Sicherheit aus ableismuskritischer Sicht sprechen. Was bedeutet Sicherheit eigentlich für CIMND* Personen? Welche Aspekte und Konzepte von Sicherheit gibt es? Was macht CIMND* Personen sicher oder unsicher?
Die Stabsstelle Integration der Stadtverwaltung und mehrere Organisationen hatten gestern zu einer Gedenkveranstaltung im Bermuda Dreieck zum 6. Jahrestag des rassistischen Anschlags in Hanau aufgerufen. Mehrere Redner:innen mahnten, wie tödlich Rassismus ist. Hieran erinnerte auch das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ der Heinrich Böll Gesamtschule zum Abschluss der Kundgebung (Foto).
Die Linke unterstützt die Resolution der Fraktionen von SPD, CDU, Grüne und UWG in der Bezirksvertretung Wattenscheid, die sich vom amtierenden stellvertretenden Bezirksbürgermeister Cedric Sontowski (AfD) distanziert und ihn zum sofortigen Rücktritt auffordert. Bevorzugt hätte sie allerdings einen Antrag zur Abwahl des Mannes, den selbst Teile der AFD für untragbar halten und gegen den zur Zeit ein Parteiausschlussverfahren läuft.