Der Bildhauer und Kommunikationsdesigner Jacques Tilly gehört zu den Erstunterzeichner:innen des „NRW-Appells: AfD-Verbot jetzt!“. Letzte Woche machte er weltweit Schlagzeilen, weil ein Gericht in Moskau ihn zu 8,5 Jahren Haft verurteilte. Er hat die russische Führung mit seinen Karikaturen beleidigt. Ihn freut, dass seine Arbeit offenbar Wirkung zeigt. Das hofft er auch bei seinem Engagement gegen die AfD. Er hat einen seiner Karnevalswagen der Kampagne zur Verfügung gestellt. Am kommenden Wochenende wird der Wagen in Bochum sein.
Am 13. April, um 18Uhr laden Fridays for Future Bochum und das Movement Hub zu der Veranstaltung ins Soziale Zentrum ein.
»Die Bundesregierung würde die Lebenshaltungskosten in die Höhe treiben und die 1,5 Gradgrenze der Klimaneutralität gefährden, da sie unter der Leitung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche 20 neue Gaskraftwerke bauen will und die Energiewende sabotieren würde, so Martin von Fridays for Future Bochum. Dies könnte etwa 10 Milliarden Euro Steuergeld verschlingen, würde die Abhängigkeiten verstärken, die Wirtschaft schädigen und besonders Menschen mit niedrigem Einkommen gefährden.
Am Freitag, den 10. April um 19 Uhr lädt das atelier automatique zu einer Lesung mit Orliane Kamwa Kemadjou und Sarafina-Abena Yamoah ein: »Orliane Kamwa Kemadjou ist eine Poetin aus dem Ruhrgebiet. Ihre Werke bewegen sich zwischen Schwarzem Feminismus, afrodiasporischer Popkultur und poetischer Selbstreflexion. Sie verbindet persönliche Erfahrung mit kollektiver Erinnerung und entwickelt daraus eine Sprache, die Spiritualität, Identität und Selbstermächtigung vereint.
Am Samstag, den 11. 4. um 16 Uhr berichtet die Bundestagsabgeordnete und sozialpolitische Sprecherin der Linken Cansın Köktürk im Parteibüro der Linken über die geplante neue „Grundsicherung“, welche das Bürgergeld ersetzen soll: »Wie realistisch sind die Pläne von Schwarz/Rot, welche Folgen könnten entstehen für arbeitssuchende, kranke Menschen und die arbeitende Bevölkerung? Diese und weitere Fragen wird Cansın Köktürk in Anbetracht ihrer Erfahrungen als MdB und Sozialarbeiterin beantworten.« Das neue Parteibüro der Linken befindet sich in der Universitätstraße 75
>>In der Reihe zur Bochumer Stadtgeschichte präsentiert das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, am Mittwoch, 15. April, um 19 Uhr den Vortrag „Vom Köttersohn zum Betriebsführer: Diedrich Tengelmann und der Aufstieg seiner Familie“. Referent ist Dr. Marco Rudzinski. Der Eintritt ist frei.
Am Mittwoch, den 15. April um 18 Uhr lädt das Fritz Bauer Forum zu einer Diskussion über die Zivilgesellschaft und den Protest in Israel ein. Ami Dror ist online zugeschaltet. Das Fritz Bauer Forum schreibt über ihn; »Ami Dror ist israelischer Unternehmer, Pädagoge, Aktivist und Autor. In Ashkelon geboren, entstammt er einer Familie mit Holocaustgeschichte; sein Vater überlebte als rumänischer Jude die Verfolgung. Er war in der jüdischen Jugendbewegung Bnei Akiva aktiv. Er begann seine Laufbahn als Panzerkommandant bei der IDF und trat danach dem Persönlichen Sicherheitsdienst des Shin Bet bei. Von 2000 bis 2003 war er für das israelische Außenministerium in Dublin und Marseille tätig.
Der AStA der Ruhr Uni lädt am Dienstag, den 14.04. um 18:15 Uhr im Hörsaal HIA zu einer Diskussion über den Umgang mit Polizeigewalt ein. Diskussionsteilnehmer sind der Rassismusforscher Karim Fereidooni und Dirk Schatz, Polizeihauptkommissar und SPD-Ratsmitglied. Verwunderlich ist, dass niemand vom Lehrstuhl für Kriminologie eingeladen wurde, der mit seinen Untersuchungen zum Thema Polizeigewalt viel Aufmerksamkeit gefunden hat. In der Einladung heißt es zur Fragestellung der Diskussion: „Wie entstehen Bilder von „der Polizei“ und zum Beispiel „den Demonstrierenden“?
Die Initiative Widersetzen schreibt: »Das Wetter wird besser, der Frühling ist angebrochen und Erfurt rückt immer näher. Doch nicht nur das: Der 1. Mai in Essen steht schon quasi vor der Tür. Doch bis dahin gibt es noch viel zu tun: Also kommt am 11. April zum Plenum – ganz egal ob es bereits Euer drittes oder Euer erstes sein wird – und beteiligt euch an widersetzen Bochum. Kommt gern am 11. April um 17:00 in die Kofabrik!
Die Feministische Allianz lädt ein: »“Du willst die feministische Bewegung in Bochum stärken und vernetzen? Du überlegst, dich feministisch zu organisieren? Du hast Lust zukünftige Weiberräte mit zu gestalten? Dann komm am Dienstag, den 14.04. um 18:00 zur Kofabrik und lern die Arbeit der feministischen Allianz kennen! Die fem. Allianz hat sich vor ca. einem Jahr auf dem Rat von Unten gegründet und trifft sich seit dem auch außerhalb vom Rat jeden letzten Samstag im Monat in einem offenen Rahmen.
Die Omas gegen Rechts laden ein,“auch dieses Jahr in guter Tradition wieder der drei ukrainischen Zwangsarbeiter zu gedenken, die vier Tage nach der Befreiung Bochums durch die Alliierten am 14.04.1945 an der ehemaligen Flussbadeanstalt in Bochum-Dahlhausen von Hitlerjungen ermordet wurden. Nie war es wichtiger als heute, die Erinnerung an die Gräueltaten des Nationalsozialismus wach zu halten. Ab 14 Uhr werden wir am 14.4.2026 mit Rede- und Musik-Beiträgen eine kleine Gedenkveranstaltung abhalten.“ Mahnmal am Ruhrplateau in Dahlhausen, Zur Ruhrmühle 1.
Die Sonntagsetappe des Ostermarsches endete in der Quartiershalle der KoFabrik. Als erste Rednerin motivierte Miriam Bala die Zuhörenden. Sie ist Mitglied in den Vorständen der Schüler:innenvertretungen in Bochum und auf Landesebene. Sie berichtete über den erfolgreichen Protest der Schüler:innen gegen die drohende Wiedereinführung der Pflicht Kriegsdienst zu leisten. Die vielen älteren Aktiven in der Friedensbewegung sind begeistert, wie auch in Bochum zwei große Demonstrationen organisiert wurden. Miriam Bala: „Wir haben kein Mitbestimmungsrecht, kein Wahlrecht, keine Lobby, wenn es um unsere Zukunft geht. Die Entscheidungen werden über unsere Köpfen hinweg getroffen, unsere Proteste ignoriert und sogar behindert.
Der Wittener-Antifa-Treff (WAT) und die Falken Unterbezirk Ennepe-Ruhr laden zu Dienstag, 21. April um 19 Uhr ins Trotz Allem (Witten, Wideystr. 44) ein:
10 Jahre revolutionäre Vorabenddemo in Bochum „es war ne geile Zeit“.
»Nach den landesweiten Großkundgebungen gegen die AfD hat sich eine engagierte Bunte Bande zusammengefunden, die über reinen Widerstand hinausdenken möchte. Aus der Idee, aktiv an Konzepten für eine gerechtere und egalitäre Gesellschaft zu arbeiten, entstand das Unity Festival – ein Raum für Austausch, Reflexion und gemeinsames Handel.
Der Rat der Stadt Bochum hat am 19. 3. 2026 seine Zustimmung für einen Ausbau des Trianel-Gaskraftwerks Hamm und der Gründung einer neuen Betreibergesellschaft erteilt. Die Stadt Bochum ist über unterschiedliche Beteiligungen Eigentümerin der Trianel. »„Bochum hat beschlossen, bis 2035 klimaneutral zu werden. Der Ausbau des Gaskraftwerks in Hamm um einen weiteren Kraftwerksblock widerspricht diesem Ziel eindeutig“, erklären Dr. Volker Steude und Nadja Zein-Draeger, Sprecher*innen der Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt.
Das Fritz-Bauer-Forum bietet am Donnerstag, 9. April eine Veranstaltung zu Bochumer Frauen im Widerstand an:
»„weiterwirken-Frauen im Widerstand“ widmet sich den oft übersehenen Lebensgeschichten von Frauen aus Bochum, die während der Zeit des Nationalsozialismus Widerstand geleistet haben – politisch, zivil, kulturell und meist im Verborgenen.
In einer Installation, Bildern und Texten machen wir weiblichen Widerstand sichtbar, Erinnerung wird in einem Trickfilm lebendig und lokale Widerstandsgeschichten werden aus einer aktuellen Perspektive erzählen.
Am kommenden Wochenende startet die Kulturlinie 2026.
Die Kulturlinie rollt wieder durch Bochum und Hattingen. Ab dem 10. April gibt es bis einschließlich Dezember wieder viel buntes Programm entlang der Strecke der Bahnen 308/318 und in den Bahnen. Dabei wird die Bahn selbst zur Bühne und ihr könnt euch auf kreative Darbietungen während des regulären Betriebs freuen.
Neue Perspektiven entdecken, den Puls der Bochumer Kreativität spüren und besondere Orte entlang der Kulturlinie 308/318 erkunden. Werde Teil einer lebendigen Reise, die Menschen, Kunst und Stadt miteinander verbindet.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zur Baumfällliste 2025/26 im Umweltausschuss: >>Umweltausschuss scheut klare öffentliche Ansage an Verwaltung! Auf der Tagesordnung der Sitzung des Umweltausschusses am 04.03.2026 standen u.a. zwei Eingaben nach § 24 Gemeindeordnung NRW, mit denen angeregt wurde, der Verwaltung aufzugeben, künftig Gremien und Öffentlichkeit über Baumfällmaßnahmen frühzeitig und allgemein verständlich zu informieren.
Auch am Ostersonntag wird wieder geschlemmt. Alle bringen was (Veganes)zu essen mit und so entsteht ein tolles Buffett. Diesmal mit Pflanzen- und Saatguttauschbörse. Kommt vorbei am Ostersonntag 05.04. ab 13 Uhr. Soziales Zentrum Bochum, Josephstrasse 2
Die Redaktion des Straßenmagazins bodo wirbt für die heute erschienene April-Ausgabe: »Der Essener Ryko brilliert mit prolliger Schlaumeierei im Feinripp-Unterhemd ebenso wie mit messerscharfen Reflexionen über Depressionen, Bodyshaming und Feminismus. Roh und tiefgründig, selbstironisch und authentisch. 170.000 Follower feiern ihn dafür auf Instagram – und auf der Straße. Nina Gygax leitet die Dortmunder JVA. Ihr Ziel: „Niemand soll bei Streitigkeiten verletzt werden.
DAS BRANDNEUE TESTAMENT - Offizieller Trailer [Deutsch]
„Das Leben des Brian“ ist ein brillanter Kultfilm, der seit 13 Jahren in Bochum am Karfreitag gezeigt wird, weil das eigentlich verboten ist. Das NRW Feiertagsgesetz untersagt am Karfreitag alle Unterhaltungsveranstaltungen und das Zeigen von mehr als 600 Filmen. Für diejenigen, die am Karfreitag nicht zum x-ten Mal „Brian“ sehen möchten, gibt es in diesem Jahr parallel im Kino Endstation den Film „Das brandneue Testament“. Auch hier darf am Karfreitag entgegen der klerikalen Bevormundung durch das Feiertagsgesetz herzhaft gelacht werden.
Die Fraktion der Linken im Rat berichtet: »Erstmals haben sich am Röderschacht Aktive, darunter Ratsmitglieder von Die Linke und Nachbar*innen zusammengeschlossen, um gemeinsam Missstände in den Wohnungen zu erfassen. Dafür wurde eine Haustüraktion geplant um eine umfassende Mängelsammlung zu erstellen, die vor ein paar Tagen stattfand. Das Ziel war es, alle bislang vom Vermieter unbeachteten Probleme systematisch zu dokumentieren und gebündelt vorzulegen. Dazu Ratsmitglied Batıkağan Pulat:
Der Progressiver Eltern- und Erzieher*innen-Verband bietet einen Kreativworkshop für junge Menschen in und um Bochum – Wattenscheid an: »Mit dem Projekt „Mic & Meaning – Familie als erster Ort politischer Prägung“ startet ein gebührenfreies Workshopangebot für junge Menschen im Alter von 18 bis 27 Jahren. Im Mittelpunkt stehen Rap und kreatives Schreiben als künstlerische Ausdrucksformen, um sich mit persönlichen und gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen.
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN–BdA) Bochum hat heute zu einer Gedenkveranstaltung an die Kämpfer gegen den rechten Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920 und die antifaschistischen Widerstandskämpfer gegen Faschismus und Krieg eingeladen. Ort war das Denkmal an die Märzgefallenen auf dem Friedhof in Bochum Werne. Redner war Wolfgang Dominik, der seit Jahrzehnten u.a. in der VVN und der Friedensbewegung aktiv ist. Er erinnerte daran, dass er aus gleichem Anlass vor vier Jahren eine Rede gehalten hat. „Deswegen muss ich heute eine neue Ansprache halten. Und das ist ein dicker Brocken: Ich habe mich für ein Thema entschieden, über das bisher hier in Werne noch nicht gesprochen wurde und das dennoch wichtig ist. Die Kirchen als herrschaftsstabilisierende Aufrüstungs- und Kriegsbefürworterinnen, wenn es gegen die richtigen Feinde geht“ Das Redescript im Wortlaut.
Der traditionelle Ostermarsch Ruhr der Friedensbewegung startet auch in diesem Jahr am Samstag in Duisburg, geht als Fahrradetappe am Sonntag von Essen über Gelsenkirchen, Wattenscheid und Herne nach Bochum. Er endet am Ostermontag in Dortmund. In Wattenscheid wird Karin Salewski um 13.10 Uhr vor der Friedenskirche in ihrer Rede über die Kampagne für den NRW Appell „AfD-Verbot jetzt“ informieren. Nach einem Abstecher des Ostermarsches nach Herne wird um 16 Uhr die sonntägliche Abschlusskundgebung vor der KoFabrik stattfinden. Zunächst berichtet Miriam Bala, Vorstandsmitglied in der Bezirks- und in der Landesschüler:innenvertretung über den Widerstand gegen die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht.
Das Prinz Regent Theater lädt ein: »Eine leere Bühne, ein Koffer. Viel mehr braucht Mohammad Karim Asir nicht, um uns mitzunehmen auf seine Reise, die ihn von Kabul nach Bochum führte. Mohammad Karim Asir ist Schauspieler, Puppenspieler und Theaterdozent an der Universität Kabul. Bekannt wurde er als „afghanischer Charlie Chaplin“, der in den Straßen von Kabul mit seinem ikonischen Kostüm Freude und Hoffnung in Zeiten der Verzweiflung verbreitete und mit seiner Körpersprache Angst, Gewalt und soziale Ungerechtigkeit anklagte. Doch seine künstlerischen Aktivitäten und gesellschaftskritischen Auftritte brachten ihn in große Gefahr.
Der in Bochum gestartete Appell an die Mitglieder des Landtags und an die Landesregierung in NRW, im Bundesrat gemäß Art. 21 Abs. 2 Grundgesetz beim Bundesverfassungsgericht ein Parteiverbotsverfahren gegen die AfD durchzuführen, findet eine großartige Resonanz. 69.600 Mal wurde er bis jetzt online unterzeichnet. Bis Montag dieser Woche lagen mehr als 11.000 Unterschriften schriftlich vor. Gestern sind in Bochum 230 Unterschriften dazu gekommen. Die AFD hatte in der Stadt einen Infostand aufgebaut.