Archiv für den Monat: August 2020


Montag 31.08.20, 21:55 Uhr

bodo – Das Straßenmagazin im September

Die Redaktion des Straßenmagazins bodo schreibt über ihre September-Ausgabe: »Judith van de Bruck unterrichtet Waldbaden in Hattingen, Olivia Ebert und Fanti Baum organisieren das Theaterfestival Favoriten in Dortmund, Oliver Uschmann und Sylvia Witt schreiben Bochum-Romane in Ascheberg, Anne Weiss hat aussortiert und Katjusha kocht auf Phoenix-West – das Straßenmagazin im September. Judith van de Bruck ist Heilpädagogin, Naturcoach, Yogalehrerin ‑ und Waldhexe. In Hattingen bietet sie Kurse für gestresste Städter an. Eine Verabredung zum Waldbaden. mehr…


Montag 31.08.20, 16:01 Uhr

Zwangsläufige Bürgernähe

Bürgernähe in Wattenscheid: Die SPD muss sich anhören, was die Bürgerinitiative zu sagen hat

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu der Netzwerk-Aktion am vergangenen Samstag (29.08.2020) in Wattenscheid: „Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung sieht seinen Besuch vom Samstag in Wattenscheid als weitere gelungene Aktion zur Unterstützung von Bochumer Initiativen in ihren Forderungen nach mehr Bürgerbeteiligung. er Standort an der Friedenskirche erwies sich hierzu auch als bestens geeignet, hatte die Initiative „Westenfelder Felder“ ihren Stand doch unmittelbar neben dem der SPD Wattenscheid aufgebaut, was zwangsläufig auch eine Art von Bürgernähe erzeugte.

mehr…

Montag 31.08.20, 15:50 Uhr

Radentscheid für eine Verkehrswende in Bochum?

Foto: B.Raeder

Das Bochumer Radwende Bündnis schreibt: »An der Podiumsdiskussion zum Radentscheid und der Raddemo „Bochum steigt auf’s Rad“ haben gestern insgesamt 600 Menschen teilgenommen. Die Radwende Bochum sieht darin nochmal ein klares Zeichen für die von vielen Menschen gewünschte Verkehrswende. Um 14 Uhr begann am Rathaus eine Fahrraddemo mit 430 Teilnehmer*innen. Mit Blick auf die Kommunalwahl forderte hier Dominik Bald von der Radwende, dass die neue Rathaus-Koalition endlich Ernst macht mit der Verkehrswende und zeitnah Pläne für einen Radweg auf dem Ring und andere große Straßen vorlegt. Das Bündnis Radwende fordert eine flächendeckende Radinfrastruktur. Bis 2025 sollten alle Radialen mit durchgehenden Radwegen ausgestattet werden. Zugleich sollte auf allen Straßen ohne Radwege zum Schutz von Radfahrer*innen Tempo 30 gelten. Dazu muss die Stadt ihre Ausgaben und vor allem Fachstellen für Radverkehr massiv ausbauen. mehr…


Montag 31.08.20, 09:09 Uhr
Redebeitrag bei der Menschenkette der Omas gegen Rechts am 29. 8. 2020

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Susanne Wycisk:

Wir, die GEW, setzen uns ein für eine bestmögliche Erziehung und Bildung aller Menschen, ungeachtet ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft. Wir kritisieren daher aufs Schärfste die rechtskonservative, nationalistische und rückwärts gewandte Bildungs- und Gesellschaftspolitik der AFD.

Das rechtskonservative Familienideal des letzten Jahrhunderts wird aus Angst vor vermeintlicher„Überfremdung“ oder „Umvolkung“ zur Generierung zahlreichen deutschen Nachwuchses wiederbelebt. Frauen werden, da Kleinkinder unter 3 Jahren nicht in KITAs „fremdbetreut“ werden sollen, auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter reduziert. Ohne freie persönliche Entfaltung und gleichberechtigte Teilhabe werden sie als Geschlecht diskriminiert und ins soziale Abseits gedrängt.

Die Familienerfahrung aber vieler Kinder und Jugendlicher heute ist fern vom „schützenden Hort“ eher von Geldsorgen, Trennung und Gewalt geprägt, so dass sie häufig in patch-work-Familien oder mit Alleinerziehenden aufwachsen.

Die Politik der AFD ist nationalistisch..

Kinder mit Zuwanderungsgeschichte werden nicht als Bereicherung für unsere Gesellschaft gesehen und entsprechend gefördert. Sie werden diskriminiert und wenn möglich abgeschoben (siehe die Abschiebeinitiative der AFD Bochum 2020*). Asylsuchende und Migranten mit nicht ausreichenden Deutschkenntnissen sollen in getrennten Vorbereitungsklassen separiert werden, „um nicht die Bildungschancen leistungsstarker (deutscher) Schüler (in Regelklassen) zu minimieren“ (Kommunalwahlprogramm, S. 24).

Nein, nicht Kinder und Jugendliche sind das Problem! Im Gegenteil: Sie bereichern das Schulklima! Das Problem ist die völlig unzureichende personelle und sachliche Ausstattung von Schulen zur Verbesserung des Lernerfolgs aller!

Rückwärts gewandt und elitär ist das Bildungsideal der AFD.

Sie fordert den Ausbau des nach Abschlüssen gegliederten Schulsystems. Die vermehrte Leistungsorientierung bei Ausgrenzung der Schwächeren soll im 9jährigen Gymnasium den Wert des Abiturs steigern. Spätestens die PISA-Studien haben aber im OECD-Vergleich das Gegenteil bewiesen! Die viel zu frühe Differenzierung der Schüler*Innen sei für das vergleichsweise schlechte Abschneiden des deutschen Bildungssystems mitverantwortlich.

Die von der AFD so verächtlich genannte „nivellierende Einheitsschule“ ist dagegen seit langem in Ländern wie Finnland, Schweden und Canada ein Erfolgsmodell.

Wir Gewerkschafter*innen stehen deshalb für ein durchlässiges und soziales Schulsystem, das alle Kinder und Jugendlichen individuell bestmöglich fördert.

Das „Recht des Stärkeren“ in einer leistungsorientierten Paukschule, die auf Auslese setzt und auf nationalistischer Grundlage ausgrenzt, ist dagegen menschverachtend!

*sowie Antrag der AFD-Fraktion im Landtag: Frau Gabriele Walger-Demolsky zum sog. Missbrauch der EU Freizügigkeit vom 18.8.2020. 


Montag 31.08.20, 08:58 Uhr
Redebeitrag bei der Menschenkette der Omas gegen Rechts am 29. 8. 2020

Bochumer Kinder- und Jugendring

Rolf Geers:

Ich bin Rolf Geers vom Kinder- und Jugendring und ich möchte Euch und Ihnen liebe Grüße vom Vorstand des Jugendrings bestellen. Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Menschen und Organisationen im Kommunalwahlkampf in Bochum engagieren und gemeinsam verhindern wollen, dass die AfD und die NPD im neuen Rat und in den Bezirksvertretungen Mandate erringen.

Unser ganz besonderer Dank gilt dem DGB und dem Bochumer Bündnis gegen Rechts, die die Kampagne „Rathaus Nazifrei – keine Stimmen für AfD und NPD“ iniiert haben und den Omas gegen Rechts, die die heutige Aktion organisieren und so ein wichtiges Zeichen vor den Kommunalwahlen setzen.

Die Jugendverbände und der Jugendring befassen sich schon lange mit der AfD und haben nach dem Einzug der AfD in den Rat und in verschiedenen Bezirksvertretungen im Juni 2014 eine Resolution beschlossen. Diese Resolution gilt uneingeschränkt noch heute.

Ich zitiere:

Die Delegierten der Mitgliedsverbände des Kinder- und Jugendrings bedauern sehr, dass Rechtspopulisten und Rechtsextreme bei den Kommunalwahlen 2014 Mandate im Bochumer Rat und in verschiedenen Bezirksvertretungen errungen haben. Es ist kein gutes Zeichen für unsere Demokratie, dass Rassisten erneut eine Bühne für ihre menschenfeindliche Politik in unserer Stadt gefunden haben.

Die Jugendverbände, die Jugendinitiativen und der Kinder- und Jugendring stehen für Vielfalt, Toleranz und für ein friedliches Miteinander. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln bringen ihre Erfahrungen und ihre Identitäten ein und arbeiten und leben zusammen. Siebzehn Migrantenjugendvereine sind im Jugendring organisiert und auch bei den Angeboten der anderen Verbände und Initiativen sind zahlreiche Migrantenkinder und -jugendliche beteiligt.

Die Jugendverbände, die Jugendinitiativen und der Kinder- und Jugendring werden ihre antirassistische Arbeit ausweiten, sich auch künftig an Protesten gegen öffentliche Auftritte von Rassisten beteiligen und sie schließen jede Zusammenarbeit mit Rechtsextremisten und Rechtspopulisten aus.“ Soweit unser Resolutionstext von 2014.

Die AfD war und sie ist eine rassistische Partei. Wer daran irgendwelche Zweifel hat, der oder die soll sich doch bitte an das Malbuch erinnern, das von der Landtagsfraktion der AfD NRW im Februar 2020 herausgegeben wurde. Schlimmer, peinlicher und entlarvender geht es eigentlich nicht.

Wir wollen, dass Bochum eine bunte, weltoffene und solidarische Stadt bleibt und deshalb müssen wir die rechtsextremen Parteien noch viel stärker bekämpfen und ihre menschenfeindliche und rassistische Haltung deutlich machen. Wir dürfen diesen Parteien keine Bühne für ihre Hetze geben und wir wollen sie nicht in unseren Räten und Bezirksvertretungen sitzen haben. Dies ist die wichtigste Herausforderung für die Kommunalwahlen am 13. September. Bitte geht wählen und stärkt die demokratischen Parteien! – Vielen Dank für Eure / Ihre Aufmerksamkeit!


Sonntag 30.08.20, 21:20 Uhr
Omas gegen Rechts: Rathaus nazifrei - Keine Stimme für AfD & NPD

Alt sein heißt nicht stumm sein!

Die Initiative Omas gegen Rechts unterstützte am Samstag mit einer Menschenkette auf dem Dr.-Ruer-Platz die Kampagne „Rathaus nazifrei – Keine Stimme für AfD & NPD“. Die Sprecherin Anette Wichmann sagte bei der Begrüßung: „Wir Omas gegen Rechts stehen heute hier, weil wir zeigen wollen, dass auch wir – als ältere Menschen – uns nicht auf dem Sofa ausruhen, zuschauen und die anderen machen lassen. Alt sein heißt nicht stumm sein! Wir wollen mitreden!“ Ziel sei es, „dass unser Rathaus nazifrei wird!“ Die Rede im Wortlaut.

mehr…

Sonntag 30.08.20, 20:40 Uhr
Redebeitrag bei der Menschenkette der Omas gegen Rechts am 29. 8. 2020

Bochumer Friedensplenum

Sigrid Schößler:

Der Zusammenhang von Faschismus und Krieg ist in der deutschen Geschichte offensichtlich.
Ohne rechte, militaristische und rassistische Hetze hätte Deutschland nicht zwei Weltkriege führen können, hätte nicht die Bevölkerung hinter sich gehabt, hätte nicht die Soldaten zum Morden und Zerstören gebracht.

Aus dieser historischen Erfahrung ruft der DGB unter dem Motto „Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus“ zum Antikriegstag am 1. September, also Dienstag, auf.

Gemeinsam haben DGB und Friedensplenum eine Veranstaltung mit Andreas Zumach zur heutigen Militarisierung und Hochrüstung als Weltmacht organisiert. Sie findet am Vorabend des Antikriegstages, am Montag, 31. August um 19 Uhr im Jahrhunderthaus, Alleestr. 80 statt.

Es sind nicht die Rechten, die
-die Umwelt vergiften
-Flüchtende im Meer ertrinken lassen
-Sozialabbau betreiben
-ärmere Länder im Elend versinken lassen
-Waffen in Kriegsgebiete exportieren, von Hochrüstung profitieren und Kriege vorbereiten.

Aber
es ist das rechte „Denken“
-das Klimaveränderungen leugnet
-Flüchtende zurückweist und bedroht
-Armut und Hilfsbedürftigkeit zur Privatsache erklärt
das auf Stärke, Überlegenheit und Gewalt setzt,
das eine Stimmung gegen die Vernunft und gegen die Suche nach Ursachen und Lösungen schafft.

Rechte Parteien bereiten diese Stimmungen vor und verbreiten sie.

Unsere Aufgabe als Oma und Enkel, als… ist es,

gegen rechte Stimmungsmache und Hetze auf der einen Seite

und

gegen die Durchsetzung von kühl und smart vorgetragenen Profitinteressen auf der anderen Seite

eine friedliche, menschliche und solidarische Welt zu entwickeln.


Sonntag 30.08.20, 20:34 Uhr
Redebeitrag bei der Menschenkette der Omas gegen Rechts am 29. 8. 2020

VVN – BdA

Wolfgang Dominik:

Liebe Omas, Opas, Kinder und Enkel*innen!

„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen.

Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein.“

Diese Sätze stammen aus dem Ahlener Programm 1947 der CDU

Wer wie die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) solche Sätze heute sagt, verliert in diesem Land die Gemeinnützigkeit und wird dadurch mundtot gemacht. Der VVN passiert das gerade, der Bayrische Verfassungsschutz nennt offensichtlich die Sätze der CDU linksextremistisch. Ich bin Mitglied der VVN-BdA.

Die Mütter und Väter der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes schworen, nicht eher zu ruhen, bis die Wurzeln des Faschismus beseitigt worden sind.

Hier auf diesem Platz erinnern gleich mehrfach Namen und Stelen an die von Rechts ermordeten jüdischen Bochumer*innen. Gleich da hinter der heutigen Toreinfahrt stand die ehemalige, Synagoge, die schon 1938 von den Nazis abgebrannt worden ist. Nebenan ist der Platz zum Gedenken an den von rechts, also von Faschisten ermordeten sozialdemokratischen Gewerkschaftsvorsitzenden Fritz Husemann.

In der Bundesrepublik fand sehr schnell eine strukturelle Restauration statt, d.h., dass bald wieder in allen Ämtern der Regierung, Ministerien, Gerichten, Militär, Schulen, Geheimdiensten, Polizei, Medien und vor allem der kapitalistischen Großindustrie Faschisten in führenden Positionen saßen, jetzt nicht mehr als Faschisten, sondern vor allem als christliche oder freie Demokraten. Faschismus kommt aus der Mitte der Gesellschaft, nicht von ihren Rändern.

Viele Opas und Omas kämpfen gegen rechts, seit sie politisch denken können. Wir hoffen, dass ganz viele Kinder und Enkel*innen sich uns anschließen, damit es nicht wieder in Bochum einen von Nazis in den Tod getriebenen Dr. Ruer und ermordete jüdische Bochumer*innen oder eine abgebrannte Synagoge oder heute von den neuen Nazis besonders diskriminierten, verachteten oder gar ermordeten Migrant*innen gibt!

Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das damals kroch! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!


Sonntag 30.08.20, 20:22 Uhr
Begrüßung bei der Menschenkette der Omas gegen Rechts am 29. 8. 2020

Omas gegen Rechts

Anette Wichmann:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

wir OMAS GEGEN RECHTS stehen heute hier, weil wir zeigen wollen, dass auch wir – als ältere Menschen – uns nicht auf dem Sofa ausruhen, zuschauen und die anderen machen lassen.
Alt sein heißt nicht stumm sein!
Wir wollen mitreden!
Wir wollen mithelfen dafür zu sorgen,
• dass unsere Stadt vielfältig, offen und bunt bleibt,
• dass Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz in Bochum finden,
• dass Hass, Hetze und Menschenverachtung aus unserem Alltag verschwinden,
• dass rechtsextremistisches Gedankengut nicht verbreitet wird,
• dass AfD und NPD in Bochum keine Stimme bekommen,
• dass unser Rathaus nazifrei wird!

Unsere Eltern und Großeltern haben die Nazizeit und die Gräuel des Faschismus erlebt. Sie haben zum Teil ihr Leben lang ihre Traumata mit sich herumgetragen und selten oder schwer darüber reden können. Viele von ihnen waren so verzweifelt, dass sie sich das Leben genommen haben – wie Dr. Otto Ruer, nach dem der Platz benannt wurde, auf dem wir heute stehen. Wir – ihre Kinder und Enkel – wissen heute nur zu gut, wohin rechte und rassistische Ideologien führen können!

Deshalb wollen wir uns einsetzen für eine Gesellschaft, eine Stadt, in der es
• keinen Platz gibt für Intoleranz, Ausgrenzung und Diskriminierung,
• keinen Platz für rechte Bürgerwehren, die Schutzzonen für „deutsche Bürger“ errichten wollen, wie wir es auf NPD-Plakaten lesen können,
• keinen Platz für Mitglieder der AfD, die die Nazizeit als Vogelschiss bezeichnen, den Holocaust verleugnen und für heute zur Teilnahme an der Querdenker-Demo gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin aufgerufen haben,
• keinen Platz für Leute, die unter Meinungsfreiheit nur das verstehen, was in ihre eigene Vorstellungswelt passt und alle anderen als linksversiffte Gutmenschen bezeichnen.

Deshalb erheben wir OMAS GEGEN RECHTS heute unsere Stimme und mahnen:
für eine Gesellschaft, die geprägt ist von Werten wie
• Toleranz, Solidarität, Freiheit, Demokratie,
• Offenheit, Respekt und Vielfalt

Wir wollen in unserer Stadt eine bunte, pluralistische Gesellschaft ohne Hass und Ausgrenzung, ohne Rassismus.

Deshalb unterstützen wir die Kampagne „Rathaus nazifrei“ – keine Stimme für AfD und NPD!

Wenn auch ihr diese Forderung unterstützt, reiht euch in unsere Kette ein! Und – geht am 13.9. wählen! Danke!


Sonntag 30.08.20, 20:04 Uhr
Redebeitrag bei der Menschenkette der Omas gegen Rechts am 29. 8. 2020

Internationaler Kulturverein Dahlhausen

Hans Batteux:

Liebe Anwesende,

liebe Omas gegen Rechts, auch wir finden eure Veranstaltung hier und heute ausgesprochen gut.

Ich komme vom Internationalen Kulturverein Dahlhausen, dem früheren Stadtteilladen Regenbogen.

Wir gehören zu den Bochumer Initiativen, die seit vielen Jahren mit interkultureller Arbeit versuchen, das Zusammenleben in den Stadtteilen zu bereichern und solidarische Ansätze zu verbessern.

Wir sind heute hier, um gegen das Erstarken faschistischer Positionen und Organisationen zu demonstrieren, weil wir wissen, wie gefährlich diese Einflüsse gerade im Stadtteil sind, wo jeder jeden kennt und Angst und Unsicherheit sich schnell einstellen können, wenn die Rechten unter dem Deckmantel von Bürgernähe und Bürgerwehr beginnen, sich einzumischen.

Am 13.9. müssen wir verhindern, dass das Rathaus in Bochum und anderswo immer mehr zur Bühne für die Rechtfertigung rassistischer und antisemitischer Anschläge, Übergriffe und Positionen wird.

Das Erreichen von Sitzen im Stadtrat führt im kommunalen Kontext dazu, dass kritische Initiativen immer wieder durch falsche Darstellungen und Intrigen der Rechten im Rat diskreditiert und behindert werden. Betroffen sind dann alle, die gegenwärtige Herausforderungen wie z. B. die Flüchtlingsarbeit der letzten Jahre mit Solidarität statt mit Ausgrenzung und Rassismus beantworten.

Deshalb :

KEINE NAZIS IN BOCHUM UND ANDERSWO !


Sonntag 30.08.20, 11:57 Uhr
Präsentation der Antifaschistischen Stadtpläne Wattenscheid

Gedenken an Betti Hartmann

Am 31.8. um 13:00 lädt das Kuratorium Stelen der Erinnerung zum Gedenken an Betti Hartmann auf dem nach ihr benannten Platz vor dem Rathaus Wattenscheid: »Betti Hartmann war jüngste jüdische Opfer des Holocausts aus Wattenscheid. Sie wurde am 31.8.1942 von den deutschen Faschisten in Auschwitz ermordet. Im Anschluss daran wird das Kuratorium die druckfrischen Antifaschistischen Stadtpläne präsentieren. Diese sind ein weiteres Vermächtnis von Hannes Bienert (1928-2015), er hatte kurz vor seinem Tod die ersten Vorarbeiten an dem Werk begonnen. mehr…


Sonntag 30.08.20, 09:54 Uhr

Bochum stieg auf’s Rad

Mehr als 600 Teilnehmer*innen bei der Radwende-Demo am Samstag

Mehr als 600 Radfahrer*innen demonstrierten am gestrigen Samstag für eine Verkehrspolitik in Bochum, die sich nicht länger allein am Auto orientiert. Dominik Bald beschrieb zum Auftakt vor dem Rathaus die Ziele des Radwende-Bündnisses: „Unser Bündnis Radwende ist erst 1 ½ Jahre alt und hat aber anscheinend schon einiges bewegt. Das Thema Radverkehr hat enorm an Bedeutung gewonnen. Das merken wir auch im Kommunalwahlkampf, viele Parteien  präsentieren sich hier als Förderer des Radverkehrs und tatsächlich werden auch hier und da neue Radwege gebaut. Bochum hat tatsächlich erheblichen Nachholbedarf in Sachen Radverkehr, an vielen Stellen bleiben die Radwege Stückwerk oder fehlen komplett. Daher nutzen wir den Kommunalwahlkampf, um auf der Straße für eine Verbesserung der Radinfrastruktur zu demonstrieren.

mehr…


Samstag 29.08.20, 16:09 Uhr

Bericht von der Ratssitzung 1

Am 27. August fand die letzte Sitzung des Bochumer Rats vor den Kommunalwahlen statt – wegen Corona erneut nicht im Rathaus, sondern im RuhrCongress. Die Linksfraktion hat ihren neuen Newsletter veröffentlicht und schreibt: „Es geht unter anderem um umstrittene Dringlichkeitsentscheidungen, Verkehrspolitik, Corona-Hilfen sowie um das Scheitern der Rathaus-Koalition beim sozialen Wohnungsbau. Und wenn wir schon beim Thema Wohnungen sind: Vor der Tür des Kongresszentrums gab es Proteste, die wir unterstützt haben. Die Themen im Einzelnen:

mehr…