Archiv für das Jahr: 2020


Donnerstag 06.08.20, 09:34 Uhr

Hiroshima-Gedenktag: Gesicht zeigen für Abrüstung und Frieden

Die Bochumer Linke und die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen unterstützen auch in diesem Jahr die Mahnwache des Friedensplenum anlässlich des Hiroshima-Gedenktages. Die Mahnwache beginnt am 6. August um 18.30 Uhr gegenüber vom Bochumer Hauptbahnhof. „75 Jahre nach dem US-amerikanische Atombomben-Abwurf auf Hiroshima ist der Abzug der in Büchel gelagerten US-Atombomben überfällig“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der LINKEN und Sprecherin für Abrüstungspolitik. „Die Bundesregierung muss sich endlich aktiv für eine atomwaffenfreie Welt einsetzen und damit in Deutschland beginnen. Der von US-Präsident Donald Trump beschlossene Teilabzug der in Deutschland stationierten US-Soldaten ist ein guter Anlass auch die US-Atomwaffen abzuziehen und diese zu vernichten. Das macht Deutschland und Europa sicherer. Ich rufe die anderen Bochumer Bundestagsageordneten dazu auf, sich gemeinsam für den Abzug der US-Atomwaffen einzusetzen, wie es laut aktuellen Umfragen über 80 Prozent der Bevölkerung fordern.“ Amid Rabieh, Oberbürgermeisterkandidat und Sprecher der Bochumer Linken  ergänzt: „Ich bin überzeugt, dass sich die Mehrheit der Bochumerinnen und Bochumer eine atomwaffenfreie Welt wünscht. Bochum kann seinen Beitrag dazu leisten. Gemeinsam mit anderen Städten und Kommunen muss Bochum Druck auf die von SPD und CDU geführt Bundesregierung machen, dass diese sich aktiv für atomare Abrüstung einsetzt. Als Linke zeigen wir deshalb auch dieses Jahr wieder, gemeinsam mit dem Bochumer Friedensplenum, Gesicht für Abrüstung und Frieden.“


Donnerstag 06.08.20, 08:56 Uhr

Stilllegung einer Giftmüllverbrennungsanlage?

In Herne kämpft die sehr rege Bürgerinitiative (BI) „Dicke Luft“ gegen den häufig gesetzwidrigen Betrieb einer Giftmüllverbrennungsanlage an der Stadtgrenze zu Bochum. Jetzt gibt es Pläne zur Stilllegung der Anlage. Die BI schreibt in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der BUND Kreisgruppe Herne: »Die Freude der Mitglieder von BUND und BI war natürlich groß, als der SUEZ Geschäftsführer die Stillegungspläne des Unternehmens der Öffentlichkeit mitteilte. Allerdings wurde die Freude sehr schnell wieder getrübt, da es viele widersprüchliche Aussagen von Herrn Bonkhofer zu hören und zu lesen gab: Vom Komplettverkauf bis zur Weiterführung der mechanischen Aufbereitung wurden uns ganz unterschiedliche Szenarien präsentiert. Daher ist klar, die Klage des BUND NRW gegen die letzte Genehmigung der Bezirksregierung wird so lange aufrecht gehalten bis eine endgültige Klärung im Sinne einer Komplettstilllegung entschieden ist. Sollte für die thermische Aufbereitung ein neuer Betreiber gefunden werden, wird sich dieser mit der Klage auseinandersetzen müssen. mehr…


Mittwoch 05.08.20, 17:41 Uhr
Das Sterben vor den europäischen Außengrenzen

Todesursache Flucht

Am Mittwoch, der 12. 8. findet im Rahmen der Ausstellung „Retten statt reden – Zivile Seenotrettung an Europas Grenzen“ im „LutherLAB“, Alte Bahnhofsstr. 166, eine Veranstaltung statt zum Thema „Todesursache Flucht – Das Sterben vor den europäischen Außengrenzen“. Knut Rauchfuss, Arzt und Vorstand der medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum erläutert in seinem Vortrag, warum Menschen sich auf den Weg nach Europa machen, welchen Gefahren und Entbehrungen sie auf ihrem langen Weg ausgesetzt sind und welche Mauern die Festung Europa bereits weit vor ihren unmittelbaren Außengrenzen zur Abwehr von Flüchtlingen errichtet hat. In der Einladung heißt es: „Das Mittelmeer ist die tödlichste Grenze der Welt. Doch nicht nur durch Ertrinken sterben täglich Menschen bei dem Versuch, Zuflucht hier in Europa zu finden. Viele erreichen erst gar nicht die Küste, wo sie ein Boot besteigen könnten.“


Mittwoch 05.08.20, 09:42 Uhr

Mahnwache 75 Jahre nach Hiroshima: Atomwaffenverbot unterzeichnen

Auch 75 Jahre nach den schrecklichen Atomwaffenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki ist die Welt nicht vernünftiger geworden. Zum Jahrestag  des ersten Atombombeneinsatzes ruft das Bochumer Friedensplenum für Donnerstag den 6. August um 18.30 Uhr zu einer Mahnwache am Eingang der Huestraße gegenüber vom Hauptbahnhof auf. >So, wie es die Überlebenden aus Japan formulieren, geht es auch uns darum, „zusammen eine große zivilgesellschaftliche Bewegung aufzubauen, die stark genug ist, Deutschland und Japan dazu zu bewegen ihre Doktrin der `nuklearen Abschreckung´aufzugeben und den Atomwaffenverbotsvertrag sowohl zu unterzeichnen als auch zu ratifizieren.“ „Wir wollen“, schreibt die Hibakusha-Organisation weiter „mit den Menschen überall auf dem Erdball eine Welt schaffen, die frei von Atomwaffen und frei von Krieg ist.“<


Dienstag 04.08.20, 15:53 Uhr

Neuer Clip von Compania Bataclan

Die Compania Bataclan schreibt: „Angesichts einer fast ereignislosen Zeit im kulturpolitischen Kontext, waren wir dennoch nicht untätig und haben ein neues Video veröffentlicht. Pierette ist ein Lied über Piratinnen, die über die Weltmeere segelten.Wer denkt, dass Piraterie eine grundsätzlich männliche Domäne darstellt, sollte die historische Bedeutung und Existenz von u.a. Anne Bonny, Mary Read, Sheng I Sao oder Grace O’Malley, die auf diesem sozialen Feld zu frühen Protagonistinnen ihrer Kämpfe um Emanzipation wurden, nicht außer Acht lassen.“


Montag 03.08.20, 19:57 Uhr

Schlachthöfe

Am Samstag, den 8. 8. um 18 Uhr zeigt  das endstation.kino eine Preview des Dokumentarfilms „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“. Der Film startet regulär am 22. Oktober. Regisseurin Yulia Lokshina setzt sich mit einem filmischen Essay mit dem Thema Schlachthöfe auseinander. In der westdeutschen Provinz kämpfen osteuropäische Leiharbeiter*innen des größten deutschen Schweineschlachtbetriebs ums Überleben und Aktivist*innen, die sich für deren Rechte einsetzen, mit den Behörden. Zur gleichen Zeit proben Münchener Gymnasiast*innen das Bertolt-Brecht-Stück „Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“, mehr…


Montag 03.08.20, 19:43 Uhr

Hannah Arendt – Denken ohne Geländer 3

Der „Sommer auf dem Imbuschplatz“ lädt am Montag, den 10. August um 19 Uhr zu einer szenische Lesung über das Leben und Wirken von Hannah Arendt  mit Paula Stöckmann und Hendrik Becker vom Theater Löwenherz ein: »Hannah Arendt (1906–1975) ist eine der bedeutendsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. In einer Zeit, als Frauen an der Universität noch eine Ausnahme waren, studierte sie u. a. bei Martin Heidegger und Edmund Husserl und promovierte 1928 bei Karl Jaspers. Von den Nazis ins amerikanische Exil getrieben, stellte die deutsche Jüdin grundlegende Fragen zur Philosophie und Politik. Den Zwängen der Zeit setzen ihr Leben und Denken eine Haltung der Unabhängigkeit und Freiheit entgegen. Ihre Lebensgeschichte liest sich wie ein Plädoyer für Mut und Engagement, wie ein Loblied auf die Freundschaft und die Liebe zur Welt. Hannah Arendt praktizierte ein offenes Denken, ein „Denken ohne Geländer“. Zur Platzreservierung.


Montag 03.08.20, 16:51 Uhr
Sea-Watch-Ausstellung in Langendreer

Retten statt reden – Zivile Seenotrettung an Europas Grenzen

Am Samstag, den 08. August, um 16.00 Uhr eröffnet in einer entwidmeten Kirche in Langendreer das „LutherLAB“, Alte Bahnhofsstr. 166, die Ausstellung „Retten statt reden – Zivile Seenotrettung an Europas Grenzen“. Siehe Meldung vom 1. Juli. 2020.  Im Rahmen dieser Ausstellung wird am Sonntag, den 9. August um 12 Uhr im Luther LAB der Dokumentarfilm gezeigt: Sea-Watch – Rettung in letzter Sekunde. In der Ankündigung des Films heißt es: »In der Dokumentation „Rettung in letzter Sekunde“ von 2015 begleitete Fernsehjournalist Peter Podjavorsek das Team der Sea-Watch zwei Wochen lang und beobachtete die Geschehnisse an Bord des Rettungsschiffs. Er war dabei, als die Crew innerhalb weniger Tage rund 600 Flüchtlinge rettete. Viele von ihnen wären möglicherweise auf hoher See ertrunken, denn im Einsatzgebiet der Sea-Watch nordöstlich von Tripolis fuhren nur wenige andere Schiffe. Auch die Seenotrettung und die Marine waren nicht vor Ort. Der Autor hat miterlebt, wie qualvoll das lange Warten für die Flüchtlinge, aber auch für die Crew war, bis endlich Hilfe kam und die Flüchtlinge von der Rettungsinsel ins sichere Schiff steigen konnten.«


Montag 03.08.20, 13:25 Uhr

Aktionsrallye Aufstand mit Abstand

Die Initiative Zucker im Tank organisiert am kommenden Freitag eine Aktionsrallye und schreibt: »Im Rahmen des Aktionswochenendes von Zucker im Tank organisieren wir am Freitag, den 7. August im Zeitraum von 14 bis 21 Uhr eine Aktionsrallye unter dem Motto „Aufstand mit Abstand“. Unser Startpunkt ist das Bochumer Rathaus, dort erhaltet ihr im von 14 bis 17 Uhr alle Informationen zur Rallye, den Aufgaben und Materialien. Ihr bewegt euch dann mit eurer (Bezugs-)Gruppe durch die Stadt und versucht so kreativ und widerständig, wie ihr möchtet, die Aufgaben zu erledigen. mehr…


Sonntag 02.08.20, 17:48 Uhr

DFG-VK unterstützt „Rathaus nazifrei“

Die DFG-VK Bochum Herne unterstützt die Kampgne „Rathaus – nazifrei – Keine Stimme für AfD & NPD“ und hat als Beitrag T-Shirts drucken lassen. Die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG) ist 1892 von der späteren Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner gegründet worden. Während ihrer gesamten Geschichte hat die DFG immer vor rechten und militaristischen Kräften gewarnt und wurde deswegen von Anfang an von rechts verfolgt. Im Faschismus sind viele ihrer Mitglieder ermordet worden. mehr…


Sonntag 02.08.20, 16:34 Uhr

Die Mittelmeer-Monologe

Am Montag, den 10. August ist das Projekt „Wort und Herzschlag“ mit dem dokumentarischen Theaterstück  „Die Mittelmeer-Monologe“ um 19.30 Uhr zu Gast im Bahnhof Langendreer. Die Aufführung findet im Begleitprogramm der Ausstellung „Retten statt Reden!“ statt, die im Luther LAB zu sehen ist. In der Ankündigung heißt es: »Die Mittelmeer-Monologe erzählen von der politisch widerständigen Naomie aus Kamerun und Yassin aus Libyen, die sich auf einem Boot nach Europa wiederfinden, von brutalen „Küstenwachen“ und zweifelhaften Seenotrettungsstellen, sowie von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Mittelmeer etwas entgegensetzen. mehr…


Sonntag 02.08.20, 13:36 Uhr

Der Wendepunkt

Der „Sommer auf dem Imbuschplatz“ lädt am Freitag, den 7. August um 19 Uhr zu „einem Stück Theater frei nach Klaus Mann“ mit Sven Gey ein: »Der Wendepunkt ist mehr als eine Autobiographie. Es ist ein politisches Testament. Ein Zeitzeugnis der erste Hälfte des letzten Jahrhunderts, das vor dem Hintergrund aktuell stärker werdender nationalistischer Tendenzen in Europa nachdenklich macht. In seinem hochkonzentrierten Solo geht Sven Gey der Kernfrage von Klaus Manns Autobiograhie Der Wendepunkt nach: Wie konnte es mit dem Dritten Reich zum Aufstieg eines totalitären Regimes kommen, während die ganze demokratische Welt zuschaut? mehr…


Freitag 31.07.20, 19:12 Uhr

Hier, wo das WiR noch zählt

Viele glauben immer noch, die Kampagne „Hier, wo das WiR noch zählt“ würde heute auslaufen. Vielleicht war das ursprünglich so geplant. Doch nun teilt die Kampagne mit: »Wir machen nicht nur weiter, wir fangen jetzt erst richtig an. Denn „Hier, wo das WiR noch zählt“ ist nicht einfach nur irgendein Werbeslogan irgendeiner Stadt – es beschreibt unsere Lebenseinstellung. WiR hier in Bochum halten zusammen und helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Deshalb haben wir ein weiteres Programm aufgelegt, das vor allem die Benachteiligten in unserer Gesellschaft im Auge hat, um ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben und eine Versorgung mit allem Nötigen zu garantieren. Verkehr, Klima und Umwelt kommen auch nicht zu kurz. mehr…


Freitag 31.07.20, 15:27 Uhr
Schwarzarbeit und Sozialbetrug am Bau kosten Staat 11,5 Mio Euro

Wenn billig am Ende teuer wird

Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Lohn-Prellerei in der Baubranche haben in der Region einen Millionenschaden verursacht. Das teilt die Gewerkschaft IG BAU mit und beruft sich auf eine aktuelle Auswertung des Bundesfinanzministeriums. Danach kontrollierten Beamte des Hauptzollamtes Dortmund, das auch für Bochum zuständig ist, im vergangenen Jahr insgesamt 408 Baufirmen und leiteten 654 Ermittlungsverfahren ein. Wegen illegaler Praktiken in der Branche entgingen dem Staat und den Sozialkassen 11,5 Millionen Euro. mehr…


Freitag 31.07.20, 15:00 Uhr

Soziale Liste startet in den Wahlkampf

Die Soziale Liste erklärt in einer Pressemitteilung: »Die Soziale Liste Bochum tritt in allen 33 Wahlkreisen mit eigenen Kandidatinnen und Kandidaten bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 an und ist überall in Bochum und Wattenscheid wählbar. Ihr Ziel ist es, gestärkt wieder in den Rat einzuziehen. Die Soziale Liste wird inhaltlich mit dem Programm „21 Bausteine für eine sozialere Stadt“ in den Kommunalwahlkampf gehen und dafür eintreten, den neoliberalen Umbau der Stadt zu stoppen, die Macht der „Investoren“, Konzerne und Banken zurückzudrängen. Für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und den sozialen Wohnungsbau will das Wahlbündnis ebenso eintreten, wie für die Erhaltung der Natur in Bochum. Mit Transparenz in der Kommunalpolitik und einem Rats-TV soll mehr Bürgernähe erreicht werden. Der ÖPNV soll ausgebaut und bessere Rad- und Fußwege geschaffen werden. Vor allem aber geht es der Sozialen Liste um die Bekämpfung der deutlich wachsenden materiellen und ideellen Armut in der Stadt. mehr…


Freitag 31.07.20, 11:52 Uhr

Mängelmelder Entdeckertour

Das Radwende Bündnis schreibt auf seiner Webseite: »Im Juni haben wir einen Mängelmelder online gestellt. Nun laden wir zur gemeinsamen Mängel-Entdeckertour ein, um einzelne Straßen genauer zu betrachten. Geplant ist vor allem die Hans-Böckler-Straße sowie Dorstener und Herner Straße mit einem Schwerpunk,t auf Unfälle durch parkende Autos und Straßenbahnschienen zu schauen. Der Treffpunkt für die gemeinsame Tour ist am Samstag, den 1. 8. um 14 Uhr an der Rathaus Glocke.«