Die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken Sevim Dagdelen hat die Verurteilung von Mahmut Günes, das Erdogan-Regime und die Bundesregierung scharf kritisiert: »Die Bundesregierung darf dem Geiselnehmer Erdogan nicht länger mit deutschen Waffenlieferungen und Wirtschaftshilfen der EU Vorschub leisten und muss deutsche Staatsbürger vor politischer Verfolgung durch den Autokraten und sein klerikal-faschistoides Regime schützen.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung weist Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt auf eine Sendung im ZDF am 13.10.2021 um 22.45 Uhr hin: »Bauvorhaben „Am Ruhrort“ im ZDF. Letzte Woche hatten mehrere Bochumer Initiativen das Bauvorhaben „Am Ruhrort“ noch zum Thema vor und in der Ratssitzung im RuhrCongress gemacht.
urbanRadeling und Radwende rufen für den kommenden Sonntag um 15 Uhr zu einer Gedenk-Fahrrad-Tour mit anschließender Aufstellung eines weiß lakierten Fahrrads auf. Mit diesem Ghostbike soll der am 7. Oktober verstorbenen Fahrradfahrerin aus Gelsenkirchen gedacht werden. Zum vollständigen Aufruf
Das Gericht im zentralanatolischen Kirsehir habe ihren Mandanten Mahmut Günes am Dienstag zu 2 Jahren, 9 Monaten und 22 Tagen Haft verurteilt, sagte seine Anwältin Berfin Arslan der Deutschen Presse-Agentur. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Arslan kündigte Berufung an. Eine Haftentlassung sei wegen Fluchtgefahr abgelehnt worden, sagte sie. Gestern Abend waren mehr als 150 Menschen zu einer Kundgebung vor dem Bochumer Rathaus gekommen, um Solidarität mit Mahmut Günes zu demonstrieren und die Repressionspoltik der türkischen Regierung und ihrer willfährig gemachten Justiz zu verurteilen. Die Bundestagsabgeordneten von SPD, FDP und Grünen begrüßten das bemerkenswert große gesellschaftliche Spektrum, das sich für die Freilassung von Mahmut Günes einsetzt. Horst Hohmeier, Fraktionsvorsitzender der Linken ordnete die Festnahme von Mahmut Günes in die Fülle von Repressionsmaßnahmen und Menschenrechtsverletzungen ein, die es in den letzten Jahren in der Türkei gegeben hat. Hier wäre eine entschiedene Reaktion der Bundesregierung fällig gewesen.
Das Theater Traumbaum im KulturMagazin zieht eine erfolgreiche Bilanz der diesjährigen Anne Frank Kulturwochen: »5 Wochen- 5 Inszenierungen- 25 Vorstellungen- 1250 junge und junggebliebene Zuschauer/innen- 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Ein Funkeln von realem Theatererleben war durchgängig auch hinter den medizinischen Masken zu sehen.
Die Linksfraktion hat ihren neuen Newsletter veröffentlicht und schreibt: »Mehr als zwei Jahre ist es inzwischen her, dass der Bochumer Rat offiziell den Klimanotstand ausgerufen hat, aber passiert ist seitdem viel zu wenig. Völlig zu Recht haben unserer Meinung nach eine Reihe von Bochumer Initiativen die Ratssitzung am 7. Oktober genutzt, um von der politischen Mehrheit und der Stadtverwaltung konkrete Schritte einzufordern. Das ist eines der Themen in diesem Newsletter.
Ich war im März 2017, als Mitglied einer Delegation zum Schutz der Newroz Feiern der kurdischen Bevölkerung vor Repressionen, im Nordosten der Türkei, oder wie ich hier sagen darf, in Kurdistan. Die Lage vor Ort war geprägt von patrouillierenden Militär- und Polizeifahrzeugen, Wasserwerfern und der Präsens von Geheimpolizei und Beamten in Zivil, überall vor öffentlichen Gebäuden und den Parteibüros der HDP und anderer Oppositionsparteien.
Auf der Seite von urbanRadeling wurde gestern die Premiere eines besonderen Projektes gefeiert: am 8 Oktober fand das erst Pedalkino in Bochum statt. Ein Fahrradkorso fuhr durch die Stadt und präsentierte Fahrradkurzfilme an Fassaden oder anderen geeigneten Flächen. urbanRadeling berichtet:
Die Radwende Bochum nimmt Stellung zu den Berichten über Unfälle von Radfahrer*innen und fordert, dass man hier „nicht zur Tagesordnung übergehen“ darf. Die Stellungnahme der Radwende: »In den letzten Wochen sind auf Bochumer Stadtgebiet verunglückten viele Radfahrer:innen. Fast täglich berichtet die Polizei über Unfälle an Radwegen mit Mängeln, durch enges Überholen von Autofahrer:innen, beim Abbiegen oder durch „Dooring“. Trauriger Höhepunkt ist der Tod einer Radfahrerin am 7.Oktober., die am 29.September von einem abbiegenden Transporter überfahren worden war. Die Mitglieder der Radwende Bochum sind tief betroffen. Unser Beileid geht an Familie und Freund:innen der Verstorbenen.
Zum 31. Mal wurde gestern Abend der Kinoprogrammpreis NRW der Film- und Medienstiftung NRW verliehen. »Im Rahmen eines festlichen Dinners ehrte die Filmstiftung in der Kölner Wolkenburg nordrhein-westfälische Kinobetreiber:innen, die sich in besonderer Weise um ein vielfältiges Programm deutscher und europäischer Filme sowie Kinder- und Jugendfilme verdient gemacht haben.«
Das aktuelle Programm von endstation.kino startet am Donnerstag mit dem Film „Dear Future Children“, der drei junge Aktivistinnen an der Frontlinie für politischen Wandel in eine bessere Zukunft zeigt.
Bereits zum vierten Mal wird am 16.10. gemeinsam vom Bündnis gegen Rechts und der Volkshochschule eine Fahrradtour zu den Stätten ehemaliger Zwangsarbeiterlager durchgeführt. In der Ankündigung heißt es: »Über 30.000 Frauen und Männer aus von der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg überfallenen Ländern wurden in Bochum zur Zwangsarbeit eingesetzt, auf Zechen, in Stahlwerken, in Metallbetrieben, in der öffentlichen Verwaltung, in bäuerlichen Betrieben und bei Handwerkern.
In ihrer Begrüßungsansprache zur Eröffnung der Ausstellung über Raphael Lemkin und die Fritz Bauer Bibliothek kritisierte Irmtrud Wojak die vorherrschende Erinnerungskultur, die im Faschismus häufig nur Opfer und Täter kennt und dabei vernachlässigt, den Widerstand gebührend zu würdigen und damit ermutigend zu wirken. Auszüge aus ihrer Rede: »Die deutsche Kultur der Erinnerung gilt mit ihrem in Jahrzehnten herausgebildeten, kollektivem Negativgedächtnis als besonders vorbildlich. Sie wird im Hinblick auf das bis dato singuläre Verbrechen des Holocaust als Erfolgsgeschichte mit Vorbildfunktion für Staaten in der Übergangsphase nach einer Diktatur international gepriesen. Diejenigen, die „Im Kampf um des Menschen Rechte“ ihr Leben riskierten, werden im Rahmen dieser Gedenkkultur als Opfer erinnert. Ihr mutiger Widerstand kommt in diesem Geschichtsbild vom Land der Täter und Opfer hingegen quasi nicht mehr vor. […]
Am Mittwoch, den 13. Oktober findet um 19.00 Uhr im LutherLAB, Alte Bahnhofstrasse 166 Informationsabend zu „Fördermöglichkeiten der öffentlichen Hand im „Experimentellen Wohnungsbau“. Referentin ist Barbara Blum vom zuständigen Landesministerium. In der Einladung heißt es: »Es ist ja nicht so, dass man beim Grillen oder abendlichen Zusammensein im Freundeskreis plötzlich auf die Idee kommt, warum wohnen wir eigentlich nicht zusammen und gründen ein Wohnprojekt? Oder könnte doch genau so die Initialzündung eines solchen Gemeinschaftsprojektes aussehen?
Das Politcafé azzoncao erinnert an den antifaschistischen Skinhead Feodor Filatov (Foto), der am 10. Oktober 2008 von vier Angreifern vor seiner Moskauer Wohnung erstochen wurde: »Er war einer der Gründer der antifaschistischen und antirassistischen Moscow Trojan Skins, einer Minorität unter den Moskauer Skinheads. Mit seinen Freund*innen stellte er sich handfest gegen die Übermacht russischer Nazigruppen, die in diesen Jahren zahlreiche Überfälle, Pogrome und Morde begingen. Im Oktober 2008 wurde Feodor selbst Opfer eines Angriffs der russischen Nazigruppe „Kampforganisation russischer Nationalisten“ (BORN – Bojewaja organisazija russkich nazionalistow„) unter Ilya Goryachev.
Im Thealozzi sind noch kurzfristig Plätze in einem Kulturcamp frei. Die Einladung: »Nach dem Sommercamp in diesem Jahr kam der Ruf nach einer Fortsetzung. Da die Finanzierung durch Mittel aus dem Kinder- und Jugendförderplan gesichert ist, können wir erstmals auch in den Herbstferien 2021 ein KulturCamp anbieten: die hauseigenen Künstlerinnen und Künstler des Thealozzi präsentieren verschiedene Workshops zum Thema: „Ich und die anderen“ für Kinder von 8 bis 13 Jahren und zwar vom 11. – 15.10.2021.
Bürgerinitiativen demonstrieren: Klimawende ernst nehmen! Klimanotstandsbeschluss endlich umsetzen!
Die Sitzung des Rates der Stadt Bochum am 07.10.2021 im RuhrCongress hatten zahlreiche Bochumer Initiativen unter das Thema „Klimanotstand“ gestellt. Die drinnen und draußen durchgeführte Aktionen bewertet Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung als hilfreich auf dem Weg zu einem transparenten Rathaus. Los ging es draußen vor dem RuhrCongress:
Vom 17. bis 21. November 2021 findet im Bahnhof Langendreer die 29. Ausgabe von blicke filmfestival des ruhrgebiets erstmals unter neuer Festivalleitung statt und bietet gewohnt vielschichtige Einblicke in das filmische Schaffen im Ruhrgebiet und über die Region hinaus. Die Vorfreude auf eine Ausgabe mit Gästen im Kino ist bei den Organisator:innen groß. Sie schreiben:
Die Linksfraktion hat im Bochumer Rat eine umfassende Anfrage zu dem Versuch gestellt, Bochum zum Standort des Militärbündnisses Nato zu machen. Es geht um die mögliche Ansiedlung der Nato-Kommunikationszentrale NCIA („Nato Communications and Information Agency“) auf das ehemalige Opel-Gelände in Bochum-Laer, zum Beispiel in den Bereich der ehemaligen Neuwagen-Stellfläche zwischen der Wittener und der Alten Wittener Straße. Dadurch droht Bochum zu einer zentralen Basis für die vernetzte Kriegsführung zu werden.
Am Mittwoch, den 13. Oktober findet um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer das zweite Treffen von Gegner:innen des geplanten NATO-Standortes in Bochum statt. Beim ersten Treffen ist deutlich geworden, dass die unter dem Etikett Cyber-Sicherheit firmierende NATO-Agentur NCIA zuständig ist für die Kriegsführung der NATO im Internet. Geplant ist zunächst eine Informationsveranstaltung Ende Oktober zum Thema militärische Entwicklungen im IT-Bereich und eine Protestkundgebung zu den Bochumer NATO-Planungen wahrscheinlich am 5. November.
Ein großes Bündnis (siehe unten) ruft in einer gemeinsamen Presseerklärung für Montag, den 11.10.2021 um 18 Uhr, zu einer gemeinsamen Mahnwache für den Bochumer Mahmut Günes am Rathausvorplatz auf.
Er sitzt seit dem 31.Juli 2021 in der Türkei in Haft, weil er oppositionelle Inhalte auf seinen privaten Social-Media-Kanälen geteilt hat. Dabei handelt es sich um regierungskritische Retweets von kurdischen Journalist:innen zum Einmarsch der Türkei in Nordsyrien und Menschenrechtsverletzungen der türkischen Regierung.
Am Samstag, den 9. Oktober wird im Stadtarchiv, Wittener Str. 47 um 11 Uhr eine Doppelausstellung eröffnet mit den Titeln: „Lemkin. Zeuge des Genozid-Jahrhunderts“ und „Fritz Bauer Bibliothek. Die mutigste Bibliothek der Welt“. Zur Ausstellungseröffnung sprechen Dr. Kai Rawe, Bochumer Stadtarchiv; Dr. Irmtrud Wojak, Fritz Bauer Forum; Hanna Radziejowska, Pilecki Institut und Tomasz Stefanek, Kurator der Ausstellung vom Pilecki Institut in Warschau. Die Doppelausstellung eint der persönliche Erfahrungshintergrund zweier der bedeutendsten Juristen des 20. Jahrhunderts. Raphael Lemkin und Fritz Bauer überlebten den Holocaust, sie flohen ins Exil, Lemkin aus Polen in die USA, Bauer nach Skandinavien. Zeit ihres Lebens kämpften sie aufgrund ihrer Erfahrungen gegen Rassismus, Antisemitismus und gegen die Straflosigkeit von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Sie waren Vorkämpfer für das Völkerrecht.
Das Bochumer Klimaschutz-Bündnis (BoKlima) , das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung und weitere Initiativen haben gemeinsam einen Antrag zum Thema Klimanotstand beim Rat der Stadt Bochum eingereicht.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu der unter dem Thema „Klimanotstand“ stehenden Sitzung des Bochumer Rats am 07.10.2021 im RuhrCongress:
Der Bochumer Rat wird sich in der Sitzung am kommenden Donnerstag nochmals mit dem bereits 2019 ausgerufenen Klimanotstand befassen müssen.
Laut Pressemitteilung der Stadt Bochum: In Bochum waren im Juli insgesamt 260.893 Fahrzeuge aller Klassen gemeldet. Das sind 128 mehr als im August und 5.990 mehr als im September 2020. Der PKW-Bestand stieg um 193 auf insgesamt 209.238. Die Zahl der zugelassenen PKW stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4.128. Außerdem sind 10.648 E-Hybrid-Fahrzeuge in Bochum gemeldet, 392 mehr als im Vormonat. Die Zahl der Elektrofahrzeuge erhöhte sich im September um 90 auf 2.869. Im September 2020 waren es 1.278.
Links zu den Pressemitteilungen der Stadt vom 01.10.2021 und für 2020 als Zusammenfassung Und hier die Zusammenfassung in einer tabellarischen Darstellung:
Die Bürgerinitiative „Grabeland am Ruhrort“ teilt heute mit, dass sie anlässlich der kommenden Ratssitzung im RuhrCongress eine Kundgebung durchführen wird: »Am 7.10. geht es in der Ratssitzung sowohl um einen Antrag, den Klimanotstand in Politik und Verwaltung ernst zu nehmen, wie auch um Fragen zur Hochwasser-Situation. Um 14 h wird das spannende (Schau)spiel „Monopoly am Grabeland“ vor dem RuhrCongress aufgeführt, wo die Zusammenhänge zwischen den Themen Flächenversieglung, Klimakrise und Kommunalpolitik dargestellt werden.«
In einer Pressemitteilung der Stadt von heute wird auf eine Workshop-Reihe zur Fritz Bauer Bibliothek hingewiesen: »Die Volkshochschule (VHS) bietet in Kooperation mit der Stadtbücherei und der Buxus-Stiftung ab Freitag, 8. Oktober, eine Workshop-Reihe zur Fritz Bauer Bibliothek an (Kursnummer 13012) an.
Die Aktionen für einen erfolgreichen RadEntscheid gehen weiter und führen in dieser Woche in den Südwesten. Die Einladung dazu: »Für Donnerstag, den 7. Oktober laden die Radwende und der RadEntscheid zu einer Stadtteilrundfahrt mit dem Rad im Bezirk Südwest ein. Treffpunkt um 17 Uhr ist der Kunstkiez Bärendorf an der Weitmarer Straße 39.
Der Bochumer Mieterverein schreibt: «Die Angebotsmieten in Bochum sind in den letzten 5 Jahren fast genauso stark gestiegen wie in München. Das jedenfalls ist das Ergebnis des aktuellen „Mietenkompass“, den das Wohnungsvermittlungsportal immowelt.de einmal im Quartal herausgibt. Danach liegt Bochum gleichauf mit Essen und Dortmund auf Platz 15 im Ranking der 80 deutschen Großstädte. Um 23 % sind hier die Mieten zwischen den ersten Jahreshälften 2016 und 2021 gestiegen. München liegt gemeinsam mit Augsburg, Lübeck uns Solingen nur einen Prozentpunkt davor auf Platz 11. Spitzenreiter ist Berlin mit 42 % Mietsteigerung in 5 Jahren, gefolgt von Heilbronn (38), Hildesheim (33) und Offenbach (30). Andere NRW-Städte, die man weit vorne vermuten würde (Bonn, Köln, Düsseldorf, Münster, Bielefeld), liegen dagegen hinter dem Ruhrgebiets-Trio.
Bei der heutigen Pressemitteilung des Netzwerks bürgernahe Stadtentwicklung geht es aus aktuellem Anlass wieder einmal um die Zukunft des Hiltroper Feldes: »In der Sitzung des Ausschusses für Planung und Grundstücke am 05.10.2021 steht mal wieder der Bebauungsplan Nr. 1005 – „Dietrich-Benking-Straße Ost“ auf der Tagesordnung.
Zu der Veranstaltung „Infokrieg“, die am Montag, 11. Oktober, um 18:30 Uhr im Bahnhof Langendreer stattfindet, schreibt der Bahnhof: »In sozialen Netzwerken versuchen verschiedenste Akteur*innen ihre Botschaft an Frau und Mann zu bringen. Hierbei geht es häufig nicht um einen konstruktiven Diskurs, sondern um eine Art von Infokrieg. Auch wenn viel Akteur*innen hier mitmischen, hat sich doch die Neue Rechte besonders im Krieg der Sozialen Medien hervorgetan.
Am Donnerstag startet im Kino Endstation der türkische Spielfilm Ghosts (türkische Originalsprache mit deutschen Untertiteln). Aus der Ankündigung des Kinos: »In Istanbul entfaltet sich ein Tag am Rande eines landesweiten Stromausfalls mit vier Charakteren: eine Mutter, deren Sohn im Gefängnis sitzt, eine junge Frau, die sich dem Tanzen verschrieben hat, eine Aktivistin und Künstlerin sowie ein gerissener Mittelsmann, alle in einem Viertel, das sich mitten im Prozess der Gentrifizierung in Richtung „Neue Türkei“ befindet.
von Heike Jackler Einmal im Monat bin ich Teil der Critical Mass, der kritischen Masse. Als mich ein Freund im vorletzten Sommer einlud, doch auch mal dabei zu sein, wenn ein Haufen Fahrradverrückter gemeinsam durch Bochums Straßen fährt, sagte ich spontan zu. Und habe seitdem keine Fahrt verpasst.
Die Antifaschistische Linke Bochum ruft am Samstag, den 16. Oktober um 14 Uhr vor dem Rathaus zu einer Gedenkdemo „In Erinnerung an Josef Anton Gera“ auf: »Am Sonntag, den 17. Oktober 2021, jährt sich der Todestag von Josef Anton Gera zum 24. Mal. Der Bochumer wurde in der 1990er Jahren Opfer eines schwulenfeindlichen Mordes durch Nazis. Am Abend des 14. Oktober 1997 kam der 59-jährige Rentner mit einigen Personen zu einem gemeinsamen Umtrunk auf dem Brachgelände der Firma Krupp nahe der Alleestraße zusammen.
Volkshochschule und VVN-BdA bieten am Sonntag, den 10.10. einen Stadtrundgang zum Thema „Bochum im Faschismus“ an: »Die Übergabe der politischen Macht an die faschistische Regierung und ihre Folgen, Massenaufmärsche und Propaganda, Gleichschaltung und Terror, Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner, der Bochumer Jüdinnen und Juden und anderer Personengruppen, lassen sich am Schicksal einzelner Menschen und im Alltag einer Stadt an vielen Orten erfahrbar machen. Beim Rundgang durch die Bochumer Innenstadt soll ein Einblick gegeben werden, was Alltag unterm „Hakenkreuz“ für die Menschen, die hier lebten, bedeutete.
Die Garten-Initiative Stadt Park Garten macht gemeinsam mit der Garten-AG der Anne-Frank-Realschule am 9.10. von 9 bis 15 Uhr eine Pflanzentauschbörse am Schulzentrum Gerthe, Heinrichstraße 2. Auch Saatgut kann getauscht werden. Der zum Anlass schreibt die Initiative: »Das Schulzentrum in Gerthe wird in naher Zukunft umgebaut. Der Gebäudeteil der Naturwissenschaften, inkl. der Räume der Garten AG wird als erstes weichen müssen. Daher suchen die Pflanzen der AG ein neues Zuhause.