Die Soziale Liste schreibt: »Durch die Ereignisse in den letzten Wochen sieht sich die Soziale Liste in ihrer Kritik an dem überdimensionierten Gertrudis-Center unter dem Diktat von Kaufland bestätigt. „Ein offensichtlich überforderter Investor, der durch die verspätete Fertigstellung des Centers und den Druck der Kaufland-Gruppe mit dem Rücken an der Wand steht, ist offensichtlich nicht in der Lage, das Gertrudiscenter einvernehmlich zu betreiben. Die Reaktionen auf die Einpendelung auf eine realistische Öffnungszeit für viele kleinere Geschäfte mit Drohungen (Kündigung) und Beleidigungen („kapitale Idioten“) sind ein Armutszeugnis und schädigen den Ruf Wattenscheids“, so Ratsmitglied Günter Gleising von der Sozialen Liste. mehr…
Freitag 13.10.06, 12:00 Uhr
WASG und Linkspartei.PDS mobilisieren für die DGB-Demonstration
„Wir wenden uns gegen Dumpinglöhne und fordern einen Mindestlohn für ein Leben ohne Armut!“ so die Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) und DIE LINKE.PDS Bochum. In einer Presseerklärung schreiben sie: »Damit endlich Schluss mit den „Reformen“ gegen die Bevölkerung gemacht wird, rufen sie auch im Rahmen eines großen Bochumer Bündnisses zu der DGB Demonstration in Dortmund am 21.10. auf.
Am Samstag, den 14.Oktober gibt es zu diesem Thema Infostände:
in der Kortumstraße vor C&A (11.00 – 14.00 Uhr)
im Wattenscheid an der Friedenskirche (11.00 – 14.00 Uhr) und in
in Bochum-Werne am Markt (10.00 – 12.00 Uhr) mehr…
Freitag 13.10.06, 11:54 Uhr
Freie Uni Bochum und Protestkomitee kämpfen weiter gegen Studiengebühren
Gestern fand die Begrüßung des neu gewählten Senats der Ruhr-Universität durch Rektor Gerhard Wagner im Beckmannshof statt. Kurz nach Beginn des Empfangs der neuen Senatsmitglieder stießen knapp 30 AktivistInnen aus dem Umfeld der Freien Uni Bochum (FUB) zu der Veranstaltung, um den neuen Senat auf einen heißen Herbst einzustimmen. Mit Transparenten und Parolen skandierten sie für freie Bildung und soziale Verantwortung des höchsten Gremiums der Hochschule.
Außerdem erinnerten sie die Mitglieder des neuen Senats an ihre Mitschuld in Bezug auf die drohenden Studiengebühren in Bochum. mehr…
Am heutigen Freitag, 13.10., ist das Indymedia-NRW Projekt zu Gast in der entflammBAR im Sozialen Zentrum und wird dort den Film „Recolonize Cologne“ von Kanak TV zeigen. Die Filmbeschreibung: »Was macht der Kaiser von Kamerun in Köln? Und warum verteilt er globale Pässe? „Recolonize Cologne“ ruft die verdrängte Geschichte kolonialer Eroberungspolitik Deutschlands am Beispiel Kameruns in Erinnerung. Der Kameruner Kaiser Ngon Pouoâ’o Metzem III erwacht wieder zum Leben und reist aus Sorge um seine Kinder und Kindeskinder nach Deutschland. In der Kölner Innenstadt lässt er sich von den umstehenden PassantInnen huldigen und verteilt Gastgeschenke in Form von Weltbürgerpässen – durch die globale Bewegungsfreiheit möglich gemacht werden soll – und Kartoffeln, weil er gehört hat, dass es das bevorzugte Nahrungsmittel der Deutschen sei. mehr…
Mit einer Reihe aus Film, Vortrag und Musik erinnert der Bahnhof Langendreer seit Ende September an den Spanischen Bürgerkrieg, der vor 70 Jahren begann. In einem ersten Fazit des Bahnhof heißt es: »Wir sind beeindruckt, wie viel Interesse dieses Thema bisher in Bochum hervorgerufen hat, besonders auch bei jungen Leuten! Der Höhepunkt wird am Sonntag stattfinden: Das Ekkehard Jost Ensemble gastiert (mit dem einzigen Konzert in NRW!) auf seiner Tournee in Bochum. „Cantos de Libertad“ – Freiheitslieder, so das Programm des Tentett, dem prominente und weltweit hochgeschätzte Musiker des europäischen Jazz angehören. Es ist ein kompositorisch anspruchsvolles Programm, in dem der Bariton-Saxophonist und Wissenschaftler Ekkehard Jost die Musik des Spanischen Bürgerkriegs einer reflektierenden, jazzmusikalischen Neubearbeitung unterzogen hat. mehr…
Die Soziale Liste schreibt, dass sich mehrere ALG-EmpfängerInnen in den letzten Tagen mit Problemen an sie gewandt habe: »Während die ARGE bisher Heizkosten nach tatsächlichem (angemessenem) Verbrauch bezahlte, wozu sie auch nach § 22 Abs. 1 SGB II verpflichtet ist, verschickt sie nun Bescheide oder Informationen, wonach sie dies ab dem 1. Januar 2007 nicht mehr tun will. In den Mitteilungen der ARGE Bochum nimmt diese nun eine neue Berechnung vor, die die Durchschnittsheizkosten des Mietshauses zu Grunde legt. Es erfolgt keine individuelle Berücksichtigung (z. B. Wohnungslage, Anzahl der Außenwände, Anwesenheit von Kleinkindern oder Kranken etc.) der tatsächlichen Kosten.
In einem der Sozialen Liste vorliegenden Fall bedeutet es, dass der ALG-Empfänger im kommenden Jahr 98 Euro weniger Heizkosten erhalten würde als im Jahr 2006. Das ist eine Kürzung von 18 %, die die ARGE Bochum ankündigt und vornehmen will. mehr…
Die Junge Welt stellte am 9. Oktober die neue Broschüre der Bochumer VVN/BdA vor: „Am 26. Oktober wird die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Nordrhein-Westfalen (VVN-BdA NRW) 60. Bevor es 1946 zur Gründung des Landesverbandes der antifaschistischen Bündnisorganisation kam, bildeten Antifaschisten in vielen Städten NRWs Ortsgruppen der VVN. Zum Beispiel am 26. September in Bochum. In einer Geburtstagsbroschüre skizzieren Günter Gleising und Klaus Kunold die antifaschistische Arbeit in Bochum zwischen 1946 und 1972. Ein zweiter Teil (1973 bis 2006) ist in Arbeit.
1946 war der antifaschistische Konsens längst angegriffen. Auch in Bochum nahmen die Entnazifizierungsausschüsse ihre Arbeit auf. Die VVN war nur als Materialbeschaffer gern gesehen. Beispielhaft für das Scheitern der Entnazifizierung nennen Gleising und Kunold Bochums Nazi-Oberbürgermeister Dr. Piclum, »der 1938 lachend … vor der brennenden Synagoge gestanden hatte« und in die Gruppe III (Minderbelastete) eingestuft wurde.“ weiter
Die Broschüre kann jetzt bei der VVN, im RuhrEcho Verlag oder im Buchhandel bestellt werden. Näheres.
Die Prognosen des DGB Ruhr Mark zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt seien durch den Bericht der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit leider heute bestätigt worden, schreibt der DGB in einer Presseerklärung. Weiter heißt es:
»In der ersten Bilanz des Beratungsjahres 2005/ 2006 wird deutlich, dass obwohl bei den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern die eingetragenen Ausbildungsplätze gestiegen sind, in NRW über 10.500 junge Menschen unversorgt bleiben und über 120.000 in sog. Warteschleifen verharren. Auch im Arbeitsagenturbezirk Bochum sind über 1.000 Jugendliche in Warteschleifen abgeschoben oder gänzlich unversorgt. mehr…
Mittwoch 11.10.06, 10:00 Uhr
Dienstag, 17.Oktober, 19:30 Uhr, KulturCafé an der Ruhr-Uni:
In der Einladung zur Eröffnungsveranstaltung der diesjährigen Roten Ruhr Uni heißt es: »In der Phase der Stalinisierung der KPD wurde ein Schimpfwort besonders oft benutzt, um die bisherige Führung um Ruth Fischer und Arkadij Maslow zu diskreditieren: „Intellektuelle“. Auch Iwan Katz und Werner Scholem wurden so genannt und mit Fischer und Maslow 1926 aus der KPD ausgeschlossen. Als Intellektuelle hätten sie die Arbeiter gegen deren Willen verführt und von der richtigen Politik abgebracht. Zur gleichen Zeit wurden Ruth Fischer, Iwan Katz und Werner Scholem auch als „Judenbengels“ bezeichnet. Besteht zwischen den beiden Schmähworten ein Zusammenhang? Olaf Kistenmacher promoviert zum Thema Antisemitismus in der KPD. Er betreut die Sendereihe Antisemitismus von links im Hamburger Freien Sender-Kombinat.«
Die Ruhr-Uni teilt mit, dass sich bis gestern (9.10.) 5.667 Studierende im 1. Fachsemester in der Ruhr-Universität eingeschrieben haben. Näheres. Das sind fast zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr zum gleichen Zeitpunkt. Am kommenden Montag werden die Erstsemester wie immer im Audimax begrüßt. Neu für die StudienanfängerInnen ist, dass sie auch mit einem umfangreichen Programm der Freien Uni Bochum (FUB) empfangen werden. Die Einladung an die Neuen: „Tagsüber gibt`s bei lecker Kaffee Videos von vorangegangenen Aktionen zu sehen, unter anderem auch von der letzten Senatssitzung, und wir erzählen euch was die FUB ist und macht. Abends treten Bands auf und es darf ordentlich gerockt werden…“
Der Vorsitzende der VVN Klaus Kunold hat bei der gestrigen Veranstaltung zum Gedenken an Karl Springer auch an die weiteren Mordopfer des Naziterrors in der Gestapozentrale erinnert. Er stellte fest, dass in der Bochumer Bevölkerung die Verbrechen und das Ausmaß des Naziterrors, die hier in den Gebäuden des Bochumer Polizeipräsidiums geschehen sind, weitgehend unbekannt seien. Erst durch Recherchen seien einige der Ereignisse wieder in das öffentliche Blickfeld gerückt worden. In den Archiven der VVN wurden jetzt weitere Dokumente gefunden, die zahlreiche Morde der Gestapo belegen. Klaus Kunold führte hierzu aus: mehr…
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu 70 Jahre Spanischer Bürgerkrieg wird der Historiker Reiner Tosstorff am kommenden Freitag, den 13.10., um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer zu den Auseinandersetzungen zwischen AnarchistInnen, freiheitlichen und stalinistischen SozialistInnen im spanischen Bürgerkrieg referieren. In der Einladung heißt es: „Der spanischer Bürgerkrieg wird zumeist -und zu recht -geschildert als Kampf an den Fronten, in dem Hunderttausende Kombattanten, mit Millionen spanischer Arbeiter und Bauern hinter sich, für die Freiheit stritten. Es gab aber auch ein Kampf hinter den Fronten, zwischen bürgerlichen, rechtssozialistischen und stalinistischen Revolutionsgegnern sowie den kommunistischen, linkssozialistischen und anarchistischen Verfechtern sozialer Revolution. Dieser Kampf war genauso wichtig wie der an der Front.“ Näheres.
Das Bochumer Studentenwerk (AkaFö) gibt einen kostenlosen Ratgeber zum Thema Studienfinanzierung heraus, der verspricht auf 28 Seiten die „wichtigsten Fragen rund um das brennende Thema“ zu beantworten. In der Ankündigung heisst es: „Neben Informationen zum BAföG, noch immer der wichtigsten Form der Studienfinanzierung, klärt das Heft über Studienkredite und -darlehen auf. Dabei will das AkaFö besonders auf günstige Darlehen staatlicher Banken hinweisen, die meist mit günstigeren Konditionen für Studierende aufwarten, als es bei privatwirtschaftlichen Banken der Fall ist.“ Die Broschüre mit vielen Tipps und Adressen ist auch online als pdf-Datei abrufbar.
Das Spiel des VfL Bochum bei Borussia Dortmund wurde jetzt kurzfristig auf Freitag den 20.10.2006 vorverlegt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund mobilisiert unterstützt von vielen sozialen Bewegungen für Samstag, den 21.10., zu einer Großdemonstration in Dortmund für eine Politik der sozialen Erneuerung. Es werden mehrere 10.000 Menschen erwartet, die gegen eine Rente mit 67, für eine solidarische Gesundheitsreform und für die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen demonstrieren wollen. Das zunächst für Samstag geplante Bundesligaspiel hätte zu erheblichen Problemen bei der An- und Abreise der TeilnehmerInnen in Dortmund geführt.
„Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen für die Verlegung des Fußballspiels und bitte gleichzeitig die Fußballfans um Verständnis für diese Maßnahme“ so Michael Hermund Vorsitzender des DGB Ruhr-Mark. Der DGB und die Gewerkschaften bieten allen Bochumer Bürgern eine kostenlose Fahrt zur Demonstration in Dortmund an. Busse fahren am 21.10.2006 ab 10.30 Uhr am Hauptbahnhof ab. Zur Mitfahrt ist eine Anmeldung unter Telefon 0234 – 687033 erforderlich. Näheres.
Am heutigen 9. Oktober erinnerte die VVN – BdA mit einer Gedenkveranstaltung an den am 9. Oktober 1936 verhafteten und im Polizeipräsidium Bochum zu Tode gefolterten ehemaligen Stadtrat und kommunistischen Widerstandskämpfers Karl Springer. Mehr als 30 Menschen waren dem Aufruf gefolgt. Mit besonderer Freude konnte Klaus Kunold auch die Enkel des ermordeten Karl Springer begrüßen, die den Aufruf in der Presse gelesen hatten.
Klaus Kunold (Foto) erinnerte in seiner Ansprache an das Leben Karl Springers, aber auch anderer Antifaschisten, die im Polizeipräsidium ermordet worden sind. Das Vermächtnis des Karl Springer, so Klaus Kunold, sei das Streben nach sozialer Gerechtigkeit und gegen jegliche Diskriminierung. mehr…
Die VVN/BdA erinnert am heutigen Montag um 18.00 Uhr mit einer Gedenkfeier im Innenhof der damaligen GESTAPO-Zentrale (heutiges Polizeipräsidium) daran, dass am 9. Oktober 1936 der Bochumer Kommunist und ehemalige KPD-Stadtverordnete Karl Springer von der GESTAPO festgenommen und wenig später von den Nazis zu Tode gefoltert wurde.
Günter Gleising hat einen kurzen Lebenslauf des Widerstandskäpfers geschrieben und erinnert an die Geschichte des heutigen Springerplatzes:
Karl Springer, geboren am 30. März 1895 in Rauschken/Ostpreußen, kam um 1912 ins Ruhrgebiet, um eine Erwerbstätigkeit zu suchen. Er arbeitete zunächst auf einer Zeche in Weitmar, trat der Bergarbeiter-Gewerkschaft bei und wurde Mitglied der Konsumgenossenschaft „WohlfahrtC. Mitte der 20er Jahre wurde Karl Springer dann Redakteur der kommunistischen Tageszeitung „Ruhr-Echo“, zunächst als Lokalredakteur in Bochum, später war er in Essen verantwortlich für den gesamten Bereich der Lokalausgaben. Karl Springer wohnte auf der Markstraße 406 in Weitmar-Mark.Am 13. Juni 1926 – Weitmar war zu Bochum eingemeindet worden – erreichte die KPD in Bochum bei den Kommunalwahlen über 10.000 (14,4 %) Wählerstimmen. mehr…
Montag 09.10.06, 08:00 Uhr
Donnerstag, 12. 10., 19.30 Uhr, Bahnhof Langendreer:
Attac Bochum, Bochumer Sozialforum, Mieterforum Ruhr und Bahnhof Langendreer laden ein: „Besser, billiger, bürgernäher! Öffentliche Haushalte entlasten! – Nach diesem neoliberalen Glaubensbekenntnis wird privatisiert. Werner Rügemer zieht eine empirisch begründete Bilanz und legt offen: Die Privatisierung von Medien, Post, Bahn, Rathäusern, Schulen, Müllentsorgung, Strom, Wasser und der Sozialsysteme erweist sich als neue Quelle der öffentlichen Verschuldung, der Arbeitslosigkeit, der Teuerung. Rügemer zeigt Privatisierung als Element der „neoliberalen Gegenreform“ und der Umgründung des Staates. Die Konsequenz: Die öffentliche Daseinsvorsorge muss als Teil einer kooperativen Ökonomie neu entwickelt werden.“ Näheres.
Sonntag 08.10.06, 22:00 Uhr
Dienstag, 10.10., 19.30 Uhr, Soziales Zentrum, redBar - social clubbing
Wolfgang Schaumberg (aktiv in der GoG/ früher Opel Bochum, im Labournet, Sozialforum) stellt seine bei “Ränkeschmiede“ erschienene Broschüre vor. Das Sozialforum verspricht in seiner Einladung: „Wir diskutieren die längerfristigen Perspektiven von Linken, die von der historischen Bestimmtheit und Überwindbarkeit des kapitalistischen Gesellschaftssystems ausgehen und sich nicht darin einzurichten bereit sind.“ Näheres.
Die Unabhängige Sozialberatung schreibt: >>Bei einem „Ranking“ der bundesdeutschen Arbeitsagenturen (ARGE – Hartz IV – Behörde) ist die ARGE Bochum leistungsmäßig unter dem Bundesdurchschnitt eingestuft worden, wie Friedrich Schreibert, Deutschland – Direktor der durchführenden Firma „Jobcenter Consulting“ berichtet. In NRW nimmt sie Platz 19 (von 40) ein. Wird dabei berücksichtigt, dass auch die Besten des Rankings lange nicht gut sind, so wirft das ein schlechtes Licht auf die Arbeit der ARGEn und Hartz IV insgesamt.
Die Betroffenen wissen ein Lied davon zu singen: immer noch gibt es lange Bearbeitungszeiten, ganze Akten oder Widersprüche verschwanden unwiederbringlich, selbst die Sozialgerichte monierten in mehreren Fällen „chaotische Verwaltungsvorgänge“ und fehlende Unterlagen. Nicht zuletzt Dank der unseligen Software „A2LL“ genügen die Bescheide nicht den gesetzlichen Anforderungen und sind selbst für Geschulte nur mit großer Mühe nachvollziehbar. mehr…
Im Rahmen der Reihe zum Spanischen Bürgerkrieg zeigt das endstation.kino im Bahnhof Langendreer am kommenden Dienstag um 17.30 Uhr den Dokumentarfilm „Die lange Hoffnung“ . Der 1984 von Pepe Danquart und Michael Schlömert gedrehte Film beginnt dort , wo andere über die Geschichte des spanischen Bürgerkrieges enden: an der Grenze. Die Filmemacher begleiteten sechs Wochen lang Clara Thalmann und Augustin Souchy in die Gegend Kataloniens, wo beide zwischen 1936 und 1939 aktiv an den Kämpfen gegen Franco und an der Kollektivierung der anarchistischen CNT, „der einzigen sozialen Revolution von unten“ teilgenommen haben. Clara Thalmann und Augustin Souchy treffen sich zu dieser Reise zum ersten Mal seit 1937 wieder. Beide verkörpern ein Stück Kontinuität, lebendige Geschichte der anarchistischen Bewegung. So ist die Geschichte des Films im doppelten Sinne Geschichte: zwei alte Kämpfer suchen die Stationen ihrer Vergangenheit, versuchen Wirklichkeit zu rekonstruieren und erleben ein Spanien, in dem diese Geschichte unterschlagen wird.
Die heute erfolgte technische Umstellung von www.bo-alternativ.de erleichtert in erster Linie die redaktionelle Arbeit: Für die Veröffentlichung eines Beitrages sind nun keinerlei web-spezifische Kenntnisse und keine entsprechende Software mehr erforderlich. RedakteurInnen, die irgendein gängiges Textverarbeitungsprogramm bedienen können, lernen in 10 Minuten, wie ein redaktioneller Beitrag veröffentlicht, mit anderen Beiträgen verlinkt und einen Foto oder einer Grafik ergänzt werden kann.
Der zweite entscheidende Vorteil ist, dass bo-alternativ.de damit ganz leicht zu jeder Zeit von jedem Ort aktualisiert werden kann, an dem ein Rechner online und verfügbar ist. Mit jedem Browser kann eine Meldung, ein Termin oder ein Link veröffentlicht, gestrichen, ergänzt oder verändert werden. Nach einem Treffen im Sozialen Zentrum oder im Bahnhof Langendreer z.B. kann also direkt über die dortigen Rechner ein Text ins Netz gestellt werden. Dadurch dass immer mehr Menschen über mobile Minirechner verfügen, die ins Internet gehen können, wird der Zugang noch leichter. Von einer Demo, aus einem Polizeikessel, von der Sitzblockade, aus der Ratssitzung oder von der Betriebsbesetzung kann im Prinzip in Zukunft also ganz zeitnah berichtet wenn, wenn eine Verbindung zu Internet verfügbar ist. Auch ein Schreiben via E-Mail ist möglich.
Die technische Neuerung bringt neben der Erleichterung der redaktionellen Arbeit auch eine Reihe von weiteren Vorteilen für die LeserInnen. mehr…
Drei Monate nach dem offiziellen Start beginnt für die Volksinitiative gegen den Verkauf der 100000 Wohnungen der LEG die heiße Phase. Die Landesregierung hat angekündigt nach den Herbstferien eine Entscheidung über den Verkauf zu treffen. Inzwischen sind über zehntausend Unterschriften von den lokalen Wahlämtern anerkannt. Das Bochumer Bündnis aus Mieterverein, Sozialforum und verschiedenen Parteien sammelt noch bis zum 14.10. an der Infohütte neben den Glascafe Unterschriften (Montag bis Freitag 15-18 Uhr und Samstags 11 bis 14 Uhr).
Freitag 06.10.06, 16:48 Uhr
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen verhandelt über Klage von attac
Dreieinhalb Jahre nach dem Einreichen der Klage zum missachteten Bürgerwillen gegen das Cross-Border-Leasing-Geschäft der Stadt Bochum hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen einen Termin zur mündlichen Verhandlung benannt. SPD und Grüne hatten sich damals über ein erfolgreich eingeleitetes Bürgerbegehren hinweggesetzt und das Bochumer Kanalnetz an einen US-amerikanischen Investor verleast. Siehe auch bo-alternativ.de vom 27.3.2003
Am morgigen Samstag will das Bochumer Sozialforum mit einem Infostand in der Bochumer Innenstadt für die geplante DGB-Demo am 21.10. in Dortmund mobilisieren und das Flugblatt des »Bochumer Bündnis 21.10.« verteilen.
„Heißer Herbst?“, fragt das Bochumer Sozialforum und weiter: „Und nun scheint ein Teil der Bevölkerung auch hier auf die Straße gehen zu wollen. Es scheint wirklich den Anlauf zu einem “heißen Herbst“ zu geben. Und glaubt man den Planungen des DGB, dann sollen die großen regionalen Protestaktivitäten am 21.10. (hier: Dortmund) nur ein vorläufiger Höhepunkt sein. Die Sozialinitiativen, Sozialforen und Hartz IV-GegnerInnen hatten bisher schon etliche Versuche gemacht, den Protest wieder auf die Straße zu tragen. Zuletzt am 3. Juni 06 in Berlin mit einigen zehntausend TeilnehmerInnen. Nun also alle gemeinsam! Es geht um die Verteidigung unserer Lebensbedingungen – vor allem von Hartz IV-Opfern, RentnerInnen, Kranken, Studierenden, Auszubildenden und „Working poor“. Und es geht um die Verteidigung des öffentlichen Eigentums gegen die privaten Profithaie.“ mehr…
Vor 70 Jahren, am 9. Oktober 1936, wurde der Bochumer Kommunist und ehemalige KPD-Stadtverordnete Karl Springer von der GESTAPO festgenommen und wenig später von den Nazis zu Tode gefoltert. Zum 70. Jahrestag seiner Ermordung lädt die VVN/BdA zu einer Gedenkfeier ein. Im Rahmen der Veranstaltung soll ein Kranz an der Gedenktafel für die Opfer des Faschismus im Innenhof des Polizeipräsidiums niedergelegt werden.
Der Springerplatz in Bochumer erinnert an Karl Springer. Näheres.
Der Bochumer Mieterverein hat eine neue Ausgabe seiner Zeitschrift „Mieterforum“ veröffentlicht und als PDF-Datei in Netz gestellt. Schwerpunkt der Ausgabe ist das Thema „Privatisierung“. Es wird u. a. über die Kampagne gegen die Privatisierung der LEG berichtet, Forderungen zum MieterInnenschutz bei Verkäufen an die halbstädtische VBW formuliert und der Bundesfinanzminieter gefragt: Wollen Sie uns an REITs verfüttern, Herr Steinbrück?
Hinter der alten und extrem schlichten Fassade von bo-alternativ.de ist in den letzten Monaten ein beachtliches Hightech-Projekt entwickelt worden. Ausgangsgedanke war dabei, dass bo-alternativ.de vor sieben Jahren inhaltlich als Weblog konzipiert wurde, bevor sich die entsprechende Technik hierfür verbreitet hat. Nun wurde die inzwischen recht ausgereifte Blog-Technologie für bo-alternativ.de weiterentwickelt. Dieses „up-date“ bietet für die redaktionelle Arbeit – aber vor allem für die LeserInnen ziemlich spannende neue Möglichkeiten. An diesem Abend wird bo-alternativ.de auf das neue System umgestellt und die Neuerungen der Öffentlichkeit präsentiert. Anschließend wird das ganze in der Entflammbar gefeiert.
Im Rahmen der Reihe zur Erinnerung an den spanischen Bürgerkrieg zeigt das endstation.kino im Bahnhof Langendreer am Donnerstag, den 5.10 um 19.30 Uhr und am Sonntag, den 8.10. um 17.30 Uhr den Spielfilm „Land and Freedom“ von Ken Loach. George Orwells Augenzeugenbericht „Mein Katalonien“ inspirierte Ken Loach zu diesem ebenso engagierten wi?e bitteren Drama über revolutionäre Ideale und ihr Scheitern an stalinistischer Ideologie. Der Film gewann 1995 denEuropäischen Filmpreis Felix, in Cannes den Preis der Internationalen Filmkritik und diverse andere Filmpreise.
Die Handlung spielt 1936: David, ein arbeitloser junger Mann, verlässt seine Heimatstadt Liverpool, um gegen Francos Faschismus zu kämpfen. Er schließt sich einer Gruppe der revolutionären Miliz an und erlebt an der Front die Wirren des Krieges. Wegen einer Verletzung nach Barcelona zurückverlegt, fühlt sich David hin- und her gerissen zwischen seiner Loyalität zur kommunistischen Partei und seiner Liebe zur Milizionärin Blanca.
Die Soziale Liste Bochum fordert die Rückgabe der von Opel nicht mehr benötigten Flächen an die Stadt Bochum: „Bei der Ansiedlung des Autobauers vor 46 Jahren wurden dem Konzern drei große Flächen baureif und zu einem symbolischen Preis übergeben. Der Sozialen Liste Bochum liegen entsprechende Dokumente vor, die die enorme Subvention der Opel-Ansiedlung belegen.
Insgesamt wurde die Opel-Ansiedlung von der Stadt Bochum und dem Land NRW mit 230 Mio. DM gefördert. Weitere Millionen steuerten die Bundesbahn und die VEW bei. So hat die Stadt Bochum die vorzeitige Stilllegung der Zeche Bruchstraße mit einer Entschädigung von 12 Mio. DM finanziert. Weiterhin übernahm die Stadt Bochum den Abbruch der Zechen Dannenbaum und Bruchstraße und die Baureifmachung der Flächen. Ebenso wurden Hausbesitzer entschädigt und deren Häuser abgerissen sowie große landwirtschaftlich genutzte Flächen angekauft und baureif gemacht. Allein für den Ankauf und die Baureifmachung von 165 ha Fläche hat die Stadt Bochum insgesamt 13 Mio. DM aufgewandt, der Opel AG aber für 3,3 Mio. DM überlassen. mehr…
Die IG Bau schreibt: „Es ist der Auftakt für einen heißen Herbst: Am 21. Oktober geht die IG BAU Bochum-Dortmund gegen ungerechte Reformen auf die Straße. ‚Ob Gesundheitsreform oder Rente mit 67 – wenn wir nicht aufpassen, müssen wir bald von einem Unsozial-Staat sprechen‘, befürchtet Carsten Kuttnik, Bezirksgeschäftsführer der IG BAU Bochum-Dortmund. Gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften wolle man unter dem Motto ‚Das geht besser – aber nicht von alleine‘ daher am 21. Oktober in Dortmund bei einer gemeinsamen Protestaktion Flagge zeigen und Druck auf die Regierung ausüben. mehr…