Bei der heutigen Pressemitteilung des Netzwerks bürgernahe Stadtentwicklung geht es aus aktuellem Anlass wieder einmal um die Zukunft des Hiltroper Feldes: »In der Sitzung des Ausschusses für Planung und Grundstücke am 05.10.2021 steht mal wieder der Bebauungsplan Nr. 1005 – „Dietrich-Benking-Straße Ost“ auf der Tagesordnung.
Zu der Veranstaltung „Infokrieg“, die am Montag, 11. Oktober, um 18:30 Uhr im Bahnhof Langendreer stattfindet, schreibt der Bahnhof: »In sozialen Netzwerken versuchen verschiedenste Akteur*innen ihre Botschaft an Frau und Mann zu bringen. Hierbei geht es häufig nicht um einen konstruktiven Diskurs, sondern um eine Art von Infokrieg. Auch wenn viel Akteur*innen hier mitmischen, hat sich doch die Neue Rechte besonders im Krieg der Sozialen Medien hervorgetan.
Am Donnerstag startet im Kino Endstation der türkische Spielfilm Ghosts (türkische Originalsprache mit deutschen Untertiteln). Aus der Ankündigung des Kinos: »In Istanbul entfaltet sich ein Tag am Rande eines landesweiten Stromausfalls mit vier Charakteren: eine Mutter, deren Sohn im Gefängnis sitzt, eine junge Frau, die sich dem Tanzen verschrieben hat, eine Aktivistin und Künstlerin sowie ein gerissener Mittelsmann, alle in einem Viertel, das sich mitten im Prozess der Gentrifizierung in Richtung „Neue Türkei“ befindet.
von Heike Jackler Einmal im Monat bin ich Teil der Critical Mass, der kritischen Masse. Als mich ein Freund im vorletzten Sommer einlud, doch auch mal dabei zu sein, wenn ein Haufen Fahrradverrückter gemeinsam durch Bochums Straßen fährt, sagte ich spontan zu. Und habe seitdem keine Fahrt verpasst.
Die Antifaschistische Linke Bochum ruft am Samstag, den 16. Oktober um 14 Uhr vor dem Rathaus zu einer Gedenkdemo „In Erinnerung an Josef Anton Gera“ auf: »Am Sonntag, den 17. Oktober 2021, jährt sich der Todestag von Josef Anton Gera zum 24. Mal. Der Bochumer wurde in der 1990er Jahren Opfer eines schwulenfeindlichen Mordes durch Nazis. Am Abend des 14. Oktober 1997 kam der 59-jährige Rentner mit einigen Personen zu einem gemeinsamen Umtrunk auf dem Brachgelände der Firma Krupp nahe der Alleestraße zusammen.
Volkshochschule und VVN-BdA bieten am Sonntag, den 10.10. einen Stadtrundgang zum Thema „Bochum im Faschismus“ an: »Die Übergabe der politischen Macht an die faschistische Regierung und ihre Folgen, Massenaufmärsche und Propaganda, Gleichschaltung und Terror, Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner, der Bochumer Jüdinnen und Juden und anderer Personengruppen, lassen sich am Schicksal einzelner Menschen und im Alltag einer Stadt an vielen Orten erfahrbar machen. Beim Rundgang durch die Bochumer Innenstadt soll ein Einblick gegeben werden, was Alltag unterm „Hakenkreuz“ für die Menschen, die hier lebten, bedeutete.
Die Garten-Initiative Stadt Park Garten macht gemeinsam mit der Garten-AG der Anne-Frank-Realschule am 9.10. von 9 bis 15 Uhr eine Pflanzentauschbörse am Schulzentrum Gerthe, Heinrichstraße 2. Auch Saatgut kann getauscht werden. Der zum Anlass schreibt die Initiative: »Das Schulzentrum in Gerthe wird in naher Zukunft umgebaut. Der Gebäudeteil der Naturwissenschaften, inkl. der Räume der Garten AG wird als erstes weichen müssen. Daher suchen die Pflanzen der AG ein neues Zuhause.
Am Donnerstag, den 7.10. um 18:30 Uhr bietet die Volkshochschule eine Veranstaltung an zum Thema „Kulturpolitik, Sprache und Vereine als Orte rechter Aktivitä“t: »Kultur und Sprache stellen in den Augen vieler rechter Denker*innen wichtige Felder im politischen Kampf dar. Für sie geht es nicht nur um einen Wechsel politischer Verhältnisse, sondern um eine Verwurzelung ihrer Ideologie in der Gesellschaft.
Zum heutigen Tag des Flüchtlings fordert der Flüchtlingsrat NRW von der nordrhein-westfälischen Landesregierung und der künftigen Bundesregierung eine menschen- und völkerrechtskonforme Flüchtlingspolitik und erklärt: »2021 markiert nicht nur den Beginn einer neuen Legislaturperiode im Bundestag. In diesem Jahr begehen wir auch das 70-jährige Jubiläum der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK). Verabschiedet angesichts der massiven Fluchtbewegungen infolge des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs, ist die Konvention bis heute eine unverzichtbare Grundlage des internationalen Flüchtlingsschutzes. Jedoch wird sie von Bund und Land nur unvollständig umgesetzt.
Die bodo Redaktion schreibt über ihre Neue Ausgabe: »Eine Bochumer Nachwuchsschauspielerin des Jahres, ein Emmy-Preisträger aus Herne, eine ausgezeichnete Essener Buchautorin, moderierte Wildnis in Dortmund, ein Bochumer Obdachloser protokolliert seinen Tag, ein Blick hinter die Mauern von Abschiebegefängnissen, eine Einladung zum Tag der Armut: „Kommt zu Tisch!“. Die neue Ausgabe des Straßenmagazins erscheint am 1. Oktober.
Am Samstag, den 09.10. eröffnet der Bahnhof Langendreer den Audiowalk „Einsteigen bitte – eine Audioreise durch Geschichte und Gegenwart des Bahnhof Langendreer“. Anlass ist der Bahnhof Langendreer dieses Jahr sein 35-jähriges Jubiläum als soziokulturelles Zentrum feiert.
Oberbürgermeister und Bezirksbürgermeister des Bezirks Südwest suchen Bürgernähe. Für Samstag haben sie zu einem Spaziergang eingeladen. Darüber freut sich das „Netzwerk für bürgernahe Stadteintwicklung“.
Herr Bachmann und seine Klasse (offizieller Trailer)
Das endstation.kino zeigt am Sonntag, den 3. Oktober um 11 Uhr in Kooperation mit der GEW Bochum den Film Herr Bachmann und seine Klasse. Für GEW-Mitglieder ist der Eintritt kostenlos. Nach dem Film sind alle Zuschauenden auf ein Glas Sekt eingeladen und es besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch. Über den Film schreibt das endstation.kino: »Lehrer Bachmann und seine Klasse 6b. Eine Klasse von Zwölf- bis Vierzehnjährigen. Die Eingangsstufe einer Gesamtschule. Alle Leistungsstufen sind noch in einem Klassenverband vereint. Am Ende des Schuljahres erfolgt die Teilung in drei Schulzweige.
Die WAZ hatte am 27. 9. berichtet: „Im Zusammenhang mit der Schießerei vor einer ehemaligen Gaststätte in Kornharpen hat die Polizei nun auf Nachfrage bestätigt, dass sich in Bochum ein neuer Rockerclub niedergelassen hat“. Auf Indymedia wird jetzt über Hintergründe berichtet: »Das neue Chapter des Outlaws MC in Bochum hat beste Kontakte und personelle Überschneidungen zu Dortmunder Neonazi-Strukturen. Männlichkeitskult, Gewalt gegen Menschen, Menschenverachtung und die Selbststilisierung als „Gesetzesbrecher“ sind verbindende Elemente. Seit dem 29.08.2021, also genau seit einem Monat besteht das neue „prospective Chapter Bochum“ der Rockergang Outlaws MC (OMC) in Bochum mit ihrem Rocker-Club in Bochum-Kornharpen. Der Outlaws MC gehört neben Hells Angels, Bandidos und Gremium aufgrund von Drogenkriminalität, Zwangsprostitution und Menschenhandel zu den polizeilich relevanten Rockergruppierungen, den sogenannten „Outlaw Motorcycle Gangs“.« Zum Indymedia-Artikel.
Das Kommunale Integrationszentrum und der Kinder- und Jugendring laden Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren zu einem Malwettbewerb zum Thema „Vielfalt“ ein: »Mit dem Motto „Du bist wie ich – nur so schön anders“ werden die Kinder aufgefordert, einen Blick auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrem Lebensumfeld zu werfen und diese Entdeckungen in einem Bild auf Papier zu bringen. Als „Werkzeug“ erhalten alle Kinder, die am Malwettbewerb teilnehmen, eine Packung Buntstifte.
Das Bochumer Friedensplenum lädt gemeinsam mit der Seebrücke und der örtlichen DFG-VK am Mittwoch, den 6. Oktober um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einem Vortrag und anschließender Diskussion zum Thema „Klima und Krieg“ ein. Referentin ist Jacqueline Andres von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) in Tübingen. Rüstung und Militär verschwenden enorme Summen, sie destabilisieren mit ihren Waffenexporten andere Länder, führen mit Kriegseinsätzen zu Tod, Verletzung, Flucht und Vertreibung, sie vergiften mit militärischen Bedrohungen die Beziehungen zwischen Ländern und können mit ihren atomgestützten High-Tech-Waffen alles Leben auf der Erde vernichten. Dass die Militärapparate aber auch zu den größten Verursachern des menschengemachten Klimawandels gehören, ist weniger bekannt. Über diesen Punkt, der die Friedens- und die Klimabewegung verbindet, hat Jacqueline Andres für IMI Studien verfasst. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bahnhof Langendreer statt.
Ab Donnerstag, den 30.10. zeigt das endstationKino das Politdrama Curveball und schreibt über den Film: »Fesselnd, absurd, so ernsthaft wie komisch hat Regisseur Johannes Naber mit den Ereignissen um Rafid Alwan, Deckname ,Curveball‘, ein Politdrama verfilmt, das groteske Züge trägt. Doch so unglaublich die Geschichte auch klingen mag: Sie ist wahr. Leider.
Die Omas gegen Rechts Bochum & West haben gemeinsam mit dem Theater Löwenherz unter der Regie von Hendrik Becker ein Theaterprojekt zum Thema Alltagsrassismus entwickelt mit dem Titel: „Alt sein heißt nicht stumm sein! Alltagsrassismus – eine theatralische Spurensuche“ Die Premiere ist am Mittwoch, den 06.10. um 19.00 Uhr in der Quartiershalle der KoFabrik, Stühmeyerstraße 33.
Am Dienstag, den 05.10., um 19.00 laden der Bahnhof Langendreer, das Literaturbüro Ruhr und der Ringlokschuppen Ruhr zur Comic-Lesung „Bruchlinien – 3 Episoden zum NSU“ in den Bahnhof (große Halle) ein. Anschließend wird im Kino-Café eine Ausstellung mit einem Kapitel aus dem Buch eröffnet. Zu Gast ist die Mit-Autorin des Comics Anne König, die Passagen aus dem Comic vorstellt und im Gespräch über Hintergründe und Entstehungsprozess berichten wird.
Am Samstag, den 02.10., wird die Initiative für einen RadEntscheid am ganzen Tag an vielen verschiedenen Stellen in Bochum mit mobilen Sammelständen vor Ort sein. Sammelaktionen gibt es zum Beispiel auf der Springorum-Trasse, der Lothringen-Trasse, in der Einkaufszone (Kortumstraße/Bongardstraße), auf dem Wochenmarkt (Buddenbergplatz), im Bermudadreieck oder in Langendreer. Dazu kommen Aktionen, die an diesem Tag von den Unterstützer:innen selbstorganisiert werden:
Die Malerin und Illustratorin Wibke Brandes zeigt Porträts auf Leinwand und Papier. Die Vernissage ist am Freitag, den 1. Oktober von 18 – 20 Uhr im Atelierhaus der Gruppe Elf in der Velsstr. 19 in Altenbochum. In der Einladung heißt es: »Hierbei geht es nicht um eine fotorealistische Abbildung, sondern eher um die Stimmung, ein Gefühl, eine Geschichte. Mal dient ihr eine Vorlage zur genauen Betrachtung, mal ist ein Bild nur Impuls, ein flüchtiger Eindruck der Person.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) schreibt: »Sich endlich wieder in Präsenz zu begegnen ist auch für Verbände und Organisationen ein Grund zur Freude sowie Signal für das Zurückkehren zu ihren Aktivitäten. So auch für die GEW Bochum, die sich gestern, 27.9.2021 im dritten Anlauf zu ihrer Jahreshauptversammlung traf.
Ella - ein Dokufilm gegen die Lügen von Polizei und Justiz (Trailer)
Am Freitag, den 1. Oktober lädt das offene Antifa-Café im Sozialen Zentrum zur Uraufführung des Dokumentarfilms „Ella – seit 10 Monaten in Haft“ ein: »Falsche Polizeiaussagen und ein erschreckendes Gerichtsurteil: Seit 10 Monaten sitzt die Klimaaktivistin „Ella“ deswegen in Untersuchungshaft. Mit einem Dokumentarfilm, der am 1. Oktober an vielen Orten im ganzen Land uraufgeführt wird, wollen Unterstützer*innen die Vorwürfe gegen die junge Frau widerlegen. Im Juni hatte das Amtsgericht Alsfeld die bis heute nicht identifizierte Klimaaktivistin aus dem Dannenröder Wald zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Der Film belegt, dass und wie Beamte im Zeugenstand logen und wie die Staatsanwaltschaft ihre Klage auf Fälschungen aufbaute.
Am Sonntag, dem 03.10. um 15 Uhr lädt das Theater Traumbaum zur Vorstellung des Stücks „Märzstürme an der brennenden Ruhr 1920“ ein: »Es setzt sich mit der Frage Identität und politisches Engagement auseinander. Erstaunlicher Weise wird Identität meistens über Herkunft definiert. Wenn man Menschen aus dem Ruhrgebiet fragt, was ihre Ruhrgebietsidentität ausmacht, reichen die Antworten von schwarz-gelb, blau-weiß, über Currywurst bis zum Steigerlied. Sie könnte aber auch lauten: Wir sind die, die damals unsere erste Demokratie gerettet haben.
Die Bochumer Bundestagsabgeordnete Der Linken Sevim Dagdelen erklärt: »Ich freue mich, meine politische Arbeit im 20. Deutschen Bundestag fortsetzen zu können. Gleichzeitig muss es jetzt darum gehen, die schwere Wahlniederlage der Partei Die Linke sorgfältig aufzuarbeiten. Das Wahlergebnis ist mit 4,9 Prozent für Die Linke historisch schlecht. Hundertausende Menschen, die Die Linke noch 2017 gewählt hatten, haben sich ins Nicht-Wähler-Lager verabschiedet. Mit dem Kurs auf eine bedingungslose Regierungswilligkeit wurden die falschen Signale gesetzt.
Träum weiter! Sehnsucht nach Veränderung (2020) HD-Trailer, deutsch
Das EndstationKino zeigt ab Donnerstag den 30. 10. „Träum weiter! Sehnsucht nach Veränderung“ und schreibt über den Film: »Rund drei Jahre hat Dokumentarfilmer Valentin Thurn (Taste the Waste) die Protagonist:innen für seinen neuen Film begleitet. Dabei ging der Autor und Regisseur der Frage nach, wie Menschen, die ihrem Alltagstrott entfliehen wollen, den Spruch „Lebe deinen Traum!“ mit Sinn erfüllen und in die Tat umsetzen.
Bei der gestrigen Bundestagswahl erhielten in Bochum die im Bundestag vertretenen Parteien folgende Prozentanteile (in Klammern 2017): SPD 33,8 (30,7), CDU 19,1 (24,9), Grüne 18,7 (8,4), FDP 9,3 (10,7), Linke 5,2 (10,1), AfD 7,2 (10,5). Im Wahlkreis Bochum 1 erhielten die Grünen (20,0) mehr Stimmen als die CDU (19,4). Die Linke halbierte ihr Ergebnis. Die AfD verlor ein Drittel ihrer Stimmen und setzt ihren Abwärtstrend fort. Die SPD holte das zweit schlechteste Nachkriegs-Ergebnis. Bis 2005 lag ihr Stimmenanteil über 50 Prozent. Die aktuellen Wahlergebnisse auf der Webseite der Stadt Bochum.
Montag 27.09.21, 07:21 Uhr
700 Jahre Bochum: z. B. das Bürgerbegehren gegen den Stadtbadabriss
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu den in Erinnerung an unterschiedliche Versuche von Bürgerbeteiligung in Bochum vom Netzwerk gestarteten Veranstaltungen im Bochumer Jubiläumsjahr: »Das Stadtjubiläum „700 Jahre Bochum“ ist letzten Samstag mit dem „Tag des offenen Rathauses“ mehr oder weniger offiziell beendet worden. Das groß angekündigte StadtPicknick, dem die Bochumer*innen ausweislich der zahlreichen Anmeldungen entgegen gefiebert haben dürften, ist mit Verweis auf Covid19 leider abgesagt worden. Vielleicht wird es im nächsten Jahr nachgeholt.
Am Sonntag, den 3. Oktober findet ab 13 Uhr im Sozialen Zentrum wieder das vegane DIY-Picknik statt. In der Einladdung heißt es: »Wir schlemmen nach dem DIY (Do It Yourself) – Prinzip: Bringt mit, worauf Ihr Lust habt, für euch und für alle anderen! So entsteht ein großes Buffet. Egal ob süß oder herzhaft, warm oder kalt – alles ist erlaubt, Hauptsache es ist vegan. Wir freuen trotz widriger Bedingungen auf einen tollen Nachmittag mit euch!!!
Die Initiative EssBo zeigt am Donnerstag, den 30.9. um 18 Uhr den Film „Die Strategie der krummen Gurken (2013, R: Luciano Ibarra, Sylvain Darou). Die Veranstaltung findet statt im Ladenlokal am Dr.-Ruer-Platz 3, das EssBo in den nächsten Wochen nutzen kann. Anschließend wird zu einem Gespräch eingeladen zum Thema „Wie funktioniert eine Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi)? Ein Modell auch für Bochum?“ mit Dinah Bronner, SoLaWi Bochum (in Gründung) und Britta Meier (EssBo!). Im der Einladung heißt es: »Die GartenCoop Freiburg setzt ein erfolgreiches Modell solidarischer Landwirtschaft um.
Hi, wir sind heute hier unter dem Motto Allefürsklima, und damit erzähle ich euch nichts neues – denn das Klima geht uns alle an, ob wir wollen oder nicht. Während Hochwasser, Dürren und Stürme immer häufiger und heftiger werden, führen wir immer noch Diskussionen darüber, wie weit wir den Kohleausstieg noch nach hinten verschieben können, und ob Erdgas nicht doch eine tolle und innovative Technologie ist. Natürlich – Ausstieg aus der Kohle hier, Ausstieg aus dem Verbrenner da – das klingt nach viel Veränderung. Doch die Zeit, dass wir dem Klimawandel mit Mini-Schritten begegnen können, wäre vor 30 Jahren gewesen.
Wir sind mit dem RadEntscheid heute hier natürlich mit beim Klimastreik dabei, weil eins völlig klar ist: Klimagerechtigkeit geht nicht ohne Verkehrswende in den Städten -eben auch hier in Bochum. Wir haben die Initiative letztes Jahr gegründet, weil wir eine politische Entscheidung in der Stadt erwirken wollen: Eine politische Entscheidung für den kompletten Ausbau sicherer Radinfrastruktur in Bochum. Es geht nicht mehr nur darum, kleine Mängel zu beseitigen. Es geht um genau diese Verkehrswende, die hier längst überfällig ist. Es ist ein Unding, dass Radfahren wahlweise nur als touristische oder reine Freizeitaktivität angesehen wird oder als persönliches Risiko, dass man eben eingehen muss, wenn man sich dummerweise dafür entscheidet Alltagswege mit dem Rad zurückzulegen.