In der Realisierung des ‚Haus des Wissens‘ sieht das ‚Netzwerk Stadt für alle‘ eine große Chance für die Neubelebung der Bochumer Innenstadt und schreibt: »Das ‚Haus des Wissens‘ kann mit der Zusammenarbeit der Institutionen VHS, Stadtbücherei und UniverCity ein Lern- und Begegnungsort werden, der einen öffentlichen Raum nicht nur für Bildung und Kreativität, sondern auch für demokratische Teilhabe bereitstellt. Das ‚Haus des Wissens‘ kann im besten Sinne ein ‚Dritter Ort‘ werden.
Das Kommunale Integrationszentrum und der Kinder- und Jugendring laden am Donnerstag, 25. November 2021 um 18.00 Uhr zur Demokratiekonferenz ins Falkenheim, Akademiestraße 69 ein, „um einen Austausch über die Erfahrungen mit den Projekten zu ermöglichen, die 2020 / 2021 im Rahmen des Bundesprogramms ‚Demokratie leben‘ gefördert worden sind und um Ideen für neue Projekte zu entwickeln“: »Die Bochumer Kinderbuchautorin Andrea Behnke wird zu Beginn der Konferenz ihr Buch „Die Verknöpften“ vorstellen und Auszüge aus dem Roman lesen.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung lädt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt im Rahmen der Reihe „Rückblick auf 40 Jahre Bürgerbeteiligung in Bochum“ ein zur Erinnerung an das Ende des Heusnerviertels vor 35 Jahren.
am Donnerstag, 18.11.2021 von 13.00 bis 15.00 Uhr im Kulturhaus Thealozzi, Café (unter Einhaltung der 3G-Regel)
In der Mitteilung heisst es :
„Widerstand gegen die Westtangente – Abriss des Heusnerviertels vor 35 Jahren
Früh morgens am 20.11.1986 bewegt sich eine endlos erscheinende Kolonne von Polizei-Mannschaftswagen mit Blaulicht, aber ohne Martinshorn über die Kohlenstraße. Ziel ist das Heusnerviertel. Die Besetzung des Viertels durch rund 300 Polizeikräften steht kurz bevor. Der schon lange geplante Abriss der letzten besetzten Häuser wird dann bis zum nächsten Tag andauern.
Datum: 18. Dezember 2021 , Uhrzeit: 19 Uhr Ort: Soziales Zentrum Bochum, Josephstraße 2 in 44791 Bochum
Das INKOTA Netzwerk schreibt: »Ab dem 24. November gehen wir auf Filmtour und zeigen die Dokumentation The New Corporation in fünf Städten. Diese zeigt eindrücklich, wie sich die politische und gesellschaftliche Macht der Konzerne in den letzten zwanzig Jahren entwickelt hat. Unternehmen haben längst das Thema Nachhaltigkeit für sich entdeckt: Der Diskurs der „sozialen Unternehmensverantwortung“ ist allgegenwärtig – während Großkonzerne gleichzeitig immer weiter zur Verschärfung der Klimakrise beitragen.
»Viel Applaus erhielt die Theatergruppe der OMAS GEGEN RECHTS Bochum & West bei ihrer zweiten ausgebuchten Vorstellung „Alt sein heißt nicht stumm sein – Alltagsrassismus- eine theatrale Spurensuche“ unter der Regie von Hendrik Becker in der KoFabrik in Bochum. Wegen großer Nachfrage wird es zwei weitere Aufführungen am 19.01. und 20.01.2022 geben «
Mobfer-f, Mobbing unter Schüler/innen, eine Theater Traumbaum Produktion
Theater Traumbaum präsentiert auch am kommenden Sonntag wieder eine Jugendvorstellung. Dieses Mal ist Mobbing unter Schüler:innen das Thema und das Theater schreibt dazu: »“Mobfer -f “ bringt am Sonntag, dem 21.11. um 15.oo Uhr zwei gestrandete Außenseiter auf die Bühne im Theater Traumbaum, Lothringer Str. 36c , 44805 Bochum.
Die Kampagne RadEntscheid läuft erfolgreich auf das Ende zu. Das erforderliche Quorum ist schon lange erreicht. Die Initiative RadEntscheid teilt mit, wie es jetzt weitergeht: »In der letzten Novemberwoche endet die Unterschriften-Kampagne der Initiative für einen RadEntscheid. Die Initiative hat bereits mehr als 16.000 Unterschriften gesammelt. Es wird erwartet, dass in den nächsten zwei Woche noch etliche weitere Listen von den Sammelorten und Unterstützer:innen eintreffen.
Die Internet-Domain bo-alternativ inklusive Inhalt gehört seit einigen Tagen dem eingetragenen Verein „bo-alternativ“. Bereits im Januar dieses Jahres hatte sich die Redaktion erheblich vergrößert. Die redaktionelle Verantwortung für das Internetportal wechselt täglich. Einigen Leser:innen ist aufgefallen, dass Schreibstil und Seitenlayout stärker variieren. Das soll so bleiben. Damit ist bo-alternativ redaktionell ganz gut aufgestellt, auch wenn die Zusammensetzung möglichst bald jünger und weniger männlich sein sollte.
Ende Gelände lädt am Samstag, 20.11. lädt zu Klimaquiz und Austausch im Sozialen Zentrum ein: »Wann fand der erste Klimagipfel statt? Welches Erdölunternehmen ist dreister?
In dieser Woche läuft noch bis Sonntag das 29. blicke filmfestival des ruhrgebiets im Kino Endstation und wird mit einer Sonntagsmatinée (inkl. Frühstück) am 21.11. abgeschlossen (Tickets unter). Danach geht es dann weiter mit dem regulären Filmprogramm, unter anderem mit der Dokumentation Route 4. Dazu Kino Endstation: »Am Mi. 24.11. findet um 18:00 Uhr mit Vorstellung der Dokumentation Route 4 eine Veranstaltung mit Filmgespräch von und mit Sea-Eye Bochum bei uns statt.
In seiner heutigen Pressemitteilung kann der Bahnhof Langendreer eine freudige Nachricht verkünden: »Die WDR Jazzpreisträger*innen 2022 stehen fest. Das soziokulturelle Zentrum Bahnhof Langendreer in Bochum erhält den Ehrenpreis für die Verbindung von Kultur mit gesellschaftspolitischen Inhalten. Neben dem Bahnhof Langendreer erhalten den Jazzpreis des WDR die Saxofonistin Theresia Philipp, der Schlagzeuger Achim Krämer und der Bağlamaspieler Kemal Dinç. Der Nachwuchspreis geht an das Big Band-Projekt des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums Kempen.
Im Rahmen der Anne Frank Kulturwochen gastieren am Samstag, den 20. November um 20 Uhr Paul Hoorn und Freunde im Bochumer Kulturrat. „Shir ha shirim, Lied der Lieder, Cantar de los cantares – Lieder des Widerstandes gegen den Faschismus aus Deutschland und Lateinamerika“ nennen sie ihr Programm. Der Kulturrat schreibt: »„Liebe ist stärker als der Tod“ – Gedenken an die Pogromnacht in Deutschland vor 81 Jahren. Dieses Programm versammelt Lieder aus den jüdischen Ghettos in Vilna und Krakow, aus Chile, Argentinien und Cuba, den Mauthausen-Zyklus von Mikis Theodorakis und das Lied von der Moldau von Bertolt Brecht und Hanns Eisler.
Die Linke Bochum hat turnusmäßig einen neuen Kreisvorstand gewählt. Die bisherigen Kreissprecher:innen Wiebke Köllner und Amid Rabieh waren nicht erneut angetreten. Beide wollen sich in Zukunft stärker ihrer politischen Arbeit im Landesvorstand der Partei widmen. Das neue Sprecherduo der Bochumer Linken bilden die gelernte Bürokauffrau Mehtap Yildirim und der Ökonom Moritz Müller. Beide betonten in ihren Bewerbungsreden die schwierige Lage für die Partei nach dem bundesweit schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl.
Animal Rights Watch (ARIWA) ruft am Samstag, den 20. November von 14:00 bis 18:00 Uhr zu einer Aktion in der Huestraße auf: »Obwohl es in Deutschland keine „Pelztier“- Farmen mehr gibt, wird hier immer noch Pelz in großen Mengen verarbeitet und verkauft. Unter anderem auch im Modehaus „von Drathen“. Mit einer Protestaktion vor der Filiale in Bochum werden wir das Elend und Leid anprangern, welches die Pelzindustrie für Tiere, Menschen und Umwelt verursacht.
Die Volkshochschule (VHS) lädt am Donnerstag, den 18. November von 17 bis 18.30 Uhr im Clubraum zu einer Lesung der Bochumer Kinder- und Jugendbuchautorin Andrea Behnke ein: »Sie liest aus ihrem Kinderroman „Die Verknöpften“. Die Lesung eignet sich für Groß und Klein: für Kinder ab zehn Jahren und Familien. Willkommen sind aber alle, die sich für den Holocaust in Bochum aus Kindersicht interessieren. Andrea Behnke begibt sich in ihrem neuen Roman auf die Spuren der jüdischen Schule in Bochum und deren Lehrerin Else Hirsch.
Die Linksfraktion berichtet von der Ratssitzung am Donnerstag: SPD und Grüne sind sich treu geblieben: Gegen unsere Stimmen haben sie auf der Ratssitzung am 11. November einen unsozialen Haushalt für das Jahr 2022 verabschiedet. Unsere Vorschläge wurden in den Beratungen allesamt abgelehnt. Für ein 365-Euro-Ticket, die überbezirkliche Bekämpfung von Sanierungsstau, ein Angebot zur Schulsozialarbeit an allen Bochumer Schulen und eine angemessene Bezahlung der Tageseltern war aus Sicht der Koalition angeblich kein Geld da. An anderen Stellen wird dagegen das Geld rausgehauen, wie bei der Finanzierung der Verluste des klimaschädlichen Trianel-Kohlekraftwerks Lünen mit inzwischen mehr als 87 Millionen Euro.
Die Seebrücke Bochum ruft gemeinsam mit Seebrücke-Lokalgruppen aus ganz NRW zur Teilnahme an einer Demonstration am Sonntag in Köln auf, die auf die Situation von Flüchtenden im belarussisch-polnischen Grenzgebiet aufmerksam machen soll: „Seit Wochen ist die Situation im belarussisch-polnischen Grenzgebiet katastrophal. Menschen, die über Belarus versuchen in die EU zu fliehen, werden systematisch aus Polen zurück in eine militärisch abgeriegelte Pufferzone gedrängt und dort festgehalten. Sie sind schutzlos Kälte, Nässe und Hunger ausgeliefert. Laut Hilfsorganisationen sind bereits bis zu 200 Menschen gestorben, teils nach gewaltsamen Pushbacks von polnischen Grenzsoldat*innen. Für schutzsuchende Menschen gibt es weder ein Vor noch ein Zurück, Hilfsorganisationen und Presse wird der Weg zum Grenzgebiet versperrt.“
Am heutige Freitag wurde kurz nach 10 Uhr der im Bochumer Polizeipräsidium eingesperrte Klimaaktivist aus dem Gewahrsam entlassen. Die Mahnwache wurde inzwischen abgebaut und die noch vorhandene Gegenstände in das Soziale Zentrum an der Josephstraße gebracht. Diese können dort abgeholt werden. Fridays for Future schreibt: „Freudig wurde heute der letzte gefangene Klimaaktivist in Empfang genommen! Damit sind alle Aktivisti frei und die Mahnwache vorm Polizeipräsidium beendet. Es wurde gezeigt: Kein Mensch ist allein im Kampf für Klimagerechtigkeit. Wir sind solidarisch mit anderen Aktivisti, egal ob bei FFF, EG, XR oder anderen Gruppen, die sich für Klimagerechtigkeit einsetzen.“ Der freigelassene Klimaaktivist: „Eine riesige Umarmung an alle. Ihr wart Hammer! Hier wird keine:r allein gelassen!!“ Sein Dank ging an alle Unterstützer:innen und Supporter:innen, die diese Mahnwache von Sonntag bis Freitag rund um die Uhr ermöglicht haben.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu dem im Rat am 11.11.2021 beschlossenen Rahmenplan zum Bäderkonzept: »Die rot-grüne Koalition im Bochumer Stadtrat hat in der Sitzung am 11.11.2021 ihren Eckpunkteplan zum Bäderkonzept durchgebracht. Folgt der Aufsichtsrat der Wasserwelten Bochum GmbH den Empfehlungen, droht dem Freibadebereich in Langendreer 2022 das Aus. Die Grünen im Bezirk Ost haben bereits vor der Ratssitzung die Bevölkerung in Langendreer zum Widerstand aufgerufen.
An den nächsten drei Donnerstagen lädt die Initiative Nordbahnhof um 18 Uhr in ihrem Versammlungsraum, Ostring 15 zu einer Vortragsreihe zum Thema „400 Jahre jüdisches Leben in Bochum“ ein. Am 18. 11. referiert Ingrid Wölk über „Die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Bochum von den Anfängen bis zur Weimarer Republik“. Es folgt am 25. 11. Hubert Schneider zum Thema „Die Jüdische Gemeinde Bochum in de NS- und Nachkriegszeit“. Zum Abschluss am 2. Dezember berichtet Michael Rosenkranz über „Jüdisches Leben in Bochum heute“. In der Erläuterung der Vortragsreihe heißt es:
Die 29. Ausgabe von blicke – filmfestival des ruhrgebiets startet am Mittwoch, den 17.11.21 und widmet sich fünf Tage lang dem filmischen Schaffen im Ruhrgebiet und über die Region hinaus – in diesem Jahr wieder mit Publikum und Gästen im endstation.kino in Bochum-Langendreer. Das Festival ist eine 3G-Veranstaltung. Alle Programminfos auf: www.blicke.org. Neben dem Wettbewerb mit den Sektionen ein-blicke und aus-blicke findet ein umfangsreiches Rahmenprogramm statt, darunter die folgenden Veranstaltungen:
Am kommenden Sonntag,14. November, lädt der ADFC Bochum zu einer „sportlichen“ Fahrrad-Tagestour ein, die überwiegend über Bahntrassen- und Flussradwege führt: »Von Bochum geht es über Hattingen, Wuppertal, Kettwig und Essen zurück nach Bochum. Die Länge der Tour beträgt etwa 120 Kilometer; ca. 1.100 Höhenmeter werden überwunden. Der Treffpunkt ist um 9 Uhr am Umweltzentrum Bochum, Alsenstraße 27; die Rückkehr wird gegen 18 Uhr erwartet. Die Teilnehmer*innen werden gebeten, ausreichend Getränke für sich selbst und Beiträge für ein gemeinsames Picknick mitzubringen („alles für alle“).
Das Ensemble des Schauspielhaus Bochum wird in diesem Jahr zur Weihnachtszeit erneut Spenden für Bochumer Geflüchteten-Initiativen sammeln und erklärt: »Dafür werden ab dem ersten Advent bis Jahresende zwei Schauspieler*innen nach jeder Vorstellung am Theaterausgang ein goldenes Tuch aufspannen, in das Zuschauer*innen eine Geldspende legen können. Bei der Aktion, die 2020 Pandemie-bedingt ausfallen musste, wurden in den vergangenen Jahren jeweils mehrere Tausend Euro für einen guten Zweck gesammelt.
Seit Sonntag sitzen KlimaaktivistInnen, darunter auch von Fridays for Future, Ende Gelände und Extinction Rebellion in einer Mahnwache vor dem Bochumer Polizeipräsidium. Der Anlass ist die Festnahme einiger KlimaaktivistInnen, die vermutlich am vergangenen Freitag die Kohlezufuhr zum Kraftwerk Neurath blockiert haben.
Mehr Demokratie hinterm Werkstor: Beschäftigte, die sich in Bochum über schlechte Arbeitsbedingungen ärgern, sollen sich stärker um ihre Interessen kümmern – und die Betriebsratswahlen im kommenden Jahr nutzen. Dazu ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss Gaststätten (NGG) auf.
Corona, Flutkatastrophe, Klimawandel & die geplante Haushaltspolitik der neuen Bundesregierung
Wir hinterfragen alte und neue Mythen um die Staatsverschuldung: „Man kann nicht mehr ausgeben als man einnimmt“, „Wir leben auf Kosten unserer Enkel“, „Von den Corona Hilfen haben alle profitiert“, „Für die Erreichung der Klimaziele müssen alle den Gürtel enger schnallen“ u.ä.
Was ist dran? Was spricht dagegen? Welche Rolle spielt die Inflation für die Staatsverschuldung und wie soll das alles mit Schuldenbremse und ohne Steuererhöhung eigentlich gehen? Mit welchen Grausamkeiten müssen wir rechnen und was können wir dagegen tun?
Vortrag & Diskussion mit Stephan Kaufmann, Wirtschaftsjournalist &Sachbuchautor
Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) nimmt die Veröffentlichung der aktuellen „Mitte-Studie“ zum Anlass für eine Veranstaltung, in der die Verbreitung rechter Einstellungen in der Gesellschaft unter die Lupe genommen werden soll. In der Ankündigung der FES heißt es: »Die Pandemie mit ihren Auswüchsen in oft rechtspopulistischen und antisemitischen Verschwörungsmythen zeigt wieder einmal sehr deutlich: Krisen sind ein Einfallstor für demokratiefeindliche Kräfte in unserer Gesellschaft.
Wie bereits berichtet wurden 2 Klimaktivist:innen in der GESA (Gefangenensammelstelle) im Polizeipräsidium festgehalten. Eine UP (Unbekannte Person) weibl. wurde inzwischen freigelassen, aber eine UP männl. sitzt weiterhin in der Zelle, evtl. bis Freitag spät nachts.
Wurde anfangs die Weiterleitung von Briefen, Lebensmitteln und warmer Kleidung an die Gefangenen durch die wachhabenden Beamt:innen verhindert (es soll Äußerungen gegeben haben wie: „die sind hier, um darüber nachzudenken, was sie falsch gemacht haben“ oder „sind wir hier die Postzustellung?“) ist dies zum Teil inzwischen möglich. Es gab wohl auch schon eine Rückmeldung des Gefangenen.
Die Antifa 4630 berichtet: »In der Nacht vom 9. auf den 10. November jährte sich zum 83. Mal die sogenannte „Reichspogromnacht“, in der 1938 deutschlandweit Geschäfte jüdischer Besitzer:innen geplündert und zerstört, sowie Synagogen verwüstet und in Brand gesteckt wurden. Zahlreiche Jüdinnen und Juden kamen in dieser Nacht gewaltsam ums Leben. Die „Reichspogromnacht“ gilt in der historischen Forschung als das Ereignis, das den Wendepunkt einleitete von der schon jahrelang praktizierten Diskriminierung gegen den jüdischen Teil der Bevölkerung, hin zu offener Verfolgung, Terror und letztlich der Vernichtung des europäischen Judentums.
Der Haushalt der Stadt Bochum steht zur Abstimmung und kündigt an den Haushalt abzulehnen und begründet dies damit, „dass die Rathaus-Koalition aus SPD und Grünen in den vergangenen Monaten alle Anträge der Linken abgelehnt hat, die den Haushalt sozialer und ökologischer gemacht hätten.“ „Dieser Haushalt ist schlecht für das Klima in unserer Stadt – für die Umwelt und für das soziale Miteinander“, kritisiert Horst Hohmeier, Fraktionsvorsitzender der Bochumer Linken im Rat. „Als Linksfraktion lehnen wir diesen Weiter-So-Haushalt ab. Er stellt nicht die notwendigen Weichen für einen sozialen und ökologischen Politikwechsel. Es wird nicht genug in Kita-Plätze, den Erhalt der Schwimmbäder und in den Neubau von Radwegen investiert. Ebenfalls schlimm:
Das Kuratorium „Stelen der Erinnerung“ berichtet über die alljährliche Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht in Wattenscheid, die gestern gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde durchgeführt wurde: »Neu war, dass diesmal auch die Bezirksvertretung Wattenscheid als Mitausrichterin dabei war und sich auch Schülerinnen und Schüler der „Märkischen Schule“ am Programm beteiligten. Nach dem schon traditionellen Singen des Liedes „Die Moorsoldaten“ begrüßten Kuratoriumsvorsitzender Felix Oekentorp und sein Stellvertreter Christoph Nitsch die zahlreichen VeranstaltungsteilnehmerInnen.
Die Bochumer Linksfraktion fordert einen eindeutigen Beschluss zum Erhalt aller Hallen- und Freibäder in unserer Stadt: »Nötig wird das, weil die SPD und die Grünen einen Dringlichkeitsantrag vorgelegt haben, der die Schließung von Freibädern an einigen Standorten ermöglicht und für Langendreer sogar ankündigt. „Der Frieden in der rot-grünen Koalition soll offensichtlich mit einem Kahlschlag bei den Freibädern und mit einem Schlupfloch für das endgültige Aus des Hallenfreibades in Höntrop teuer erkauft werden“, kritisiert Horst Hohmeier, Fraktionsvorsitzender der Bochumer Linken im Rat.
Guten Tag alle zusammen, es freut mich sehr, dass so viele Menschen erschienen sind!
In der Nacht vom 12. auf den 13. Oktober wurde in Witten Annen ein 9 Meter langer und 2 Meter hoher Schriftzug “Türken raus“ ein Hakenkreuz, SS- Runen und ein NSU 2.0 geschrieben. Zwar wurde dies direkt am Folgetag von der Hausverwaltung überstrichen, jedoch wurde darauf in der Nacht wieder ein Hakenkreuz an eben diese Wand gemalt, was wiederum erneut überstrichen wurde. In diesem Häuserkomplex wohnen viele Menschen mit Migrationshintergrund, aus Polen, Kasachstan, Russland, Syrien und der Türkei. Das Graffiti wurde direkt unter das Fenster einer Familie gemalt, die aus der Türkei kommt. Andere türkische Nachbarn, die untereinander gut miteinander vernetzt sind, sagen, dass die Familie große Angst hat.
Der Rat der Stadt Bochum wird auf seiner Sitzung am 8. Dezember voraussichtlich die Verlängerung und Ausweitung des kommunalen Modernisierungsprogramms beschließen. Der Bochumer Mieterverein kommentiert dieses Vorhaben: »Im Rahmen des Programms sollen Eigentümer einen Zuschuss von maximal 25 % der Kosten für Modernisierungsmaßnahmen bei mindestens 10 Jahre alten Mehrfamilienhäuserm erhalten. Durch die Ausweitung des bisher auf Haupteinfallstraßen in die Bochumer Innenstadt begrenzten Programms soll künftig das gesamte Stadtgebiet als förderfähig gelten.
Die GEW ruft ihre Mitglieder, im Kampf um einen neuen Tarifvertrag der Länder, Donnerstag zum Warnstreik auf. In ihrer heutigen Pressemitteilung heißt es dazu: »Beim Warnstreik am kommenden Donnerstag, 11. November in Dortmund beteiligen sich auch Gewerkschafter*innen aus Bochum. Die Bildungsgewerkschaft GEW NRW hat ihre tarifbeschäftigten Mitglieder im Regierungsbezirk Arnsberg zum Warnstreik aufgerufen. Unter dem Motto „#DASGEWINNENWIR“ beteiligen sie sich an einem Demonstrationszug und der Kundgebung.