Jena Samura (sie/keins) ist freie Bildungsreferentin und Journalistin. Ihre Schwerpunktthemen sind Koloniale Geschlechterkonstruktionen & Schwarzer Feminismus. In ihrem Vortrag wirft sie einen Blick auf das theoretische Konzept „Intersektionalität“ sowie die damit zusammenhängende Geschichte des Schwarzen Feminismus.
Die intersektionale Perspektive veranschaulicht, dass sich Formen der Unterdrückung und Benachteiligung auf Grund von Geschlecht, Rasse, Alter, Klasse, Ability oder Sexualität nicht einfach aneinanderreihen lassen, sondern in ihren Verschränkungen und Wechselwirkungen Bedeutung bekommen. Nach einem Input wird es Raum für Fragen und Diskussion geben. Der Zoom Link wird am Tag der Veranstaltung hier zu finden sein. (Veranstalter: Furore Bochum)
Jedes Jahr gehen Frauen am 08. März auf die Straße, um für Gleichberechtigung und gegen sexualisierte Gewalt zu demonstrieren. Offiziell ins Leben gerufen wurde der Internationale Frauentag 1910 auf der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen – dank des Einsatzes von Clara Zetkin und Käte Duncker. Seit 100 Jahren – seit 1921 – wird der Weltfrauentag, am 8. März begangen, um an den 8. März 1917 zu erinnern, an dem in Russland Frauentagsdemonstrationen den Auftakt zu einer massiven Streikwelle im ganzen Land gegeben hatten.
Unter den Nationalsozialisten wurde der internationale Frauentag verboten – stattdessen wurde der Muttertag zum Feiertag – und er wurde in der BRD erst im Zuge der Zweiten Frauenbewegung Ende der 1960er wiederentdeckt. Im Fokus standen bei den Demonstrationen der Protest gegen Gewalt an Frauen, gesellschaftliche Gleichberechtigung und Selbstbestimmung über den eigenen Körper, insbesondere in Bezug auf eine legale Abtreibung.
In letzter Zeit hat der 8. März als Frauenstreik- und Frauenkampftag sehr an Bedeutung gewonnen.
Das Polit-Cafè Azzoncao erinnert an den NATO-Krieg gegen Jugoslawien: »Schon 1999, anlässlich der NATO-Luftschläge im Kosovo-Krieg und der sich wandelnden Politik der SPD und Grünen unter dem Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer, hagelte es Kritik an den Wendehälsen der Grünen. (Von der SPD war man die Umfallpartie ja seit dem WK I gewöhnt.) Auch die Antifagruppe „die kleinen Strolche“ beteiligte sich an der anti-militaristischen Kritik. Eines ihrer Mitglieder führte die Friedensdemo vom 27. März 1999 vor das Grünen- und SPD-Büro, hielt bei den Grünen eine Rede und erhielt für Eierwürfe gegen die Fassade des Gebäudes eine Strafanzeige.
In dieser Woche wurde vor dem Schauspielhaus Bochum der neue Stolperstein für Dr. Hans Buxbaum verlegt – als Ersatz für den Stolperstein, der im Dez. 2021 mit einem Fehler in der Inschrift verlegt worden war. Die letzte Zeile des neuen Steines lautet nunmehr: „Flucht 1938 England“. Zum Beitrag vom 19.12.2021: „Erinnern an Hans Buxbaum“
Am Sonntag den 13. März zeigt das Endstation.Kino um 11 Uhr die neue Dokumentation »Goldene Morgenröte. Unser aller Angelegenheit« der griechischen Filmemacherin Angélique Kourounis. Vor fünf Jahren wurde ihr Film »Goldene Morgenröte. Eine persönliche Angelegenheit« vielfach ausgezeichnet. Nun aktualisiert und vervollkommnet sie mit dem neuen Film ihre Recherche und Dokumentation über die nazistische Partei aus Griechenland. Sie und ihr Assistent Thomas Iacobi werden am kommenden Sonntag anwesend sein und sich an der anschließenden Diskussion beteiligen.
Die Initiative Nordbahnhof Bochum lädt am Sonntag, den 13.03. um 11.00 Uhr und 13.30 Uhr zu szenischen Lesungen zum Nordbahnhof Bochum als Erinnerungsort an die Deportationen 1938 bis 1942: »Der Nordbahnhof Bochum ist einer der Orte, von denen Deportationen ausgingen. An diesem authentischen Ort geben wir in einer szenischen Lesung deportierten Menschen aus Bochum eine Stimme. Bei den gelesenen Texten handelt es sich um zeitgenössische Quellen und spätere Erinnerungen von Überlebenden. Der Bogen der Texte spannt sich von der sogenannten „Polen-Aktion“ Ende Oktober 1938, in deren Verlauf 17.000 polnische Jüdinnen und Juden aus dem Deutschen Reich nach Polen abgeschoben wurden, bis zu den drei großen Deportationen nach Riga, Zamość und Theresienstadt 1942.
Die Linksfraktion berichtet in ihrem Newsletter über die Ratssitzung am Donnerstag u. a. : »Der Erhalt des Freibades in Langendreer und des Hallen- und Freibades in Höntrop konnte auch nicht durch zwei sehr erfolgreiche Petitionen und Eingaben im Rat durch die Bürger:innen erreicht werden. Wir standen und stehen an der Seite der Menschen in den Bezirken und in ganz Bochum, die weiter für ihre Schwimmbäder kämpfen. SPD und Grüne sollten ihnen endlich zuhören.
Christina Seidenstücker (Foto) hat als Vertreterin der Bürgerinitiative zum Erhalt des Freibades in Langendreer auf der Ratssitzung am Donnerstag u. a. gesagt: »Die Bochumer Bürger*innen fühlen sich durch Ihre Ratsentscheidung im vergangenen November nicht informiert, nicht mitgenommen und in weiten Teilen sogar hintergangen. Sie sind empört darüber, dass Sie eine solch weitreichende Entscheidung während der Pandemiezeit ohne Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung in dieser Geschwindigkeit durch diesen Rat hier gedrückt haben. Sie fühlen sich hinters Licht geführt, denn immer noch verbreiten einige von Ihnen, alle Bäderstandorte würden erhalten bleiben. Diese Aussage ist eine Lüge: Ein geschlossenes Freibad ist ein verlorener Freibadstandort – da hilft auch keine Urbanblue- Färberei.« Die vollständige Rede im Wortlaut:
Verdi kündigt für Dienstag einen Streik an: »Mit einer Streikkundgebung am 8. März ab 9:30 Uhr auf dem Rathausvorplatz in Bochum reagieren die Beschäftigten der Stadt Bochum in den Sozial- und Erziehungsberufen auf die ablehnende Haltung der Arbeitgeberseite in der ersten Verhandlungsrunde am letzten Freitag. Die Arbeitgeber erkennen nach wie vor die brisante Situation in den Einrichtungen nicht an. Mangelhafte Arbeitsbedingungen, nicht an-gemessene Gehälter zeichnen ein Bild starker Fluktuation und ein sich zuspitzender Fachkräftemangel. Daher fordere verdi in den Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 330.000 Beschäftigten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit.
In der anhaltenden Debatte um die von der rotgrünen Koalition im Bochumer Rathaus ins Spiel gebrachten Freigabe von Parkwegen für Radfahrer:innen hat sich die Bochumer Radwende zu Wort gemeldet. Sie fordert zu rücksichtsvollem Verhalten aller Verkehrsteilnehmer:innen auf, fordert aber auch getrennte Fuß und Radwege.
»Endlich können wir ab 7. März 2022 um 17:00 das Begegnungs- und Sprach-Cafe lysA an der Rottstraße 30 in Bochum wieder öffnen!« teilen die Organisator:innen mit!
»Hier bieten wir die Möglichkeit Grundlagen der deutschen Sprache zu erlernen (aber auch anders herum die fremden Sprachen), Beratung bei Hausaufgaben aus den Sprachkursen oder einfach gemeinsames Reden zum Verbessern der Sprachkompetenz. Unterstützt werden wir hierbei von Ehrenamtlichen.
Auf ihrer Homepage kündigt das Zeitmaultheater 3 Veranstaltungen an, deren Eintrittsspende der Gesellschaft Bochum-Donezk e.V. für Hilfslieferungen in die Ukraine zugute kommen:
Das Bochumer Friedensplenum berichtet auf seiner Webseite von der gestrigen Kundgebung »Nein zum Krieg – Rückkehr zu Frieden und Völkerrecht!« auf dem Dr.-Ruer-Platz mit geschätzten 400 Teilnehmenden. Es sprachen der Theologe Prof. Günter Brakelmann, Stefan Marx vom DGB Ruhr Mark, Felix Oekentorp für die DFG-VK und Sevim Dagdelen, MdB, von der Partei „Die Linke“: »Zum Auftakt der Kundgebung mahnte Prof. Günter Brakelmann in seiner beeindruckenden Rede, dass auch ein konventioneller Krieg millionenfach elenden Tod bedeutet, und fragte, ob ein Krieg, der in einen atomaren übergehen kann, überhaupt zu verantworten sei. Wenn schon konventionelle Rüstung in der Lage ist, die Welt zwei- bis dreifach zu zerstören, wofür sei dann noch weitere Aufrüstung nötig.«
(MIV :: Motorisierter Individual- Verkehr) Februar’22 Steigerung auf ganzer Linie: 582 Blechkisten mehr als im Januar.
Laut Pressemitteilung der Stadt Bochum: >>In Bochum waren im Januar insgesamt 262.262.726 Fahrzeuge aller Klassen gemeldet. Das sind 582 mehr als im Januar ‚ 22 und 4.751 mehr als im Februar 2021. Der PKW-Bestand stieg um 507 auf insgesamt 210.998. Die Zahl der zugelassenen PKW stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3.443 . Außerdem sind 11.628 E-Hybrid-Fahrzeuge in Bochum gemeldet, 280 mehr als im Vormonat. Die Zahl der echten Elektrofahrzeuge erhöhte sich im Februar um 112 und liegt bei 3.556. Im Februar 2021 waren es 1544.<<
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu dem bisherigen Verlauf der Räumungsarbeiten „Am Ruhrort“:
>>Was weg ist, muss nicht mehr kontrolliert werden!
Die Bürgerinitiative „Grabeland Am Ruhrort“ hat für Donnerstag den 03.03.2022 um 14.00 Uhr eine Kundgebung am RuhrCongress vor der Ratssitzung angemeldet, weil die bereits vor Aufnahme der Räumungsarbeiten geäußerten Befürchtungen, beim Abriss der Hütten könnten Asbestfasern frei gesetzt werden, bestärkt worden sind. Im Grabeland sind zahlreiche Lauben mit Welleternit-Platten gedeckt. Am 21. und 22.02.2022 hat die Investorin Wilma lmmobilien-Gruppe (Wilma) durch eine Fremdfirma bereits mehrere Lauben mit dem Bagger einreißen lassen. Dächer sind hierbei zerbrochen worden. Beim Brechen von Eternitplatten lösen sich gefährliche Asbestfasern, die sich über die Luft in die Umgebung verteilen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei den im Grabeland bereits erfolgten Abrissarbeiten Eternitplatten zerstört und Asbestfasern freigesetzt worden sind.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu dem vom Rat empfohlenen Aus für die Freibadebereiche in Langendreer und Höntrop:
>>Keine Entscheidung zu den Freibädern ohne vorherige Bürgerbeteiligung!
Die rot-grüne Koalition im Bochumer Stadtrat hat in der Sitzung am 11.11.2021 mit ihrem Eckpunkteplan zum Bäderkonzept dem Aufsichtsrat der WasserWelten Bochum GmbH u.a. das „Aus für die Freibadebereiche in Höntrop und Langendreer“ empfohlen – und das ohne die Bevölkerung vor Ort zuvor hierzu auch nur informiert oder sogar befragt zu haben.
Am 09.03. um 18h zeigt Kino endstation gemeinsam mit „Stadt für Alle“ den Film „Start Wearing Purple“ . Für die Vorstellung werden die Filmemacher:innen für ein Gespräch im endstation.kino zu Gast sein. Eintritt gegen Spende.
>>Fünf Berliner:innen mit verschiedensten Hintergründen und Lebensgeschichten finden sich zwischen fast zweitausend engagierten Menschen wieder, um gemeinsam für die gleiche Sache zu kämpfen.
Die neue März-Bodo ist da , mit diesen Themen : >>In der März-Ausgabe erzählt Krimistar Jo Nesbø vom Klettern, der Jazzer Achim Krämer von der Kunst der Improvisation und Bands von Aniyo Kore bis Daily Thompson über den Rockstandort Dortmund. Die Historikerin Gabriele Unverfehrt blickt mit uns zurück in die Zeit, als neben den Ruhrgebietszechen Heilbäder öffneten. Und zum Ende des zweiten Corona-Winters haben uns Menschen ohne Wohnung von ihrer Situation auf der Straße berichtet.
Währenddessen schauen auch wir mit großer Sorge in die Ukraine. Die Invasion von Wladimir Putins Armee ist ein Bruch des Völkerrechts und verursacht Tod, Zerstörung, Leid und zwingt, neben denen, die schon aus den umkämpften östlichen Regionen geflohen sind, Hunderttausende mehr zur Flucht.
»Mit der Gründung der ehemaligen Initiative zum Frauenkampftag Bochum (heute: „Furore Bochum. Ein feministisches Kollektiv“) im Herbst 2018 wurde der Grundbaustein für die Feministischen Aktionswochen in Bochum gelegt. Rund um den 8. März 2019, dem internationalen feministischen Kampftag, stellte die Initiative erstmals ein breites Programm auf die Beine, das vielfältige Veranstaltungen zum Themenbereich Feminismus beinhaltete. Seitdem finden die Feministischen Aktionswochen jährlich rund um den 8. März statt und werden mittlerweile von einem großen Bündnis verschiedener lokaler Gruppen, Initiativen und Zusammenschlüssen getragen und gestaltet.
Das Herzstück der Aktionswochen ist jedes Jahr die Demonstration zum internationalen feministischen Kampftag durch die Bochumer Innenstadt.« Um diesen Tag herum gibtes ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm
Aufruf zum feministischen Kampftag 2022
Utopie – ein geläufiger, alltagssprachlicher und dennoch großer und bedeutungsschwerer Begriff. Utopien – das sind Zukunftsentwürfe und Visionen einer besseren Welt, wie sie einmal sein kann oder sein wird. Es ist das schöne Leben für alle in Gleichberechtigung und Selbstbestimmung, das wir uns mithilfe von Utopien ausmalen können. Warum aber von Utopien reden, wenn sie doch allzu weit weg erscheinen und oft eher unrealistisch? Wir wollen das Denken in Utopien wieder auf die Agenda setzen. In einer Welt, in der es immer wieder zu regressiven Backlashs kommt und Bewegungen, deren Ziel es ist, emanzipatorische Errungenschaften zunichte zu machen, immer mehr an Kraft gewinnen, ist es umso wichtiger, das Denken in Utopien nicht aufzugeben. Am Glauben einer besseren Zukunft für alle festzuhalten, diese Zukunft zu gestalten und sie zu erkämpfen, dabei nicht in idealistische und träumerische Hirngespinste abzudriften: das ist der Motor emanzipatorischer Arbeit und aktuell wichtiger denn je.
Theater Traumbaum hat für die Spielzeit Frühjahr 2022 ein besonderes Theater Paket für Schulen geschnürt und startet am 6.3. mit dem Stück Finger & Hut: »Das Theater Traumbaum in der Lothringer Str. 36 c in Bochum Gerthe bietet auch für Schulklassen viele Gelegenheiten, sich anspruchsvolle und gleichzeitig unterhaltende Stücke anzuschauen. Einerseits ist das Schuljahr kurz, andererseits kann Theater auch ein Mittel des externen Lernens sein.
Im Rahmen der Reihe „Menschenrechte mutig schreiben“ führt die Fritz-Bauer-Bibliothek in Kooperation mit der VolkshochschuleMarielle an den kommenden zwei Samstagen Veranstaltungen zu Marielle Franco durch. in der Ankündigung heißt es: »Marielle Franko kann als Todesopfer eines Regimes betrachtet werden oder aber als brasilianische Menschenrechtskämpferin, LGBTQI+ Aktivistin und mutige Politikerin.
Am ersten Termin lernen wir zunächst die Biografie von Marielle Franco kennen, betrachten die historischen Hintergründe und Quellen, vor wir sie im zweiten Termin zu einer mutigen Geschichte verschriftlichen.
Ein Kurs der Volkshochschule Bochum in Kooperation mit der interaktiven Fritz Bauer Bibliothek.«
Anmeldungen telefonisch 0234 /910-1555 oder über die VHS, Kurs-Nr. 13030
Samstag, 5. und 12. März 2022 | 10-13.15 Uhr, 14,- EUR, erm. 9,- EUR
In der heutigen Pressemitteilung des RadEntscheid wird das Scheitern der Verhandlungen mit der SPD um die Umsetzung des Radentscheids festgestellt: »Nach zweieinhalb Monaten intensiver Gespräche wurden die Verhandlungen der RadEntscheid-Initiative mit der SPD-Fraktion nun beiderseitig beendet. Es konnte kein Kompromiss bei den Ausbauzielen – also dem Kernanliegen des Bürgerbegehrens – erreicht werden. Bei der Anzahl an Straßenkilometern, die in den nächsten neun Jahren für den Radverkehr ausgebaut werden sollen, lagen die Vorstellungen zu weit auseinander. Im Bürgerbegehren wird der Ausbau von jährlich acht Straßenkilometern auf den Radialen, dem Innenring und den Hauptverkehrsstraßen („Hauptroutennetz“) und jährlich 12 Straßenkilometern auf allen übrigen Straßen („Ergänzungsnetz“)gefordert. Die SPD-Fraktion wollte sich jedoch maximal auf die Hälfte der geforderten Ausbaukilometer festlegen.
Die Organisato:innen der gestrigen Demonstration gegen den Krieg in der Ukraine berichten: »Als sich heute gegen 17 Uhr immer mehr Menschen vor dem Bochumer Hauptbahnhof sammelten, war noch nicht absehbar, wie viele Menschen es am Ende tatsächlich sein würden. Letztlich ziehen kurz darauf rund 1500 Menschen durch die noch gut besuchte Bochumer Innenstadt und setzen damit trotz kurzfristigen Aufrufs ein starkes Zeichen gegen Krieg und für internationale Solidarität.
Wir nähern uns dem internationlen Frauentag am 8. März und wie jedes Jahr um diese Zeit stellen wir fest, dass das Grundgesetz-Versprechen der Gleichstellung und Gleichbehandlung von Frauen und Männern auch 2022 nicht erfüllt ist. Die Initiative für einen Equal Care Tag am 29.02. (ersatzweise 01.03.) »macht am 29. Februar auf die mangelnde Wertschätzung von Fürsorgearbeit aufmerksam. … Tatsächlich wird 80% der Care-Arbeit in Deutschland von Frauen geleistet – im professionellen, ehrenamtlichen und privaten Bereich. Streng genommen gibt es den Equal Care Day also nur in den Schaltjahren, da Frauen bereits in einem Jahr so viel Care-Arbeit erbringen wie Männer in vier Jahren. Der Gender Care Gap ist also die Großmutter des Gender Pay Gap«
»EQUAL PAY 4.0 – gerechte Bezahlung in der digitalen Arbeitswelt« – das ist das Motto des diesjährigen Equal Pay Tags am 07.03. In der Presseerklärung wird Wert darauf gelegt, dass wir an diesem Tag nicht nur beklagen, dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer, sondern dass die neuen Gefahren, die von der Digitalisierung ausgehen, in den Blick genommen werden. »Zu den Top zehn der wachsenden Berufsfelder in den entwickelten Volkswirtschaften gehören etwa Datenanalyse, KI und Machine-Learning sowie Big Data. Das sind bislang alles männerdominierte Berufe. Technologien, die von männlich dominierten Teams und Unternehmen entwickelt wurden, können also geschlechtsspezifische Vorurteile widerspiegeln.«
Licorice Pizza | Offizieller Trailer deutsch/german HD
Dem Dokumentarfilm Start Wearing People, der am 9.3. im Kino Endstation gezeigt wird und auf die Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ eingeht, werden wir in den nächsten Tagen einen eigenen Beitrag widmen. An dieser Stelle daher die Ankündigung des Kinos zu den anderen Filmen dieser Woche: »Vier Jahre nach seinem Oscar-prämierten Meisterwerk Der seidene Faden kehrt Ausnahmeregisseur Paul Thomas Anderson (The Master, Magnolia) endlich auf die große Leinwand zurück.
Mein Name ist Gisa Knepper und ich bin ein Teil der Bürgerinitiative Das Freibad Langendreer darf nicht baden gehen. Ich freue mich über jeden einzelnen der heute hier ist um mit uns gegen die Schließung des Freibades von Langendreer zu demonstrieren.
Denn wir wollen nicht einfach hinnehmen, dass das Freibad geschlossen wird!
Denn dieses Bad ist ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Für Jung und Alt sowie Familien.
Es ist gut erreichbar und hat ein weitaus größeres Einzugsgebiet als nur den Stadtteil Langendreer.
Es ist bezahlbar und es gibt die Möglichkeit in den Sommerferien den Ferienpasses zu nutzen, wenn es mal nicht in Urlaub geht.
Die VVN-BdA berichtet heute auf ihrer Internetseite über aktuelle antisemitische Vorgänge: »In den letzten Tagen wurden offenbar Straßenschilder von der Arnikastraße und der Ottilie-Schoenewald-Str. aus dem Ehrenfeld abmontiert. Per Zufall entdeckten Mitbürger diese Schilder an einem Parkplatz an der Hiltroper Straße (in der Nähe des VfL-Jugendtrainingslagers und der Werkstatt Constantin WfbM).
Die Beisetzung der langjährigen Mitarbeiterin des Bahhofs Langendreer Dagmar Wolf findet am Freitag, den 4.3. um 13:30, im RuheForst Hagen Philippshöhe statt. Die Redaktion hat – mit Hilfe vom Bahnhof Langendreer sowie ihren Freund:innen und Weggefährt:innen – einige Bilder zusammengetragen, zur Würdigung von Dagmar Wolf und um ein wenig zu helfen, die Trauer über ihren Tod zu bearbeiten.
Die Organisator:innen des Protestes gegen die Schließung des Freibads in Langendreer berichten von der erfolgreichen Aktion: »Dem Aufruf der Bürgerinitiative zum Erhalt des Freibades in Bochum-Langendreer folgten am vergangenen Samstag in eindrucksvoller Weise mehrere hundert Menschen.
Das Bochumer Friedensplenum ruft am Dienstag, den 1. 3. 2022 um 18 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz zu einer Friedenskundgebung auf. Als Rednerinnen und Redner haben bereits zugesagt der Theologe Prof. Günter Brakelmann, die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen, der Sprecher der DFG-VK NRW Felix Oekentorp. Angefragt sind Redebeiträge der Initiative GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität und des Jugendbündnisses gegen den Krieg. Im Aufruf zur Kundgebung heißt es: »Als Bochumer Friedensbewegung sind wir bestürzt über die völkerrechtswidrige Anerkennung der selbsternannten „Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk seitens der russischen Regierung, sowie den darauf folgenden Einmarsch in die Ukraine. Unser Mitgefühl gilt den Menschen vor Ort. Wir fordern Russland auf, die Angriffe auf die Ukraine sofort einzustellen und sämtliche Truppen zurückzuziehen. Krieg darf kein Mittel der Politik sein und ist durch nichts zu rechtfertigen. Wir sagen: Nein zum Krieg!
Unter dem Titel „Heusnerviertel – Porträt eines besetzten Stadtteils 1984 – 1986“ ist ein Buch im Selbstverlag erschienen. Auf rund 220 Seiten mit fast 300 Fotos zeichnet der Verfasser Heiko Koch die Geschichte und den utopischen Gehalt des Heusnerviertels nach. Das Buch ist die Masterthesis des Verfassers aus dem Jahr 2017 und zum Selbstkostenpreis von 20 Euro im Handverkauf zu erhalten.
Die Antifaschistische Linke Bochum ruft für den morgigen Montag um 17 Uhr am Hauptbahnhof zu einer Demonstration auf „Bochum geht auf die Straße gegen den Krieg in der Ukraine“: »Es herrscht Krieg. In der Ukraine müssen Menschen in U-Bahnhöfen und Kellern um ihr Leben fürchten, andere müssen ihr Hab und Gut zurücklassen und ihre Heimat verlassen. Unzählige Menschen sind diesem Krieg bereits zum Opfer gefallen. Die vermeintliche Gewissheit vom Frieden in Europa ist spätestens seit den Annexionen der Krim vor acht Jahren illusorisch. Dieser seit Jahren sowohl von Russland als auch der Nato aufgebaute Konflikt wurde durch den Angriffskrieg Russlands vor einigen Tagen eskaliert. Einmal mehr bewahrheitet sich, dass Chauvinismus, Nationalismus und Imperialismus geradewegs zu Krieg und Elend führen.
Zu Beginn der Kundgebung der Verschwörungsgläubigen sah es am Samstag um 15 Uhr (Foto) ganz gut aus. Nur 60 Teilnehmer:innen und eben so viele Polizeibeamt:innen erlebten den Auftakt. Auf der Gegendemonstration versammelten sich ca. 200 Menschen. Bei der anschließenden Demonstration der „Querdenker:innen“ steigerte sich die Zahl der Mitläufer:innen allerdings auf ca. 300.