Oder auch: Wie verhindern wir den Systemkollaps? Unter diesem Motto stand die Auftakt-Podiumsdiskussion des 2. bundesweiten Mietenstopp-Gipfels, der an diesem Wochenende im Bahnhof Langendreer stattfindet. Zwei Stunden lang diskutierten „prominente“ Teilnehmer:innen des Gipfels vor und mit über 50 Zuschauer:innen, wie die seit Jahren steigenden Mieten endlich in den Griff zu kriegen sind.
Bochum erwartet ein wichtiges mietpolitisches Wochenende. André Juffern, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbunds NRW, bezeichnete Bochum bereits als „Hauptstadt des Mieterschutzes“. Da ist zum einen der Mietenstopp-Gipfel im Bahnhof Langendreer von Freitag bis Sonntag, zum anderen die NoVonovia Aktionstage.
Das gesamte Programm kann hier nachgelesen werden. mehr…
Die Stadtverwaltung hat die langen angekündigten Planungen zum Umbau des Vorbehaltsstraßennetzes veröffentlicht. Von diesen Planungen hängt ab, inwieweit Tempo-30 eingerichtet werden kann, denn auf Vorbehaltsstraßen ist die Anordnung von Tempo 30 nur in Ausnahmefällen möglich. Die Radwende hat einiges an Kritik an den geplanten Änderungen.
Am kommenden Mittwoch, den 27. April bietet die Kritische Woche der Fachschaft Sozialwissenschaften der Ruhr-Uni zwei Veranstaltungen an. Um 19 Uhr lädt das Offene Antifa Café im Sozialen Zentrum zu einem Vortrag ein zum Thema „Antifeminismus als Scharnier – historischer Überblick und aktuelle Verschränkungen“: »Emanzipatorische Bestrebungen sind seit jeher mit reaktionären Gegenbewegungen konfrontiert. Antifeminismus hängt dabei eng zusammen mit Sexismus und Misogynie und begegnet uns häufig auch im universitären Alltag. Dabei ist es nicht immer leicht, Antifeminismus zu erkennen und dagegen zu handeln. Im Vortrag werfen wir einen Blick darauf, was das Phänomen Antifeminismus ausmacht, in welchem Kontext er erstand, wo er uns heute begegnet und mit welchen Themen er verschränkt ist.«
»Nun ist es mal an der Zeit nichts Neues anzukündigen, sondern einmal kurz zurück zu blicken. Seit September 2021 hat nun das Theater Traumbaum real veranstaltet. In einer außergewöhnlichen Zeit. Einerseits erforderte die durchgängige Pandemielage Besonnenheit, Verantwortungsbewusstsein und natürlich auch konsequent durchgeführte Publikumsbegrenzungen. Andererseits hat das Theater Traumbaum nie gejammert, sondern die Zeit als Herausforderung angenommen. Die Motivation war klar: durchgängig der jungen Generation, Familien und Schulklassen Vieles an Kultur und niveauvoller Unterhaltung bieten zu können.
»Im Laufe der Geschichte haben Flüsse unsere Landschaften und unsere Vorstellungen unserer Welt geformt; sie flossen durch unsere Kulturen und Träume. River, ab Do., 21.04. im endstation.kino, nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch Raum und Zeit. Der Film umspannt sechs Kontinente, nutzt außergewöhnliche zeitgenössische Kinematographie und zeigt Flüsse in einem Ausmaß und aus Perspektiven, die nie zuvor zusehen waren. Durch die Verbindung von Bildern, Musik und einem kargen, poetischen Textbuch entsteht ein Film, der sowohl traumhaft als auch bewegend ist, der die Wildheit und Kraft der Flüsse ehrt, aber auch ihre Verletzlichkeit und ihre Naturgewalt anerkennt und der damit die Verbundenheit von Menschen und Flüssen betont.
RIVER - Trailer OmU German | Deutsch
Mit Texten von Robert Macfarlane (Karte der Wildnis), gesprochen von Willem Dafoe (im OmU) und Musik von Richard Tognetti und dem Australian Chamber Orchestra, sowie von Jonny Greenwood und Radiohead.
In der aktuellen Pressemitteilung nimmt der RadEntscheid Stellung zu dem „Dringlichkeitsbeschluss“ des Rates vom 1.4.: »Die Initiative Radentscheid hat in der vergangenen Woche beschlossen, ihre Kampagne für bessere Radwege in Bochum fortzusetzen, obwohl der Rat der Stadt Bochum das Bürger:innenbegehren am 1.April mit großer Mehrheit für rechtlich unzulässig erklärt hatte. Sie will damit Nachbesserungen an dem von SPD, Grünen, CDU und FDP im Rat der Stadt beschlossenen Dringlichkeitspapier für den Radverkehr erreichen.
Am kommenden Montag und Dienstag stehen insgesamt vier Veranstaltungen auf dem Programm der Kritischen Woche. Sie beginnt mit einem Bezug zu der demokratischen Föderation Nordsyrien: »Der Demokratische Konföderalismus, der auf den drei Säulen Frauenbefreiung, Ökologie und Selbstverwaltung beruht, ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit mit der Gesellschaft und politischer Bildung. Die Menschen organisieren sich in Rätestrukturen, die von unten nach oben aufgebaut sind. Neben den zahlreichen Kommunen für alle möglichen Bereiche des alltäglichen Lebens wird das politische Bewusstsein im Rahmen von Bildungsprogrammen bestärkt.
Vor der Aufführung des Bochumer Karfreitag-Klassikers „Das Leben des Brian“ wurden in diesem Jahr auch die Szenen des Films gezeigt, die dem Final Cut zum Opfer fielen. Die umstrittenste Szene, die entfernt wurde, zeigte den Otto den Nazirener, der Brian sein Suizid-Kommando vorstellt. Hierfür existiert verständlicher Weise keine Synchronisation. Eine Text-Übersetzung ist hier zu finden.
Schön, dass ihr nach Wattenscheid gekommen seid. Wir brauchen dringend Verstärkung. Wir sind nämlich, sagte der FDP-Mann Graf Lambsdorff in der Wochenzeitung Die Zeit die „fünfte Kolonne Wladimir Putins“ und das gleich „politisch und militärisch“. Kennt ihr den Begriff „5. Kolonne“? Den hat der faschistische General Franco geprägt. Er lag 1936 nach seinem Putsch gegen die Republik mit vier Kolonnen vor Madrid und konnte die Stadt zunächst nicht erobern. Da behauptete er, er hätte noch eine 5. Kolonne, also eine Untergrundarmee, in Spaniens Hauptstadt und die werde der ersten demokratisch gewählten Regierung den Garaus machen.
Bei der heutigen Abschlussveranstaltung der Sonntagsetappe des Ostermarsches in Bochum sagte Jochen Bauer vom Vorstand der GEW NRW an Anfang seiner Rede: »Vor einigen Wochen hat Bundeskanzler Scholz im Bundestag verkündet, dass die Bundesregierung 100 Mrd. € in die Bundeswehr investieren werde – ab sofort. Eine Allparteienkoalition, abgesehen von der Linken, brach in Jubelstürme aus! So muss es einst im Reichstag gewesen sein, als man seinerzeit beschlossen hatte, die Risikoflotte aufzubauen, mit deren Hilfe man England in einen Frieden zwingen wollte. Wir alle wissen wo das geendet hat: im Ersten Weltkrieg.« Die Rede im Wortlaut. Mittags hatte der Ostermarsch in Wattenscheid Halt gemacht. Krimi-Autor Reinhard Junge, reflektierte zu Beginn seiner Rede, die Polemik von FDP-Politiker Lambsdorff, der Ostermarschier:innen als 5. Kolonne Putins bezeichnet hatte: »Kennt ihr den Begriff „5. Kolonne“? Den hat der faschistische General Franco geprägt.
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ostermarsch Ruhr,
mein Name ist Jochen Bauer, ich bin Mitglied des Landesvorstandes der GEW und bedanke mich für die Einladung des Bochumer Friedensplenums und das Vertrauen, welches ihr mir entgegenbringt. Ich werde mich kurzfassen, denn es wird anschließend eine moderierte offene Diskussion geben. Mein Kerngeschäft ist die Tarifpolitik und Bildungsfragen. In dieser Zeit erhält der Einsatz für Frieden eine zentrale Bedeutung im Leben eines Gewerkschafters. So hat der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt einmal gesagt: “Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.“
Am Dienstag, 26. April, startet der ADFC zur Frühjahrsradtour an die Ruhr und schreibt dazu: »Start ist um 11:00 Uhr auf dem Buscheyplatz in Querenburg. Die eher gemütliche, etwa 45 Kilometer lange Tour, führt über den RS 1 nach Essen Kray und entlang der Ruhr zurück nach Querenburg. Pausen sind vorgesehen, bitte eigene Verpflegung mitnehmen. Nichtmitglieder des ADFC zahlen einen kleinen Kostenbeitrag von drei Euro. Es wird gebeten, sich per E-Mail anzumelden: albers@adfc-bo.de Weitere Informationen unter www.bochum.adfc.de.«
Am Donnerstag, den 28. 4. findet um 18:00 Uhr im Nordbahnhof, Ostring 15 ein Vortrag von Dr. Hubert Schneider über die Deportationen der jüdischen Bochumer:innen statt. Die Einladung: »Vor 80 Jahren: Das Ende der alten jüdischen Gemeinde in Bochum. Die Deportationen nach Riga, Zamosc und Theresienstadt 1942. Das Jahr 1942 war das mörderischste Jahr des Holocaust und es war daher auch das unheilvollste in der Geschichte der Bochumer Juden. In drei großen Transporten wurden nahezu alle zu diesem Zeitpunkt noch in der Stadt lebenden Juden nach Riga im Baltikum, nach dem im ostpolnischen Generalgouvernement gelegenen Zamosc und ins böhmische Theresienstadt verschleppt.
Judith Schreier promoviert zu autobiographischen Texten dicker FLINTA*-Personen im US-amerikanischen Kontext an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie versteht sich als Fat Aktivistin und gibt seit 2018 regelmäßig Vorträge, Workshops und Interviews über die kulturelle Bedeutung von Dick sein mit einem besonderen Fokus auf die Geschichte der Fat Acceptance Bewegung, um aus dem jahrzehntelangen Schaffen (aktivistische) Schlüsse für heute zu ziehen.
Dicke Menschen erfahren bis heute Diskriminierung und Benachteilungen in allen Lebensbereichen. Die Fat Acceptance Bewegung versucht der Entstehung von Stigmatisierung gegenüber dicken Menschen entgegenzuwirken und somit Diskriminierung abzubauen. Eine feministische Hauptüberzeugung der Bewegung ist dabei, dass Menschen – unabhängig wie dick – Akzeptanz, Wertschätzung und vollständige gesellschaftliche Teilhabe verdienen. Obwohl Menschen aller Gesellschaftsschichten dick sein können, sind besonders Menschen, die Mehrfachdiskriminierungen erfahren, betroffen. Denn der Diskurs über das Dicksein wird gesellschaftlich über mehrere Achsen verhandelt: Gesundheit, Schönheit und Verantwortung. Daraus resultierend sind Frauen und Queers durch die enge Verknüpfung dieser Achsen erhöhter Fettfeindlichkeit ausgesetzt. Zudem hat sich seit den 1990er Jahren aus der Fat Acceptance Bewegung heraus die Body Positivity Bewegung in den sozialen Medien herausbildet. Obwohl eine Öffnung der Thematiken wünschenswert sein könnte, ist heute der Diskurs zwischen Fat Acceptance und Body Positivity geprägt von Ausschlüssen und Zugehörigkeit, kapitalistischer Verwertbarkeit und Ausnutzung der Slogans. (Veranstalter: Furore Bochum)
Es gilt 2G+ (mind 2-fach geimpft oder Genesen + getestet. Auch Selbsttests möglich).
20.04.2022 // 20 Uhr // Zoom: Buchvorstellung: „Wir wissen was wir wollen und was wir tun. Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien“ vom Herausgeber_innenkollektiv des Andrea Wolf Instituts
»Am Sonntag kommt der Ostermarsch nach Bochum. Die Fahrradetappe, die in Essen um 10 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz beginnt, erreicht gegen 13 Uhr Wattenscheid. Dort an der Friedenskirche am August Bebel Platz spricht der Autor Reinhard Junge, sein Thema: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“. Die Fahrradetappe endet gegen 16 Uhr auf dem Konrad-Adenauer-Platz (Bermuda-Dreieck). Redner dort ist Jochen Bauer, Landesvorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Ein Schwerpunkt seiner Rede ist die Frage: „Ist Bochum der nächste Standort für den Cyberkrieg?“
Das VoNO!via-MieterInnenbündnisses lädt am 20.4. um 19 Uhr in der KoFabrik zu einer Veranstaltung ein, die zu einer Demonstration am 23. 4. mobilisiert: »„Wir sind Teil der Lösung“, behauptet die Vonovia, Europas größte Vermieterin, in ihrem Geschäftsbericht 2021. Ihr wirtschaftlicher Erfolg sei Basis für die „Übernahme von Zukunftsverantwortung für die Wohnungsversorgung und den Klimaschutz“. Die Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen sieht das anders.
EPC (EPC PROJEKTGESELLSCHAFT FÜR KLIMA. NACHHALTIGKEIT) und Stadt Bochum laden zum 2. Workshop über den Klimaplan Bochum 2035 ein : >>
wie Sie u.a. bereits durch die Auftaktveranstaltung im Dezember letzten Jahres oder auch im Zusammenhang mit weiteren Klima-Aktivitäten erfahren haben, erarbeitet die Stadt Bochum mit Unterstützung externer Gutachter*innen, unter anderen durch uns – der EPC gGmbH – zurzeit den Klimaplan Bochum 2035. Die Zielvision für das Jahr 2035 ist die klimaneutrale, erneuerbare Schwammstadt Bochum. Die Stärkung der Klimaresilienz gegen die bereits eingetretenen Folgen der Klimakrise ist hierbei ein zentrales Ziel und Handlungsfeld des Klimaplans
Das Satdtteilmanagment Laer informiert und disktuiert über Klimaprobleme – Starkregen :
>>Am 2. Mai 2022 findet von 17:30 bis 19:30 Uhr das vierte Eigentümer*innenforum Laer statt. Das Eigentümer*innenforum ist ein mittlerweile etabliertes Veranstaltungsformat im Rahmen des Stadtumbau Laer / Mark 51°7, das sich insbesondere an Immobilieneigentümer*innen richtet. Die Informationsveranstaltung wird sich mit dem Thema „Starkregen“ beschäftigen, d.h. extreme Wetterereignisse, bei denen in kurzer Zeit ungewöhnlich hohe Mengen Regen fallen. Dr. Marko Siekmann, Leiter der Abteilung Entwässerung des Tiefbauamtes der Stadt Bochum, wird über Starkregenereignisse in Bochum sprechen. … <<
Insgesamt 13 Veranstaltungen stehen in diesem Jahr im Programm der Kritischen Woche Bochum. Den Auftakt macht ver.di am 24.4. im HGB 10 um 16 Uhr. Unter dem Titel „Wie können wir Kämpfe gewinnen?“ am Beispiel der Krankenhausbewegung berichten Aktive der ver.di Jugend der Uniklinik Essen über ihre Erfahrungen. Aus der Ankündigung: »Nach dem erfolgreichen Kampf der Berliner Krankenhausbewegung mit einem 1-Monatigen Streik und Tarifbindungen in sämtlichen Bereichen sind Organizer*innen nun an 6 Unikliniken in NRW dabei, die Menschen zu organisieren und das 100-Tage Ultimatum durchzusetzen.
Am Karfreitag soll wieder – wie es schon Tradition in unserer Stadt ist – der Film „Das Leben des Brian gezeigt werden“. Das widerspricht eigentlich dem Feiertagsgesetz des Landes und so hatte die Bezirksregierung Arnsberg zu befinden. Martin Budich informiert über das Ergebnis: »Die Riff-Bermudahalle in Bochum ist sehr wahrscheinlich der einzige Ort in NRW, an dem am diesjährigen Karfreitag eine von der Bezirksregierung genehmigte* der „Unterhaltung dienende öffentliche Veranstaltung“ stattfindet. Die Initiative Religionsfrei im Revier zeigt den Film „Das Leben des Brian“. Das Feiertagsgesetz NRW verbietet grundsätzlich, dass dieser Streifen an diesem Tag aufgeführt wird. Mehr als 700 weitere Filme stehen auf dem Index.
Einer der Filme in dieser Woche in Kino Endstation nimmt sich unser Gesundheitswesen vor und zeigt, dass es auch um Wohlergehen gehen kann. Die Ankündigung des Kinos zu dem Film: »Vier Sterne Plus statt trüber Krankenhaus-Standard – David-Ruben Thies, Geschäftsführer in Thüringen, hat einen ambitionierten Plan. Er träumt vom Krankenhaus der Zukunft: Ein komfortables Patientenhotel, von Star-Architekten entworfen, mit Bio-Essen und Kaminfeuer – auch für Kassenpatient:innen.
Unter der Überschrift „Das deutsche Watergate“ berichtete die Süddeutsche Zeitung über jahrelanges Ausspionieren der SPD durch die Adenauer-Regierung. Ralf Feldmann nimmt diese Enthüllungen zum Anlass für einen offenen Brief an den Oberbürgermeister und den Rat der Stadt mit der Forderung nach Umbenennung des entsprechenden Platzes in unserer Stadt: »wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, ließ Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik, die SPD, seine demokratische Opposition, fast zehn Jahre lang durch die „Organisation Gehlen“ und nachfolgend durch den Auslandsgeheimdienst BND ausspionieren. Dazu hat der Historiker Klaus-Dietmar Henke nun nicht nur in Akten der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung harte Beweise gefunden. Henke ist Sprecher der unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des BND. Die Forschungsergebnisse sollen im Mai in einem Buch veröffentlicht werden.
Die Bochumer Gruppe der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) ruft zur Teilnahme am Ostermarsch auf: »Der grausame Krieg in der Ukraine steht im Mittelpunkt des diesjährigen Ostermarsches Rhein Ruhr. Krieg fand in den letzten Jahrzehnten weit von Europa entfernt statt, nun tobt er hier, nur wenige hundert Kilometer von Deutschland entfernt. Die Konfrontation zwischen NATO und Russland hatte sich in den letzten Jahren immer weiter aufgebaut, doch mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben viele Menschen auch in der Friedensbewegung so nicht gerechnet. Nun gilt es, das Blutvergießen so schnell wie möglich zu beenden. Je länger der Krieg andauert, desto mehr Opfer fordert es, das liegt auf der Hand. Doch die Wege aus dem Krieg sind umstritten. Die NATO setzt auf Waffenlieferungen an die Ukraine, Sanktionen sollen die russische Regierung unter wirtschaftlichen Druck setzten. Doch letztendlich wird kein Weg an einer Verhandlungslösung vorbeiführen. Anderenfalls droht der Krieg zu eskalieren, kann sich sogar zu einem großen Krieg in Europa mit nicht vorstellbaren Folgen ausweiten.
Dr. Denise Bergold-Caldwell ist wissenschaftliche Referentin des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung der Philipps-Universität Marburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte beziehen sich auf Schwarze feministische Theorie, Dekoloniale Theorien, Black Studies und Kritische Bildungstheorien. (Veranstalter: Furore Bochum)
Der Zoom Link wird am Tag der Veranstaltung hier zu finden sein.
12.04.2022 // 19 Uhr // atelier automatique: Filmvorführung: „Eine flexible Frau“ von Tatjana Touranskyj
Letztes Jahr starb mit Tatjana Touranskyj viel zu früh eine wunderbare Filmproduzentin, Drehbuchschreiberin und Performerin. In Erinnerung an sie – und weil ihre Themen längst nicht auserzählt sind – zeigen wir ihren Film EINE FLEXIBLE FRAU, der 2010 als erster Film der Trilogie „Frauen und Arbeit“ erschienen ist. Der Film war im selben Jahr nominiert für den Teddy Award, den Queer-Film-Award der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin.
Es geht es um das Leben als alleinerziehende Mutter, um die Arbeit im Callcenter, um Alkoholismus, aber auch um die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Emanzipation und als Nebenschauplatz um die Gentrifizierung Berlins.
Die Stadtverwaltung hat ein Konzept für die Funktion und Bewertung der Bochumer Straßen vorgelegt. Sie kündigt ein Beteiligungsverfahren der Bürger:innen an, ohne konkret zu beschreiben, wie das stattfinden soll. Es soll dabei vor allem darum gehen, welche Straßen zum Vorbehaltsstraßennetz gehören sollen und wo Tempo 30 gelten soll. Im Vorbehaltsstraßennetz werden von den Kommunen Vorfahrtsstraßen definiert, die dem Durchgangsverkehr dienen. Die durch Bundesgesetz geregelte Straßenverkehrsordnung sieht vor, dass hier in der Regel eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gilt. Straßen, auf denen Tempo 30 eingeführt werden soll, werden deshalb in dem jetzt eingeleiteten Verfahren aus dem Vorbehaltsstraßennetz raus genommen. Die Verwaltung hat für diese Planung mehrere Vorlagen veröffentlicht:
Wegen der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie ist der Eintritt in die eigene Sammlung und die Wechselausstellungen des Kunstmuseum Bochum derzeit frei. Zur aktuellen Ausstellung heißt es: „Immer wieder haben sich Künstler:innen und Kulturschaffende in der Vergangenheit und Gegenwart gegen Gewalt und Krieg empört. Auch in der Sammlung des Kunstmuseums finden sich Kunstwerke, die diesen Kampf gegen menschenverachtende Kriegstreiberei bezeugen.“ Näheres.
Für das kommende Schuljahr 2022/23 mussten erneut 116 Anmeldungen für die fünften Klassen an den Bochumer Gesamtschulen negativ beschieden wurden. Allein an der Wattenscheider Maria Sibylla Merian-Gesamtschule gab es 42 Abweisungen. Insgesamt haben 233 Kinder keinen Platz an ihrer Wunschschule erhalten. Das sorgt für Kritik bei der Linksfraktion.
Da die Wasserwelten auf ihrer Webseite eine Informationsveranstaltung zur Zukunft des Freibades Langendreer angekündigt hatten, wundert sich die Initiative „Das Freibad Langendreer darf nicht ‚baden‘ gehen!“ darüber, dass sich die über 100 Menschen, die der Einladung gefolgt waren, am 29. 3. plötzlich in einem Workshop für die Gestaltung der Ersatzfläche wiederfanden.
Am Dienstag, 5. April, hat die GEW Bochum Landtagskandidat*innen von CDU, FDP, SPD, Grüne und Linke zur Bildungspolitik auf den Zahn gefühlt und berichtet: »Schüler*innen und Lehrkräfte schilderten Probleme aus einem breiten Themenspektrum, auch die Ruhr-Uni war vertreten.Felix Nickel (Wissenschaftlicher Mitarbeiter RUB) schilderte, wie prekär die Beschäftigungsverhältnisse vor allem durch befristete Verträge im Mittelbau sind. Moritz Oberberg (Grüne) kennt dies aus eigener Erfahrung und tritt dafür ein, Befristungen auf den Bereich der Doktorand*innen zu beschränken.
Die Initiative „Religionsfrei im Revier“ wird nach zwei Jahren Pandemie bedingter Pause am Karfreitag wieder das „Leben des Brian“ zeigen. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr in der RIFF-Bermudahalle am Konrad-Adenauer-Platz in Bochum. Hiermit protestiert die Initiative gegen Bestimmungen des Feiertagsgesetz NRW, die „alle der Unterhaltung dienenden Veranstaltungen“ am Karfreitag bis Samstag früh um 6 Uhr verbieten. Tanzveranstaltungen sind bereits am Donnerstag ab 18 Uhr untersagt.
(*MIV :: Motorisierter Individual- Verkehr) März’22 diesmal nur leichte Steigerung in allen Bereichen: 173 Blechkisten mehr als im Februar.
Laut Pressemitteilung der Stadt Bochum: >>In Bochum waren im März insgesamt 262.899 Fahrzeuge aller Klassen gemeldet. Das sind 173 mehr als im Februar ’22 und 4.000 mehr als im März 2021. Der PKW-Bestand stieg um 43 auf insgesamt 211.041. Die Zahl der zugelassenen PKW stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2.749 . Außerdem sind 11.653 E-Hybrid-Fahrzeuge in Bochum gemeldet, 25 mehr als im Vormonat. Die Zahl der echten Elektrofahrzeuge erhöhte sich im Februar um 106 und liegt bei 3.662. Im März 2021 waren es 2.038.<< Und hier die Zusammenfassung in einer tabellarischen Darstellung:
Bodo e.V. bietet seine Stadttour mit neuem Konzept an : >>Bei der sozialen Stadttour zeigt bodo die Stadt aus der Sicht von Wohnungslosen. * Wie sieht die Stadt aus der Sicht von Menschen aus, die keine eigene Wohnung haben? * Wie verbringen sie ihren Tag? * Wie wird man eigentlich obdachlos ‑ und wie gelingt der Weg von der Straße? Im April startet bodo wieder mit den regelmäßigen sozialen Stadttouren und zeigt Bochum aus Sicht von Wohnungslosen. Los geht es am Samstag, 16. April.
Dem Aufruf zu einer Warnstreikdemonstration des öffentlichen Dienstes im Sozial- und Erziehungsbereich sind heute etwa 1500 Beschäftigte aus dem ver.di-Bezirk Mittleres Ruhrgebiet gefolgt. Auf der Kundgebung vor dem Bochumer Rathaus sprach ver.di Bezirksgeschäftsführer Bernd Dreisbusch die materiellen Sorgen vieler Menschen an und betonte, wie wichtig es in dieser Tarifrunde sei, dass das Ergebnis auch „im Portemonnaie stimme“. Viele Beschäftigte hätten Angst, was die Inflation für ihren zukünftigen Lebensstandart bedeutet. „Wenn Arbeitgeberin und Arbeitgeber mir sagen, dass die öffentlichen Kassen leer sind, dann darf ich fragen, wo kommen denn die 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr so plötzlich und so schnell her?