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Samstag 20.02.21, 21:06 Uhr
Mahnwache am Jahrestag der rassistischen Morde in Hanau

Redebeitrag der F:Antifa Bochum

Wir stehen heute hier, um den Opfern des rassistischen Terroranschlags in Hanau vor einem Jahr zu gedenken. Wir gedenken und trauern um

Gökhan Gültekin,
Sedat Gürbüz,
Said Nesar Hashemi,
Mercedes Kierpacz,
Hamza Kurtović,
Vili Viorel Pãun,
Fatih Saraçoğlu,
Ferhat Unvar,
Kaloyan Velkov

Den Opfern und ihren Familien und Freund*en gilt unsere Anteilnahme und unsere Solidarität. mehr…


Samstag 20.02.21, 21:03 Uhr
Mahnwache am Jahrestag der rassistischen Morde in Hanau

Redebeitrag des offenen antifaschistischen Café Bochum

Am späten Abend des 19.02.20 wurden 9 Menschen durch rassistischen Hass aus dem Leben gerissen. 9 zerstörte Familien und unendliches Leid!
Wir werden

Mercedes Kierpacz
Gökhan Gültekin
Sedat Gürbüz
Said Nesar Hashemi
Hamza Kurtović
Vili Viorel Pãun
Fatih Saraçoğlu
Ferhat Unvar
Kaloyan Velkov

niemals vergessen. mehr…


Sonntag 24.01.21, 16:49 Uhr
Bürgerinitiative ruft zur Demonstration vor dem Rathaus auf:

Grabeland Am Ruhrort erhalten

Die Bürgerinitiative Grabeland Am Ruhrort demonstriert am Dienstag, den 26.1. ab 14.30 Uhr gemeinsam mit dem Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung vor dem Rathaus gegen die Versiegelung der Grabelandfläche Am Ruhrort. Im Aufruf zur Demonstration heißt es: »In Deutschland wird täglich eine Fläche von 82 Fußballfeldern für Bebauung versiegelt. Bochum steht in puncto Flächenversiegelung bundesweit an 9. Stelle. mehr…


Freitag 22.01.21, 09:19 Uhr
update: Stellungnahme von DGB und Ruhrfestspielen

AfD im Ruhrfestspielhaus? 1

Der Intendant des Bochumer Schauspielhauses Johan Simons protestiert heftig gegen die Genehmigung eines AfD-Kreisparteitages durch die Stadt Recklinghausen im Haus der Ruhrfestspiele. Die Nachtkritik berichtet: »In der von Intendant Johan Simons signierten Mitteilung heißt es: „Das Schauspielhaus Bochum sieht mit großer Besorgnis auf die Vorgänge im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen.“ Die Orte für „Kunst und Kultur“ müssten „geschützt werden vor Fremdnutzung rechter Populisten, die in ihren Programmen für die Abschaffung von Kunst und Kultur eintreten, die nicht in ihrem Sinne sind.“ Die Kreiskonferenz sei „ohne Wissen und Zustimmung des Hauptnutzers, der Ruhrfestspiele im Ruhrfestspielhaus“ gestattet worden.« Die Ruhrfestspiele sind traditionell das bedeutendste Kultur-Event des DGB. Stefan Körzell. Mitglied im geschäftsführenden DGB-Bundesvorstand, ist z. B. Aufsichtsratsvorsitzender der Ruhrfestspiele. Der DGB hat sich zu diesem Vorgang bisher nicht öffentlich geäußert. Der Skandal ist von der örtlichen VVN-BdA aufgedeckt worden. Der VVN-Flyer.

mehr…


Donnerstag 21.01.21, 14:41 Uhr
Morgen tritt der Vertrag zum Verbot von Atomwaffen in Kraft

Der Stuhl darf nicht leer bleiben

Wie bereits auf unserer Seite berichtet, findet morgen eine – coronabedingt kleine – Feier auf dem Rathausvorplatz statt, die von IPPNW, DFG-VK und Friedensplenum anlässlich des Inkrafttretens des UN-Vertrages zum Verbot von Atomwaffen statt. Aus diesem Anlass hat auch die Bundestagsabgeordnete der Linken aus Bochum, Sevim Dağdelen, in ihrer heutigen Pressemitteilung erklärt: „Es ist ein außenpolitisches Armutszeugnis, dass die Bundesdesregierung gegen den Willen einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung weiter auf die Drohung mit Atomwaffen und atomare Aufrüstung setzt. Ich freue mich, dass das Bochumer Friedensplenum, IPPNW und DFG-VK mit einer Kunstaktion vor dem Bochumer Rathaus gegen den leeren Stuhl Deutschlands bei der Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages demonstrieren. Der Druck aus den Kommunen wie über die „Mayors for Peace“ ist wichtig und sollte die Bundesregierung – vor allem die SPD – endlich zum Umdenken bewegen. mehr…


Sonntag 06.12.20, 18:44 Uhr
Demonstration "Rise up against Racism" am 5.12.2020 in Bochum

Redebeitrag der Panthifa

Der Mord an George Floyd ist nun ein halbes Jahr her. Er hat weltweit Themen wie den Kampf Schwarzer Menschen und rassistische Polizeigewalt so sichtbar wie noch nie gemacht. Die Welle an Solidarität welche rassifizierten Menschen in diesem Sommer erfuhren war atemberaubend. In kurzer Zeit wurden riesige Demonstrationen organisiert, die auch hier in Deutschland unseren Kampf in diesem System das erste Mal in den medialen Fokus rückten. Die Politik war gezwungen, uns nach all den Jahrzehnten des Schweigens und der Mittäterschaft endlich zuzuhören. Doch so intensiv wie diese Welle, die die Welt traf, auch war. Sie ebbte umso schneller wieder ab. Die regelmäßigen Demonstrationen wurden kleiner und schon nach 1-2 Monaten schien das Thema nicht mehr relevant zu sein. Die Politik wurde aus der Verantwortung gezogen und Akteure wie Seehofer konnten sich ohne jegliche Konsequenzen gegen Studien über Rassismus in der Polizei vehement wehren. Für weiße Deutsche Bürger*innen nahm das Leben wieder einen normalen Lauf.

Doch für uns ging unsere Realität weiter. Für diejenigen, die es vielleicht vergessen haben, fasse ich noch mal zusammen, was unsere Realität ist. Egal ob auf dem Weg zur Schule, Arbeit oder Uni. Wir müssen stetig Angst haben, in Polizeikontrollen zu geraten. Kontrollen, bei welchen wir nie sicher sein können, wie sie für uns enden. Denn die Gewalt der deutschen Polizei gegenüber rassifizierten Menschen ist schon lange kein Geheimnis mehr. Eine Gewalt, die von Prellung durch Fixierung bis hin zu unserem Tod gehen kann.

Der Organisation Death in Costudy. welche seit Anfang der 90er Todesfälle rassifizierter Menschen bei Begegnungen mit den Sicherheitsbehörden sammelt, liegen momentan 178 Todesfälle seit 1990 vor. Davon allein 57 in den letzten 5 Jahren.

57 Menschen. Sie waren Geschwister, Eltern, Cousins, Cousinen, Tanten, Onkel, Freund*innen.

Davon 2 nur einen Steinwurf entfernt in Essen. Michael H. und Adel B.. Der eine wurde wegen einer Ruhestörung ermordet. Der andere wegen eines Selbstmord Versuchs.

Die Polizei in Essen ist bei migrantisch markierten Menschen aus dieser Gegend schon lange berüchtigt, denn zu den 2 bekannten Morden häufen sich etliche Berichte über Körperverletzungen, welche von der Essener Polizei begangen wurden.

Es war für uns also kein Wunder, als vor 2 Monaten rechte Chatgruppen der Mülheimer und Essener Polizei aufgedeckt wurden und es war erst Recht keins, dass letzten Monat erneut Rechte Chatgruppen von Mülheimer und Essener Polizist*innen aufflogen. Doch wo bleibt der Aufschrei, wo bleibt die Veränderung. Spätestens seit diesen Vorfällen müsste auch weißen Bürger*innen klar sein, dass die Polizei eine reale Bedrohung für rassifizierte Menschen darstellt.

Wir fordern euch heute auf, nicht tatenlos so zuzusehen. Hört uns zu steht auf, geht mit uns auf die Straßen und verstärkt unsere Stimmen, so dass sie endlich gehört werden. Denn euer Schweigen gleicht einer Mittäterschaft.

Es kann nicht sein, dass die Menschen, die an meisten unter dieser Polizeigewalt leiden, alleine gegen sie ankämpfen müssen. Wir wollten an dieser Stelle eine Schweige Minute für George Floyd halten. Ich möchte diese Schweige Minute jedoch nicht nur ihm widmen sondern auch all unseren anderen Geschwistern, die durch die Hände von sogenannten Sicherheitsbehörden zu früh aus dem Leben gerissen wurden, all den George Floyds, Breonna Taylors, Tamir Rices, Oury Jallohs, Tonio Mbobdas, Michael Hs, Adel Bs dieser Welt. Wir werden euch nie vergessen! Rest in Power!


Samstag 05.12.20, 21:30 Uhr
Demonstration "Rise up against Racism" am 5.12.2020 in Bochum

Redebeitrag des Revolutionären Jugendbundes

Wir haben uns heute hier versammelt, weil vor 6 Monaten George Floyd von einem rassistischen Polizisten ermordet wurde. Nach diesem ekelhaften Verbrechen des Polizisten war die ganze Welt auf der Straße und hat Solidarität mit den unterdrückten PoC gezeigt, denn Georg Floyd war kein Einzelfall. Die darauffolgende Solidarität der Menschen aus aller Welt gibt mir Hoffnung und es sollte uns allen Hoffnung geben. mehr…


Samstag 05.12.20, 21:25 Uhr
Demonstration "Rise up against Racism" am 5.12.2020 in Bochum

Redebeitrag von „Rise up for Justice Wuppertal“

Rassismus besteht schon lange nicht mehr aus ein paar Sprüchen hier und ein paar Blicken da. Rassismus ist heute im jetzigen System so tief verankert, dass viele es gar nicht mehr bemerken.

Es fängt schon in der Schule an, wenn von Lehrer:innen eine Empfehlung für die weiterführende Schule gegeben wird. Den Kindern wird vorgeworfen, dass ihr Deutsch nicht gut genug sei oder, dass das Gymnasium einfach nichts für sie sei. Es könne ja auch nicht jeder Mensch studieren – was soll denn aus den handwerklichen Berufen werden?

Die Segregation an den Schulen wird vom Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfahlen systematisch durchgeführt. Die sogenannten Standorttypen der Schulen geben an, ob die Schulen gut (Typ 1) oder schlecht (Typ 5) sind. Dabei werden als Typ 1- also „gute“ Schule – die Schulen definiert, die einen niedrigen Anteil von ausländischen Schüler:innen hat und Typ 5 als Schulen mit hohem Anteil von Ausländern.

Rund 41 Prozent der Grundschüler aus Einwandererfamilien werden an „segregierten“ Schulen unterrichtet, an denen mehr als die Hälfte der Schüler einen Migrationshintergrund hat. In Deutschland ist der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und schulischem Erfolg stärker ausgeprägt als in vielen anderen europäischen Staaten. Soziale Unterschiede werden in Deutschland weitervererbt.

Wir als Arbeiterkinder wissen, dass unsere Eltern ihr Leben lang schwere körperliche Arbeit geleistet und lange Stunden geschuftet haben, damit wir angeblich ein einfacheres Leben hier haben. Wie soll das Leben hier aber einfacher gestaltet werden, wenn uns ständig Steine in den Weg gelegt werden? Das Problem des strukturellen Rassismus endet nicht nach der Schule, sondern fängt danach erst recht an. Ob bei der Wohnungssuche oder bei Bewerbungen. Der Name und das Aussehen werden einem ständig zur Last. Dass WIR aber nicht das Problem sind, sondern diese Probleme BEWUSST von der Politik geschaffen werden, rückt dabei oft ins Vergessen.

Dass es klare rechte Strukturen bei der Bundeswehr und bei der Polizei gibt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Trotzdem werden diese Menschen geduldet und sogar vertuscht. Es kann nicht sein, dass wir Rassismus mittlerweile sogar als „normal“ und Gewohnheit empfinden. Rassismus DARF kein Alltagsproblem sein. Und denjenigen, die es zu einem strukturellen Problem machen, sagen wir: Wir werden euer rassistisches System verändern!

Wenn das System Einzelne oder Gruppen von Betroffenen unterdrückt stellen wir uns entschlossen dagegen, genau wie heute. Wenn es versucht, diese Leute zum Schweigen zu bringen, gehen wir organisiert auf die Straßen. Denn nur der solidarische Kampf, Seite an Seite, ist der Weg, der zu einer gerechten Welt führt.


Donnerstag 03.12.20, 17:36 Uhr

Abrüsten statt Aufrüsten

Vom 8. bis 11. Dezember wird der Bundestag den Bundeshaushalt für das Jahr 2021 beraten und beschließen. Die Regierungskoalition will dabei den Militärhaushalt erneut überproportional erhöhen. Unter dem Motto „Abrüsten statt Aufrüsten“ ruft ein breites Bündnis von Organisationen in einem „Frankfurter Appell“ zu einem  bundesweiten Aktionstag für „Abrüstung und neue Entspannungspolitik“ am 5. Dezember auf. Auch in Bochum protestiert eine Reihe von Organisationen gegen die geplanten Rüstungspläne. Das Friedensplenum wird am Samstag ab 11 Uhr angesichts der notwendigen Beschränkung von sozialen Kontakten nur mit einer kleinen Mahnwache gegenüber vom Hauptbahnhof Schilder und Transparente zeigen mit den Forderungen: „Gesundheit statt Rüstung“, „Ärzte statt Atombomber“, „Klimaschutz statt Rüstung“ und „Krieg ist der größte Klimakiller“, „Wohnen statt Drohnen“, „Rente statt Raketen“. Den Aktionstag unterstützen u. a. folgende Organisationen in Bochum mit den folgenden Statements: mehr…


Mittwoch 25.11.20, 20:29 Uhr

Extinction Rebellion: Blockt black friday

Extinction Rebellion Bochum wird am kommenden Freitag zwischen 14.00 und 18.00 Uhr auf der Kortumstraße vor dem Husemannplatz Aktionen zum Black Friday starten und schreibt: »Dies ist wirklich ein schwarzer und damit trauriger Tag – und zwar für uns Konsumenten!!! Die meisten Konsumgüter und Dienstleistungen sind völlig überflüssig und rauben uns höchstens Zeit. Unser Leben ist völlig überfrachtet mit sinnlosem Kram, der uns den Blick auf unsere Mitmenschen und auf unser Bedürfnis nach Sinnstiftung verstellt. Wenn wir einmal mit dieser zerstörerischen Maßlosigkeit aufhören würden, würden wir feststellen, dass wir auf gar nichts verzichten müssten. Im Gegenteil: Wir wären reicher. mehr…


Dienstag 24.11.20, 16:20 Uhr

Lichtverschmutzung und Biodiversität

Am Mittwoch, den 25.11. um 18 Uhr laden die Scientist for Future Bochum zu zwei Online-Vorträgen ein. Zunächst wird Annabell Gurtmann zum Thema „Lichtverschmutzung – Auswirkung auf Flora und Fauna“ referieren: „Was muss sich ändern? Welche Tiere sind betroffen? Warum sind auch Pflanzen betroffen? Und welche Länder sind bereits Vorreiter?“ Weiter geht es mit einen Vortrag von Sofia Tschejevski Zeisig mit dem Titel „Biologische Vielfalt- Biodiversität in der Stadt“: „Biodiversität auf Friedhöfen, in Stadt, Park & Garten ? – Wie und warum helfen, ökologisch wertvolle, urbane Flächen zu schaffen? Und wer überhaupt ist dieser Biodiversität?“ Die Zoom Einwahldaten: Meeting-ID: 955 9900 0577, Passwort: 431772.  https://ruhr-uni-bochum.zoom.us/j/95599000577?pwd=TDhQQUR3UlhhcTBYQnZKNklHZHo5UT09


Dienstag 24.11.20, 13:51 Uhr
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Die IG Metall fordert für Frauen besseren Schutz vor Gewalt

De IG Metall Ruhrgebiet Mitte fordert für Frauen besseren Schutz vor Gewalt: »Häusliche Gewalt ist alltäglich. Die aktuelle Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts (BKA) für 2019 zeigt: Statistisch gesehen ist alle 45 Minuten eine Frau gefährlicher Körperverletzung oder Partnerschaftsgewalt ausgesetzt. Es ist zu befürchten, dass durch die Corona-Pandemie häusliche Gewalt weiter zunimmt. „Diese Zahl ist erschreckend. Es ist wichtig, wachsam zu sein, Betroffene auf Hilfsangebote hinzuweisen und sie zu unterstützen. Wir brauchen aber auch einen deutlichen Ausbau von Schutzräumen. Die Kapazitäten in Frauenhäusern reichen oftmals nicht aus“, sagte Ulrike Hölter, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Ruhrgebiet Mitte aus Anlass des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November. In Deutschland, aber auch weltweit, nimmt häusliche Gewalt zu, so dass die Vereinten Nationen von einer „Schattenpandemie“ sprechen. mehr…


Dienstag 24.11.20, 12:51 Uhr
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

OrangeYourCity

Die Pressestelle der Stadt Bochum weist darauf hin, dass am Mittwoch, den 25. November internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen ist: „Wie eine Statistik des BKA deutlich macht, sind auch in diesem Jahr viele Frauen Opfer von Partnerschaftsgewalt geworden. Demnach wird in Deutschland alle 45 Minuten eine Frau Opfer von Gewalt durch ihren (Ex-)Partner. Auch in Bochum ist Gewalt an Frauen ein wichtiges Thema. Im letzten Jahr kam es im Rahmen von häuslicher Gewalt zu 667 Strafanzeigen, 369 Wohnungsverweisungen, 260 Vermittlungen an die Beratungsstellen und 322 Meldungen an das Jugendamt, weil Kinder im Haushalt lebten.“ mehr…


Freitag 20.11.20, 21:49 Uhr
Das Oberverwaltungsgericht Münster entscheidet:

„Querdenken“-Kundgebung in Bochum darf nur ortsfest stattfinden“

Die Anmelder*innen der „querdenken“-Kundgebung am Samstag auf dem Kirmesplatz haben vergeblich gegen die Stadt Bochum geklagt. Die Stadt hatte untersagt, dass nach der Kundgebung noch ein Marsch durch die Stadt stattfindet. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen und das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster lehnten Klagen der Anmelder*innen ab: Es „sei die Beschränkung der Versammlung auf eine ortsfeste Kundgebung nicht zu beanstanden.“ Zur Pressemitteilung des OVG.


Freitag 20.11.20, 11:52 Uhr

DGB Bochum: Solidarität statt Verschwörung! 1

Am Samstag, 21. November hat die Gruppierung „querdenken 234“ eine Kundgebung auf dem Kirmesplatz in Bochum angemeldet. Der DGB Bochum und das Bochumer Bündnis gegen Rechts haben eine Veranstaltung als Gegenprotest angemeldet: »Aufgrund der Corona-Situation ist es nicht unser Anliegen, möglichst viele Menschen zu mobilisieren, sondern eine deutliche Ablehnung der querdenken-Kundgebung zu zeigen. „Unsere Position ist, dass auch für Protestaktionen gelten sollte, unnötige soziale Kontakte zu vermeiden. Deshalb mobilisieren wir keinen individuellen Protest, sondern bitten viele Initiativen und Organisationen mit Transparenten deutlich zu machen, wie breit der Protest ist. Dies ist für uns eine schmerzliche Beschränkung. Sie soll aber deutlich machen, dass wir die Gefährdung durch die Pandemie ernst nehmen“, stellt Stefan Marx, der Geschäftsführer des DGB Ruhr-Mark, klar. mehr…


Donnerstag 19.11.20, 16:14 Uhr

Bochumer Bündnis gegen Rechts ruft zu einer Lockdown Demo auf

Das Bochumer Bündnis gegen Rechts ruft alle Organisationen und Initiativen in Bochum auf, am Samstag mit einer Fülle von Transparenten gegen die „querdenken-Kundgebung“ zu demonstrieren. Treffpunkt ist um 13 Uhr eine gemeinsam mit dem DGB angemeldete Aktion vor der Landeserstaufnahmeeinrichtung NRW (LEA) in Bochum, Gersteinring 50: »Für unsere Protestaktion gilt, unnötige soziale Kontakte zu vermeiden. Deshalb mobilisieren wir keinen individuellen Protest von vielen Teilnehmenden, sondern bitten viele Initiativen und Organisationen mit Transparenten deutlich zu machen, wie breit der Protest ist. Dies ist für uns eine schmerzliche Beschränkung. Sie soll aber deutlich machen, dass wir die Gefährdung durch die Pandemie ernst nehmen. mehr…


Donnerstag 19.11.20, 11:57 Uhr
Mehr als 1.000 Menschen auf dem Kirmesplatz erwartet

Kein Demonstrationszug durch die Stadt

Auf Anfrage hat die Bochumer Polizei mitgeteilt: „Am 21. November wird es auf dem Bochumer Kirmesplatz eine Kundgebung geben, bei der über 1.000 Teilnehmer erwartet werden. Die Stadt Bochum hat einen Demonstrationszug verboten. Bislang wurde eine Gegenveranstaltung angemeldet.“


Donnerstag 19.11.20, 11:48 Uhr

GEW hält Querdenker-Demo für unverantwortlich 1

„Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) setzt sich für den Gesundheitsschutz von Erzieher*innen, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie ihrer Familien, letztlich für die der gesamten Bevölkerung ein,“ heißt es in einer Mitteilung der Bildungsgewerkschaft. Deshalb lehnt die GEW die von den sogenannten Querdenkern für Samstag in Bochum angekündigte Demo gegen die Corona-Maßnahmen entschieden ab.

mehr…

Mittwoch 18.11.20, 21:29 Uhr

Grüne: Verschwörungsmythen enttarnen – „Querdenken“ in die Schranken weisen

Die Bochumer Grünen erklären: »Die gesellschaftliche Solidarität wird von Corona-Leugner*innen, Antisemit*innen und anderen Faschist*innen angegriffen! Auch in Bochum will die Gruppe „Querdenken 234“ am Samstag aufmarschieren. Wir Grüne stellen uns klar gegen diese menschenverachtende Gruppe, die auf Kosten der Gesundheit vieler tausend Menschen, ihre Verschwörungstheorien und Menschenfeindlichkeit verbreiten will. mehr…


Mittwoch 18.11.20, 10:50 Uhr

Querdenken auf dem Kirmesplatz 1

Die Veranstalter*innen der „Querdenken“-Demonstration am Samstag bestätigen jetzt auf ihrer Facebook-Seite, dass ihre Veranstaltung auf dem Kirmesplatz an der Castroper Straße stattfindet. Die Polizei hat sich noch nicht geäußert. Das Bochumer Bündnis gegen Rechts ruft dazu auf, dass viele Organisationen und Initiativen mit Transparenten ihren Protest gegen die Veranstaltung deutlich machen sollen.


Dienstag 17.11.20, 08:00 Uhr
update

Wo laufen Samstag die „Querdenker“ auf?

Auf eine Anfrage von bo-alternativ.de, wo die Querdenken-Demonstration am Samstag stattfindet und wie die Demonstrations-Route aussieht, antwortete gestern der Leiter der Pressestelle der Bochumer Polizei: „Polizei, Stadt und Veranstalter befinden sich derzeit noch im Kooperationsprozess. Vielleicht kann ich ihnen Mittwoch oder Donnerstag weiterhelfen.“ Interne Mitteilungen der Veranstalter*innen und die Tatsache,  dass auf der Castroper Straße zwischen der Hildegardisschule und dem Stadion für den 21.11. von 8 – 23 Uhr ein Parkverbot ausgeschildert wurde, deuten darauf hin, dass die Auftaktkundgebung auf dem Kirmesplatz geplant ist.
Die Veranstalter*innen haben inzwischen auf ihren facebook-Seite bestätigt, dass die Veranstaltung auf dem Kirmesplatz stattfindet.


Dienstag 17.11.20, 07:09 Uhr
Antifa 4630: "Aktionen gegen Querdenken, Antisemitismus und Nazis"

„Solidarisch & entschlossen“ 1

Die Gruppe Antifa 4630 schreibt auf dem  Infoportal Antifaschistischer Gruppen aus Bochum: »Am kommenden Samstag, den 21.11.2020, möchte die verschwörungstheoretische und rechtsoffene Gruppierung “Querdenken 234″ in Bochum eine Großdemonstration veranstalten, auf der auch bekannte Gesichter der verschwörungstheoretischen Szene, wie Michael Ballweg, auftreten werden. Bereits in den letzten Wochen haben Veranstaltungen dieser Gruppe stattgefunden, die immer wieder verschwörungstheoretische und antisemitische Narrative verbreiteten. Leider konnte bei den vergangenen Aufmärschen ein Anstieg der Teilnehmendenzahl festgestellt werden, weshalb für den kommenden Samstag mit mehreren Hundert Coronaleugner*innen zu rechnen ist, die auch aus dem Umland anreisen. mehr…


Dienstag 10.11.20, 20:05 Uhr

Rede von Felix Lipski auf der Gedenkveranstaltung in Wattenscheid zum 82. Jahrestag der Pogrome am 9. November 1938

Sehr geehrte Wattenscheiderinnen und Wattenscheider,
sehr geehrte Bochumerinnen und Bochumer,
sehr geehrter Herr stellvertretender Bezirksbürgermeister
Oliver Buschmann,
sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter Serdar Yüksel,
sehr geehrte Freunde.
Heute vor 82 Jahren wurden im nationalsozialistischen Deutschland Hunderte Synagogen verbrannt, mehr als hundert Juden wurden dabei ermordet. 30.000 Juden wurden in KZs geschickt, jüdische Schulen und Geschäfte vernichtet.
Der 9. November 1938 war der Höhepunkt der fünfjährigen Verfolgung von Juden durch das Nazi-Regime. Damals geschah die rasche Ausgrenzung der Juden aus allen Gesellschafts- und Lebensbereichen im Deutschen Reich, es gab Boykottaktion gegen jüdische Geschäfte, Warenhäuser, Anwaltskanzleien und Arztpraxen, Berufsverbote. Ca. 200.000 Juden wurden zum Auswandern gezwungen. mehr…


Montag 09.11.20, 21:05 Uhr

Rede des stellv. Bezirksbürgermeisters Oliver Buschmann auf der Gedenkveranstaltung in Wattenscheid zum 82. Jahrestag der Pogrome am 9. November 1938

Ich begrüße Sie alle herzlich im Namen der Stadt Bochum und des Bezirks Wattenscheid zu unserer Gedenkveranstaltung an die Opfer der Shoa. Ich begrüße besonders Felix Lipski, Präsident des Klubs Stern der jüdischen Gemeinde Bochum und Überlebender der Shoa.
Heute vor 82 Jahren brannten überall in Deutschland die Synagogen, wurden jüdische Mitbürger*innen drangsaliert, eingeschüchtert, beleidigt, tätlich angegriffen oder grundlos verhaftet. Ihre Wohnungen und Geschäfte wurden zerstört, ihr Hab und Gut geplündert oder auf die Straße geworfen. Deutschland war endgültig zu einem gefährlichen Ort für Juden und Andersdenkende geworden. Auch Wattenscheid bildete damals keine Ausnahme. mehr…


Donnerstag 05.11.20, 16:13 Uhr
Erinnern an die Pogromnacht am 9. November 1938

Gedenkveranstaltung in der City

Der Kinder- und Jugendring schreibt: »Die Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht beginnt am Montag, 09. November 2020 um 17.00 Uhr an den Stelen (Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz). Bei der Veranstaltung müssen Masken getragen und die notwendigen Abstände eingehalten werden. Zusätzliche Ordner achten darauf, dass die Corona-Regeln umgesetzt werden. mehr…


Donnerstag 05.11.20, 16:07 Uhr
Erinnern an die Pogromnacht am 9. November 1938

Gedenkveranstaltung in Wattenscheid

Das Kuratorium Stelen der Erinnerung teilt mit, dass die Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Pogromnacht am 9. November 1938 trotz des Corona-Lockdowns in Wattenscheid stattfinden kann: »Erstmals findet das Gedenken in Wattenscheid gemeinsam statt. Bislang erinnerte das Kuratorium mit einer eigenen Kundgebung an den Stelen am Nivellesplatz an die ungeheuerlichen Verbrechen, während die Bezirksvertretung im Wattenscheider Rathaus ihre Veranstaltungen durchführte. Nun gibt es erstmals eine gemeinsame Veranstaltung. mehr…


Donnerstag 29.10.20, 10:43 Uhr
Kundgebung am 26. 10. 2020: Solidarität mit den Protestierenden gegen das Abtreibungsverbot in Polen!

Redebeitrag der Initiative Frauen*kampftag Bochum

In diesem Redebeitrag geht es um verschiedene Ebenen von Gewalt an FLINT Personen sowie an gebärfähigen Menschen. Wir sprechen hier unter anderem von gebärfahigen Menschen anstatt von Frauen, um darauf aufmerksam zu machen, dass nicht nur weiblich gelesene Menschen von der Restriktion reproduktiver Rechte betroffen sind. Von FLINT Personen sprechen wir, weil unsere feministische Solidarität nicht nur an Frauen sondern an alle Personengruppen, die besonders vom Patriarchat unterdrückt werden, rausgeht! Auch wenn es sich hierbei um ein Thema handelt, über das zu Sprechen nicht immer leicht fällt, finden wir es notwendig, geschlechtsspezifische Gewalt gegen FLINT Personen als solche zu benennen, gerade weil es die Realität vieler FLINT Personen ist. Nur wenn die zugrundeliegenden Strukturen sichtbar gemacht und analysiert werden, können diese bekämpft werden.

FLINT (also Frauen, Lesben, Inter, Trans Personen) sehen sich beinahe täglich verschiedensten Formen von Gewalt ausgesetzt, sowohl physische als auch psychische. Das Abtreibungsgesetz in Polen ist eine Form der institutionalisierten Gewalt an gebärfähigen Menschen.Die körperliche Selbstbestimmung gebärfähiger Menschen wird so beinah komplett unterdrückt. Denn gebärfähige Menschen dazu zu zwingen, gegen ihren Willen ein Kind auszutragen, ist nichts anderes als Fremdbestimmung und ein direkter Auswuchs patriarchaler Gewalt.

Patriarchale Gewalt erleben FLINT Personen auch beinahe täglich auf offener Straße. In Bochum ist beispielsweise das Bermudadreieck ein unsicherer Ort für FLINT Personen. Das Bermudadreieck ist im ganzen Ruhrgebiet und auch darüber hinaus als Partymeile bekannt. Es gilt als eine der größten Attraktionen in Bochum für junge Leute und wird als solche beworben. Doch was sich hier regelmäßig und verdichtet abspielt, ist alles andere als feierlich: Enthemmte, betrunkene Männer, die sich auch gern in Gruppen als Junggesellenabschiede zusammenfinden, fühlen sich zu unangenehm sexistischem bis hin zu grenzüberschreitendem Verhalten ermutigt. Doch bei der ständigen Degradierung und Abwertung beim Catcalling, starrenden Blicken, Verfolgungen und unerwünschten Berührungen, die FLINT Personen beinah überall zu ihrem Alltag zählen müssen, bleibt es längst nicht. Auf Zurückweisung und Ablehnung reagieren gekränkte Männer, die den eigenen Machtverlust fürchten, oftmals mit verbaler oder physischer Gewalt. Verhaltensweisen dieser Art von Männern sind gesellschaftlich akzeptiert und sind ein Zeichen internalisierter Frauen*feindlichkeit. In den Medien werden sie als gescheiterte Flirtversuche bagatellisiert und die Schuld in den vielen Fällen bei den Betroffenen selbst gesucht, die sich angeblich falsch kleiden, falsch reagieren, zur falschen Uhrzeit oder mit den falschen Freunden oder eben allein unterwegs waren.

Bei Frauenmorden, sogenannten Feminiziden, kommt es zur existenziellsten Form der körperlichen Gewalt gegen FLINT Personen , die zum Tod führt. Oft werden Feminizide jedoch nicht als das erkannt, was sie sind, nämlich das Töten einer FLINT Person aufgrund ihres Geschlechts. Häufig werden Feminizide als Beziehungsdramen verharmlost. Doch Tatsache ist: FLINT Personen werden aufgrund ihres Geschlechts, wegen vermeintlicher Ehrverletzung oder im Streben nach unumstößlicher Macht getötet.Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hält für das Jahr Anfang diesen Jahres in einer Studie fest: Jede dritte cis Frau (was hier?) in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Etwa jede vierte cis Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner.(“)

Die Verharmlosung von Gewalt gegen FLINT Personen setzt sich auch in der Justiz fort und schlägt sich nieder in der tatsächlichen Zahl der zur Anzeige gebrachten Übergriffe und Verurteilungen: Nur einer von 100 Vergewaltigern wird verurteilt. Die Betroffenen müssen sich einer retraumatisierenden Befragung durch die Polizei und das Gericht aussetzen, die unzureichend sensibilisiert sind. Als Betroffene den Vorfall in jeglicher Art publik zu machen und aktiv zu werden, wirkt sich zudem häufig negativ auf verschiedene Lebensbereiche der Betroffenen aus das : Von sozialer Ächtung und Ausschluss bis hin zu ökonomischem Schaden. In Fällen wie diesen offenbart sich die absolute Widerlichkeit des Patriarchats, das die als weiblich gelesenen Menschen zum ewig kommentierbaren, bewertbaren, greifbaren und verfügbaren Objekt degradiert. Die geschlechtsspezifische Ausübung von körperlicher und psychischer Gewalt gegen FLINT Personen ist Bestandteil patriarchaler Strukturen. Über das Mittel der Gewalt wird Macht hergestellt, reproduziert und gesichert.

Übergriffe auf FLINT Personen sind nur dann von politischem und medialem Interesse, wenn sie bestehenden rassistischen Ressentiments entsprechen und für rassistische Politik instrumentalisiert werden können. So sollen diese Muster der Gewalt und Übergriffigkeit, die Bestandteil aller patriarchalen Gesellschaften sind, ethnisiert und aus dem Nationalstaat ausgelagert werden. Ganz nach dem Motto: Nicht wir, nein nein, die anderen sinds.

Am Falle der #metoo-Bewegung hat sich gezeigt, was erreicht werden kann, wenn von Sexismus Betroffene ihre persönlichen Unterdrückungserfahrungen in die Öffentlichkeit tragen und damit der notwendigen Erkenntnis folgen, dass das Private politisch ist! Wir müssen die Missstände sichtbar machen! Solidarität ist die Voraussetzung dafür alle Strukturen zu zerschlagen, die das Patriarchat tragen! Seid wach, reflektiert euch und euer Umfeld! Übernehmt Verantwortung für euer Handeln! Seid mutig und laut! Holt euch Hilfe und unterstützt andere! Bildet Banden! Schließt euch zusammen! Wir sind solidarisch mit den FLINT Personen Frauen in Polen und in der ganzen Welt, die gegen die Unterdrückung im Patriarchat, im Kapitalismus und im Postkolonialismums und für ein selbstbestimmtes Leben kämpfen! Gemeinsam sind wir gemeiner!