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Freitag 16.10.26, 21:15 Uhr
Demonstration der Radwende am 16. 10. 2026 in Bochum

Redebeitrag der Radwende auf der Zwischenkundgebung auf dem Riemker Markt

Liebe Radfahrerinnen und Radfahrer,

Wir machen hier auf dem Riemker Markt einen Zwischenstopp, um auf ein ernstes Problem aufmerksam zu machen, das viele von uns betrifft: Dooring-Unfälle. Diese Unfälle ereignen sich in Bochum immer wieder und führen häufig zu schweren Verletzungen. Im September 2024 kollidierte ein Radfahrer auf der Herner Straße Richtung Innenstadt mit einer sich plötzlich öffnenden Autotür und stürzte schwer.

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Freitag 16.10.26, 20:51 Uhr
Demonstration der Radwende am 16. 10. 2026 in Bochum

Begrüßungsredebeitrag der Radwende vor dem Bochumer Rathaus

Liebe Radfahrerinnen, liebe Radfahrer, Liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer
Ich begrüße euch zu unserer Demonstration unter dem Motto 75 cm die fehlen. 75 cm ? Was soll das sein?
75 cm bedeuten Sicherheit für Radfahrende vor sich öffnenden Autotüren.
Auf allen Straßen ist ein Sicherheitstrennstreifen von 75 cm neben parkenden Autos vorgeschrieben.

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Freitag 16.10.26, 10:43 Uhr
GEW-Seminar:

Der Charme des Autoritären

Das Referat Gewerkschaftliche Bildung der GEW NRW lädt am 23.11. von 10.00 – 16.00 Uhr zu einem Workshoptag nach Bochum ein. Der Titel lautet „Der Charme des Autoritären. Erkennen. Einschreiten. Abwehren.“ In Workshops geht es um Umgangs- und Interventionsmöglichkeiten gegenüber dem erstarkenden Rechtsextremismus, z.B. im Klassenzimmer, Chatgruppen, im Kollegium etc.

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Freitag 16.10.26, 10:00 Uhr

Günter Pohl: „Von der Ordnung der Welt“

Die Humanitäre Cuba Hilfe Bochum lädt am Donnerstag, den 19. November um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreerzu einem philosophisch-politischen Abend ein. »Günter Pohl liest aus seiner Triologie „Von der Ordnung der Welt“.

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Samstag 03.10.26, 20:44 Uhr
Demo "Radfahren macht glücklich" am 3.10.2026 in Bochum

Redebeitrag von Marek Nierychlo, Vorsitzender des ADFC Bochum

Ich freue mich sehr, dass ihr so zahlreich mit euren Rädern gekommen seid. Ich hoffe, ihr habt euch schon glücklich gefahren und habt gleich noch mehr Spaß, mit vielen anderen über die Bochumer Hauptstraßen zu radeln, die leider nicht immer so frei und sicher sind. Dabei haben wir schon tolle Trassen, und dort bedeutet Radfahren weit mehr als Fortbewegung. Es steht für Gesundheit, Klimaschutz, Lebensqualität, Freude, Spaß und Freiheit – kurz: Radfahren macht glücklich.

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Freitag 02.10.26, 13:56 Uhr
Solidaritätskundgebung gegen AFD-Angriffe vor der Ratssitzung am 1. 10. 2026 in Bochum

Redebeitrag des Kinder- und Jugendrings

Liebe Freund_innen,

ich möchte Euch meine Kollegin Regine Hammerschmidt vorstellen und ich bin Rolf Geers. Wir kommen vom Kinder- und Jugendring.
Wir möchten dem Bochumer Bündnis gegen Rechts und der KoFabrik herzlich für das Organisieren der Kundgebung und für die Solidarität mit dem Jugendring danken.
Es gibt einen Spruch, den wir ziemlich cool finden und der lautet:
„Lebe so, dass die AfD etwas dagegen hat!“
Der Kinder- und Jugendring ist da auf einem richtig guten Weg.

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Dienstag 22.09.26, 15:15 Uhr

„Dieser Tag darf nicht das Ende sein!“ 

von Sabrina Clarke

In Sachsen-Anhalt haben wir gerade gesehen, wohin dieses Land steuert, wenn wir nicht endlich handeln. Dieses Ergebnis steht am Ende einer Entwicklung, in der rassistische und rechtsextreme Positionen über Jahre hinweg immer weiter normalisiert worden sind.

Wir sehen seit vielen Jahren, wie Rassismus in unserem Alltag wieder salonfähiger wird. Wir sehen, wie rassistische und rechtsextreme Positionen zunehmend als legitime politische Positionen behandelt werden, obwohl sie auf Ausgrenzung, Ungleichwertigkeit und Entmenschlichung beruhen.

Wer heute die AfD wählt, wählt keine Protestpartei. Die AfD vertritt rassistische und ausgrenzende Positionen nicht nur rhetorisch, sondern macht sie zum politischen Programm. Sie richtet sich gegen Menschen aufgrund ihrer Herkunft, aufgrund ihrer Hautfarbe oder auch ihres Glaubens. Sie richtet sich gegen queere Menschen, gegen Frauen, gegen Menschen mit Behinderungen und gegen viele andere  marginalisierte Menschen, die von Diskriminierung und Ausschlüssen betroffen sind.

Das ist keine Meinung!

Rassismus ist keine Meinung!
Rechtsextremismus ist keine Meinung!
Faschismus ist keine Meinung!

Aber wir müssen auch ehrlich sein: Auch ohne die AfD in der Regierung ist Politik in diesem Land längst von rassistischen und menschenfeindlichen Strukturen geprägt.

Wenn Integrationsangebote eingeschränkt werden, während gleichzeitig Integration eingefordert wird. Wenn soziale Sicherungssysteme unter Druck geraten und diejenigen die Folgen zuerst spüren, die ohnehin am wenigsten haben. Wenn migrantisierte Menschen in politischen Debatten immer wieder zu Sündenböcken gemacht werden.

Dann müssen wir darüber sprechen, wer von dieser Politik profitiert und warum politische Debatten so geführt werden, dass nicht die Verteilung von Reichtum und Macht, sondern migrantisierte Menschen als Problem dargestellt werden und warum Menschen immer wieder gegeneinander ausgespielt werden.

Und wir müssen auch darüber sprechen, was diese Politik konkret bedeutet: für Menschen, die nachts aus ihren Wohnungen oder Unterkünften geholt werden. Für Familien, die auseinandergerissen werden. Für Kinder, die bei Abschiebungen aus dem Schlaf gerissen werden. Für Schwarze Menschen und People of Color, die Rassismus nicht als eine abstrakte politische Debatte kennen, sondern als eine gesellschaftliche Realität, die unseren Alltag, unsere Lebenswege und unsere Möglichkeiten prägt.

Das passiert hier. Und es betrifft ganz konkret das Leben von Menschen.

Deshalb ist jetzt die Zeit zu handeln.
Nicht irgendwann.
Sondern jetzt.

Denn es lohnt sich, für eine gerechtere und freiere Gesellschaft zu kämpfen – eine Gesellschaft, in der Herkunft nicht über Lebenschancen entscheidet und in der Sicherheit kein Privileg ist, sondern ein Recht, das für alle gilt.

Wir sind es leid.

Wir sind es Leid, jahrelang zu erklären, was Rassismus ist, und dann zu hören, wir würden übertreiben.

Wir sind es Leid, zuzusehen, wie über uns gesprochen wird, ohne dass mit uns gesprochen wird.

Wir sind es Leid, dass man uns erst dann zuhört, wenn es zu spät ist – wenn schon wieder jemand von unseren Brüdern und Schwestern getötet wurde.

Denn Schwarze Leben zählen.

Oury Jalloh.
Nelson
Mouhamed Lamine Dramé.

Ibrahima Barry

Lorenz A. 

Yosef

Priscille

Das sind nur wenige Namen unserer Schwarzen Brüder und Schwestern, die getötet wurden – und deren Tod uns jeden Tag daran erinnert, dass Rassismus nicht nur aus Worten besteht. Er kann über Leben und Tod entscheiden.

Schwarzes Leben zählt! Wir müssen dafür kämpfen, dass Schwarzes Leben und das Leben von People of Color geschützt wird – jeden Tag, in unseren Institutionen, in unseren Städten und in dieser Gesellschaft.

Wir sind es leid, immer wieder erklären zu müssen, dass Rassismus kein individuelles Missverständnis ist, sondern gesellschaftliche Macht hat.

Und trotzdem stehen wir heute hier.

Weil wir wissen: Wer aufhört zu kämpfen, überlässt das Feld denen, die menschenverachtende Ideologien verbreiten und weitertragen.

Lasst uns deshalb eine Sache klarstellen:

Rassismus ist kein Randphänomen!

Er ist kein Ausrutscher. Keine Entgleisung einzelner. Kein Problem, das irgendwo weit draußen am Rand dieser Gesellschaft stattfindet, sondern tief in unserer Mitte verankert ist.

Rassismus findet dort statt, wo Behörden darüber entscheiden, wer bleiben darf und wer nicht. In Personalabteilungen, die entscheiden, wer eingeladen wird und wer nicht. In Klassenzimmern, in den Nachrichten, in unseren Gesetzen und in den Blicken auf der Straße.

Und genau deshalb tragen wir alle Verantwortung.

Wir alle leben in diesen gesellschaftlichen Verhältnissen und entscheiden jeden Tag mit darüber, ob wir bestehende Verhältnisse reproduzieren oder anfangen, sie zu verändern. 

Verantwortung bedeutet nicht, dass wir alle dasselbe tun oder dieselben Möglichkeiten haben. Aber niemand kann sich darauf zurückziehen, und meinen mit Rassismus nichts zu tun zu haben. 

Wir – Schwarze Menschen und People of Color – sagen das nicht erst seit gestern.

Wir sagen es seit Jahrzehnten.

Unsere Eltern haben es gesagt.
Unsere Großeltern haben es gesagt.

Und trotzdem müssen wir es immer wieder neu beweisen, immer wieder neu belegen, immer wieder neu erklären, als müsste unsere Erfahrung erst durch Institutionen beglaubigt werden, bevor sie als Wissen ernst genommen wird.

Aber unsere Geschichte ist Wissen.
Unsere Erfahrungen sind Wissen.
Unsere Kämpfe sind Wissen.

Und dieses Wissen ist nicht dafür da, immer wieder nur zu erklären, warum diese Gesellschaft so ist, wie sie ist. Es ist auch eine Grundlage dafür, zu verändern, was ist.

Deshalb darf das, was heute hier passiert, nicht bei diesem einen Tag bleiben.

Wir müssen aus unserer Wut Organisation machen. Aus unserer Solidarität müssen Strukturen entstehen. Und aus diesen Strukturen muss die Kraft wachsen, mit der wir Veränderungen durchsetzen.

Denn niemand wird uns diese Veränderung schenken. Wir müssen sie gemeinsam erkämpfen.

Und an alle, die nicht selbst von Rassismus betroffen sind, aber heute hier stehen:

Solidarität ist kein Zuschauerplatz.

Solidarität heißt nicht, mitzulaufen und sich hinterher dabei gut zu fühlen.

Solidarität heißt, zuzuhören, Verantwortung zu übernehmen, Ressourcen zu teilen und Strukturen zu unterstützen. Die eigene Stimme dort einzusetzen, wo sie gebraucht wird. Raum abzugeben, statt ihn zu verwalten. Und nicht wegzusehen, wenn es unbequem wird, sondern gerade dann hinzusehen.

Wir werden diese Gesellschaft nicht verändern, indem wir einmal im Jahr laut sind und uns danach wieder zurückziehen.

Wir verändern sie, indem wir dranbleiben, uns organisieren und aus unserer Verbindung dauerhafte Handlungsmacht machen.

Deshalb: Unterstützt die Vereine, Organisationen und Schwarzen Initiativen, die seit Jahren für die Rechte von migrantisierten Menschen und für Gerechtigkeit kämpfen und heute stärker unter Druck stehen. Unterstützt diejenigen, die Anti-Schwarzen Rassismus sichtbar machen, Fälle dokumentieren, Betroffene beraten, politische Bildung leisten und Schwarze Menschen und People of Color organisieren.

Spendet, wenn ihr könnt.
Werdet Mitglied, wenn ihr könnt.
Gebt eure Zeit, wenn ihr sonst nichts geben könnt.

Aber lasst uns nicht nur bestehende Strukturen unterstützen. Lasst uns auch selbst Strukturen schaffen, in denen wir uns dauerhaft organisieren, Wissen weitergeben und gemeinsam handlungsfähig werden.

Wir sind heute hier, weil wir uns weigern, diese Entwicklung einfach hinzunehmen.

Aber dieser Tag darf nicht das Ende sein.

Er muss ein Anfang sein.

Für mehr Verbindung.
Für mehr Organisierung.
Für mehr Handlungsmacht.

Gegen Rassismus.
Gegen Rechtsextremismus.
Gegen jede Form von Unterdrückung.

Denn wir alle sind erst dann wirklich frei, wenn jeder Mensch wirklich frei leben kann.

Danke.


Montag 21.09.26, 20:54 Uhr
Demonstration "Bildungswende jetzt! am 19.9. in Bochum

Dominik Bald, GEW Bochum

Ich möchte meine Rede mit einem Rückblick beginnen: 1957 gelang es der Sowjetunion, als erstem Staat einen Satelliten in die Erdumlaufbahn zu schießen. Damals, zur Hochzeiten des Kalten Krieges zwischen Ost und West, war dies ein Schock für die westlichen Staaten. Hatte der Westen doch immer gedacht, er sei technisch und wissenschaftlich führend.

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Montag 21.09.26, 20:52 Uhr
Demonstration "Bildungswende jetzt! am 19.9. in Bochum

Eylül Tuana Öztürk, Bezirksschüler:innenvertretung Bochum

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin es satt, nicht ernst genommen zu werden. Warum schafft es das Bildungsministerium nicht unsere Beschwerden einzusehen? Ich habe keine Lust, von morgens bis abends in der Schule zu sitzen und danach noch zich Hausaufgaben zu erledigen. Erstmal muss ich ja auch was essen, wenn ich zu Hause bin, weil in der Schule habe ich kein Essen zur Verfügung, sei es weder wegen Zeitstress oder Mangel an Möglichkeiten. Das Bildungsministerium hat ja auch gar nicht genug Geld, jedem Schüler eine kostenlose Mahlzeit anbieten zu können, aber Geld für eine Künstliche Intelligenz, die nicht mal vernünftig funktioniert, gibt es natürlich.

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Montag 21.09.26, 20:31 Uhr
Demonstration "Bildungswende jetzt! am 19.9. in Bochum

Sebastian Cramer, DGB-Jugend

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich bin Sebastian von der DGB-Jugend Bochum und freue mich, heute hier bei euch zu sein.
Vor elf Tagen wurde die neue PISA-Studie veröffentlicht. Die Ergebnisse sind schlecht – so schlecht wie noch nie seit Beginn der PISA-Erhebungen.
Und was erleben wir seitdem?
Es wird wieder ein Sündenbock gesucht.

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Samstag 19.09.26, 08:53 Uhr
Film über Untiefen staatlicher Behörden

Staatsschutz

STAATSSCHUTZ (Deutscher Kinotrailer) - Chen Emilie Yan, Julia Jentsch, Alev Irmak

Ab 23.09. zeigt das EndstationKino den Film „Staatsschutz“ und schreibt in der Ankündigung: »Ein rassistischer Anschlag auf die Staatsanwältin Seyo Kim verändert ihr Leben grundlegend. Der Täter ist nicht bekannt, doch ihre Behörde untersagt ihr, Ermittlungen aufzunehmen.

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Mittwoch 16.09.26, 14:08 Uhr

Wir verdienen mehr! Frauen im Profifußball

Das Bezirksjugendwerk der AWO Westliches Westfalen und das Fanprojekt Bochum laden im Rahmen der „Fußballkulturtage NRW“ am 23.09.2026 um 18:30 gemeinsam zu einer Lesung mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Wir verdienen mehr! Frauen im Profifußball“ in die KoFabrik Bochum ein und schreiben zum Inhalt:

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Freitag 11.09.26, 08:32 Uhr
Nachhaltige Landwirtschaft und die Rolle des Fairen Kaffeehandels

Kaffeebäuerinnen zu Gast

Am Donnerstag, 17. September 19:00 Uhr, geht es im Bahnhof Langendreer um die Fragen, wie eine nachhaltige und gerechte Landwirtschaft der Zukunft aussehen kann und welche Rolle dabei Kaffee-Kooperativen im Fairen Handel spielen, sowie die Frage, wie sie sich den Herausforderungen des Klimawandels stellen. Gemeinsam haben Bahnhof Langendreer, Informationsbüro Nicaragua, Bochumer Fairtrade-Steuerungsgruppe, Solidarische Landwirtschaft Bochum (SoLaWi) zwei Kaffeebäuerinnen aus Kolumbien und Nicaragua dazu eingeladen und schreiben:

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Sonntag 09.08.26, 22:24 Uhr
Musikalische Kundgebung von Lebenlaute am 8. August 2026 in Bochu

Redebeitrag vom Netzwerk Frauen*Salon

Hallo Alle,
was wohungslosigkeitserfahrene Menschen vor allem fordern, sind Wohnungen, Wohnungen, Wohnungen. Und zwar bezahlbare, in ordentlichem Zustand und nicht am Rande der Gesellschaft, sondern mittendrin, in gemischten, bunten und solidarischen Quartieren.
Und wir fragen uns, wie es sein kann, dass immer mehr und rigoroser in den sozialen Bereichen Geld eingespart wird und weiter werden soll, während ein paar wenige Eliten ihren Wohlstand immer weiter anhäufen.

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Sonntag 09.08.26, 16:52 Uhr
Musikalische Kundgebung von Lebenlaute am 8. August 2026 in Bochum

Redebeitrag von Attac Bochum

Hallo zusammen,
mein Name ist Aichard Hoffmann und ich bin bei Attac Bochum aktiv. Ich finde es großartig, wie ihr als Lebenslaute-Aktion es geschafft habt, in dieser Woche das Thema Enteignung als Element unserer Verfassung in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Vielen, vielen Dank dafür.
Enteignung ist ja eine Forderung, die man seit ein paar Jahren immer öfter hört, wenn es um große Wohnungsunternehmen geht. Da war der erfolgreiche Volksentscheid „enteignet Deutsche Wohnen“ in Berlin, den der CDU-SPD-Senat bis heute nicht umgesetzt hat. Und nun versuchen die Verfassungsfeinde in der Bundes-CDU und -SPD, vor der nächsten Berliner Landtagswahl noch schnell ein Gesetz zu erlassen, dass Enteignungen fast unmöglich machen soll.

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Sonntag 09.08.26, 16:51 Uhr
Musikalische Kundgebung von Lebenlaute am 8. August 2026 in Bochum

Redebeitrag vom Chor Chorrosion

Liebe Anwesende,
ich spreche für den Bochumer Chor Chorrosion. Als wir gehört haben, dass das Projekt Lebenslaute diesmal gegen die Wohnungsnot protestieren will – und zwar in Bochum, weil Vonovia hier wohnt – haben wir das sofort unterstützt und ich danke allen Instrumentalist*innen, Sänger*innen, Organisator*innen und Helfer*innen von Lebenslaute ganz herzlich für ihre Engagement und ihre Aktionen hier in Bochum.

Aber als einladender Chor kommen wir leider nicht darum herum, uns für Bochum zu schämen. Ich wüsste nicht, wer in letzter Zeit dem Ruf Bochums so geschadet hat wie der Kulturdezernent Herr Diekmann, der mit einer politisch unmöglichen und selbst juristisch nicht haltbaren Begründung: Vonovia könnte beleidigt werden, den Auftritt im Kunstmuseum verboten hat.

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Sonntag 09.08.26, 16:21 Uhr
Musikalische Kundgebung von Lebenlaute am 8. August 2026 in Bochum

Redebeitrag von Stadt für Alle

Hallo zusammen, ich bin Till vom Bochumer Netzwerk Stadt für Alle. Seit 2016 setzen wir uns für eine solidarische, nachhaltige und ökologische Stadtentwicklung hier in Bochum ein. Wir tragen dazu bei, die Privatisierung von Grundstücken zu verhindern und städtische Immobilien vor dem Abriss zu schützen, um sie gemeinwohlorientiert nachzunutzen. Wir beschäftigen uns mit Leerständen, mit sozialer Infrastruktur, mit Wohnungslosigkeit, mit der Kritik am Einfamilienhaus und mit der Frage wie eine Stadt aus feministischer Perspektive aussehen kann. Wir sind Aktivist:innen, Impulsgeber und Forschende.

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Dienstag 04.08.26, 10:54 Uhr

Zur Geschichte der Rätebewegungen

Am Samstag, den 15. August laden das Bezirksjugendwerk der AWO, der Rat von Unten und die Jusos um 18:30 Uhr in die KoFabrik zu einer Lesung mit Christopher Wimmer zu dessen im April erschienenem Buch „Alles muss man selber machen – Zur Geschichte der Rätebewegungen, von der Pariser Kommune bis Rojava“ ein:

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Sonntag 26.07.26, 16:52 Uhr
Friedens-Fahrradtour NRW 2026 der DFG-VK am 25.07.26 in Bochum

Redebeitrag von Joachim Schramm, Sprecher der DFG-VK NRW

„NATO-Überlegenheit wozu?“ steht hier auf unsrem Transparent. Aber ist es nicht Russland,das immer mehr Waffen anhäuft und uns bedroht? Wir haben hier mit den Kartonstapeln gezeigt, wer wie viel für Rüstung ausgibt und dabei auf Zahlen des renommierten Friedensforschungsinstitut SIPRI zurückgegriffen. Gleich dazu noch mehr aber erstmal möchte ich uns vorstellen.

Wir sind die Friedensfahrradtour NRW der Deutschen Friedensgesellschaft Vereinigte Kriegsdienstgegner. Eine Woche sind wir unterwegs sein, mit dem Fahrrad auf Achse für Frieden, Entspannungspolitik und Abrüstung, für Klima- und Umweltschutz, das ist unser Motto. Von Siegen über Bonn, Köln, Düsseldorf. Krefeld, Essen und Bochum führt die Tour nach Dortmund, hinein ins Ruhrgebiet, das nach dem Willen der NRW-Wirtschaftsministerin wieder ein Zentrum der Rüstungsindustrie werden soll.

Wie ist das nun also mit der Bedrohung und mit den Rüstungsausgaben. 2025 wurden in der Welt unwahrscheinliche 2.887.000.000.000 US$ für Rüstung und Militär ausgegeben, eine Zahl mit 12 Nullen. Über die Hälfte davon entfällt auf die NATO, nämlich 1,521 Billionen. Russland kommt auf gerade 158 Milliarden, China auf 335 Mrd. Nun kosten Waffen in dem einen Land vielleicht mehr als in dem anderen, erhalten Soldaten in dem einen Land vielleicht auch mal weniger Sold, aber dass die NATO gegenüber Russland und auch Russland und China zusammen deutlich überlegen ist, sollte man aus diesen Zahlen schon herauslesen können. Und auch die europäischen NATO-Staaten alleine geben deutlich mehr Geld für Militär aus als Russland. Dieses Verhältnis ist auch nicht neu, sondern stellt sich ähnlich schon seit vielen Jahren dar.

Die bekannte Organisation Greenpeace hat ein Expertenteam beauftragt, die militärische Stärke Russlands mit der der NATO zu vergleichen, nicht nur die Militärausgaben sondern auch z.B. die Anzahl der verfügbaren Waffensysteme. Und auch diese Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die NATO Russland in allen Belangen deutlich überlegen ist.

Z. Bsp. die Gegenüberstellung der Großwaffensysteme zeigt, dass die NATO u.a. 9.011 einsatzbereite Kampfpanzer hat, Russland 2.000. Die europäischen NATO-Staaten verfügen alleine über 6.297 Panzer, dreimal so viele wie Russland. Bei Kampfflugzeugen verfügen die europäischen NATO-Staaten über doppelt so viele wie Russland.
Die Greenpeace-Studie kommt auch zu dem Ergebnis, dass die russische Wirtschaft nicht in der Lage ist, diese Unterschiede mittelfristig auszugleichen. Also auch dort gibt es keinen Beleg dafür, dass Russland nun in Bälde in der Lage sein wird, uns anzugreifen.

In der renommierten Zeitschrift „Die Zeit“ wurden bekannte Experten gefragt, woher denn nun die Annahme kommt, Russland würde demnächst die NATO oder Deutschland angreifen. Darauf antwortet der vielzitierte Experte Carlo Masala: „Ein russischer Einmarsch in Deutschland ist für mich ausgeschlossen. Ein Angriff auf europäisches Gebiet wäre für Russland derzeit und in den nächsten Jahren zu riskant.“ Ähnlich äußerten sich auch die anderen Befragten.

Kann es also sein, dass das Gerede von einem möglichen Angriff Russlands in wenigen Jahren eben nur Gerede ist und keine wirkliche Grundlage hat. Kann es sein, dass die Milliarden Schulden, die unser Land gerade macht, nur den Aktionären der Rüstungsunternehmen die Taschen füllen. Kanzler Merz will nun statt 2% sogar 5% des BIP für Rüstung ausgeben und Deutschland so zur stärksten Militärmacht in Europa machen, wie er jüngst äußerte. Deutschland als große Militärmacht, das hatten wir doch schon mal, es endete in einer Katastrophe. Brauchen wir das wirklich noch mal? Für eine Landesverteidigung braucht man solche Aufrüstung offenbar nicht, wozu also? Wir sagen: Deutschland muss nicht kriegstüchtig werden sondern friedensfähig, fähig, Konflikte mit Diplomatie zu lösen, statt sich auf einen alles zerstörenden Krieg in Europa vorzubereiten.

Aktuelle Kriege machen uns betroffen: In Gaza streben die Menschen durch Hunger und durch Waffengewalt, auch der Krieg gegen den Iran fordert immer neu Opfer. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine führt Tag für Tag zum Tod von dutzenden oder hunderten Menschen auf beiden Seiten. Während die Toten im Konflikt zischen Israel und den Palästinensern auf inzwischen 100.000 beziffert wird, gibt es für den Ukrainekrieg nur Schätzzahlen. Inzwischen muss von 2 Mio. Tote und Verwundete auf beiden Seiten ausgegangen werden. Das alles kann so nicht weitergehen.

Wir wollen auf unserer Tour gegen die aktuellen Kriege in der Ukraine und in Nahost protestieren, aber auch gegen die voranschreitende Militarisierung des Westens, der auf eine Konfrontationspolitik setzt statt auf Deeskalation und gemeinsame Sicherheit.

Im Frühjahr haben Politikwissenschaftler und Friedensforscher davor gewarnt, mit einer falschen Bedrohungsanalyse vor Russland Angst zu erzeugen und das rationale Denken auszuschalten. Und vor wenigen Wochen haben prominente Köpfe aus der SPD ein Manifest veröffentlicht, in dem sie für eine Friedenordnung auf Gegenseitigkeit eintreten und nach Ende des Ukrainekrieges auch wieder Gespräche mit Russland führen wollen. Dafür haben sie viele verbale Prügel einstecken müssen, auch aus ihrer eigenen Partei. Doch wir sagen, dass das der richtige Weg ist. Wir wissen aus der Zeit des Kalten Krieges, dass ein unkontrolliertes Wettrüsten die Welt mehrfach an den Rand der atomaren Vernichtung gebracht hat. Das brauchen wir nicht noch einmal. Wir sagen nein zur Konfrontationspolitik in Europa. Wir wollen eine neue Entspannungspolitik auf Grundlage gleiche Sicherheit für alle. Wir wollen ein ziviles, friedliches Europa. Denn nur ein solches Europa ist auch in der Lage, gemeinsam mit den anderen Staaten der Welt die große Menschheitsbedrohung Klimawandel in den Griff zu bekommen. In einer Welt, die sich wieder in rivalisierende Blöcke aufteilt, wird das nicht gelingen.

Dauerhaften Frieden in Europa wird es nur geben, wenn wir uns gemeinsam dafür einsetzen. Unsere FriedensFahrradtour zeigt, wie vielfältigen in NRW brisante politische Themen quasi am Wegesrand liegen. Und es ist notwendig, dass wir als Bürger uns damit beschäftigen, unsere Stimme erheben, aktiv werden.


Sonntag 26.07.26, 16:28 Uhr
Liedversion der Friedensfahrradtour NRW der DFG-VK)

Brutto-Rüstungs-Produkt

Wenn früh am Morgen die Kampf-Sirene dröhnt
Und die Truppe beim Stramm-Steh‘n lustvoll stöhnt
In der Kasernenhalle die Neonsonne strahlt
Und der Leo-Panzerfahrer mit den dicken Rohren prahlt
Ja, dann wird alles in die Rüstung gesteckt
Wir streichen die Rente und die Bildung weg
Ja, ja, ja, jetzt wird alles in die Rüstung gesteckt
Intro
Die Verwandtschaft kriegt′n Riesenschreck
Intro
Man streicht Oma die Pflege weg
Intro
Nach dem Krieg durfte sie mit anschieben
Jetzt lässt man sie in ihrer Scheiße liegen
Ja, jetzt wird alles in die Rüstung gesteckt
Wir streichen die Rente und die Bildung weg
Ja, ja, ja, jetzt wird alles in die Rüstung gesteckt
Intro
Wenn der Opa wieder ganz laut schreit und flucht
Intro
Weil er im Müll nach Flaschen sucht
Intro
Und im Container noch die Hüfte bricht
Doch ohne reicht einfach die Rente nicht
Ja, jetzt wird alles in die Rüstung gesteckt
Wir streichen die Rente und die Bildung weg
Ja, ja, ja, jetzt wird alles in die Rüstung gesteckt
Langes Intro
I-in der Schule heulen alle rum und sagen: „Buh, uh-uh-uh“
Intro
Die Finanz-Löcher gehen nicht mehr zu
Intro
Doch warum hier noch auf Frieden hoffen
die Schule, die sieht aus als hätt die Bombe schon getroffen, denn
Jetzt wird alles in die Rüstung gesteckt
Wir streichen die Rente und die Bildung weg
Ja, ja, ja, jetzt wird alles in die Rüstung gesteckt
Intro
Wenn früh am Morgen die Kampf-Sirene dröhnt
Intro
Und die Truppe beim Stramm-Steh‘n lustvoll stöhnt
Intro
Dann hat einen nach dem andern die Kampfes-Wut gepackt
Und jetzt singen sie zusammen im Stech-Schritt-Takt-takt-takt-takt-takt-takt-takt
Ja, jetzt wird alles in die Rüstung gesteckt
Wir streichen die Rente und die Bildung weg
Ja, ja, ja, jetzt wird alles in die Rüstung gesteckt
Wir streichen die Rente und die Bildung weg
Ja, ja, ja, jetzt wird alles in die Rüstung gesteckt
Wir streichen die Rente und die Bildung weg
Ja, ja, ja, jetzt wird alles in die Rüstung gesteckt

Nein, nein, jetzt wird alles in die Rente gesteckt,
Wir streichen Pistorius sein Lieblingsprojekt
Ja ja (ja), jetzt wird alles in die Bildung gesteckt,
Wir streichen Pistorius sein Lieblingsprojekt
Ja ja (ja), jetzt wird alles in die Kita gesteckt,
Wir streichen Pistorius sein Lieblingsprojekt
Ja ja (ja), jetzt wird alles in Gesundheit gesteckt,
Wir streichen Pistorius sein Lieblingsprojekt
Ja ja (ja), jetzt wird alles in Soziales gesteckt!


Freitag 24.07.26, 11:50 Uhr
Petition der Bochumer Linken:

Mietennotstand stoppen!

Am Sonntag, den 2. August, lädt Die Linke Bochum von 14 bis 19 Uhr zum Sommerfest in die KoFabrik ein. Neben Musik, Kultur und einem Familienprogramm startet die Partei ihre Mietenkampagne. Gemeinsam mit dem Parteivorsitzenden Luigi Pantisano fällt im Rahmen der bundesweiten Mietennotstandstour der Startschuss für die Petition der Bochumer Linken. Dabei werden die ersten Unterschriften für konkrete Maßnahmen gegen den Mietennotstand in Bochum gesammelt.

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Sonntag 19.07.26, 18:08 Uhr
VVN-BdA

80 Jahre konsequent für Frieden und Antifaschismus

Die VVN-BdA lädt ein: »Am 26. September 1946 gründete sich die VVN-Kreisvereinigung Bochum. Kurz darauf, am 26. Oktober 1946, bildeten 500 Delegierte und Gäste in Düsseldorf die nordrhein-westfälische Landesvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). In der VVN organisierten sich mehr als 50.000 Frauen und Männer, die während der Naziherrschaft verfolgt wurden, den Holocaust überlebt, Widerstand geleistet haben oder vor dem Hitlerfaschismus fliehen mussten. Sie ist die älteste antifaschistische Organisation Deutschlands und verbindet Antifaschistinnen und Antifaschisten aller Generationen.

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Donnerstag 16.07.26, 15:34 Uhr
Kundgebung der IG Metall zur Ruhrpott-Rebellion am 10. Juli 2026 in Bochum

Eric Osladil, Betriebsratsvorsitzender der Opel Warehousing GmbH

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Bochumerinnen und Bochumer,
wir stehen heute hier auf dem Dr.-Ruer-Platz in Bochum — mitten im Ruhrgebiet. Und wenn es eine Region gibt, die weiß, was Arbeit bedeutet, dann ist es diese Region.
Hier wurde geschuftet. Hier wurde aufgebaut. Hier wurden Familien ernährt. Hier wurden Betriebe stark gemacht. Und hier wissen die Menschen ganz genau: Gute Arbeit fällt nicht vom Himmel. Gute Arbeit wurde immer erkämpft.

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Dienstag 14.07.26, 15:09 Uhr
Kundgebung der IG Metall zur Ruhrpott-Rebellion am 10. Juli 2026 in Bochum

Dirk Stahlschmidt, Vorsitzender des Betriebsrates und Schwerbehindertenvertretung bei thyssenkrupp, Werk Bochum NO

Mein Name ist Dirk Stahlschmidt und ich bin seit 39 Jahren in der Stahlindustrie beschäftigt. Als Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung beschäftige ich mich seit über 20 Jahren intensiv mit allen Themen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und ich glaube hier ein sehr deutliches Bild über die Auswirkungen unterschiedlichster Arbeit auf den Menschen zu haben.

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Montag 13.07.26, 20:46 Uhr
Kundgebung der IG Metall zur Ruhrpott-Rebellion am 10. Juli 2026 in Bochum

Jens Schröter, Attac Bochum

Liebe Mitstreiter*innen,

Wir von Attac schließen uns der Ruhrpott-Rebellion an, weil wir davon überzeugt sind, dass der Sozialstaat das Fundament unserer Solidargemeinschaft ist. Dennoch erleben wir Politiker*innen, die uns erzählen, wir könnten uns den Sozialstaat nicht mehr leisten.

Hier wollen wir erwidern: Können wir uns in einer Demokratie, die auf Vielfallt und Solidarität basiert, den unanständigen Reichtum einzelner noch leisten? Können wir es uns leisten, dass die Übereichen weiterhin nicht angemessen zur Solidargemeinschaft beitragen?

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Montag 13.07.26, 20:30 Uhr
Kundgebung der IG Metall zur Ruhrpott-Rebellion am 10. Juli 2026 in Bochum

Elias Schmidt und Rebecca Sirsch GEW Bochum

Elias (Wissenschatlicher Mitarbeiter an der RUB):

Ich möchte in paar Sätze zur abgeräumten BaföG-Novelle sagen.

Ich möchte das einmal am Alltag eines Studenten festmachen. Nicht an einem Klischee vom entspannten Studierendenleben mit Party und Faulenzen, sondern an einem ziemlich normalen Alltag: Vollzeitstudium, WG-Zimmer, Nebenjob, BAföG-Antrag, Monatsende.

Denn die Kürzungen beim Sozialstaat entscheiden ganz konkret, wer sich Bildung leisten kann und wer in die Röhre schaut.

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Montag 13.07.26, 20:30 Uhr
Kundgebung der IG Metall zur Ruhrpott-Rebellion am 10. Juli 2026 in Bochum

Patrick Steinbach, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der BOGESTRA

Liebe Kolleg:innen, ihr habt heute schon einiges gehört. Ich stehe heute hier nicht, weil mir Haushaltszahlen Spaß machen. Ich stehe hier nicht, weil ich gerne über Defizite, Zuschüsse und Einsparszenarien rede. Ganz ehrlich: Wenn ich abends entspannen will, lese ich keinen kommunalen Haushaltsentwurf. Ich stehe hier, weil ich mir Sorgen mache. Sorgen um unsere Arbeitsplätze. Sorgen um unsere Kolleg:innen.
Sorgen um den öffentlichen Dienst.
Sorgen um die BOGESTRA.
Und Sorgen darum, was aus unserer Stadt wird, wenn immer weiter gekürzt wird.
Und ja: Ich stehe hier auch mit Wut.

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Montag 13.07.26, 20:23 Uhr
Kundgebung der IG Metall zur Ruhrpott-Rebellion am 10. Juli 2026 in Bochum

Marlen Reuter-May, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der AWO Westliches Westfalen

Rede: Hände weg von unseren Rechten!
Liebe Kolleginnen, liebe Mitstreiterinnen und Genosinnen,
es tut unglaublich gut zu sehen, wie viele wir heute hier sind! Wir stehen hier nicht alleine. Wir stehen hier Schulter an Schulter mit unseren Schwestergewerkschaften, weil Wir alle eines ganz genau Wissen: Es reicht! Wir blicken auf die Pläne der Politik und der Arbeitgeber und müssen feststellen: Es wird an den völlig falschen Stellen gekürzt. Anstatt in die Zukunft zu investieren, anstatt die zu unterstüzen, die den Laden am Laufen halten, Bei den Menschen, die tagtäglich die harte Arbeit leisten. Und dazu sagen Wir heute laut und deutlich: Nicht mit uns!

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