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Montag 05.12.22, 17:23 Uhr

Rede von Stadt für Alle auf der Demo: Wir frieren nicht für Eure Profite

Wir vom Netzwerk Stadt für Alle setzen uns nicht nur für bezahlbaren Wohnraum ein, sondern vor allem für eine solidarische und ökologische Stadtentwicklung.

Schon lange ist eine unserer zentralen Forderungen die Teilhabe an sozialer Infrastruktur. Dazu gehört natürlich Wohnen, aber auch Gesundheit, öffentlicher Nahverkehr, Bildung und vieles andere mehr.

Durch die Häufung der unterschiedlichen Krisen und das Versagen der Politik sind viele von zunehmender Armut betroffen. Das spüren viele nicht nur persönlich, sondern auch selbstorganisierte lokale Projekte in Bochum. Der Kost Nix-Laden,der aktuell nicht nur einen hohen Zulauf hat, sondern auch selbst um seine Existenz ringt, weil es Schwierigkeiten gibt, die Fixkosten zu bezahlen, ist nur ein Beispiel. Auch bei den Tafeln zeigt sich ähnliches: Der Bedarf steigt. 

Eine der Ursachen sind die steigenden Gas und Strompreise. Jetzt zu fordern, Sanktionen zu beenden und den Gashahn einfach aufzudrehen, wie es Rechte gemeinsam mit Sahra Wagenknecht tun, kann niemand ernsthaft als Krisenbewältigung vertstehen.

Diese Lösung ist nationalistisch und verschwendet keinen Gedanken an die Klimakatastrophe. Energieversorgung muss demokratisch kontrolliert werden.  Wir haben hier in Europa einen der heißesten Sommer erlebt. In Pakistan sind über 30 Millionen Menschen von Überschwemmungen betroffen. Darum ist auch die Idee, fossile Energien von anderen autokratischen Systemen zu beziehen, bescheuert.

Darum ist jetzt nicht die Zeit Fehler zu wiederholen.

Jetzt ist die Zeit, Gelegenheit und Notwendigkeit, endlich in den Ausbau von regenerativen Energien zu investieren: umweltfreundlich, international und solidarisch.

Das bedeutet für Bochum etwa keine freien Flächen mehr zu verbauen, Leerstand zu aktivieren und den Wohnungsbestand umweltfreundlich zu modernisieren. Wenn das zielgenau funktioniert, bleibt die Warmmiete (Miete plus Nebenkosten) für die Mieter:innen dadurch gleich

Die Debatte um das neun Euro Ticket zeigt, dass ein bezahlbarer und vor allen Dingen gut ausgebauter Nahverkehr dringend nötig ist, auch aus ökologischer Perspektive. Wir brauchen die Verkehrswende nicht nur für Wochenendausflüge, sondern vor allem, um im Alltag auch mit wenig Geld mobil zu sein. Es wird behauptet, das sei nicht finanzierbar und bringe den Leuten auf dem Land wegen der schlechten ÖPNV-Verbindungen nichts. Richtig, es muss einiges Geld in die Hand genommen werden, um diesen Ausbau voranzubringen, aber auch die Land-Bevölkerung hat einen Vorteil davon, wenn der Klimawandel nicht so schnell voranschreitet. 

  Etwa die Hälfte aller Bochumer Haushalte haben aktuell Anspruch auf eine mietpreisgebundene Wohnung, also eine Wohnung, dessen Mietpreis gesetzlich gedeckelt ist. Von ca. 150.000 Mietwohnungen in Bochum sind aber nur ca. 13.000 mietpreisgebunden – Tendenz sinkend. Das ist ein riesiges Problem, dem sich die Stadt Bochum bisher nicht wirklich angenommen hat. 

Das muss aufhören und deshalb fordern wir den Umbau der VBW zu einem gemeinwohlorientierten Unternehmen. Statt Millionengewinne zu erwirtschaften, soll die VBW günstige Mieten anbieten.

Wir von Stadt für Alle fordern schon lange die VBW zu reformieren. Die VBW Bauen und Wohnen GmbH ist der größte Wohnungsanbieter in Bochum. Das Unternehmen gehört zu rund 80 Prozent der Stadt. Aktuell ist die VBW auf Profitmaximierung ausgelegt. Jedes Jahr muss sie laut Beschluss des Bochumer Stadtrats Millionen Euro an ihre Anteilseigner*innen auszahlen – vor allem an die Stadt Bochum und an Vonovia.

In der aktuellen Situation gilt es akute, Hilfen für Menschen schnellstmöglich umzusetzen

In diesem Winter stehen vielen Menschen harte Zeiten bevor, darum muss jetzt durch die Politik hier in Bochum gehandelt werden.

Wir fordern darum einen lokalen Härtefallfond für zahlungsunfähige Mieter:innen. Finanzieren könnte sich dieser Fond wie in Essen durch den Verzicht auf Boni die von städtischen Unternehmen ausgezahlt werden.

Wir fordern ein Kündigungsmoratorium der VBW. Dadurch kann der Druck auf andere Vermieter:innen ausgeweitet werden, sich diesem Moratorium anzuschließen. 


Wir fordern ein Mietenstopp der VBW. Auch hier kann der freiwillige Verzicht durch andere Vermieter:inen eingefordert werden

Wir fordern ein Verzicht auf Energiesperren durch die Stadtwerke


Außerdem fordern wir die Förderung von warmen „Stadtteilwohnzimmern“, in denen wir uns nicht nur aufwärmen können, sondern dies kann auch ein Ort der Begegnung sein

Das sind Forderungen, die hier in Bochum umgesetzt werden können, ohne auf landes oder bundesweite Beschlüsse warten zu müssen.

Die Teilhabe an einem guten Leben für alle muss möglich sein. Das heißt vor allem Teilhabe an gesellschaftlicher Infrastruktur für alle. Wohnen, Mobilität, Gesundheit, Bildung und Kultur darf nicht vom Geldbeutel abhängig sein. Soziale Infrastruktur ist ein Gemeingut und darf nicht marktwirtschaftlich organisiert sein. Wir müssen uns diese Gemeingüter zurückerobern. Das bedeutet auch, dass wir endlich höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen brauchen, insbesondere in den systemrelevanten Jobs und in der Care-Arbeit, wie etwa der Pflege. Denn unser Leben ist keine Geschäftsidee!

Es ist genug für Alle da, es muss nur umverteilt werden. Eine Forderung nach Umsetzung der Vermögenssteuer, die Besteuerung von Krisenprofiteur*innen durch eine Übergewinnsteuer oder eine Reform des Erbrechts können erste Schritte sein. 

Ein gutes Leben für Alle bedeutet auch eine Welt in der wir alle leben können. Heute und morgen, hier und in allen anderen Teilen der Welt. Darum ist es an der Zeit gemeinsame Lösungen zu schaffen, die keinen weiteren Raubbau an unseren Leben und unserer Umwelt betreiben.  

Solidarität endet nicht an Landesgrenzen und Solidarität beginnt jetzt und hier bei uns in Bochum mit euch zusammen.


Sonntag 04.12.22, 18:30 Uhr
Demonstration "Genug ist Genug" am 3. 12. 2022 in Bochum

Redebeitrag von Stefan von Fridays for Future

Wir demonstrieren heute hier, weil wir von der Regierung angemessene Antworten auf alle sozialen Krisen einfordern. Und die größte soziale Krise ist die Klimakrise. Die Ungleichheit beim CO2-Ausstoß zwischen globalem Norden und den am meisten betroffenen Menschen und Regionen (kurz MAPA) ist enorm. Ebenso gigantisch ist die Ungleichheit beim CO2-Ausstoß zwischen den Reichen und der Normalbevölkerung. Ich weiß, dass sich viele Menschen aktuell keinen klimafreundlichen Konsum leisten können. Aber genau das ist das Problem. Das umweltfreundliche Verhalten muss günstiger und einfacher sein als das umweltschädliche Verhalten. Zudem sind es insbesondere Superreiche, die einen sehr hohen CO2-Ausstoß haben. Es kann daher keine freiwillige Entscheidung sein, ob Menschen – und insbesondere Reiche – die Umwelt schützen oder zerstören möchten. Wir müssen aufhören, das Ende des Monats gegen das Ende des Jahrzehnts auszuspielen. Wir brauchen systemische Veränderungen, die das Klima schützen und soziale Gerechtigkeit herstellen.

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Sonntag 04.12.22, 17:39 Uhr

Redebeitrag von Annette Schnoor, attac Bochum

Ich begrüße alle Anwesenden im Namen der Bochumer Attac Gruppe.
Liebe Bochumer:innen!!
Die finanzielle Situation vieler Menschen wird unhaltbar. Die Regierungsmaßnahmen helfen sicher einigen, aber die, die ein niedriges Einkommen haben, bekommen zu wenig und die Reichen bekommen zu viel. Ich muss schon sagen: Es empört mich, dass meine Steuergelder dazu verwandt werden, irgendwelchen Gutverdienenden die Beheizung ihrer Schwimmbäder zu ermöglichen.Nicht nur das weitere Ansteigen der Armut ist Folge dieser Politik, sondern auch das weitere Ansteigen der Co2-Emissionen –und das in einer Zeit, in der sie dramatisch gesenkt werden müssten.

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Sonntag 04.12.22, 17:29 Uhr
Demonstration "Genug ist Genug" am 3. 12. 2022 in Bochum

Redebeitrag von Elias Bala von der Bezirksschüler*innenvertretung Bochum

Jedes fünfte Kind ist, laut dem Deutschen Kinderhilfswerk, von Armut betroffen [1]. Das bedeutet für Bochum: Von den 47.000 Schüler*innen unserer Stadt sind 9.400 arm. Armut heißt: 9.400 Schüler*innen können sich nicht ausreichend ernähren, weil ihnen die Mittel dazu fehlen. Der Warenkorb bei Hartz IV neuerdings Bürgergeld ist unzureichend bemessen und auch andere Unterstützungsleistungen drohen auszufallen. Die Tafel in Bochum und vielen anderen Städten nehmen gegenwärtig niemanden mehr auf. Den Kindern und Jugendlichen droht Mangelernährung mit Folgen wie Wachstumsverzögerung und einer eingeschränkten kognitiven Entwicklung [2]. Ernährungsarmut wirkt sich unmittelbar auf die Bildungschancen aus, ohne ausreichende und gesunde Ernährung kann niemand entspannt lernen.

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Sonntag 04.12.22, 16:58 Uhr
Demonstration "Genug ist Genug" am 3. 12. 2022 in Bochum

Redebeitrag von Ella, Genug ist Genug

„Herzlich willkommen ihr lieben Menschen zur ersten Demo von Genug ist Genug Bochum. Wir freuen uns sehr, dass ihr so zahlreich erschienen seid und möchten gleich auf die Straße, um laut gegen die katastrophale Politik der Ampel Koalition zu sein. Neben unseren 6 Forderungen ist es uns ebenso wichtig, uns ganz klar von rechts zu distanzieren. Sozialer Protest muss antifaschistisch, ökologisch, international und integrierend sein. Und genau das ist die heutige Demo der AfD-Faschos in Essen nicht. Unser Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher Nationalität, Religion und Herkunft zusammenzuführen, um gemeinsam für eine solidarische und gerechte Gesellschaft zu streiten. Ebenso distanzieren wir uns von stalinistischen Sekten, wie zum Beispiel der MLPD, die in Vergangenheit öfters negativ aufgefallen sind.

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Freitag 02.12.22, 12:47 Uhr
Kunstmuseum & Schwanenmarkt 1:

Zwischen den Welten

Mit „Les Gardiennes“ widmet das Kunstmuseum Bochum dem Schaffen von Leonor Fini eine Ausstellung mit Performanceprogramm. Zeitgleich eröffnet im Seitenflügel des Museums mit „Schwanenmarkt 1 – Expanded“ eine temporäre Dependance des Bochumer Labors für Kunst und Recherche. Am Samstag, den 3. Dezember, um 19 Uhr feiern beide Ausstellungen gemeinsam Eröffnung. Matthias Schamp kündigt dazu an: »Davor gibt es ein Krach-Konzert um 18 Uhr am Schwanenmarkt 1 (ungefähr 5 Fußminuten vom Museum entfernt). Das Konzert bildet zugleich den Auftakt von 100 Jahre Höllenlärm in Bochum, womit an den Komponisten Erwin Schulhoff erinnert werden soll.

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Mittwoch 30.11.22, 10:18 Uhr

„Schlamasel-Masel, jüdische Märchen und Geschichten“

Am zweiten Advent, Sonntag, 04.12. um 15 Uhr lädt das Theater Traumbaum zu einer vorweihnachtlichen Familienvorstellung: »Auf dem Programm steht ganz bewusst für Menschen ab 6 Jahren das Stück „Schlamasel-Masel, jüdische Märchen und Geschichten“. Da wir glücklicherweise mittlerweile  in einer multikulturellen Gesellschaft leben, alles andere wäre ja auch schrecklich langweilig, nimmt das Theater Traumbaum das jüdische Lichterfest Chanukka zum Anlass, sein Familienpublikum zu einem sehr unterhaltsamen Blick über den Tellerrand zu verführen.

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Dienstag 29.11.22, 12:03 Uhr

Adventssause im Quartier

Die Quartiershalle in der KoFabrik e.V. lädt am 3.12. zur „Adventssause“: »Wenn die verrücktesten Weihnachtsgestalten den Kortländer Kiez und das Quartier rund um den Imbuschplatz erobern, wenn Musik durch die Innenhöfe klingt, die Stühmeyerstraße zum Schlender-Basar wird, der längste Bartisch des Viertels zum gemeinsamen Plaudern einlädt, auf dem Imbuschplatz ein Weihnachtsbaum leuchtet, es nach Falafel, Gebäck und Kinderpunsch duftet und sich im ko-labor und in der Quartiershalle bastelnde, staunende, lachende Besucher*innen tummeln, dann, ja dann heißt es: Straße, Bühne und Halle frei für die Adventssause im Quartier!

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Montag 28.11.22, 10:00 Uhr
Im Oval Office stellt sich die Initiative "Wir zahlen nicht mehr" vor

Aus gegebenem Anlass: Kapitalismus und Krise

Im Oval Office wird sich am 3.12. (also nach der Demonstration „Wir frieren nicht für Eure Profite“) die Intiative „Wir zahlen nicht mehr“ aus Köln vorstellen. Die Ankündigung des Oval Office zu dieser Veranstaltung (Beginn ca. 19:30 Uhr): »Input zu Kapitalismus und Krise von Christian Frings (Autor und Aktivist) und Vorstellen der Initiative „Wir zahlen nicht mehr“ (Vollversammlungen gegen Preiserhöhungen in Köln). Unsere neue Veranstaltungsreihe „Aus gegebenem Anlass“ geht in die erste Runde: Immer die neuesten News im Anschlag haben, komplexe Konflikte und Krisen wie selbstverständlich einordnen können und gleich wissen, was am besten zu tun ist?

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Sonntag 27.11.22, 21:53 Uhr

Eine Lesung mit und über EndeGelände

Am Mittwoch, den 30. November wird um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer das Buch „We shut shit down“ über die Bewegung „Ende Gelände“ vorgestellt: »“Es geht uns um mehr als den sofortigen Kohleausstieg. Es geht auch darum, die Art und Weise, wie Politik gemacht wird, zu verändern.“ Ende Gelände – das sind Tausende, die sich ungehorsam für eine klimagerechte Welt einsetzen. Die zu Hunderten Massenaktionen durchführen und damit den Kohleausstieg auf die Agenda geholt haben, die dafür sorgen wollen, dass der fossile Kapitalismus möglichst bald der Vergangenheit angehört.

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Sonntag 27.11.22, 21:00 Uhr

Bilder der Demo: We fight back

Mehr als 300 Teilnehmer:innen sind am Samstag dem Aufruf zur Demonstration gegen Gewalt an Frauen gefolgt. Die Solidarität mit dem Aufstand im Iran stand dabei im Vordergrund. Bo-alternativ bemüht sich um die Manuskripte aller Redebeiträge, um sie an dieser Stelle zu veröffentlichen Eine Bildergalerie liegt bereits vor:

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Sonntag 27.11.22, 10:45 Uhr

Zwangsarbeit im Steinkohlenbergbau

Im Rahmen der Reihe „Zwangsarbeit in Bochum im Zweiten Weltkrieg und gegenwärtige Anforderungen an Erinnerungskultur und Erinnerungspolitik“ lädt die Initiative Nordbahnhof am Dienstag, den 29. 11. um 18 Uhr zu einem Vortrag von Prof. Dr. Hans-Christoph Seidel ein zum Thema „Zwangsarbeit im Steinkohlenbergbau – Bochum und das Ruhrgebiet“: »Der Vortrag behandelt den Ausländer- und Zwangsarbeitereinsatz im Ruhrbergbau während des Zweiten Weltkrieges an Beispielen von Bochumer Zechen.

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Samstag 26.11.22, 14:31 Uhr
NATO-Mitglied Türkei bombardiert Kurdistan

Wer sind die wahren Terrorist*innen? 2

Am gestrigen Freitagabend hatte die Migrantifa Bochum zu einer Kundgebung „Gegen den Krieg in Kurdistan“ aufgerufen. In den Reden wurde anschaulich gemacht, wie mörderisch der Bombenkrieg der Türkei und des Irans auf die kurdischen Städte ist. Die Türkei behauptet, Terrorismus zu bekämpfen. Ein Redebeitrag stellte die Frage, wer die wahren Terrorist*innen sind. Die vollständige Rede.

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Samstag 26.11.22, 13:57 Uhr
Redebeitrag der Migrantifa auf der Kundgebung am 26.11.22 "Gegen den Krieg in Kurdistan" in Bochum

Wer sind die wahren Terrorist*innen?

Heute stehen wir hier, um unsere Solidarität für die Kurd*innen auszudrücken. Es scheint, als müssten die Kurd*innen aktuell mal wieder von allen Seiten einstecken. Bereits letzten Monat hat die Türkei kurdische Gebiete im Irak mit Chemiewaffen angegriffen. Dies kam nur raus, weil kurdische Menschenrechtler*innen Bilder der ermordeten, von deutschen Gerichtsmediziner*innen auswerten ließen. Und jetzt die Explosion in Istanbul – die zufällig kurz vor den Wahlen passiert. Erdogan nutzt die Situation aus und beschuldigt ohne klare Argumente die PKK und YPG. Die Arbeiterpartei PKK hat die Vorwürfe bereits zurückgewiesen, da sie keine direkten Angriffe auf Zivilist*innen durchführen.

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Samstag 26.11.22, 13:55 Uhr
Redebeitrag der Migrantifa auf der Kundgebung am 26.11.22 "Gegen den Krieg in Kurdistan" in Bochum

Die Türkei bombardiert meine Heimat in Schutt und Asche 2

Ich heiße Can. Ich bin in Rojava in einer kleinen Stadt, direkt an der türkischen Grenze, geboren und aufgewachsen.
Geprägt haben mich vor allem einige Ereignisse aus meiner Kindheit. Türkische Soldaten haben oft wahllos und teilweise zur eigenen Belustigung über die Grenze geschossen.
Kaum eine Nacht verging, in der kein Gewehrfeuer zu hören war. Nachts war es lebensgefährlich, sich in der Nähe der Grenze aufzuhalten.
Die Bevölkerung, vor allem meine Generation, hat sehr darunter gelitten.

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Samstag 26.11.22, 13:51 Uhr
Redebeitrag der Migrantifa auf der Kundgebung am 26.11.22 "Gegen den Krieg in Kurdistan" in Bochum

Kurdische Identität

Kurdische Identität ,was bedeutet es damit aufzuwachsen? Ich erkläre es dir. Das bedeutet, zu Hause in den sicheren vier Wänden eine Sprache beigebracht zu bekommen, die ganz anders klingt als die da draußen. Auf dem Weg nach draußen ermahnt zu werden, diese nicht in der Öffentlichkeit zu sprechen. Denn Du könntest verletzt werden, Menschen könnten dich beleidigen, schlagen, ins Gefängnis stecken, foltern und töten.

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Freitag 25.11.22, 15:37 Uhr

Pop-Up-Radwege

Im März ist es zu einem schweren Unfall auf der Dorstener Straße in der Nähe der Kreuzung mit der Hordeler Straße gekommen. Die Radwende Bochum hat daraufhin im Mai einen Antrag an die Stadt gestellt, auf der Dorstener Straße zwischen Poststraße und der Stadtgrenze Herne auf beiden Seiten temporäre Radwege auf der Fahrbahn einzurichten, um damit einen Betrag zur Verwirklichung der „Vision Zero“ in Bochum zu leisten.

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Freitag 25.11.22, 12:35 Uhr

OMAS GEGEN RECHTS übergeben Spende an Tafel

Eine kleine Abordnung der Theatergruppe der OMAS GEGEN RECHTS Bochum & West übergibt der Tafel Bochum und Wattenscheid Spenden in Höhe von 1100€, die am 16. und 17. November 2022 anlässlich der Aufführungen ihres neuen Theaterstücks „Die Einladung der Madame S.“ gesammelt werden konnten. Der Spendenerlös soll dem Projekt „Seniorenunterstützung“ zugutekommen, bei dem Senior*innen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht die Ausgabestellen erreichen können, mit Lebensmitteln beliefert werden.

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Freitag 25.11.22, 08:55 Uhr
Abriss des Freibades Langendreer mit Fotos und Webcam?

„Urban-Blue“ zwischen Transparenz und Zynismus!

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zur Transparenz beim Abriss des Freibades Langendreer: »Fotos und Webcam – „Urban-Blue“ zwischen Transparenz und Zynismus! Da sage noch eine/r, die Stadt Bochum würde ihre Bürger*innen nicht an wichtigen Stadtentwicklungsmaßnahmen teilhaben lassen. Sie schafft sogar Transparenz, wenn Verwaltungsaufgaben in private Gesellschaften ausgegliedert sind.

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Donnerstag 24.11.22, 07:50 Uhr

Kundgebung gegen den erneuten Angriffskrieg der Türkei gegen Kurdistan 1

Die Migrantifa ruft für den morgigen Freitag, den 25. 11. um 17.30 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Schauspielhaus gegen den erneuten Angriffskrieg der Türkei in Kurdistan auf: »Mit Flugzeugen, Artillerie, Chemiewaffen und Drohnen greift die Türkei seit Tagen die überwiegend kurdischen Gebiete in Nordsyrien an.  Parallel greift das iranische Mullahregime die kurdischen Gebiete an. Einmal mehr wird die jahrzehntelange Vertreibung und Ermordung kurdischer Menschen fortgesetzt. Neben geopolitischen Gründen und Großmachtfantasien ist der zentrale Beweggrund die Angst vor den demokratischen, egalitären und emanzipatorischen Bestrebungen in den kurdischen Gebieten, die vor allem von den Frauen vorangetrieben werden. Dabei kann Erdogan als NATO-Bündnispartner auf das Schweigen westlicher Politiker zu seinem erneuten Angriffskrieg vertrauen. Die Opfer sind die Menschen, die entweder dem IS 2014 entkommen oder die den IS entscheidend besiegen konnten. Kommt am Freitag um 17.30 vor das Schauspielhaus und setzt ein Zeichen!«


Mittwoch 23.11.22, 12:12 Uhr

Jin Jiyan Azadî – Die feministische Revolution im Iran

Die Medizinische Flüchtlingshilfe veranstaltet ein Online Seminar am 28.11.22, 19h mit den Politikwissenschaftler*innen Dastan Jasim und Dr. Ali Fathollah-Nejad zum Gedenken an Jina Mahasa Amini:
>>Seit nunmehr 2 Monaten ist im Iran eine Revolution im Gange gegen das herrschende Mullah-Regime. Auslöser der Massenproteste, die im ganzen Land stattfinden, war der Tod einer jungen Frau: Jina Mahsa Amini, ermordet von den Sicherheitskräften des Regimes, welche für ihre Brutalität und Grausamkeit berüchtigt sind. Die Sittenpolizei hatte die junge Frau auf der Straße verhaftet, da sie nach den Gesetzen der Mullahs nicht korrekt gekleidet war. Am nächsten Tag war Jina Mahsa Amini tot.
Jina Mahsa Amini war eine von unzähligen Menschen, die das Regime willkürlich verhaftet, gefoltert und getötet hat. Diese Wut gegen das systematische Unrecht treibt Iraner*innen seit diesem Vorfall täglich auf die Straßen. Lautstark zeigen sie ihre Wut, Frauen reißen sich den Hijab vom Kopf und verbrennen ihn, sie schneiden sich in der Öffentlichkeit die Haare ab, tanzen, singen und kämpfen gegen ein Regime, das ihnen sämtliche Rechte entzogen hat.

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