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Dienstag 28.06.22, 18:16 Uhr

Ansprache: Queeres Netzwerk NRW

Liebe Bochumer Menschen Liebe Queeren Menschen Liebe Alle

Wir in Bochum zeigen heute Flagge. Unser csd wird immer größer. 

Und das nach zwei schwierigen Pandemiejahren. Die Community kann zurecht stolz sein. 

Dieses Jahr ist ein besonderes: vor 50 Jahren ging’s in Münster los mit den Straßenfesten. Da kommen wir in Bochum auch noch hin. 

Besonders weil es wichtiger den je ist auf die Straße zu gehen. Gerade heute kam die Nachricht, dass in Oslo während der Csd Feierlichkeiten in einem Queeren Club auf Menschen geschossen wurde. 2 starben. Das ist inakzeptabel. Das ist Menschenverachtend. Ich habe es satt, auf CSDs von Toten zu sprechen, von Gewaltopfern und Misssständen. Es ist an der Zeit wieder Erfolge zu feiern.

Deswegen:

Wir müssen laut sein

Wir müssen auf die Straße gehen. 

Wir müssen sichtbar werden. 

Wir müssen für Gleichberechtigung kämpfen. 

Was dabei wichtig ist: Sichtbarkeit und Solidarität mit & für alle in der Community!

Darum ihr Lieben:

wir lassen uns nicht spalten, 

wir lassen nicht Schwule und Lesben gegen Trans* Menschen ausspielen, 

wir lassen nicht zu, dass Bi+ und Asexuelle unter den Tisch fallen, 

dass die Bedarfe von inter* und nichtbinären Menschen ignoriert werden, 

wir lassen nicht zu, dass innerhalb unserer eigenen Communities Rassismus und Behindertenfeindlichkeit Platz finden…

Und wir lasen es nicht zu, weiter an den Rand gedrängt zu werden. 

Darum ist es so wichtig sich auch landesweit zu  Vernetzen

Auch dafür steht der CSD:

wir kommen Zusammen, wir bestärken uns und sorgen gemeinsam dafür aus Bochum ein bessere Stadt zu machen und uns für eine weltoffene Gesellschaft einzusetzen. 

Ich wünsche euch und uns:

Einen wunderbaren und herausragenden CSD

Sorgen wir gemeinsam dafür, dass alle unsere Stimmen gehört werden!

Danke!

Link zum Queren Netzwerk NRW


Dienstag 28.06.22, 12:10 Uhr
Fridays for Future am 1.7. zur Abstimmung über die EU-Taxonomie

Mahnwache und Kunstaktion

Zu der Abstimmung der EU-Taxonomie im EU-Parlament in den nächsten Tagen veranstaltet Fridays for Future einen bundesweiten Aktionstag in mehreren deutschen Städten. In der Pressemitteilung der Bochumer Gruppe dazu: »In Bochum wird dafür im Westpark am Freitag, den 01.07. ab 18:00 Uhr eine Mahnwache mit Kunstaktion stattfinden.
Bei dieser werden die Aktivist:innen einige der in ca. 6m Höhe ragenden Rohre östlich der Jahrhunderthalle mit grünen Bannern verhängen und so das Greenwashing von fossiler Infrastruktur symbolisieren.

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Montag 27.06.22, 08:37 Uhr

Friedensdemonstration in Berlin

Das Bochumer Friedensplenum und die DFG-VK rufen auf zur bundesweiten Demonstration „Wir zahlen nicht für eure Kriege! 100 Milliarden für eine demokratische, zivile und soziale Zeitenwende“ am 2. Juli 2022 in Berlin auf: »Über 100 Organisationen und namhafte Einzelpersonen sind in diesem Bündnis zusammengeschlossen und täglich werden es mehr. Die Demonstration beginnt um 14 Uhr auf dem Bebelplatz und ist der Auftakt zu einer längerfristigen Offensive gegen das Verschuldungs- und Aufrüstungspaket von 100 Milliarden Euro sowie der enormen Steigerung der Rüstungsausgaben die nun in atemberaubenden Tempo umgesetzt werden soll. Diese Politik der Regierung bedeutet sowohl mehr Krieg als auch die forcierte Zerstörung der existenziellen Lebensgrundlagen der Menschen hier und weltweit.« Der Aufruf des Bündnisses Zeitenwende. Zugfahrt nach Berlin.


Samstag 25.06.22, 18:40 Uhr

Anarchistisches Kennenlerntreffen 1

Die Schwarze Ruhr-Uni lädt am am Mittwoch, den 29.06. um 18.30 Uhr zu einem Kennenlerntreffen im Sozialen Zentrum ein. Am Anfang der Einladung heißt es: «Der Klimawandel führt jetzt schon zu Hungersnöten und tödlichen Hitzewellen. Kriege zerstören die Lebensgrundlagen von Millonen. Rechte Politiker*innen bemühen sich, die Erfolge des Feminismus rückgängig zu machen. Der globale Kolonialismus setzt sich weiter fort und Indigene werden weiterhin im Namen des “Fortschritts und der Entwicklung” ihrer Heimat und Kultur beraubt, auch für den Ausbau sogenannter grüner Technologien.

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Donnerstag 23.06.22, 07:00 Uhr

“Protest – Flashmob“ gegen Armut am Samstag vor dem Hauptbahnhof

Am Samstag, den 25. Juni findet um 14 Uhr vor dem Hauptbahnhof ein “Protest – Flashmob“ gegen die wachsende Armut in unserer Gesellschaft statt. Der Paritätische schreibt auf seiner Webseite: »Ausgehend von einem Aufruf unter dem Hashtag #IchBinArmutsbetroffen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ist in den vergangenen fünf Wochen eine neue soziale Bewegung Armutsbetroffener entstanden. In acht deutschen Städten planen Aktive der Bewegung am kommenden Samstag, dem 25. Juni 2022, erneut Protest-Aktionen, um um auf ihre prekäre Lebenssituation aufmerksam zu machen. Alle, die Armut abschaffen wollen, sind eingeladen!

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Samstag 04.06.22, 09:14 Uhr

Warnstreiks in der Eisen- und Stahlindustrie

Die IG Metall Ruhrgebiet Mitte kündigt an, dass „die nordwestdeutsche Stahlindustrie auf einen massiven Arbeitskampf zusteuert“: »In den Verhandlungen gab es in der zweiten Runde keinen Fortschritt. Die Beschäftigten fordern eine prozentuale Entgelterhöhung, aber die Arbeitgeber bieten bislang lediglich eine Einmalzahlung an. Um den berechtigten Forderungen der Beschäftigten Nachdruck zu verleihen, finden seit Anfang der Woche Warnstreiks statt.

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Donnerstag 02.06.22, 19:04 Uhr

Bi*Poc Klimakonferenz der BUND-Jugend

Der Landesverband der BUND-Jugend NRW lädt für Sonntag, den 5. 6. 14 Uhr – 18 Uhr im Café Neuland, : Rottstr. 15 zu einem Workshop ein mit dem Titel: „Warum wir mehr BI*POCs“ in der Klimabewegung brauchen: .»BI*POCs (Schwarze, Indigene und Menschen of color / Menschen, die aufgrund ihres Aussehens, der Herkunft ihrer Familie oder ihres Namens Rassismus erleben) sind in der Klimabewegung kaum vertreten. Dabei ist ihre Perspektive essentiell für eine klimagerechte Zukunft! Denn aktuell wird Klimaschutz eurozentristisch gedacht: es heißt fridays for future, obwohl Menschen im globalen Süden jetzt schon Klimakatastrophen erleben und flüchten müssen.

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Samstag 14.05.22, 18:00 Uhr

Anti–Autoritäre Perspektiven auf die Klimakatastrophe

Die Schwarze Ruhr-Uni bietet am Sonntag, den 15. 5. um 18.00 Uhr für alle, die keinen Bock auf Wahlpartys haben im Bochumer Klimacamp an der Grabenstraße einen Vortrag an: »Ausgehend von anarchistischen und indigenen Analysen werden wir darüber sprechen, was die Ursachen der aktuellen Klima- und ökologischen Katastrophe sind und warum die Lösungen für sie längst existieren und „nur“ nicht umgesetzt werden. Wir gehen dabei an die Wurzeln unserer gesellschaftlichen Ordnung. Fragen, die dabei geklärt werden sollen sind:

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Donnerstag 12.05.22, 13:18 Uhr

Radtour zu ehemaligen Zwangsarbeiterlagern

Die Volkdhochschule bietet in Kooperation mit dem Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ am Samstag, 14. Mai, von 14 bis 16.15 Uhr eine Radtour zu ehemaligen Zwangsarbeiterlagern in Bochum (Kursnummer E12007) an: »Die Exkursion soll Kenntnisse darüber vermitteln, unter welchen Bedingungen die Betroffenen in den Rüstungsbetrieben des „Dritten Reiches“ arbeiten mussten. An verschiedenen Stationen wird die Geschichte der Menschen und der Lager erläutert: Die „Stolperschwelle“ am Kreisverkehr Kohlenstraße gehört dazu, wie auch der Gedenkort zur Erinnerung an das ehemalige Außenlager des KZ Buchenwald an der Brüllstraße. Die Teilnehmenden besuchen das Zwangsarbeiterlager „Saure Wiesen“ und die Erinnerungstafel für das Lager Mariannenplatz.« Treffpunkt ist der Westpark / Parkplatz am Gewerkschaftshaus, Alleestraße 80.


Mittwoch 11.05.22, 09:00 Uhr
Radwende ruft auf zur Teilnahme an

Kidical Mass: Uns gehört die Straße

Die Radwende ruft in ihrer aktuellen Pressemitteilung am 14. Mai 2022 um 14 Uhr zur Teilnahme am Kidical Mass auf: »Unter dem Motto „Uns gehört die Straße“ soll bei dieser Fahrraddemonstration auf die Situation von Kindern und Jugendlichen die mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs sind hingewiesen werden. Nach der Demonstration wird es ein buntes Kinderfest geben.

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Dienstag 10.05.22, 16:13 Uhr
Gedenkrundgang am 8. Mai 2022, dem Tag der Befreiung, auf dem Friedhof am Freigrafendamm

Redebeitrag vom Felix Lipski, Holocaustüberlebender, Klub STERN der Jüdischen Gemeinde Bochum

Übersetzt und vorgetragen von Margarita Gosman

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa durch die vollständige bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Wir feiern heute 77 Jahre der Befreiung Deutschlands vom Nazismus, das Ende des größten Blutvergießens der Weltgeschichte, die Rettung der europäischen Juden vor der vollständigen Vernichtung.

Im Zweitem Weltkrieg haben 60 Millionen Menschen ihr Leben verloren, fast die Hälfte davon waren Zivilisten. Jeder Zehnte war Jude.

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Dienstag 10.05.22, 09:45 Uhr
Stadt für alle im Rahmen des Klimacamp

Wohnen in Bochum – ökologisch und sozial gerecht

Im Rahmen des Klimacamp wird das Netzwerk Stadt für alle bei einer Veranstaltung am Donnerstag, den 12.5., das Thema einer „zukunftsfähigen Wohnungspolitik“ ins Zentrum stellen: »Im zweiten Halbjahr 2022 wird die Stadt zentrale Maßnahmen im Bereich Wohnen im Rahmen des Handlungskonzeptes überarbeiten. Bisher war die Vorgabe vor allem Neubau zu errichten. Diese Strategie stieß bei Anwohnerinitiativen, Klimagruppen und sozialpolitisch motivierten Akteuren auf Widerspruch. Denn mit neuen überwiegend hochpreisigen Neubau wird weder ärmeren Mieter:innen noch dem Klima geholfen. Klimaschutz und bezahlbares Wohnen muss kein Widerspruch sein.

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Montag 09.05.22, 16:10 Uhr
Gedenkrundgang am 8. Mai 2022, dem Tag der Befreiung, auf dem Friedhof am Freigrafendamm

Redebeitrag von Jennifer Haas, Fritz Bauer Forum/Bibliothek

Herzlichen Dank, dass ich heute, am Tag der Befreiung, einen der Wortbeiträge übernehmen darf. Wir stehen hier auf dem Hauptfriedhof West am Grabfeld 19, einem der zwei Grabfelder, auf dem insgesamt 1720 Zwangsarbeiter*innen verschiedener Nationalitäten bestattet sind. Auf der Ostseite des Friedhofs befindet sich die Baustelle des Fritz Bauer Forums mit Bibliothek und Archiv, für die ich tätig bin. Ich möchte kurz ein paar Worte zum Projekt sagen. Im Fritz Bauer Forum, und vor allem in der physischen und digitalen Bibliothek, ist unser Ziel ebensolche Geschichten, wie die der hier begrabenen Zwangsarbeiter*innen nicht zu vergessen, sondern diese zu thematisieren, aufzuarbeiten und denen eine Stimme zu geben, die sie nicht mehr haben. Aber auch die Stimmen derer zu Wort kommen zu lassen, die ihre Geschichten erzählen können und wollen.

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Montag 09.05.22, 16:07 Uhr
Gedenkrundgang am 8. Mai 2022, dem Tag der Befreiung, auf dem Friedhof am Freigrafendamm

Redebeitrag von Uli Borchers, Bündnis gegen Rechts

Unser Rundgang an jedem 8.Mai ist auch immer eine Aussage gegen den Krieg. Wir erinnern an Opfer und Täter des Eroberungskrieges von 1939 bis 1945. Wir werden die Opfer nicht vergessen: Frauen und Männer die im Widerstand gegen den Faschismus waren, Frauen und Männer, die als ZwangsarbeiterInnen verschleppt und ausgebeutet wurden, Jüdinnen und Juden, die ermordet wurden Sinti und Roma, Homosexuelle und alle anderen Menschen, die der rassenideologischen Vorstellung der Nationalsozialisten nach „minderwertig“ waren. „Landtag Nazifrei“, unsere Kampagne gegen die AfD und andere rassistische Parteien sollte heute mein Thema sein. Gründe zu liefern, Begründungen vorzutragen und zu beschreiben, dass die AfD, Die Basis, die Rechte rassistische Parteien sind, mit antisemistischen Tendenzen, migrantenfeindlichen Positionen, etc. wäre einfach und auch eine Woche vor der Landtagswahl berechtigt.

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Montag 09.05.22, 16:02 Uhr
Gedenkrundgang am 8. Mai 2022, dem Tag der Befreiung, auf dem Friedhof am Freigrafendamm

Redebeitrag von Michael Niggemann, VVN – BdA Bochum

Wir stehen hier am Ehrenrundplatz, eine der wenigen Gedenkstätten in Deutschland für die im allgemeinen Bewusstsein vergessenen Widerstandskämpfer. An dieser Stelle, wo sich die Hauptwege des Friedhofs treffen, an diesem besonderen Platz, gedenken wir acht Widerstandskämpfern gegen Faschismus und Krieg, die der linkssozialistischen und kommunistischen Arbeiterbewegung angehörten. Aber es waren nicht die einzigen Widerstandskämpfer. An vielen Orten in den Städten und Dörfern Deutschlands gab es Widerstand. Allerdings ist dieser Widerstand bereits kurz nach dem Krieg kleingeredet und verschwiegen worden. Umso wertvoller ist die Erinnerung an Bochumer Widerstandskämpfer:innen, die auch in Konzentrationslagern bzw. Zuchthäusern der Faschisten umgebracht wurden.

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