Archiv


Montag 20.09.21, 11:22 Uhr
Die Veranstaltung fällt aus!

Siebdruckworkshop für Kinder

Das LutherLAB in Langendreer versteht sich als Experimentierraum für Begegnung, Bildung und Nachhaltigkeit und bietet in diesem Rahmen Ende der Woche einen Siebdruckworkshop an: »Siebdruck ist leicht zu erlernen. Wir bieten eine Einführung in die grundlegende Technik des Siebdrucks auf Papier oder Textil an und stehen für die Realisierung eigener kleiner Projekte unter Anleitung zur Verfügung.

mehr…


Dienstag 14.09.21, 13:30 Uhr
Ausstellung: Flucht, Vertreibung, Deportation. Zugänglich am 16.9. im Nordbahnhof

Ausstellung im Nordbahnhof

Die Initiative Nordbahnhof wird am 16.9. die Räumlichkeiten des Nordbahnhofs zugänglich machen und teilt mit: »Nachdem der Gedenkort Nordbahnhof am 5.9.2021 eröffnet wurde, werden die Räumlichkeiten der Initiative Nordbahnhof im Rahmen des Werk.Stadt.Tages von 14 bis 19 Uhr zugänglich sein.

mehr…

Montag 13.09.21, 15:06 Uhr
Rede von Norbert Kozicki am 12. 9. 2021 auf der Gedenkveranstaltung an die ermordeten Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg

Das Verhängnis begann nicht am 30. Januar 1933 und endete am 8. Mai 1945 nicht

Liebe Freundinnen und Freunde!

wir gedenken heute

  • der 225 000 deutschen Frauen und Männer, die allein bis zu Kriegsbeginn von der Nazi-Justiz zu 600 000 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurden und der bis zu diesem Zeitpunkt in 86 Massenprozessen angeklagten Mitglieder demokratischer Widerstandsgruppen.
mehr…

Sonntag 12.09.21, 21:50 Uhr
Redebeitrag von Fridays for Future auf der Kundgebung der Klimawende Initiative am 12. 9. 2021

Bitte wenden

Die Familie auf dem Weg in den Urlaub. Papa am Steuer. Mutter daneben. Ich mit kleinem Bruder hinten. Eigentlich ein ganz schöner Ausflug, wenn Vatter nicht seit einer halben Stunde in die falsche Richtung fahren würde. „Bitte wenden“, „Bitte wenden“, „Bitte wenden“, wiederholt das Navi jetzt seit 30 Minuten, aber die Expertenmeinung des Navis hat den alten Mann ja noch nie interessiert. „Bitte wenden“ Er fährt einfach stoisch weiter geradeaus, den Weg, den er denkt, der richtig ist. Den Weg, den er so immer fährt „und daran wird sich auch heute nix ändern!“ raunt er mich an, als ich ihn auf die Warnungen des Navis aufmerksam mache. „Bitte wenden“.

mehr…

Sonntag 12.09.21, 21:07 Uhr
Redebeitrag von Scientists for Future auf der Kundgebung der Klimawende Initiative am 12. 9. 2021

Den Stadtwerken ein bisschen Feuer unterm Popo machen

Wunderschönen guten Tag meine sehr verehrten Damen und Herren. Mein Name ist Helge Ehrhardt und ich bin hier ,um für die Scientists for Future Regionalgruppe Bochum einen Redebeitrag zur Klimawende Bochum zu halten. Bevor ich wirklich anfange, möchte ich, dass Sie sich kurz fragen, warum ich überhaupt hier bin. Das habe ich mich übrigens auch gefragt, weil ich mich eigentlich drücken wollte. Wenn mich jemand fragt: „Helge, was möchtest Du am Sonntag Nachmittag am liebsten machen?“

mehr…

Sonntag 12.09.21, 21:05 Uhr
Redebeitrag der Klimawende Initiative auf der Kundgebung am 12. 9. 2021

Klimanotstand ausgerufen seit 2019 – doch wirklich etwas geändert hat sich nicht

Hallo Bochum!
Herzlich Willkommen zur Operation Klimawende. Endlich ist es so weit und wir machen gemeinsam Wind gegen diese Wolke. Gegen die CO²-Wolke, die über Bochum hängt und die wir mit uns rumschleppen.
Doch das wollen wir mit euch zusammen ändern. Wir? Das ist die Klimawende Bochum. Wir sind eine Bürgerinitiative, die seit Anfang 2020 besteht und die keine Lust mehr hat, einfach nur zu zusehen, wie die Politik in Sachen Klimakrise versagt. 2019 hat die Stadt Bochum den Klimanotstand ausgerufen, doch wirklich etwas geändert hat sich nicht.

mehr…

Donnerstag 09.09.21, 20:20 Uhr
Theater Traumbaum - Kinder- & Jugendtheater im KulturMagazin

#EXTREME, die Extremismus-Falle, Radikaler Extremismus, Gründe, Mechanismen.

Ein Anfang mit vielen Enden. Alterszielgruppe: ab 13 Jahren. Dauer: 55 Min. +

Am kommenden Sonntag, dem 12.09. um 15.oo Uhr wagt das Theater Traumbaum im KulturMagazin, Lothringer Str. 36c, Bochum Gerthe, ein neues Experiment.

Die klassisch traditionelle Sonntagnachmittags-Vorstellung wendet sich ja an Familien mit Kindern im Kindergarten- oder Grundschulalter.  Aber was ist eigentlich mit den Familien mit älteren Kindern?

mehr…

Freitag 03.09.21, 12:23 Uhr

Die Veranstaltung fällt aus

Der Weg des Bochumer Sports in die NS-Diktatur

Am Mittwoch, 8. September, lädt das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte in der „Reihe zur Bochumer Geschichte“ um 19 Uhr zum Vortrag „Der Weg des Bochumer Sports in die NS-Diktatur“ mit Gero Kopp.

mehr…


Montag 30.08.21, 17:34 Uhr
Mittwoch, 1.9. in Dahlhausen

Radentscheid-Sammelaktion mit Lastenrad

Der Radentscheid wird diese Woche mit einer Aktion in Dahlhausen die Unterschriftensammlung fortsetzen: »Am Mittwoch, den 1.9. von 12-14 Uhr führt der RadEntscheid Bochum eine Unterschriftensammlung am Q1-Haus für Kultur, Religion und Soziales in der Halbachstr. 1 durch und stellt sein E-Lastenrad in dieser Zeit für freie Probefahrten zur Verfügung.

mehr…

Montag 30.08.21, 10:46 Uhr
31.August 2021, 14:00 Uhr, Wattenscheid, Betti Hartmann Platz

Einladung zum Gedenken an Betti Hartmann

Das Kuratorium „Stelen der Erinnerung e.V.“ schreibt: Der Hartnäckigkeit von Hannes Bienert ist es zu verdanken, dass der Platz vor dem Wattenscheider Rathaus den Namen von Betti Hartmann (19.2.1927 – 31.8.1942) trägt. Mit seinem Bürgerantrag im August 2012 brachte Hannes den Stein ins Rollen. Das Bezirksparlament entschied im April 2013 einstimmig für die Umbenennung des Platzes zu Betti Hartmann Platz. Dort ist seitdem ein würdiger Ort zum Gedenken.

mehr…


Dienstag 24.08.21, 09:48 Uhr
Kino Endstation: Profitinteressen bedrohen die mongolische Steppe

Die Adern der Welt

DIE ADERN DER WELT - Trailer (HD)

Das Kino „Endstation“ zeigt ab dem 26.8. einen Film von Byambasuren Davaa. Aus der Presseerklärung: »Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters schöpft Amra Kraft aus seiner Trauer. Der 12-jährige Junge aus der Mongolei, der von einem Auftritt im Fernsehen träumt, steht mit seiner kleinen Schwester Altaa und seiner Mutter Zaya vor einer ungewissen Zukunft. Amra muss die Rolle seines Vaters übernehmen, während internationale Bergbauunternehmen den Lebensraum der Nomaden in der mongolischen Steppe bedrohen.

mehr…

Montag 23.08.21, 08:28 Uhr

Kohle gehört ins Museum

Redebeitrag Klimawende Bochum für Dance&Slam 20.08.21 vor dem Bergbau Museum

Hi,

ich bin Sophia von der Klimawende Bochum.
Wir haben uns Anfang 2020 gegründet.
2020- das Horrorjahr!
Das Virus Covid-19 kam und ist nun noch ein Problem, mit dem wir umgehen müssen.
Als ob der Klimawandel nicht schon genug wäre. Und natürlich geht ein Problem nicht einfach weg, nur weil ein neues dazu kommt. Im Gegenteil. Jetzt wo wir lernen, mit Corona zu leben, trifft uns der Klimawandel voll. Denn er ist jetzt da und wir sind nicht drauf vorbereitet.

mehr…

Sonntag 22.08.21, 15:40 Uhr
Dance & Slam von Students for Future am 20.8.2021

Redebeitrag des Radentscheids

Erst einmal Danke, dass ihr uns die Möglichkeit gebt, heute Unterschriften bei eurer heutigen Veranstaltung Unterschriften zu sammeln. Ich bin Hubert vom Radentscheid Bochum und ich möchte heute einiges vom Einfluss des motorisierten Verkehrs auf den weltweiten Klimawandel erzählen. Verantwortlich für den menschengemachten Klimawandel ist im Wesentlichen das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2), das vor allem bei der Verbrennung von Kohle, Gas und Öl entsteht. Der Verkehr ist eine wesentliche Quelle für den Treibhausgasausstoß. Denn noch immer basiert er zu über 90 Prozent auf Öl.

mehr…

Sonntag 22.08.21, 14:20 Uhr
Dance & Slam von Students for Future am 20.8.2021

Redebeitrag von Amnesty International

Die Klimakrise ist auch eine Menschenrechtskrise. Der Klimawandel bedroht alle Menschenrechte – bürgerliche und politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle. So haben alle Menschen ein Recht auf Leben und das Recht darauf, in Freiheit und Sicherheit zu leben. Doch das macht der Klimawandel für Milliarden von Menschen zunehmend unmöglich. Aber auch jene Menschenrechte, die menschenwürdige Lebensgrundlagen wie das Recht auf Gesundheit, das Recht auf Wohnen und das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser und Hygiene schützen, sind betroffen. Folgen des Klimawandels beeinträchtigen gerade solche Rechte zunehmend.

mehr…

Sonntag 22.08.21, 14:12 Uhr
Dance & Slam von Students for Future am 20.8.2021

Redebeitrag von Fridays for Future

Auch ich bin damit aufgewachsen, dass wenn Du ein Anliegen hast, dann musst Du es sachlich, rein faktisch und ganz unemotional vortragen, sonst wird Dir nicht zugehört und keiner nimmt Dich ernst. Später habe ich gelernt, dass Du dafür am besten auch noch weiß, cis-männlich und am besten einfach „ganz normal“ sein musst. Aber in diesem Kampf, dem Kampf für eine klimagerechte Politik und eine lebenswerte Zukunft habe ich gelernt, dass das alles nichts bringt. Wir waren viele. Wir sind viele! Wir sind unschuldige Schüler*innen, genauso wie weiße cis-Männer, wir bilden diese Gesellschaft in großen Teilen ab und wir tragen immer wieder ganz nüchtern unsere Fakten vor, die Fakten, die eben absolut keine schöne, lebenswerte Zukunft voraussagen. Die Fakten sind mittlerweile bei allen angekommen, und alle wiederholen sie, tuen betroffen, aber ändern tut sich nichts.

mehr…

Sonntag 22.08.21, 13:27 Uhr
Dance & Slam von Students for Future am 20.8.2021

Redebeitrag von EssBo

Wir sind EssBo!
Ein neu gegründeter Zusammenschluss von Initiativen aus dem Bereich Urban Gardening, Umweltschutz, Quartierarbeit und dem Klimaforum des Schauspielhauses Bochum.
Wir wollen Bochum auf den Weg zu einer essbaren Stadt bringen.
Wir sind hier, weil wir finden, Essen ist politisch!
Es macht einen Unterschied, ob Lebensmittel lange Transportwege zurücklegen müssen oder ob sie direkt vor Ort erzeugt und verzehrt werden.
Es macht einen Unterschied, ob beim Anbau Biodiversität vernichtet, in Monokulturen mit patentiertem Saatgut angebaut wird, oder ob alte Sorten und vielfältiges Saatgut kultiviert wird.

mehr…

Dienstag 17.08.21, 22:51 Uhr

Afghanistan – Redebeitrag von Amnesty International Bochum

Die Nachrichten und Bilder, die uns seit Tagen aus Afghanistan erreichen, machen sprachlos und wütend. Es macht mich wütend, zu lesen, es habe ja niemand ahnen können, dass die Taliban Afghanistan so schnell einnehmen würden. Ja, was hat man denn geglaubt, was passieren würde? Ein kurzer Blick in das Archiv von Amnesty International oder einer beliebigen anderen Menschenrechtsorganisation zeigt, dass die Situation in Afghanistan seit Jahren katastrophal ist. In kurzen Abständen warnte Amnesty International, dass nach Afghanistan Abgeschobene in Lebensgefahr schweben; dass Menschenrechtsverteidiger:innen ständig das Ziel von Anschlägen sind; dass überhaupt jeder zu jeder Zeit Gefahr läuft, als Zufallsopfer sein Leben zu verlieren.

mehr…

Dienstag 17.08.21, 22:44 Uhr

Afghanistan – Redebeitrag der Seebrücke Bochum

Mit Fassungslosigkeit, Wut, Trauer und Anteilnahme blicken wir nach Afghanistan. Gefährdet sind zur Zeit nicht nur die Ortskräfte des deutschen Einsatzes in Afghanistan. Insbesondere Frauen, Frauenrechtler*innen, Mitglieder der LGBTQIA Community, Demokrat*innen, Künstler*innen und viele weitere sind in Lebensgefahr. Die deutsche Bundesregierung darf nicht weiter zögern, sondern muss sofort handeln. Gerade werden die Menschen in Afghanistan im Stich gelassen. Wir haben fünf zentrale Forderungen!

mehr…

Samstag 14.08.21, 14:56 Uhr
Grundsteinlegung für das Fritz Bauer Forum am 11. 8. 2021 in Bochum

Antje Fehrholz: Die Betrachtung der Menschen, die Widerstand leisteten und leisten, schafft Handlungsfähigkeit.

Sehr geehrte Anwesende,
ich freue mich heute hier sein zu können, um kurz darzustellen, warum sich eine Herner Schule für die Interaktive Fritz Bauer Bibliothek engagiert und die Einrichtung dieses Forums hier in Bochum sehr begrüßt. Zu Beginn möchte ich skizzieren, wie das Gymnasium Eickel in Herne zur Pilotschule für die Bibliothek wurde. Im Anschluss werde ich den Bildungsauftrag von Schule in den Blick nehmen und zum Schluss einen Ausblick auf unsere Arbeit geben.

Bereits vor einigen Jahren habe ich während einer Projektwoche zum Thema „Demokratie“ mit einer Schülerinnengruppe aus den Jahrgängen 6 bis 9 für die Bibliothek gearbeitet und konnte hier feststellen, dass die jungen Leute ernsthaft, engagiert und kreativ an das Erzählen von Geschichten von Menschen, die in irgendeiner Form Widerstand geleistet haben, herangegangen sind.

Ich erinnere mich noch sehr gut an die beeindruckenden Produkte zu Steven Biko, Rosa Parks und William L. Moore.

Auch die kontinuierliche Teilnahme des Gymnasiums Eickel am Briefmarathon von Amnesty International legt den Fokus immer wieder auf Menschen, die für die Menschenrechte eintreten und aus diesem Grunde inhaftiert, verfolgt werden oder um ihr Leben fürchten müssen.

Aus meiner Sicht gehen die Verteidigung der Menschenrechte, Toleranz und das Bewahren unserer Demokratie Hand in Hand.

Und all denen, die mit offenen Augen in unserer Gesellschaft leben, muss ich nicht sagen, dass der Schutz der damit verbundenen Werte und Errungenschaften nötiger ist, denn je.

Zudem sehe ich es als Schulleiterin im Rahmen des Bildungsauftrags und in Verantwortung für die Gesellschaft als verpflichtend an, unsere Schülerinnen und Schüler auf diese hohen Güter aufmerksam zu machen und sie für deren Verletzlichkeit zu sensibilisieren, wobei es hier notwendig ist, auf die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft zu blicken.

Die Erfüllung dieses Bildungsauftrags wird vor allem erreicht durch außerunterrichtliche Projekte z.B. unsere jährliche Teilnahme am Dr. Otto Ruer-Preis, durch unsere Arbeit als „Schule gegen Rassismus

– Schule mit Courage“ und leider nur sehr spärlich, das muss ich an dieser Stelle sagen, durch das Curriculum einzelner Fächer.

Aber aus meiner Sicht wird dieser Bildungsauftrag besonders nachhaltig durch die Arbeit für die Fritz Bauer Bibliothek erfüllt.

Denn in einem der vielen Gespräche mit Frau Dr. Wojak hat mich eine Aussage besonders motiviert, Schülerinnen und Schüler für diese Bibliothek zu begeistern:

Sie sagte, es ginge nicht darum, das Opfer in den Vordergrund zu stellen, wie es auch der Geschichtsunterricht nur zu gerne tut, sondern den Blick auf diejenigen zu richten, die eben nicht Opfer sein wollten bzw. wollen, sondern ihre Kraft dafür nutzen, auf Missstände aufmerksam zu machen und ihre Rechte zu verteidigen.

Wie ich schon sagte, leistet der reine Schulunterricht hier nur sehr wenig, was auch in Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern immer wieder kritisiert wird.

Im Unterricht liegt der Schwerpunkt nämlich auf dem Erwerb der unterschiedlichsten Kompetenzen; lediglich die Fächer Deutsch, Sozialwissenschaften, Geschichte, Religion und Philosophie widmen sich inhaltlich explizit auch der Werteerziehung.

Wenn also Schule auch den Auftrag hat, kritische, selbstbewusste, tolerante, engagierte und nicht zuletzt mutige Menschen, die ihre Meinung vertreten, nach der Schulzeit in die Gesellschaft zu entlassen, und der reine Unterricht dafür nicht ausreichend bietet, wie ist dies dann zu schaffen?

Wie erreichen wir Lehrerinnen und Lehrer es also, dass diese jungen Menschen, die uns über mehrere Jahre anvertraut werden, die demokratische Gesellschaft, in der die Menschenrechte tatsächlich verankert sind, bewahren und verteidigen?

Wie schaffen wir es, dass diese jungen Menschen Bedrohungen erkennen, Missstände anprangern und fundiert und mit Überzeugung diskutieren?

Die Antwort ist einfach: Indem wir mit ihnen über Situationen sprechen, in denen unsere Demokratie in Gefahr ist, in denen unsere Rechte eingeschränkt werden, in denen Menschen auf Widerstand stoßen, weil sie für ihre Rechte eintreten, in denen Menschen diskriminiert werden.

Wir schaffen dies, indem wir mit unseren Schülerinnen und Schülern Vorbilder suchen, die zeigten und zeigen, dass es sich lohnt, für andere – für die Menschenrechte einzutreten, indem wir über diese Menschen und ihren Mut sprechen, indem wir deren Handeln als wertvoll anerkennen.

Wir erzählen ihre Geschichten und tragen sie weiter, damit man sie nicht vergisst.

So geben wir diesen Menschen eine Stimme – gegen Unterdrückung und Diskriminierung.

Die Betrachtung der Opfer schafft Mitleid und Bedauern.

Die Betrachtung der Menschen, die Widerstand leisteten und leisten, schafft Handlungsfähigkeit.

Sie ist ein Weckruf, sie ist eine Motivation, sie dient als Vorbild und schafft Beispiele, unsere Menschenrechte und die Demokratie, in der wir leben, zu verteidigen.

Schule schafft so ein Lernen durch Erzählen und Zuhören und nicht zuletzt bietet die Beschäftigung mit Menschen, deren Geschichte des Widerstands weitergetragen wird, eine Möglichkeit zur Erziehung zu Zivilcourage.

Der Wunsch des Gymnasiums Eickel ist es, die Fritz Bauer Bibliothek, die nun auch einen realen Standort hat, zu einer riesigen Datenbank anwachsen zu lassen und andere Schulen zur Mitarbeit zu motivieren.

Wir möchten auf diesem Wege viele Menschen dazu ermuntern, sich am Kampf um des Menschen Rechte zu beteiligen, so wie Fritz Bauer es gewollt hätte.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und gebe nun gerne weiter an unsere Schülerinnen und Schüler bzw. an meine Kollegin Frau Knop, die die AG Menschenrechte leitet.


Samstag 14.08.21, 14:45 Uhr
Grundsteinlegung für das Fritz Bauer Forum am 11. 8. 2021 in Bochum

Irmtrud Wojak: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Artikel 1 des Grundgesetzes als Grundstein des Fritz Bauer Forums und der interaktiven Fritz Bauer Bibliothek in Bochum


Sehr geehrte Gäste, liebe Freundinnen und Freunde,

von dem Sozialdemokraten Dr. Fritz Bauer stammt die Feststellung, dass ein Staat, der die Würde des Menschen antastet und sie nicht schützt, ein Unrechtsstaat ist.

Politische Opposition und Widerstand, das waren bereits die Hauptthemen des jungen Fritz Bauer nach dem Ersten Weltkrieg und während seiner Studienzeit, als er das Aufkommen der NS-Bewegung in München miterlebte. Als angehender Jurist und bald darauf jüngster Amtsrichter Deutschlands setzte Dr. Bauer sich in seiner Geburtsstadt Stuttgart aktiv für den Erhalt der Demokratie ein. Er wurde Führer der Republikschutzorganisation Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold und redete fast jedes Wochenende auf einer Versammlung. Sein Engagement führte dazu, dass die Nazi-Schergen ihn 1933 sofort ins KZ warfen. Bauer entkam 1936 ins dänische, im Oktober 1943 ins schwedische Exil. Kurz nach der Verabschiedung des Grundgesetzes kehrte er 1949 nach Deutschland zurück.

mehr…

Montag 09.08.21, 11:15 Uhr
Fahrraddemo "Bochum steigt auf" am 8. August 2021

Redebeitrag von Hubert Gabriel und Martin Kreysern

Wenn man im Stadion das Lied Bochum von Herbert Grönemeyer hört, weiß man, dass das Spiel gleich los geht. Die Spieler laufen auf das Spielfeld und das Publikum ist in gespannter Erwartung auf das Spiel. So ist es auch heute. Wir von der Radwende haben uns gedacht, eine kleine Aktion zum Aufstieg des VFL Bochum zu machen. Dabei ist der Titel nicht ohne Hintergedanken gewählt. Zum einen in der Bedeutung, dass unser VFL als Zweitligameister in die Bundesliga aufgestiegen ist, zum anderen, dass wir heute dafür werben, öfter auf das Rad zu steigen. Doch das ist teilweise gar nicht so ungefährlich. Anders als der VFL ist nämlich die Fahrradinfrastruktur in Bochum maximal Kreisklasse. 

mehr…

Montag 02.08.21, 08:10 Uhr
Interview mit Gertrud Koch, aka Mucki

Edelweisspiraten, die sind treu

Azzoncao: Hallo Mucki. Sag mal dein eigentlicher Name ist doch anders?

Mucki:  Hallo. Ja, mein bürgerlicher Name ist Gertrud Koch. Aber alle kennen mich nur unter Mucki. Das ist der Name, den ich im „Dritten Reich“ im Untergrund getragen habe. Den habe ich  bis heute behalten.

Azzoncao: Du bist eine Ur-Kölsche?

Mucki:  Ja, ich bin hier 1924 geboren worden. Mein Vater war Kölner und meine Mutter kam aus Bonn. Aber das liegt ja auch bei Köln. Ich bin hier als kölsche Mädchen in Köln-Mitte in Nähe des Opernhaus aufgewachsen. Das war in der Nähe der Synagoge. Ich bin sozusagen unter Juden geboren und aufgewachsen. Das ganze Viertel war jüdisch.

mehr…

Dienstag 20.07.21, 11:33 Uhr
Fridays for future

Klimafolgenstreik – die Klimakrise ist hier!

Die Bochumer ‚Fridays for future‘- Gruppe schreibt: »Bereits über 150 Menschen mussten ihr Leben verlieren und die Zahl wird noch steigen. Am 23.07 werden wir in einem zentralen Klimastreik im Ruhrgebiet auf die Zusammenhänge hinweisen!«

Lt. ‚fff‘ ist dies die Planung :

Am Freitag, dem 23.07., findet um 16 Uhr auf dem Kurt-Schumacher-Platz in Mülheim (Ruhr) eine Kundgebung statt. Diese wird von Fridays-for-Future-Gruppen aus dem ganzen Ruhrgebiet organisiert.

mehr…

Dienstag 20.07.21, 07:30 Uhr

Der Comic „Carlo vive“ – vom Leben und Tod Carlo Giulianis

von Heiko Koch

Der hier vorliegende Comic von dem Schriftsteller Francesco Barilli und dem Zeichner Manuel de Carli beleuchtet die Umstände des GB-Gipfels in Genova nur in soweit, dass in einer anschließenden Chronik die Ereignisse terminiert und in einem Glossar kurz erklärt werden. Barilli und de Carli fokussieren sich in ihrem Narrativ auf das Schicksal des jungen Mannes aus Genova, der auf der Piazza Alimonda erschossen wurde – auf Carlo Giuliani.

mehr…

Dienstag 20.07.21, 07:22 Uhr

Genova 2021 – Interview mit Haidi Giuliani

Haidi Giuliani

Heiko: Hallo Haidi, es ist lange her seit den Protesten gegen den G8-Gipfel in Genua 2001, wo es zu unvorstellbarer Polizeigewalt kam und dein Sohn erschossen wurde. Zwanzig Jahre, um genau zu sein. Was beschäftigt dich am meisten in diesen Tagen im Juli?

Haidi: Nicht nur in diesen Tagen – natürlich. Ich beschäftige mich seit zwanzig Jahren mit staatlicher Gewalt und Repression. Als Carlo getötet wurde, dachte ich „Die Wahrheit muss ans Licht kommen. Gerechtigkeit wird wohl nicht zu erlangen sein, aber die Wahrheit, die kann nicht geleugnet werden“. Doch gerade das haben sie geschafft, wie schon so oft vorher. Schon in vielen anderen Fällen waren Kinder von uns getötet worden, und damit wurden nicht nur elementarste Grundrechte verletzt. Es wurde auch verschwiegen, vertuscht und betrogen; die Wahrheit kam nicht ans Licht. Das hat mich dann veranlasst, über die Piazza Alimonda hinaus auch nach diesen anderen Kindern zu suchen, ihre Geschichten zusammenzustellen, alle unterschiedlich, aber alle vereint durch den roten Faden der Unwahrheit, der fehlenden Gerechtigkeit.

mehr…

Samstag 17.07.21, 20:29 Uhr
Kundgebung gegen das geplante Versammlungsgesetz NRW am 17.7.2021 in Bochum

Andreas Stiewe, Bochumer Initiative Polizeibeobachtung

Andreas Stiewe

Vorab eine kurze Mitteilung: Auch wenn hier die MLPD wieder einmal als einzige mit einer großen Parteifahne erschienen ist: Wir haben mit der MLPD nichts zu tun und distanzieren uns auch von der Dominanzkultur dieser Partei, auch wenn diese uns jetzt wahrscheinlich „Antikommunismus“ unterstellt. So sind sie eben.

Nachdem 2016 zunächst Menschen, die sich dem Aufmarsch von Nazis zum 1. Mai entgegenstellen wollten, durch massiven und komplett eskalierenden Polizeieinsatz zunächst drangsaliert, verletzt, dann auch gekesselt und im Nachgang kriminalisiert wurden und es direkt danach im Juni auch beim Protest gegen den Bochumer Pegidaableger DaSKut zu heftigen Polizeiübergriffen kam, hat eine Gruppe von in der Regel älteren, politisch aktiven Menschen beschlossen, dass die Polizei ganz offensichtlich etwas verdient.
Nämlich Beobachtung. Kritische Polizeibeobachtung.
Und zwar deutlich sichtbare Beobachtung und Dokumentation direkt vor Ort.

mehr…