Archiv für den Monat: Januar 2021


Mittwoch 06.01.21, 16:54 Uhr

Steigender MIV (motorisierter Individualverkehr)

In Bochum waren im Dezember 206.866 PKW gemeldet. Das sind 436 mehr als im November. Im Dezember 2019 waren es noch 202.109 also 4.757 weniger. Die Zahl der Elektrofahrzeuge erhöhte sich im Dezember gegenüber dem Vormonat um 176 auf 1.755. Vor einem Jahr waren es 793. Ende 2020 waren außerdem 5.922 E-Hybrid-Fahrzeuge in Bochum gemeldet, 753 mehr als im Vormonat. 2019 waren es 2.119. Bei den Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen teilt die Stadt Bochum nur die Gesamtzahl der Fahrzeuge mit und differenziert nicht nach PKW, LKW, Bussen etc. mehr…


Mittwoch 06.01.21, 16:21 Uhr
Hartz IV-Bezieher*innen brauchen endlich gerecht ermittelte Nebenkosten

Bochum zahlt deutlich zu wenig an Kosten für Unterkunft

Die Sozialberatung Ruhr schreibt: »Wer Hartz IV-Leistungen bezieht, erhält auf der einen Seite einen sog. Regelsatz, welcher zum 01.01.2021 erhöht wurde. Des Weiteren erhält der Bezieher Kosten für seine Unterkunft. Die Stadt Bochum ermittelt in diesem Zusammenhang Bruttokaltmieten. In welcher Höhe und welche sonstigen Leistungen es gibt, hat die Stadt Bochum in einer 122-seitigen (!) Verwaltungsverfügung festgelegt. Die von der Stadt Bochum anerkannten Werte für diese Mieten setzen sich aus der Nettokaltmiete, also dem Entgelt für die Überlassung von Wohnraum, und aus den entsprechenden Betriebskosten zusammen. Die Stadt Bochum hat hierbei einen Mittelwert von 90,08 € pro Wohnung und Monat bei Wohnungen bis 50 qm ermittelt (Tabelle 12 Seite 14 des Konzepts zur Ermittlung der angemessenen Unterkunftskosten 2017). Dies führt zu einem Wert von 1,80 € pro qm und Monat. Hier sei darauf hingewiesen, dass der Betriebskostenspiegel für Nordrhein- Westfalen für das Jahr 2017, d. h. die Werte aus 2015, einen Wert von 2,23 € pro qm und Monat ausweist. mehr…


Mittwoch 06.01.21, 14:43 Uhr
Vorsatz Nr.1 von Students for Future Bochum:

„Vorsätze einhalten – Klimaziele verschärfen“

Students for Future Bochum schreiben: »Unser erster Neujahrsvorsatz richtet sich an die europäische Politik – sie soll ihren Vorsatz der Klimaneutralität einhalten. Das ist nur möglich, wenn die EU ihre Klimaziele deutlich verschärft. Die EU-Klimaziele wurden Ende letzten Jahres auf eine Reduktion der Emissionen von 55% bis 2030 festgesetzt. Von Wissenschaft und Umweltinitiativen wird eine Reduktion von 65-80% gefordert, damit das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 aus dem Pariser Klimaabkommen eingehalten werden kann. mehr…


Dienstag 05.01.21, 21:42 Uhr

Arbeitslosenstatistik Dezember 2020

Die Bochumer Agentur für Arbeit veröffentlichte heute ihre statistischen Daten für den Monat Dezember. Danach haben in Bochum z. Z. 3.822 Unternehmen für 42.175 Mitarbeiter*innen Kurzarbeit angemeldet. Das sind Prognosen. Nicht jede angemeldete Kurzarbeit wird auch tatsächlich beantragt. Als für die Öffentlichkeit geschönte Zahl der Arbeitslosen wird für Dezember 17.995 angegeben. Vor 12 Monaten betrug die Ziffer 15.873. Tatsächlich arbeitslos gemeldet waren im vergangenen Monat in Bochum 23.752 Menschen. Vor einem Jahr waren es 1.509 weniger. Die Agentur gibt an, dass im Dezember 44.573 Menschen in 22.138 Bedarfsgemeinschaften lebten. Darunter befanden sich 7.401 Kinder und Jugendliche, die jünger als 18 Jahre waren. Der ausführliche Arbeitsmarktreport der Agentur.


Dienstag 05.01.21, 11:26 Uhr

Lohn-Plus für Reinigungskräfte

Die über 2.900 Beschäftigten, die in Bochum in der Gebäudereinigung arbeiten, bekommen im neuen Jahr mehr Geld. Die Lohnuntergrenze in der Branche steigt von derzeit 10,80 Euro auf 11,11 Euro pro Stunde. In zwei weiteren Stufen klettert der Einstiegsverdienst bis zum Jahr 2023 um insgesamt elf Prozent auf dann zwölf Euro, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt. „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie sehr es auf Sauberkeit und Hygiene in Krankenhäusern, Schulen und Büros ankommt. Für ihre Arbeit unter erschwerten Bedingungen erhalten die Beschäftigten nun eine faire Anerkennung“, sagt Gabriele Henter von der IG BAU Bochum-Dortmund. Der neue Tarifvertrag, den die Gewerkschaft mit den Arbeitgebern ausgehandelt habe, bedeute für Reinigungskräfte einen „großen Schritt heraus aus dem Niedriglohnsektor“. mehr…


Dienstag 05.01.21, 08:25 Uhr

Perspektiven für bo-alternativ!

Die Mitteilung an dieser Stelle, dass es für die Zukunft von bo-alternativ erforderlich ist, jemand zu finden, die oder der in Zukunft für das Webportal verantwortlich ist und nach Möglichkeit dabei von etlichen Leuten unterstützt wird, hat eine äußerst motivierende Resonanz gefunden. Die zukünftige Verantwortlichkeit ist geklärt. Aus mehreren Gruppen und Initiativen haben Interessent*innen ihre Bereitschaft erklärt, die Redaktion in Zukunft zu verstärken. Mitte Januar wird es eine Gesprächsrunde geben, auf der über die weitere Arbeit gesprochen wird. Wer Interesse hat, sich in der Redaktion zu engagieren, sollte sich möglichst jetzt melden. Es gibt keinen günstigeren Zeitpunkt, um in das bo-alternativ-Team einzusteigen. mehr…


Montag 04.01.21, 14:12 Uhr
Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung: Bürgerbeteiligung?

2020 ist so gut wie nichts passiert –
2021 gibt es mehr Druck!

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zum Jahreswechsel: »Eigentlich ging es 2020 doch recht bürgernah los: Oberbürgermeister Thomas Eiskirch forderte ganz Bochum auf, mehr Demokratie durch mehr Bürgerbeteiligung zu wagen. Die Verwaltung suchte Gespräche mit dem Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung und mit Bürgerinitiativen, um gemeinsam eine Vorhabenliste auf den Weg zu bringen. Auch die Politik zeigte sich bürgernah: Der Rat besetzte das Begleitgremium für das Rahmenplanverfahren „Gerthe West“ mit einer Vertreterin der dortigen Initiativen. Zudem sollte es ein Beteiligungsverfahren mit Auftaktveranstaltung, zwei Planungswerkstätten und Abschlussveranstaltung geben. mehr…


Montag 04.01.21, 10:05 Uhr
Ein jugendlicher Widerstandskampfer aus Paris landet in der Krümmede

Podcast über André Kirschen 1

Manuel Mink, Geschichtslehrer an der Hildegardis-Schule berichtet auf der Webseite seiner Schule, wie er mit zwei Schüler*innen über André Kirschen recherchiert und daraus einen Podcast gemacht hat. Lara und Moritz (Q2) verdienen sich lobende Anerkennung bei Geschichtspreis. André Kirschen wanderte als Fünfjähriger mit seiner jüdischen Familie 1931 aus Rumänien aus und wuchs in Paris auf. Er wurde Widerstandskämpfer als Mitglied der kommunistischen Jugendorganisation und erschoss mit 15 Jahren einen deutschen Wehrmachtsoffizier. Mehrere Attentate auf Wehrmachtssoldaten sollten damals ein Symbol gegen die Propaganda der Nazis sein, dass der Widerstand in Frankreich gebrochen sei. André Kirschen entging der Todesstrafe, weil er jünger als 16 Jahre alt war und wurde zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Er erlebte eine Odyssee durch etliche deutsche Gefängnisse und landete schließlich in der Bochumer Krümmede, wo er im April 1945 von französischen Soldaten befreit wurde. mehr…


Sonntag 03.01.21, 17:01 Uhr

Erneuter Schulterschluss zwischen Neonazis und Verschwörungsideolog*innen 5

Die rechtsextreme Bruderschaft Deutschland inszenierte sich am Samstag auf der Kortumstraße

 

Die Antifaschistische Linke Bochum berichtet auf dem Infoportal Antifaschistischer Gruppen aus Bochum: »Am gestrigen Samstag, den 02.01.2021, fand erneut eine verschwörungsideologische Kundgebung auf dem Bochumer Husemannplatz statt. Seit Juni 2020 findet diese Veranstaltung regelmäßig statt.  Im Vorfeld wurde u.a. bei Telegram über die örtliche Gruppe zum sogenannten “D-Day 2.0″ mobilisiert. mehr…


Freitag 01.01.21, 17:21 Uhr

Vortrag zum 113. Geburtstag von Simone de Beauvoir

Am Samstag, den 9. Januar lädt die Linke Liste an der RUB um 18:00 zu einem Kurzvortrag und anschließender Diskussion über Simone de Beauvoir ein: »„Das andere Geschlecht“, geschrieben von Simone de Beauvoir und veröffentlicht 1949, gilt als eines der Standardwerke im Feminismus. Es sorgte damals schon für gehörige Turbulenzen, so sahen manche den (französischen) Mann beleidigt und wiederum andere fanden darin die Begründung der modernen Geschlechterforschung. Doch was können wir heute noch aus dem 900 Seiten Werk mitnehmen? Liest das überhaupt noch jemand? Und was hat Simone de Beauvoir sonst noch gemacht?« mehr…