Die Bochumer Grünen erklären: »Die gesellschaftliche Solidarität wird von Corona-Leugner*innen, Antisemit*innen und anderen Faschist*innen angegriffen! Auch in Bochum will die Gruppe „Querdenken 234“ am Samstag aufmarschieren. Wir Grüne stellen uns klar gegen diese menschenverachtende Gruppe, die auf Kosten der Gesundheit vieler tausend Menschen, ihre Verschwörungstheorien und Menschenfeindlichkeit verbreiten will. mehr…
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bochum schreibt: »Die Corona-Infektionszahlen in unserer Stadt sind ungebrochen hoch, und die Einsicht, dass Schulen und Kitas eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des Virus spielen, erhält auch unter Expertinnen und Experten mehr Zustimmung. Lehrkräfte sorgen sich daher zunehmend um die Gesundheit derjenigen, die täglich in großen Zahlen an unseren Bildungseinrichtungen aufeinandertreffen. Nicht nur die Gesundheit der dort Anwesenden steht auf dem Spiel, sondern sie könnten darüber hinaus zu „Spreadern“ werden. mehr…
Die Veranstalter*innen der „Querdenken“-Demonstration am Samstag bestätigen jetzt auf ihrer Facebook-Seite, dass ihre Veranstaltung auf dem Kirmesplatz an der Castroper Straße stattfindet. Die Polizei hat sich noch nicht geäußert. Das Bochumer Bündnis gegen Rechts ruft dazu auf, dass viele Organisationen und Initiativen mit Transparenten ihren Protest gegen die Veranstaltung deutlich machen sollen.
Die Naturfreunde Langendreer laden am 26.11. von 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr zu ihrer ersten Webveranstaltung ein: »Es ist momentan leider kaum möglich, ein typisches NaturFreunde Programm anzubieten: gemeinsame Aktivitäten, Freizeiten oder auch unsere Bildungsabende im NaturFreundeZentrum können nicht mehr oder kaum noch stattfinden. Unsere Kinder- und Jugendgruppe müssen ebenfalls zur Eindämmung der Pandemie weiter ausfallen. Deshalb bieten die NaturFreunde Bochum-Langendreer nun zum ersten Mal einen Online-Vortrag an. Unser NaturFreund Helge Erhardt beschäftigt sich darin mit dem aktuellen Stand der Wärmeversorgung in Bochum und er präsentiert die Potenziale zur nachhaltigen Wärmeversorgung. Der Vortrag, der von einem Team der Scientists for Future – Regionalgruppe Bochum erarbeitet wurde, erläutert zudem die Möglichkeiten der Wärmebereitstellung ohne fossile Energieträger und bietet im Abschluss einen Ausblick, wie sich Bochum in Richtung nachhaltiger Wärmeversorgung entwickeln kann. mehr…
Etliche Wähler*innen haben gehofft, mit ihrer Stimme für „Die Partei“ bei der Kommunalwahl die Lokalpolitik etwas satirisch aufzupeppen. Das ist nicht leicht. Armin Backs, der nach eigenen Angaben „sehr gute Bezirksvertreter der sehr guten Partei Die PARTEI“ in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte hat eine erste Arbeitsprobe abgeliefert: den „Spielbericht“ von der ersten Sitzung: »Puh, ist ja gerade nochmal gut gegangen der Premierenauftritt: Keinen weiteren Betriebsunfall gibt es für die sehr gute Partei Die PARTEI zu beklagen, denn zum BezirksbürgermeisterXvertreterXvertreterX wird nicht der sehr gute Kandidat von Die PARTEI gewählt, sondern der Herr Schary von der cDU, weil der nämlich nicht die erwarteten 3 sondern fette 5 Stimmen von wo auch immer bekommt. So kann die Spasspartei wenigstens nicht zur Steigbügelhalterin avancieren, die Ursprungsidee war nämlich, mit einer bunten Zählgemeinschaft diese überaus repräsentative Position zu ergattern und die Aufwandsentschädigung zum Beispiel nicht der Werteunion oder der GdP zu spenden. mehr…
Auf eine Anfrage von bo-alternativ.de, wo die Querdenken-Demonstration am Samstag stattfindet und wie die Demonstrations-Route aussieht, antwortete gestern der Leiter der Pressestelle der Bochumer Polizei: „Polizei, Stadt und Veranstalter befinden sich derzeit noch im Kooperationsprozess. Vielleicht kann ich ihnen Mittwoch oder Donnerstag weiterhelfen.“ Interne Mitteilungen der Veranstalter*innen und die Tatsache, dass auf der Castroper Straße zwischen der Hildegardisschule und dem Stadion für den 21.11. von 8 – 23 Uhr ein Parkverbot ausgeschildert wurde, deuten darauf hin, dass die Auftaktkundgebung auf dem Kirmesplatz geplant ist. Die Veranstalter*innen haben inzwischen auf ihren facebook-Seite bestätigt, dass die Veranstaltung auf dem Kirmesplatz stattfindet.
Dienstag 17.11.20, 07:09 Uhr
Antifa 4630: "Aktionen gegen Querdenken, Antisemitismus und Nazis"
Die Gruppe Antifa 4630 schreibt auf dem Infoportal Antifaschistischer Gruppen aus Bochum: »Am kommenden Samstag, den 21.11.2020, möchte die verschwörungstheoretische und rechtsoffene Gruppierung “Querdenken 234″ in Bochum eine Großdemonstration veranstalten, auf der auch bekannte Gesichter der verschwörungstheoretischen Szene, wie Michael Ballweg, auftreten werden. Bereits in den letzten Wochen haben Veranstaltungen dieser Gruppe stattgefunden, die immer wieder verschwörungstheoretische und antisemitische Narrative verbreiteten. Leider konnte bei den vergangenen Aufmärschen ein Anstieg der Teilnehmendenzahl festgestellt werden, weshalb für den kommenden Samstag mit mehreren Hundert Coronaleugner*innen zu rechnen ist, die auch aus dem Umland anreisen. mehr…
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert Landtag und Landesregierung seit Langem auf, endlich die Besoldungsreform für Lehrkräfte anzugehen und eine gleiche Bezahlung im Eingangsamt nach A13Z/EG 13 umzusetzen: »Die derzeitige verfassungswidrige Praxis schaffe nicht nur Wut und Enttäuschung in den Lehrerkollegien, sondern trage auch zur Verschärfung des Lehrkräftemangels bei. In Bochum hat die GEW vor Ort daher eine kleine, corona-konforme Fotoaktion durchgeführt und will auf diese Weise dazu beitragen, dass die Besoldungsfrage auf die politische Tagesordnung des Landtages gesetzt wird. In diesem Jahr könne es pandemiebedingt keine größere Demonstration vor dem Landtag geben, dennoch soll für die Öffentlichkeit erkennbar sein, dass die GEW NRW mit ihrer Forderung am Ball bleibe. mehr…
Azzoncao, ein Polit-Cafè erinnert: »Heute vor 11 Jahren, am 16. November 2009, wurde der bekannte russische Antifaschist Ivan Khutorskoy von Nazis in Moskau ermordet. Er wurde im Eingang seines Wohnhauses in der Khabarovsk Straße von hinten erschossen. Seit 2008 bemühten wir uns Solidarität von Bochum aus zu den Antifaschistinnen in Russland zu entwickeln. In diesem Zuge lernten wir Ivan Khutorskoy im September 2009 in Moskau kennen. Wir waren nach Russland gereist, um uns ein persönliches Bild von der antifaschistischen Bewegung in Russland zu machen. Und um Interviews mit Angehörigen und Freundinnen der ermordeten Antifaschisten Feodor Filatov und Timur Kacharava zu führen. Am letzten Abend unseres Aufenthalts zeigten wir im Moskauer „Jerry Rubin Club“ den Film „uno di noi“, http://unodinoi.blogsport.de in dem auch Timur Kacharava und Feodor Filatov https://linksunten.indymedia.org/en/node/12199/index.html porträtiert werden. mehr…
Norbert Hermann von Bochum Prekär schreibt: »Sie haben es wieder getan. Nochmals weniger Kinder erreicht. Für alle anderen gibt es den „Null-Euro-Schein„. Ein geringer Teil davon wird den Schulschließungen geschuldet sein. Der Rest wohl dem „homeoffice“ – wie die Klientel zuhause rumsitzen und Däumchen drehen? Ist es denn so schwierig mal ne ordentliche Arbeit abzuliefern? Die Meldung vom 07.09. dazu mit Stand April 2020 und mit Hinweis auf einen WAZ-Bericht: Nur relativ wenige Berechtigten erhalten Leistungen
Am Mittwoch, den 25. 11. findet um 10 Uhr vor dem Amtsgericht Saal A 3.15 ein Prozess gegen ein Mitglied der Initiative Langendreer gegen Nazis statt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten Beleidigung vor. Er hatte am 7. Februar – also kurz nachdem die AfD unter Höcke den Coup im Thüringer Landtag durchgezogen hatte – auf dem Weg zum Markt in Langendreer gesehen, dass die AFD einen Stand am Markt aufgebaut hatte. Im Vorbeifahren sagte er: „Jetzt sind diese Wichser auch noch hier“. Eine Polizistin aus Langendreer, die sich für den Schutz des AfD-Standes verantwortlich fühlte, verfolgte den Angeklagten auf dem Markt und nahm seine Personalien auf. Er erhielt einen Strafbefehl über 600 EUR. Hiergegen hat er Widerspruch eingelegt: „Zugegeben, so der Beschuldigte, handelt es sich nicht um die eleganteste Formulierung einer Empörung über diese Menschenverachter, aber das Ganze als Beleidigung zu verfolgen, ist nicht akzeptabel.“ mehr…
Knapp 200 Menschen starteten am heutigen Samstag vor dem Schauspielhaus zu einer Demonstration durch die Bochumer Innenstadt. Repräsentant*innen von NPD, AFD und Rechten wurden nicht gesehen. Viele Teilnehmer*innen machten in Gesprächen einen recht verwirrten Eindruck. Einige zeigten dies auch auf Schildern und Transparenten.
Im kommenden Jahr feiert die Stadt Bochum ihr 700-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass gibt Bochum Marketing 5.000 durchnummerierte Null-Euro-Scheine heraus. Kaufpreis: drei echte Euro. In der Pressemitteilung mit der Werbung für den Schein wird auch verraten, warum sich im nächsten Jahr manche nach einem Lockdown zurücksehnen werden: „Das gesamte Festjahr wird durch vielfältige und überraschende Mitmach-Aktionen begleitet. Hinzu kommt die Festwoche vom 8. bis 13. Juni 2021 mit täglich einer Großveranstaltung, darunter einer Show im Musikforum mit Künstlern der heimischen Kulturszene (Best of Bochum, 8. Juni 2021), einem Mittelalterfest auf der Burg Blankenstein (11. Juni 2021) und einem Spiel ohne Grenzen im Vonovia Ruhrstadion (12. Juni 2021). mehr…
Freitag 13.11.20, 10:10 Uhr
Tagung zur kritischen Betrachtung eines Friedenskonzeptes
Das Bochumer Friedensplenum und die DFG-VK Bochum / Herne hatten zusammen mit der VHS im Oktober Ralf Becker von der Kampagne „Sicherheit neu denken“ zu einem Vortrag eingeladen. Zur Vertiefung des Themas findet am Sonntag, den 22. November um 14:00 Uhr eine Online-Tagung statt. Das Konzept „Sicherheit neu denken“ hat viel Zustimmung erhalten, aber es werden auch kritische Fragen gestellt. Einige davon sollen wir auf unserer Tagung behandel und überlegt werden, wie „Sicherheit neu denken“ die Friedensbewegung beleben kann. Referent*innen sind Christiane Lammers von der AG Friedenslogik der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung und Ralf Becker, Koordinator der Initiative „Sicherheit neu denken“. mehr…
Azzoncao, ein Poilt-Cafè erinnert an die Ermordung von Timur Kacharava: »Heute wäre Timur Kacharava aus St. Petersburg 35 Jahre alt. Vielleicht hätte er sein Philosophiestudium zu Ende gebracht. Vielleicht auch eine Musikerlaufbahn als Gitarrist eingeschlagen. Wer weiß das schon. Wovon man aber ausgehen kann ist, dass heute Timurs Eltern sein Grab auf dem kleinen Waldfriedhof bei St. Petersburg besuchen werden, seine Mutter das kleine eingezäunte Feld schmückt und, wie bei unserem Besuch vor 11 Jahren, Timurs Vater seine Tränen kaum zurückhalten kann. Denn der 20jährige Anarchist und Punk-Rocker Timur Kacharava wurde heute vor 15 Jahren, am 13.11.2005, in St. Petersburg von russischen Nazis erstochen. mehr…
Der Flüchtlingsrat NRW schreibt: »Für den kommenden Montag, 16. November, soll nach dem Willen der Bundesregierung nach mehrmonatiger Pause erneut ein Sammelabschiebungsflug nach Kabul starten – mitten in der zweiten Coronawelle in Deutschland und auch in Afghanistan. Seit dem 11. März 2020 waren in Folge der Corona-Pandemie Abschiebungen auf Bitten der afghanischen Regierung ausgesetzt. Nun droht die Wiederaufnahme. PRO ASYL und die Landesflüchtlingsräte fordern, dass die Abschiebungspläne sofort gestoppt werden. „Bund und Länder müssen aufhören, die afghanische Regierung unter Druck zu setzen“, so Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats NRW. mehr…
Die Ruhr-Uni berichtet über Ergebnisse einer Befragung und Interviews des Lehrstuhl für Kriminologie, die die Perspektive von Menschen mit Migrationshintergrund und People of Color beleuchten: »Wie People of Color und Menschen mit Migrationshintergrund polizeiliche Gewalt erfahren und wahrnehmen, haben Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) im Rahmen des Projekts Kviapol, kurz für „Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamt*innen“ analysiert. Sie verglichen die Ergebnisse mit den Erfahrungen von Menschen ohne Migrationshintergrund beziehungsweise weißen Menschen. Die zugrunde liegenden Daten stammten aus einer nicht repräsentativen Online-Befragung von Menschen, die nach eigenen Angaben polizeiliche Gewalt erfahren hatten, die sie als rechtswidrig einstuften, sowie aus Experteninterviews. Die Ergebnisse veröffentlichten Laila Abdul-Rahman, Hannah EspÃn Grau, Luise Klaus und Prof. Dr. Tobias Singelnstein vom RUB-Lehrstuhl für Kriminologie in einem Zwischenbericht, der seit dem 11. November 2020 auf der Projekt-Webseite eingesehen werden kann. Das Fazit: People of Color und Personen mit Migrationshintergrund waren in anderer Weise von als rechtswidrig bewerteter polizeilicher Gewalt betroffen und nahmen diese anders wahr als weiße Personen oder Personen ohne Migrationshintergrund. Es handelt sich um den zweiten Zwischenbericht aus dem Projekt. mehr…
Die Gruppe Azzoncao hat verschiedene Schwerpunkte. Zum einen Recherche- und Öffentlichkeitsarbeit, zum anderen antifaschistische Erinnerungsarbeit und transnationale Solidarität. „Das spiegeln die unterschiedliche Aktionen von uns wider. Vor über 10 Jahren noch die Veranstaltungen zu Spanien, Italien, Russland und Nord-Irland. Später unsere Fahrten und Reportagen aus diesen und anderen Ländern. Die Berichte und Interviews mit Antifaschist*innen und sozialen Aktivist*innen, die wir dort machten, sollen unseren Leser*innen ermöglichen, die Situationen in den anderen Ländern einschätzen und Solidarität üben zu können. Und darüber hinaus Anlass und Möglichkeit zur Vernetzung bieten. In diesem Kontext haben wir uns in Bochum immer wieder zu faschistischen Angriffen in anderen Ländern verhalten. Sei es mit Demonstrationen, Aufrufen, Graffitis oder auch Filmen. Und wir erinnern immer wieder an die Opfer des europäischen Faschismus, um die Notwendigkeit der Solidarität und grenzüberwindender Zusammenarbeit aufzuzeigen. mehr…
Mit einem gemeinsamen Antrag zur ersten Ratssitzung der neuen Wahlperiode am 19. November wollen die Fraktion Der Linken im Rat und die Ratsgruppen von Die Partei sowie Die Stadtgestalter eine Übertragung und Aufzeichnung der Ratssitzungen für ein On-Demand-Angebot im Internet durchsetzen. „Mit dem Rats-TV können wir deutlich mehr Transparenz schaffen“, sagt Horst Hohmeier, Vorsitzender der Linksfraktion. „Da die Ratssitzungen meist werktags um 15 Uhr stattfinden, finden sich nur wenige Besucherinnen und Besucher auf der Tribüne ein. Alle sollen die Möglichkeit haben, die Debatten und Positionen ihrer Vertreter*innen zu verfolgen.“ mehr…
An der Stadtgrenze zu Bochum befindet sich in Herne eine Giftmüllverbrennungsanlage. Die Initiative „Dicke Luft“ kämpft seit Jahren gegen diese Giftschleuder und schreibt heute: »Es deutete sich ja schon in den vergangenen Monaten an, jetzt ist es sicher: Bei der Bezirksregierung ist eine Teilstilllegungsanzeige für die SUEZ-Anlage eingereicht worden. Zum 31.12.2020 wird der Betrieb eingestellt. Wir haben unser Ziel tatsächlich erreicht: die „Verbrennung“ von gefährlichen Stoffen mitten in unserer Stadt geht zu Ende. Wir Bürger können uns freuen und aufatmen.
Das Manuskript der Rede von Felix Lipski, dem Präsidenten des Klub Stern der Holocaust-Überlebenden in der Bochumer jüdischen Gemeinde auf der gestrigen Gedenkveranstaltung in Wattenscheid ist jetzt veröffentlicht und hier zu lesen.
Sehr geehrte Wattenscheiderinnen und Wattenscheider,
sehr geehrte Bochumerinnen und Bochumer,
sehr geehrter Herr stellvertretender Bezirksbürgermeister
Oliver Buschmann,
sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter Serdar Yüksel,
sehr geehrte Freunde.
Heute vor 82 Jahren wurden im nationalsozialistischen Deutschland Hunderte Synagogen verbrannt, mehr als hundert Juden wurden dabei ermordet. 30.000 Juden wurden in KZs geschickt, jüdische Schulen und Geschäfte vernichtet.
Der 9. November 1938 war der Höhepunkt der fünfjährigen Verfolgung von Juden durch das Nazi-Regime. Damals geschah die rasche Ausgrenzung der Juden aus allen Gesellschafts- und Lebensbereichen im Deutschen Reich, es gab Boykottaktion gegen jüdische Geschäfte, Warenhäuser, Anwaltskanzleien und Arztpraxen, Berufsverbote. Ca. 200.000 Juden wurden zum Auswandern gezwungen. mehr…
Gültaze Aksevi und Horst Hohmeier werden Die Linke im Bochumer Rat auch in der neuen Wahlperiode anführen. Die neu konstituierte Linksfraktion hat die beiden auf ihrer Sitzung am 8. November einstimmig zu ihren Vorsitzenden gewählt. „Ich freue mich über die große Unterstützung, denn wir haben uns viel vorgenommen“, sagt Gültaze Aksevi. „Viele Ankündigungen im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen sind unkonkret und abstrakt. Was da steht, reicht hinten und vorne nicht, um die Krise beim bezahlbaren Wohnraum in den Griff zu bekommen, Armut wirksam zu bekämpfen, Privatisierungen zu verhindern und echte demokratische Mitbestimmung auf Augenhöhe einzuführen. Darum werden wir weiter mit konkreten Vorschlägen Druck für einen echten sozialen Politikwechsel machen.“ mehr…
Die Antifaschistischen Linken Bochum schreibt: »Für den 21. November plant der Bochumer Ableger der rechtsoffenen „Querdenker“ eine Großdemonstration in Bochum. Zu Gast wird mit Michael Ballweg die zentrale Führungsfigur von „Querdenken“ sein. Aus diesem Grund ist mit einer bis zu vierstelligen Anzahl an Teilnehmer*innen zu rechnen. Antifaschist*innen aus Bochum sehen daher die Notwendigkeit, diese Entwicklungen kritisch zu beobachten. Als Antifaschist*innen beobachten wir die „Coronademos“ in Bochum seit Beginn an. Wir sehen die Mobilisierung für den 21. November mit Sorge und warnen diesbezüglich vor einem bevorstehenden Aufmarsch extrem rechter Kräfte. Zwar können wir individuelles Unbehagen oder begründete Kritik an Maßnahmen und dem Umgang mit der Coronakrise nachvollziehen. Genaue Recherche konnte jedoch belegen, dass in Bochum in der Vergangenheit Neonazis von NPD, Reichsbürger*innen, Nazihooligans und Anhänger*innen antisemtischer Verschwörungstheorien bei Coronademos mitliefen und dort auch wissentlich geduldet wurden. mehr…
Das Gedenken in Wattenscheid an die Pogrome des 9. November 1938 fand in diesem Jahr in einer gemeinsamen Veranstaltung des Kuratoriums „Stelen der Erinnerung“ und der Bezirksvertretung Wattenscheid statt. Der Vorsitzende des Kuratoriums Felix Oekentorp formulierte die Hoffnung, dies sei „nicht die einzige sondern die erste gemeinsame Veranstaltung“. Die Begrüßung im Wortlaut. Der stellv. Bezirksbürgermeister Oliver Buschmann vergegenwärtigte, dass es bald niemanden mehr geben wird, „der aus eigenem Erleben Zeugnis ablegen kann, der sagen kann: Ich war dabei, ich habe das Unrecht mit eigenen Augen gesehen.“ Deswegen würden die Orte des Erinnerns und Mahnens immer wichtiger. Die Rede im Wortlaut. Von dieser persönlichen Erinnerung berichtete der Präsident des Klub Stern der Holocaustüberlebenden in der Bochumer jüdischen Gemeinde Felix Lipski (Foto).
Willkommen allen, die trotz Corona es sich nicht nehmen lassen wollen, hier den jüdischen Opfern die Ehre zu erweisen und am Gedenken an die Pogromnacht teilnehmen. mehr…
Ich begrüße Sie alle herzlich im Namen der Stadt Bochum und des Bezirks Wattenscheid zu unserer Gedenkveranstaltung an die Opfer der Shoa. Ich begrüße besonders Felix Lipski, Präsident des Klubs Stern der jüdischen Gemeinde Bochum und Überlebender der Shoa.
Heute vor 82 Jahren brannten überall in Deutschland die Synagogen, wurden jüdische Mitbürger*innen drangsaliert, eingeschüchtert, beleidigt, tätlich angegriffen oder grundlos verhaftet. Ihre Wohnungen und Geschäfte wurden zerstört, ihr Hab und Gut geplündert oder auf die Straße geworfen. Deutschland war endgültig zu einem gefährlichen Ort für Juden und Andersdenkende geworden. Auch Wattenscheid bildete damals keine Ausnahme. mehr…
Die AGOT (Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen) und der Kinder- und Jugendring laden am Sonntag, 15. November 2020 um 15.00 Uhr zu einem Jugendforum für den Stadtbezirk Bochum-Südwest ein: »Das Jugendforum ist eine Plattform für Kinder und Jugendliche und soll einen Austausch über die Lebensqualität von jungen Menschen im Stadtbezirk ermöglichen. Ihre Erfahrungen, Vorstellungen und Ideen zur Gestaltung und zur Veränderung sind gefragt. Mit den Jugendforen auf Stadtbezirksebene sollen die Partizipationsangebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Bochum gestärkt werden mehr…
Etwas mehr als 100 Demonstrantinnen „spazierten“ gestern hinter einem Transparent mit dem Schriftzug „Querdenken 234“ durch die Innenstadt. Die Choreographie der Demonstration ordnete die Teilnehmenden in weiß gekleidet Menschen an der Spitze und schwarz Gekleidete am Ende des Zuges. Der weiße Teil trug Schilder mit Kritik an der Coronapolitik insbesondere an Freiheitseinschränkungen und mangelnden Legitimation der aktuellen Maßnahmen. Im schwarzen Block wurde u. a. gewarnt vor Bargeldabschaffung, Impfpflicht für Alle, RKI -Diktatur, Transhumanismus, The Great Reset, Angstpsychose und Gib Gates keine Chance.
In Solingen hat der Schulträger aus Sicht der GEW Bochum einen richtigen Schritt gemacht: »Angesichts steigender Infektionszahlen auch an Schulen sollte dort vorläufig eine Mischung von Präsenz- und Distanzunterricht eingeführt werden, bis die so genannte „zweite Welle“ der Corona-Pandemie auch an Schulen wieder beherrschbar ist. Das Ministerium für Schule und Bildung hat diesem Weg eine Absage erteilt und besteht auf der Durchführung des Unterrichts im Regelbetrieb. Während Forschende auch in Bochum (die WAZ berichtete) die Fallzahlen an Schulen mittlerweile auch als problematisch ansehen und das Robert-Koch-Institut (RKI) für diese Situation ebenfalls einen angepassten Schulbetrieb in einem Stufenplan empfiehlt, wie er auch in Bayern durchgeführt wird, will man davon in NRW nichts wissen. Die GEW Bochum sieht hier ein großes Versäumnis der Politik und hat daher zur Unterzeichnung ihrer Petition aufgerufen, die fordert, den Schulträgern mehr Rechte in der Gestaltung des Schulbetriebs während des Teil-Lockdowns zuzugestehen. Die Petition ist hier veröffentlicht: https://www.change.org/p/landesregierung-nrw-kein-verbot-des-solinger-wegs-rki-empfehlungen-auch-in-schulen-umsetzen.«
Eine alte Nachbarin gab den entscheidenden Hinweis. „In Eppendorf war ja auch ein Zigeunerlager und plötzlich waren alle weg.“ Von einem Lager in seinem beschaulichen Stadtteil hatte Werner Schmitz noch nie gehört. Er machte sich auf die Suche, fand heraus, wo das Lager stand, wie die Eppendorfer darauf reagierten und warum die Sinti „plötzlich alle weg waren“. Zur Geschichte des Bochumer Autoren Werner Schmitz.
Der neue Bochumer Rat soll gleich zu Beginn der neuen Wahlperiode beschließen, seine Sitzungen ins Internet zu übertragen – das fordert die Bochumer Linksfraktion. Erstmals stehen die Chancen gut, dass es im Rat eine Mehrheit für die langjährige Forderung der Bochumer Linken gibt. Zur konstituierenden Ratssitzung am 19. November hat Die Linke daher einen entsprechenden Antrag eingereicht, und zwar zusammen mit den Ratsgruppen der Stadtgestalter und der Partei. „In anderen Städten sind Live-Streams von den Ratssitzungen längst üblich“, sagt der Vorsitzende der Bochumer Linksfraktion Horst Hohmeier. „Die bisherige Verweigerungshaltung der Bochumer Politik ist einfach niemandem mehr zu erklären. Wir haben doch nichts zu verbergen. Mehr Transparenz ist eine Voraussetzung für mehr Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am politischen Prozess.“ mehr…
Beim letzten (virtuellen) Vernetzungstreffen der Freien Kulturszene in Bochum – dem „Kulturstammtisch – wurde beschlossen, eine Aktion ins Leben zu rufen, um Kolleg*innen, die die Corona-Krise hart trifft, mit Rat und Tat zu unterstützen. Mit der Aktion „Freie Kultur – solidarisch durch die Corona-Krise“ will der Kulturstammtisch einen kollegialen Austausch initiieren: Wer beispielsweise Erfahrungen mit Förderanträgen hat oder Räume zum Proben anbieten kann, teilt das Wissen und die Ressource mit den Kolleg*innen, die hier dringend Bedarf haben. Die Corona-Krise und die ökonomischen Folgen der Eindämmungspolitik bringen vor allem Solo-Künstler*innen, Musiker*innen, kleine Theatergruppen und kleinere Orte an den Rand der Existenz. Einige Betroffene äußerten, dass sie nur damit beschäftigt seien, die Ausfälle zu „managen“ und kaum Zeit fänden, sich um die Akquise zusätzlicher Fördermittel zu kümmern. Bei den großen Förderprogrammen fallen sie gar „durchs Raster“ und haben gar keine Ansprüche. mehr…
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts schreibt: »Wir können feststellen, dass Aktivitäten von Coronaleugner*innen in Bochum zunehmen. Am 23.10. organisierte die Bochumer Gruppe „querdenken 234“ einen ersten Spaziergang durch die Bochumer Innenstadt, in weißen Maleranzügen mit ca.20 Leuten.¹ Politische Schlussfolgerungen aus dem Auftritt ergeben sich durch die Beschriftungen auf den getragenen Overalls. „Hygiene-Diktatur“ war da zu lesen und z.B. „Freiheit? Unterbewertet“. Diese Gruppe ruft jetzt für Samstag 7.11. erneut zum Spaziergang durch die Innenstadt auf unter dem Motto „Gemeinsam schreiten für Mut, Kraft und Freiheit“ in einer „Choreographie des Friedens“. Erst nach der vollständigen Lektüre des Aufrufs wird erkennbar, dass es sich um Corona-Leugner*innen handelt. Die Veranstalter*innen protestieren „gegen die unverhältnismäßigen Maßnahmen durch die Corona-Verordnung“. Welches politische Spektrum sich dort treffen wird, ist z.Zt. schwer einschätzbar. Wir vom „Bündnis gegen Rechts“ werden am Samstag diese Versammlung beobachten, um festzustellen, wie rechtsaffin und -offen diese Gruppe auftritt. mehr…
Der Kinder- und Jugendring schreibt: »Die Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht beginnt am Montag, 09. November 2020 um 17.00 Uhr an den Stelen (Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz). Bei der Veranstaltung müssen Masken getragen und die notwendigen Abstände eingehalten werden. Zusätzliche Ordner achten darauf, dass die Corona-Regeln umgesetzt werden. mehr…