Aufführung der Omas gegen Rechts abgesagt
Die Theatergruppe der Omas gegen Rechts bedauert sehr, die Vorstellung ihres Theaterstücks „Alt sein heißt nicht stumm sein“ aus gesundheitlichen Gründen am Dienstag, den 29.03.2021 absagen zu müssen.
Die Theatergruppe der Omas gegen Rechts bedauert sehr, die Vorstellung ihres Theaterstücks „Alt sein heißt nicht stumm sein“ aus gesundheitlichen Gründen am Dienstag, den 29.03.2021 absagen zu müssen.
Hallo Klimastreik Raddemo,
ich bin Marek vom Radentscheid Bochum. Toll, dass ihr mit so vielen Rädern da seid. Ich würde mir wünschen, dass jeden Tag so viele Bochumer:innen mit dem Rad unterwegs sind. Leider ist das nicht der Fall, weil hier im Rathaus dies nicht für relevant erachtet wird. Die Stadtregierung begnügt sich mit schön klingenden Beschlüssen wie dem Mobilitätskonzept oder dem Klimanotstand. Die wirkliche Umsetzung interessiert bestenfalls wenig, wie wir vielfach erlebt haben. Schlimmer noch, uns vom Radentscheid wurden alle verfügbaren Hürden in den Weg gelegt, damit dieser scheitert. Die Kostenschätzung der Verwaltung wurde um Monate verzögert. Die Schätzung selber enthält fragwürdige Ansätze und ist extra hoch, um Stimmung gegen den Radentscheid zu machen. Der Entscheid wurde zu einem zweiten Start gezwungen, um diese Schätzung ausführlich mit abzudrucken. Und dennoch haben wir alle zusammen 17.000 Unterschriften gesammelt.
mehr…Hallo,
Wir von „Stadt für Alle“ setzen uns seit 2015 für eine solidarische und ökologische Stadtentwicklung ein. Dabei brechen wir globale Themen auf ganz konkrete, lokale Handlungen runter. Wir setzen uns beispielsweise für mehr Grünflächen in der Stadt ein, die gemeinschaftlich genutzt werden können. Das ist ökologisch gut und wichtig, aber auch aus gesellschaftlichen Gründen von großer Bedeutung. Denn dort können sich Menschen begegnen und miteinander in Kontakt kommen – ohne Geld ausgeben zu müssen. Damit schaffen wir die Basis für die Bildung einer toleranten, offenen Gesellschaft.
mehr…Hallo, ich bin Brigitte Giese
und stehe heute hier für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung. Es geht uns heute hier um Flächengerechtigkeit. Die Stadt Bochum ist unter den Top Ten der Städte mit den am meisten versiegelten Flächen. Im Ruhrgebiet schafft Bochum es sogar auf Platz vier der Schlechtesten-Liste Doch damit hat die Stadt noch lange nicht genug – sie will weitermachen mit der Versiegelung, ökologisch wertvolle Flächen zerstören und grüne Oasen, Frischluftschneisen und Kaltluftsenken zubauen.
mehr…Liebe Kolleg*innen,
mein Name ist Michael Hortig, ich bin Gewerkschaftssekretär bei ver.di hier in Bochum mit dem Schwerpunkt für lugend- und Ausbildungsthemen und ich freue mich, dass heute bei diesem wunderschönen Wetter so viele von euch den Weg hierher zum Bergbaumuseum gefunden haben um hier in Bochum ein Zeichen zum globalen Klimaaktionstag zu setzen. Unsere Solidarität, das ist hier an erster Stelle gesagt, gilt selbstverständlich den Millionen Opfern eines aggressiven Angriffskrieges auf die Ukraine, unsere Solidarität gilt all den Menschen, die für Freiheit und Frieden kämpfen und all den Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und für ein Leben in Freiheit den Weg nach Europa suchen, ausdrücklich nicht nur an Geflüchtete aus der Ukraine, sondern auch aus allen anderen Brennpunkten der Welt. Fluchtursachen sind kein Wettbewerb. Es darf keine Unterscheidung von Geflüchteten aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, oder ihrer Fluchtgründe geben. Wir wollen ein würdevolles Leben in Freiheit für alle Menschen in einer lebenswerten Welt. Und lange hat sich der Kampf darum nicht mehr so hart und verzweifelt angefühlt wie in den letzten Monaten.
mehr…Liebe Menschen, in unserem Text thematisieren wir u.a. Gewalt gegen FLINTA, daher wollen wir an dieser Stelle eine Triggerwarnung aussprechen.
Feministische Utopien müssen erkämpft werden. Das ist uns in den letzten Tagen nochmal sehr schmerzlich bewusst gemacht worden.
mehr…Liebe Menschen, der nächste Redebeitrag wird sich mit FLINTA auf der Flucht sowie geschlechtsspezifischen Fluchtgründen beschäftigen. Leider bedeutet dies, dass wir Gewalt gegen FLINTA thematisieren müssen, daher an dieser Stelle eine Triggerwarnung.
Seit einigen Tagen steht unsere Welt Kopf. Russlands völkerrechtswidriger Überfall auf die Ukraine hat uns den Krieg vor die Haustür gebracht. Millionen von Ukrainer:innen, größtenteils FLINTA und ihre Kinder, sind nun auf der Flucht vor Krieg und Zerstörung. Neben der Gefahr durch Putins Bomben ist aus anderen Krisensituationen bekannt, dass FLINTA in Kriegen und auf der Flucht sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt sind. Nach Angaben von UN Women erleben 70% der FLINTA auf der Flucht sexualisierte Gewalt. Die Dunkelziffer ist hoch, da aus Scham häufig geschwiegen wird. Eine rasche Aufnahme von Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt und sichere Fluchtkorridore sind hier besonders dringlich.
Doch wir wollen nicht vergessen: auch vor dem Ukrainekrieg waren weltweit bereits über 80 Mio Menschen auf der Flucht – mit steigender Tendenz – wie aus den Zahlen des UNHCR hervorgeht. Über 50 Mio dieser Menschen sind Binnenflüchtlinge.
Nach Angaben des UN-Flüchtlingswerks sind circa 50% der Geflüchteten Frauen, Mädchen und LGBTIQ+ Personen. Sie fliehen vor politischer oder religiöser Unterdrückung, Krieg, Umweltzerstörung und Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen, aber sie fliehen auch vor geschlechtsspezifischer Unterdrückung, sexueller und häuslicher Gewalt, Zwangsverheiratung, Vielehe, Witwenverbrennung und Genitalverstümmlung. Weitere Fluchtgründe sind die systematische Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung oder die Verfolgung von Inter- und Transmenschen. Krisensituationen wie Krieg, aber auch Pandemien, führen zur Auflösung gesellschaftlicher und sozialer Strukturen mit einer zugleich zunehmenden Gewaltbereitschaft. Auch hier sind FLINTA und LGBTIQ+ besonders betroffen. Systematische Vergewaltigung ist eine häufig angewandte Kriegs- und Folterstrategie.
KRIEG WURDE UND WIRD AUCH IMMER AUF DEN KÖRPERN VON FLINTA AUSGETRAGEN! Dennoch ist sexualisierte Kriegsgewalt kein anerkannter Asylgrund.
Flucht ist für FLINTA extrem gefährlich. Viele FLINTA erreichen ihr Ziel nicht, da sie durch Versklavung und Vergewaltigung, z.T. mit dadurch entstandener Schwangerschaft und lebenslangen Verletzungen, besonders gefährdet sind. Mädchen, die in Flüchtlingslagern ausserhalb der EU stranden, sind von Kinderheirat und einem nachfolgendem Risiko einer verfrühten Schwangerschaft, sowie Krankheit und Tod bedroht.
Die menschenunwürdigen Zustände in den Lagern an den EU Aussengrenzen stellen für diese schwer traumatisierten Menschen keine sichere Zufluchtsstätte dar. In den überfüllten Lagern sind sie nicht selten erneut Opfer von sexualisierter Gewalt und Unterdrückung. Manche Menschen schlafen mit Windeln, da sie nachts aus Angst vor Vergewaltigung nicht auf die Toiletten gehen.
Die sanitäre und hygienische Situation ist verheerend. Geschlechtergetrennte sanitäre Anlagen sind in der Regel nicht vorhanden, ebensowenig wie besondere Schutzräume für von sexualisierter Gewalt betroffene Gruppen.
Hinzu kommt die Unterversorgung an Menstruationsprodukten, wodurch menstruierende Menschen negativ in ihrem Gefühl der Sicherheit, ihrer Mobilität – wie den Gang zu den Essensausgabestellen – und ihrer Würde beeinträchtigt werden. Die katastrophalen hygienischen Zustände können zudem bei Menstruierenden zu lebensbedrohlichen Infektionen und Unfruchtbarkeit führen.
Auch in den Sammelunterkünften in Deutschland häufen sich Berichte von sexualisierter Gewalt gegen FLINTA und auch gegen ihre Kinder – auch hier ist die Dunkelziffer hoch. FLINTA, die sexualisierte Gewalt melden, erhalten nur selten psychologische Unterstützung. Oft wird den Betroffenen unterstellt, sie würden lügen und wollten sich hierdurch ein beschleunigtes Asylverfahren erschleichen – eine ekelhafte Täter-Opfer-Umkehr. IN diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass Deutschland sich bislang weigert, die EU Richtlinie zum Schutz für geflüchtete FLINTA umzusetzen.
Wir fordern:
Die Aufnahmerichtlinie der EU (2013/33/EU) bzgl. der Erkennung besonders schutzbedürftiger Geflüchteter muss hier umgesetzt werden. FLINTA, die aufgrund geschlechtsspezifischer Gewalt und Verfolgung aus ihrer Heimat geflohen sind und bei denen eine besondere Schutzbedürftigkeit im Sinne dieser Richtlinie festgestellt werden muss, muss ein Aufenthaltsstatus gewährt werden. Dies muss unabhängig davon erfolgen, ob das Herkunftsland als sicher gilt oder nicht. Sie sind grundsätzlich einem hohen Risiko ausgesetzt, Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden.
Die Verschlechterung der Bleibeperspektive für FLINTA aus vermeintlich sicheren Herkunftsländern führt dazu, dass sie erneut diskriminiert werden.
MACHEN WIR ES DEUTLICH: ES GIBT FÜR FRAUEN, MÄDCHEN, ABER AUCH FÜR MENSCHEN, DIE SICH NICHT IN EIN BINÄRES GESCHLECHTERMODELL PRESSEN LASSEN, KEIN SICHERES HERKUNFTSLAND!
NIEMAND FLIEHT FREIWILLIG ! KEIN MENSCH IST ILLEGAL!
Liebe Freund*innen und Genoss*innen, liebe Frauen und Queers,
ich freue mich sehr, hier und heute als Vertreter*in der 4-Stunden-Liga beim Feministischen Kampftag in Bochum reden zu dürfen. Wir danken den Organisator*innen für die Möglichkeit, heute zu sprechen und freuen uns, dass so viele heute gemeinsam auf der Straße sind.
Wir als 4-Stunden Liga treten für den 4-Stunden-Tag bei vollem Lohn- und Personalausgleich ein. Dafür zahlen soll das Kapital!
mehr…Mein Name ist Gisa Knepper und ich bin ein Teil der Bürgerinitiative Das Freibad Langendreer darf nicht baden gehen. Ich freue mich über jeden einzelnen der heute hier ist um mit uns gegen die Schließung des Freibades von Langendreer zu demonstrieren.
Denn wir wollen nicht einfach hinnehmen, dass das Freibad geschlossen wird!
Denn dieses Bad ist ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Für Jung und Alt sowie Familien.
Es ist gut erreichbar und hat ein weitaus größeres Einzugsgebiet als nur den Stadtteil Langendreer.
Es ist bezahlbar und es gibt die Möglichkeit in den Sommerferien den Ferienpasses zu nutzen, wenn es mal nicht in Urlaub geht.
mehr…Unter dem Titel „Heusnerviertel – Porträt eines besetzten Stadtteils 1984 – 1986“ ist ein Buch im Selbstverlag erschienen. Auf rund 220 Seiten mit fast 300 Fotos zeichnet der Verfasser Heiko Koch die Geschichte und den utopischen Gehalt des Heusnerviertels nach. Das Buch ist die Masterthesis des Verfassers aus dem Jahr 2017 und zum Selbstkostenpreis von 20 Euro im Handverkauf zu erhalten.
Die Antifaschistische Linke Bochum ruft für den morgigen Montag um 17 Uhr am Hauptbahnhof zu einer Demonstration auf „Bochum geht auf die Straße gegen den Krieg in der Ukraine“: »Es herrscht Krieg. In der Ukraine müssen Menschen in U-Bahnhöfen und Kellern um ihr Leben fürchten, andere müssen ihr Hab und Gut zurücklassen und ihre Heimat verlassen. Unzählige Menschen sind diesem Krieg bereits zum Opfer gefallen. Die vermeintliche Gewissheit vom Frieden in Europa ist spätestens seit den Annexionen der Krim vor acht Jahren illusorisch. Dieser seit Jahren sowohl von Russland als auch der Nato aufgebaute Konflikt wurde durch den Angriffskrieg Russlands vor einigen Tagen eskaliert. Einmal mehr bewahrheitet sich, dass Chauvinismus, Nationalismus und Imperialismus geradewegs zu Krieg und Elend führen.
mehr…Die bereits angekündigte Demo gegen den Aufmarsch von Querdenken 234 und „bochum-denkt-anders“ beginnt nun am Samstag, 26.2.22 um 15:00 auf dem Dr.-Ruer-Platz.
Zur Gegenkundgebung dazu ruft ein breites Bündnis von mehr als 30 Gruppen und Initiativen bereits um 14:30 an der Ecke: Dr.-Ruer-Platz / Huestraße auf. Die weiteren, im Vorfeld bekannt gewordenen Kundgebungen, werden wohl entfallen. Ob eine geplante Kundgebung am Schauspielhaus – am voraussichtlichen Streckenverlauf der Querdenker – stattfinden kann, ist zur Zeit noch offen.
mehr…
Aus einer Mitteilung der Grünen Jugend teilen wir mit:
»Die Grüne Jugend Bochum verfolgt besorgt die aktuelle Aggression Russlands gegen die Ukraine. Seit acht Jahren findet der bewaffnete Konflikt im Osten der Ukraine nun schon statt und die Bedrohung einer Eskalation wurde in den letzten Wochen immer realer. Nach Putins Anerkennung der Unabhängigkeit der aufständischen Regionen Donezk und Luhansk vor einigen Tagen wird die Situation jetzt offensichtlich zu einer weiteren Eskalation genutzt. Seit wenigen Stunden greift Russland die Ukraine an mehreren Stellen an.
mehr…Am Samstag, den 26. Februar findet von 14-16 Uhr vor dem Bochumer Rathaus eine Aktion im Rahmen der internationalen Kampagne „Menschenrechte für Tamil Eelam“ statt. Die Organisatorinnen schreiben: »Obwohl der Krieg in Sri Lanka mit dem Höhepunkt des Völkermords an den Eelam Tamil*innen im Jahre 2009 zu Ende ging, setzen sich die Angriffe durch das sri lankische Regime auf die tamilische Bevölkerung fort. Es finden massive Angriffe auf die Meinungs- und Pressefreiheit statt. Soziale Proteste in Tamil Eelam werden systematisch unterdrückt. Die Zahl der politischen Gefangenen ist unbekannt. Mindestens 146.679 Eelam Tamil*innen gelten bis heute als verschwunden.
mehr…Unter dem Motto „Was hat das mit mir zu tun?“ findet am Freitag, 25. Februar, zwischen 13 und 16 Uhr im Stadtteilzentrum Q1 eine
Abschlussveranstaltung zur Wanderausstellung „Klimaflucht“ statt. Dazu in der Ankündigung zu der Finissage: »„Die Klimaflucht-Ausstellung erzählt anschaulich, wie sich der Klimawandel auf der ganzen Welt bemerkbar macht. Im Q1 wollen wir ergänzend einen Fokus darauf legen, was wir in unserem Stadtteil, was jeder einzelne Mensch jeden Tag dazu beitragen kann, unsere natürlichen Ressourcen zu erhalten“, sagt Dorte Huneke-Nollmann, Stadtteilkoordinatorin im Westend. „Wir haben neue Workshop-Formate zum Thema Klimaschutz für Schulklassen und andere Gruppen entwickelt, die auch nach Abschluss der Ausstellung weiter angeboten werden.“
„Omas gegen Rechts“ veranstalten am Samstag, den 26. 2. von 12.00 – 13.00 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz eine Mahnwache unter dem Motto „Bochum solidarisch“. Sie wollen „über Verschwörungstheorien, Faschisten*innen in den Reihen der Querdenker und unsolidarisches Verhalten der „Spaziergänger“ informieren“. In einer „Erklärung für Demokratie und Zusammenhalt“ schreiben sie: »Wie ihr wisst, finden auch in Bochum seit einigen Monaten sogenannte Freiheitsmärsche oder auch “Spaziergänge” gegen Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie statt, insbesondere gegen die Impfungen.
mehr…Antifeminismus – Scharnierfunktion zwischen Rechtsextremismus und „bürgerlicher Mitte“
Erneut stehen wir hier, um den Opfern des rassistischen Terroranschlags in Hanau vor 2 Jahren zu gedenken. Den Opfern und ihren Familien und Freund*innen gilt unsere Anteilnahme und unsere Solidarität. Wir stehen heute auch hier, um gegen Rassismus und andere Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ein Zeichen zu setzen. Wir wollen hier auf die Rolle von antifeministischen Ideologien als Scharnierfunktion zwischen Rechtsextremismus und der sogenannten Mitte der Gesellschaft eingehen, deshalb eine Triggerwarnung: In dem folgenden Text wird tödliche Gewalt gegen Menschen thematisiert. Bewusst wollen wir hier auf Namensnennung der Täter verzichten.
mehr…Liebe Menschen,
wir als Seebrücke Bochum stehen für sichere Fluchtwege, gegen die Kriminalisierung von Menschen auf der Flucht und Retter:innen und für ein menschenwürdiges Ankommen und Bleiben geflüchteter Menschen. Die ermordeten Menschen in Hanau waren keine Geflüchteten, die meisten wurden in Deutschland geboren. Dennoch hat der Täter sie aufgrund ihres Migrationshintergrundes als vermeintlich „fremd“ gesehen und daher gezielt ermordet. Die nicht erst seit 2015 zunehmende Hetze gegen Geflüchtete schürt rassistische Ressentiments, die sich auf alle Menschen auswirken, die nicht in das faschistische Weltbild eines homogenen, „weißen“ Volkes passen.
mehr…Wenn People of Color sagen, dass die Polizei gefährlich ist, Menschen tötet und uns nicht schützt, dann ist das keine Übertreibung. Wir kennen alle den Kollegen, Nachbarn oder den Familienangehörigen, der sagt: “Ach komm, das sind doch nur Behauptungen – so kann man das nun wirklich nicht sagen”. Deshalb haben wir euch heute mal ein paar anschauliche Zahlen mitgebracht, die zeigen, wie tief Rassismus im Staatsapparat verankert ist. Die Zahlen beziehen sich konkret auf die deutschen Behörden.
mehr…Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
vor genau zwei Jahren wurden in Hanau neun Junge Menschen Opfer eines rassistischen Anschlags. Heute wollen wir ihnen gedenken und wünschen uns gleichzeitig, dass es Veranstaltungen, wie die heute, nicht mehr bräuchte. Deshalb müssen wir umso entschiedener für Aufklärung und gegen rechte Gewalt kämpfen. Viele der Ermordeten jungen Menschen lebten unter Bedingungen, die viele von uns nur allzu gut kennen. Geringe Bildungschancen, schlechte Arbeitsbedingungen, finanzielle Unsicherheit, beengte Wohnverhältnisse.
Der nachfolgende Text ist von Serpil Temiz-Unvar. der Mutter von Ferhat Unvar, einem der ermordeten Opfer in Hanau. Ihre Rede. wurde im Buch „Texte nach Hanau“ als Vorwort veröffentlicht. Güler Bulgurcu vom Bahnhof Langendreer hat ihn vorgetragen:
Ich hatte ein gutes Gefühl, als ich nach Deutschland kam. Schließlich war es ein europäisches Land, das eine gute Zukunft versprach. Meine Kinder würden in Frieden aufwachsen, ohne Angst. Sie würden zur Schule gehen und sie würden einen Beruf haben. Ich stellte mir vor, dass es keine Diskriminierung geben würde, und alle könnten sich sicher fühlen. Aber leider habe ich gelernt, dass das nicht stimmt. Ich gab meinen Kindern immer den Rat: „Ihr müsst mehr arbeiten als die anderen, weil ihr nicht die gleichen Chancen habt, wie die deutschen Kinder“. Als wir Diskriminierung erlebten, hielt ich das für normal, so wie viele andere. Unsere Herkunft und unsere Wurzeln blieben wie ein Stempel, selbst auf unseren hier geborenen Kindern. Wir blieben „die Anderen“.
Am 26. Februar wird es wieder eine Gegenveranstaltung zu „querdenken 234“ in Bochum geben. Da kommt die Idee der Quartiershalle in der Ko-Fabrik gerade recht.
mehr…»Am kommenden Samstag werden wir von 16.30 -19.30 Uhr (oder bis alle Lebensmittel verteilt sind) vor dem Kostnixladen und bei schlechtem Wetter im Kostnixladen, Dorstenerstrasse 37, wieder Lebensmittel verteilen. Wer Lebensmittel spenden möchte kann dies zur gleichen Zeit tun. Falls ihr diese Lebensmittel extra kauft, bitte darauf achten, dass sie vegan sind.
mehr…Das Team von Velotopia, der Fahrrad-Werkstatt im botopia teilt mit: »Auch im Februar eröffnen wir wieder unsere Radwerkstatt und zwar am Samstag, 19.2.. Darum kommt gerne ins bzw. vor das botopia (Griesenbruchstr.9).
mehr…Am Montag, den 14. Februar, findet um 17:30 Uhr auf dem Vorplatz des Schauspielhauses auch dieses Jahr die TanzDemo: One Billion Rising statt. Die Ankündigung: »Aufstehen und tanzen für die Rechte von Mädchen und Frauen, das geschieht mit dem weltweiten Tanz-Flashmob „One Billion Rising“ auch hier wieder in Bochum. Am Valentinstag, dem 14. Februar, erheben sich überall auf der Welt Menschen und gehen auf die Straße, um dort zu tanzen und zu trommeln. Sie tun dies im Rahmen der Aktion One Billion Rising (Eine Milliarde steht auf), die seit 2013 mit ungewöhnlichen Mitteln auf Gewalttaten gegen Frauen aufmerksam machen will und sich für Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frauen einsetzt.
mehr…Das Kuratorium Stelen der Erinnerung erinnert am Sonntag, den 20. Februar um 13:15 Uhr vor dem Wattenscheider Rathaus an das Schicksal von Betti Hartmann. Am Tag zuvor jährt sich zum 95. Mal ihr Geburtstag. Sie ist als 15jährige in Auschwitz ermordet worden. Sie ist die jüngste jüdische im Faschismus ermordete Wattenscheiderin. Der Platz vor dem Rathaus Wattenscheid trägt ihren Namen. Im Anschluss findet ein antifaschistischer Stadtrundgang der VHS statt. In der Einladung heißt es u.a.: »Wer heute mit offenen Augen durch Wattenscheid geht, hat Gelegenheit zahlreiche Spuren aus der Zeit des Faschismus zu sehen. Viele davon fallen aber nicht direkt ins Auge.
mehr…
»Du wünschst dir Verbündete, um gegen Umweltzerstörung und für ein gutes Leben für alle und überall zu kämpfen? Ende Gelände Bochum sucht Mitstreiter*innen! Wir sind eine Klimagerechtigkeitsgruppe aus Bochum und Teil des Ende Gelände Aktionsbündnisses. Antikapitalistisch, antikolonialistisch, antifaschistisch und antihierarchisch organisiert – gegen Bullen, Staat und Patriarchat! Wir beschäftigen uns mit Kohle, Erdgas, Rechtsextremismus, und was das linksgrün-versiffte Herz noch so begehrt. Am 14.02. veranstalten wir um 18h30 ein unverkrampftes, digitales Kennenlern-Treffen. Wenn du Interesse hast, dann schreib uns per Twitter oder eMail an und wir schicken dir die Zugangsdaten! Wir freuen uns auf dich.
Twitter: @eg__bo
eMail: bochum@ende-gelaende.org «
Am Freitag, den 11. und Sonntag, den 13. lädt das Thealozzi zu zwei Aufführungen von „Tildes letzte Tage“ mit Andrea Homersen (Foto) und als Gast Giampiero Piria: »Tilde Liebig hat nicht mehr lange zu leben und sieht sich damit konfrontiert, diese Welt in Kürze zu verlassen. Ihre Gedanken und Gefühle werden zu unseren, ihre Bilder, Visionen und Ängste werden uns plastisch vor Augen geführt. Ihre (unerfüllten) Wünsche und (letzten) Pläne lassen unsere eigenen im Kopf entstehen und ihre Gespräche mit dem Tod …
mehr…Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,
vergangene Woche, am Donnerstag den 27. Januar jährte sich die Befreiung des Lagers Auschwitz zum 77. Mal. Auschwitz ist das Synonym für den industriell organisierten Massenmord an Juden und Jüdinnen, das Sinnbild für die Shoah. Wie in vielen anderen Städten gab es auch in Bochum eine Kundgebung, um daran zu erinnern und den Opfern des antisemitischen Wahns zu gedenken. Auch aus Bochum und Wattenscheid wurden in der Zeit des Nationalsozialismus an die 700 Frauen und Männer jüdischen Glaubens deportiert und in den Vernichtungslagern Sobibor, Majdanek und Auschwitz ermordet. In gewisser Weise wird auch bei den sogenannten Querdenkern an den Nationalsozialismus und den – glücklicherweise gescheiterten – Versuch der Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden erinnert. Aber eben in einer völlig verqueren, völlig falschen und sehr gefährlichen Art und Weise. Eben antisemitisch.
mehr…Mein Name ist Dietmar Fischer, ich bin Lehrer für Sonderpädagogik arbeite mit Kindern, die körperlich beeinträchtigt sind und ich bin in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft aktiv. Ich möchte Euch von der Situation der Kinder und Jugendlichen insbesondere an den Schulen berichten: Schon vor der Pandemie wurden die Schulen wenig unterstützt. Nun ist die Situation dramatisch: Wir haben ständig positive Testergebnisse, viele erkrankte Schüler:innen und viele erkrankte Lehrkräfte. Schulen sind ohnehin überwiegend schlecht ausgestattet, sie leiden unter zu großen Klassen, zu wenig Lehrkräften, häufig schlechtem baulichen Zustand und mangelnder Ausstattung. Es gibt immer wieder viele Lippenbekenntnisse aus der Politik; aber geschehen ist wenig!
mehr…