Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) reagiert auch in NRW mit Warnstreiks auf die am Montag (10.1.) gestarteten Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Postbank. Bundesweit werden im Rahmen der ersten Welle rund 40 Filialen bestreikt. Auch Filialen in Bochum und Wattenscheid sind betroffen.
Die Planungen zur Neugestaltung der Grummer Teiche schreiten voran. Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung kritisiert, dass auch 2022 das Verfahren offenbar weitgehend ohne Bürgerbeteilugung laufen soll.
Neues Jahr, gleiche Krise. Fridays for Future Bochum stellt Forderungen (für die ersten 100 Tage) an die neue Bundesregierung und ruft am 14. Januar zum Klimastreik auf. Los geht es um 14 Uhr am Kurt-Schumacher-Platz. FFF schreibt: «Die Klimabewegung hat für die ersten 100 Tage sechs Forderungen an die neue Bundesregierung gestellt, die unter anderem eine Festlegung von einem 1,5 Grad-konformen CO2-Budget, eine sozial gerechte Mobilitätswende und einen Ausstieg aus den fossilen Energien beinhalten mehr…
In Bochum wird die Ausstellung mit Rahmenprogramm organisiert von der IFAK im Q1: Christoph Bast („Mobilmacher“), Yvonne Engel („Klimafreundin“), Dorte Huneke-Nollmann („Stadtteilkoordination“) (v.l.n.r.). Fotonachweis: IFAK e.V.
Welche Auswirkungen hat die globale Erderwärmung auf die Fischer im Mekong-Delta – und was hat das mit dem Leben in Bochum zu tun? Welche Sorgen haben die Olivenbauern in Griechenland – und was können wir daran ändern? Mit diesen und ähnlichen Fragen rund um Klimaschutz und Migration beschäftigt sich die Wanderausstellung „Klimaflucht“ der Deutschen KlimaStiftung (DKS), die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen entstand.
27 Jahre war Steven Sloane Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker. In seiner Zeit bekam das bis dahin heimatlose Orchester eine Spielstätte. Die Fußstapfen, in die sein Nachfolger tritt, sind groß. Tung-Chieh-Chuang, 39 und eher jünger wirkend, steht mit Offenheit und Neugier für einen wirklichen Neuanfang. bodo widmet der Taktstock-Übergabe die Titelgeschichte der Januar-Ausgabe. Die weiteren Themen hier.
Weitgehend unbeachtet von der interessierten Öffentlichkeit hat die Stadt Bochum in der Weihnachtswoche die sogenannte „Vorhabenliste“ online gestellt. Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich ein wichtiger Bestandsteil der Bürgerbeteiligung, über die seit Jahren zwischen der Stadt Bochum und dem „Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung“ verhandelt wird.
Die Antwort, die die Stadtverwaltung in Absprache mit der Bochumer Wirtschaftsentwicklung auf eine Anfrage der Linksfraktion zu der geplanten Ansiedlung der „Nato Communications and Informations Agency“ (NCIA) gibt, interpretiert auch die Linksfraktion so, dass Bochum nicht der bevorzugte Standort für eine Verlegung dieser NATO-Agentur ist. Allerdings gehe aus der Antwort hervor, dass der NATO tatsächlich der ehemalige Parkplatz für Neuwagen der Firma Opel an der Alten Wittener Straße als Fläche angeboten worden sei. Zum Vorgehen der Wirtschaftsentwicklung blieben offene Fragen.
Meldungen über die mögliche Ansiedlung einer NATO-Cyberkrieg-Agentur (NCIA) in Bochum haben zahlreiche Friedensbewegte auf den Plan gerufen und zu Protesten veranlasst. Jetzt gibt es erste Hinweise darauf, dass aus der geplanten Ansiedlung nichts wird, wie Felix Oekentorp, Landessprecher des Verbandes Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), schreibt.
Der ADFC Bochum lädt am Sonntag, 12. Dezember, zu einer gemütlichen Adventsradtour ein. Treffpunkt ist um 13:30 Uhr an der Glocke am Bochumer Rathaus, Willy-Brandt-Platz. Die familienfreundliche Tour führt zur Halde Pluto in Wanne mit guter Aussicht über die Region. Die Gesamtstrecke ist etwa 25 Kilometer lang.
Das Wetter hat nicht mitgespielt bei der Aktion von attac/occupy heute zum Thema „Wer zahlt für die Krise?“ Pünktlich um 17 Uhr fing es an zu schütten. Das Zelt stand, aber allein das Auslegen von Materialien aus Papier erwies sich im böigen Wind als völlig nutzlos. Nun macht so ein bisschen Wasser einer Ente natürlich nichts aus. Unser Bild zeigt Onkel Dagobert, der sich sichtlich für die Auslagen eines benachbarten Juweliers interessiert. Aber für das Thema „Verteilung von Reichtum und Einkommen“ konnten er und sein Neffe Donald bei diesem Sauwetter niemand interessieren. Nach einer Stunde wurde der Stand wieder abgebaut. Wiederholung offen.
Am Donnerstag, den 28.10. um 19.00 veranstaltet der Bahnhof Langendreer eine Lesung mit der Autorin Marion Kraft, die ihr Buch „Empowerment und Widerstand – Inspirierende Begegnungen mit Audre Lorde“ vorstellen wird. Die Moderation übernimmt Muriel González Athenas, Historikerin am Lehrstuhl „Frühe Neuzeit & Geschlechtergeschichte“ an der Ruhr-Universität.
Die in Berlin lebende Journalistin und Autorin Anja Röhl liest im Oktober in der Bochumer VHS an zwei Terminen aus ihren neuesten Büchern „Das Elend der Verschickungskinder“, „Heimweh“ und „Die Frau meines Vaters – Erinnerungen an Ulrike Meinhof“.
Bei seiner „Im Sitzen geht’s“-Tour macht das Berlin Boom Orchestra am Mittwoch, den 20. 10. um 20 Uhr Station im Bahnhof Langendreer. Einlass ist ab 19:30 Uhr. Die Karten kosten im Vorverkauf 15 €, an der Abendkasse 19 €. Es handelt sich um den Ersatztermin für das am 7. 4. ausgefallene Konzert.
Am kommenden Sonntag (17.10.) von 11 bis 16:30 Uhr veranstalten die Anwohner*innen der Straße Am Ruhrort auf Privatgrundstücken einen Flohmarkt unter dem Motto: „Lieber verkaufen wir unsere Sachen, bevor sie beim nächsten Hochwasser den (Hörsterholz-) Bach runtergehen.“
Die Linksfraktion hat im Bochumer Rat eine umfassende Anfrage zu dem Versuch gestellt, Bochum zum Standort des Militärbündnisses Nato zu machen. Es geht um die mögliche Ansiedlung der Nato-Kommunikationszentrale NCIA („Nato Communications and Information Agency“) auf das ehemalige Opel-Gelände in Bochum-Laer, zum Beispiel in den Bereich der ehemaligen Neuwagen-Stellfläche zwischen der Wittener und der Alten Wittener Straße. Dadurch droht Bochum zu einer zentralen Basis für die vernetzte Kriegsführung zu werden.
Der Bochumer Mieterverein schreibt: «Die Angebotsmieten in Bochum sind in den letzten 5 Jahren fast genauso stark gestiegen wie in München. Das jedenfalls ist das Ergebnis des aktuellen „Mietenkompass“, den das Wohnungsvermittlungsportal immowelt.de einmal im Quartal herausgibt. Danach liegt Bochum gleichauf mit Essen und Dortmund auf Platz 15 im Ranking der 80 deutschen Großstädte. Um 23 % sind hier die Mieten zwischen den ersten Jahreshälften 2016 und 2021 gestiegen. München liegt gemeinsam mit Augsburg, Lübeck uns Solingen nur einen Prozentpunkt davor auf Platz 11. Spitzenreiter ist Berlin mit 42 % Mietsteigerung in 5 Jahren, gefolgt von Heilbronn (38), Hildesheim (33) und Offenbach (30). Andere NRW-Städte, die man weit vorne vermuten würde (Bonn, Köln, Düsseldorf, Münster, Bielefeld), liegen dagegen hinter dem Ruhrgebiets-Trio.
Am Samstag, den 09.10. eröffnet der Bahnhof Langendreer den Audiowalk „Einsteigen bitte – eine Audioreise durch Geschichte und Gegenwart des Bahnhof Langendreer“. Anlass ist der Bahnhof Langendreer dieses Jahr sein 35-jähriges Jubiläum als soziokulturelles Zentrum feiert.
Oberbürgermeister und Bezirksbürgermeister des Bezirks Südwest suchen Bürgernähe. Für Samstag haben sie zu einem Spaziergang eingeladen. Darüber freut sich das „Netzwerk für bürgernahe Stadteintwicklung“.
Lange Zeit stand es nicht im Fokus der Öffentlichkeit, aber bezahlbarer Wohnraum für Haushalte mit kleinem Einkommen ist in Bochum sehr knapp geworden. 19 Bochumer Organisationen haben jetzt gemeinsame Forderungen und Vorschläge vorgelegt, wie die Krise auf dem Wohnungsmarkt sozial und ökologisch nachhaltig bekämpft werden kann.
Die im Bündns Ostermarsch RheinRuhr zusammengeschlossenen Friedensgruppen protestieren gegen den Plan der weiteren Militarisierung von Nordrhein-Westfalen. Laut Presseberichten bestehen Überlegungen, die NATO Kommunikation und Informations-Agentur NCIA aus Belgien nach Bochum zu verlegen, ersatzweise nach Bonn.
Am Mittwoch, 8. September, lädt das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte in der „Reihe zur Bochumer Geschichte“ um 19 Uhr zum Vortrag „Der Weg des Bochumer Sports in die NS-Diktatur“ mit Gero Kopp.
Baugrundstücke sollen in Bochum künftig bevorzugt im Wege des Erbbaurechts vergeben werden. Der Mieterverein begrüßt die Beschlussvorlage, die gestern im Hauptausschuss beraten wurde und nächste Woche im Rat zur Abstimmung steht. „Damit wird ein Vorschlag umgesetzt, den wir vor der Kommunalwahl auf Grundlage der positiven Erfahrungen in anderen Kommunen gemacht haben!“, sagt Geschäftsführer Michael Wenzel.
Lange Zeit hat sich eine Mehrheit im Bochumer Rat gegen etwas gestreubt, was in anderen Städten längst gute, transparente, demokratische Praxis ist: Die Life-Übertragung von Ratssitzungen ins Internet. Inzwischen sind Live-Streams beschlossen, allerdings noch nicht umgesetzt. Die Linke will jetzt erreichen, dass auch die Sitzungen der 6 Bezirksvertretungen übertragen werden. Mit einer Anfrage lassen sie nun prüfen, wie die Übertragungen zeitnah umgesetzt werden können.
Wie stehen die Grünen zum Bebauungsplan für das Gebiet „Hattinger Straße / Hinter der Kiste“ in Bochum Linden? In einer Antwort auf den Offenen Brief der Bürgerinitiative hatte Grünen-Fraktionschef Sebastian Plewny bestritten, dass Kreisverband oder Ratsfraktion jemals versprochen hätten, einer Bebauung dieser Grünfläche nicht zuzustimmen. Nur die Fraktion der Bezirksvertretung Südwest habe sich gegen die Bebauung ausgesprochen. Diese brauche aber auch nur das Wohl des Bezirks, nicht das der Gesamtstadt im Auge zu haben.
Darauf antwortet die BI „Hinter der Kiste“ in einem weiteren offenen Brief.
Weite Teile von Dahlhausen einschließlich des zur Bebauung vorgesehenen Grabelandes „Am Ruhrort“ standen vor 1 Woche unter Wasser. Evakuierungen drohten, wenn der Starkregen angehalten hätte und das Hochwasser der Ruhr weiter gestiegen wäre. Die Betroffenen brauchen Unterstützung, meint Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt vom Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung. mehr…
Zwischen den Vertretungsberechtigten des Radentscheids Bochum und der Stadtverwaltung hat es am Donnerstag ein Treffen gegeben. Gesprächsthema waren die aufgekommenen formellen Fragen bezüglich der Unterschriftenliste. Der Radentscheid beschreibt die Atmosphäre des Gesprächs mit Stadtbaurat Markus Bradtke und weiteren Vertreter:innen der Verwaltung als „sehr offen und konstruktiv“. Es sei eine Lösung für das offene Problem gefunden worden.
In dieser Woche haben die drei größten Wohnungsunternehmen in NRW, Vonovia, Vivawest und die LEG, in einer Pressekonferenz verkündet, eine Vereinbarung mit dem Deutschen Mieterbund über den Umgang mit Härtefällen nach Modernisierungen getroffen zu haben. Noch am gleichen Tag kam vom Deutschen Mieterbund in Berlin ein Dementi.
Der Koalitionsstreit über Flächenversieglung war nur Sturm im Wasserglas, finden die Stadtgestalter. Dr. Carsten Bachert: „Die Grünen knicken erneut in Umweltthemen vor der SPD ein“
Etwa 30 Aktivist:innen von Mieterverein, DGB und Stadt für Alle haben heute mit einer bunten Aktion vor der Vonovia-Zentrale der Forderung nach einem bundesweiten Mietenstopp Nachdruck verliehen. Die Kampagne des Deutschen Mieterbundes und 140 weiterer Organisationen fordert, die Mieten in ganz Deutschland für 6 Jahre einzufrieren und diese „Atempause“ für Mieter:innen zu nutzen, Wege zu einer wirksamen Bremsung des Mietenanstiegs zu finden.