Die Linksfraktion berichtet, dass der Ferienpass in diesem Jahr das erste Mal nur digital angeboten soll. Aus ihrer Sicht setzt das „eine unnötige Hürde, die eine breite Teilhabe erschwert“. „Unsere Freude über den kostenlosen Ferienpass wird leider durch den ausschließlich digitalen Zugang getrübt“, erklärt Benny Krutschinna, sachkundiger Bürger der Bochumer Linken im Ausschuss für Schule und Bildung. „Alle, die kein digitales Endgerät nutzen, müssen für die Beantragung des Ferienpasses zunächst umständlich ein städtisches Jugendfreizeithaus besuchen. Wahrscheinlich kriegen sie aber ohnehin vorher gar nichts von dem kostenfreien Angebot mit. Das ist aus unserer Sicht eine vermeidbare Begrenzung der Teilhabe. Die Stadt sollte hier zügig nachbessern, damit der Ferienpass alle Kinder und Jugendlichen in Bochum erreicht. Wir fordern, dass der Ferienpass weiterhin über Programmhefte und Aushänge veröffentlicht und dann auch in nicht digitaler Form erhältlich ist. Warum die Verwaltung in diesem Jahr darauf verzichtet, ist für uns vollkommen unverständlich.“
Am Dienstag, den 14. Juni um ca. 13.45 Uhr findet in der Kronenstraße 41, in Höhe des Cafe Mascha, die Verlegung von zwei Stolpersteinen mit der Würdigung von Fritz Goltermann und Willi Schlüter statt. Diese beiden neuen Stolpersteine werden neben die bereits an gleicher Stelle vorhandenden Steine für Gerhard Krebs und Theodor Brockmann verlegt. Die Stolpersteine erinnern an die Verfolgung von homosesexuellen Männern im Faschismus. Jürgen Wenke hat dazu reherchiert und umfangreiche Dokumentationen erstellt. Er schreibt: »Es hätte in jeder deutschen Stadt so oder ähnlich beginnen und stattfinden können: Diese Geschichte beginnt in Bochum im Sommer 1936: Sechs Menschen, 5 Männer und eine Frau, feiern einen Geburtstag, den 29. Geburtstag von Gerhard Krebs. Es ist der letzte Geburtstag, den diese Gäste miteinander feiern. Nie wieder kommen diese Menschen in Frieden zusammen … Ein halbes Jahr später sind die fünf Männer der Feier verurteilt und bestraft, vier von ihnen verbüßen Haftstrafen wegen „homosexueller Handlungen“… Das Geburtstagskind überlebte die NS-Verfolgung nicht.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu der Vorstellung der Pläne für die Bebauung der ehemaligen „Bahntrasse Günnigfeld“: >>Laut Pressemitteilung will die Stadt Bochum mit dem Investor die Pläne für die Bebauung der ehemaligen Bahnflächen in Günnigfeld in einer öffentlichen Veranstaltung am 07.06.2022 um 17.30 Uhr im Rathaus Wattenscheid vorstellen. Interessierte erhalten Informationen zu der Planung, können sich im persönlichen Gespräch mit dem externen Planungsbüro und der Fachverwaltung austauschen, Anregungen einbringen und Stellungnahmen abgeben.
(*MIV :: Motorisierter Individual- Verkehr) Auch im Mai’22 gab es leichte Senkung der Fahrzeuge in Summe zum April’22 ABER eine Steigerung aller Fahrzeuge um 2.479 (fast 1%) zum April ’21 .
Laut Pressemitteilung der Stadt Bochum: >>In Bochum waren im Mai insgesamt 262.085 Fahrzeuge aller Klassen gemeldet. Das sind 351 weniger als im April ’22 und 2.479 mehr als im Mai 2021. Der PKW-Bestand sank um 375 auf insgesamt 210.092. Die Zahl der zugelassenen PKW stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1.626 . Außerdem sind 11.238 E-Hybrid-Fahrzeuge in Bochum gemeldet, 48 weniger als im Vormonat. Die Zahl der echten Elektrofahrzeuge erhöhte sich im Februar um 72 und liegt bei 3.801 . Im Mai 2021 waren es 2.366.<< Und hier die Zusammenfassung in einer tabellarischen Darstellung:
Kristin Schwierz hat gemeinsam mit Uwe Vorberg – und nach dessen Wechsel zeitweilig mit Karina Lange – den Bereich Politik & Gesellschaft des Bahnhof Langendreer jahrelang maßgeblich geprägt. Uwe Vorberg ist ja bereits seit längerem in andere Verantwortlichkeiten innerhalb des Bahnhofs gewechselt und mit dem Weggang von Kristin ergibt sich jetzt ein personeller Wechsel in diesem Bereich.
Die Redaktion von bo-alternativ hat sich deshalb mit dem neuen Team – Güler Bulgurcu, Anna-Lina Heimrath und Felix Koblenzer – zusammengesetzt, um zu erfahren, wie es in dieser für die alternative Szene wichtigen Institution nun weitergeht.
In ihrer aktuellen Pressemitteilung fordet die Linksfraktion mehr Anstrengungen, damit das Ganztagsförderungsgesetz in Bochum auch Wirkung zeigt: »Ab dem Schuljahr 2026/2027 definiert das Ganztagsförderungsgesetz zunächst für die Kinder der 1. Klassenstufe einen Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung. Bis 2029 wird der Rechtsanspruch dann jeweils um eine weitere Klassenstufe erweitert. Die Linksfraktion hat die Verwaltung gefragt, welche Maßnahmen ergriffen werden, um den entstehenden Mehrbedarf an Betreuungsplätzen und qualifiziertem pädagogischem Fachpersonal zu decken.
Nun auch in endstation.kino „Das Sterben meiner Mutter“ und außerdem ein Dokumentarfilm zum Internationalen Welttag gegen Kinderarbeit. Die Woche beginnt mit einem Film von Leander Haußmann: »Die Stasi hat alles genau dokumentiert. Wütend packt Ludger seine Akte zusammen und entflieht vor dem inzwischen handfest und laut gewordenen Ehestreit nach draußen. Und er erinnert sich an den jungen Mann, den die Stasi einst angeworben hatte, um in die Bohème des Prenzlauer Bergs einzutauchen, sie auszukundschaften und aufzumischen. Und wie ihm das Leben dort sofort gefallen hatte: die Freiheit, die Freundschaften, die Frauen…, dass er schon bald seinen Auftrag vergessen hatte…«
In diesem Monat wird es in Bochum eine Reihe von Verlegungen von Stolpersteinen und -schwellen geben. Die OMAS GEGEN RECHTS Bochum & West »laden herzlich ein zur Verlegung einer Stolperschwelle für die in Bochum während der Nazizeit verfolgten und ermordeten Sinti und Roma im Apollonia- Pfaus- Park in Bochum am Sonntag, den 12. Juni um 10:00 Uhr.
Anlässlich der Ausrufung des Klimanotstandes durch den Rat der Stadt Bochum heute vor drei Jahren (06.06.2019) zeigt das Bochumer Klimaschutzbündnis auf, dass weder Verwaltung noch Politik ihre eigenen Beschlüsse zum Klima- und Umweltschutz ernst nehmen und die Dringlichkeit zur Umsetzung nicht wahrnehmen. Dies wird in dem aktuellen offenen Brief des Klimaschutzbündnisses anhand dreier Beispiele konkret nachgewiesen: der Abholzung in der Blankensteiner Straße,
vorher
nachher
der Nutzung des Grundstücks zwischen Kreuz- und Neustraße und dem Vorgehen beim Haus des Wissens. Zum offenen Brief
Am 09.06.22 um 19.00 Uhr gibt es eine Lesung im Quartiershallengarten, Stühmeyerstr. 33. Die OMAS GEGEN RECHTS Bochum & West erinnern gemeinsam mit dem Theater Löwenherz an den Tag der Bücherverbrennung in Bochum am 09.06.1933. Sie bitten um zahlreiche Teilnahme. Weitere Infos
Das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit plant für den nächsten Dienstag (14.Juni) eine Info-Veranstaltung mit Christoph Butterwegge zu den Auswirkungen der Pandemie auf die Ungleichheit der Lebensbedingungen: »Es ist zwar schon viel über die unmittelbaren Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf Staat, Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert, aber noch keine Zwischenbilanz hinsichtlich ihrer langfristigen Konsequenzen für die Ungleichheit in Deutschland gezogen worden. Die ökonomischen, sozialen und politischen Spaltungstendenzen haben sich während der pandemischen Ausnahmesituation verschärft. Wachsende Ungleichheit gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Am Samstag, den 25. Juni findet der Christopher Street Day (CSD) in Bochum statt. Auf der Webseite sind auch schon Veranstaltungen im Umfeld des Tages angekündigt. Zum Tag selbst heißt es auf der Seite: »Zum vierten Mal seit seiner Neubelebung 2019 rufen wir zur Demonstration für sexuelle und geschlechtliche Teilhabe und Selbstbestimmung sowie gegen Homo-, Bi, Trans*- und Interfeindlichkeit auf. Wir stehen in Solidarität mit queeren Menschen in europäischen Nachbarstaaten und weltweit – sowie mit anderen Gruppen, die Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt erleben. In Bochum wollen wir gemeinsam sichtbar werden, Raum einnehmen und (uns und einander) auch feiern.
„blicke – filmfestival des ruhrgebiets“ feiert vom 23. – 27. November 2022 im endstation.kino die 30. Ausgabe mit einem besonderen Jubiläumsprogramm und lädt zur Filmeinreichung ein: »blicke bietet eine einzigartige filmische Vielfalt, bei der einerseits das Ruhrgebiet im Mittelpunkt steht: als Drehort, als Bezugsort oder als Heimat. Andererseits bereichern auch Filme ohne Bezug zum Ruhrgebiet das Festivalprogramm. So sind Einreichungen in zwei Kategorien möglich:
Bei der Landtagswahl 2017 hatte die AfD in Bochum 15.407 Zweitstimmen erhalten. Bei der Landtagswahl im Mai waren es weniger als die Hälfte: 7.682 Zweitstimmen. Die gesunkene Wahlbeteiligung schönt diesen Trend. Prozentual ist der Stimmenanteil der AfD von 8,69 auf 5,16 Prozent und damit um kapp über 40 Prozent gesunken. AFD WATCH BOCHUM hat das Wahlergebnis der Bochumer AfD ausführlich analysiert und kommentiert. Zum Bericht.
Die IG Metall Ruhrgebiet Mitte kündigt an, dass „die nordwestdeutsche Stahlindustrie auf einen massiven Arbeitskampf zusteuert“: »In den Verhandlungen gab es in der zweiten Runde keinen Fortschritt. Die Beschäftigten fordern eine prozentuale Entgelterhöhung, aber die Arbeitgeber bieten bislang lediglich eine Einmalzahlung an. Um den berechtigten Forderungen der Beschäftigten Nachdruck zu verleihen, finden seit Anfang der Woche Warnstreiks statt.
Das Haus des Wissens wird deutlich teurer. Die Linksfraktion hat sich intensiv mit den Kostensteigerungen befasst und offene Fragen von der Verwaltung beantworten lassen. Im Ergebnis sieht die Linksfraktion das Projekt weiter als großen Gewinn für Bochum an und setzt sich für eine zügige Umsetzung ein.
In Kooperation mit solikino lädt der Bahnhof Langendreer am 09. Juni um 18.30 Uhr zur einer Ausstellungseröffnung ein: »Die DIY¹-Ausstellung „Transferring LGBTQI+² Stories. 16 Shared Impressions of Kharkiv, Kiew and other Cities“ mit aktuellen Fotos und Texten von Personen der LGBTQI+ Community aus der Ukraine, die ihre Sicht der aktuellen Situation schildern (Produktionszeitraum: 24.02.2022 bis 08.03.2022). Die Texte sind ins Deutsche und Englische übersetzt. Die Ausstellung eröffnet am 09. Juni um 18.30 Uhr.
Der Landesverband der BUND-Jugend NRW lädt für Sonntag, den 5. 6. 14 Uhr – 18 Uhr im Café Neuland, : Rottstr. 15 zu einem Workshop ein mit dem Titel: „Warum wir mehr BI*POCs“ in der Klimabewegung brauchen: .»BI*POCs (Schwarze, Indigene und Menschen of color / Menschen, die aufgrund ihres Aussehens, der Herkunft ihrer Familie oder ihres Namens Rassismus erleben) sind in der Klimabewegung kaum vertreten. Dabei ist ihre Perspektive essentiell für eine klimagerechte Zukunft! Denn aktuell wird Klimaschutz eurozentristisch gedacht: es heißt fridays for future, obwohl Menschen im globalen Süden jetzt schon Klimakatastrophen erleben und flüchten müssen.
Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster über Abwassergebühren fordert der Mieterverein Bochum die Stadt auf, allen Bürgerinnen und Bürgern zu viel gezahlte Abwassergebühren zurückzuerstatten: „Sich auf die formale Gültigkeit der Gebührenbescheide zu berufen, mag ein bequemer und vor allem kostensparender Weg sein“, argumentiert Sabile Mosler-Kühr, Rechtsberaterin und stellvertretende Geschäftsführerin des Mietervereins an der Brückstraße. „Die Stadt erschüttert allerdings damit das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Korrektheit ihres Handelns und provoziert damit massenhafte Widersprüche und Klagen in der Zukunft.“ Der Mieterverein berichtet: „Die Stadt hatte mitgeteilt, nicht einmal den über 1600 Gebührenzahlern, die Widerspruch gegen ihre Bescheide eingelegt hatten, etwas zu erstatten, geschweige denn allen Bürgern. Nur vier Personen, bei denen noch Gerichtsverfahren laufen, sollen eine Erstattung bekommen.“
Das Presseamt der Stadt schreibt: »Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer leisten unverzichtbare Arbeit, um geflüchteten und neuzugewanderten Menschen in Bochum Orientierung zu geben. Die Stadt Bochum unterstützt gemeinsam mit dem Land NRW auch in diesem Jahr wieder solche Ehrenamtlichen, die sich für die Integration von Geflüchteten und Neuzugewanderten einsetzen. Interessierte Ehrenamtliche, Einrichtungen, Netzwerke, Initiativen und Vereine können bis zum20. Juni einen Antrag beim Kommunalen Integrationszentrum stellen, um Zuwendungen aus dem Förderprogramm „KOMM-AN NRW“ des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration zu erhalten. Das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Bochum ist Partner für die Umsetzung des Landesprogramms.
Das Stadtarchiv, Wittener Straße 47, präsentiert am Mittwoch, den 8. Juni, um 19 Uhr den Vortrag „Zwangsarbeit in Bochum – Historische Darstellung anhand von Quellen“. Referent ist Andreas Halwer. Der Eintritt ist frei. Der Vortrag findet in Kooperation mit der Volkshochschule Bochum statt. In der Einladung heißt es: »Im Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Bochum flächendeckend eingesetzt. Nicht nur die Rüstungsbetriebe mussten weiter produzieren, auch Bauernhöfe oder städtische Dienstleistungen kamen ohne die aus ganz Europa stammenden Arbeitskräfte nicht aus. Der Vortrag soll die Arbeits- und Lebensbedingungen anhand verschiedener Quellen darstellen. Eine neu erstellte Stadtkarte der Zwangsarbeiterlager steht dabei im Mittelpunkt.
Das Bochumer Friedensplenum will von den Bochumer Bundestagsabgeordneten wissen, ob sie die gigantische Erhöhung der deutschen Militärausgaben unterstützen und hat dazu und zur Friedenspolitik insgesamt eine umfangreiche Reihe von Frage formuliert. Das Friedensplenum vertritt die Position, dass der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands die Ukraine verwüstet. Er bringt schlimmste Not und tausendfachen Tod über die geschundenen Menschen. Für sie kann – unter der grausamen Gewalt der Kriegswaffen unserer Zeit – nur Frieden die einzige humane Lösung sein. Das Friedensplenum fordert Frieden jetzt und nicht erst, wenn der Krieg, angefacht durch immer mehr Waffen, nach langer Zermürbung und Erschöpfung und weiteren zigtausend Opfern ausgeblutet ist. Auch jedes Bochumer Mitglied des Bundestages ist jetzt gefordert, alle Anstrengungen zu unternehmen und dazu beizutragen, den Krieg jetzt zu beenden. Frieden entsteht am Verhandlungstisch. Frieden erfordert Kompromisse. Es muss jetzt endlich Impulse zu Friedensverhandlungen und Vorschläge für einen Kompromissfrieden geben.
Am Mittwoch, den, 8. Juni lädt das offene Antifa Café im Sozialen Zentrum um 19:00 Uhr zu einer Informations- und Mobilisierungsveranstaltung ein: »Am 11. Juni findet in Wuppertal eine Demonstration in Gedenken an Alexander und allen anderen Toten durch die Polizei statt. Alexander wurde in der Nacht des 12. auf den 13. Juni 2021 durch drei Schüsse aus einer Maschinenpistole von der Wuppertaler Polizei in seiner Wohnung in der Tannenbergstraße erschossen. Alexander ist einer von drei Menschen, die in Wuppertal in den letzten Jahren Opfer tödlicher Polizeigewalt wurden. Schon 2019 starb Max in Wuppertal-Wichlinghausen auf offener Straße durch Schüsse der Polizei. Im Juni 2021 wurde Alexander in seiner Wohnung durch die Polizei erschossen und im November 2021 starb Georgios, unter nach wie vor ungeklärten Umständen, im Gewahrsam der Wuppertaler Polizei.
Die bodo-Redaktion schreibt über die Juni-Ausgabe ihres Straßenmagazins: »Helmut und Iris Sanftenschneider haben nun mit dem Cabaret Queue ein eigenes Haus am See, Tex Brasket singt jetzt auf großen Bühnen über das Leben auf der Straße, Mischa Leinkauf klettert auf die Dächer des Ruhrgebiets, Lily und Halyna aus Kyjiw warten in Bochum auf das Kriegsende, Markus Heinzelmann lehrt im Museum unter Tage das Staunen. Das Straßenmagazin im Juni ‑ ab 1. Juni auf der Straße.
Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz des Ereignisses vom letzten Wochenende: »Zwei Tage lang wurde an + in der Jahrhunderthalle Bochum wieder gesprochen, gelacht, geschlemmt, getanzt und gefeiert. Zum sechsten Mal luden die Veranstalter Stadt Bochum, Bochumer Veranstaltungs-GmbH und Bahnhof Langendreer in Kooperation mit Interkultur Ruhr / Regionalverband Ruhr zum Fest der Kulturen ein, welches am Sonntagabend mit dem Auftritt von Chocolate Remix erfolgreich zu Ende ging. „Nach der langen coronabedingten Durststrecke war es eine reine Freude zu sehen, wie sich das Festivalgelände bereits ab Beginn am Samstagnachmittag stetig füllte. Die Menschen, Vereine und Künstler:innen und auch wir als Veranstalter:innen dürsteten wahrhaftig nach Austausch, Begegnung und Zusammensein.“, betont Andreas Kuchajda, Geschäftsführer der Bochumer Veranstaltungs-GmbH.
Die „Mobilmacher im Bochumer Westend“ vermelden die Reparatur des 200. Fahrrad und rufen auf zu einer Radtour durchs Westend am Weltfahrradtag am 3.Juni: »Der Reifen ist platt, das Licht ist kaputt, die Kette ist locker, die Bremsen funktionieren nicht mehr. „Es gibt viele Gründe, warum Menschen ihr Fahrrad stehen lassen“, sagt Christoph Bast (IFAK e.V.), der seit dem vergangenen Jahr als „Mobilmacher“ im Westend unterwegs ist. Um die Fahrradmobilität zu stärken, bietet Bast Fahrradwerkstätten an verschiedenen Orten im Westend an.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zum Stand der wasserwirtschaftlichen Berechnungen „Am Ruhrort“: »Im Januar 2021 hat die Bürgerinitiative „Grabeland Am Ruhrort“ gemeinsam mit dem Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung die Einholung eines Gutachtens zu einer von einer Grabeland-Bebauung ausgehenden Überflutungsgefahr für Dahlhausen gefordert.
Im Februar 2021 hat Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke noch erklärt, nach derzeitigem Stand sei ein solches Gutachten nicht vorgesehen und auch nicht erforderlich.
Als exklusive Preview vor dem offiziellen Kino-Start am 9. Juni präsentiert das Schauspielhaus Bochum den Film Zum Tod meiner Mutter der Bochumer Regisseurin Jessica Krummacher. Im Anschluss an die Vorführung gibt es ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin sowie den beiden Hauptdarstellerinnen Elsie de Brauw und Birte Schnöink. Zum Inhalt des Films:
Die Ankündigung des Kino Endstation für diese Woche: »Versteckt in einem Lieferwagen überquert der 9-jährige Roman die Grenzen von der Ukraine nach Deutschland, um endlich wieder bei seiner Mutter zu sein. Aber Oksana ist nicht allein. Sie lebt mit einem 62-jährigen Witwer zusammen, für den sie als private Krankenschwester illegal arbeitet. Als Roman seine Mutter mit dem alten Mann im Bett findet, kämpft er verzweifelt um ihre Aufmerksamkeit. Dann wird Oksana schwer krank und Mutter und Sohn werden wieder getrennt. Roman findet sich bald darauf an einem abgelegenen Ort gefangen, abgeschnitten von der Zivilisation und völlig abhängig von seinem Rivalen.
Das Bochumer Friedensplenum lädt zu einer Mahnwachenaktion am Dienstag, den 31. Mai ab 16 Uhr auf der Kortumstraße Höhe Husemannplatz ein: Gemeinsam mit neuen Mitgliedern hat das Bochumer Friedensplenum Ideen und Strategien für die kommenden Monate entwickelt. »Wir wollen unsere grundsätzliche Gegnerschaft zu Krieg und Rüstung öffentlich sichtbar machen. Unsere erste Aktion: Am Dienstag starten die Haushaltsberatungen im Bundestag. Die Bundesregierung sucht im Parlament die Zustimmung für eine drastische Erhöhung der Militärausgaben. Das ist für uns ein Anlass, gegen die geplante gigantische Aufrüstung zu protestieren, die die Probleme der Welt nur verschärfen. Über Unterstützung freuen wir uns natürlich.«
Das besonders witzige Ratsmitglied der besonders witzigen Partei „Die Partei“ Arnim Backs hat eine besonders witzige Anfrage an die Verwaltung gestellt. Er erinnert daran, dass Ratsmitglieder 79,20€ im Monat an Fahrtkostenerstattung überwiesen bekommen. „Irgendjemand“ habe ihm erzählt, dass dies analog zum Preis eines 30-Tage Ticket 2000 zu sehen sei. Er regt deshalb an: »Für 3 mal 9€ gibt’s jetzt bekanntermaßen das 90-Tage Ticket mit deutlich mehr Reichweite, damit geht’s nämlich bis nach Sylt und nicht nur bis nach Gerthe. Jetzt könnte die Stadt hier doch ggf. Geld sparen und den Ratsleuten temporär weniger Reisekostenzuschuss bezahlen, da unsereins ja momentan deutlich günstiger von A nach B kommt als üblich.
Nach einer längeren Corona-Pause findet am Sonntag, den 5. Juni das erste Mal wieder das vegane DIY-Picknick statt. Los geht es um 13 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum. In der Einladung heißt es: »Wir schlemmen nach dem DIY (Do It Yourself) – Prinzip: Bringt mit, worauf Ihr Lust habt, für euch und für alle anderen! So entsteht ein großes Buffet. Egal ob süß oder herzhaft, warm oder kalt – alles ist erlaubt, Hauptsache es ist vegan. Wir freuen uns auf einen tollen Nachmittag mit euch!!!
Bahnhof Langendreer bietet am Sonntag, den 5. Juni von 11:00 bis 16:00 Uhr einen Workshop an für »BIPOC*Personen, die sich in einem möglichst geschützten Raum mit ihren Rassismuserfahrungen auseinandersetzen wollen. Wir nähern uns durch unsere persönlichen und kollektiven Geschichten an und setzen sie im Sinne der Dekolonisierung ins Zentrum. Serfiraz Vural ist Soziologin, Theaterpädagogin und Performerin. Ihre Themen sind u.a. Dekolonisation, Fluchtgeschichten und das Hinterfragen des Weißseins.«
Die CDU im Bochumer Rat hat einen sogenannten „Ratsbürgerentscheid“ gefordert, um neu über das „Haus des Wissens“ zu entscheiden, das gegenüber dem Rathaus entstehen soll und dessen Kosten aus dem Ruder laufen. Das „Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung“ kann sich gar nicht genug wundern.
Am Donnerstag, den 19.05. 2022 hat in kleiner Runde das erste Treffen unter dem Titel „Leben gab es (nicht) nur in der Revolte – vor und seit 40 Jahren…“ stattgefunden.
Dabei waren sich die Teilnehmer:innen über das gemeinsame Bedürfnis nach Austausch genauso einige, wie über die Sorgen und Probleme, die sie in ihrem Engagement umtreiben.