ENVER ŞIMŞEK ist das erste Opfer des NSU. Der 38-Jährige wurde am 9. September 2000 vor seinem Blumenstand in Nürnberg mit acht Schüssen aus zwei verschiedenen Waffen niedergeschossen. Zwei Tage kämpfte er in einem Krankenhaus um sein Leben und erlag schließlich am 11. September seinen schweren Verletzungen. Enver ŞIMŞEK immigrierte 1985 aus der Türkei und baute zusammen mit seiner Frau einen Blumengroßhandel auf. Er war Vater von zwei Kindern, Semiya und Abdulkerim. Seine Tochter Semiya sagte später bei einer Gedenkveranstaltung, sie habe elf Jahre lang „nicht einmal reinen Gewissens Opfer sein“ dürfe. Hiermit bezog sie sich auf die Ermittlungen, die bis zur Selbstenttarnung des NSU die Täter*innen in der Familie ŞIMŞEK vermutete und Rassismus als Tatmotiv konsequent ausblendete.
Am Mittwoch, den 10.11. lädt das Offene Antifa Café im Sozialen Zentrum im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus um 19 Uhr zu einem Vortrag zu den Verbindungen von Antisemitismus und Antifeminismus ein: »Insbesondere in modernen Verschwörungsmythen, die in sich bereits als strukturell antisemitisch zu bewerten sind, finden wir immer wieder auch Verknüpfungen mit sexistischen, misogynen und antifeministischen Vorstellungen. Das ist insofern wenig verwunderlich, als dass Antifeminismus und der moderne Antisemitismus gemeinsame Wurzeln haben, die bis ins 19. Jahrhundert zurück reichen.
10 Jahre ist es her, dass der NSU sich selbst enttarnt hat. Nur durch Zufall wurde bekannt, dass im Namen der nationalsozialistischen Ideologie Menschen mit einem vermeintlichen oder tatsächlichen Migrationshintergrund unerkannt ermordet worden sind. Der Rechtsterrorismus in Deutschland aber hat eine Tradition, die viel länger zurück liegt. Nach dem organisierten Terror und der Vernichtung von Leben im Faschismus, griffen Neonazis auch im Nachkriegsdeutschland zu Waffen und ermordeten Menschen. Beim Oktoberfestattentat 1980 nahmen Neonazis 13 Menschen das Leben und verletzten 221 weitere.
Zwischen 2000 und 2007 wurden in Deutschland mindestens 10 Menschen ermordet, der NSU verübte zudem mind. 43 Mordversuche, drei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle. Es gab zunächst keine Bekennerschreiben, scheinbar wahllos wurden Menschen immer wieder mit derselben Tatwaffe quer durch Deutschland ermordet. Die Botschaft war die Tat selbst. In der migrantischen Comunity kam die Botschaft an! Liebe Menschen, die ihr täglich von Rassismus betroffen seid, schon früh hattet ihr rassistische Motive vermutet – doch niemand hörte Euch zu!
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu dem im Planungsausschuss am 09.11.2021 erneut auf der Tagesordnung stehenden Bauvorhaben „Dietrich-Benking-Straße Ost“: »Bereits im Oktober 2021 sollte der Planungsausschuss das städtebauliche Konzept eines Investors als Grundlage für das Bebauungsplanverfahren „Dietrich-Benking-Straße Ost“ beschließen.
In Kooperation mit dem Endstation Kino zeigt Amnesty International Bochum am Sonntag, dem 14. November um 16 Uhr den Film „Doch das Böse gibt es nicht“ des renommierten iranischen Regisseurs Mohammad Rasoulof. Der Eintrittspreis ist frei wählbar.
Doch das Böse gibt es nicht (offizieller OmU Trailer)
Knapp 200 Menschen protestierten gestern auf dem Dr.-Ruer-Platz gegen die Pläne der Stadt, in Bochum eine NATO-Agentur anzusiedeln. Wolfgang Dominik, potentieller Nachbar der geplanten NATO-Einrichtung erinnerte als erster Redner zunächst an den 4. November 1944: 140.000 Bomben fielen auf Bochum. 1300 Menschen wurden in dieser Nacht zerfetzt, verbrannt, erschlagen. Bochum erlitt das gleiche Schicksal, das deutsche Bombergeschwader schon Guernica, Warschau, Rotterdam, Murmansk, London und Coventry z.B. zugefügt hatten.
Ich bin im Jahr 1944 geboren worden. Da lag halb Bochum schon in Schutt und Asche. Am 4. November 1944 flogen alliierte Bomber den größten Angriff auf Bochum. Was nicht in Trümmern lag, wurde jetzt zerbombt. 140.000 Bomben fielen auf Bochum. 1300 Menschen wurden in dieser Nacht zerfetzt, verbrannt, erschlagen. 70.000 ausgebombte Bochumer:innen irrten am 5. November, also heute vor 77 Jahren, durch die Trümmerlandschaft und suchten nach ihren Verwandten und einem Ort, an dem sie nun im Winter unterkommen konnten und nach Ärzt:innen, die ihre sichtbaren Verletzungen behandeln konnten..
Ein Verteidigungsbündnis gegen die Autokraten dieser Welt, dass sich Demokratie und Rechtstaatlichkeit verpflichtet sieht, möchte in Bochum zweitausend neue Jobs schaffen. Was könnte man denn da schon dagegen haben? Das Problem ist ja, dass wir in der Öffentlichkeit nur allzu oft eine bloße Reproduktion das Selbstbildnis der NATO antreffen, wo dann gepaart mit schierer Unkenntnis über den Charakter des Militärpakts die Presseerklärung des Brüsseler Hauptquartiers wiedergegeben werden.
Ja zum Leben in dieser Welt Du Militär in der Strategieschmiede Wenn sie Dir den Auftrag erteilen, Du sollst einen Plan verfassen, welche Städte zuerst dran sind und wie wir den Gegenschlag abwehren, wie die Bevölkerung ruhig zu halten ist und die Politik willig, das alles schweigend hinzunehmen mit einem klammheimlichen Ja bei der Bewilligung der Mittel, für technisch perfektes Töten die Mittel fehlen am Ende bei der Daseinsvorsorge – dann gibt es für uns alle nur eins give peace a chance!
Danke dass Sie & Ihr heute zur Protestkundgebung gegen die drohende Ansiedlung einer NATO-Cyberkrieg-Agentur hier erschienen seid!Es ist keine Selbstverständlichkeit, denen zu misstrauen, die mit einer Agentur für Kommunikation und Information vorgeben, für Internetsicherheit zu arbeiten, die den falschen Eindruck erwecken, vielleicht die Attacke auf das Wittener Rathaus hätte verhindern können.
Als erstes mal will Euch, der Friedensbewegung in Bochum und NRW, gratulieren, und mich bei Euch bedanken, dass Ihr gegen die geplante Ansiedelung dieser NATO-Organisation auf die Barrikaden geht. Vielen Dank dafür. Ihr seid damit auch ein Vorbild für die anderen Standorte, die im Gespräch sind.
Anlässlich der 26. Klimakonferenz in Glasgow laden das Kunstmuseum Bochum, die Bochumer Symphoniker und das Schauspielhaus Bochum am 13. und 14. November zu einem „Ein Wochenende fürs Klima“ ein: »Das Programm der Gemeinschaftsveranstaltung reicht von Vorträgen und Diskussionen über künstlerische Beiträge bis hin zu einer Liveschaltung zur Klimakonferenz nach Glasgow.
Die Liste GRAS – Grüne und alternative Student*innen an der Ruhr-Universität lädt im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus an der RUB am Donnerstag, den 11.11. um 18 Uhr im Hörsaal HGD 20 der RUB zu einem Vortrag über die historischen Wurzeln aktueller Verschwörungsideologien. »Seit fast zwei Jahren beschäftigt uns die Corona-Pandemie und fast genauso lange werden Stimmen laut, die von bösen Mächten und Eliten im Hintergrund sprechen, denen die Pandemie entweder sehr gelegen komme oder gar für sie verantwortlich seien. Diese Verschwörungsideologien sind keineswegs neu, oft ist ihr Ursprung im Mittelalter zu finden, nicht selten haben wir es mit extrem antisemitischen Statements zu tun.
Die Linke Bochum lehnt die Ansiedlung von NATO-Kriegsinfrastruktur in der Stadt ab und ruft auf zur Teilnahme an der Friedenskundgebung mit der Bundestagsabgeordneten und Linke-Außenpolitikerin Sevim Dagdelen am Freitag, den 5. November, 17:00 Uhr, auf dem Dr.-Ruer-Platz. Dazu erklärt Sevim Dagdelen: „Die Linke sagt Nein zur NATO-Konfrontationsstrategie gegen Russland. Wir sagen Nein zu den Plänen, die NATO-Kriegszentrale NCIA nach Bochum zu holen und damit auch noch die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gefährden. Die Kommunikations- und Informationsagentur ist zuständig für vernetzte Kriegsführung, Killerdrohneneinsätze und Cyberangriffe.
Anlässlich des diesjährigen 70. Jubiläums der Genfer Flüchtlingskonvention realisiert die Medizinischen Flüchtlingshilfe in Kooperation mit medico international und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und humanitäres Völkerrecht an der RUB (IFHV) im Wintersemester 2021/2022 eine digitale Ringvorlesung mit internationalen Fluchtforscher*innen und Vertreter*innen von NGOs. Am 11.11.2021 um 16:30 Uhr findet die zweite Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung statt. In der Ankündigung heißt es: Diesmal geht es um die Inhalte und Weiterentwicklung der Genfer Flüchtlingskonvention und wie diese von den Mitgliedsstaaten umgesetzt wird.
An der Ruhr-Uni gibt es wieder Präsenzveranstaltungen, daher organisiert die Schwarze Ruhr-Uni für dieses Semester ein Kennenlerntreffen: »Es findet am Mittwoch, den 10.11. um 18.30 Uhr im Kostnixladen in der Dorstener Str. 37 statt. Wer von der Ruhr-Uni zum Treffen kommen möchte, kann unseren Treffpunkt um 18.00 Uhr an der U35 Haltestelle Ruhr-Uni wahrnehmen (auf Schwarze Fahnen achten). Es gibt wie vor Corona üblich auch wieder veganen Kuchen. Die ganze Einladung findet sich hier.
Die Radwende Bochum teil auf ihrer Internetseite folgendes mit:
Radwende ist erfreut, dass viele politische Akteure im Rat der Stadt die Forderung nach einem eigenständigen Radweg auf der Wittener Straße zwischen Alter Wittener und Unistraße inzwischen unterstützen. Am heutigen Donnerstag steht im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur zur Diskussion, ob die Verwaltung damit beauftragt werden soll eine radfreundliche Lösung zu finden.
In Bochum wird heute der Opfer des gewaltigen Bombenangriffs der britischen Luftwaffe vor 77 Jahren auf Bochum gedacht. Das Bochumer Friedensplenum wird morgen auf der Kundgebung gegen die geplante NATO Einrichtung in Bochum mit diesen vier Fotos auch daran erinnern, was der Bombardierung Bochums vorangegangen ist.
Am Montag, den 8. 11 um 18 Uhr findet im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus im Hörsaal HGD 20 an der RUB ein Vortrag statt zum Thema „Antisemitismus: Wie der Rechtsstaat versagt“. In der Einladung heißt es: »Der jüdische Autor Ronen Steinke, selbst Jurist, ist durch Deutschland gereist und erzählt von jüdischem Leben im Belagerungszustand. Er trifft Rabbinerinnen und Polizisten, konfrontiert Staatsschützer, Geheimdienstler und Minister mit dem Staatsversagen. Viel muss sich ändern in Deutschland. Was zu tun wäre, erklärt er in seinem Buch „Terror gegen Juden. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt“.«
„Tatort Jazz“-Konzert: „U.K.Quartett“ verwandelt das Kunstmuseum in ein Tonstudio
Beim nächste „Tatort Jazz“-Konzert am Sonntag, 14. November, um 18 Uhr verwandelt das „U.K.Quartett“ den Saal des Kunstmuseums, Kortumstraße 147, in ein Tonstudio.
Der Radentscheid ist weiterhin aktiv und teilt mit: »Am Samstag, den 06.11, mobilisiert die Initiative für einen RadEntscheid zum zweiten Mal zum „Super-Sammel-Samstag“. An verschiedenen Orten in Bochum werden Infostände aufgebaut, an denen Bochumer*innen ihre Unterschrift für den RadEntscheid abgeben können. Gesammelt wird zum Beispiel an der Springorum-Trasse, der Lothringen-Trasse, an der Erzbahnschwinge, auf dem Wochenmarkt am Hauptbahnhof und an weiteren Orten im gesamten Bochumer Stadtgebiet. Von 9-13 Uhr können sich Sammelwillige im „botopia“ (Griesenbruchstraße 9) Material, wie Unterschriftenlisten, Klemmbretter oder Flyer, abholen.
Laut Pressemitteilung der Stadt Bochum: In Bochum waren im Oktober insgesamt 260.884 Fahrzeuge aller Klassen gemeldet. Das sind 9 (neun!) weniger als im September und 5.920 mehr als im Oktober 2020. Aber : Der PKW-Bestand stieg um 27 auf insgesamt 209.310 . Die Zahl der zugelassenen PKW stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4.209 . Außerdem sind 10.943 E-Hybrid-Fahrzeuge in Bochum gemeldet, 295 mehr als im Vormonat. Die Zahl der Elektrofahrzeuge erhöhte sich im Oktober um 154 auf 3.023. Im Oktober 2020 waren es 1.413 .
Links zu den Pressemitteilungen der Stadt vom 02.11.2021 und für 2020 als Zusammenfassung Und hier die Zusammenfassung in einer tabellarischen Darstellung:
Gegen die Pläne von Verantwortlichen der Stadt und der Rot-Grünen Koalition, eine Einrichtung der NATO in Bochum ansiedeln zu lassen, rufen Friedensplenum und DFG-VK zu einer Kundgebung am Freitag um 17 Uhr auf: »Am Freitag, dem 5. November, findet um 17 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz eine Kundgebung statt, die an die Bombardierung der Bochumer Innenstadt im November 1944 erinnert und sich gegen die Planungen der Stadt richtet, auf dem ehemaligen Opel Gelände in Laer die Nato-Agentur für Kommunikation und Information (NCIA) anzusiedeln.
Die Stadt Bochum teilt mit, dass im November die Stolpersteine in Bochum der Schwerpunkt des „Schaufenster Stadtgeschichte“ ist: »Das „Schaufenster Stadtgeschichte“ präsentiert einmal im Monat ein besonderes Dokument oder Objekt aus den Beständen des Stadtarchivs – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte. Auf diese Weise werden nicht nur historische Ereignisse oder Persönlichkeiten vorgestellt.
Nach wie vor sitzen sogenannte Ortskräfte, die sich durch ihre Arbeit für die ausländischen Streitkräfte gefährdet sehen, in Afghanistan fest. Deshalb beteiligen sich die Omas gegen Rechts an einer Spenden- und Postkartenaktion zugunsten dieser Menschen und ihrer Familien und erklärt: »Das Netzwerk der OMAS GEGEN RECHTS Deutschland-Bündnis, zu dem auch die OMAS GEGEN RECHTS Bochum & West gehören, unterstützen mit einer Spendenaktion zurückgelassene Ortskräfte und ihre Familien in Afghanistan, die sogenannten „forgotten 26“, um mit dem Spendengeld ihr Überleben mit Lebensmitteln und Drogerieartikeln in ihren Verstecken zu sichern, so lange, bis das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland eine Möglichkeit gefunden hat, die Menschen zu evakuieren.
Freitag endet die Ausstellung „Todesopfer rechter Gewalt“ in der Lessing-Schule in Langendreer. In dieser Woche besteht noch die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen (Öffnungszeiten siehe Terminleiste). Zum Abschluss gibt es dann in der Halle im Bahnhof Langendreer ein Konzert mit den zwei Jugendbands Madlays und Chaos-Band.
Der AKU will bei Grundschulkindern Begeisterung für Natur wecken und lädt für den kommenden Samstag ein: »Strom aus einer Zitrone gewinnen, einen Teich erforschen, eine Mini-Kläranlage bauen, draußen im Wald spielen, den Treibhauseffekt kennen lernen und vieles mehr, das können Kinder im Grundschulalter in der Kindergruppe des Arbeitskreises Umweltschutz Bochum e.V. (AkU).
am Sa., 6.11. um 14:30 Uhr. Der Dokumentarfilm wird im Kino Endstation in einer Sondervorstellung in Kooperation mit der GLS Bank Bochum gezeigt – in Anwesenheit der Regisseurin Kathrin Pitterling mit anschließendem Regiegespräch. In der Ankündigung des Kinos heißt es: »Der Filmemacherin gelingt mit ihrem Film ein spektakulärer Blick inside Fridays for Future. Sie gewinnt das Vertrauen ihrer wunderbaren jungen Protagonist*innen und fängt sie in ihren wagemutigsten und verletzlichsten Momenten ein.«
Aufschrei der Jugend [Offizieller FKM-Trailer Original Deutsch HD German]
Die „Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop“ e.V. laden am 4.11. ein zu einer Veranstaltung unter dem Thema: Das Bäderkonzept ist da: was will die Politik?