Montag 14.12.20, 21:14 Uhr
bodo setzt die Ausgabe des Straßenmagazins aus

„Wir bleiben für die Menschen da“


Mit dem kommenden Lockdown ändert sich auch die Arbeit des bodo e.V. erneut. die Redaktion des Magazins schreibt: »Ab Mittwoch, 16. Dezember setzt der gemeinnützige Verein die Ausgabe des Straßenmagazins vorerst bis zum Jahresende aus und intensiviert seine Nothilfen für die VerkäuferInnen und Menschen, die auf der Straße leben. „Wir bleiben da, helfen und begleiten an unseren Anlaufstellen und auf der Straße“, so bodo-Vertriebsleiter Oliver Philipp. Wer die Weihnachtsausgabe des Straßenmagazins noch nicht hat, kann sie jetzt kostenlos bestellen.

„Schon im März galt für uns: Die Gesundheit unserer VerkäuferInnen steht an oberster Stelle. Das gilt auch heute“, sagt Oliver Philipp. Wohnungslose gehören zu den Risikogruppen, sie können sich vor der Pandemie nicht zurückziehen, nicht zu Hause bleiben. Ab dem 16. Dezember setzt daher der Vertrieb des Straßenmagazins aus.

Die Anlaufstellen bleiben für Beratung, Frühstück und die Ausgabe von Kleidung und Schlafsäcken geöffnet, das Team verteilt Einkaufsgutscheine an VerkäuferInnen und an Menschen, die den Tag auf der Straße verbringen und vom erneuten Lockdown besonders hart getroffen sind. Ab Mittwoch sind auch die Kaffee & Knifte“-Teams wieder täglich in der Bochumer und der Dortmunder Innenstadt unterwegs, helfen mit belegten Broten, heißen Getränken, Schlafsäcken, Einkaufsgutscheinen und Informationen über die bestehenden Angebote. „Gerade jetzt in der Krise und im Winter dürfen Wohnungslose nicht allein gelassen werden“, so Philipp.

Die Dezember-„bodo“ gibt‘s als „Weihnachtsgeschenk“ per Post

Für die „bodo“-VerkäuferInnen sind es normalerweise die positiven Begegnungen und Kontakte mit ihren KundInnen und LeserInnen, die sie stärken und ihnen helfen, Krisen zu überwinden – das fällt nun erst einmal wieder weg. „Und natürlich finden wir es schade, dass gerade unser Dezember-Heft, auf das wir uns immer besonders freuen, nicht mehr auf der Straße verkauft werden kann und ‚unter die Leute kommt‘“, sagt Bastian Pütter, Redaktionsleiter des Straßenmagazins. Darum hat sich das Team etwas überlegt: Wer die aktuelle Ausgabe noch nicht hat, kann sie jetzt – für sich selbst, die Familie oder Nachbarschaft – per Post bestellen, kostenlos und portofrei. Eine E-Mail an vertrieb@bodoev.de mit Angabe der Adresse und der Stückzahl genügt.«