Archiv für den Monat: März 2022


Freitag 18.03.22, 17:57 Uhr
Freibad Höntrop

Initiative fordert Bürgerentscheid

Im Streit um die vom Rat inzwischen beschlossene Stillegung des Freibads Höntrop hat sich der Vorsitzende der Freundinnen und Freunde des Hallenfreibads Höntrop e. V., Stefan Wolf, in einem offenen Brief an den SPD-Fraktionsvorsitzenden Burkhart Jentsch gewand. Darin fordert er, die strittige Frage durch einen sogenannten Ratsbürgerentscheid zu entscheiden. Dabei handelt es sich um eine Frage, die auf Beschluss des Rates den Bürgerinnen und Bürgern zur Entscheidung vorgelegt wird. Diese müssen dafür also nicht erst Unterschriften sammeln. Problem: Der Rat muss die Entscheidung sozusagen freiwillig an die Bürgerinnen und Bürger delegieren.

mehr…


Freitag 18.03.22, 12:42 Uhr
Buchvorstellung

Katja Diehl: Autokorrektur

Am Mittwoch, den 23.03. um 19.00 lädt der Bahnhof Langendreer zusammen mit dem ADFC Bochum, dem RadEntscheid, der Radwende und der Rosa Luxemburg-Stiftung NRW zu Lesung & Gespräch mit der Hamburger Bloggerin, Autorin und Mobilitätsexpertin Katja Diehl ein, die ihr aktuelles Buch „Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt“ vorstellen wird.

mehr…


Donnerstag 17.03.22, 18:49 Uhr
Diskussion über die Position der Friedensbewegung

Friedenspolitik? 17

Es war eine teilweise sehr emotionale Diskussion, die am gestrigen Abend in der KoFabrik stattfand. Thema war die Position der Friedensbewegung angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine und der gigantischen Aufrüstungspläne in Deutschland. Als Diskussionseinstieg wurden Auszüge aus einem Vortrag von Andreas Zumach gezeigt. Zum Video. Relativ große Übereinstimmung bestand darin, dass die Dämonisierung von Putin falsch ist. Auch wenn er für einen verbrecherischen Krieg verantwortlich ist, wird es unumgänglich sein, mit ihm über Waffenstillstand und Frieden zu verhandeln. Umstritten war, ob die Friedensbewegung Vorschläge machen darf, wie sich die ukrainische Regierung verhalten soll: z.B. einen neutralen Status akzeptieren oder gar die Waffen niederzulegen, um weiteres Blutvergießen und die weitere Verwüstung des Landes zu stoppen. Oder ist jetzt absolute Solidarität mit den Menschen in der Ukraine vorrangig, die dies offensichtlich nicht wollen?

mehr…

Donnerstag 17.03.22, 14:33 Uhr

Programmänderung im Theater Traumbaum

Nach einer Mitteilung des Theater Traumbaum wird »aufgrund einer Verletzung … vom 20.03.22 bis 23.03.2022 nicht, wie bisher angekündigt, „Am Anfang“, sondern nochmals „Im Dunkeln geht die Sonne auf“ gespielt.«

Für die Vorstellung am 20.3.2022 um 15:00 sind noch Karten vorhanden.


Mittwoch 16.03.22, 11:45 Uhr
Pressemitteilung des ADFC - Bochum

Mitteilung des ADFC Bochum zum RS1 8

Der ADFC – Bochum schreibt in einer Stellungnahme:
>>ADFC Bochum begrüßt grundsätzlich den Beschluss zur innerstädtischen Route des RS1; bei der Detailplanung muss man aber aufpassen!
Damit entspricht diese Trasse in weiten Teilen den Vorschlägen der Machbarkeitsstudie des RVR aus dem Jahr 2014. Auch die Vorschläge, die der ADFC Bochum in der Vergangenheit gemacht hat, finden sich in dem beschlossenen Vorschlag wieder. So hat der ADFC Bochum im Vorfeld der Beteiligungsverfahren sich auch zuletzt 2020 für eine Routenführung ausgesprochen, die dem jetzigen Verlauf sehr nahekommt.

mehr…

Mittwoch 16.03.22, 10:47 Uhr

Kranzniederlegung der VVN-BdA

Der VVN ruft zur Teilnahme an einer Kranzniederlegung auf:
>>Am Sonntag, den 27. März 2022 führt die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN – BdA) eine Kranzniederlegung auf dem Friedhof Bochum-Werne durch. Damit wird an die im Kampf gegen den rechten Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920 gefallenen „Märzgefallenen“ und an die antifaschistischen Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg erinnert. Treffpunkt ist wieder der Marktplatz in Bochum-Werne um 11.00 Uhr.

mehr…

Mittwoch 16.03.22, 10:26 Uhr

„Fahrrad-Fit“ — Kostenlose Fahrradwerkstatt für Kinder und Jugendliche

Die Falken Bochum eröffnen ihre Farradwerkstatt und schreiben :
>>Am Dienstag, den 29.3.22 in der Zeit von 15 bis 18 Uhr in Bo-Hamme-Amtsplatz bieten Mitarbeiter*innen des Jugendmobils „Eumel“ und „HaRiHo – Die Stadtteilpartner“ (beide Projekte in Trägerschaft der Falken Bochum) eine kostenlose Fahrradwerkstatt für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 27 Jahren an.

mehr…

Dienstag 15.03.22, 17:00 Uhr
Netzwerk bürgernahe Stadtentwicklung zur Bahnflächenentwicklung Günnigfeld

Wieder einmal: Weniger statt mehr Bürgerbeteiligung!

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu dem bisherigen Verfahren zur „Bahnflächenentwicklung Günnigfeld“: »Im Planungsausschuss hat die Verwaltung vor einer Woche für eine Bebauung der „Bahntrasse Günnigfeld“ ein von einem Hildesheimer Investor in einem Investorenauswahlverfahren eingereichtes städtebauliches Konzept (Vorlage Nr.: 20220157) vorgestellt, das ein Bochumer Architekturbüro auf Basis einer städtebaulichen Rahmenplanung erstellt hat. Ausgewählt hat das Konzept ein mit Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke, Planungsamtsleiter Eckart Kröck sowie jeweils zwei Vertreter*innen der Bochumer Politik und der Deutschen Bahn besetztes Beratungsgremium.

mehr…

Dienstag 15.03.22, 09:01 Uhr
Zum Umgang mit der RS1 Trassenführung

Transparenz schaffen – Akten vollständig öffentlich machen! 1

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zur Bürgerbeteiligung im RS1-Verfahren: »Seit der letzten Ratssitzung ist ein Streit darüber entstanden, ob die Stadt Bochum „ihre Bürger*innen beim Radschnellweg Ruhr hinters Licht geführt hat“. Wer in der Ratssitzung war oder diese im Rats-TV verfolgt hat, dürfte überrascht gewesen sein, wie emotional zum Ende des öffentlichen Teils noch debattiert wurde. Der Vorwurf der Fraktion „Die Partei & Stadtgestalter“, die Verwaltung habe die im Juni/Juli 2020 durchgeführte großangelegte Bürgerbeteiligung zu einer großen Trassensuch-Show degradiert, indem sie danach eine bereits vorher ausgearbeitete Trassenführung aus der Schublade gezogen habe, traf den Nerv von Verwaltung und rot/grüner Koalition.

mehr…

Dienstag 15.03.22, 08:52 Uhr
Programm von Kino Endstation in dieser Woche

Luchadoras

Mit zwei Filmen im Rahmen der feministischen Wochen ist in dieser Woche Kino Endstation dabei: »Die mexikanische Stadt Ciudad Juárez verzeichnet eine der höchsten Zahlen an Femiziden weltweit. Eine Gruppe von Frauen steht auf und wehrt sich gegen die Gewalt und die Frauenfeindlichkeit. Luchadoras, noch für zwei Vorstellungen am Fr., 18. & Sa.,19.03. im endstation.kino zu sehen, ist ein intimes Dokumentarfilm-Portrait über mutige Frauen, die in ihrem vom Machismo geprägten Alltag um die Deutungshoheit über das Frauenbild in Mexiko kämpfen.

mehr…

Montag 14.03.22, 16:53 Uhr
Mittwoch in der KoFabrik II

Diskussion über die aktuelle Position der Friedensbewegung in Bochum 2

Das Friedensplenum Bochum und die DFG-VK  laden am Mittwoch, den 16. März um 19 Uhr in der Ko-Fabrik im KoLabor in der Stühmeyerstraße 33 zu einer Diskussion über die aktuelle Position der Friedensbewegung ein. Als Einstieg in den Abend wird die Aufzeichnung eines Vortrages von Andreas Zumach gezeigt, in dem er auf die folgenden 10 Fragen eingegangen ist:

mehr…

Montag 14.03.22, 15:53 Uhr
Mittwoch in der KoFabrik I

Vollversammlung der Initiative Radentscheid

Die Initiative Radentscheid Bochum trifft sich am Mittwoch, 16.3. um 19.00 Uhr in der Quartiershalle der KoFabrik (Stühmeyerstraße 33) zum ersten Mal wieder in Präsenz. Mit Blick auf einen möglicherweise bevorstehenden Bürgerentscheid steht die Planung für die kommenden Wochen im Mittelpunkt. Neue Interessierte sind dabei herzlich willkommen.


Montag 14.03.22, 15:03 Uhr

Open-Air-Newroz-Fest an der Zeche Hannover 2

Am Sonntag, den 20. März findet ab 14:00 Uhr ein Newroz Festival umsonst und draußen an derZeche Hannover, Günnigfelder Str. 251. Das Rojava-Solibündnis-Bochum schreibt in der Einladung: »Newroz wird traditionell am 21.März in vielen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens gefeiert und es bedeutet neuer Tag. Symbolisch steht es für Frühlingsanfang und Frieden, gilt aber gleichwohl als Zeichen des Widerstands und bei den Kurd*innen als höchster Feiertag. Die Legende will wissen, dass einst vor langer Zeit ein grausamer Tyrann namens Dahak sein Unwesen trieb, indem er die Bevölkerung terrorisierte. Aus seinen Schultern wuchsen zwei Schlangen, die täglich mit der Leber und den Gehirnen getöteter Jugendlicher gefüttert werden sollten.

mehr…

Montag 14.03.22, 09:17 Uhr

Die Biografien von Zugewanderten aufschreiben 1

Der IFAK e.V. bietet in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bochum eine sechsteiligen Workshop an mit dem Titel “Kreatives Schreiben und biografísche Erinnerungsarbeit”. Der Workshop richtet sich speziell an Kinder und Enkelkinder sowie an enge Bekannte von älteren Menschen (55plus) mit Migrationserfahrung, die Interesse haben, deren Lebensgeschichte(n) zu verschriftlichen und mit anderen kreativen Methoden darzustellen. Es ist also eine Einladung an ältere Menschen mit Migrationserfahrung (und ihre Nachkommen), in einen gemeinsamen Austausch zu gehen, um über ihre Erfahrungen in Bochum zu sprechen und ihre Geschichten in dieser Stadt mitzuschreiben.

mehr…

Montag 14.03.22, 07:10 Uhr

Willkommensort für Geflüchtete im Hauptbahnhof

Die Initiative „Bochum Solidarisch“ schreibt: »Seit Freitag, dem 11. März, gibt es in der Eingangshalle des Bochumer Hauptbahnhofs einen Willkommensort und Infopunkt für Menschen, die aus der Ukraine flüchten. Organisiert wurde dies von einer Handvoll freiwilliger, solidarischer Menschen, welche die Leerstelle zwischen Ankunft am Bahnhof und Erstaufnahmeeinrichtungen erkannten. Während die Bahnhofsmission sich bereits um ankommende Menschen während ihrer Öffnungszeiten kümmert, sind die Volunteers von „Bochum Solidarisch“ davor und danach zur Stelle. Die Schichten werden über eine Telegram-Gruppe organisiert. Vor Ort werden Geflüchtete mit Erstinformationen, Essen und Trinken versorgt.

mehr…

Sonntag 13.03.22, 14:06 Uhr

2. feministische Aktionswoche

15.03.2022, 17-19.30 Uhr // 16.03.2022, 15-19 Uhr, Workshop: „Bauhandwerk – Einführung für Einsteiger*innen“      FLINTA* only – (nur für Frauen, Lesben, inter, nicht binäre, trans und agender Personen)

14.03.2022 // 19 Uhr, atelier automatique: „Fat Acceptance & Feminismus“ von Judith Schreier

Judith Schreier arbeitet an der Fernuni Hagen. In ihrem Dissertationsprojekt beschäftigt sie sich mit Fat Life Writing ausgehend von den Gebieten der Fat Studies, Gender Studies und American Studies. Das ist auch Gegenstand ihres Vortrags.

»Die Fat Acceptance Bewegung versucht der Entstehung von Stigmatisierung gegenüber dicken Menschen entgegenzuwirken und somit Diskriminierung abzubauen. Eine feministische Hauptüberzeugung der Bewegung ist dabei, dass Menschen – unabhängig wie dick – Akzeptanz, Wertschätzung und vollständige gesellschaftliche Teilhabe verdienen. Obwohl Menschen aller Gesellschaftsschichten dick sein können, sind besonders Menschen, die Mehrfachdiskriminierungen erfahren, betroffen. « (Veranstalter: Furore Bochum)

Es gilt 2G+ (Alle Teilnehmenden brauchen einen tagesaktuellen Schnelltest)

16.03.2022 // 18 Uhr // Zoom: „Geschlecht und Männlichkeit im (Deutsch)Rap. HipHop-feministische Perspektiven auf einen komplexen Zusammenhang“ von Heidi Süß

mehr…

Sonntag 13.03.22, 14:02 Uhr

Gedenkort Gibraltar: Vorschläge der VVN

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN – BdA) macht Vorschläge zur Ausgestaltung des Gedenkortes Gibraltar, um an das frühe dortige KZ (Konzentrationslager) im Jahr 1933 zu erinnern und schreibt: »Im Einzelnen soll die vorhandene Bronzetafel versetzt werden, um eine bessere Sicht auf sie zu gewährleisten. Weiterhin soll in deren unmittelbaren Nähe eine Informationstafel geschaffen werden. Außerdem schlägt die VVN vor, in dem Gebäude einen Gedenk- und Erinnerungsraum einzurichten, der über den Naziterror in den zahlreichen Bochumer Misshandlungs- und Folterräumen und dem KZ Gibraltar erinnert.

mehr…

Samstag 12.03.22, 19:41 Uhr

Frauenkampftag 2022 4

Technische und krankheitsbedingte Probleme haben dazu geführt, dass an dieser Stelle jetzt erst über die großartige Demonstration am internationalen Frauentag in Bochum berichtet wird. Rund 1500 Menschen zogen durch die Stadt. Die F:antifa Bochum hier, die Seebrücke hier und die 4-Stunden-Liga hier haben freundlicher Weise die Manuskripte ihrer Redebeiträge zur Verfügung gestellt.

mehr…

Samstag 12.03.22, 18:46 Uhr
Frauenkampftag 2022 in Bochum

Redebeitrag der F:antifa Bochum

Zu gefährlich für Despoten – feministischer Widerstand

Liebe Menschen, in unserem Text thematisieren wir u.a. Gewalt gegen FLINTA, daher wollen wir an dieser Stelle eine Triggerwarnung aussprechen.

Feministische Utopien müssen erkämpft werden. Das ist uns in den letzten Tagen nochmal sehr schmerzlich bewusst gemacht worden.

mehr…

Samstag 12.03.22, 18:42 Uhr
Frauenkampftag 2022 in Bochum

Redebeitrag der Seebrücke

Liebe Menschen, der nächste Redebeitrag wird sich mit FLINTA auf der Flucht sowie geschlechtsspezifischen Fluchtgründen beschäftigen. Leider bedeutet dies, dass wir Gewalt gegen FLINTA thematisieren müssen, daher an dieser Stelle eine Triggerwarnung.

Seit einigen Tagen steht unsere Welt Kopf. Russlands völkerrechtswidriger Überfall auf die Ukraine hat uns den Krieg vor die Haustür gebracht. Millionen von Ukrainer:innen, größtenteils FLINTA und ihre Kinder, sind nun auf der Flucht vor Krieg und Zerstörung. Neben der Gefahr durch Putins Bomben ist aus anderen Krisensituationen bekannt, dass FLINTA in Kriegen und auf der Flucht sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt sind. Nach Angaben von UN Women erleben 70% der FLINTA auf der Flucht sexualisierte Gewalt. Die Dunkelziffer ist hoch, da aus Scham häufig geschwiegen wird. Eine rasche Aufnahme von Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt und sichere Fluchtkorridore sind hier besonders dringlich.

Doch wir wollen nicht vergessen: auch vor dem Ukrainekrieg waren weltweit bereits über 80 Mio Menschen auf der Flucht – mit steigender Tendenz – wie aus den Zahlen des UNHCR hervorgeht. Über 50 Mio dieser Menschen sind Binnenflüchtlinge.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingswerks sind circa 50% der Geflüchteten Frauen, Mädchen und LGBTIQ+ Personen. Sie fliehen vor politischer oder religiöser Unterdrückung, Krieg, Umweltzerstörung und Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen, aber sie fliehen auch vor geschlechtsspezifischer Unterdrückung, sexueller und häuslicher Gewalt, Zwangsverheiratung, Vielehe, Witwenverbrennung und Genitalverstümmlung. Weitere Fluchtgründe sind die systematische Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung oder die Verfolgung von Inter- und Transmenschen. Krisensituationen wie Krieg, aber auch Pandemien, führen zur Auflösung gesellschaftlicher und sozialer Strukturen mit einer zugleich zunehmenden Gewaltbereitschaft. Auch hier sind FLINTA und LGBTIQ+ besonders betroffen. Systematische Vergewaltigung ist eine häufig angewandte Kriegs- und Folterstrategie.

KRIEG WURDE UND WIRD AUCH IMMER AUF DEN KÖRPERN VON FLINTA AUSGETRAGEN! Dennoch ist sexualisierte Kriegsgewalt kein anerkannter Asylgrund.

Flucht ist für FLINTA extrem gefährlich. Viele FLINTA erreichen ihr Ziel nicht, da sie durch Versklavung und Vergewaltigung, z.T. mit dadurch entstandener Schwangerschaft und lebenslangen Verletzungen, besonders gefährdet sind. Mädchen, die in Flüchtlingslagern ausserhalb der EU stranden, sind von Kinderheirat und einem nachfolgendem Risiko einer verfrühten Schwangerschaft, sowie Krankheit und Tod bedroht.

Die menschenunwürdigen Zustände in den Lagern an den EU Aussengrenzen stellen für diese schwer traumatisierten Menschen keine sichere Zufluchtsstätte dar. In den überfüllten Lagern sind sie nicht selten erneut Opfer von sexualisierter Gewalt und Unterdrückung. Manche Menschen schlafen mit Windeln, da sie nachts aus Angst vor Vergewaltigung nicht auf die Toiletten gehen.

Die sanitäre und hygienische Situation ist verheerend. Geschlechtergetrennte sanitäre Anlagen sind in der Regel nicht vorhanden, ebensowenig wie besondere Schutzräume für von sexualisierter Gewalt betroffene Gruppen.

Hinzu kommt die Unterversorgung an Menstruationsprodukten, wodurch menstruierende Menschen negativ in ihrem Gefühl der Sicherheit, ihrer Mobilität – wie den Gang zu den Essensausgabestellen – und ihrer Würde beeinträchtigt werden. Die katastrophalen hygienischen Zustände können zudem bei Menstruierenden zu lebensbedrohlichen Infektionen und Unfruchtbarkeit führen.

Auch in den Sammelunterkünften in Deutschland häufen sich Berichte von sexualisierter Gewalt gegen FLINTA und auch gegen ihre Kinder – auch hier ist die Dunkelziffer hoch. FLINTA, die sexualisierte Gewalt melden, erhalten nur selten psychologische Unterstützung. Oft wird den Betroffenen unterstellt, sie würden lügen und wollten sich hierdurch ein beschleunigtes Asylverfahren erschleichen – eine ekelhafte Täter-Opfer-Umkehr. IN diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass Deutschland sich bislang weigert, die EU Richtlinie zum Schutz für geflüchtete FLINTA umzusetzen.

Wir fordern:

  • Grenzen auf für ALLE Menschen! Die Grenzen der östlichen EU-Staaten müssen für ALLE Menschen offengehalten werden: für Ukrainer:innen und auch für Transitflüchtlinge. Auch für in der Ukraine lebende Menschen, die aus anderen Ländern wie Syrien, Afghanistan, Tschetschenien oder Somalia geflohen sind, müssen die Grenzen der EU offen sein. Rassistische Grenzpolitiken lehnen wir ab!
  • die sofortige Evakuierung ALLER MENSCHEN aus den unwürdigen Lagern an den EU Außengrenzen und aus den Kriegsgebieten der Ukraine. Bochum hat Platz! Deutschland hat Platz!
  • Menschen ohne einen ukrainischen Pass sind an Leib und Leben gefährdet und haben ein Recht darauf, in Sicherheit gebracht zu werden!
  • die Schaffung sicherer Fluchtwege für alle Menschen – Kein Ertrinken im Mittelmeer, kein Verdursten in der Wüste und kein Verrecken in überfüllten Lagern und Folterlagern an den EU-Außengrenzen! Und aktuell: sichere Fluchtkorridore in der Ukraine!
  • keine Unterbringung von alleinreisenden FLINTA und besonders Schutzbedürftigen in Sammmelunterkünften und ANKER-Zentren.
  • die Umsetzung der EU Richtlinie zum Schutz für geflüchtete FLINTA
  • die Aus- und Fortbildung von Mitarbeitenden in Flüchtlingsunterkünften und des BAMF bzgl. Gewaltprävention und traumasensiblen Arbeitsansätzen
  • den Zugang zu medizinischer, psychologischer bzw. psychosozialer Unterstützung für geflüchtete FLINTA
  • Wir fordern die Stadt Bochum auf, ALLE Menschen aufzunehmen und würdig unterzubringen, die zurzeit fliehen müssen. Der Stadt Bochum wurden zwischen Januar und August 2021 gerade einmal 44 Menschen zugewiesen. Im gleichen Zeitraum hat die Stadt Bochum übrigens 16 Personen abgeschoben. Die Zahlen zeigen: Wir haben Platz in Bochum!

Die Aufnahmerichtlinie der EU (2013/33/EU) bzgl. der Erkennung besonders schutzbedürftiger Geflüchteter muss hier umgesetzt werden. FLINTA, die aufgrund geschlechtsspezifischer Gewalt und Verfolgung aus ihrer Heimat geflohen sind und bei denen eine besondere Schutzbedürftigkeit im Sinne dieser Richtlinie festgestellt werden muss, muss ein Aufenthaltsstatus gewährt werden. Dies muss unabhängig davon erfolgen, ob das Herkunftsland als sicher gilt oder nicht. Sie sind grundsätzlich einem hohen Risiko ausgesetzt, Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden.
Die Verschlechterung der Bleibeperspektive für FLINTA aus vermeintlich sicheren Herkunftsländern führt dazu, dass sie erneut diskriminiert werden.

MACHEN WIR ES DEUTLICH: ES GIBT FÜR FRAUEN, MÄDCHEN, ABER AUCH FÜR MENSCHEN, DIE SICH NICHT IN EIN BINÄRES GESCHLECHTERMODELL PRESSEN LASSEN, KEIN SICHERES HERKUNFTSLAND!
NIEMAND FLIEHT FREIWILLIG ! KEIN MENSCH IST ILLEGAL!


Samstag 12.03.22, 18:38 Uhr
Frauenkampftag 2022 in Bochum

Redebeitrag der 4-Stunden-Liga

Liebe Freund*innen und Genoss*innen, liebe Frauen und Queers,

ich freue mich sehr, hier und heute als Vertreter*in der 4-Stunden-Liga beim Feministischen Kampftag in Bochum reden zu dürfen. Wir danken den Organisator*innen für die Möglichkeit, heute zu sprechen und freuen uns, dass so viele heute gemeinsam auf der Straße sind.

Wir als 4-Stunden Liga treten für den 4-Stunden-Tag bei vollem Lohn- und Personalausgleich ein. Dafür zahlen soll das Kapital! 

mehr…

Samstag 12.03.22, 17:42 Uhr

„Die Stadt führt ihre Bürger:innen beim Radschnellweg Ruhr hinters Licht“ 1

Klaus Kuliga, der sich seit der ersten – noch inoffiziellen – Ankündigung des Projekts mit dem Radschnellweg in Bochum – bis 2019 als Vorsitzender des ADFC Bochum, danach in der Radwende Bochum engagiert, erklärt: »Der Vorwurf, die Stadt führe ihre Bürger:innen beim Radschnellweg Ruhr hinters Licht, ist meines Erachtens sehr berechtigt.« Die Bochumer Grünen hatten in einer Pressemitteilung die Kritik der Stadtgestalter an der Bürgerbeteiligung bei der Trassenfindung des Radschnellweges zurückgewiesen und die Stadtverwaltung verteidigt: »Die Aktenlage zeigt eine gewissenhafte Prüfung aller Vorschläge«. Klaus Kuliga: »Die Trassenführung, die die Grundlage der jetzt von der Verwaltung eingebrachten Beschlussvorlage bildet, habe ich bereits während der Erstellung der Machbarkeitsstudie in die Diskussion eingebracht. Leider hat das damals niemand verstanden. Deshalb blieb diese Variante in der Machbarkeitsstudie unberücksichtigt.

mehr…

Samstag 12.03.22, 16:05 Uhr

Klimastreik-Demo am 25. März

Die Bochumer Fridays for Future Initiative schreibt: »Am 25.3. findet der nächste internationale Klimastreik von Fridays for Future statt. In Bochum beginnt dieser um 14:00 Uhr mit einem Bühnenprogramm, bis zum Abend werden dort verschiedenste Musiker:innen und Bands auftreten und Redebeiträge zu Klimagerechtigkeit präsentiert. Die Fahrraddemo als zentrale Aktion des Tages führt durch die Innenstadt mit Zwischenkundgebung am Rathausplatz. Zusätzlich können sich die Besucher:innen an einer Vielzahl von Infoständen über verschiedene Aspekte von Klimagerechtigkeit informieren. Mit Infoständen und Bühnenprogramm sollen auch Besucher*innen ohne Fahrrad willkommen geheißen werden.

mehr…

Samstag 12.03.22, 15:55 Uhr

Freibadschließungen sind großer Fehler

Die Bochumer Linksfraktion bedauert, »dass der Aufsichtsrat der Holding für Versorgung und Verkehr gegen unseren und den Willen vieler Menschen in ganz Bochum die Freibäder in Langendreer und Höntrop schließt. „SPD und Grüne zeigen mit den Freibadschließungen in Langendreer und Höntrop einmal mehr, dass ihnen die Interessen tausender Menschen im Zweifel egal sind“, erklärt Horst Hohmeier, Fraktionsvorsitzender der Bochumer Linken im Rat. „Bis zuletzt hatten wir die Hoffnung, dass der Protest gegen die Freibadschließungen zu einem Umdenken bei Oberbürgermeister Eiskirch und seiner Koalition führt und der eigene Fehler korrigiert wird. Mit dem Beschluss im Aufsichtsrat der HVV gehen Bochum zwei wichtige Freibadstandorte verloren, die vielen Menschen sehr am Herzen gelegen haben. Das ‚Urban Blue‘ in Langendreer, für das dann voraussichtlich noch Eintritt verlangt wird, kann ein Freibad nicht im Ansatz ersetzen.“

mehr…

Samstag 12.03.22, 15:51 Uhr

Bürgerbeteiligung?

Michael Lange erklärt für die Bürgerinitiative „Das Freibad Langendreer darf nicht ‚baden‘ gehen!“: »Für die Bürgerinitiative war es nach Ablehnung des Antrages nach § 24 GO natürlich keine Überraschung, dass der Aufsichtsrat der Wasserwelten der Schließung des Freibades Langendreer zugestimmt hat. Wie auch! Nachdem der Oberbürgermeister gemeinsam mit den beiden rot-grünen Fraktionsvorsitzenden aufkommenden Unmut in den Fraktionen abgewehrt hatte, konnte er als Vorsitzender des Aufsichtsrates ja nicht anders entscheiden. Was hier schon ein bisschen schräg rüberkommt, verkommt bei der angebotenen Bürgerbeteiligung komplett zur Farce. Jetzt sollen die Tausende Menschen, die faktisch ja an einer Bürgerbeteiligung teilgenommen (Petition) und sich für den Erhalt des Freibades ausgesprochen haben, im Herbst auswählen, was sie statt des Freibades haben wollen.

mehr…

Samstag 12.03.22, 08:37 Uhr

Soziale Berufe aufwerten

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat in dieser Woche mit einem Warnstreik der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst auf die brisante Situation in in diesem Bereich aufmerksam gemacht. Mangelhafte Arbeitsbedingungen, nicht angemessene Gehälter zeichnen ein Bild starker Fluktuation und ein sich zuspitzender Fachkräftemangel. Vor rund 150 Teilnehmer:innen ging Svenja Herbst zunächst auf auf den Krieg in der Ukraine ein und machte dann deutlich, warum jetzt der Streik erforderlich ist. Die Rede im Wortlaut: »Zunächst einmal möchten wir, auch symbolisch in Form des Peace Zeichens, unsere Solidarität mit ALLEN Menschen kundtun, die dem Einmarsch von Putins Gruppen und dessen Konsequenzen schutzlos und ohne jegliches Mitspracherecht ausgeliefert sind. Wie immer sterben auch in diesem Krieg Menschen, die dies nicht entschieden haben, unschuldige Menschen!

mehr…

Freitag 11.03.22, 22:35 Uhr

Aufnahmebedingungen für Schutzsuchende verbessern

Bei ihrer gemeinsamen Konferenz haben die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL sich intensiv mit den aktuellen Bedingungen geflüchteter Menschen in Deutschland auseinandergesetzt. Insbesondere der brutale Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine zwingt mehrere Millionen Menschen zur Flucht.

mehr…


Donnerstag 10.03.22, 21:39 Uhr
Seid heroisch, die Waffen nieder

Ohne Frieden ist alles nichts 1

von Ralf Feldmann

Krieg: dieses Mal ein hemmungsloses Verbrechen aus Russland. Die Angreifer zerstören ein Brudervolk und morden. Sie müssen sich dafür verantworten.
Aus dem Krieg das Bild einer jungen ukrainischen Mutter, die mit ihrer vielleicht fünfjährigen Tochter auf der Flucht an der Grenze in Polen angekommen war. Schluchzend berichtete sie, ukrainische Grenzposten hätten ihren Mann, den Vater des Mädchens, an der Grenze aus dem Bus geholt und in den Krieg für sein Land zurückgeschickt.

mehr…

Mittwoch 09.03.22, 12:52 Uhr

Führung durch das (alte) „Haus des Wissens“

Das Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation bietet eine Führung an: >>Das Haus des Wissens ist eines der herausragendsten und spannendsten Projekte der nächsten Jahre in Bochums Innenstadt. Im sogenannten „Telekomgebäude“ sollen Stadtbibliothek, Volkshochschule, UniverCity und eine Markthalle in einer einmaligen Kombination neu verortet, gedacht und etabliert werden. Eine spektakuläre Dachterrasse rundet die Idee des Neuen ab und macht das Gebäude zu einem Ort, wie es ihn anderswo nicht gibt.

mehr…

Mittwoch 09.03.22, 12:23 Uhr
Vortrag mit Diskussion in der ev. Stadtakademie

Gemeinwohlziele erreichen: Die Aufgaben von Staat und Markt 2

Vortrag mit Diskussion mit dem Präsidenten des ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Prof. Achim Wambach am DI 15.03.22 18:30 in der ev. Stadtakademie: »Das Gemeinwohlziel „Bekämpfung des Klimawandels“ ist eine Jahrhundertaufgabe. Neue Märkte und der Wettbewerb in diesen Märkten können vielfach helfen, dieses Gemeinwohlziel auf effiziente und innovationsfördernde Art zu erreichen.

mehr…