Das Friedensplenum Bochum und die DFG-VK laden am Mittwoch, den 16. März um 19 Uhr in der Ko-Fabrik im KoLabor in der Stühmeyerstraße 33 zu einer Diskussion über die aktuelle Position der Friedensbewegung ein. Als Einstieg in den Abend wird die Aufzeichnung eines Vortrages von Andreas Zumach gezeigt, in dem er auf die folgenden 10 Fragen eingegangen ist:
Die Initiative Radentscheid Bochum trifft sich am Mittwoch, 16.3. um 19.00 Uhr in der Quartiershalle der KoFabrik (Stühmeyerstraße 33) zum ersten Mal wieder in Präsenz. Mit Blick auf einen möglicherweise bevorstehenden Bürgerentscheid steht die Planung für die kommenden Wochen im Mittelpunkt. Neue Interessierte sind dabei herzlich willkommen.
Am Sonntag, den 20. März findet ab 14:00 Uhr ein Newroz Festival umsonst und draußen an derZeche Hannover, Günnigfelder Str. 251. Das Rojava-Solibündnis-Bochum schreibt in der Einladung: »Newroz wird traditionell am 21.März in vielen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens gefeiert und es bedeutet neuer Tag. Symbolisch steht es für Frühlingsanfang und Frieden, gilt aber gleichwohl als Zeichen des Widerstands und bei den Kurd*innen als höchster Feiertag. Die Legende will wissen, dass einst vor langer Zeit ein grausamer Tyrann namens Dahak sein Unwesen trieb, indem er die Bevölkerung terrorisierte. Aus seinen Schultern wuchsen zwei Schlangen, die täglich mit der Leber und den Gehirnen getöteter Jugendlicher gefüttert werden sollten.
Der IFAK e.V. bietet in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bochum eine sechsteiligen Workshop an mit dem Titel “Kreatives Schreiben und biografísche Erinnerungsarbeit”. Der Workshop richtet sich speziell an Kinder und Enkelkinder sowie an enge Bekannte von älteren Menschen (55plus) mit Migrationserfahrung, die Interesse haben, deren Lebensgeschichte(n) zu verschriftlichen und mit anderen kreativen Methoden darzustellen. Es ist also eine Einladung an ältere Menschen mit Migrationserfahrung (und ihre Nachkommen), in einen gemeinsamen Austausch zu gehen, um über ihre Erfahrungen in Bochum zu sprechen und ihre Geschichten in dieser Stadt mitzuschreiben.
Die Initiative „Bochum Solidarisch“ schreibt: »Seit Freitag, dem 11. März, gibt es in der Eingangshalle des Bochumer Hauptbahnhofs einen Willkommensort und Infopunkt für Menschen, die aus der Ukraine flüchten. Organisiert wurde dies von einer Handvoll freiwilliger, solidarischer Menschen, welche die Leerstelle zwischen Ankunft am Bahnhof und Erstaufnahmeeinrichtungen erkannten. Während die Bahnhofsmission sich bereits um ankommende Menschen während ihrer Öffnungszeiten kümmert, sind die Volunteers von „Bochum Solidarisch“ davor und danach zur Stelle. Die Schichten werden über eine Telegram-Gruppe organisiert. Vor Ort werden Geflüchtete mit Erstinformationen, Essen und Trinken versorgt.
Judith Schreier arbeitet an der Fernuni Hagen. In ihrem Dissertationsprojekt beschäftigt sie sich mit Fat Life Writing ausgehend von den Gebieten der Fat Studies, Gender Studies und American Studies. Das ist auch Gegenstand ihres Vortrags.
»Die Fat Acceptance Bewegung versucht der Entstehung von Stigmatisierung gegenüber dicken Menschen entgegenzuwirken und somit Diskriminierung abzubauen. Eine feministische Hauptüberzeugung der Bewegung ist dabei, dass Menschen – unabhängig wie dick – Akzeptanz, Wertschätzung und vollständige gesellschaftliche Teilhabe verdienen. Obwohl Menschen aller Gesellschaftsschichten dick sein können, sind besonders Menschen, die Mehrfachdiskriminierungen erfahren, betroffen. « (Veranstalter: Furore Bochum)
Es gilt 2G+ (Alle Teilnehmenden brauchen einen tagesaktuellen Schnelltest)
16.03.2022 // 18 Uhr // Zoom: „Geschlecht und Männlichkeit im (Deutsch)Rap. HipHop-feministische Perspektiven auf einen komplexen Zusammenhang“ von Heidi Süß
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN – BdA) macht Vorschläge zur Ausgestaltung des Gedenkortes Gibraltar, um an das frühe dortige KZ (Konzentrationslager) im Jahr 1933 zu erinnern und schreibt: »Im Einzelnen soll die vorhandene Bronzetafel versetzt werden, um eine bessere Sicht auf sie zu gewährleisten. Weiterhin soll in deren unmittelbaren Nähe eine Informationstafel geschaffen werden. Außerdem schlägt die VVN vor, in dem Gebäude einen Gedenk- und Erinnerungsraum einzurichten, der über den Naziterror in den zahlreichen Bochumer Misshandlungs- und Folterräumen und dem KZ Gibraltar erinnert.
Technische und krankheitsbedingte Probleme haben dazu geführt, dass an dieser Stelle jetzt erst über die großartige Demonstration am internationalen Frauentag in Bochum berichtet wird. Rund 1500 Menschen zogen durch die Stadt. Die F:antifa Bochum hier, die Seebrücke hier und die 4-Stunden-Liga hier haben freundlicher Weise die Manuskripte ihrer Redebeiträge zur Verfügung gestellt.
Liebe Menschen, der nächste Redebeitrag wird sich mit FLINTA auf der Flucht sowie geschlechtsspezifischen Fluchtgründen beschäftigen. Leider bedeutet dies, dass wir Gewalt gegen FLINTA thematisieren müssen, daher an dieser Stelle eine Triggerwarnung.
Seit einigen Tagen steht unsere Welt Kopf. Russlands völkerrechtswidriger Überfall auf die Ukraine hat uns den Krieg vor die Haustür gebracht. Millionen von Ukrainer:innen, größtenteils FLINTA und ihre Kinder, sind nun auf der Flucht vor Krieg und Zerstörung. Neben der Gefahr durch Putins Bomben ist aus anderen Krisensituationen bekannt, dass FLINTA in Kriegen und auf der Flucht sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt sind. Nach Angaben von UN Women erleben 70% der FLINTA auf der Flucht sexualisierte Gewalt. Die Dunkelziffer ist hoch, da aus Scham häufig geschwiegen wird. Eine rasche Aufnahme von Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt und sichere Fluchtkorridore sind hier besonders dringlich.
Doch wir wollen nicht vergessen: auch vor dem Ukrainekrieg waren weltweit bereits über 80 Mio Menschen auf der Flucht – mit steigender Tendenz – wie aus den Zahlen des UNHCR hervorgeht. Über 50 Mio dieser Menschen sind Binnenflüchtlinge.
Nach Angaben des UN-Flüchtlingswerks sind circa 50% der Geflüchteten Frauen, Mädchen und LGBTIQ+ Personen. Sie fliehen vor politischer oder religiöser Unterdrückung, Krieg, Umweltzerstörung und Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen, aber sie fliehen auch vor geschlechtsspezifischer Unterdrückung, sexueller und häuslicher Gewalt, Zwangsverheiratung, Vielehe, Witwenverbrennung und Genitalverstümmlung. Weitere Fluchtgründe sind die systematische Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung oder die Verfolgung von Inter- und Transmenschen. Krisensituationen wie Krieg, aber auch Pandemien, führen zur Auflösung gesellschaftlicher und sozialer Strukturen mit einer zugleich zunehmenden Gewaltbereitschaft. Auch hier sind FLINTA und LGBTIQ+ besonders betroffen. Systematische Vergewaltigung ist eine häufig angewandte Kriegs- und Folterstrategie.
KRIEG WURDE UND WIRD AUCH IMMER AUF DEN KÖRPERN VON FLINTA AUSGETRAGEN! Dennoch ist sexualisierte Kriegsgewalt kein anerkannter Asylgrund.
Flucht ist für FLINTA extrem gefährlich. Viele FLINTA erreichen ihr Ziel nicht, da sie durch Versklavung und Vergewaltigung, z.T. mit dadurch entstandener Schwangerschaft und lebenslangen Verletzungen, besonders gefährdet sind. Mädchen, die in Flüchtlingslagern ausserhalb der EU stranden, sind von Kinderheirat und einem nachfolgendem Risiko einer verfrühten Schwangerschaft, sowie Krankheit und Tod bedroht.
Die menschenunwürdigen Zustände in den Lagern an den EU Aussengrenzen stellen für diese schwer traumatisierten Menschen keine sichere Zufluchtsstätte dar. In den überfüllten Lagern sind sie nicht selten erneut Opfer von sexualisierter Gewalt und Unterdrückung. Manche Menschen schlafen mit Windeln, da sie nachts aus Angst vor Vergewaltigung nicht auf die Toiletten gehen.
Die sanitäre und hygienische Situation ist verheerend. Geschlechtergetrennte sanitäre Anlagen sind in der Regel nicht vorhanden, ebensowenig wie besondere Schutzräume für von sexualisierter Gewalt betroffene Gruppen.
Hinzu kommt die Unterversorgung an Menstruationsprodukten, wodurch menstruierende Menschen negativ in ihrem Gefühl der Sicherheit, ihrer Mobilität – wie den Gang zu den Essensausgabestellen – und ihrer Würde beeinträchtigt werden. Die katastrophalen hygienischen Zustände können zudem bei Menstruierenden zu lebensbedrohlichen Infektionen und Unfruchtbarkeit führen.
Auch in den Sammelunterkünften in Deutschland häufen sich Berichte von sexualisierter Gewalt gegen FLINTA und auch gegen ihre Kinder – auch hier ist die Dunkelziffer hoch. FLINTA, die sexualisierte Gewalt melden, erhalten nur selten psychologische Unterstützung. Oft wird den Betroffenen unterstellt, sie würden lügen und wollten sich hierdurch ein beschleunigtes Asylverfahren erschleichen – eine ekelhafte Täter-Opfer-Umkehr. IN diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass Deutschland sich bislang weigert, die EU Richtlinie zum Schutz für geflüchtete FLINTA umzusetzen.
Wir fordern:
Grenzen auf für ALLE Menschen! Die Grenzen der östlichen EU-Staaten müssen für ALLE Menschen offengehalten werden: für Ukrainer:innen und auch für Transitflüchtlinge. Auch für in der Ukraine lebende Menschen, die aus anderen Ländern wie Syrien, Afghanistan, Tschetschenien oder Somalia geflohen sind, müssen die Grenzen der EU offen sein. Rassistische Grenzpolitiken lehnen wir ab!
die sofortige Evakuierung ALLER MENSCHEN aus den unwürdigen Lagern an den EU Außengrenzen und aus den Kriegsgebieten der Ukraine. Bochum hat Platz! Deutschland hat Platz!
Menschen ohne einen ukrainischen Pass sind an Leib und Leben gefährdet und haben ein Recht darauf, in Sicherheit gebracht zu werden!
die Schaffung sicherer Fluchtwege für alle Menschen – Kein Ertrinken im Mittelmeer, kein Verdursten in der Wüste und kein Verrecken in überfüllten Lagern und Folterlagern an den EU-Außengrenzen! Und aktuell: sichere Fluchtkorridore in der Ukraine!
keine Unterbringung von alleinreisenden FLINTA und besonders Schutzbedürftigen in Sammmelunterkünften und ANKER-Zentren.
die Umsetzung der EU Richtlinie zum Schutz für geflüchtete FLINTA
die Aus- und Fortbildung von Mitarbeitenden in Flüchtlingsunterkünften und des BAMF bzgl. Gewaltprävention und traumasensiblen Arbeitsansätzen
den Zugang zu medizinischer, psychologischer bzw. psychosozialer Unterstützung für geflüchtete FLINTA
Wir fordern die Stadt Bochum auf, ALLE Menschen aufzunehmen und würdig unterzubringen, die zurzeit fliehen müssen. Der Stadt Bochum wurden zwischen Januar und August 2021 gerade einmal 44 Menschen zugewiesen. Im gleichen Zeitraum hat die Stadt Bochum übrigens 16 Personen abgeschoben. Die Zahlen zeigen: Wir haben Platz in Bochum!
Die Aufnahmerichtlinie der EU (2013/33/EU) bzgl. der Erkennung besonders schutzbedürftiger Geflüchteter muss hier umgesetzt werden. FLINTA, die aufgrund geschlechtsspezifischer Gewalt und Verfolgung aus ihrer Heimat geflohen sind und bei denen eine besondere Schutzbedürftigkeit im Sinne dieser Richtlinie festgestellt werden muss, muss ein Aufenthaltsstatus gewährt werden. Dies muss unabhängig davon erfolgen, ob das Herkunftsland als sicher gilt oder nicht. Sie sind grundsätzlich einem hohen Risiko ausgesetzt, Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden. Die Verschlechterung der Bleibeperspektive für FLINTA aus vermeintlich sicheren Herkunftsländern führt dazu, dass sie erneut diskriminiert werden.
MACHEN WIR ES DEUTLICH: ES GIBT FÜR FRAUEN, MÄDCHEN, ABER AUCH FÜR MENSCHEN, DIE SICH NICHT IN EIN BINÄRES GESCHLECHTERMODELL PRESSEN LASSEN, KEIN SICHERES HERKUNFTSLAND! NIEMAND FLIEHT FREIWILLIG ! KEIN MENSCH IST ILLEGAL!
Liebe Freund*innen und Genoss*innen, liebe Frauen und Queers,
ich freue mich sehr, hier und heute als Vertreter*in der 4-Stunden-Liga beim Feministischen Kampftag in Bochum reden zu dürfen. Wir danken den Organisator*innen für die Möglichkeit, heute zu sprechen und freuen uns, dass so viele heute gemeinsam auf der Straße sind.
Wir als 4-Stunden Liga treten für den 4-Stunden-Tag bei vollem Lohn- und Personalausgleich ein. Dafür zahlen soll das Kapital!
Klaus Kuliga, der sich seit der ersten – noch inoffiziellen – Ankündigung des Projekts mit dem Radschnellweg in Bochum – bis 2019 als Vorsitzender des ADFC Bochum, danach in der Radwende Bochum engagiert, erklärt: »Der Vorwurf, die Stadt führe ihre Bürger:innen beim Radschnellweg Ruhr hinters Licht, ist meines Erachtens sehr berechtigt.« Die Bochumer Grünen hatten in einer Pressemitteilung die Kritik der Stadtgestalter an der Bürgerbeteiligung bei der Trassenfindung des Radschnellweges zurückgewiesen und die Stadtverwaltung verteidigt: »Die Aktenlage zeigt eine gewissenhafte Prüfung aller Vorschläge«. Klaus Kuliga: »Die Trassenführung, die die Grundlage der jetzt von der Verwaltung eingebrachten Beschlussvorlage bildet, habe ich bereits während der Erstellung der Machbarkeitsstudie in die Diskussion eingebracht. Leider hat das damals niemand verstanden. Deshalb blieb diese Variante in der Machbarkeitsstudie unberücksichtigt.
Die Bochumer Fridays for Future Initiative schreibt: »Am 25.3. findet der nächste internationale Klimastreik von Fridays for Future statt. In Bochum beginnt dieser um 14:00 Uhr mit einem Bühnenprogramm, bis zum Abend werden dort verschiedenste Musiker:innen und Bands auftreten und Redebeiträge zu Klimagerechtigkeit präsentiert. Die Fahrraddemo als zentrale Aktion des Tages führt durch die Innenstadt mit Zwischenkundgebung am Rathausplatz. Zusätzlich können sich die Besucher:innen an einer Vielzahl von Infoständen über verschiedene Aspekte von Klimagerechtigkeit informieren. Mit Infoständen und Bühnenprogramm sollen auch Besucher*innen ohne Fahrrad willkommen geheißen werden.
Die Bochumer Linksfraktion bedauert, »dass der Aufsichtsrat der Holding für Versorgung und Verkehr gegen unseren und den Willen vieler Menschen in ganz Bochum die Freibäder in Langendreer und Höntrop schließt. „SPD und Grüne zeigen mit den Freibadschließungen in Langendreer und Höntrop einmal mehr, dass ihnen die Interessen tausender Menschen im Zweifel egal sind“, erklärt Horst Hohmeier, Fraktionsvorsitzender der Bochumer Linken im Rat. „Bis zuletzt hatten wir die Hoffnung, dass der Protest gegen die Freibadschließungen zu einem Umdenken bei Oberbürgermeister Eiskirch und seiner Koalition führt und der eigene Fehler korrigiert wird. Mit dem Beschluss im Aufsichtsrat der HVV gehen Bochum zwei wichtige Freibadstandorte verloren, die vielen Menschen sehr am Herzen gelegen haben. Das ‚Urban Blue‘ in Langendreer, für das dann voraussichtlich noch Eintritt verlangt wird, kann ein Freibad nicht im Ansatz ersetzen.“
Michael Lange erklärt für die Bürgerinitiative „Das Freibad Langendreer darf nicht ‚baden‘ gehen!“: »Für die Bürgerinitiative war es nach Ablehnung des Antrages nach § 24 GO natürlich keine Überraschung, dass der Aufsichtsrat der Wasserwelten der Schließung des Freibades Langendreer zugestimmt hat. Wie auch! Nachdem der Oberbürgermeister gemeinsam mit den beiden rot-grünen Fraktionsvorsitzenden aufkommenden Unmut in den Fraktionen abgewehrt hatte, konnte er als Vorsitzender des Aufsichtsrates ja nicht anders entscheiden. Was hier schon ein bisschen schräg rüberkommt, verkommt bei der angebotenen Bürgerbeteiligung komplett zur Farce. Jetzt sollen die Tausende Menschen, die faktisch ja an einer Bürgerbeteiligung teilgenommen (Petition) und sich für den Erhalt des Freibades ausgesprochen haben, im Herbst auswählen, was sie statt des Freibades haben wollen.
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat in dieser Woche mit einem Warnstreik der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst auf die brisante Situation in in diesem Bereich aufmerksam gemacht. Mangelhafte Arbeitsbedingungen, nicht angemessene Gehälter zeichnen ein Bild starker Fluktuation und ein sich zuspitzender Fachkräftemangel. Vor rund 150 Teilnehmer:innen ging Svenja Herbst zunächst auf auf den Krieg in der Ukraine ein und machte dann deutlich, warum jetzt der Streik erforderlich ist. Die Rede im Wortlaut: »Zunächst einmal möchten wir, auch symbolisch in Form des Peace Zeichens, unsere Solidarität mit ALLEN Menschen kundtun, die dem Einmarsch von Putins Gruppen und dessen Konsequenzen schutzlos und ohne jegliches Mitspracherecht ausgeliefert sind. Wie immer sterben auch in diesem Krieg Menschen, die dies nicht entschieden haben, unschuldige Menschen!
Bei ihrer gemeinsamen Konferenz haben die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL sich intensiv mit denaktuellen Bedingungen geflüchteter Menschen in Deutschland auseinandergesetzt. Insbesondere der brutale Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine zwingt mehrere Millionen Menschen zur Flucht.
Krieg: dieses Mal ein hemmungsloses Verbrechen aus Russland. Die Angreifer zerstören ein Brudervolk und morden. Sie müssen sich dafür verantworten. Aus dem Krieg das Bild einer jungen ukrainischen Mutter, die mit ihrer vielleicht fünfjährigen Tochter auf der Flucht an der Grenze in Polen angekommen war. Schluchzend berichtete sie, ukrainische Grenzposten hätten ihren Mann, den Vater des Mädchens, an der Grenze aus dem Bus geholt und in den Krieg für sein Land zurückgeschickt.
Das Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation bietet eine Führung an: >>Das Haus des Wissens ist eines der herausragendsten und spannendsten Projekte der nächsten Jahre in Bochums Innenstadt. Im sogenannten „Telekomgebäude“ sollen Stadtbibliothek, Volkshochschule, UniverCity und eine Markthalle in einer einmaligen Kombination neu verortet, gedacht und etabliert werden. Eine spektakuläre Dachterrasse rundet die Idee des Neuen ab und macht das Gebäude zu einem Ort, wie es ihn anderswo nicht gibt.
Vortrag mit Diskussion mit dem Präsidenten des ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Prof. Achim Wambach am DI 15.03.22 18:30 in der ev. Stadtakademie: »Das Gemeinwohlziel „Bekämpfung des Klimawandels“ ist eine Jahrhundertaufgabe. Neue Märkte und der Wettbewerb in diesen Märkten können vielfach helfen, dieses Gemeinwohlziel auf effiziente und innovationsfördernde Art zu erreichen.
Die Grünen im Rat schreiben in einer Pressemitteilung: >>Ökologische Maßgaben für Bebauung von „Hinter der Kiste“ festgesetzt. „Hinter der Kiste“ bezeichnet das Baufeld westlich der Hattinger Straße auf der Höhe der Hausnummern 930 / Haltestelle Surenfeldstraße. Der Ausschuss für Planung und Grundstücke hat in seiner letzten Sitzung beschlossen einen Bebauungsplan aufzustellen, um Wohnbebauung in Bochum-Linden zu ermöglichen. Bereits Ende letzten Jahres gab es eine Beteiligung der Bürger im Sinne der frühzeitigen Bürgerbeteiligung.
HaRIHo – Die Stadtteilpartner ist ein Stadtteilprojekt in Hamme, Riemke und Hofstede für Kinder- und Jugendarbeit und befindet sich in Trägerschaft von „Die Falken Bochum“. Die suchen nun einen Namen für das neue Medienmobil, das über den Bochum Fonds bewilligt wurde. Aus der Pressemitteilung dazu: »Die mobile Einheit in Form eines „Medienmobils“ (Elektroauto) mit medialen Endgeräten, mobilem Hotspot, Pavillon, Sitzmöglichkeiten zusammen mit einem analogen Kreativ-, Bildungs- und Freizeitangebot soll ab Frühjahr 2022 an den Start gehen.
Der Mieterverein Bochum erläutert in seiner aktuellen Pressemitteilung die Wichtigkeit eines Urteils des Amtsgerichts Bochum für Mieter, wenn diesen mit der Begründung einer „aufgelockerten Bebauung“ ein Mietaufschlag abverlangt wird: »Seit der aktuelle Bochumer Mietspiegel am 1. April 2021 in Kraft getreten ist, gibt es immer wieder mal Streit um die Frage: Was ist aufgelockerte Bebauung? Dafür sieht der Mietspiegel nämlich einen Zuschlag von 25 Cent pro qm Wohnfläche vor und definiert: „max. 3 Geschosse, Abstandsflächen zwischen den Häusern“. Wiederholt schon haben Wohnungsgesellschaften selbst in Siedlungen mit massiver Blockbebauung versucht, diesen Zuschlag zu nehmen. Jetzt gibt es ein erstes Urteil des Amtsgerichts Bochum dazu.
Theater Traumbaum bietet auch in dieser Woche im Rahmen des Frühjahrsprogramm ein Stück speziell für Schulen und schreibt dazu: »Beim Theater Traumbaum in der Lothringer Str. 36 c in Bochum Gerthe geht es am Sonntag, dem 13.03. ab 15.oo Uhr um Inklusion. Nein, es wird keine Rollstuhlrampe eingeweiht, das Theater ist seit Jahren barrierefrei.
In einem gemeinsamen Aufruf vom Theater Löwenherz, den Omas gegen Rechts und der quartiershalle in der Kofabrik wird für Mittwoch 17:45 Uhr zu einem gemeinsamen Innehalten aufgerufen: »Die Bilder, die Berichte und Ereignisse aus der Ukraine lassen uns nicht mehr los und brennen sich tief ein.
Die Stadtgestalter enthüllen auf ihrer Seite, dass die groß angekündigte Bürger:innenbeteiligung bei der Suche nach der besten Routenführung für den geplanten Radschnellweg RS1 offenbar durch eine parallele Planung der Verwaltung unterlaufen wurde. Dies jedenfalls ist das Ergebnis einer Akteneinsicht der Partei beim Tiefbauamt. Sie schreiben auf ihrer Seite: »Es zeigte sich, in der Verwaltung gab es zwei Trassenfindungsverfahren, ein offizielles und ein verwaltungsinternes.
Auf dem Programm des endstation.kino stehen in dieser Woche Filme, die ganz im Zeichen des 8.März stehen. Aus der Ankündigung des Kinos: »Fünf junge Frauen erzählen in The Case You – Ein Fall von vielen, der ab Do., 10.03. zum Bundesstart im endstation.kino läuft, ihre Geschichte. Sie alle haben vor mehreren Jahren an demselben Casting teilgenommen und wurden mit systematischen Übergriffen, zum Teil sexueller und gewaltsamer Natur konfrontiert.
Jena Samura (sie/keins) ist freie Bildungsreferentin und Journalistin. Ihre Schwerpunktthemen sind Koloniale Geschlechterkonstruktionen & Schwarzer Feminismus. In ihrem Vortrag wirft sie einen Blick auf das theoretische Konzept „Intersektionalität“ sowie die damit zusammenhängende Geschichte des Schwarzen Feminismus.
Die intersektionale Perspektive veranschaulicht, dass sich Formen der Unterdrückung und Benachteiligung auf Grund von Geschlecht, Rasse, Alter, Klasse, Ability oder Sexualität nicht einfach aneinanderreihen lassen, sondern in ihren Verschränkungen und Wechselwirkungen Bedeutung bekommen. Nach einem Input wird es Raum für Fragen und Diskussion geben. Der Zoom Link wird am Tag der Veranstaltung hier zu finden sein. (Veranstalter: Furore Bochum)
Jedes Jahr gehen Frauen am 08. März auf die Straße, um für Gleichberechtigung und gegen sexualisierte Gewalt zu demonstrieren. Offiziell ins Leben gerufen wurde der Internationale Frauentag 1910 auf der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen – dank des Einsatzes von Clara Zetkin und Käte Duncker. Seit 100 Jahren – seit 1921 – wird der Weltfrauentag, am 8. März begangen, um an den 8. März 1917 zu erinnern, an dem in Russland Frauentagsdemonstrationen den Auftakt zu einer massiven Streikwelle im ganzen Land gegeben hatten.
Unter den Nationalsozialisten wurde der internationale Frauentag verboten – stattdessen wurde der Muttertag zum Feiertag – und er wurde in der BRD erst im Zuge der Zweiten Frauenbewegung Ende der 1960er wiederentdeckt. Im Fokus standen bei den Demonstrationen der Protest gegen Gewalt an Frauen, gesellschaftliche Gleichberechtigung und Selbstbestimmung über den eigenen Körper, insbesondere in Bezug auf eine legale Abtreibung.
In letzter Zeit hat der 8. März als Frauenstreik- und Frauenkampftag sehr an Bedeutung gewonnen.
Das Polit-Cafè Azzoncao erinnert an den NATO-Krieg gegen Jugoslawien: »Schon 1999, anlässlich der NATO-Luftschläge im Kosovo-Krieg und der sich wandelnden Politik der SPD und Grünen unter dem Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer, hagelte es Kritik an den Wendehälsen der Grünen. (Von der SPD war man die Umfallpartie ja seit dem WK I gewöhnt.) Auch die Antifagruppe „die kleinen Strolche“ beteiligte sich an der anti-militaristischen Kritik. Eines ihrer Mitglieder führte die Friedensdemo vom 27. März 1999 vor das Grünen- und SPD-Büro, hielt bei den Grünen eine Rede und erhielt für Eierwürfe gegen die Fassade des Gebäudes eine Strafanzeige.
In dieser Woche wurde vor dem Schauspielhaus Bochum der neue Stolperstein für Dr. Hans Buxbaum verlegt – als Ersatz für den Stolperstein, der im Dez. 2021 mit einem Fehler in der Inschrift verlegt worden war. Die letzte Zeile des neuen Steines lautet nunmehr: „Flucht 1938 England“. Zum Beitrag vom 19.12.2021: „Erinnern an Hans Buxbaum“
Am Sonntag den 13. März zeigt das Endstation.Kino um 11 Uhr die neue Dokumentation »Goldene Morgenröte. Unser aller Angelegenheit« der griechischen Filmemacherin Angélique Kourounis. Vor fünf Jahren wurde ihr Film »Goldene Morgenröte. Eine persönliche Angelegenheit« vielfach ausgezeichnet. Nun aktualisiert und vervollkommnet sie mit dem neuen Film ihre Recherche und Dokumentation über die nazistische Partei aus Griechenland. Sie und ihr Assistent Thomas Iacobi werden am kommenden Sonntag anwesend sein und sich an der anschließenden Diskussion beteiligen.
Die Initiative Nordbahnhof Bochum lädt am Sonntag, den 13.03. um 11.00 Uhr und 13.30 Uhr zu szenischen Lesungen zum Nordbahnhof Bochum als Erinnerungsort an die Deportationen 1938 bis 1942: »Der Nordbahnhof Bochum ist einer der Orte, von denen Deportationen ausgingen. An diesem authentischen Ort geben wir in einer szenischen Lesung deportierten Menschen aus Bochum eine Stimme. Bei den gelesenen Texten handelt es sich um zeitgenössische Quellen und spätere Erinnerungen von Überlebenden. Der Bogen der Texte spannt sich von der sogenannten „Polen-Aktion“ Ende Oktober 1938, in deren Verlauf 17.000 polnische Jüdinnen und Juden aus dem Deutschen Reich nach Polen abgeschoben wurden, bis zu den drei großen Deportationen nach Riga, Zamość und Theresienstadt 1942.
Die Linksfraktion berichtet in ihrem Newsletter über die Ratssitzung am Donnerstag u. a. : »Der Erhalt des Freibades in Langendreer und des Hallen- und Freibades in Höntrop konnte auch nicht durch zwei sehr erfolgreiche Petitionen und Eingaben im Rat durch die Bürger:innen erreicht werden. Wir standen und stehen an der Seite der Menschen in den Bezirken und in ganz Bochum, die weiter für ihre Schwimmbäder kämpfen. SPD und Grüne sollten ihnen endlich zuhören.
Christina Seidenstücker (Foto) hat als Vertreterin der Bürgerinitiative zum Erhalt des Freibades in Langendreer auf der Ratssitzung am Donnerstag u. a. gesagt: »Die Bochumer Bürger*innen fühlen sich durch Ihre Ratsentscheidung im vergangenen November nicht informiert, nicht mitgenommen und in weiten Teilen sogar hintergangen. Sie sind empört darüber, dass Sie eine solch weitreichende Entscheidung während der Pandemiezeit ohne Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung in dieser Geschwindigkeit durch diesen Rat hier gedrückt haben. Sie fühlen sich hinters Licht geführt, denn immer noch verbreiten einige von Ihnen, alle Bäderstandorte würden erhalten bleiben. Diese Aussage ist eine Lüge: Ein geschlossenes Freibad ist ein verlorener Freibadstandort – da hilft auch keine Urbanblue- Färberei.« Die vollständige Rede im Wortlaut: