Am Donnerstag 15. April. – 12 -14 Uhr vor dem Knappschaftskrankenhaus, Bochum-Langendreer, In der Schornau 23-25 sammelt die „Volksinitative gesunde Krankenhäuser in NRW – für ALLE !“ Unterschriften, um im Landtag eine öffentliche Diskussion ihrer Ziele und Forderungen zu erreichen. Die Pressemitteilung hier im Wortlaut :
Nach der Wahl von Sahra Wagenknecht zur Spitzenkandidatin der Landesliste-NRW zur Bundestagswahl gibt es zahlreiche Reaktionen – siehe auch die Kommentare zu unserem Beitrag Sevim Dagdelen auf aussichtsreichem Listenplatz. Diese Wahl hat eine heftige innerparteiliche Diskussion ausgelöst – verstärkt noch durch das Bekanntwerden von Inhalten aus dem neuen Buch der Spitzenkandidatin. Ralf Feldmann, ehemaliges Ratsmitglied der Linken, bezeichnet die Wahl von Sahra Wagenknecht als Mühlstein am Hals der LINKEN. Zu seiner Stellungnahme
Übergabe von rund 200 Liter Olivenöl an die Bochumer Tafel, die von den Mitbesteller:innen gespendet wurden.
Am vergangenen Wochenende fand wieder die jährliche Ausgabe griechischen Olivenöls statt. Im fünften Jahr ihres Olivenölprojekts „Öl-Connection Ruhr“ zieht die Initiative Hellas-Solidarität Bochum eine positive Bilanz. Seit 2017 ist es den Mitgliedern der Initiative gelungen, insgesamt rund 20.000 Liter qualitativ hochwertiges Olivenöl nachhaltig vom Südpeloponnes nach Bochum zu bringen, davon in diesem Jahr rund 7.800 Liter. Mittlerweile bestellen bei der „Öl-Connection Ruhr“ mehr als 700 Bochumerinnen jährlich ihr Olivenöl, das von der Erzeugerkooperative „Messinis Gäa“ aus dem griechischen Dorf Daras kommt. Die Bauern erhalten von den Bochumerinnen das Doppelte vom üblichen Marktpreis, was sie in die Lage versetzt, faire Löhne zu zahlen und nachhaltig zu wirtschaften.
Die Integrationsagentur ZIVA – Zusammen für Integration und Vielfalt, gegen Antisemitismus der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen K.d.ö.R. lädt für den 20.5. 2021 , 17 Uhr .zur Autorinnenlesung ein. Aus der Pressemitteilung: »Bochum 1938: Liselotte, Leon, Minna und Hildegard sind eng befreundet. Nichts kann die Verknöpften, die mit Freundschafts-Armbändern verbunden sind, trennen. Doch in der Zeit vor dem Krieg ist nichts, wie es war. Von Woche zu Woche verändert sich das Leben von Liselotte und den anderen immer mehr. …Was Andrea Behnke, Autorin und Schriftstellerin aus Bochum, in ihrem Roman „Die Verknöpften“ geschrieben hat, ist eine berührende Geschichte für Kinder und Jugendliche. Doch nicht alles, was dort geschrieben steht, ist der Fantasie der Autorin entsprungen: Fräulein Hirschberg liegt ein reales Vorbild zugrunde, die Bochumer Lehrerin Else Hirsch. Und auch die Zeit des Nationalsozialismus mit seinem grassierenden Antisemitismus ist, so wissen wir es alle, wahr. Auch vor Bochum machte diese Zeit nicht Halt, sehr zum Leidwesen von fast 600 Bochumer Jüdinnen und Juden.
Die Linkspartei hat am Wochenende ihre Landesliste für die Bundestagswahl aufgestellt. Sevim Dagdelen wurde erneut auf Platz 3 gewählt. Christian Leye, der ehemalige Sprecher des Bochumer Kreisverbandes und jetzige Landesprecher Der Linken kandidierte für den Kreisverband Duisburg und kam auf Platz 6. Mehriban Özdogan, Bochumer Ratsmitglied der Linken erhielt Platz 17 und Felix Oekentorp, der sich für den Wahlkreis Bochum/Herne bewirbt, kam auf Platz 20. Die Bochumer Linke schreibt dazu: „Wir alle freuen uns sehr, dass Sevim Dadgelen als unsere Bundestagsabgeordnete und Direktkandidatin im Wahlkreis Bochum I erneut auf den aussichtsreichen Listenplatz 3 für die Bundestagswahl gewählt wurde. mehr…
Die Stadtgestalter schreiben: »Bis spätestens zum 31.12.20 sollte das “Zukunftskonzept“ für die Bochumer Schwimmbäder dem Stadtrat vorgelegt werden (Vorlage 10171235/1). So hatte es der Rat 2017 beschlossen. Nichts liegt vor. Die Bäder verrotten weiter. Die Zukunft der Bäder ist weiter ungewiss. Es darf spekuliert werden, welches Bochumer Bad muss wegen technischem Defekt als nächstes für immer schließen. Das fehlende Bäderkonzept in Bochum ist leider ein weiteres Beispiel dafür, dass sich die mit entsprechenden Aufgaben betrauten städtischen Ämter und Unternehmen immer wieder über eindeutige Vorgaben des Rates hinwegsetzen. Gleiches ist zuletzt beim Radverkehrskonzept und der Digitalisierung der Schulen geschehen.« Der vollständige Beitrag: Bochumer Bäder – Stadt steht vor Trümmerhaufen
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen Bochum findet am Freitag, den 16. April von 16.-20 Uhr ein interdisziplinärer Austausch im Rahmen einer kritischen Forschung im Bereich Humangeography mit Mina Mahmoudian. Es geht um das Thema: Was bedeutet ,Safe Space‘? und (wie) lässt sich ein ,Safe Space‘ erzeugen? In der Ankündigung heißt es: »Die Pandemie ist ein geeigneter Moment, um die Strukturen in Organisationen und der Arbeitswelt, in verschiedenen Räumen, Beziehungen und generell neu zu denken (oder auch zu überdenken). Wir haben jetzt die Zeit uns Strukturen bewusster anzuschauen, zu analysieren und vielleicht auch zu dekonstruieren und zu rekonstruieren.
Am Donnerstag, den 15. April findet vor dem Knappschafts-Krankenhaus in Langendreer zwischen 12 und 14 Uhr eine Informations- und Unterschriftensammel-Aktion der Volksinitiative „Gesunde Krankenhäuser in NRW für alle“ statt. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass die Arbeit der Krankenhäuser nicht weiter maßgeblich durch die Rendite-Erwartungen der Krankenhaus-Gesellschaften bestimmt werden. Die Gesundheitsversorgung soll an den Bedarfen der Patient*innen und an guter Qualität orientiert sein und daher wieder eine Aufgabe der Daseinsvorsorge werden.
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen Bochum lädt der Vulva*stammtisch Bochum am Sonntag, den 18. April um 17 Uhr ein per Zoom zu Input + Diskussion + kreativ werden zum Thema „(Un-)sichtbare Menstruation – bloody business and activism“: »Etwa 30 Prozent der Menstruierenden sind durch ausgeprägte Menstruationsbeschwerden in ihrem (Arbeits-)Alltag eingeschränkt. Auch beim Thema Menstruation zeigt sich – das Private ist politisch. Deshalb wollen wir uns in dieser Veranstaltung mit der Unsichtbarkeit der Menstruation im Kontext der Erwerbsarbeit beschäftigen. mehr…
Die GRÜNEN in der Bezirksvertretung Mitte erklären: »Der Appolonia-Pfaus-Park ist für viele Menschen eine grüne Oase inmitten der Bochumer Innenstadt. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie dient der Park vielen Bochumer*innen als Erholungsort.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu den aktuellen Entwicklungen um das Hallenfreibad Höntrop: »Erst ist Berthold Schmitt als Geschäftsführer der „WasserWelten Bochum GmbH“ mit seinen erst 2018 verkündeten Plänen für ein Fitness-Freizeitbad in Bochum-Werne und das als „Leuchtturmprojekt“ angekündigte neue Hallenfreibad in Wattenscheid-Höntrop gescheitert – nun musste er auch noch seinen Hut nehmen.
Während in Werne bereits der Neubau gestartet wurde, ist bis heute unklar, wie denn das Hallenfreibad im Höntroper Südpark zukünftig aussehen soll.
Bereits seit Jahren sind immer wieder Stimmen laut geworden, dass es hier an der notwendigen Information fehle.
Die Krise beim bezahlbaren Wohnraum spitzt sich weiter zu: Im Jahr 2020 ist die Zahl der mietpreisgebundenen Wohnungen in Bochum erneut um 241 Wohneinheiten gesunken. Darauf weist die Linksfraktion im Bochumer Rat hin. Insgesamt erreicht die Zahl der Sozialwohnungen damit einen neuen historischen Tiefststand von nur noch 12.472 Wohneinheiten. Im Jahr 2003 waren es noch fast 30.000. mehr…
Zur Kritik der CDU, dass die Stadtverwaltung auf Grund von Personalmangel keine Fördermittel für Infrastrukturmaßnahmen abgerufen habe, erklärt Martina Foltys-Banning, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Rat: „Auch, wenn Bochum in den letzten Jahren überproportional von Fördermitteln in der Verkehrsplanung profitiert hat, ist es in der Tat bedauerlich, dass die Verwaltung dieses Jahr keine Mittel zur Förderung der Radverkehrsinfrastruktur beantragt hat. Genauso bedauernswert ist es, dass das Personal hierfür fehlt. Qualifizierte Verkehrsplaner*innen findet man auf Grund des Fachkräftemangels auf dem Markt derzeit leider eher selten. Im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen haben wir daher festgehalten, dass in Bochum eine Infrastrukturgesellschaft gegründet werden soll, die die Möglichkeit hat, Verkehrsplaner*innen kurzfristig, bedarfsgerecht und übertariflich einzustellen. Meines Wissens arbeitet die Verwaltung derzeit fieberhaft an der Umsetzung des Vorhabens. Wir gehen daher davon aus, dass dem Rat ein Konzept zur Ausgestaltung und Gründung der Gesellschaft noch in diesem Jahr zur Beschlussfassung vorgelegt wird.“
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen Bochum lädt das Antifa-Café Bochum am Mittwoch, den 14. 4. um 19 Uhr zu einem Vortrag – per Zoom – von Jennifer Degner über „Antifeminismus in der Männerrechtsszene“ ein: »Emanzipatorische Bestrebungen sind seit jeher mit reaktionären Gegenbewegungen konfrontiert. So gab und gibt es seit Beginn der Frauenbewegung auch antifeministische Akteur*innen. Die Geschichte des organisierten Antifeminismus reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Antifeminismus ist damit ein modernes, wandelbares Phänomen mit diversen Akteur*innen, die vom rechten Rand bis zur bürgerlichen „Mitte“ der Gesellschaft zu verorten sind.
Das Bündnis Radwende Bochum schreibt: »Mit dem zunehmenden Radverkehr in Bochum nehmen die Konflikte zwischen Radler*innen und Fußgänger*innen zu. Zuletzt wurden dabei zwei Radfahrer*innen schwer verletzt. Fußgänger*innen beschweren sich zunehmend über Radfahrer*innen auf gemeinsamen Geh- und Radwegen oder reine Gehwegen. Diese hingegen fühlen sich auf Straßen unsicher und verdrängt. Sie werden zu eng überholt (1,50 Meter Mindestabstand müssen innerhalb geschlossener Ortschaften eingehalten werden, außerhalb sogar zwei Meter) oder von Autofahrer*innen gar geschnitten. Radstreifen sind häufig zugeparkt. Aus Sicht der Radwende lenken gegenseitige Vorwürfe von verschiedenen Verkehrsteilnehmer*innen aber von dem eigentlichen Problem ab. Die Wenigsten sind bewusst rücksichtslos. Das Problem sind nicht die Menschen sondern die mangelhafte Verkehrsinfrastruktur.
Die Rechtsschutzexpert:innen der IG BAU Bochum-Dortmund waren im vergangenen Jahr stark gefragt. Insgesamt 2.600 Mal kamen die Berater:innen nach Angaben der Gewerkschaft in der Region zum Einsatz. „Vom Verdienstausfall durch Kurzarbeit über fehlende Atemschutzmasken im Job bis hin zu Problemen bei der Kinderbetreuung – Corona hatte zahlreiche Rechtsstreitigkeiten auch in Bochum zur Folge“, so die Bezirksvorsitzende Gabriele Henter.
Der Fachschaftsrat Sozialwissenschaft der Ruhr-Uni lädt vom 26. bis zum 30. April zu einer „Kritischen Woche“ ein: »Inhaltlich wollen wir uns dieses Jahr auf Utopien und Gegenentwürfe beziehen. Welche emanzipatorischen Kämpfe gibt es aktuell – in Bochum und überall? Was wollen wir ändern und wie kommen wir zu dieser „besseren Gesellschaft“? Die gesamte KriWo steht dabei unter dem Motto ,,Utopia – how we gonna get there?!“ und soll eine kritische Perspektive auf gesellschaftliche Phänomene eröffnen.
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen Bochum lädt der Feministische Lesekreis Bochum zu einer Veranstaltung ein unter dem Titel »„Work like a feminist“ – Wie gehören Feminismus und Arbeit zusammen?«: »Wir verlagern unser geplantes Lesepicknick vor die Bildschirme! Wir freuen uns darauf mit euch am Sonntag, den 11. April um 19 Uhr über Feminismus und Arbeit zu sprechen. Dieses Mal haben wir kein spezielles Buch das im Fokus stehen soll, sondern wir wollen uns über unsere Erfahrungen in der Arbeitswelt austauschen und uns gegenseitig auch Bücher vorstellen. Bringt also gerne eure Erfahrungen, Ideen und Buchtipps mit! Ob Diskussionen über Gender Pay Gap, Sexismus am Arbeitsplatz, Emanzipation in der Arbeitswelt, Karrierepläne oder Vereinbarkeit von Kindern und Beruf – wir freuen uns auf den Austausch mit euch!
In Bochum waren im März insgesamt 258.899 Fahrzeuge aller Klassen gemeldet. Das sind 924 mehr als im Februar und 7.174 mehr als im März 2020. Der PKW-Bestand stieg im letzten Monat um 692 auf insgesamt 208.247. Die Zahl der zugelassenen PKW stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5.020 . Außerdem sind 8.309 E-Hybrid-Fahrzeuge in Bochum gemeldet, 940 mehr als im Vormonat und 5.895 mehr als im März 2020. Die Zahl der Elektrofahrzeuge erhöhte sich im März um 126 auf 2.038 Im März 2020 waren es 1.006. Pressemitteilungen der Stadt vom 07.04.2020 und 06.04.2021 Und hier die Zusammenfassung in einer tabellarischen Darstellung:
Die Gruppe „Medizinstudierende in sozialer Verantwortung“ kündigt folgende Veranstaltungsreihe an :
„Wir möchten euch sehr herzlich einladen, an unserer Veranstaltungsreihe „Gesundheit und Geschlechtervielfalt“ teilzunehmen. Im April und Mai werden an insgesamt drei Abenden verschiedene Vorträge rund um Geschlecht und Geschlechtsidentität stattfinden.
Wer interessiert ist, kann teilnehmen – ob ihr nur zuhören wollt, oder im Anschluss an die Vorträge auch mitdiskutieren, bleibt euch überlassen.
Das atelier automatique – getragen durch die Gemeinschaft zur Förderung und Vernetzung der freien Künste Bochums e.V. – hat ein „magazine automatique“ herausgebracht und schreibt dazu auf seiner Webseite: »Mitten in die feministischen Aktionswochen im März 2020 fiel der erste Lockdown aufgrund der damals für viele noch schwer greifbaren Covid19-Pandemie. Das liegt inzwischen fast ein Jahr zurück. Was ist da passiert, zwischen März und März? Was hat sich getan, verschoben, als wichtig erwiesen?
Ich habe 1964 mit einer Gruppe der Naturfreunde zum ersten mal an einem Ostermarsch teilgenommen. Die Abschlusskundgebung vor dem historischen Rathaus in Bielefeld war riesig, wurde vom damaligen Oberbürgermeister unterstützt und die Redner:innen durften vom Rathausbalkon sprechen. Besonders beeindruckt hat mich eine Delegation von Ureinwohnern aus den USA, die von ihrem Leid durch Uranabbau und die oberirdischen Atombombentests berichteten. Sie wurden ihres Landes beraubt, mussten aufgrund ihrer prekären Verhältnisse in den Uranminen arbeiten und wurden durch den Fallout der Bombentests noch zusätzlich belastet. Durch radioaktive Strahlung indizierte Krankheiten und Todesfälle nahmen dramatisch zu, ihr Land und ihr Wasser wurden für Jahrtausende verseucht.
»Schon einmal hat man dem deutschen Volk den Vorwurf gemacht, geschwiegen zu haben, wo mutige Worte und Taten notwendig waren. In den Konzentrationslagern – wie Bergen-Belsen – kamen Millionen Menschen ums Leben. Bei Fortsetzung der Versuchsexplosionen und der atomaren Aufrüstung aber drohen der gesamten Menschheit Vernichtung.« So beginnt der Aufruf zum ersten deutschen Ostermarsch der Atomwaffengegner, der vor 61 Jahren in Norddeutschland zum Raketenübungsplatz bei Bergen-Belsen führte. Ich war damals dabei und Mitveranstalter.
Die sonntägliche Ostermarsch-Etappe fand in diesem Jahr wieder – wie üblich – per Fahrrad statt und führte von Essen über Gelsenkirchen, Wattenscheid und Herne nach Bochum. Das Bochumer Friedensplenum hatte die abschließende Kundgebung auf dem Dr.-Ruer-Platz unter das Motto gestellt „Menschheitsbedrohungen entgegentreten“. Pandemie bedingt hatten die Organisator:innen darum gebeten, dass sich das Publikum weitgehend auf die Teilnehmer:innen der Raddemo beschränken und die Veranstaltung von anderen Interessierten nach Möglichkeit per Internet verfolgt werden solle. Leere Stühle mit Botschaften von Abwesenden vermittelten dieses Konzept. Das erwies sich als sinnvoll, da sich erheblich mehr Menschen an der Radtour beteiligt hatten, als erwartet.
Am 1.April stellte die Stadt in einer Pressemitteilung das 1.AkteursForum als gelungene Veranstaltung vor. Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung ist die Bilanz dagegen, dass es zu einer echten Beteiligung noch ein langer Weg ist. Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt für das Netzwerk: »Ausgerechnet mit Pressemitteilung vom 01. April 2021 feiert das „Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation“ das am 29.03.2021 abgehaltene „1. AkteursForum für Stadtentwicklung“ als eine neue Form der Bürgerbeteiligung, das gerade in Corona-Zeiten als Zeichen wichtig sei. Dieses Beteiligungsformat ist kein April-Scherz – hat aber eine längere Vorgeschichte.
In einem Interview erinnert Heiko Koch an die Ermordung von Thomas „Schmuddel“ Schulz (Foto) und an die Entwicklung des Gedenkens an die die Tat. In der Einleitung heißt es: »Am 28. März 2005 wurde der 31 jährige Punk, Familienvater und Antifaschist Thomas „Schmuddel“ Schulz von einem Nazi-Skinhead in Dortmund erstochen. Bis heute wird Schmuddel nicht offiziell als Opfer einer rechten Gewalttat anerkannt und eine Gedenkplakette am Tatort der U-Bahn-Station Kampstraße wird dem Mordopfer von der Stadt Dortmund verweigert.
Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hat am 29. März das 1. Akteursforum Bürgerbeteiligung stattgefunden. Im vorigen Jahr zwischen dem Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung und dem städtischen Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation verabredet, war das Akteursforum wegen Corona mehrfach verschoben worden und fand jetzt online statt. Sein Zweck ist die Konzeption einer Bürgerbeteiligung in Bochum, die über das, was beispielsweise bei Bebauungsplanverfahren vorgeschrieben ist, hinausgeht.
Die Veranstaltungen des Ostermarsches in Duisburg, Bochum und Dortmund werden auf facebook live übertragen. Der Zugang ist möglich, ohne bei facebook registriert zu sein. Das Bochumer Friedensplenum überträgt die sonntägliche Schlussetappe zusätzlich ab 16 Uhr auf youtube: Der youtube-Kanal. (Funktioniert leider nicht, aber über facebook)
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen Bochum lädt das atelier automatique am 10. April zu einem Workshop zum Thema „Ich erbe was, was du nicht erbst“ mit Eva Busch ein: »Was wir (nicht) erben ist ein Ausdruck unseres Eingebunden Seins in soziale, familiäre Sturkturen. Erbschaft, so wie sie heute gesetzlich geregelt wird, ist einer der wichtigsten Faktoren für die Aufrecherhaltung sozialer Ungleichheit in Deutschland. Gleichzeitig scheint das Thema schier unbesprechbar – eine emotional aufgeladene, vermeintliche Privatsache, ein Tabuthema, im besten Fall ein Konfliktfeld.