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Freitag 11.09.20, 08:30 Uhr
Initiativen-Unterstützung bis zur Kommunalwahl:

Netzwerk am Samstag in Bochum-Gerthe

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu der Aktion des Netzwerks am 12.09.2020 in Bochum-Gerthe: »Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung beendet seine bis zur Kommunalwahl geplanten Aktionen zur Unterstützung von Initiativen vor Ort in ihren Forderungen nach mehr Bürgerbeteiligung am kommenden Samstag, den 12.09. in Bochum-Gerthe auf dem Gerther Markt. Dort gibt es von 10.00 bis 12.00 Uhr Informationen durch Flyer, Redebeiträge und Interviews mit der dortigen Initiative „Gerthe-West – so nicht!“ mehr…


Donnerstag 10.09.20, 22:00 Uhr
Redebeitrag auf der Demonstration "Evakuierung Jetzt!"

Hans Hudde, Amnesty International

Seit Jahren leben Tausende geflüchtete Menschen in den überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln. Das nun abgebrannte Lager Moria ist zum Sinnbild dieses Grauens geworden. Doch das Feuer war keine unvorhersehbare Katastrophe, sondern eine erwartbare Folge politischer Entscheidungen.

Amnesty International fordert seit Jahren – gemeinsam mit vielen anderen Organisationen – die griechische Regierung und besonders die Europäische Union dazu auf, die menschenunwürdigen Zustände in den Flüchtlingslagern an den Außengrenzen der EU zu beenden. Die Antwort darauf war stets der Verweis auf die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Lösung.

So richtig eine europäische Lösung in der Theorie ist, so klar ist jedoch seit Jahren, dass diese Lösung an der Blockadehaltung verschiedener EU-Staaten scheitert. Das Warten auf eine Lösung war schon vor dem Brand unzumutbar: wo Kinder sich selbst verletzten und Suizid begehen wollen; wo Frauen lieber mit Windeln schlafen als nachts eine Vergewaltigung auf dem Weg zur Toilette zu riskieren; wo angesichts einer weltweiten Pandemie die katastrophalen hygienischen Zustände nicht verbessert werden sondern mit weiterer Abschottung reagiert wird – da kann offensichtlich von einer menschenwürdigen Unterbringung nicht die Rede sein.

Jetzt, wo 13.000 Menschen nach den verheerenden Bränden auf der Straße sitzen und selbst das Zeltdach über dem Kopf verloren haben, gilt umso mehr, dass wir eine schnelle und pragmatische Lösung brauchen. Die Betroffenen müssen ohne weiteres Zögern in Sicherheit gebracht werden.

Amnesty International fordert daher die sofortige Evakuierung der geflüchteten Menschen, zunächst auf das griechische Festland und anschließend eine Umverteilung in andere europäische Staaten. Eine angemessene Unterbringung mit Zugang zu medizinischer Versorgung muss sichergestellt werden, ebenso der Zugang zu einem fairen Asylverfahren.

Moria ist das Symbol einer gescheiterten europäischen Asylpolitik. Die gute Nachricht ist, dass viele Städte und Bundesländer weiter sind als die Bundesregierung und die EU. Bochum ist eine von 174 Städten in Deutschland, die sich zum Sicheren Hafen erklärt hat und freiwillig zusätzlich Geflüchtete aufnehmen will. Und NRW hat angekündigt, 1000 Menschen aus Moria aufnehmen zu wollen. Das sind wichtige erste Schritte.

Um die Schande Europas zu beenden ist jedoch mehr nötig: die konsequente Orientierung europäischer Flüchtlingspolitik an den Menschenrechten. Wir stehen heute hier, um die Beendigung der akuten Notlage der Menschen aus Moria zu fordern. Doch solange die EU Grenzen schützt statt Menschen; solange Push-Backs auf den Fluchtrouten über das Mittelmeer und auf dem Landweg Alltag sind; solange der Zugang zum Asylverfahren nur über lebensgefährliche Fluchtwege erreichbar ist; solange die EU mit diktatorischen Regimen kooperiert; solange Geflüchtete menschenunwürdige Unterkünfte statt eines fairen Asylverfahrens zu erwarten haben – solange werden wir wieder hier stehen, um den Friedensnobelpreisträger EU an seine völkerrechtlichen Verpflichtungen zu erinnern. Danke an die Seebrücke und alle, die sich mit uns für diese Ziele einsetzen!


Donnerstag 10.09.20, 22:00 Uhr
Redebeitrag auf der Demonstration "Evakuierung Jetzt!"

Rolf van Raden, Treffpunkt Asyl

Wir sind traurig und wütend wegen der Zustände an den EU-Außengrenzen, und in den Lagern zum Beispiel auf den griechischen Inseln und in Libyen. Wir sind traurig und wütend wegen der Untätigkeit der europäischen Politik, die zigtausendfache Menschenrechtsverletzungen sehenden Auges akzeptiert. Wir sind traurig und wütend, weil wir seit Monaten vor einer Katastrophe in Moria gewarnt haben, alle Warnungen aber immer wieder ignoriert worden sind.

Jetzt stehen wir vor dem Bochumer Rathaus. Und da muss ich sagen: Ich bin auch traurig und wütend wegen der uneindeutigen Signale der Stadt Bochum angesichts des Infernos in Moria.

Zum Vergleich möchte ich die Reaktionen ein paar anderer Städte zitieren: Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte: „Um Himmels Willen, mitten in Europa. Gemeinsam mit vielen anderen Kommunen in Europa stehen wir bereit, die Menschen aufzunehmen. Wann, wenn nicht jetzt.“ Der Oberbürgermeister der Stadt Hamm, gar nicht weit weg von hier, erklärt: Hamm sei vorbereitet und verfüge über genügend Kapazitäten, um Betroffene aufzunehmen. Er bietet immerhin ganz konkret 200 Plätze an. Hamm, eine Stadt mit CDU-Oberbürgermeister, weniger als halb so groß wie Bochum. Würzburg, Osnabrück, Mannheim, Bremen, Potsdam, Göttingen, Wuppertal, und so weiter, und so weiter. Aus vielen Rathäusern in dieser Republik gibt es ganz direkte Angebote, häufig mit konkreten Zahlen, die den Druck auf die Bundesregierung weiter erhöhen, und die auf ganz schnelle Lösungen drängen. Und was ist aus diesem Rathaus hier hinter uns zu hören?

Vorhin hat Oberbürgermeister Thomas Eiskirch immerhin auf Twitter erklärt: „Bochum ist und bleibt sicherer Hafen.“ Hört sich gut an. Sein Sprecher hat sich gegenüber Radio Bochum allerdings etwas ausführlicher geäußert: Dass Bochum sich zum „sicheren Hafen“ erklärt habe, „bedeute aber im Umkehrschluss nicht, dass schon morgen die ersten Flüchtlinge aus dem abgebrannten griechischen Flüchtlingslager Moria zu uns kommen dürften. Noch sei es zu früh, dazu etwas Konkretes zu sagen“, lässt sich da der Bochumer Stadtsprecher zitieren.

Und es geht noch schlimmer weiter. So erklärte der Stadtsprecher laut Radio Bochum weiter: Die Betroffenen aus dem abgebrannten Lager müssten „ein ganz normales Asylverfahren durchlaufen und erst wenn sie dabei als Flüchtlinge anerkannt werden, würden sie bundesweit verteilt. Wenn tatsächlich tausend Flüchtlinge nach NRW kommen sollten – wie von Ministerpräsident Armin Laschet angekündigt – würden nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel 20 von ihnen langfristig zu uns nach Bochum kommen.“ Zitat Ende.

Jetzt ist es zu früh, langfristig vielleicht irgendwann mal 20 Menschen – da kann ich die Stadt Bochum nur fragen: Ist das wirklich euer Ernst?! Wenn die Stadt Bochum in Sachen Schutz von Menschenrechten dermaßen weit selbst hinter einige CSU-regierte Städte im tiefsten Bayern zurückfallen sollte, wäre das unerträglich! Sollte dieses Statement tatsächlich ernst gemeint sein, dann ist dies das Totalversagen der Bochumer Stadtführung in Sachen Menschlichkeit! Ja, auch deswegen bin ich traurig und wütend, nicht nur über die Zustände an den EU-Außengrenzen.

Aber ich freue mich, dass wir hier heute so viele Leute sind, um Druck dafür zu machen, dass die Stadt Bochum die heute von ihrem Sprecher verkündete Position revidiert. Und gemeinsam erinnern wir an den Ratsbeschluss zum sicheren Hafen, für den in Bochum viele tausend Menschen auf die Straße gehen mussten – bis die politische Mehrheit in diesem Rathaus endlich bereit war, einen entsprechenden Beschluss zu treffen. In dem Beschluss heißt es ganz eindeutig: Der Rat stellt fest, dass die Stadt Bochum bereit ist, geflüchtete Menschen zusätzlich zur Verteilquote aufzunehmen.

Zusätzlich zur Verteilquote! Den heute im Radio verkündeten Rollback der Stadt Bochum, nur auf die Verteilquote zu verweisen, über die dann vielleicht langfristig irgendwann mal 20 Menschen nach Bochum kommen können – diesen Rollback werden wir nicht hinnehmen!

Wir erinnern auch daran, dass die Stadt Bochum bei dieser Verteilquote nach wie vor einen Rabatt von 1.000 Menschen in Anspruch nimmt. Ja, richtig: Bochum bekommt immer noch 1.000 virtuelle Geflüchtete auf den Königsteiner Schlüssel angerechnet – und zwar alleine dafür, dass das Land NRW mit der Ansiedlung der zentralen Registrierungsstelle LEA in Bochum auch noch Arbeitsplätze in unserer Stadt geschaffen hat.

1.000 Geflüchtete muss Bochum also im Rahmen dieses Verteilschlüssels weniger aufnehmen als viele vergleichbare Städte. Das sind genau so viele, wie Ministerpräsident Armin Laschet jetzt großzügig angeboten hat, in ganz NRW aufzunehmen. Und dann meint ein Stadtsprecher, ausgerechnet auf diesen tollen Verteilschlüssel verweisen zu müssen?! Liebe Stadt Bochum, das geht so nicht!

Wir wissen auch, dass wir nicht alleine sind, und dass es selbst in diesem Rathaus hier hinter uns Leute gibt, die das genauso sehen wie wir. Darum fordern wir die Stadt Bochum auf, dieses Statement ihres Sprechers zurückzunehmen und sich ohne Wenn und Aber zu den Menschenrechten und zu zusätzlicher kommunaler Aufnahme zu bekennen! Und wir sagen: Das Angebot muss mit ganz konkreten, verlässlichen Zahlen unterfüttert sein, die sofort gelten, und nicht nur irgendwie abstrakt.

Dafür sind wir hier, dafür machen wir gemeinsam Druck – damit wir uns für unsere Stadt nicht mehr schämen müssen. Toll, dass ihr alle da seid! In diesem Sinne, wir müssen es immer noch laut und deutlich sagen: Bochum zum sicheren Hafen! Vielen Dank!


Donnerstag 10.09.20, 22:00 Uhr

Update:

Evakuierung jetzt!

Als sich zu Beginn der heutigen Demonstration 1400 Teilnehmer*innen am Ende der Huestraße vor dem Hauptbahnhof knubbelten, waren die Organisator*innen der Aktion überrascht und die Polizei völlig überfordert. Als es zu eng auf dem Platz wurde und Teilnehmer*innen auf den gesperrten Fahrstreifen auswichen, ließ die Polizei sie zurückdrängen. Zu Beginn der Kundgebung hatte sie noch wert darauf gelegt, dass die Anwesenden ermahnt wurden, genügend Abstand zu halten. Während der Demonstration wuchs die Teilnehmerzahl auf 2200. Als der Demozug von der Brüderstraße aus durch das Bermudadreick zog und über Viktoriastraße und Kerkweg in die Kortumstraße bog, war das Ende des Demozuges in der Brüderstraße noch nicht zu sehen. mehr…


Donnerstag 10.09.20, 15:01 Uhr

DGB-Forderungen zur Kommunalwahl 2

Der DGB Bochum erklärt: »Bochum steht vor großen Herausforderungen: die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise, der Fachkräftemangel und zunehmende Digitalisierung haben bereits deutliche Auswirkungen auf unsere Lebens- und Arbeitswelt. Die Herausforderungen müssen wir sozial, ökologisch und fair gestalten und gleichzeitig das friedliche und respektvolle Miteinander der Menschen nicht vergessen. Für uns steht bei allen Veränderungsprozessen der Mensch im Mittelpunkt. Solidarität und Zusammenhalt muss unser Motor für den Wandel sein. mehr…


Mittwoch 09.09.20, 17:22 Uhr
Das Geflüchtetenlager Moria auf der Insel Lesbos ist abgebrannt

Demonstration am Donnerstag, 10. 9.. 18 Uhr am Hauptbahnhof 1

Die Bochumer Seebrücke ruft zur Demonstration auf: »Das Geflüchtetenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist heute Nacht abgebrannt. Wir sind wütend und fordern die sofortige Evakuierung aller Lager! Die katastrophale Situation in Moria ist seit langem bekannt: In dem Lager, das ursprünglich für 3.000 Personen ausgelegt ist, lebten bis gestern Abend mehr als 13.000 Menschen. In Zeiten der Corona-Pandemie mussten Tausende in Zelten oder im Freien schlafen, es gab nicht genügend sanitäre Anlagen, für Nahrung mussten die Menschen oft stundenlang anstehen. Abstand halten, sich vor dem Virus schützen, war in dieser Situation nicht möglich. Gleichzeitig haben sich in den vergangenen Jahren über 170 Städte und Kommunen allein in Deutschland zum sicheren Hafen erklärt. Sie sind bereit, jetzt sofort Menschen aufzunehmen. Vor wenigen Wochen starteten Berlin und Thüringen eigene Landesaufnahmeprogramme. All diese Initiativen werden vom Innenminister Horst Seehofer blockiert. Das ist eine Schande! mehr…


Mittwoch 09.09.20, 16:38 Uhr

Linke fordert Nahverkehr ohne Ticket-Preise

Am Freitag, den 11. September informiert die Bochumer Linke über ihre Pläne für Bus und Bahn. Um für einen besseren und zugänglicheren Nahverkehr zu werben, baut die Partei von 15 bis 18 Uhr an der Ecke Huestraße/ Bongardstraße einen großen aufblasbaren Bus auf. „Im Vergleich zu vielen anderen Großstadt-Regionen ist der Nahverkehr im Ruhrgebiet besonders teuer“, ärgert sich Horst Hohmeier, Fraktionsvorsitzender der Linken für den Bochumer Rat. „Die hohen Ticketpreise im VRR sind sozial ausgrenzend und ein echter Bremsklotz für die Verkehrswende. Wir wollen das Angebot so weiterentwickeln, dass sich alle unabhängig vom Geldbeutel leisten können, mit Bus und Bahn mobil zu sein.“ mehr…


Mittwoch 09.09.20, 16:29 Uhr

AfD und NPD für GEW Bochum nicht wählbar

Die GEW Bochum ist Teil des Bündnisses „RATHAUS NAZIFREI – Keine Stimme für AfD & NPD“. Der Vorstand, vertreten durch Ulrich Kriegesmann, erklärt warum:„Wir, die GEW, setzen uns für eine bestmögliche Erziehung und Bildung aller Menschen, ungeachtet ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft ein. Wir kritisieren daher aufs Schärfste die rechtskonservative, nationalistische und rückwärts gewandte Bildungs- und Gesellschaftspolitik der AfD.“ mehr…


Dienstag 08.09.20, 21:01 Uhr

Klimanotstandsbrief 1

Das Bochumer Klimaschutzbündnis hat an die acht Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Bochum einen offenen Brief geschrieben, der u.a. drei Wahlprüfsteine enthält: »Mit großem Interesse verfolgen wir Ihren Wettbewerb um das Amt des Oberbürgermeisters unserer Stadt. Dies tun wir in dem Bewusstsein, dass in die kommende fünfjährige Amtsperiode wesentliche Weichenstellungen fallen müssen, wenn unsere Stadt bei Klimaschutz, Klimaanpassung und Klimagerechtigkeit den ihr zufallenden Beitrag leisten soll. Denn nach wie vor gilt: globales Denken erfordert lokales Handeln! Unserer Zivilisation bleiben nur noch wenige Jahre, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen und die daraus resultierenden Schäden zu begrenzen. In unserer Stadt wird mit wesentlich mehr Hitzetagen, Nächten ohne wesentliche Abkühlung, anhaltender Trockenheit sowie punktuellen Starkregenereignissen zu rechnen sein. mehr…


Dienstag 08.09.20, 18:09 Uhr

Demo: Keine Nazis in den Stadtrat

Die Antifaschistische Aktion Bochum ruft am Samstag, den 12. 9. um 18 Uhr zu einer Demo am Kurt Schumacherplatz (Hbf) auf: »Der Wahlkampf für die Kommunalwahlen am 13.09 ist in vollem Gange. Auch in Bochum finden sich dabei vermehrt Plakate und Wahlkampfveranstaltungen der extremen Rechten wie der AfD und NPD. Seit einigen Wochen findet sich jeden Samstag die AfD in der Bochumer Innenstadt ein und versucht ihr rückschrittiges Weltbild unter die Menschen zu bringen. Das Wahlprogramm der AfD-Fraktion in Bochum versucht sich vor allem bürgerlich-konservativ zu geben und legt einen Fokus auf Kritik der aktuellen Rot-Grünen Koalition. mehr…


Montag 07.09.20, 19:41 Uhr
Initiativen in Süd-West rücken enger zusammen

Zum Schluss gab es fast noch rote Rosen

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu der Netzwerk-Aktion am vergangenen Samstag (05.09.2020) in Bochum-Linden: »Die Unterstützungs-Tour des Netzwerks für bürgernahe Stadtentwicklung zu den Initiativen vor Ort hat eine Woche vor der Kommunalwahl nochmals richtig Fahrt aufgenommen. Der gemeinsame Auftritt mit der Initiative „Hinter der Kiste“ am vergangenen Samstag (05.09.2020) in Bochum-Linden kann als weitere gelungene Aktion zur Unterstützung von Bochumer Initiativen in ihren Forderungen nach mehr Bürgerbeteiligung vermerkt werden. mehr…


Montag 07.09.20, 19:16 Uhr
Rechte Positionen bei den Kommunalwahlen 2020

„Politik für den kleinen Mann?“

Am Mittwoch, den 9. 9. um 19 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr) lädt das offene Antifacafé im Sozialen Zentrum zu  einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein mit dem Titel: »“Politik für den kleinen Mann?“ Rechte Positionen bei den Kommunalwahlen 2020«: »Am 13. September werden in NRW die Ämter auf kommunaler und städtischer Ebene gewählt. Gerade die Kommunalpolitik hat im Ruhrgebiet eine große Bedeutung, sind die Städte doch von Nothaushalten und Umstrukturierungsmaßnahmen betroffen. Die AfD und andere rechte Parteien sehen in dieser Wahl eine Chance, sich lokal besser zu verankern. mehr…


Mittwoch 02.09.20, 21:48 Uhr
Informationsveranstaltung zur Wahl des Integrationsausschuss

Bochumer Listen laden gemeinsam ein

Im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen am 13. September werden auch die zukünftigen Mitglieder des Integrationsausschuss der Stadt Bochum gewählt. Dieses Jahr treten 6 Listen bei den Wahlen an. Neben den Parteilisten der SPD, CDU Forum Integration, Grüne Liste Vielfalt, FDP treten zwei weitere Listen an: die Internationale Liste und die Freiheitliche Kurden und Humanisten. Am Samstag den 05.09.2020 um 15:00 Uhr stellen sich die Kandidat*innen der Listen auf einer gemeinsamen Veranstaltung am KAP (Bermuda Dreieck) vor. Jede Liste erhält maximal 15 Minuten Zeit, um sich zu präsentieren. An den Infotischen der Listen gibt es außerdem reichlich Möglichkeit, sich zu informieren und zu diskutieren. mehr…


Dienstag 01.09.20, 18:04 Uhr
Rede von Christoph Nitsch, stellv. ertretender Vorsitzender des Kuratorium Stelen der Erinnerung am 31. 8. 2020:

Gedenken an Betti Hartmann

Liebe Wattenscheider und Bochumer Bürgerinnen und Bürger,
werte Anwesende, liebe Freundinnen und Freunde,

wir erinnern heute an Betti Hartmann, die jüngste Wattenscheider Jüdin, die von den deutschen Faschisten in Auschwitz ermordet wurde. Betti Hartmann wurde nur 15 Jahre alt. Wir gedenken ihrer stellvertretend für die sechs Millionen Jüdinnen und Juden, die Opfern des mörderischen Antisemitismusses wurden. Doch unser Gedenken ist nicht nur auf die Vergangenheit gerichtet. Die Opfer des Holocausts sind für uns ein Auftrag, zu den heutigen Geschehnissen nicht zu schweigen. Bertolt Brecht schrieb im Epilog seines Theaterstückes „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ folgende Worte: mehr…


Montag 31.08.20, 09:09 Uhr
Redebeitrag bei der Menschenkette der Omas gegen Rechts am 29. 8. 2020

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Susanne Wycisk:

Wir, die GEW, setzen uns ein für eine bestmögliche Erziehung und Bildung aller Menschen, ungeachtet ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft. Wir kritisieren daher aufs Schärfste die rechtskonservative, nationalistische und rückwärts gewandte Bildungs- und Gesellschaftspolitik der AFD.

Das rechtskonservative Familienideal des letzten Jahrhunderts wird aus Angst vor vermeintlicher„Überfremdung“ oder „Umvolkung“ zur Generierung zahlreichen deutschen Nachwuchses wiederbelebt. Frauen werden, da Kleinkinder unter 3 Jahren nicht in KITAs „fremdbetreut“ werden sollen, auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter reduziert. Ohne freie persönliche Entfaltung und gleichberechtigte Teilhabe werden sie als Geschlecht diskriminiert und ins soziale Abseits gedrängt.

Die Familienerfahrung aber vieler Kinder und Jugendlicher heute ist fern vom „schützenden Hort“ eher von Geldsorgen, Trennung und Gewalt geprägt, so dass sie häufig in patch-work-Familien oder mit Alleinerziehenden aufwachsen.

Die Politik der AFD ist nationalistisch..

Kinder mit Zuwanderungsgeschichte werden nicht als Bereicherung für unsere Gesellschaft gesehen und entsprechend gefördert. Sie werden diskriminiert und wenn möglich abgeschoben (siehe die Abschiebeinitiative der AFD Bochum 2020*). Asylsuchende und Migranten mit nicht ausreichenden Deutschkenntnissen sollen in getrennten Vorbereitungsklassen separiert werden, „um nicht die Bildungschancen leistungsstarker (deutscher) Schüler (in Regelklassen) zu minimieren“ (Kommunalwahlprogramm, S. 24).

Nein, nicht Kinder und Jugendliche sind das Problem! Im Gegenteil: Sie bereichern das Schulklima! Das Problem ist die völlig unzureichende personelle und sachliche Ausstattung von Schulen zur Verbesserung des Lernerfolgs aller!

Rückwärts gewandt und elitär ist das Bildungsideal der AFD.

Sie fordert den Ausbau des nach Abschlüssen gegliederten Schulsystems. Die vermehrte Leistungsorientierung bei Ausgrenzung der Schwächeren soll im 9jährigen Gymnasium den Wert des Abiturs steigern. Spätestens die PISA-Studien haben aber im OECD-Vergleich das Gegenteil bewiesen! Die viel zu frühe Differenzierung der Schüler*Innen sei für das vergleichsweise schlechte Abschneiden des deutschen Bildungssystems mitverantwortlich.

Die von der AFD so verächtlich genannte „nivellierende Einheitsschule“ ist dagegen seit langem in Ländern wie Finnland, Schweden und Canada ein Erfolgsmodell.

Wir Gewerkschafter*innen stehen deshalb für ein durchlässiges und soziales Schulsystem, das alle Kinder und Jugendlichen individuell bestmöglich fördert.

Das „Recht des Stärkeren“ in einer leistungsorientierten Paukschule, die auf Auslese setzt und auf nationalistischer Grundlage ausgrenzt, ist dagegen menschverachtend!

*sowie Antrag der AFD-Fraktion im Landtag: Frau Gabriele Walger-Demolsky zum sog. Missbrauch der EU Freizügigkeit vom 18.8.2020. 


Montag 31.08.20, 08:58 Uhr
Redebeitrag bei der Menschenkette der Omas gegen Rechts am 29. 8. 2020

Bochumer Kinder- und Jugendring

Rolf Geers:

Ich bin Rolf Geers vom Kinder- und Jugendring und ich möchte Euch und Ihnen liebe Grüße vom Vorstand des Jugendrings bestellen. Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Menschen und Organisationen im Kommunalwahlkampf in Bochum engagieren und gemeinsam verhindern wollen, dass die AfD und die NPD im neuen Rat und in den Bezirksvertretungen Mandate erringen.

Unser ganz besonderer Dank gilt dem DGB und dem Bochumer Bündnis gegen Rechts, die die Kampagne „Rathaus Nazifrei – keine Stimmen für AfD und NPD“ iniiert haben und den Omas gegen Rechts, die die heutige Aktion organisieren und so ein wichtiges Zeichen vor den Kommunalwahlen setzen.

Die Jugendverbände und der Jugendring befassen sich schon lange mit der AfD und haben nach dem Einzug der AfD in den Rat und in verschiedenen Bezirksvertretungen im Juni 2014 eine Resolution beschlossen. Diese Resolution gilt uneingeschränkt noch heute.

Ich zitiere:

„Die Delegierten der Mitgliedsverbände des Kinder- und Jugendrings bedauern sehr, dass Rechtspopulisten und Rechtsextreme bei den Kommunalwahlen 2014 Mandate im Bochumer Rat und in verschiedenen Bezirksvertretungen errungen haben. Es ist kein gutes Zeichen für unsere Demokratie, dass Rassisten erneut eine Bühne für ihre menschenfeindliche Politik in unserer Stadt gefunden haben.

Die Jugendverbände, die Jugendinitiativen und der Kinder- und Jugendring stehen für Vielfalt, Toleranz und für ein friedliches Miteinander. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln bringen ihre Erfahrungen und ihre Identitäten ein und arbeiten und leben zusammen. Siebzehn Migrantenjugendvereine sind im Jugendring organisiert und auch bei den Angeboten der anderen Verbände und Initiativen sind zahlreiche Migrantenkinder und -jugendliche beteiligt.

Die Jugendverbände, die Jugendinitiativen und der Kinder- und Jugendring werden ihre antirassistische Arbeit ausweiten, sich auch künftig an Protesten gegen öffentliche Auftritte von Rassisten beteiligen und sie schließen jede Zusammenarbeit mit Rechtsextremisten und Rechtspopulisten aus.“ Soweit unser Resolutionstext von 2014.

Die AfD war und sie ist eine rassistische Partei. Wer daran irgendwelche Zweifel hat, der oder die soll sich doch bitte an das Malbuch erinnern, das von der Landtagsfraktion der AfD NRW im Februar 2020 herausgegeben wurde. Schlimmer, peinlicher und entlarvender geht es eigentlich nicht.

Wir wollen, dass Bochum eine bunte, weltoffene und solidarische Stadt bleibt und deshalb müssen wir die rechtsextremen Parteien noch viel stärker bekämpfen und ihre menschenfeindliche und rassistische Haltung deutlich machen. Wir dürfen diesen Parteien keine Bühne für ihre Hetze geben und wir wollen sie nicht in unseren Räten und Bezirksvertretungen sitzen haben. Dies ist die wichtigste Herausforderung für die Kommunalwahlen am 13. September. Bitte geht wählen und stärkt die demokratischen Parteien! – Vielen Dank für Eure / Ihre Aufmerksamkeit!


Sonntag 30.08.20, 20:40 Uhr
Redebeitrag bei der Menschenkette der Omas gegen Rechts am 29. 8. 2020

Bochumer Friedensplenum

Sigrid Schößler:

Der Zusammenhang von Faschismus und Krieg ist in der deutschen Geschichte offensichtlich.
Ohne rechte, militaristische und rassistische Hetze hätte Deutschland nicht zwei Weltkriege führen können, hätte nicht die Bevölkerung hinter sich gehabt, hätte nicht die Soldaten zum Morden und Zerstören gebracht.

Aus dieser historischen Erfahrung ruft der DGB unter dem Motto „Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus“ zum Antikriegstag am 1. September, also Dienstag, auf.

Gemeinsam haben DGB und Friedensplenum eine Veranstaltung mit Andreas Zumach zur heutigen Militarisierung und Hochrüstung als Weltmacht organisiert. Sie findet am Vorabend des Antikriegstages, am Montag, 31. August um 19 Uhr im Jahrhunderthaus, Alleestr. 80 statt.

Es sind nicht die Rechten, die
-die Umwelt vergiften
-Flüchtende im Meer ertrinken lassen
-Sozialabbau betreiben
-ärmere Länder im Elend versinken lassen
-Waffen in Kriegsgebiete exportieren, von Hochrüstung profitieren und Kriege vorbereiten.

Aber
es ist das rechte „Denken“
-das Klimaveränderungen leugnet
-Flüchtende zurückweist und bedroht
-Armut und Hilfsbedürftigkeit zur Privatsache erklärt
das auf Stärke, Überlegenheit und Gewalt setzt,
das eine Stimmung gegen die Vernunft und gegen die Suche nach Ursachen und Lösungen schafft.

Rechte Parteien bereiten diese Stimmungen vor und verbreiten sie.

Unsere Aufgabe als Oma und Enkel, als… ist es,

gegen rechte Stimmungsmache und Hetze auf der einen Seite

und

gegen die Durchsetzung von kühl und smart vorgetragenen Profitinteressen auf der anderen Seite

eine friedliche, menschliche und solidarische Welt zu entwickeln.


Sonntag 30.08.20, 20:34 Uhr
Redebeitrag bei der Menschenkette der Omas gegen Rechts am 29. 8. 2020

VVN – BdA

Wolfgang Dominik:

Liebe Omas, Opas, Kinder und Enkel*innen!

„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen.

Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein.“

Diese Sätze stammen aus dem Ahlener Programm 1947 der CDU

Wer wie die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) solche Sätze heute sagt, verliert in diesem Land die Gemeinnützigkeit und wird dadurch mundtot gemacht. Der VVN passiert das gerade, der Bayrische Verfassungsschutz nennt offensichtlich die Sätze der CDU linksextremistisch. Ich bin Mitglied der VVN-BdA.

Die Mütter und Väter der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes schworen, nicht eher zu ruhen, bis die Wurzeln des Faschismus beseitigt worden sind.

Hier auf diesem Platz erinnern gleich mehrfach Namen und Stelen an die von Rechts ermordeten jüdischen Bochumer*innen. Gleich da hinter der heutigen Toreinfahrt stand die ehemalige, Synagoge, die schon 1938 von den Nazis abgebrannt worden ist. Nebenan ist der Platz zum Gedenken an den von rechts, also von Faschisten ermordeten sozialdemokratischen Gewerkschaftsvorsitzenden Fritz Husemann.

In der Bundesrepublik fand sehr schnell eine strukturelle Restauration statt, d.h., dass bald wieder in allen Ämtern der Regierung, Ministerien, Gerichten, Militär, Schulen, Geheimdiensten, Polizei, Medien und vor allem der kapitalistischen Großindustrie Faschisten in führenden Positionen saßen, jetzt nicht mehr als Faschisten, sondern vor allem als christliche oder freie Demokraten. Faschismus kommt aus der Mitte der Gesellschaft, nicht von ihren Rändern.

Viele Opas und Omas kämpfen gegen rechts, seit sie politisch denken können. Wir hoffen, dass ganz viele Kinder und Enkel*innen sich uns anschließen, damit es nicht wieder in Bochum einen von Nazis in den Tod getriebenen Dr. Ruer und ermordete jüdische Bochumer*innen oder eine abgebrannte Synagoge oder heute von den neuen Nazis besonders diskriminierten, verachteten oder gar ermordeten Migrant*innen gibt!

Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das damals kroch! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!


Sonntag 30.08.20, 20:22 Uhr
Begrüßung bei der Menschenkette der Omas gegen Rechts am 29. 8. 2020

Omas gegen Rechts

Anette Wichmann:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

wir OMAS GEGEN RECHTS stehen heute hier, weil wir zeigen wollen, dass auch wir – als ältere Menschen – uns nicht auf dem Sofa ausruhen, zuschauen und die anderen machen lassen.
Alt sein heißt nicht stumm sein!
Wir wollen mitreden!
Wir wollen mithelfen dafür zu sorgen,
• dass unsere Stadt vielfältig, offen und bunt bleibt,
• dass Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz in Bochum finden,
• dass Hass, Hetze und Menschenverachtung aus unserem Alltag verschwinden,
• dass rechtsextremistisches Gedankengut nicht verbreitet wird,
• dass AfD und NPD in Bochum keine Stimme bekommen,
• dass unser Rathaus nazifrei wird!

Unsere Eltern und Großeltern haben die Nazizeit und die Gräuel des Faschismus erlebt. Sie haben zum Teil ihr Leben lang ihre Traumata mit sich herumgetragen und selten oder schwer darüber reden können. Viele von ihnen waren so verzweifelt, dass sie sich das Leben genommen haben – wie Dr. Otto Ruer, nach dem der Platz benannt wurde, auf dem wir heute stehen. Wir – ihre Kinder und Enkel – wissen heute nur zu gut, wohin rechte und rassistische Ideologien führen können!

Deshalb wollen wir uns einsetzen für eine Gesellschaft, eine Stadt, in der es
• keinen Platz gibt für Intoleranz, Ausgrenzung und Diskriminierung,
• keinen Platz für rechte Bürgerwehren, die Schutzzonen für „deutsche Bürger“ errichten wollen, wie wir es auf NPD-Plakaten lesen können,
• keinen Platz für Mitglieder der AfD, die die Nazizeit als Vogelschiss bezeichnen, den Holocaust verleugnen und für heute zur Teilnahme an der Querdenker-Demo gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin aufgerufen haben,
• keinen Platz für Leute, die unter Meinungsfreiheit nur das verstehen, was in ihre eigene Vorstellungswelt passt und alle anderen als linksversiffte Gutmenschen bezeichnen.

Deshalb erheben wir OMAS GEGEN RECHTS heute unsere Stimme und mahnen:
für eine Gesellschaft, die geprägt ist von Werten wie
• Toleranz, Solidarität, Freiheit, Demokratie,
• Offenheit, Respekt und Vielfalt

Wir wollen in unserer Stadt eine bunte, pluralistische Gesellschaft ohne Hass und Ausgrenzung, ohne Rassismus.

Deshalb unterstützen wir die Kampagne „Rathaus nazifrei“ – keine Stimme für AfD und NPD!

Wenn auch ihr diese Forderung unterstützt, reiht euch in unsere Kette ein! Und – geht am 13.9. wählen! Danke!


Sonntag 30.08.20, 20:04 Uhr
Redebeitrag bei der Menschenkette der Omas gegen Rechts am 29. 8. 2020

Internationaler Kulturverein Dahlhausen

Hans Batteux:

Liebe Anwesende,

liebe Omas gegen Rechts, auch wir finden eure Veranstaltung hier und heute ausgesprochen gut.

Ich komme vom Internationalen Kulturverein Dahlhausen, dem früheren Stadtteilladen Regenbogen.

Wir gehören zu den Bochumer Initiativen, die seit vielen Jahren mit interkultureller Arbeit versuchen, das Zusammenleben in den Stadtteilen zu bereichern und solidarische Ansätze zu verbessern.

Wir sind heute hier, um gegen das Erstarken faschistischer Positionen und Organisationen zu demonstrieren, weil wir wissen, wie gefährlich diese Einflüsse gerade im Stadtteil sind, wo jeder jeden kennt und Angst und Unsicherheit sich schnell einstellen können, wenn die Rechten unter dem Deckmantel von Bürgernähe und Bürgerwehr beginnen, sich einzumischen.

Am 13.9. müssen wir verhindern, dass das Rathaus in Bochum und anderswo immer mehr zur Bühne für die Rechtfertigung rassistischer und antisemitischer Anschläge, Übergriffe und Positionen wird.

Das Erreichen von Sitzen im Stadtrat führt im kommunalen Kontext dazu, dass kritische Initiativen immer wieder durch falsche Darstellungen und Intrigen der Rechten im Rat diskreditiert und behindert werden. Betroffen sind dann alle, die gegenwärtige Herausforderungen wie z. B. die Flüchtlingsarbeit der letzten Jahre mit Solidarität statt mit Ausgrenzung und Rassismus beantworten.

Deshalb :

KEINE NAZIS IN BOCHUM UND ANDERSWO !


Dienstag 25.08.20, 09:54 Uhr

Patricio Guzmán: Der Perlmuttknopf

EL BOTON DE NACAR (ein Film von Patricio Guzman) | im kult.kino Basel

Am Freitag, den 28.08. zeigt das endstation.kino zusammen mit der Initiative Cabildo Chile Ruhr Patricio Guzmáns Dokumentarfilm Der Perlmuttknopf. Vor dem Film gibt es eine Einführung. Jeder Ozean erzählt eine Geschichte, die mehrere Jahrmillionen in die Vergangenheit zurückgeht. So sagt man, dass die Weltmeere sämtliche Stimmen der Erde und sogar die aus dem Weltraum absorbieren.

mehr…

Montag 24.08.20, 18:45 Uhr

Seebrücke Bochum – Sichere Häfen

Am Donnerstag, den 27. August findet um 19:00 Uhr im Luther Lab, Alte Bahnhofstraße 166, im Begleitprogramm der Ausstellung „Retten statt Reden – zivile Seenotrettung an Europas Grenzen“ eine Veranstaltung mit der Seebrücke Bochum zum Thema „Sichere Häfen“ statt. Schwerpunktthema wird die Aktion „#WirHabenPlatz – auch in Bochum“ der bundesweiten Seebrücke sein. Schon viel zu lange sitzen über 40.000 Menschen in überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln fest, unter ihnen über 4.000 unbegleitete Kinder und Jugendliche. Die Lebensbedingungen dort sind unmenschlich. Bochum hat die Infrastruktur und viele engagierte Menschen, um unbegleitete minderjährige Geflüchtete aufzunehmen! Was können wir tun, wie könnten wir Bundestags- und Landtagsabgeordnete zum Handeln auffordern, um besonders schutzbedürftigen Menschen in Bochum Platz zu bieten?


Montag 24.08.20, 18:35 Uhr

Dokumentarfilm „Flucht nach Europa – Lesbos am Limit“

Am Dienstag, den 25. August wird um 19:00 Uhr im Naturfreundezentrum, Alte Bahnhofstraße 175, im Begleitprogramm der Ausstellung „Retten statt Reden – zivile Seenotrettung an Europas Grenzen“ der Dokumentarfilm „Flucht nach Europa – Lesbos am Limit“ gezeigt. Nur ein paar Kilometer von der türkischen Küste entfernt symbolisiert die griechische Insel Lesbos für viele Menschen auf der Flucht das Tor ins „Paradies“ Europa. Noch immer landen täglich Boote mit Geflüchteten vor allem aus Syrien, Irak und Afghanistan an den Küsten. Doch wer hier ankommt sitzt monate- bis jahrelang auf der Insel fest. Nix da, Paradies. „Welcome to Prison“ steht auf der Wand des Flüchtlingscamps Moria, einem Hotspot der für 3000 Menschen ausgelegt war und in dem aktuell rund 12000 Menschen unter den unwürdigsten Bedingungen leben. Seit dem EU-Türkei-Deal, seit Einführung sogenannter Hotspots, seitdem die Balkanroute dicht ist und auf der Flucht von Libyen oder Marokko über das Mittelmeer tausende Menschen ertrinken, platzt die griechische Insel aus allen Nähten. 12.000 Geflüchtete auf 85.000 Einwohner*innen. Wie leben die Menschen hier miteinander? Was läuft falsch an den Außengrenzen Europas? Und warum passiert nichts?


Montag 24.08.20, 17:34 Uhr
Hinweise auf regelkonformes Verhalten im Straßenverkehr

Aktionstag „Radfahren für Alle“ 1

Das Radwende-Bündnis startet am Donnerstag, den 27. 8. – also noch vor der Großdemo am Samstag- eine Aktion „Radfahren für Alle“ und schreibt: »Radfahrende sind in Bochum nicht nur wegen der mangelnden Infrastruktur gefährdet. Vielen Autofahrenden sind manche Regeln nicht bekannt. Daher rufen wir zu einem Aktionstag auf, bewusst alle Regelungen der StVO einzuhalten und Verstöße anonymisiert in Sozialen Medien unter dem Hashtag #RadfahrenfürAlle2708 zu posten.
Anna ist auf ihrem Fahrrad unterwegs. Sie fährt über einen Radweg, der neben einer viel befahrenen Straße verläuft. Im Sekundentakt wird sie von Autos überholt, auch mal etwas enger, schließlich ist der Radweg nicht besonders breit. Als sie um eine Kurve fährt, muss sie plötzlich bremsen: Ein Auto ist auf dem Radweg geparkt. Zwangsläufig muss sie auf die Straße ausweichen. Sie wartet auf eine Lücke im Verkehr, die sich erst nach mehreren Minuten auftut. Endlich kann sie sich zwischen die Fahrzeuge auf der Straße einfädeln und an dem auf dem Radweg parkenden Auto vorbei fahren. mehr…


Montag 24.08.20, 08:24 Uhr

Menschenkette gegen Rechts

Ein sichtbares Zeichen gegen rechte Parteien im Rathaus wollen die Omas gegen Rechts anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahl setzen und schreiben: »Eine Reihe engagierter Mitglieder der überparteilichen Initiative wird am Samstag, den 29.08. auf dem Dr.-Ruer-Platz den Grundstock einer symbolischen Spirale gegen rechts bilden und möchte damit Jung und Alt zum Mitmachen und Verstärken auffordern. Bewusst wurde der Beginn der Aktion auf 5 vor 12 Uhr gelegt, um die Dringlichkeit des Aufrufs zu unterstreichen. mehr…


Sonntag 23.08.20, 19:28 Uhr

Über die Lebensrealität von schwarzen Menschen in Deutschland

Am  Mittwoch, den 26.08. ab 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) lädt das offene Antifa-Café im Sozialen Zentrum zu einem Informations- und Diskussionsabend über die Lebensrealität von schwarzen Menschen in Deutschland ein: »Nach der Ermordung des Teenagers Trayvon Martin begann die Black Lives Matter Bewegung, initial in den sozialen Medien. Nach weiteren Morden u.a. an Michael Brown und Eric Garner wurde diese Bewegung zunehmend auf die Strasse getragen.Seit dem grausamen Tod von George Floyd, der minutiös durch Handyaufnahmen mitgeschnitten wurde, kam es zu massenhaften Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt nicht nur in den USA.
Doch das Problem Rassismus ist uralt. Schwarze Menschen in Deutschland beklagen seit Jahren systematische Herabsetzung, Entwürdigung und Diskriminierung – doch fand die schwarze Community kaum Gehör. Politiker*innen werden nicht müde, zu betonen, dass die Verhältnisse in den USA sich nicht auf Deutschland übertragen lassen, dass es hier doch alles nicht so schlimm sei. Innenminister Seehofer überraschte mit der Behauptung, eine Studie zu Racial Profiling in der Polizei sei nicht nötig, da es ja schließlich verboten sei.

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Freitag 21.08.20, 08:05 Uhr

Netzwerk unterstützt Initiativen vor Ort – Auftakt Samstag in Bochum-Weitmar.

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu der Aktion des Netzwerks am 22.08.2020 in Bochum-Weitmar: »Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung wird bis zur Kommunalwahl am 13.09.2020 Initiativen vor Ort besuchen, um sie in ihren Forderungen nach mehr Bürgerbeteiligung zu unterstützen. Die Auftaktveranstaltung findet am 22.08.2020 in Bochum-Weitmar im Bereich Markstraße/ Kemnader Straße/Karl-Friedrich-Straße/ Heinrich-König-Straße statt. Auf Wahlprüfsteinfragen des Netzwerks haben die angefragten Parteien sämtlich zugesichert, sich nach der Kommunalwahl im neu zusammengesetzten Rat für mehr Bürgerbeteiligung einzusetzen. Näheres. Mit der Aktion am Samstag sollen die Ergebnisse dieser Umfrage verbreitet werden. Gemeinsam mit der „Bürgergemeinschaft Bochum-Weitmar-Stiepel“ soll zudem an Wohnungsbau-Beispielen vor Ort dargestellt werden, wie dringend Bochum auf echte Bürgerbeteiligung angewiesen ist. mehr…


Freitag 21.08.20, 08:00 Uhr

Soziale Liste in Gerthe

Am Samstag, den 22. 8 führt die Soziale Liste Bochum einen Infostand auf dem Marktplatz Gerthe ab 10.00 Uhr durch. Im Mittelpunkt steht die geplante Ansiedlung einer Bodenabfallanlage in Gerthe. Es werden Unterschriften gegen das Projekt gesammelt. Auch Gäste der Bürgerinitiative aus Castrop-Merklinde werden erwartet. Es werden auch Kandidaten*innen zur Kommunalwahl anwesend sein.


Donnerstag 20.08.20, 07:48 Uhr
Wie Abschreckung auch funktioniert:

Ankerzentren: Isolation und keine Integration von schutzsuchenden Flüchtlingen

Am Montag, den 24. August findet um 19:00 Uhr im Naturfreundezentrum, Alte Bahnhofstraße 175,  im Begleitprogramm der Ausstellung „Retten statt Reden – zivile Seenotrettung an Europas Grenzen eine Veranstaltung zum Thema Ankerzentren statt. In der Einladung heißt es: »Den wenigsten Bürger*innen dieses Landes dürfte, außer dem Namen, bekannt sein, was Ankerzentren sind. Auch über die Art und Weise, wie Menschen dort von den deutschen Behörden behandelt werden, soll offensichtlich nichts in die Öffentlichkeit gelangen.Wir wollen darüber aufklären. Die Ankerzentren heißen heute in NRW „Zentrale Unterbringungseinrichtungen“ (ZUE). Dass es um weit mehr als Unterbringung geht, wollen wir auch anhand einer Power Point Präsentation darstellen. Diese Einrichtungen dienen vor allem der Abschreckung und repräsentieren heute ein Stück der „Haut-bloß-bald-wieder-ab-Kultur“. Diese Unkultur ist längst Realität und wird immer weiter verschärft durch die Gesetze der GroKo.
Vortrag und Gespräch mit Jürgen Wolff und Wolfgang Dominik von VVN-BdA Bochum und Netzwerk Flüchtlinge Bochum Laer.«


Mittwoch 19.08.20, 16:08 Uhr

DGB Bochum unterstützt die nrw-weite Aktionswoche gegen Rechts

Vom 17.-22. August findet in NRW die ver.di Aktionswoche gegen Rechts statt. „Wir wollen im Vorfeld der Kommunalwahlen ein Zeichen gegen Rassismus und rechte Ideologien setzen. Der Slogan der Aktionswoche lautet „Nazis raus aus Parlamenten und Betrieben“, so Bettina Gantenberg, Gewerkschaftssekretärin ver.di Mittleres Ruhrgebiet und Vorsitzende DGB Bochum. „Wir treten für eine starke Demokratie in den Parlamenten und Betrieben ein. Unsere Werte gründen sich auf Solidarität und Respekt; unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, Alter und Hautfarbe. Deshalb stellen wir uns Nationalismus, Rechtspopulismus und Antisemitismus entschieden entgegen!“
„Die ver.di Aktion wollen wir nutzen, um in Bochum auf unsere Kampagne „Rathaus nazifrei – keine Stimme für AfD und NPD“ aufmerksam zu machen, die mittlerweile von knapp 60 Organisationen unterstützt wird“, erklärt Stefan Marx, Geschäftsführer des DGB Ruhr-Mark. „Morgen werden wir gemeinsam mit Vertreter*innen der DGB Gewerkschaften in der Zeit von 11:00 bis 12:00 Uhr auf dem Rathaus-Platz Materialien der Kampagne verteilen.“