In einer gemeinsamen Veranstaltung von Amnesty International, der VHS, der Stadtbücherei, des Fritz Bauer Forums und des Kinder- und Jugendrings steht die Ungleichbehandlung von Geflüchteten im Mittelpunkt. Die Pressemitteilung des Kinder- und Jugendrings dazu: »Am 10. Dezember ist der Internationale Tag der Menschenrechte. Aus diesem Anlass laden Amnesty International, die VHS, die Stadtbücherei, das Fritz Bauer Forum und der Kinder- und Jugendring am Freitag, 09. Dezember 2022 um 18.00 Uhr im Q1 (Halbachstraße 1, 44793 Bochum) zur Veranstaltung „Menschen. Rechte. Gleiche Rechte? – Ankommen in Bochum“ ein.
Am Freitag, den 9.12. lädt Furore Bochum in der Oval Office Bar zu einem Soli-Tresen anlässlich der revolutionären Bestrebungen im Iran ein: »Der Erlös des Abends geht an Jin Jiyan Azadi NRW. Los geht’s um 20 Uhr, all gender welcome. Um 20:30 Uhr gibt es einen (kurzen) Input von Jin Jiyan Azadi NRW zur aktuellen Situation in Iran und einer Vorstellung ihrer Arbeit. Ebenfalls wird es die Jin Jiyan Azadi Soli T-Shirts sowie special Drinks zu kaufen geben. Auf die Ohren gibt ab 22:30 Uhr vom DJ-Duo @taubenschisz. Bitte testet euch, bevor ihr kommt. Wir freuen uns auf euch!« Die Oval Office Bar befindet sich im Schauspielhaus.
Sonntag 04.12.22, 20:48 Uhr
Update: Klima schützen und soziale Gerechtigkeit herstellen!
Mehr als 100 – vor allem jüngere – Menschen sind am Samstag dem Aufruf der Initiative „Genug ist Genug“ gefolgt und haben gegen die aktuelle Regierungspolitik demonstriert. „Unser Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher Nationalität, Religion und Herkunft zusammenzuführen, um gemeinsam für eine solidarische und gerechte Gesellschaft zu streiten,“ wurde gleich zu Beginn der Auftaktkundgebung klar gemacht und eine klare Abgrenzung gegen Rechts vorgenommen: „Sozialer Protest muss antifaschistisch, ökologisch, international und integrierend sein.“ Der vollständige Redebeitrag. Ein Vertreter von Fridays for Future erläuterte, wie eng soziale Krise und Klimakrise verknüpft sind. „Wir müssen aufhören, das Ende des Monats gegen das Ende des Jahrzehnts auszuspielen. Wir brauchen systemische Veränderungen, die das Klima schützen und soziale Gerechtigkeit herstellen“, lautete die Forderung. Der vollständige Redebeitrag.
Wir demonstrieren heute hier, weil wir von der Regierung angemessene Antworten auf alle sozialen Krisen einfordern. Und die größte soziale Krise ist die Klimakrise. Die Ungleichheit beim CO2-Ausstoß zwischen globalem Norden und den am meisten betroffenen Menschen und Regionen (kurz MAPA) ist enorm. Ebenso gigantisch ist die Ungleichheit beim CO2-Ausstoß zwischen den Reichen und der Normalbevölkerung. Ich weiß, dass sich viele Menschen aktuell keinen klimafreundlichen Konsum leisten können. Aber genau das ist das Problem. Das umweltfreundliche Verhalten muss günstiger und einfacher sein als das umweltschädliche Verhalten. Zudem sind es insbesondere Superreiche, die einen sehr hohen CO2-Ausstoß haben. Es kann daher keine freiwillige Entscheidung sein, ob Menschen – und insbesondere Reiche – die Umwelt schützen oder zerstören möchten. Wir müssen aufhören, das Ende des Monats gegen das Ende des Jahrzehnts auszuspielen. Wir brauchen systemische Veränderungen, die das Klima schützen und soziale Gerechtigkeit herstellen.
Ich begrüße alle Anwesenden im Namen der Bochumer Attac Gruppe. Liebe Bochumer:innen!! Die finanzielle Situation vieler Menschen wird unhaltbar. Die Regierungsmaßnahmen helfen sicher einigen, aber die, die ein niedriges Einkommen haben, bekommen zu wenig und die Reichen bekommen zu viel. Ich muss schon sagen: Es empört mich, dass meine Steuergelder dazu verwandt werden, irgendwelchen Gutverdienenden die Beheizung ihrer Schwimmbäder zu ermöglichen.Nicht nur das weitere Ansteigen der Armut ist Folge dieser Politik, sondern auch das weitere Ansteigen der Co2-Emissionen –und das in einer Zeit, in der sie dramatisch gesenkt werden müssten.
Jedes fünfte Kind ist, laut dem Deutschen Kinderhilfswerk, von Armut betroffen [1]. Das bedeutet für Bochum: Von den 47.000 Schüler*innen unserer Stadt sind 9.400 arm. Armut heißt: 9.400 Schüler*innen können sich nicht ausreichend ernähren, weil ihnen die Mittel dazu fehlen. Der Warenkorb bei Hartz IV neuerdings Bürgergeld ist unzureichend bemessen und auch andere Unterstützungsleistungen drohen auszufallen. Die Tafel in Bochum und vielen anderen Städten nehmen gegenwärtig niemanden mehr auf. Den Kindern und Jugendlichen droht Mangelernährung mit Folgen wie Wachstumsverzögerung und einer eingeschränkten kognitiven Entwicklung [2]. Ernährungsarmut wirkt sich unmittelbar auf die Bildungschancen aus, ohne ausreichende und gesunde Ernährung kann niemand entspannt lernen.
„Herzlich willkommen ihr lieben Menschen zur ersten Demo von Genug ist Genug Bochum. Wir freuen uns sehr, dass ihr so zahlreich erschienen seid und möchten gleich auf die Straße, um laut gegen die katastrophale Politik der Ampel Koalition zu sein. Neben unseren 6 Forderungen ist es uns ebenso wichtig, uns ganz klar von rechts zu distanzieren. Sozialer Protest muss antifaschistisch, ökologisch, international und integrierend sein. Und genau das ist die heutige Demo der AfD-Faschos in Essen nicht. Unser Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher Nationalität, Religion und Herkunft zusammenzuführen, um gemeinsam für eine solidarische und gerechte Gesellschaft zu streiten. Ebenso distanzieren wir uns von stalinistischen Sekten, wie zum Beispiel der MLPD, die in Vergangenheit öfters negativ aufgefallen sind.
35 Jahre sind im menschlichen Leben keine kurze Zeit – und uns verbindet eine immerhin 35-jährige Freundschaft. Wenn ich mich zu erinnern versuche an diese 35 Jahre, so erinnere ich mich an Dich als einen ruhigen, aber bestimmten Mann, an Deine wachen Augen und Dein immer interessiertes Lächeln. Ich erinnere mich an Deine alte Hinterhof-Butze in der Wittener Südstr. – urig klein und vollgestellt mit Büchern und mit Schallplatten.
Am kommenden Samstag, dem 10.12.22 lädt der Dyke* March Ruhr ab 17.00 Uhr zur einzigen Pride Parade Deutschlands im Dezember ein. Treffpunkt ist der Europaplatz am Deutschen Bergbaumuseum. Die Route führt über den Bochumer Weihnachtsmarkt. Im Anschluss findet ein weihnachtliches Get-Together in der Rosa Strippe mit Glühwein, Waffeln und Snacks statt.
Die Naturfreunde in Langendreer rufen zu Spenden auf zugunsten von Bedürftigen, die keine Ware von der Tafel oder sonstige Unterstützung bekommen: »Bereits in den letzten Jahren hatten die NaturFreunde Bochum-Langendreer mit ihrer Sammelaktion z.B. für die Bochumer Tafel und die Flüchtlinge im Wiebuschweg großen Erfolg. Einen Tag lang baten wir die Kundinnen und Kunden vor einem großen Supermarkt, ein Teil mehr zu kaufen und nach dem Einkauf zu spenden. Der Erfolg war enorm, denn meist blieb es nicht dabei. Die Idee dazu hatte unsere Natur-Freunde Jugendgruppe, die auch die neue Sammelaktion am Samstag, den 10.12.2022 organisiert.
Der Bochumer Kinder- und Jugendring die GEMI Jugend und die Ronak-Jugend Bochum als neue Mitglieder aufgenommen und schreibt: »Die GEMI Jugend ist eine multikulturelle Jugendinitiative, die Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit internationaler Familiengeschichte in Wattenscheid organisiert. Inhaltliche Schwerpunkte des Vereins sind die Stärkung der Demokratie, die Bekämpfung von Rassismus und die Förderung von gesundem Aufwachsen. Die Ronak-Jugend ist von kurdischen Geflüchteten aus Syrien gegründet worden und fördert die Integration von Kindern und Jugendlichen.
Im Schauspielhaus Bochum läuft zur Zeit die Inszenierung von „Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat“ nach dem Buch von Hervé Guilbert. Dazu schreibt das Theater:
Die Stadt Bochum hat 200 Tagestickets für den ÖPNV auf Bochumer Stadtgebite an bodo e. V. übergeben, damit sie in der Advents- und Weihnachtszeit an Obdachlose verteil werden. Die Obdachlosenzeitschrift freut sich über die Sprende, wünscht sich aber noch mehr.
Mit „Les Gardiennes“ widmet das Kunstmuseum Bochum dem Schaffen von Leonor Fini eine Ausstellung mit Performanceprogramm. Zeitgleich eröffnet im Seitenflügel des Museums mit „Schwanenmarkt 1 – Expanded“ eine temporäre Dependance des Bochumer Labors für Kunst und Recherche. Am Samstag, den 3. Dezember, um 19 Uhr feiern beide Ausstellungen gemeinsam Eröffnung. Matthias Schamp kündigt dazu an: »Davor gibt es ein Krach-Konzert um 18 Uhr am Schwanenmarkt 1 (ungefähr 5 Fußminuten vom Museum entfernt). Das Konzert bildet zugleich den Auftakt von 100 Jahre Höllenlärm in Bochum, womit an den Komponisten Erwin Schulhoff erinnert werden soll.
Eine Weile hat man von der Gruppe SozMed nichts gehört. Nun will sie am 7.12. einen Neuanfang starten und teil dazu mit: »Wir sind eine von Medizinstudierenden gegründete Hochschulgruppe, die sich für ein solidarisches, respektvolles und diskriminierungsfreies Gesundheitswesen einsetzt und sehen uns als Teil des bundesweiten Netzwerks Kritische Medizin und der IPPNW.
Bei der Bochumer Singaktion „SING FOR YOUR SISTERS“, die in Solidarität mit den Frauen im Iran stattfand, wurde ein Video mitgeschnitten. Die Organisatorinnen berichten, dass dieses nun online zur Verfügung steht. Sie schreiben zu der Aktion: »Zivilgesellschaftliches Engagement wird immer wichtiger, wenn weltweit Menschen für ihre Freiheit kämpfen und der politische Wille zum Hinsehen und Handeln zu schwach erscheint. Darum organisierten zwei Frauen aus Eigeninitiative eine Singaktion für die Frauen im Iran, um ein Signal an die Politik, aber vor allem eine Botschaft an die Menschen dort zu senden: Wir schauen hin!
In einer gemeinsamen Presserklärung des Bochumer Bündnisses und Bochum gegen Rechts wird die folgende Veranstaltung angekündigt: „Solidarität statt Hass“ Rechte Mobilisierungen. Aktuelle Erscheinungsformen und Entwicklungen. Referent: Mark Haarfeldt, am 8. Dezember, 19:00 Uhr, im Jahrhunderthaus Bochum. »Die Anzahl von rechten Demonstrationen hat wieder zugenommen. Fast immer vorne mit dabei ist die AfD, die gemeinsam mit anderen rechten Gruppierungen versucht, unter Parolen wie „Preisexplosionen Stoppen! Für Frieden, Freiheit und Wohlstand“ eine Querfront von rechts außen bis links außen zu inszenieren.
Zum Inhalt der Dezember-Ausgabe von bodo schreibt die Redaktion: »Geschichten vom Lesen, von der Rückkehr in eine eigene Wohnung, von Weihnachten: Elke Heidenreich, Annika Büsing, Mik Bäcker, Atze Schröder und Till Hoheneder im Interview. Mihai erzählt vom ersten Weihnachten nach der Obdachlosigkeit, bodo-Verkäufer Wolfgang baut Krippen. Achim Backhaus hat Alternativen zum Plantagen-Weihnachtsbaum und gibt Experten-Tipps. 16 Seiten zusätzlich: Wie Obdachlosigkeit endet. Das Straßenmagazin im Dezember: 2,50 Euro ‑ nur auf der Straße. Die neue bodo erscheint am 1. Dezember.
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