Archiv für den Monat: Mai 2026


Donnerstag 07.05.26, 18:44 Uhr
BoKlima

Balkon-PV

Mieter können mit einer Balkonsolaranlage einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig Geld sparen. Was dabei zu beachten ist, erläutern MitarbeiterInnen des Bochumer Klimaschutzbündnisses in einem Vortrag am 08.05.26 ab 15:00 Uhr im Clubraum der VHS, sowie am 09.05. 26 um 11:00 Uhr bei der IFAK, Am Ruhrort 14 in Dahlhausen. Weitere Termine: https://boklima.de/?p=11237
Die Veranstaltungen sind kostenlos.


Donnerstag 07.05.26, 12:05 Uhr
Vorschlag für eine Ratsresolution an Bund und Bundestag

PARTEI und Linke für Vermögenssteuer

Die PARTEI und Die Linke im Rat bringen in der kommenden Sitzung des Rates am Donnerstag einen Vorschlag für eine gemeinsame Ratsresolution an Bundesregierung, Bundestag und Landesregierung ein. Damit soll der Rat fordern, die gesetzlichen Voraussetzungen für die Wiedereinführung einer rechtssicheren Vermögensteuer zu schaffen. Dazu die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Die Linke Carolin Paskuda:

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Mittwoch 06.05.26, 21:18 Uhr
Das Programmangebot von Ruhr International

Programmübersicht

Am 13. und 14. Juni 2026 startet die achte Ausgabe von Ruhr International – Das Fest der Kulturen bei freiem Eintritt an und in der Jahrhunderthalle Bochum. Veranstalter:innen sind erneut die Stadt Bochum, die Bochumer Veranstaltungs-GmbH und der Bahnhof Langendreer. Sie schreiben: „Ruhr International entwickelt sich kontinuierlich weiter, um aktuelle gesellschaftliche und kulturpolitische Themen sowie die Vielfalt und Lebensrealitäten der hier lebenden Menschen abzubilden.“ Die Programmübersicht:

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Mittwoch 06.05.26, 11:59 Uhr
Zustände im Ordnungsamt

Linke stellt Ratsanfrage 1

Sexistische Belästigungen, rassistische Chats, Machtmissbrauch und zuletzt der Diebstahl von Schlagstöcken, vermutlich durch Beschäftigte des Amts selbst: Die Vorwürfe gegen das Bochumer Ordnungsamt reißen nicht ab. Die Stadt spricht von Einzelfällen, Insider berichten von einem das Amt prägenden Klima von Gewalt, Frauen- und Fremdenfeindlichkeit sowie einer jahrelangen Kultur des Schweigens und Wegsehens.

Zur umfassenden Aufklärung der Vorkommnisse und ihrer Konsequenzen hat Die Linke im Rat nun eine Anfrage in der Ratssitzung am Donnerstag angekündigt und erklärt dazu: »Die bisher bekannten Fälle deuten darauf hin, dass es sich um strukturelle Probleme innerhalb der Behörde handeln könnte.«

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Dienstag 05.05.26, 22:24 Uhr

Hutkonzert im NFZ: Mariposa

Die Naturfreunde berichten über das nächste Hutkonzert am kommenden Freitag: »Jeden Freitag ab 18:00 findet im NaturFreundeZentrum der Offene Treff statt. Man kann Menschen treffen, miteinander spielen, 
Musik hören und, und, und. Manchmal gibt es Konzerte, Lesungen, Tastings oder anderes. 

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Dienstag 05.05.26, 15:25 Uhr

Bochum startet beim STADTRADELN

Der ADFC lädt zum Mitmachen beim diesjährigen Stadtradeln und zum Auftakt am kommenden Montag, 11. Mai: »Die Stadt Bochum beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an der bundesweiten Aktion STADTRADELN. Gemeinsam mit dem ADFC Bochum fällt am Montag, 11. Mai, der Startschuss mit einer Auftaktveranstaltung auf dem Dr.-Ruer-Platz. Zwischen 11 und 15 Uhr informieren Infostände über die Kampagne und laden Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen ein.

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Dienstag 05.05.26, 11:11 Uhr

Geschichte der Roten Hilfe

Im Fritz Bauer Forum wird am kommenden Dienstag die Journalistin Silke Makowski zur Geschichte der Roten Hilfe sprechen: »“Schafft Rote Hilfe!“, „Helft!“, „Solidarität organisieren!“: Slogans wie auch Logos änderten sich in der über hundertjährigen Geschichte der Roten Hilfe. Unverändert blieb die Praxis der Unterstützung linker Aktivistinnen und Aktivisten gegenüber staatlicher Repression– finanziell, juristisch und durch Öffentlichkeitsarbeit.

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Dienstag 05.05.26, 09:03 Uhr

Mein Vater, der Gastarbeiter

Im Kino Endstation zeigt das Kompetenzzentrum Studium und Lehre (KSL) der EvH Bochum am kommenden Dienstag den Film „Mein Vater, der Gastarbeiter“ und das Kino Endstation schreibt dazu: »In seinem autobiografischen Dokumentarfilm zeichnet der kurdische Regisseur Yüksel Yavuz das einfühlsame Porträt seines Vaters. Dieser arbeitete von 1968 an für 15 Jahre als sogenannter Gastarbeiter auf einer Hamburger Werft, ohne in Deutschland je wirklich heimisch zu werden. Nach fünfzehn Jahren harter Arbeit kehrte er schließlich in sein Heimatdorf zurück.

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Dienstag 05.05.26, 07:40 Uhr
Weitere Opeltrassen-Umleitung

Dieses Mal mit Bergankunft!

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki- Mohnhaupt zur Teilsperrung der Opeltrasse „Weitere Opeltrassen-Umleitung – diesmal ohne Natureingriff, dafür mit Bergankunft!“ und erläutert dies in der aktuellen Pressemitteilung: »Die Freigabe der Opeltrasse ist noch keine fünf Monate her, da wird bereits ein Teilstück zwischen Wiemelhauser Straße und Steinkuhlstraße wieder für ein Jahr gesperrt. Die seit Freigabe der Trasse bis zum Bau der Brücke über die A 448 bestehende Umleitung ist noch nicht aufgehoben, schon muss eine weitere Umleitung gefunden werden.

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Montag 04.05.26, 23:37 Uhr

„Katastrophaler Verkehrsversuch in Bochum Linden“

Wer die Hattinger Straße in Linden mit dem Rad als Weg zur Arbeit nutzt, hat während des Verkehrsversuchs etwa 400 Chancen, dort schwer zu verunglücken. Der Verkehrsversuch soll ein Jahr dauern.

Auf ihrer Webseite kündigte die Stadt Bochum an: „Um die Verkehrssicherheit und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität entlang der Hattinger Straße in Linden zu erhöhen, führt die Stadt Bochum dort einen Verkehrsversuch durch. Getestet werden soll dabei, wie sich die Verringerung der Höchstgeschwindigkeit, die Verlagerung der Radwege und der Wegfall von Parkplätzen entlang der Versuchsstrecke auf die Verkehrsströme, das Sicherheitsgefühl und die Nutzung des öffentlichen Raums auswirkt.

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Montag 04.05.26, 16:24 Uhr

Wer schützt uns eigentlich vor diesem Ordnungsamt?

Die Linke Bochum geht in ihrer aktuellen Pressemitteilung auf die Enthüllung über Zustände im Ordnungsamt Bochum ein: »Die WAZ hat in mehreren Beiträgen ausführlich über die skandalösen Vorgänge im Bochumer Ordnungsamt berichtet. Nun hat Oberbürgermeister Jörg Lukat das Rechnungsprüfungsamt zu einer Sonderprüfung aufgefordert. Vorab hat die Stadt in einer Stellungnahme ausgedrückt, dass sie kein strukturelles Problem sehe und es sich um Einzelfälle handle.

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Montag 04.05.26, 16:20 Uhr

Suchthilfe: Einblicke in Beratung, Therapie und Ausstiegsmöglichkeiten

Der Angehörigenkreis Bochum lädt zu einer Informationsveranstaltung rund um das Thema Suchthilfe und Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Drogenabhängigkeit ein: »Am Donnerstag, dem 7. Mai 2026, von 19:00 bis 21:00 Uhr, wird Carsten Riesel, Diplom-Sozialarbeiter und stellvertretender Geschäftsführer der PUR gGmbH, umfassende Einblicke in die Arbeit einer Drogenhilfeeinrichtung geben. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beratungsstelle sowie das eng vernetzte System der Suchthilfe und Drogenmedizin in Dortmund.

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Montag 04.05.26, 10:02 Uhr

Bundeswehr und Kinderschutzkonzept?

In einem offenen Brief wendet sich Felix Oekentorp von der DFG-VK an den VfL Bochum, nachdem gegen ihn und seinen Begleiter am vergangenen Wochenende einen Platzverweis ausgesprochen wurde: »Sonntagmittag, Anfang Mai, optimales Wetter zum Besuch eines Fußballspiels. Der VfL Bochum wirbt mit „Unterstützt unsere Frauen“, und diese spielten in Wattenscheid gegen den VfB Stuttgart. Da passt doch alles zusammen. Aber im Eingangsbereich des Lohrheide-Stadions irritierte mich ein Werbestand der Bundeswehr. Was Werbung für Krieg und Töten bei einem Fußballspiel zu suchen hat, das wollte ich doch mal nachfragen.

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Montag 04.05.26, 09:52 Uhr

Spielstraße in der Speckschweiz

In seiner aktuellen Pressemitteilung lädt der VCD am kommenden Samstag in Hamme die Kinder ein zum Spielen auf der Straße: »Unter dem Motto „Kommst du raus, spielen?“ wird die Haldenstraße in der Speckschweiz (östlicher Teil des Stadtteils Hamme) am 9. Mai von 14 bis 18 Uhr für 4 Stunden zu einer Spielstraße. Die Autos müssen draußen bleiben.

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Sonntag 03.05.26, 21:30 Uhr
Verwaltung ignoriert Fragen und Anregungen von Politik und Bürger:innen

Enttäuschender Auftritt des Planungsamtes in der Bezirksvertretung Süd

Die Bürgerinitiative Technologiequartier informiert: »Am 28.4.26 berichteten Vertreter des Planungsamtes Bochum vor der Bezirksvertretung Süd (BV-Süd) zum aktuellen Stand der Planung zur Ost-Erweiterung des Technologiequartiers (TQ) Bochum Querenburg (Bebauungsplan 1039). Zuvor war dem Amt ein Fragenkatalog der BV-Süd vorgelegt worden. Sie steht dem Vorhaben mit deutlicher Mehrheit kritisch gegenüber. Auch Fragen der Anwohner waren in den Katalog eingeflossen. Bereits im Februar dieses Jahres hatten zahlreiche Bürger ihre Kritik an dem Vorhaben im Rahmen der Bürgerbeteiligung beim Planungsamt eingereicht.

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Sonntag 03.05.26, 20:30 Uhr

Monatliches Wikipedia Präsenztreffen

In Bochum wird es jetzt zweimal im Monat ein Wikipedia-Treffen zum „Offenen Editieren“ geben. Dabei geht es nicht nur um gemeinsames Schreiben an der Online-Enzyklopädie. Auch können interessierte Personen, die nicht oder neu bei Wikipedia sind, Fragen stellen und eine Einführung in die technischen Hintergründe bekommen. Erfahrene Wikipedianer:innen sind vor Ort. Ein Treffen für alle Personen gibt es jeden 1. Dienstag im Monat ab 18 Uhr.  Der Start ist ab dem 5. Mai 2026.

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Sonntag 03.05.26, 17:22 Uhr
Das finanzielle Dilemma der Kommunen

Immer mehr Pflichtaufgaben ohne ausreichende Gegenfinanzierung 1

Das Konnexitätsprinzip ist ein finanzverfassungsrechtlicher Grundsatz im deutschen Staatsrecht, oft zusammengefasst als „Wer bestellt, der bezahlt“. Es besagt, dass die staatliche Ebene (Bund, Land), die eine Aufgabe anordnet, auch die dafür entstehenden Kosten tragen muss, um die finanzielle Selbstverwaltung der Kommunen zu schützen. Die Linke im Bochumer Rat fordert jetzt Transparenz durch einen regelmäßigen Konnexitätsbericht und schreibt:

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Sonntag 03.05.26, 15:19 Uhr
Abschottung eines Einwanderungslandes

Film: Kein Land für Niemand

Die GLS Bank zeigt am Dienstag, den 5. Mai um 18 Uhr im Kino Endstation den Film „Kein Land für Niemand“. Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit den Regisseuren Max Ahrens und Maik Lüdemann statt. Stefan Möller, Regionalleitung Bochum der GLS Bank, wird das Gespräch moderieren und die Relevanz des Themas für die GLS Bank beleuchten.

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Sonntag 03.05.26, 10:23 Uhr
Solidarität für Rojava!

Städtepartnerschaft Bochum >< Hesekê

Am Samstag, den 9.5. um 19 Uhr findet in der Zanke eine öffentliche Auftaktveranstaltung für eine Städtepartnerschaft zwischen Bochum und Heseke (Rojava) statt. Die Einladung: »Während der Angriffe auf Rojava Anfang des Jahres sendete ein zivilgesellschaftliches Bündnis in Bochum den Bochumer Appell „Menschlichkeit ist nicht verhandelbar: Solidarität für Rojava!“ an die Politik und die Öffentlichkeit aus. Jetzt wollen wir daran anknüpfen und die Solidarität über eine Städtepartnerschaft stärken.

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Samstag 02.05.26, 19:12 Uhr
Maikundgebung, Update! 6.5.26

„Erst unsere Jobs, dann eure Profite“

Rund 2.500 Menschen demonstrierten auf der traditionellen Maikundgebung des DGB in Bochum für Arbeitnehmerrechte statt Ungleichheit und Sozialabbau. Wir haben Bilder und (bis jetzt 4) Redetexte.

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Samstag 02.05.26, 18:11 Uhr

Schulstreik gegen die Wehrpflicht

Am Freitag, dem 8. Mai wird bundesweit wieder in vielen Städten zum Schulstreik gegen die geplante Wehrpflicht aufgerufen. In Bochum startet die Kundgebung mit anschließender Demonstration um 9 Uhr vor dem Rathaus. Der bundesweite Aufruf: »Am 8. Mai 1945 wurde der zweite Weltkrieg beendet. Der Krieg hatte 2000 Tage lang täglich Zerstörung, Leid und Tod mit sich gebracht. Er kostete über 60 Millionen Menschen weltweit das Leben. Etwas, das niemand von uns erneut erleben möchte.

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Samstag 02.05.26, 14:34 Uhr
Vorabenddemo dieses Mal in Witten

Pessimistisch in der Analyse – optimistisch im Willen für eine andere Gesellschaft

Nach zehn Jahren ist die inzwischen traditionelle Vorabenddemo vor dem 1. Mai von Bochum nach Witten gewechselt.Die Züge und Straßenbahnen von Bochum nach Witten waren rappelvoll und 1400 Demonstrant:innen zogen lautstark durch die Innenstadt. Mehrere bemerkenswerte Reden sorgten für eine kämpferisch solidarische Stimmung.

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Samstag 02.05.26, 12:00 Uhr
Vorabenddemo "Den Zuständen keine Ruhr" am 30. 4. 26 in Witten

Aufruf zur nächsten Demo in Witten

Von Trauer zu Wut zu Widerstand 

Vor etwa einem Monat griff ein Mann in Witten seine Ehefrau und die beiden gemeinsamen Kinder an. Der dreizehnjährige Sohn überlebte den Angriff nicht, Frau und Tochter wurden lebensgefährlich verletzt. Bereits im Mai letzten Jahres versuchte ein Mann in Witten seine Ex-Frau vor den Augen der gemeinsamen Tochter zu ermorden. Als Femizid bezeichnet man die Tötung von Mädchen oder Frauen im Kontext geschlechtsspezifischer Gewalt. 

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Samstag 02.05.26, 11:58 Uhr
Vorabenddemo "Den Zuständen keine Ruhr" am 30. 4. 26 in Witten

Redebeitrag eines „Arbeiterkindes“*

Ich stehe heute hier als Arbeiterkind. Und ich sage das nicht, weil es auf einem Plakat gut aussieht, sondern weil es meine Realität ist. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man am Küchentisch sitzt und vom verschimmelten Brot die Ränder abschneiden muss, damit man überhaupt etwas im Magen hat. Ich weiß, wie es ist, wenn man die Wohnung, in der man aufgewachsen ist, verlassen muss, weil sie dem Amt plötzlich ein paar Quadratmeter zu ‚groß‘ ist.

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Samstag 02.05.26, 11:20 Uhr
Vorabenddemo "Den Zuständen keine Ruhr" am 30. 4. 26 in Witten

Redebeitrag aus dem soziokulturellen Zentrum Trotz Allem

Liebe Genossinnen,
liebe Freundinnen,
ich freue mich, dass heute so viele Menschen in unsere freundliche Kleinstadt an der Ruhr gekommen sind, die in den vergangenen Jahren an diesem denkwürdigen Tag, dem Vorabend des internationalen Kampftags der Arbeiterklasse, in Bochum demonstriert haben. Damit haben wir gewissermaßen schon einen zentralen Antagonismus überwunden, nämlich den von Zentrum und Peripherie.

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Samstag 02.05.26, 11:20 Uhr
Vorabenddemo "Den Zuständen keine Ruhr" am 30. 4. 26 in Witten

Redebeitrag von Riseup4rojava Ruhr

Kurdistan ist kein Ort.
Kurdistan ist ein Zustand.

Ein Zustand von Angriff.
Ein Zustand von Widerstand.
Ein Zustand von Leben, das sich nicht brechen lässt.

Und dieser Zustand wird angegriffen.
Jetzt. Gleichzeitig. Überall.

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Samstag 02.05.26, 10:19 Uhr

Redebeitrag von der Seebrücke Bochum und vom Offenen Antifaschistischen Café Bochum

Liebe Genoss*innen, liebe Freund*innen,

wir von der Seebrücke Bochum und vom Offenen Antifaschistischen Café Bochum, setzen uns immer wieder für internationale Menschenrechte ein, weshalb der folgende Redebeitrag ein gemeinsames Herzensprojekt ist –
Uns allen hier ist klar:
Menschenrechte sind unverhandelbar. Sie gelten immer und überall – für alle Menschen.
Und genau daran entscheidet sich, ob wir als Linke glaubwürdig sind – oder nicht.
Denn es reicht nicht, sich abstrakt zu Menschenrechten zu bekennen.
Die Frage ist: Tun wir das auch dann, wenn es unbequem wird?
Oder wenn es nicht ins eigene Weltbild passt?
Gerade bei internationalen Konflikten – besonders im sogenannten Nahen Osten – sehen wir, wie schwer sich viele damit tun.
Ja, der Konflikt zwischen Israelis und Palästinenser*innen ist komplex, historisch gewachsen und voller Leid.
Aber eines ist nicht komplex:
Menschenrechte gelten für alle. Immer. Ohne Ausnahme.
Das heißt:

  • Wenn Zivilist*innen bombardiert werden – ist das zu verurteilen.
  • Wenn Menschen vertrieben werden – ist das zu verurteilen.
  • Wenn Pressefreiheit eingeschränkt wird – ist das zu verurteilen.
  • Wenn Zivilbevölkerung ausgehungert wird – ist das zu verurteilen.
  • Wenn Geiseln genommen werden – ist das zu verurteilen.
  • Wenn Terror gegen Zivilist*innen verübt wird – ist das zu verurteilen.
  • Wenn Krankenhäuser und zivile Infrastruktur angegriffen oder als Schutzschilde für Terror missbraucht werden – ist das zu verurteilen.

Egal von wem. Egal auf welcher Seite.
Und ja – das bedeutet auch:
Wir müssen den Mut haben, jede politische Fraktion zu kritisieren, die internationales Recht bricht.
Denn Menschenrechte sind kein politisches Instrument.
Sie sind eine rote Linie.
Israel ist ein Schutzraum und Zufluchtsort für Jüdinnen und Juden weltweit – entstanden aus der Erfahrung von Verfolgung, Pogromen und dem Menschheitsverbrechen der Shoah.
Das anzuerkennen ist lebensnotwendig.
Aber das darf uns nicht blind machen für das Handeln der religiös-nationalistischen Regierung in Israel.
Wir sehen eine Politik, die von massiver Gewalt geprägt ist.Wir sehen rassistische, entmenschlichende und genozidale Rhetorik aus Teilen der Regierung.
Wir sehen viel zu viele zivile Todesopfer, die als Kollateralschaden weggewischt werden.
Wir sehen fortgesetzte Siedlungspolitik, Vertreibung und Entrechtung in der Westbank. Die aktuell verschärfte Gesetzeslage mit der geplanten Einführung der Todesstrafe für Palästinenser*innen in den besetzten Gebieten macht uns fassungslos.
Und das benennen wir.
Denn:
Wir sind verdammt nochmal Linke!
Wir kämpfen gegen Rassismus.
Wir kämpfen gegen Unterdrückung.
Wir kämpfen gegen Entrechtung.
Aber genau das bedeutet auch:
Wir solidarisieren uns nicht mit Islamisten wie beispielsweise der Hamas.
Nicht mit Kräften, die Frauenrechte unterdrücken, queere Menschen verfolgen, politische Gegner*innen ermorden, ihre eigenen Leute als Schutzschild benutzen, diese bewusst opfern und die Vernichtung Israels propagieren.
Wir sagen klar:
Wir kämpfen gegen Islamismus.
Wir kämpfen gegen Antisemitismus.
Jüdinnen und Juden zu töten ist kein Widerstand.
Sie hier in Deutschland anzugreifen oder für die Politik Israels verantwortlich zu machen, ist keine
Solidarität – es ist Antisemitismus.
Und noch etwas, das viel zu oft verdrängt wird:
Sexualisierte Gewalt im Krieg.
Vergewaltigung, sexuelle Folter, Erniedrigung – sind kein „Nebenprodukt“ von Krieg.
Es ist in vielen Konflikten eine bewusst eingesetzte Waffe.
Die Vereinten Nationen benennen das klar:
Ein Kriegsverbrechen. Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Und trotzdem erleben wir, dass diese Gewalt selektiv wahrgenommen wird.
Dass sie relativiert wird.
Dass sie ignoriert wird.
Und wir sagen das deutlich:
Es ist unerträglich, wenn Teile der Linken sexualisierte Gewalt ernst nehmen – außer wenn sie sich gegen Jüdinnen richtet.
Ebenso unerträglich ist es, wenn wiederum andere Teile der Linken die Augen vor

sexualisierter Gewalt israelischer Soldaten und radikaler israelischer Siedler verschliessen.

Es ist unerträglich, wenn sexualisierte Gewalt nur dann thematisiert wird, wenn es die Argumente des eigenen Lagers untermauert und die Betroffenen nur als Instrument gesehen werden. Wie kann es sein, dass Menschen, die sich zu Recht mit den mutigen Menschen der „Jin, Jiyan, Azadî“-Proteste solidarisiert haben, bei den Verbrechen der Hamas wegschauen und sich in Teilen sogar mit ihr solidarisieren?
Das alles ist kein Versehen.
Das ist politisches Versagen und gezielte instrumentalisierende Agitation
Menschenrechte sind kein Buffet.
Was wir stattdessen brauchen, ist etwas Radikales:
Radikale Empathie.
Eine Empathie, die nicht fragt:
„Zu wem gehöre ich?“
Sondern:
Wer leidet?“
Initiativen wie Palestinians and Jews for Peace zeigen, dass das möglich ist:
Dass man das Leid beider Seiten sehen kann, ohne es gegeneinander auszuspielen.
Dass man sagen kann:
Ja, Palästinenser*innen leiden unter Besatzung, Gewalt und Entrechtung.
Und ja, Jüdinnen und Juden erleben Terror, Angst und antisemitische Gewalt.
Und dass beides gleichzeitig wahr ist.
Diese Haltung ist unbequem.
Aber sie ist die einzige, die politisch und moralisch trägt.
Wenn wir als Linke ernst genommen werden wollen, dann müssen wir aufhören, die Welt in einfache Lager zu pressen.
Wir müssen aufhören, Gewalt zu relativieren, nur weil sie von der vermeintlich „richtigen Seite“ kommt.
Und wir müssen anfangen, konsequent zu sein:
Für Menschenrechte – immer.
Für alle Menschen – ohne Ausnahme.
Gegen jede Form von Gewalt – egal von wem.
Denn am Ende geht es nicht darum, wer recht hat.
Sondern darum, dass Menschen leben können.
Überall.
In Würde.
In Sicherheit.
In Freiheit.
Das ist unser Maßstab.
Und daran müssen wir uns messen lassen.
Und noch ein Satz zur unsäglichen Spaltung der Linken Szene:
Versuchen wir, trotz aller Differenzen nicht zuzulassen, dass wir  uns weiter in Lager aufspalten, lasst uns wieder miteinander reden, Gemeinsamkeiten finden und verbünden, denn von weiterer Spaltung profitieren nur die Rechten.

Danke 

Der Redebeitrag als PDF-Druckvorlage.


Samstag 02.05.26, 09:27 Uhr
Aufzeichnungen aus Israel

Sarah Levy | Kein anderes Land

Das Fritz Bauer Forum lädt am Donnerstag, den 7. Mai um 18 Uhr zu einer Lesung von Sarah Levy ein: »Ist das noch mein Land? Diese Frage stellt sich Sarah Levy, seit sie erlebt, wie Israels rechtsnationale Regierung die israelische Gesellschaft spaltet. Dann attackiert die Hamas das Land am 7. Oktober 2023. Auf brutale Weise ändert der Krieg das Leben, das die junge Mutter in Tel Aviv führt. Sie flieht mit Partner und Kind in ihre Heimat Frankfurt und muss dort erkennen, dass Deutschland nicht mehr ihr Land ist.

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Freitag 01.05.26, 18:11 Uhr

Gedenk-Rundgang zum 81. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Das Bochumer Bündnis gegen Rechts und der Kinder- und Jugendring erinnern mit einem Gedenk-Rundgang am Freitag, 08. Mai um 15.00 Uhr auf dem Friedhof am Freigrafendamm an den 81. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg: »Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg in Europa beendet.

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Freitag 01.05.26, 17:54 Uhr
bodo im Mai

Ein riesiger Stoffball rollt durch die Stadt

Die Redaktion des Straßenmagazins bodo berichtet, welche Beiträge in der Maiausgabe ihrer Zeitschrift zu finden sind: »Helene Ewert und Christofer Schmidt leiten ihre erste „Fidena“, Aurel Dawidiuk ist mit 25 Generalmusikdirektor, Özlem Agildere pflanzt einen Wald, Hape Kerkeling gibt Tipps zum Glücklichsein, Raafat Daboul floh übers Mittelmeer auf deutsche Theaterbühnen.

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