Am nächsten Samstag, den 6.6. findet in der Bochumer Jahrhunderthalle die Generalversammlung der GLS Bank statt. Umrahmt wird die Veranstaltung am Samstag und Sonntag durch ein „Gutes Morgen Festival“. Die Bank verspricht: „Beim Gutes Morgen Festival feiern wir Menschen und Projekte, die zeigen, wie ein gutes Morgen aussehen kann – sozial, ökologisch und gemeinsam.“ „Das Gutes Morgen Festival ist Deutschlands neuer Ort für Zukunftsmut.“ Stargast ist Robert Habeck mit dem Vortrag: „Wer kein Morgen hat, wählt gestern.“ 23 Workshops werden angeboten. Die Themen reichen von „Banking für die Zivilgesellschaft“ bis „Kriegstüchtig? – Es geht auch anders!“
Am nächsten Sonntag findet wieder das vegane Mitbring-Picknick im Sozialen Zentrum (Josephstrasse 2) statt: »Am 07.06. ab 13 Uhr wird im SZ wieder geschlemmt. Egal ob süß oder herzhaft: alle bringen was Leckeres mit – natürlich vegan – und so entsteht ein schönes Buffet. Bei schönem Wetter picknicken wir im Hof.«
Am kommenden Dienstag, den 02.06.2026, findet nachträglich zum Internationalen Diversity Day (19.05.) auf dem Forum von 11.30 bis 16.30 Uhr vor der Uni-Bibliothek der Ruhr Uni eine Aktion statt: »Gemeinsam möchten wir Raum einnehmen, uns vernetzen und ein Zeichen gegen die autoritäre Wende, steigenden Antifeminismus, Rechtsextremismus und Rassismus setzen.
Am 4. und 5. Juli will die AfD in Erfurt ihren Bundesparteitag abhalten. Keine 30 km entfernt in Weimar fand vor genau 100 Jahren der 2. Parteitag der NSDAP statt. Diese Parallelität ist kein Zufall, sondern unterstreicht, wofür diese Partei steht. Wie bereits zu den AfD-Parteitagen in Essen und Gießen wird es auch in Erfurt viele Tausend Menschen geben, die sich demonstrativ der AfD widersetzen. Der AfD-Parteitag soll verhindert werden bzw. zumindest nicht normal ablaufen. In Bochum wird es in der nächsten Woche die ersten Höhepunkte der Mobilisierung für das Widersetzen in Erfurt geben.
Im Bochumer Kulturstammtisch und in der 10%-Initiative kommen freie Kulturakteur:innen und Künstler:innen miteinander in den Austausch — über Förderung, Ressourcen und die Bedingungen kultureller Arbeit in Bochum. Am Dienstag, dem 2. Juni um 19 Uhr wird dieses Gespräch in der Rotunde öffentlich fortgeführt und um Perspektiven aus Kulturverwaltung und Kulturpolitik erweitert.
Das Marie Jahoda Center for International Gender Studies an der Ruhr-Uni begrüßt am 3. Juni um 18.15 Uhr Lailah Atzenroth, im MaJaColloquium. Sie wird in ihrem Vortrag „Zwischen Sichtbarmachung, Aneignung und Verdrängung: Frauenbewegte (Gegen-)Erinnerung an den Nationalsozialismus“ zentrale Ergebnisse ihrer Masterarbeit Master Arbeit vorstellen: »Für die Neue Frauenbewegung, die mit ihrem Leitspruch „Das Private ist politisch“ die Marginalisierungserfahrungen von Frauen als Form kollektiver Unterdrückung verstand, wurde der Blick in die Vergangenheit zu einem konstitutiven Element der Bewegung.
Am 1. Juni finden deutschlandweit verschiedene Demonstrationen und Kundgebungen unter dem Motto „Es reicht!“ statt, darunter auch eine zentrale Demonstration für das Ruhrgebiet in Essen. Nach der Auftaktveranstaltung sind weitere Demonstrationen in anderen Ruhrgebietsstädten geplant. Gemeinsam mit zahlreichen Initiativen, Jugendverbänden, sozialen Organisationen und Die Linke Kreisverbänden aus dem Ruhrgebiet wird gegen die geplanten Sozialkürzungen der Bundesregierung protestiert.
»Die Juniausgabe des Straßenmagazins erzählt, wie 30 Frauen auf Dortmunds Beginenhof leben, wie Bodo Wartke Lieder schreibt, wie Karl-Heinz Granitza aus Lünen den US-Fußball dominierte, was sich junge IranerInnen in Deutschland wünschen, wie Ely mit 16 auf der Straße landete und warum sie heute Sozialarbeit studiert.
Am 30. Mai treten in Bochum weitere Grillverbote in Kraft. Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung sieht darin eine weitere Übergehung der Bezirksvertretungen.
Die Initiative „OMAS GEGEN RECHTS Bochum & West“ erinnert an Bochumer Opfer des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programms. Höhepunkt ist die Verlegung einer Stolperschwelle durch den Künstler Gunter Demnig am 8. Juni 2026, ca. 14:00 Uhr vor dem Bochumer Rathaus.
Für das Projekt recherchierte die Arbeitsgruppe „Euthanasie im Nationalsozialismus“ in Archiven und Gedenkstätten und arbeitete dabei mit Schulen, sozialen Einrichtungen und Kulturpartnern zusammen. Ziel ist es, den Opfern ihre Namen und Geschichten zurückzugeben und ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.
Du wohnst in Bochum und willst deine Stadt nicht einfach anderen überlassen? Du hast das Gefühl, dass politische Entscheidungen oft an den Interessen der Menschen vorbeigehen? Oder suchst nach Möglichkeiten, dich mit anderen zu vernetzen, gemeinsam aktiv zu werden und solidarische Alternativen aufzubauen?
Mit einem Änderungsantrag will die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt die Planungen der Verwaltung zur Sanierung des August-Bebel-Platz verbessern. »Das Minimalziel, sich mit der Autofreiheit überhaupt in eine hoffnungsfrohe Situation zu bringen, ist zwar erreicht«, so ihr verkehrspolitischer Sprecher Nikolas Lange. „Aber der große Wurf bleibt aus.«
Die kulturelle und politische Bedeutung von Frisuren beleuchtet ein Vortrag von Prof. Dr. Pradeep Chakkarath am 2. Juni in der Zanke. Mit besonderem Schwerpunkt auf afro-texturiertem Haar widmet sich der Kultur- und Sozialpsychologe unter anderem Fragen nach Geschichte, Wahrnehmung und gesellschaftlicher Bewertung von Haarpraktiken sowie ihrer Rolle in Zusammenhang mit Erfahrungen von Rassismus und Selbstermächtigung.
Die Radwende Bochum lädt zum Sommerfest: »am Mittwoch, 03.06.2026, ist Weltfahrradtag. Das soll gemeinsam gefeiert werden: Statt der regulären Vollversammlung findet an diesem Tag ein kleines Sommerfest vor der KoFabrik statt. Los gehts um 19:00 Uhr.
In einer aktuellen Presemitteilung des Kinder- und Jugendrings wird über eine jugendpolitische Veranstaltung am kommenden Dienstag informiert: »Die AGOT (Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen) und der Kinder- und Jugendring Bochum laden Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene am Dienstag, 02. Juni 2026 um 18.00 Uhr zur jugendpolitischen Veranstaltung „Jugend trifft Politik – Politik trifft Jugend“ in das O-Werk (Suttner-Nobel-Allee 4, 44803 Bochum) ein.
In einer Veranstaltung im Fritz Bauer Forum am kommenden Dienstag, 2. Juni um 18 Uhr, gibt Alexander Fichtner im Gespräch mit Hella Sinnhuber Einblick in seine fotografische Praxis zwischen Journalismus und Kunst: »Ausgehend von Überleben im Zelt spricht er über seine Arbeit im Flüchtlingscamp Sheikhan und seine reduzierte Bildsprache, die Orte und Spuren für sich sprechen lässt.
Am Mittwoch, dem 3. Juni um 19 Uhr wird das Theaterstück „Blutiger Januar“ online als Live-Aufführung auf Deutsch und Persisch gezeigt. Im Kontext der Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar 2026 erzählt es von Erinnerung, Schmerz, Exil und dem Kampf um Gerechtigkeit. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die Opfer von Gewalt und Hinrichtungen wurden, sowie deren Angehörige. Der Eintritt ist frei, aber es müssen vorab Karten reserviert werden, um den Zugangslink zu erhalten.
In ihrem aktuellen Beitrag gehen die Stadtgestalter auf das zehnjährige Jubiläum des Musikforums ein und erinnern an die Erwartungen und Versprechungen, die mit der Eröffnung einhergingen: »Um an Geld und Fördermittel zum Bau des Musikforums, damals noch “Musikzentrum” genannt, zu kommen und dessen Bau zu rechtfertigen, hat man den Menschen in Bochum viel versprochen, wie vielfältig das Forum in Zukunft genutzt werden könne. Zentrales Versprechen war, das Musikforum werde kein Konzerthaus für die Bochumer Symphoniker (BoSy), sondern es werde sehr viel mehr.
Am Samstag, den 30. Mai 2026 um 19 Uhr zeigt der Leihladen im Botopia den Film “Six Inches of Soil“ von Colin Ramsay: »Dieser erzählt die inspirierende Geschichte junger britischer Landwirt:innen, die sich gegen das industrielle Ernährungssystem stellen und mit regenerativer Landwirtschaft Böden, Gesundheit und lokale Gemeinschaften stärken. An dem Wochenende wird der Film an fast 100 Orten in Deutschland und der Schweiz gezeigt.
Heute in drei Wochen – also am 21. Juni – wird der deutsche Veteranentag vor dem Reichstagsgebäude in Berlin gefeiert. Eigentlich ist der 15. Juni den Veteran:innen gewidmet, gefeiert wird aber immer erst am Wochenende danach. Bochum tanzte dabei völlig aus der Reihe. Die Würdigung der ehemaligen Krieger:innen wurde bereits am Mittwoch dieser Woche unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters mit einem „Benefizkonzert“ einer Bundeswehrkapelle zelebriert. Ort war das Musikforum. Ein Zyniker meinte:
Die Poetin Orli Yomi liest am Sonntag, den 31. Mai um 12 Uhr im Bahnhof Langendreer aus ihrem ersten im Dezember 2025 veröffentlichten Lyrikband „Sonnenwenden – Alles kommt, alles geht“. Die Einladung: »Die Gedichte folgen den Jahreszeiten als Rhythmus des Wandels. Frühling, Sommer, Herbst und Winter werden zu Momenten des Loslassens, Lernens und Heimkehrens. Eine Hommage an jene, die sich selbst verorten. Mit ruhiger, bedachter Stimme schafft sie eine besondere Atmosphäre als Grundlage für eine warme, einladende Lesung, die lange nachklingt.
Die feministische Allianz lädt zu ihrem nächsten Treffen am Samstag, den 30. Mai ab 17 Uhr im atelier automatique, Rottstr. 14 ein: »Wir bringen die feministischen Kräfte der Stadt zusammen – zum Vernetzen, Austauschen und gegenseitigem Stärken. Gleichzeitig wollen wir eine Anlaufstelle sein für alle Menschen in der Stadt, die noch nach Anschluss, Austausch und solidarischer Community suchen. Du bist willkommen – egal, ob du schon lange aktiv bist oder einfach neugierig vorbeischauen möchtest. Kommt vorbei, bringt Freund*innen mit und lasst uns gemeinsam feministische Räume gestalten.
Das Fritz Bauer Forum lädt am Donnerstag, den 28. Mai um 19 Uhr zu einem Vortrag von Dr. Fatih Kaya über „Aktuelle Herausforderungen durch Antisemitismus und Rassismus im Bildungskontext“ ein: »Er lehrt im Fachgebiet Migrations- und Bildungssoziologie an der TU Dortmund. Seine Promotion verfasste er im Graduiertenkolleg „Jüdisch-muslimische Lebenswelten aus sozialwissenschaftlicher Perspektive“ der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. In seiner letzten Publikation beschäftigt er sich mit Identitätsbildung im Kontext jüdischer und muslimischer Diskriminierungserfahrungen.
Im Rahmen des Seminars „Film und Frauenrechte in Indien und Pakistan“ ist am Mittwoch, den 27. Mai um 18 Uhr im Endstation Kino das preisgekrönte Malayalam-Drama „Feminichi Fathima“ zu sehen: »ein feinfühliger und zugleich kraftvoller Film über Geschlechtergerechtigkeit, Alltagswiderstand und Selbstbestimmung. Im Zentrum steht Fathima, eine junge Frau aus einer konservativen Gemeinschaft in Kerala, deren Leben von traditionellen Rollenbildern geprägt ist.
Die Quartiershallen-Aktiven laden am 26. Mai um 18.30 Uhr Interessierte ein, die eine Lesung zum Erinnerungsabend an die Bücherverbrennung im Faschismus mitgestalten möchten: »Am 9. Juni 1933 brannten nach Einbruch der Dunkelheit auf dem damaligen Kaiser-Friedrich-Platz – dem heutigen Imbuschplatz – Bücher von Erich Kästner, Nelly Sachs, Joachim Ringelnatz, Irmgard Keun, Jack London, Ernst Toller, Erich Maria Remarque und vielen anderen. Wir möchten erinnernd lesen, gemeinsam gedenken und laut sagen: NIE WIEDER! NIEMALS VERGESSEN!
Der in Bochum beheimatete Flüchtlingsrat NRW ruft Organisationen auf Bundesebene und Landesebene sowie lokale Initiativen (ergo keine Privatpersonen, politische Parteien, Unternehmen) zur Unterzeichnungt eine Memorandums auf. Anlass ist der 75. Jahrestag der Unterzeichnung der Genfer Flüchtlingskonvention.
Das Frauenarchiv ausZeiten lädt in Kooperation mit der VHS ein zum Bochumer Frauenstadtrundgang. Er gibt Gelegenheit, historische Frauen aus dem Bochum des 19. und 20. Jh. und früher kennenzulernen. So ist zu erfahren, welche Spuren Frauen wie die Anwältin Nora Platiel und die Politikerin Ottilie Schoenewald oder die Pastorin Ursula Schafmeister hinterlassen haben – in der Stadt, aber auch in der Geschichte der Frauenbewegung. Den 2017 entstandenen Frauenstadtplan gibt es beim Rundgang kostenlos. Archivmitarbeiterin Linda Unger leitet den Rundgang