Archiv für den Monat: Mai 2026


Sonntag 03.05.26, 10:23 Uhr
Solidarität für Rojava!

Städtepartnerschaft Bochum >< Hesekê

Am Samstag, den 9.5. um 19 Uhr findet in der Zanke eine öffentliche Auftaktveranstaltung für eine Städtepartnerschaft zwischen Bochum und Heseke (Rojava) statt. Die Einladung: »Während der Angriffe auf Rojava Anfang des Jahres sendete ein zivilgesellschaftliches Bündnis in Bochum den Bochumer Appell „Menschlichkeit ist nicht verhandelbar: Solidarität für Rojava!“ an die Politik und die Öffentlichkeit aus. Jetzt wollen wir daran anknüpfen und die Solidarität über eine Städtepartnerschaft stärken.

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Samstag 02.05.26, 19:12 Uhr
Maikundgebung, Update! 6.5.26

„Erst unsere Jobs, dann eure Profite“

Rund 2.500 Menschen demonstrierten auf der traditionellen Maikundgebung des DGB in Bochum für Arbeitnehmerrechte statt Ungleichheit und Sozialabbau. Wir haben Bilder und (bis jetzt 4) Redetexte.

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Samstag 02.05.26, 18:11 Uhr

Schulstreik gegen die Wehrpflicht

Am Freitag, dem 8. Mai wird bundesweit wieder in vielen Städten zum Schulstreik gegen die geplante Wehrpflicht aufgerufen. In Bochum startet die Kundgebung mit anschließender Demonstration um 9 Uhr vor dem Rathaus. Der bundesweite Aufruf: »Am 8. Mai 1945 wurde der zweite Weltkrieg beendet. Der Krieg hatte 2000 Tage lang täglich Zerstörung, Leid und Tod mit sich gebracht. Er kostete über 60 Millionen Menschen weltweit das Leben. Etwas, das niemand von uns erneut erleben möchte.

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Samstag 02.05.26, 14:34 Uhr
Vorabenddemo dieses Mal in Witten

Pessimistisch in der Analyse – optimistisch im Willen für eine andere Gesellschaft

Nach zehn Jahren ist die inzwischen traditionelle Vorabenddemo vor dem 1. Mai von Bochum nach Witten gewechselt.Die Züge und Straßenbahnen von Bochum nach Witten waren rappelvoll und 1400 Demonstrant:innen zogen lautstark durch die Innenstadt. Mehrere bemerkenswerte Reden sorgten für eine kämpferisch solidarische Stimmung.

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Samstag 02.05.26, 12:00 Uhr
Vorabenddemo "Den Zuständen keine Ruhr" am 30. 4. 26 in Witten

Aufruf zur nächsten Demo in Witten

Von Trauer zu Wut zu Widerstand 

Vor etwa einem Monat griff ein Mann in Witten seine Ehefrau und die beiden gemeinsamen Kinder an. Der dreizehnjährige Sohn überlebte den Angriff nicht, Frau und Tochter wurden lebensgefährlich verletzt. Bereits im Mai letzten Jahres versuchte ein Mann in Witten seine Ex-Frau vor den Augen der gemeinsamen Tochter zu ermorden. Als Femizid bezeichnet man die Tötung von Mädchen oder Frauen im Kontext geschlechtsspezifischer Gewalt. 

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Samstag 02.05.26, 11:58 Uhr
Vorabenddemo "Den Zuständen keine Ruhr" am 30. 4. 26 in Witten

Redebeitrag eines „Arbeiterkindes“*

Ich stehe heute hier als Arbeiterkind. Und ich sage das nicht, weil es auf einem Plakat gut aussieht, sondern weil es meine Realität ist. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man am Küchentisch sitzt und vom verschimmelten Brot die Ränder abschneiden muss, damit man überhaupt etwas im Magen hat. Ich weiß, wie es ist, wenn man die Wohnung, in der man aufgewachsen ist, verlassen muss, weil sie dem Amt plötzlich ein paar Quadratmeter zu ‚groß‘ ist.

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Samstag 02.05.26, 11:20 Uhr
Vorabenddemo "Den Zuständen keine Ruhr" am 30. 4. 26 in Witten

Redebeitrag aus dem soziokulturellen Zentrum Trotz Allem

Liebe Genossinnen,
liebe Freundinnen,
ich freue mich, dass heute so viele Menschen in unsere freundliche Kleinstadt an der Ruhr gekommen sind, die in den vergangenen Jahren an diesem denkwürdigen Tag, dem Vorabend des internationalen Kampftags der Arbeiterklasse, in Bochum demonstriert haben. Damit haben wir gewissermaßen schon einen zentralen Antagonismus überwunden, nämlich den von Zentrum und Peripherie.

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Samstag 02.05.26, 11:20 Uhr
Vorabenddemo "Den Zuständen keine Ruhr" am 30. 4. 26 in Witten

Redebeitrag von Riseup4rojava Ruhr

Kurdistan ist kein Ort.
Kurdistan ist ein Zustand.

Ein Zustand von Angriff.
Ein Zustand von Widerstand.
Ein Zustand von Leben, das sich nicht brechen lässt.
⸻
Und dieser Zustand wird angegriffen.
Jetzt. Gleichzeitig. Überall.

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Samstag 02.05.26, 10:19 Uhr

Redebeitrag von der Seebrücke Bochum und vom Offenen Antifaschistischen Café Bochum

Liebe Genoss*innen, liebe Freund*innen,

wir von der Seebrücke Bochum und vom Offenen Antifaschistischen Café Bochum, setzen uns immer wieder für internationale Menschenrechte ein, weshalb der folgende Redebeitrag ein gemeinsames Herzensprojekt ist –
Uns allen hier ist klar:
Menschenrechte sind unverhandelbar. Sie gelten immer und überall – für alle Menschen.
Und genau daran entscheidet sich, ob wir als Linke glaubwürdig sind – oder nicht.
Denn es reicht nicht, sich abstrakt zu Menschenrechten zu bekennen.
Die Frage ist: Tun wir das auch dann, wenn es unbequem wird?
Oder wenn es nicht ins eigene Weltbild passt?
Gerade bei internationalen Konflikten – besonders im sogenannten Nahen Osten – sehen wir, wie schwer sich viele damit tun.
Ja, der Konflikt zwischen Israelis und Palästinenser*innen ist komplex, historisch gewachsen und voller Leid.
Aber eines ist nicht komplex:
Menschenrechte gelten für alle. Immer. Ohne Ausnahme.
Das heißt:

  • Wenn Zivilist*innen bombardiert werden – ist das zu verurteilen.
  • Wenn Menschen vertrieben werden – ist das zu verurteilen.
  • Wenn Pressefreiheit eingeschränkt wird – ist das zu verurteilen.
  • Wenn Zivilbevölkerung ausgehungert wird – ist das zu verurteilen.
  • Wenn Geiseln genommen werden – ist das zu verurteilen.
  • Wenn Terror gegen Zivilist*innen verübt wird – ist das zu verurteilen.
  • Wenn Krankenhäuser und zivile Infrastruktur angegriffen oder als Schutzschilde für Terror missbraucht werden – ist das zu verurteilen.

Egal von wem. Egal auf welcher Seite.
Und ja – das bedeutet auch:
Wir müssen den Mut haben, jede politische Fraktion zu kritisieren, die internationales Recht bricht.
Denn Menschenrechte sind kein politisches Instrument.
Sie sind eine rote Linie.
Israel ist ein Schutzraum und Zufluchtsort für Jüdinnen und Juden weltweit – entstanden aus der Erfahrung von Verfolgung, Pogromen und dem Menschheitsverbrechen der Shoah.
Das anzuerkennen ist lebensnotwendig.
Aber das darf uns nicht blind machen für das Handeln der religiös-nationalistischen Regierung in Israel.
Wir sehen eine Politik, die von massiver Gewalt geprägt ist.Wir sehen rassistische, entmenschlichende und genozidale Rhetorik aus Teilen der Regierung.
Wir sehen viel zu viele zivile Todesopfer, die als Kollateralschaden weggewischt werden.
Wir sehen fortgesetzte Siedlungspolitik, Vertreibung und Entrechtung in der Westbank. Die aktuell verschärfte Gesetzeslage mit der geplanten Einführung der Todesstrafe für Palästinenser*innen in den besetzten Gebieten macht uns fassungslos.
Und das benennen wir.
Denn:
Wir sind verdammt nochmal Linke!
Wir kämpfen gegen Rassismus.
Wir kämpfen gegen Unterdrückung.
Wir kämpfen gegen Entrechtung.
Aber genau das bedeutet auch:
Wir solidarisieren uns nicht mit Islamisten wie beispielsweise der Hamas.
Nicht mit Kräften, die Frauenrechte unterdrücken, queere Menschen verfolgen, politische Gegner*innen ermorden, ihre eigenen Leute als Schutzschild benutzen, diese bewusst opfern und die Vernichtung Israels propagieren.
Wir sagen klar:
• Wir kämpfen gegen Islamismus.
• Wir kämpfen gegen Antisemitismus.
Jüdinnen und Juden zu töten ist kein Widerstand.
Sie hier in Deutschland anzugreifen oder für die Politik Israels verantwortlich zu machen, ist keine
Solidarität – es ist Antisemitismus.
Und noch etwas, das viel zu oft verdrängt wird:
Sexualisierte Gewalt im Krieg.
Vergewaltigung, sexuelle Folter, Erniedrigung – sind kein „Nebenprodukt“ von Krieg.
Es ist in vielen Konflikten eine bewusst eingesetzte Waffe.
Die Vereinten Nationen benennen das klar:
Ein Kriegsverbrechen. Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Und trotzdem erleben wir, dass diese Gewalt selektiv wahrgenommen wird.
Dass sie relativiert wird.
Dass sie ignoriert wird.
Und wir sagen das deutlich:
Es ist unerträglich, wenn Teile der Linken sexualisierte Gewalt ernst nehmen – außer wenn sie sich gegen Jüdinnen richtet.
Ebenso unerträglich ist es, wenn wiederum andere Teile der Linken die Augen vor

sexualisierter Gewalt israelischer Soldaten und radikaler israelischer Siedler verschliessen.

Es ist unerträglich, wenn sexualisierte Gewalt nur dann thematisiert wird, wenn es die Argumente des eigenen Lagers untermauert und die Betroffenen nur als Instrument gesehen werden. Wie kann es sein, dass Menschen, die sich zu Recht mit den mutigen Menschen der „Jin, Jiyan, Azadî“-Proteste solidarisiert haben, bei den Verbrechen der Hamas wegschauen und sich in Teilen sogar mit ihr solidarisieren?
Das alles ist kein Versehen.
Das ist politisches Versagen und gezielte instrumentalisierende Agitation
Menschenrechte sind kein Buffet.
Was wir stattdessen brauchen, ist etwas Radikales:
Radikale Empathie.
Eine Empathie, die nicht fragt:
„Zu wem gehöre ich?“
Sondern:
Wer leidet?“
Initiativen wie Palestinians and Jews for Peace zeigen, dass das möglich ist:
Dass man das Leid beider Seiten sehen kann, ohne es gegeneinander auszuspielen.
Dass man sagen kann:
Ja, Palästinenser*innen leiden unter Besatzung, Gewalt und Entrechtung.
Und ja, Jüdinnen und Juden erleben Terror, Angst und antisemitische Gewalt.
Und dass beides gleichzeitig wahr ist.
Diese Haltung ist unbequem.
Aber sie ist die einzige, die politisch und moralisch trägt.
Wenn wir als Linke ernst genommen werden wollen, dann müssen wir aufhören, die Welt in einfache Lager zu pressen.
Wir müssen aufhören, Gewalt zu relativieren, nur weil sie von der vermeintlich „richtigen Seite“ kommt.
Und wir müssen anfangen, konsequent zu sein:
Für Menschenrechte – immer.
Für alle Menschen – ohne Ausnahme.
Gegen jede Form von Gewalt – egal von wem.
Denn am Ende geht es nicht darum, wer recht hat.
Sondern darum, dass Menschen leben können.
Überall.
In Würde.
In Sicherheit.
In Freiheit.
Das ist unser Maßstab.
Und daran müssen wir uns messen lassen.
Und noch ein Satz zur unsäglichen Spaltung der Linken Szene:
Versuchen wir, trotz aller Differenzen nicht zuzulassen, dass wir  uns weiter in Lager aufspalten, lasst uns wieder miteinander reden, Gemeinsamkeiten finden und verbünden, denn von weiterer Spaltung profitieren nur die Rechten.

Danke 

Der Redebeitrag als PDF-Druckvorlage.


Samstag 02.05.26, 09:27 Uhr
Aufzeichnungen aus Israel

Sarah Levy | Kein anderes Land

Das Fritz Bauer Forum lädt am Donnerstag, den 7. Mai um 18 Uhr zu einer Lesung von Sarah Levy ein: »Ist das noch mein Land? Diese Frage stellt sich Sarah Levy, seit sie erlebt, wie Israels rechtsnationale Regierung die israelische Gesellschaft spaltet. Dann attackiert die Hamas das Land am 7. Oktober 2023. Auf brutale Weise ändert der Krieg das Leben, das die junge Mutter in Tel Aviv führt. Sie flieht mit Partner und Kind in ihre Heimat Frankfurt und muss dort erkennen, dass Deutschland nicht mehr ihr Land ist.

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Freitag 01.05.26, 18:11 Uhr

Gedenk-Rundgang zum 81. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Das Bochumer Bündnis gegen Rechts und der Kinder- und Jugendring erinnern mit einem Gedenk-Rundgang am Freitag, 08. Mai um 15.00 Uhr auf dem Friedhof am Freigrafendamm an den 81. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg: »Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg in Europa beendet.

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Freitag 01.05.26, 17:54 Uhr
bodo im Mai

Ein riesiger Stoffball rollt durch die Stadt

Die Redaktion des Straßenmagazins bodo berichtet, welche Beiträge in der Maiausgabe ihrer Zeitschrift zu finden sind: »Helene Ewert und Christofer Schmidt leiten ihre erste „Fidena“, Aurel Dawidiuk ist mit 25 Generalmusikdirektor, Özlem Agildere pflanzt einen Wald, Hape Kerkeling gibt Tipps zum Glücklichsein, Raafat Daboul floh übers Mittelmeer auf deutsche Theaterbühnen.

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Freitag 01.05.26, 15:14 Uhr
Schwimmbadneubau in Höntrop

Die Klage ist vom Tisch, jetzt kann’s losgehen!

Die „Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop“ freuen sich, dass die Klage gegen das neue Schwimmbad im Höntroper Südpark endlich vom Tisch ist und schreiben: »Elfeinhalb Jahre kümmern wir uns nun als Verein um den Schwimmbadstandort im Höntroper Südpark. Es war ein langer Weg, bis die Politik, nach dem Brand von vor genau zehn Jahren (26.4.2016), immerhin den Neubau eines Hallenbades für Höntrop beschloss. Doch mit der Genehmigung der Bauvoranfrage für den Schwimmbadneubau kam die erste Anwohnerklage, das war 2021.

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