Die Linke Bochum geht in ihrer aktuellen Pressemitteilung auf die Enthüllung über Zustände im Ordnungsamt Bochum ein: »Die WAZ hat in mehreren Beiträgen ausführlich über die skandalösen Vorgänge im Bochumer Ordnungsamt berichtet. Nun hat Oberbürgermeister Jörg Lukat das Rechnungsprüfungsamt zu einer Sonderprüfung aufgefordert. Vorab hat die Stadt in einer Stellungnahme ausgedrückt, dass sie kein strukturelles Problem sehe und es sich um Einzelfälle handle.
Dazu bemerkt Lara Lösch, Kreissprecherin der Bochumer Linken: „Dass der Oberbürgermeister Lukat jetzt handelt, ist längst überfällig. Aber ehrlich gesagt: Wie kann es überhaupt sein, dass in einer städtischen Behörde wiederholt Frauen sexuell belästigt werden? ‚Obszöne Kommentare, ein Griff an den Po‘ – geht’s noch?! Insider berichten von einem System, in dem Fehlverhalten geduldet oder vertuscht wird und trotzdem redet die Stadt von Einzelfällen und will kein strukturelles Problem sehen – das ist ohne Worte. Viele Frauen erleben genau solche Zustände jeden Tag am Arbeitsplatz. Wer das kleinredet und die strukturellen Ursachen leugnet, ist Teil davon. Die angekündigte Prüfung reicht längst nicht aus. Lukat muss Verantwortung übernehmen, das Versagen klar benennen und die Behörde von Grund auf neu aufstellen.“
„Wenn sich wirklich herausstellen sollte, dass Rassismus, sexuelle Übergriffe gegen Frauen und NS-Verherrlichung im Ordnungsamt an der Tagesordnung sind, dann gehört diese gemeingefährliche Behörde aufgelöst“, ergänzt Bernhard Koolen, Kreissprecher der Bochumer Linken und fragt abschließend: „Wer schützt uns eigentlich vor diesem Ordnungsamt?“«