Im Kino Endstation wird am kommenden Dienstag, 29. Oktober um 20 Uhr im Rahmen von endstation.goldkante der Film Ellbogen gezeigt: »Hazals sehnlichster Wunsch: eine Chance im Leben. Trotz unzähliger Bewerbungen, findet sie keinen Ausbildungsplatz. Stattdessen stößt sie auf Vorurteile und wird immer wieder auf ihren Platz verwiesen. Doch an ihrem 18. Geburtstag fühlt sich Hazal stark.
Das Netzwerk „Stadt für Alle“ wird am kommenden Dienstag, 29. Oktober um 19 Uhr in einer Veranstaltung „Visionen für eine gemeinwohlorientierte Nachnutzung des Bildungs- und Verwaltungszentrums und der Musikschule Bochum“ präsentieren: »Nach dem Umzug von Stadtbücherei und VHS in das neue „Haus des Wissens“ soll das erst 1980 eröffnete Gebäude des Bildungs- und Verwaltungszentrums (BVZ) abgerissen werden. Dieses Schicksal ist auch für das Gesundheitsamt und optional für das Gebäude der Musikschule vorgesehen. Die Stadt Bochum möchte die dann freien Flächen zwischen Rathaus und Appolonia-Pfaus-Park als Grundstücke für Wohnungsbau vermarkten.
Das Kino Endstation spielt am kommenden Samstag in Kooperation mit dem Bahnhof Langendreer und dem Informationsbüro Nicaragua den Film Patrol und schreibt dazu in seinem Programm: »Als durch illegale Viehzucht große Teile des Regenwaldes in Nicaragua zerstört werden, schließen sich indigene Ranger mit dem amerikanischen Naturschützer und Undercover-Journalisten Christopher Jordan zusammen, um die politischen Verstrickungen der Regierung mit der Fleischindustrie aufzudecken.
Der Flüchtlingsrat NRW richtet sich mit einem offenen Schreiben an alle Engagierten in der Flüchtlingssolidaritätsarbeit: »derzeit wird in Nordrhein-Westfalen die Einführung einer Bezahlkarte für Schutzsuchende intensiv vorbereitet bzw. mancherorts bereits umgesetzt. Auf der Bundesebene wurde im April durch eine Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) die rechtliche Grundlage für eine Leistungsgewährung mittels Bezahlkarte geschaffen. Dies betrifft nicht nur, wie ursprünglich vorgesehen, Empfängerinnen von sogenannten Grundleistungen, die in den ersten 36 Monaten gewährt werden, sondern alle Leistungsempfängerinnen nach dem AsylbLG. In NRW wird aktuell über einen Gesetzentwurf[1] beraten, der im Sinne landesweiter Einheitlichkeit die Leistungsgewährung per Karte als Regelfall vorsieht. NRW und weitere 13 Bundesländer greifen bei der Umsetzung der Bezahlkarte auf die Dienstleistungen des in einem bundesweiten Vergabeverfahren ausgewählten Gemeinschaftsprojekts SocialCard zurück.
Mit Rücksicht auf den Schabbat findet das jährliche Gedenken an die Reichspogromnacht in Bochum in diesem Jahr bereits am Freitag den 8. November um 14.30 Uhr an der Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz statt. Schüler:innen des Louis-Baare-Berufskollegs werden an Siegbert Vollmann erinnern, der nur knapp einer Verhaftung entging. Nach dem Sieg über die faschistische Diktatur wurde er Vorsitzender der neuen Jüdischen Gemeinde. Er war Ansprechpartner für die überlebenden Bochumer Juden in aller Welt. Näheres auf dem Einladungsflyer;
Am Sonntag, den 27. Oktober um 16 Uhr findet in der KoFabrik der nächste Kaffeeklatsch von attac statt. Thema ist die enorme Tarifflucht in Deutschland. Patrick Loos, Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall wird einen Diskussionseinstieg geben. Attac schreibt: »Seit Mitte der 90er Jahre ist die Zahl der Betriebe, die an Tarifverträge gebunden sind, rückläufig. In NRW hat sich in den letzten 20 Jahren die Zahl noch einmal fast halbiert, von knapp 60% im Jahr 2000 zu 30% in 2021. Für die Beschäftigten bedeutet das Lohndumping – um 20% geringere Bruttomonatsentgelte 2021 – und (z.T. erhebliche) Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Für die Sozialversicherung bedeutet das: bundesweit Mindereinnahmen von 43 Mrd.€. Bund, Land und Kommunen verlieren Steuereinnahmen von 27 Mrd.€. Also höchste Zeit, etwas gegen die Tarifflucht zu tun!
Das Fritz Bauer Forum wirbt für ein Buchprojekt: »In Zeiten des vollzogenen Rechtsrucks und von Faschist*innen in deutschen Parlamenten möchten wir einmal mehr die Bedeutung des Widerstands gegen diese Bewegungen hervorheben. Die Erinnerung an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus steht in Deutschland meist in Verbindung mit Orten wie Berlin oder München, die Wenigsten denken dabei an das Ruhrgebiet. Doch auch hier wurde Widerstand geübt, oft mit dramatischen Konsequenzen.
Am Donnerstag den 24.10. um 19 Uhr in der Zanke referiert Kristin Platt im Rahmen der Aktions- und Bildungswochen gegen Antisemitismus zum Thema „Holocaust – kein Begriff einer Debatte. Über Namen, Anerkennung und Relativierungen“.Kristin Platt ist Professorin an der RUB und leitet das dortige Institut für Diaspora- und Genozidforschung. Im Juli 2024 ist ein sehr umfangreiches Buch (776 Seiten) von ihr erschienen mit dem Titel: „Die Namen der Katastrophe – »Holocaust« und »Shoah« als sprachliche und soziale Zeichen“. Der Verlag des Buches schreibt:
Zu dem gestern im Bundesrat gestoppten „Sicherheitspaket“ hatte der Flüchtlingsrat NRW gestern vor den Abstimmungen im Bundestag und Bundesrat auf folgende Erklärung aufmerksam gemacht: »Anlässlich ihrer Herbsttagung in Erfurt fordern PRO ASYL und die Landesflüchtlingsräte die Bundestagsabgeordneten auf, das sogenannte Sicherheitspaket abzulehnen. Auch nach den jüngsten Änderungen gilt: Die für bestimmte Gruppen von Flüchtlingen vorgesehene Streichung von Sozialleistungen steht im klaren Widerspruch zur Verfassung.
Der Haushaltsplanentwurf 2025 der Landesregierung in NRW sieht die weitgehende Zerschlagung des Förderprogramms „Soziale Beratung von Geflüchteten“ vor. Alle 77 Stellen der Beratung für das Asylverfahren in den Landesunterkünften, alle 14 Stellen der Beratung für unbegleitete minderjährige Geflüchtete sowie mindestens 6 Stellen für die fachliche Begleitung und Qualifizierung sollen gestrichen werden.
Am Samstag, den 12. Oktober kam in Bochum ein Mann durch Polizeischüsse zu Tode. Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener schreibt dazu: »Wieder einmal ist ein verwirrter Mann in Folge eines Polizeieinsatzes zu Tode gekommen. Für das Erschießen eines zu dem Zeitpunkt verwirrten und in der Folge randalierenden Menschen braucht es weder ein Sondereinsatzkommando noch Polizisten – das würde jeder mit Schusswaffe versehene Laie hinbekommen.
Seit dem 7. Oktober 2023 und dem folgenden Krieg in Gaza haben Antisemitismus und Verschwörungsideologien zugenommen. Der Workshop „Verschwörungsideologien und Antisemitismus“ bietet eine fundierte Einführung in die verschiedenen Ausprägungen der Verschwörungsideologien und will so deren antisemitische Wurzeln beleuchten.
Die italienische Neo-Psychedelic-Rockband Thomas Greenwood & The Talismans besucht die BASTION im Rahmen ihrer Ates-Europatournee am 22. Oktober. Einlass ist ab 19h. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist aber zwingend erforderlich.
Das Bochumer Klimaschutzbündnis macht auf die laufende Petition zur Rettung der Bochumer Bäume aufmerksam. Sie kann von Bochumer Bürger und Bürgerinnen unterschrieben und weiter verbreitet werden. Sie soll dazu beitragen, in allen Stadtplanungsprozessen dem Erhalt von Bäumen und Waldgebieten auf dem Gebiet der Stadt Bochum den Vorrang einzuräumen.
Am 7. Oktober fand im Bahnhof Langendreer ein gut besuchtes Seminar zu der Frage, ob ein AfD-Verbot sinnvoll ist oder nicht. Bo-alternativ berichtete darüber.
Auf der Initiativenseite „AfD Verbot Jetzt“ wird nun unter dem Motto: „Start massenhafter Ansprache der Abgeordneten“ dazu aufgerufen, die Abgeordneten aus dem eigenen Wahlkreis direkt mit der Forderung anzuschreiben.
Bereits im Herbst 2023 wurde der gemeinnützige Verein „Initiative für Nachbarschaft und Nachhaltigkeit Bochum-Dahlhausen e.V.“, kurz IfNuN, für den „Engagementpreis Nachhaltigkeit NRW 2024“ nominiert. Mit dem Projekt „Dahl´sen blüht auf!“ konnte sich die in vielfältiger Weise aktive Initiative als eines von zwölf Projekten gegen 188 Mitbewerber:innen durchsetzen.
Jetzt für Bochumer Initiative IfNuN e.V. abstimmen.
Der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW e.V. bietet am 30.10.2024 von 18:30–20:00 in Bochum, Herner Straße 406 eine Schulung für Menschen, die eine PsyWill ausfüllen wollen – mit Praxisteil und konkreten Hilfen.
»Wir erklären, was unbedingt beachtet werden sollte, damit die PsyWill wirksam ist. Wir klären über rechtliche Möglichkeiten und Grenzen auf. Und wir gehen das Formular gemeinsam mit Euch durch. Das Seminar ist kostenlos. Mitzubringen sind nur Stifte und Notizhefte. Ziel des Seminars ist, dass Ihr in der Lage seid, Eure PsyWill vollständig auszufüllen. Bei komplexen individuellen Fragen kann am Ende ein Beratungs-Termin mit uns vereinbart werden. Weitere Informationen gibt es auch unter www.psywill.de
EssBO! Ernährungsrat Bochum bietet an den nächsten Sonntagen Einstiegskurse ins ökologische Gärtnern und zur Erzeugung von Biokohle an. Außerdem gibt am Samstag, den 2. November einen Workshop „Essbare Pilze sammeln, einlegen und fermentieren„: »Steinpilz, Pfifferling, Hallimasch… wir entdecken und sammeln essbare Pilze. In diesem Workshop geht es neben dem Sammeln auch um die gemeinsame Verarbeitung der Pilze: Konservieren, Marinieren, Fermentieren. Eine erfahrene Pilzkundlerin gibt ihre langjährige Erfahrung weiter:
In Kooperation mit dem Endstation Kino und Filmemacherin Solmaz Gholami zeigt Amnesty International Bochum am 23. Oktober um 18 Uhr den Film „Raving Iran“. Die Vorführung ist Teil einer Filmreihe, die noch bis Dezember vielfältige Perspektiven auf den Iran zeigt. Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch statt, das neben einer Einordnung in die heutige Situation im Iran auch Gelegenheit zum Austausch bieten soll. Der Eintritt ist frei.
Am Donnerstag findet um 10 Uhr vor dem Landgericht ein bizarrer Strafprozess statt. Ein 22-jähriger Anarchist ist wegen Leistungserschleichung gem. § 265a StGB angeklagt. Er war 7 mal schwarzgefahren. Das Besondere daran: Er hatte ein Schild um den Hals getragen: „Ich fahre umsonst. Also ohne gültige Fahrkarte.“
Der Mieterverein Bochum lädt zu einer Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmewende in Bochum ein: Mittwoch, 23.Oktober, 18.30 Uhr, Mieterverein Bochum (Brückstraße 58). Mit Helge Ehrhardt (Diplomingenieur für Zukunftstechnologien; Scientist for Future). Der Eintritt ist frei.
Der Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgebung kommentiert in seiner aktuellen Pressemitteilung das Handlungskonzept Wohnen, das am letzten Donnerstag im Rat mehrheitlich verabschiedet wurde: »Das über zwei Jahre intensiv diskutierte Konzept gibt die wohnungswirtschaftlichen Leitlinien für die kommenden Jahre vor. Beschlossen wurde eine Neuausrichtung, die verstärkt auf Bestandspolitik setzt. Dazu gehört zentral die Einführung einer Wohnraumschutzsatzung und mehr Neubau in der Innenentwicklung. Der Mieterverein sieht darin eine richtige veränderte Schwerpunktsetzung.
Im Bahnhof Langendreer wird am kommenden Dienstag auf Einladung von Greenpeace der Naturfotograph Markus Mauthe zu Gast sein: »Wie können möglichst viele von uns zu aktivem Umwelt- und Klimaschutz bewegt werden? Der Naturfotograf Markus Mauthe zeigt das sehr eindrucksvoll in seiner neuen Live-Reportage: mit einem überwältigenden künstlerischen Porträt unserer Erde, einer schonungslosen Dokumentation des Klimawandels sowie Beispielen vom weltweiten Engagement der betroffenen Menschen dagegen!
Die Bochumer Amnesty-Gruppen rufen zur Einreichung von Werken zur 51. Kunstauktion zugunsten von Amnesty International auf. Vom 21.10. bis zum 03.11. können Künstlerinnen und Künstler bis zu drei Kunstwerke im Café Ferdinand abgeben, die dann am Sonntag, dem 8. Dezember im Prinz Regent Theater unter den Hammer kommen. Der Erlös kommt der Menschenrechtsarbeit von Amnesty International zugute; auf Wunsch fließt ein Drittel an die Künstlerinnen und Künstler zurück.
In einer Pressemitteilung der Gruppe Elf wird über die kommende Ausstellung in ihrem Atelier infomiert: »Bereits zum fünften Mal findet die Ausstellung ‚Handmade‘ statt. Die Künstler stellen ihre Werke in unserem Ausstellungsraum aus. Eröffnet wird die Werkschau am Freitag, den 18.10 von 18 – 20 Uhr. Weitere Öffnungszeiten: Sa 19.10 von 16 – 19 Uhr/So 20.10. von 16 – 18 Uhr/Sa 26.10. von 16 – 19 Uhr. Am Sonntag den 27.10. von 16 – 18 Uhr endet die ‚Handmade V‘. Die Künstlerin Silvia Szlapka präsentiert ihre Rauminstallation „Haut und Hülle“: eine metaphorische Darstellung der Häute und Hüllen, die wir uns im Laufe des Lebens ‚anziehen‘. Thematisiert werden gesellschaftliche Normen, aber auch Mobbing, physische wie psychische Verletzungen, sexuelle Erwartungen, Maskierung, Demoralisierung und die gewählte Selbstdarstellung.
Die GEW Bochum informiert in ihrer Pressemitteilung über ihre Jahreshauptversammluung in der letzten Woche: »Angesichts des Jahrestages des terroristischen Angriffs der Hamas auf Israel am 7.10.2023 wurde zunächst ein Appell an die Politik verlesen, in dem die GEW ihre Betroffenheit über den im letzten Jahr stark angestiegenen Antisemitismus zum Ausdruck bringt und mehr Ressourcen für politische Bildung und Präventionsarbeit gegen Antisemitismus und Rassismus fordert. Anschließend erhoben sich die ca. 50 Anwesenden zu einer Schweigeminute.
Das Netzwerk Antidiskriminierung der Universitätsallianz Ruhr – ein Zusammenschluss der Unis in Bochum, Dortmund und Essen-Duisburg – bietet vom 28. 10- 15. 11. Aktionstage gegen Antisemitismus und Rassismus an: „Vor dem Hintergrund auch an Hochschulen verstärkt vorkommender Vorfälle ist es besonders wichtig, menschenfeindliche wie dehumanisierende Narrative klar zu benennen und kritisch zu hinterfragen, ohne Diskriminierungsformen gegeneinander auszuspielen.“
In Kooperation mit der VHS Bochum bietet die VVN mit Michael Niggemann am 20.10.2024 einen Stadtrundgang durch Bochum an.
Die Übergabe der politischen Macht an die faschistische Regierung und ihre Folgen, Massenaufmärsche und Propaganda, Gleichschaltung und Terror, Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner, der Bochumer Jüdinnen und Juden und anderer Personengruppen, lassen sich am Schicksal einzelner Menschen und im Alltag unserer Stadt an vielen Orten erfahrbar machen.