Die Linksfraktkion greift auch den Versiegelungswahn der Stadt Bochum auf und schreibt : >>Ratsmehrheit will Versiegelung nicht bremsen Zur Ratssitzung beantragte die Linksfraktion einen Flächenverbrauch-Stopp bis 2030 für Bochumer Grundfläche. Der Antrag sah vor, dass die neu versiegelte Fläche spätestens ab 2030 die in einem Kalenderjahr entsiegelte Fläche nicht übersteigen darf und ab 2035 jährlich mehr Fläche entsiegelt als versiegelt wird. Eine Ratsmehrheit lehnte den Antrag ab.
Die PLattform Ruhr lädt zu einem Kennenlerntreffen ein und schreibt : >>Am Samstag (13.05, 19h im botopia) laden wir als Plattform Ruhr zu einem Kennenlerntreffen in Bochum ein. „Eine Inflation, die dafür sorgt, dass wir am Ende des Monats kaum noch was in der Tasche haben. Mieten, die ohnehin seit Jahren immer weiter steigen. Miese Löhne und Chef:innen, die uns schikanieren. Zunehmende soziale Vereinzelung. Rassistische Gewalt. Sexistische Unterdrückung. Eine immer näher kommende Klimakatastrophe. Und noch dazu Kriege überall auf dem Globus. Es steht nicht gut um unsere Welt.
Beitrag von Alfons Zimmer, Pastoralreferent an den Justizvollzugsanstalten i.R., beim Gedenkrundgang am 8. Mai 2023 auf dem Friedhof Freigrafendamm in Bochum
Ganz laut, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, sprechen heute am Ende unseres Rundganges die Personen auf diesen Stellwänden zu uns. Sie haben die Befreiung am Weltkriegsende entweder knapp erlebt oder sie haben sie nicht mehr erlebt. Politisch und weltanschaulich hatten diese Leute sehr unterschiedliche Standpunkte. Alle zusammen aber waren sie als Gegner der Hitlerdiktatur in Haft. Mit uns bilden sie nun einen großen solidarischen Kreis. Ihnen gelten die Schlussworte heute am 8. Mai und allen politischen Gefangenen aus den drei Bochumern Gefängnissen, 1. aus dem Bochumer Zentralgefängnis Krümmede, 2. aus dem Gerichtsgefängnis ABC-Straße, 3. aus dem Polizeigefängnis Uhlandstraße. Soweit auswärtige Gefangene damals in Bochum während der Haft verstorben sind, sind auf diesem Friedhof begraben worden.
Am 13.März 1932 (und am 10.April, zweiter Wahlgang) wurden in Deutschland Wahlen zum Reichspräsidenten abgehalten. Kandidaten waren Paul von Hindenburg, Adolf Hitler und Ernst Thälmann, Vorsitzender der KPD. Die KPD führte ihren Wahlkampf damals unter der Parole „Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, wer Hitler wählt, wählt den Krieg“. Die KPD sollte mit ihrer Einschätzung und Beurteilung der Konsequenzen aus dieser Reichspräsidentenwahl absolut richtig liegen. Paul von Hindenburg wurde gewählt und ernannte am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler. Auch in der SPD gab es Menschen, die vor Hitler warnten und seine Kriegspläne früh durchschaut haben. Zu ihnen gehört Franz Vogt, seit 1920 SPD-Mitglied, seit 1932 Mitglied der SPD-Fraktion im preußischen Landtag, kurzzeitig auch Abgeordneter im Reichstag. In seinen autobiographischen Aufzeichnungen vom März 1934, verfasst nach der geglückten Flucht aus Deutschland im holländischen Exil, schreibt er:
Am Sonntag, den 14. Mai um 16 Uhr findet die nächste Ausgabe des monatlichen politischen Kaffeeklatsches der Bochumer Gruppe von Attac statt und und wird der Frage nachgehen, ob der Ausstieg aus der Autogesellschaft gemeinsam mit den Beschäftigten klappen kann. »Angesichts der Klimakrise ist doch eigentlich klar, dass wir ein radikales Umsteuern in allen Bereichen brauchen – vor allem auch im Verkehrssektor. Wir müssen raus aus der Autogesellschaft, wenn wir Klima und Umwelt und vernünftige Lebensbedingungen für die Menschen in Einklang bringen wollen.
Die Radwende nimmt in der neuesten Pressemitteilung Stellung zum beschlossenen Radverkehrskonzept: »Der Rat der Stadt hat das Radverkehrskonzept (RVK) in der Sitzung am vergangenen Donnerstag in der von der Verwaltung vorgelegten Version beschlossen. Radwende Bochum ist darüber enttäuscht. Die rot-grüne Stadtregierung hat es verpasst, anspruchsvollere und eindeutigere Ziele zu beschließen. Die Radwende hatte zusammen mit VCD und ADFC konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu der Fragestunde für Einwohner*innen in der Bezirksvertretung Südwest am 10.05.2023: »Auf der im Ratsinformationssystem der Stadt Bochum (RIS) veröffentlichten Tagesordnung für die Sitzung der Bezirksvertretung Südwest am 10.05.2023 steht ganz oben – wie seit Januar 2021 üblich – die „Einwohnerfragestunde“. Wie leider ebenfalls üblich, ist dort aber nicht vermerkt, ob überhaupt Fragen gestellt werden und auch nicht von wem zu welchem Thema.
MUTTER von Carolin Schmitz mit Anke Engelke // Trailer
Endstation.kino schreibt: »Am Freitag, den 12.05. ist um 18.00 Uhr im endstation.kino als Beitrag zum anstehenden Muttertag der experimentelle Spielfilm Mutter zu sehen. Im Anschluss an die Vorstellung ist Regisseurin Carola Schmitz zur Diskussion anwesend. Mit acht Originalstimmen von Frauen, die durch die Darstellung von Anke Engelke in einer inszenierten Figur zusammengeführt werden und beschreibt der Film ein vielschichtiges Bild von Mutterschaft.
Im Rahmen einer Veranstaltung von Aktion pro Afrika am Dienstag, den 16.5. wird der Menschenrechtsaktivist und Auto Olaf Bernau einen Vortrag zur Situation in Mali halten: »Olaf Bernau ist ein ausgezeichneter Kenner der Situation, der im Rahmen des transnationalen Netzwerks Afrique-Europe-Interact (aei) schon über 10 Jahre mit einer malischen Bauerngewerkschaft und AME, der Selbstorganisation abgeschobener Migranten in Bamako, zusammenarbeitet.
Am Samstag, den 6.5. hat ein ziemlich großes Bündnis von Initiativen und Organisationen einen antifaschistischen Kampftag auf dem Dr.-Ruer-Platz organisiert. Von Esther Bejarano inspiriert, soll damit u. a. der 8. Mai zu einem Feiertag erklärt werden. Die Veranstalter:innen werden eine Dokumentation des Tages erstellen. Vorab schon der Redebeitrag der VVN-BdA und einige Fotos:
Friday for Future hat am Freitag gegen das offdensichtliche Greenwashing der Stadt demonstriert. Emir erklärte für Fridays for Future: »Der Anlass zur heutigen Demo ist das 30-jährige Jubiläum des Klimabündnisses, dem die Stadt Bochum vor 30 Jahren beigetreten ist. Dieses Bündnis halt als Leitbild: „Für lokale Antworten auf die globale Klimakrise“. Dabei ist der Knackpunkt: die lokalen Antworten auf diese Krise.
Die Betroffenenberatungsstellen in NRW „Backup“ und „Opferberatung Rheinland“ dokumentieren seit 2017 gewalttätige Angriffe und veröffentlichen jährlich eine eigene, unabhängige Jahresstatistik für das Bundesland NRW. Für das Jahr 2022 verzeichnen sie erneut einen Anstieg an Gewalttaten.
Die bobiennale feiert die freie Kulturszene Bochum mit über 120 Veranstaltungen
In der Pressemitteilung heißt es: »Kunst „um die Ecke“: Das Kulturfestival bobiennale bringt freie Bochumer Künstler:innen zu ihrem Bochumer Publikum mitten in die Stadt und auf die Straßen. An zehn Tagen vom 11. bis zum 21. Mai präsentieren, inspirieren und unterhalten fast 200 Künstler:innen bei über 120 Veranstaltungen.
Im Rahmen der bobiennale stellt der Journalist Simon Schomäcker am Montag, dem 15.5. um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer sein Radio-Feature vor: »Vier autofreie Sonntage mit bundesweiten Fahrverboten hatte die Bundesregierung unter Willy Brandt im November und Dezember 1973 veranlasst. Grund dafür war die Ölkrise, die die Preise stark steigen ließ. Spätestens als das Erdöl wieder erschwinglicher wurde, waren die autofreien Tage wieder vom Tisch – zumindest die verpflichtender Art.
Die GEW Bochum lädt am 10. Juni von 15:00 – 18:00 Uhr in der KO-Fabrik zu einem Workshop ein: »Wie schaffen wir mit Schüler:innen eine lebendige Erinnerungskultur? Wie können neue Unterrichtsmodelle wie das Deeper Learning die Schüle:rinnen zu einem eigenständigen und authentischen Beitrag zu Erinnerungskultur bewegen? In fünf Workshops mit praktischen Unterrichts- und Projektbesipielen möchten wir uns mit Lehrer:innen, Lehramtsanwärter:innen, Studierenden und Multiplikator:innen darüber austauschen. Die Teilnehmenden wählen aus fünf Workshops:
Das Solibündnis für Rojava lädt am kommenden Donnerstag, den 11.05. um 19 Uhr in den Räumlichkeiten von DIDF, Rottstraße 30, zu einer Veranstaltung ein mit dem ehemaligen Abgeordneten der HDP Ali Atalan zu den bevorstehenden Wahlen in der Türkei: »Am 14.05.2023 finden in der Türkei Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Erstmals seit mehr als 20 Jahren gelten die AKP und Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan nicht mehr als klare Favoriten. Bei den Präsidentschaftswahlen steht Erdogan dem Oppositionsführer der CHP Kemal Kilicdaroglu gegenüber, der von einem breiten Bündnis Millet İttifakı (Bündnis der Nation) gestützt wird.
Es geschieht selten, dass Radfahren in der Innenstadt Spaß macht. Gestern war so ein Tag. Radwende und urbanRadeling hatten zur vierten Kidical Mass aufgerufen und 234 Teilnehmer:innen waren gekommen. Marek Nierychlo von der Radwende sagte zur Begrüßung: »Wir haben uns heute hier versammelt, weil wir trotz vollmundiger Versprechungen für bessere Radwege kaum Veränderungen wahrnehmen. Bisher wurden ca 1,5 km pro Jahr gebaut und damit vergleichbar mit dem Langlauf bei den Bundesjugendspielen in Grundschulen. Wir leben hier in einer Großstadt, die dem Kindesalter längst entwachsen ist. Bochum kann mehr. Was wir brauchen und hiermit fordern sind Radwegstrecken eines Halbmarathons. 20 km pro Jahr. Machbar ist dies. Unter anderen mit Pop-Upbike-Lanes. Weltweit werden diese in anderen Städten umgesetzt.
Fridays for Future weist auf das Klimacamp hin, das mitten in der Bochumer Innenstadt, an der Grabenstraße vor der Pauluskirche, vom 15.06. bis zum 29.06. ein aufgeschlagen wird. Getragen wird die Aktion von einem breiten Bündnis aus Klimaschutz-Initiativen, Kirchengemeinde und sozialen Gruppierungen: »Das Klimacamp ist eine Mahnwache, die für einen Zeitraum von zwei Wochen angemeldet ist. Für die Dauer des Klimacamps werden rund um die Uhr Aktivist*innen anwesend sein: Tagsüber gibt es einen Infostand, tägliche Aktionen, Demonstrationen und politischen Reden und während der Nacht werden die Zelte aufgeschlagen.
Die Initiative „Genug ist Genug“ hat der Redaktion ihren Redebeitrag auf der revolutionären Vorabenddemo geschickt und schreibt dazu: »Seit mehr als einem Jahrhundert wird innerhalb der Linken darüber debattiert, ob es eher durch Reformen oder eine Revolution gelingen kann, den Kapitalismus zu überwinden. Im Folgenden möchten wir eine längere Version unseres Redebeitrags zur Verfügung stellen, den wir am 30.04.2023 auf der revolutionären Vorabenddemo in Bochum gehalten haben. In diesem plädieren wir dafür, bestimmte Arten von Reformen nicht als Gegensatz, sondern Teil revolutionäre Praxis zu begreifen.
Die vor zwei Jahren gestorbene Esther Bejarano (Foto mit Microphone Mafia) hat dazu aufgerufen, den 8. Mai zum Feiertag zu erklären, damit an die Befreiung vom faschistischen Terror erinnert wird. Der antifaschistische Kampftag heute ab 14 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz unterstützt diese Forderung. Neben Microphon Mafia sind folgende Gruppen, Initiativen und Organisationen heute mit Infoständen und Wort- und Musikbeiträgen vertreten:
Das neue Netzwerk Bochum Initiativ lädt am Sonntag, 14.Mai zu einer Rad Schnitzeljagd ein. Über 20 zivilgesellschaftliche Initiativen, nachbarschaftliche Orte und gemeinwohlorientierte Projekte öffnen an diesem Tag von 11 – 17 Uhr ihre Türen für alle interessierten Bochumer:innen. Diese zeigen ihre Aktivitäten, laden zum Mitmachen ein und bieten vor Ort Getränke wie Snacks an. Die Idee der Rad Schnitzeljagd ist es, per Rad, zu Fuß oder per ÖPNV gleich mehrere Projekte an einem Tag zu besuchen und kennenzulernen.
Der „Heusner Vertriebenen Verband“ lädt am 10. Mai um 20 Uhr in der Goldkante zu einem Vortrag über die Geschichte des Viertels, die Strukturen der Besetzung und den Umgang städtischer Politik mit derselben: »Das Heusnerviertel war ein mehrere Straßenzüge umfassender Teil von Bochum-Hamme und wurde ursprünglich als Siedlung für Arbeiter*innen der umliegenden Zechen und Krupp-Werke gebaut. In den 1980er-Jahren plante die Stadt Bochum, die Straßenzüge abzureißen und an deren Stelle eine Umgehungstrasse (sg. Westtangente) zu bauen.
Der am 30. April 2023 im Kino Endstation des Bahnhof Langendreer in Uraufführung gezeigte Dokumentarfilm zu Josef Anton Gera steht nun auch online zur Verfügung.Am 5. Oktober 2022 entstand im Bochumer Westpark ein Reverse Graffito. Zum Inhalt: Am 5. Oktober 2022 entstand im Bochumer Westpark ein Reverse Graffito. Das mit einem Hochdruckreiniger aus der Patina einer Betonmauer herausgearbeitete Porträt zeigt Josef Anton Gera. Der 59jährigen Josef Gera war 25 Jahre zuvor auf diesem Industriegelände von zwei Rechtsradikalen derart zusammengeschlagen worden, das er am 16. Oktober 1997 in einem Krankenhaus verstarb.<
Erst beugten sich die Grünen im Bund den Plänen von Bundesverkehrsminister Volkler Wissing (FDP), die Autobahnen in Deutschland beschleunigt auszubauen. Sein NRW-Kollege Oliver Krischer (B90/Die Grünen) kündigte Widerstand an und forderte Nachbesserungen. Am Dienstag fiel er um und winkte die 66 für NRW vorgesehenen Projkte durch. Eine Mitbestimmung des Landes über einzelne Projekte sei gar nicht vorgesehen, die Verantwortung für die Ausbaupläne liege allein in Berlin. Die Bochumer Grünen halten bisher ihren Widerstand gegen den sechsspurigen Ausbau der A40 aufrecht. Wie lange noch?
Am Donnerstag, den 11. Mai um 19 Uhr ist Phillipp Möller, Autor und der aktuelle Vorsitzende des Zentralrats der Konfessionsfreien, zu Gast im Bahnhof Langendreer. Sein Thema: „Die Entwicklung der Bundesrepublik zu einem säkularen Staat“. Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Religionsfrei im Revier und dem Bahnhof Langendreer. Der Eintritt ist frei.
Das Fritz Bauer Forum lädt am Donnerstag, den 11. Mai um 18 Uhr zu einem Vortrag von Dr. Thomas Galli (Augsburg) im Q1-Eins im Quartier, Halbachstr. 1 ein: Der Rechtsanwalt und ehemalige Leiter von Strafanstalten stellt seinen neuen Podcast „Schuld. Strafe. Recht?” für die Webseite des Bochumer Fritz Bauer Forums vor: »Der Titel des neuen Podcast von Thomas Galli, „Schuld. Strafe. Recht?“, ist speziell was das Fragezeichen hinter Recht betrifft sein Programm. Er ist auch durchaus in Anlehnung an Fritz Bauer zu verstehen, der als Generalstaatsanwalt während seiner Amtsjahre für die Gefängnisse zuständig war.
Der Verein zur Förderung des Instituts für soziale Bewegungen lädt am Mittwoch, 10. Mai 2023, 17 Uhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets zu einer Podiumsdiskussion mit Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW ein. Der Titel der Veranstaltung: „Demokratie braucht Gewerkschaften – Lehren aus der Zerstörung der freien Gewerkschaften 1933“: »Vor 90 Jahren, am 2. Mai 1933 wurden die freien Gewerkschaften von den Nazis zerschlagen, eine weitere Etappe auf dem Weg in die Diktatur. Die Anhänger der Demokratie hatten es versäumt, die Nazis rechtzeitig zu stoppen.
Der Mieterverein lädt am Mittwoch, 10.Mai um 18 Uhr zur Veranstaltung „Wohnungen vs. Gewerbeflächen? – Zusammendenken!“ mit Kerstin Meyer (Institut Arbeit und Technik) in die Räume des Mieterverein Bochum (Brückstraße 58) ein.