Ein seit langer Zeit leerstehendes Gebäude in der Haldenstraße 47 ist am Samstag besetzt worden. Die Polizei hat inzwischen die Haustür aufgebrochen und die Besetzer:innen haben sich auf den Dachboden zurück gezogen. Eine Hundertschaft der Polizei ist inzwischen angerückt und sperrt den Zugang zum Haus. Unter #haldi47 gibt es bei Twitter aktuelle Infos.
Im Rahmen Aktionswochen gegen Antisemitismus findet am Montag, den 17.10. um 18.15 Uhr im Raum GD 04/520 in der Ruhr – Uni ein Vortrag von Dr. Andreas Seifert statt zum Thema: „Postkolonialer Antisemitismus zwischen Desmond Tutu und Documenta“. In der Ankündigung des Vortrags heißt es: »Der postkoloniale Antisemitismus ist mit dem Skandal um die Documenta 15 auch in der breiten Öffentlichkeit zu einem diskutierten Thema geworden. Neu sind antisemitische Tendenzen im Postkolonialismus allerdings nicht, vielmehr sind sie ein integraler Bestandteil postkolonialer Theorien. Der Vortrag wird die Besonderheiten des postkolonialen Antisemitismus und dessen Argumentation beispielhaft an der Person Desmond Tutus nachvollziehen.
Am 21.10. plant Fridays for Future Bochum die nächste Demonstration und zeigt damit schon einen Monat nach dem globalen Klimastreik erneut Präsenz. Thematisch wird diesmal auf die drastischen Folgen der Klimakatastrophe aufmerksam gemacht. Den Veranstaltungsbeginn bildet eine Startkundgebung um 14 Uhr auf dem Platz des Kuhhirten, mit anschließender Laufdemo durch das Bochumer Stadtparkviertel und einer Zwischenkundgebung im Stadtpark Nähe Schillerstraße. Auf dem Rathausplatz findet die abschließende Endkundgebung statt.
Jetzt hat der Platz an der Alleestraße 142 einen Namen. Die Bezirksvertretung Mitte hatte den Beschluss gefasst, den Platz als „Josef-Anton-Gera-Platz“ zu benennen und gestern wurde dies sichtbar gemacht. Am Aufgang zum Gelände steht nun ein Schild mit dem Hinweis auf die „rechte und homofeindliche Gewalttat“, die zum Tode von Josef Anton Gera geführt hat. Die Bezirksbürgermeisterin Gabi Spork (SPD) sprach über die zweifache Bedeutung des neuen Namens für den Platz: Einerseits ist es Erinnerung an das Opfer einer Tat von Rechtsradikalen, andererseits soll es Menschen motivieren, sich demokratisch und antirassistisch zu engagieren.
Das Wissenszentrum Interkultur (WZI), das International Office (IO) und das Forschungs- und Promotionszentrum TiFo laden ein zu Vortrag und Diskussion mit Prof Dr. Aram Ziai am Donnerstag. den 20.10. um 18:00 Uhr in der Aula der ev. Hpchschule: »Aram Ziai ist Professor für Entwicklungspolitik und Postkoloniale Studien in Kassel und wird in dem Vortrag „Zum Verhältnis von Kolonialismus, Entwicklungszusammenarbeit und Nachhaltigkeitszielen“ aufzeigen, wie sich das Sprechen über „Entwicklung“ verändert hat. Ausgehend vom Spätkolonialismus wird er die Transformation des Entwicklungsdiskurses nachzeichnen und am Beispiel der Sustainable Development Goals der UN veranschaulichen, worin alte und neue Merkmale dieses Diskurses bestehen.
Am Freitag, den 21.10., zeigt der Bahnhof Langendreer in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg Stiftung um 20.00 Uhr im endstation.kino den Film „Operation Moonbird“ über Seenotrettung aus der Luft. mehr…
Vonovia hat ihre Pläne für eine „reduzierte Bebauung“ des Grabelandes zwischen Brantropstraße, Holbeinstraße, Kaulbachstraße und Weitmarer Straße in Bärendorf in der Bezirksvertretung Südwest am 21.09.2022 vorgestellt. Laut dem Netzwerk für Bürgernahe Stadtentwicklung hat die Weitmarer Bürgerschaft hiervon aus der Lokalpresse und in der Bürgersprechstunde beim Bezirksbürgermeister erfahren. Die Tagesordnung zur Sitzung habe hierzu keinen Hinweis enthalten.
Den Krisen-Winter so mild wie möglich machen – dafür sollen möglichst viele Menschen aus Bochum jetzt auf die Straße gehen: Am kommenden Samstag (22. Oktober) gibt es eine zentrale Krisen-Kundgebung in Düsseldorf. Sie steht unter dem Motto: „Solidarisch durch die Krise“. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen.
Am Donnerstag fand im gut besuchten Kino-Café des Endstation Kinos die Vernissage zur Foto-Ausstellung von Judith Büthe zum Thema Flucht statt. Unter dem Titel „Solidarität mit allen Geflüchteten!“ zeigen die eindrucksvollen dokumentarischen Fotografien die Folgen der Abschottungspolitik der EU: Menschen an Bord von überfüllten Booten im Mittelmeer, hinter Stacheldraht in den Lagern auf den griechischen Inseln, auf langen Fußmärschen auf der Balkanroute. Begleitet werden die Fotografien von journalistischen Inhalten wie Interviews und Videos, die über QR-Codes abgerufen werden können.
Wenn die Redaktion von bo-alternativ bei der Pressestelle der Stadt Bochum eine Anfrage stellt, erhält sie in aller Regel eine freundliche Antwort. Manchmal wird darin Auskunft erteilt, manchmal wird versucht, etwas zu vertuschen. Auf die am Mittwoch schriftlich gestellte Frage, „wann und wie die Widmung des Josef-Anton-Gera-Platzes am Freitag stattfinden wird“, gab es gar keine Antwort. Bekannt ist, dass um 17 Uhr ein entsprechendes Straßenschild aufgestellt wird. Ort: Alleestr. 142. Am Samstag ruft die Antifaschistische Linke zu einer Demonstration und am Sonntag zu einer Mahnwache im Gedenken an die Ermordung von Josef Anton Gera auf:
Die Bochumer attac-Gruppe mobilisiert zur Demo am 22. 10. in Düsseldorf. Zu diesem Zweck gibt es am Samstag davor, 15. 10., zwischen 13 und 15 Uhr in der Massenbergstraße vor der Drehscheibe einen Infostand. Die Demo in Düsseldorf startet um 12 Uhr vor dem DGB-Haus. Sie ist eine von sechs Demonstrationen in Deutschland, die von einem Bündnis aus attac, dem BUND, Campact, der GEW, Greenpeace, dem Paritätischen, ver.di und der Volkssolidarität getragen werden. Weitere Orte sind Berlin, Dresden, Frankfurt, Hannover und Stuttgart. Das Motto lautet: Solidarisch durch die Krise – soziale Sicherheit schaffen und fossile Abhängigkeiten beenden.
Etliche „lose organisierte Menschen – hauptsächlich Iraner*innen, die den Menschen im Iran eine Stimme geben möchten, um sie in ihrem Freiheitskampf zu unterstützen“, rufen am Samstag, den 15. 10. um 16 Uhr vor dem Hauptbahnhof zu einer Kundgebung auf: »Frauen, Leben, Freiheit! Der kurdische Ausruf schallt durch das ganze Land und über seine Grenzen hinaus. Die Menschen im Iran, angeführt von mutigen Frauen*, fordern den Umsturz der islamischen Republik. Sie kämpfen für Freiheit und sie sterben für diese. Die iranische islamische Diktatur tut alles um diesen Mut der Freiheitskämpfer*innen zu zerschlagen.
Hierzu erreichte uns eine gemeinsame Presseerklärung von Radwende Bochum und Radentscheid Bochum:
»Die Bochumer Stadtverwaltung hat aktuell ein sogenanntes „Paket an Sofortmaßnahmen für den Radverkehr“ im Ratsinformationssystem veröffentlicht, über das zunächst am 19.10. im Mobilitätsausschuss und im November in einer Ratssitzung beraten werden soll. Radwende und RadEntscheid haben das Papier nun ausgewertet und festgestellt, dass der Vorschlag der Verwaltung tatsächlich keine “Sofortmaßnahmen” enthält.
Immer wieder landen in Deutschland Menschen in Abschiebehaft und werden somit ihrer Freiheit beraubt, ohne dass sie sich dagegen wehren können. Mehr als fünfzig Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet, unter ihnen der Flüchtlingsrat NRW, kritisieren diese Praxis in einem Positionspapier scharf. Sie fordern die zuständigen Bundesminister*innen auf, eine Pflichtbeiordnung von Anwält*innen in Verfahren zur Anordnung von Abschiebungshaft gesetzlich einzuführen. Der Flüchtlingsrat NRW hat zudem die nordrhein-westfälische Flüchtlingsministerin Josefine Paul aufgefordert, entsprechend in Richtung des Bundes tätig zu werden. Die Pressemitteilung in voller Länge.:
Im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus lädt die Jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen zu drei Vorträgen ein: »Der erste Vortrag von Dr. Pradeep Chakkarath (Ruhr-Universität Bochum) behandelt die Sozialpsychologie des Antisemitismus. Dr. Chakkarath schreibt hierzu:“Antisemitismus bezeichnet für gewöhnlich eine facettenreiche Feindseligkeit gegenüber Jüdinnen und Juden sowie ihrer Geschichte und Kultur. Der Vortrag wird auf einige zentrale Facetten des Antisemitismus eingehen und an seinem Beispiel illustrieren, welche Folgen Vorurteile und diskriminierendes Verhalten für menschliche Gesellschaften ganz generell haben können.
Das Zeitzeug_Festival wird 20 und die Organisatori:innen verkünden: »Im Jubiläumsjahr geht Zeitzeug_ zurück auf seinen Anfang, zurück in die Geschichte und zurück in die Zukunft. In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem Thema Zeit. Mit Zeit als messbare Struktur, mit Zeit als Erinnerung, mit Zeit als Vergänglichkeit, mit Zeit, die still steht. Keine andere Struktur bestimmt das menschliche Leben so sehr wie die Zeit. Doch was bedeutet diese Struktur, wie lässt sich dieses Phänomen beschreiben, darstellen, hinterfragen?
Die Unabhängigen Beschwerde- und Informationsstelle Flucht schreibt: »Am 14.10. kommt die „Monitoring Group“ aus Berlin für einen Workshop nach Bochum, in dem es um den Aufbau unabhängiger Beschwerdestrukturen in Flüchtlingsunterkünften geht. Die „Monitoring Group“ ist ein Zusammenschluss von Akteur*innen der Flüchtlingsarbeit und geflüchteten Frauen, die gemeinsam in einer Berliner Unterkunft eine Beschwerdestruktur aufgebaut haben. Bereits die Online-Veranstaltung vor einigen Monaten war so spannend, dass wir die Gruppe noch einmal eingeladen haben. Von ihren Erfahrungen und Kenntnissen bei Aufbau und Umsetzung der Beschwerdestruktur werden sie uns berichten und gemeinsam im Workshop mit uns diskutieren.
Die Initiative zur Rettung des Hallenfreibades Höntrop ist weiterhin aktiv und schreibt : >>Die Petition + RETTET DAS HALLENFREIBAD HÖNTROP + besitzt mit dem heutigen Tag 8.000 Unterstützer:innen! Der Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach ihrem beliebten Schwimmbad ist offensichtlich ungebrochen, denn die im Februar d.J. aufgesetzte Petition wächst immer weiter. Der Förderverein plant eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Bürgerbeteiligung.
Ein wichtiger und interessanter Vortrag im Bahnhof Langendreer zur Ökologische Bewegung in Rojava am Dienstag 18.10. um 19 Uhr: »Die Revolution in Rojava, Nordost-Syrien feiert ihr 10-Jähriges Bestehen. Inmitten des andauernden Konfliktes, getrieben durch imperialistische Mächte und dschihadistische Banden gibt es demokratische, antipatriarchalische sowie ökologische Entwicklungen. Die ökologische Bewegung steht vor zwei Herausforderungen: Dem Klimawandel und der Wasserpolitik des türkischen Staates. Wie ist die Lage heute? Wie steht der Krieg in Verbindung mit Klimagerechtigkeit? Make Rojava green again* berichtet über die aktuelle Lage in Rojava.
Theaterpremiere des Projektes „act now!“: 18.10. um 19:00 Uhr im Bahnhof Langendreer
Danny Friedrich, der das Projekt geleitet hat, schreibt uns: »Nach mehr als vier Jahren feiert das Projekt act now! – die junge Werkstatt für Theater, Performance und Spoken Word Kunst im Bahnhof Langendreer seinen Abschied.
Den Abschluss bildet hierbei das Theaterstück: „JABULANI – Mein beschissenes sonniges Herz“. Es handelt vom Erwachsenwerden, konkret aber vor allem vom Umgang mit psychisch erkrankten Eltern sowie vom Ringen um die eigene Autonomie und Gesundheit: Es ist Mitten in der Nacht. Plötzlich kommt der Anruf, von dem du immer befürchtet hast, dass er kommt.
Fluid – Zentrum für queere Kultur veranstaltet einen Workshop: >>Intersektionalität bezeichnet ein Konzept, welches verschiedene Unterdrückungsformen, die sich in einer Person überschneiden können, in ihrer Verwobenheit zusammendenkt. Wir werden uns mit folgende Fragen beschäftigen: Was bedeutet Intersektionalität? Wo liegen die Urspungsideen des Konzepts? Welche verschiedenen Diskriminierungs- und Identitätskategorien gibt es? Wie kann ich meine Privilegierungs- und Diskriminierungserfahrungen reflektieren? Wie kann ich mich sensibilisieren und handeln? Der Workshop findet in deutscher Lautsprache statt und ist offen für alle Geschlechter. Veranstaltet von queer_topia* (queertopia.de, ig,fb: queer_topia*). Dauer: 3 Stunden. Die Anmeldung ist erforderlich.
Pro Asyl, die Landesflüchtlingsräte und Hum Hain Pakistan e.V. kritisieren die Abschiebungen nach Pakistan und fordern einen Abschiebestopp. Aus der Pressemitteilung von heute: »Am heutigen Dienstag, den 11. Oktober, soll voraussichtlich vom Flughafen Frankfurt aus eine weitere Sammelabschiebung nach Pakistan stattfinden. Pakistan leidet nach wie vor stark unter der Flutkatastrophe und ihren Folgen. Viele Landesteile sind vom Rest des Landes abgeschnitten, mehr als 30 Millionen Menschen in Pakistan trifft die Flutkatastrophe direkt. Die Überschwemmungen haben Brücken, Straßen, Ernten und unzählige Häuser zerstört. Vielen Menschen fehlt jegliche Lebensgrundlage. Nun kommen schwere Krankheiten und Hunger dazu. UNO und WHO warnen vor einer humanitären Katastrophe, da keine Ernährungssicherheit gewährleistet werden kann und sich Malaria, Dengue oder Cholera massiv ausbreiten.
Die Mitarbeiter:innen von Cafe lysA informieren: »am Samstag, 15.10.2022 um 13:00 öffnen wir wieder die Türen für unser „lunchplus“ in den Räumen von DIDF an der Rottstraße 30, Bochum. Wir wollen gemütlich zusammen sein, gemeinsam etwas essen (jeder kann, wenn er/sie möchte, etwas zum Essen beitragen und mitbringen).
Die Basis für unseren lunch kochen wir bereits ab 11:00 Uhr, so dass sie rechtzeitig fertig ist. Für den musikalischen Beitrag haben wir diesmal die Bochumer Musikerin und Songwriterin Maren Winkler gewinnen können (nähere Infos hier). Eingeladen sind alle Menschen die Spaß und Interesse haben, sich mit Menschen aus anderen Kulturen und Ländern zu treffen und auszutauschen. Wir freuen uns auf Euch: die Mitarbeiterinnen vom Cafe lysA, vom WorldBeatClub und von DIDF!«
Unter dem Motto „solidarisch durch die Krise – #SolidarischerHerbst“ ruft ein bundesweites Bündnis die Menschen in Deutschland auf, in mehreren Städten auf die Straße zu gehen. In NRW wird zur Teilnahme an einer Demo und Kundgebung am Samstag, 22.10.2022 in Düsseldorf aufgerufen. ver.di informiert in der heutigen Pressemitteilung über die Mobilisierung bei uns: »Treffpunkt ist um 12:00 Uhr am DGB-Haus, Friedrich-Ebert-Straße 34, 40210 Düsseldorf, die anschließende Kundgebung findet um 13.15 Uhr vor dem Landtag NRW in Düsseldorf statt.
Die aktuelle Pressemitteilung der Sozialberatung Ruhr befasst sich mit den gestern veröffentlichten Plänen zum Gaspreisdeckel: »Wie verschiedenen Pressepublikationen zu entnehmen ist, empfiehlt die Kommission zum Gaspreisdeckel der Politik eine Einmalzahlung zur Abdeckung erhöhter Gaskosten sowie einen Gaspreisdeckel ab März 2023. Nach diesem Vorschlag soll die Bundesrepublik die Kosten der Kleingewerbetreibenden und Privatverbraucher für den Monat Dezember 2022 zur Gänze übernehmen und an die entsprechenden Gasversorger überweisen. Das Ganze soll dann wohl eine Art von rot-grüner Sozialpolitik darstellen und sozusagen ein Weihnachtsgeschenk an die Bürgerinnen und Bürger sein.
Während das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung von den Verantwortlichen in unserer Stadt eher als Ärgernis betrachtet wird, wird die Expertise dieser Inititative andererorts gewertschätzt. In der aktuellen Pressemitteilung des Netzwerks wird berichtet: »Nadja Zein-Draeger war am 07.10.2022 erneut für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung als Expertin für Bürgerbeteiligung im Studio der Lokalzeit Ruhr in Essen zu Gast.
Am Donnerstag, den 13. Oktober ab 18.30 Uhr, lädt der Bahnhof Langendreer zur Eröffnung der neuen Ausstellung „Solidarität mit allen Geflüchteten! Eine Ausstellung von Judith Büthe“ auf die Empore des Kino-Cafés ein. Die Eröffnung wird durch einen Vortrag der Seebrücke Bochum, die über Menschenrechtsverletzungen an den EU Außengrenzen berichtet, unterstützt. Zudem wird Judith Büthe in einem Gespräch über ihre Arbeit und Fotografien berichten.
Ab morgen beginnt eine Veranstaltungsreihe der RUB »mit einer historischen Einordnung dieser multiplen Zangenkrise durch Stefan Berger vom Institut für soziale Bewegungen und einem Kommentar von Kristin Platt vom Institut für Diasporaforschung der RUB. Die aktuelle Zangenkrise historisch einzuordnen heißt jedoch nicht, herauszufinden wie es z. B. 1914 gewesen ist, Vielmehr soll es in der Diskussion darum , sich gemeinsam einer Erinnerung zu bemächtigen, wie diese im Augenblick einer aktuellen, sehr großen Gefahr aufblitzt. «
Aus der Pressemitteilung: »Die Küchenbrigade, ab Do., 13.10. im endstation.kino zu sehen, ist nach Der Glanz der Unsichtbaren der neue Film von Louis-Julien Petit, mit den großartigen Audrey Lamy, François Cluzet, Chantal Neuwirth und Fatou Kaba in den Hauptrollen: Ein Film voller Menschlichkeit und Zärtlichkeit, komisch, unterhaltsam und bewegend, mit unendlicher Liebe für seine Protagonisten und die gute Küche:
Die Küchenbrigade - offizieller Kinotrailer - Kinostart am 15.09.2022
Die ebenso begnadete wie streitbare Köchin Cathy Marie ist Sous-Chefin in einem Sternelokal und steht kurz davor, ihren Traum eines eigenen Restaurants zu verwirklichen. Doch dann legt sie sich einmal zuviel mit ihrer Chefin an und findet sich plötzlich ohne Job und in ernsten finanziellen Schwierigkeiten wieder.
Der Flüchtlingsrat fordert in einer aktuelle Pressemitteilung gemeinsam mit PRO ASYL den sofortigen Abschiebestopp in den Iran: »Seit dem Tod der 22-jährigen Jîna (Mahsa) Amînî, die am 13. September verhaftet wurde, weil sie ihr Kopftuch nicht ordentlich getragen haben soll, breiten sich ausgehend von ihrer Heimatstadt Saqqez in vielen Teilen des Irans und Ostkurdistans Proteste gegen das unterdrückerische Ajatollah-Regime aus. Diese werden vorrangig von Frauen, LGBTIQ-Aktivistinnen, Schülerinnen und Studentinnen, Arbeiterinnen und vielen weiteren marginalisierten Gruppen angestoßen, organisiert und durchge-führt. Das iranische Regime reagiert mit brutaler Gewalt. Seit Beginn der Aufstände wurden bereits Hunderte Menschen ermordet sowie Tausende Protestierende verschleppt und inhaftiert.
Wieder einmal veranstaltet bodo eine Stadttour aus Sicht von Wohnungslosen: »Wie verbringen Wohnungslose ihren Tag? Wie sieht die Stadt aus der Sicht der „Menschen am Rand“ aus? Wie wird man überhaupt obdachlos ‑ und wie gelingt der Weg wieder runter von der Straße? Bei der sozialen Stadttour zeigt der bodo e.V. Bochum aus der Perspektive von Menschen ohne Wohnung – zum nächsten Mal am 15. Oktober um 11 Uhr.
Am morgigen Montag, den 10.10. läuft um 23.20 Uhr in der ARD eine Dokumentation über den dem Kanzleramt von Konrad Adenauer unterstelltem Bundesnachrichtendienst. „Der Film zeigt schonungslos neue, erschreckende Erkenntnisse aus der Forschung in den Archiven des Bundesnachrichtendienstes. In keiner anderen bundesdeutschen Organisation oder Behörde wurde in dieser Konsequenz an nationalsozialistischen Vorstellungswelten festgehalten und somit auch der Boden für rechtsextremistisches Gedankengut kontinuierlich genährt“, kündigt die ARD an. Der BND hatte außerdem nachweislich und verbotener Weise für Konrad Adenauer u. a. die SPD und FDP ausspioniert. Dr. Ralf Feldmann hatte in einer Bürgeranregung gefordert, dass der Konrad-Adenauer-Platz in Bochum nicht länger nach dem ehemaligen Kanzler benannt sein soll.
Der Fachschaftsrat Sozialwissenschaften der Ruhr-Uni lädt am Donnerstag, den 13. 10 um 18.15 Uhr im Rahmen der diesjährigen Aktionswochen gegen Antisemitismus zu einer Veranstaltung ein: »In dem Vortrag wird es um eine der wirkmächtigsten (antisemitischen) Verschwörungsideologien überhaupt gehen: den sogenannten jüdischen Bolschewismus. Von den ‚Protokollen der Weisen von Zion’ über den deutschen Faschismus, dessen Hauptfeind der ‚jüdische Bolschewismus‘ war, bis zum Historikerstreit mit der unsäglichen „Tätervolk“-Debatte, immer wieder taucht die „jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung“ in dieser oder jener Form wieder auf. Doch was ist diese Ideologie? Wieso wurden ‚der Jude’ und der Sozialismus/Kommunismus zusammen gedacht? Welche grausame Praxis folgte daraus? Wie hat sich die Ideologie in den Widersprüchen des Westen verändert, abgeschwächt und weiterentwickelt?« Die Veranstaltung findet in der Ruhr-Uni im Gebäude GD, Raum 04/520 statt.
Vom 11. bis 21. Mai 2023 geht die bobiennale mit dem Motto „um die ecke” in die nächste Runde und kündigt an: »Damit knüpft das alle zwei Jahre stattfindende Festival der Freien Kultur Bochum an drei erfolgreichen Ausgaben an, bei denen Bochumer*innen die kulturelle Vielfalt der Freien Szene im gesamten Stadtgebiet hautnah erleben konnten — so auch der Plan für die bobiennale 2023. Aktuell läuft die Bewerbungsphase: Kurator*innen, Künstler*innen und Kollektive sind eingeladen, sich bis zum 31. Oktober 2022 über ein Online-Formular unter www.bobiennale.de für die Teilnahme an der bobiennale 2023 zu bewerben oder sich per Mail an kontakt@bobiennale.de direkt an die Organisator*innen zu wenden.