Viele waren am vergangenen Samstag dem Aufruf gefolgt, der neuerlichen Versammlung der sogenannten Querdenker-Bewegung entgegenzutreten. Die Sprüche und Transparente waren eindeutig: „Wir wollen hier keine Nazis und Verschwörungssprüche, keinen Rassismus und Antisemitismus“ und dies wurde auch lautstark an die Versammlung auf der anderen Seite der Strasse vermittelt. Und es wurde in vielen Reden klar gemacht, dass man auch die Kritik an den Regierungen und deren Corona-Politik nicht den Querdenker:innen überlassen darf und will, weil unter anderem in deren Gerede von Grund- und Menschenrechten die Geflüchteten nicht vorkommen und nicht das weltweite Fehlen von Impfstoffen. Eindrücke von der Kundgebung:
Der Bahnhof Langendreer sucht ab sofort für den Bereich Politik & Gesellschaft eine:n neue:n Mitarbeiter:in und bittet bo-alternativ um eine Veröffentlichung: »Der Bahnhof Langendreer ist ein soziokulturelles Zentrum in Selbstverwaltung und verbindet Kultur mit gesellschaftspolitischen Inhalten. Mit seinen über 35 Jahren gehört es zu den ältesten soziokulturellen Zentren in NRW. Unsere Angebote werden jährlich von über 100.000 Gästen wahrgenommen.
Im endstation.kino findet ab dem Samstag, den 05.02. ein kostenloser Schreib- und Filmworkshop statt. Über den Inhalt des Workshops: »Die Teilnehmende lernen an sechs Terminen im Februar eigene Filmkritiken zu verfassen und sie als Video zu präsentieren. Der Workshop findet teilweise online, teilweise in Präsenz statt und richtet sich an alle, die sich für Filme begeistern.
Die Redaktion von bo-alternativ erhält immer mehr Informationen über heftige Polizei-Übergriffe auf den Protest gegen die gestrigen Querdenker-Demonstration. Der Videozusammenschnitt dokumentiert die Haltung und Einstellung der Polizei gegenüber der Querdenkerszene und den Gegendemonstrat*innen. Es wird interessant sein, wie sich Polizei und Politik dazu äußern, dass die Einsatzleitung der Polizei den Coronaleugner*innen mitteilt, dass die Demonstration umgeleitet werden muss, da es Gegendemonstrant:innen auf der Strecke gibt und den Querdenker:innen „viel Erfolg“ für ihre Demonstration wünscht. Ein Video mit dieser Ansage wurde inzwischen fast 60.000 Mal angeklickt und begeistert angeschaut, wie die Kommentare belegen.
Die F:Antifa Bochum hat mit ihrem Redebeitrag auf der gestrigen Gegenkundgebung zur Demonstration der Corona-Leugner*innen zur internationalen Solidarität aufgerufen: »Liebe solidarische Menschen, kotzt es Euch auch so unendlich an, dass derzeit scheinbar jeder Diskurs von den sog. „Querdenker*innen und Co“ bestimmt wird, dass diese Gruppe Begriffe wie Freiheit, Demokratie und auch Faschismus umdeutet? Empfindet auch ihr teilweise Hilflosigkeit und ohnmächtige Wut in Anbetracht dessen? Schon die Analyse der Menschen, die unter „Querdenken“ demonstrieren, ist schwierig. Das übliche Links-Rechts Schema greift nicht, auch wenn immer wieder klar belegt werden kann, dass Mitglieder der AFD, der Partei „Die Rechte“ und anderer Neonazi Parteien wie der „III.Weg“ etc. nicht nur mit marschieren, sondern auch in Organisation, Anmeldung und Mobilisation der Aufmärsche involviert sind. Das neurechte „Institut für Staatspolitik“ ruft offen dazu auf, sich an den „Querdenken und Co“-Protesten zu beteiligen, in der Hoffnung durch Destabilisierung der bestehenden Verhältnisse, ihre autoritäre und faschistische Vorstellung von Gesellschaft zu implementieren. Ob dies allen „bürgerlichen“ Teilnehmer*innen der „Querdenken-Proteste“ bewusst ist?
Für die SEEBRÜCKE Bochum hat Carla Scheytt gestern auf der Demonstration gegen die „Querdenker:innen“ einen Redebeitrag gehalten, in dem sie auf die Situation von Menschen auf der Flucht in Zeiten der Pandemie hingewiesen hat: »Wir stehen heute hier nicht aus einem schönen Grund. Es gibt nichts zu feiern. Seit zwei Jahren tobt auf der Welt eine Pandemie – und auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen nun Menschen, die diese Pandemie leugnen, antisemitische Verschwörungsmythen verbreiten und Faschos in ihren Reihen laufen lassen. Die Protestierenden gegen die Corona-Maßnahmen, die Querdenker*innen und Verschwörungsanhänger*innen behaupten, sie würden für Grund- und Menschenrechte demonstrieren. Und als heutige Sprecherin für die Seebrücke frag ich mich – wo sind diese Querdenkerinnen eigentlich, wenn wir wirklich für Menschenrechte auf die Straße gehen?
Im Bericht über die gestrigen Demonstrationen in Bochum haben wir fälschlicher Weise geschrieben, dass es zu keinen besonderen Zwischenfällen gekommen sei. Das ist falsch. Mittlerweile liegen eine Reihe von Berichten und Videos von Polizeiübergriffen vor. Wir recherchieren noch ein wenig und werden berichten.
Ein der Redaktion bekannter Leser beschreibt seine Eindrücke von der gestrigen „Querdenker“-Demonstration: »Vor dem Schauspielhaus glich die Versammlung einer Wahlkampfveranstaltung für die Partei „Die Basis“. Eine Rednerin fordert auf, in die Partei einzutreten oder sie zumindest zu wählen. Wenn man dann im Mai 2022 in den Landtag NRW einziehe, „dann werden wir aufräumen“. Der Kandidat der „Basis“ für die letzte Bundestagswahl, Andreas Triebel, verbreitet in seinem letzten Blogartikel vom 27.1.22 (1) übrigens so schöne Sätze wie „Die neuen Berliner Faschisten verstecken ihren Rassismus hinter ihren Solidaritätsbekundungen gegenüber Israels faschistischer Regierung. Die gesamte politische Klasse spielt dieses Spiel mit und versucht mit dem Holocaust- Gedenken von den eigenen Untaten abzulenken.“ Er faselt von den Impfungen als „Giftspritzen“und „massenhaften Tötung gesunder junger Menschen und der Wiedereinführung der Euthanasie“. Ich bin gespannt, ob „Die Basis“ diese Person auch als Landtagskandidat aufstellen wird. mehr…
Für die Bürgerinitiative WernerFeld erklärt Nadja Zein-Draeger zur aktuellen Neufassung des Entwurfs des Regional Plan Ruhr: »Der Regionalverband hält an der 10 ha Strategie fest – große Teile der Bochumer Grün- und Freiflächen sollen Allgemeine Siedlungsgebiete werden! Folgt man dieser Strategie, haben wir bald kaum noch Grün in Bochum und eben auch das Werner Feld könnte dann zur Bebauung freigegeben werden.
Das Schauspielhaus gab sich Mühe, auf seiner Leuchttafel den Coronaleugner:innen grundlegende Dinge zu erklären
Die Corona Leugner:innen und Verschwörungsgläubigen hatten heute zu einer Kundgebung und Demonstration aufgerufen. Es kamen knapp 500 Teilnehmende. Ob die gigantische Infektionszahlen oder das schlechte Wetter dafür sorgten, dass weniger Menschen als in den Tagen zuvor erschienen, ist unklar. Auf der Seite der Gegendemonstrant:innen erschienen auch etwa 500 Teilnehmer:innen. Etwas überraschend war, dass sich mit der DGB-Vorsitzenden, dem Bochumer SPD Bundestagsabgeordneten und der Grünen Fraktionsvorsitzenden im Rat auch Repräsentant:innen des politischen Spektrums anschlossen, das normalerweise nicht unbedingt einem Aufruf aus der Antifa-Szene folgt. Die Polizei bemühte sich, neutral zu wirken, blieb aber ziemlich unglaubwürdig, wenn sie die Coronaleugnerinnen aufforderte, Masken zu tragen, ohne das ernsthaft zu verfolgen. Bei der Demonstration der Verschwörungsgläubigen durch die Stadt leitete die Polizei die Route an erwarteten Blockaden vorbei und es kam anders als zunächst an dieser Stelle berichtet zu heftigen Polizeiübergriffen.
Über 150 Bochumer und Bochumerinnen haben sich am Donnerstagnachmittag am Husemannplatz eingefunden, um an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau vor 77 Jahren zu erinnern. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die letzten Überlebenden.
Die Antifaschistische Linke Bochum schreibt: »Ein breites Bündnis aus über 20 zivilgesellschaftlichen Organisationen ruft für kommenden Samstag um 14.30 Uhr unter dem Motto „Bochum solidarisch gegen Corona-Krise und Querdenken“ zu einer Kundgebung auf dem Tana-Schanzara-Platz auf. Antifaschist*innen begleiten die Corona-Demos in Bochum seit gut einem Jahr kritisch und sind auch diesmal die Initiator*innen der Kundgebung. Um 15 Uhr wollen am Samstag wieder hunderte Coronaleugner*innen, Impfskeptiker*innen, Anhänger*innen antisemitischer Verschwörungstheorien und Neonazis durch Bochum ziehen. „Natürlich gehen wir auch gegen die unerträglichen, unsolidarischen und manipulativen Plattitüden von Querdenken und die dort mitlaufenden Neonazis auf die Straße aber diesmal geht es stärker noch um die eigenen Positionen.“, betont Clara Fischer von der Antifaschistischen Linken Bochum. mehr…
Donnerstag 27.01.22, 07:24 Uhr
Netzwerk Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Grummer Teiche
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zur Informationsveranstaltung zur „Neugestaltung der Grummer Teiche“: »Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung hat vor der am 18.01.2022 online abgehaltenen Informationsveranstaltung zur „Neugestaltung Grummer Teiche“ kritisiert, dass wieder einmal keine Bürgerbeteiligung angekündigt war und nicht einmal die Möglichkeit einer Stellungnahme zu den vorzustellenden Plänen per E-Mail angeboten wurde. Aber dann hat die Verwaltung eingelenkt, und es wehte doch noch ein Hauch von Bürgerbeteiligung durch Grumme!
Das Kuratorium „Stelen der Erinnerung“ schreibt zum Gedenktag der Befreiung von Auschwitz: »Vor 80 Jahren wurde auf der Wannsee-Konferenz die effektive Vernichtung der jüdischen Menschen beratschlagt und organisiert. 11 Millionen Menschen sollten mit deutscher Gründlichkeit industriell ermordet werden. Mehr als die Hälfte dieser 11 Millionen Menschen sind tatsächlich dieser unvorstellbar grausamen Planung zum Opfer gefallen. Durch Arbeit zu Tode geschunden, erschossen, durch unmenschliche Experimente zu Tode gequält, erschlagen, in Konzentrationslagern durch Gas getötet. Männer, Frauen und Kinder. Am 27. Januar 1945, drei Jahre später, wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Der Jahrestag ist ein Gedenktag gegen das Vergessen. mehr…
Am Freitag, den 28.01. startet im endstation.kino die 24. Ausgabe des Stranger Than Ficton Dokumentarfilmfest. In Langendreer ist eine Auswahl an internationalen Dokumentarfilmen zu sehen. Im Anschluss an die Vorstellungen sind täglich, außer Freitag, die Filmemacher:innen für ein Gespräch im Kino zu Gast. Das Programm:
Zum siebten Mal laden das antifaschistische Kollektiv non a parole und das Bochumer Bündnis gegen Rechts zur Gedenkaktion am Internationalen Holocaust-Gedenktag ein.
Am Donnerstag, den 27. Januar 2022 erinnern die Gruppen an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtsungslagers Auschwitz durch die Rote Armee.
Die Diskussionen um die Schließung der Freibäder in Langendreer und Höntrop reißen nicht ab. Noch gibt es in Bochum derzeit sieben städtische Schwimmbäder (Hallen- und Freibäder). Doch das könnte sich bald ändern. Für das Netzwerk „Stadt für Alle“ zeigt die Diskussion, wie nötig städtische Infrastruktur ist.
Heute vor drei Jahren demonstrierten erstmals Schülerinnen und Schüler im Rahmen der „Fridays for Future“-Bewegung (fff) für effektiven Klimaschutz. Dr. Ingo Franke vom Arbeitskreis Umweltschutz (AKU) hat die ersten Demos organisiert und erinnert an die Anfänge.
Die Stadtgestalter fühlen sich bei ihrem schon 2015 gemachten Vorschlag, den „hässlichsten Platz der Stadt“, den August-Bebel-Platz im Herzen von Wattenscheid, autofrei zu gestalten, durch ein jetzt vorliegendes Gutachten bestätigt.
Die VVN – BdA berichtet: »Ein Mitglied der VVN teilte Mitte Januar dem Umweltamt der Stadt Bochum per Mail mit, dass Hakenkreuzschmierereien am Ümminger See an einem Glascontainer prangten und bat um Benachrichtigung des Staatsschutzes. Sowohl die ehemalige OB` Scholz als auch der jetzige OB Eiskirch hatten immer versprochen, faschistische Schmiererein innerhalb eines Tages zu beseitigen. Eine Woche später war noch nichts passiert. Auch nach der Veröffentlichung eines entsprechenden Leserbriefs in der WAZ handelte niemand in der Stadt. Wissen die Behörden der Stadt nichts von den Versprechungen ihrer Chefs? Erst eine Mail an den Stadtsprecher führte zum Erfolg. Sofort griff dieser zum Telefon und versprach sofortige Beseitigung des Hakenkreuzes am nächsten Werktag. Und tatsächlich! Am nächsten Tag, ein Samstag (!!!), wurde das Hakenkreuz beseitigt. Alle faschistischen Schmierereien demnächst direkt dem Stadtsprecher melden!«
Die Initiative urbanRadeling berichtet auf ihrer Webseite über die gestrige mahnende Aktion anlässlich eines tödlichen Fahrradunfalls: »Trotz des nasskalten Wetters mit zunehmendem Regen waren 60 (!) Fahrradfahrende gekommen – so viele wie noch bei keinem anderem Ghostbike-Korso zuvor. Das könnte auf ein zunehmendes Interesse der Bevölkerung für das Thema hinweisen. Ein großer Dank an dieser Stelle der Polizei und dem Ordnungsamt Bochum für die unbürokratische und verständnisvolle Genehmigung der Veranstaltung und das gute Zusammenwirken. Marek Nierychlo vom Radentscheid wies in seiner Rede darauf hin, dass es nicht darum ginge, Schuldige zu suchen und zu verurteilen. Fahrradunfälle seien ein strukturelles Problem, wenn die verkehrstechnische Infrastruktur keine menschlichen Fehlleistungen berücksichtigen würde.
Der Kulturrat in Gerthe lädt am 29.1. um 20 Uhr zu einer Veranstaltung zum Auschwitzgedenktag mit Alexandre Fainchtein und Heide Rieck ein: »Begonnen hatte es vor mehr als einem Vierteljahrhundert, genauer gesagt am 8. Mai 1995. Ihr erster Gedichtband „wie leben – hoe leven“ war in Zuidhorn NL erschienen, und er – hinter Büschen einer Steigersiedlung in Gerthe – spielte Klarinette und Saxophon. Im nahenden Sommer sitzen sie im Freien auf lehnenlosen Bänken, die Gäste aus Amerika, Kanada, Israel, lauschen den festlichen Reden und können es nicht fassen, dass sie jetzt wirklich in Bochum sind – bis Klezmermelodien aus Alexandre Fainchteins Klarinette die Tränen der jüdischen Gäste lösen und auch die der Lyrikerin Heide Rieck aus Stettin. In der Folge traten seit jenem Versöhnungstag die so verschiedenen, sich doch ergänzenden Partner mehrere Jahre lang auf, bis der Musiker internationaler Konzerttourneen nach Köln übersiedelte und die Autorin sich dem Schreiben von Prosa zuwandte. Heute treffen sie sich auf der Kulturratbühne wieder, und gestalten gemeinsam die diesjährige Gedenkveranstaltung.«
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt ein Jahr nach Rücknahme der Satzungsbeschlussvorlage im Bebauungsplanverfahren „Am Ruhrort“: »Am 25.01.2022 jährt sich erstmals der Tag, an dem die Verwaltung ihre Vorlage für einen Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Am Ruhrort“ zurückziehen musste, weil die Bezirksregierung Arnsberg als Obere Umweltschutzbehörde – angeregt durch die Recherchen des Netzwerksfür bürgernahe Stadtentwicklung – erhebliche immissionsschutzrechtliche Bedenken angemeldet hatte.
Das Infoportal Antifaschistischer Gruppen aus Bochum ruft zu einer Demonstration am kommende Samstag, den 29. 1. um 14.30 Uhr auf dem Tana-Schanzara-Platz gegenüber vom Schauspielplatz auf: »Am Samstag, den 29.01.2022, möchte die verschwörungsideologische und rechtsoffene Gruppierung “Querdenken 234″ in Bochum eine Großdemonstration veranstalten. Erneut möchten sie ab 15:00 Uhr durch die Bochumer Innenstadt marschieren.
Am 29. 1. um 16 Uhr eröffnet das atelier automatique auf der Rottstraße eine Ausstellung von Arezoo Molaei und Svenja Schaaf. Die Ankündigung: »Die beiden kommen aus Münster zu uns nach Bochum und werden sich mit ihrer künstlerischen Praxis in Malerei, Installation und Skulpturen die Schaufenster aneignen. Sie beschreiben: „Die Unterschiedlichkeit unserer Arbeiten, sowie unsere Wahrnehmung und die Auseinandersetzung mit malerischen Prozessen hat uns neugierig gemacht und gibt uns den Impuls für eine gemeinsame Ausstellung. Wir sind auf der Suche nach einem Dialog – ein Zusammenspiel von Malerei, Raum und Installation und möchten diesen zum Ausgangspunkt unsere Arbeit machen.“« Die Ausstellung ist bis zum 1. 3. zu sehen.
Freitag 21.01.22, 11:43 Uhr
Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust
Ein Bündnis aus unterschiedlichen antifaschistischen Organisationen ruft zu der Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2022 auf:
„Auch 77 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau haben wir keinen Grund zu feiern, sondern zu trauern und zu gedenken. Antisemitismus zeigt in der deutschen Gesellschaft weiterhin Kontinuität. Die zahlreichen Anschläge auf Jüdinnen*Juden sollten wir als Mahnung nehmen, dass was geschehen ist, wieder geschehen kann.
Daher gedenken wir an dieser Stelle den letzten Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, so wie den unzähligen Opfern des Faschismus:
Erst im Oktober wurde ein „Ghostbike“ in Langendreer aufgestellt
Die Initiative urbanRadeling ruft auf ihrer Webseite zu einer Gedenkaktion am morgigen Samstag für einen tödlichen Fahrradunfall auf: »Zum vierten Mal wird in Bochum ein „Ghostbike“ für einen verstorbenen Fahrradfahrer aufgestellt. Ein trauriger Anlass, zumal erst im Oktober 2021 eines verunglückten Fahrradfahrers gedacht wurde. Weiß lackierte Fahrräder erinnern an Fahrradfahrende, die durch einen Verkehrsunfall ums Leben kamen. Diese stehen nicht nur in Bochum, sondern weisen bundesweit darauf hin, dass das Fahrradfahren im Straßenverkehr besser geschützt werden muss. Nicht ohne Grund fahren unsichere Menschen lieber auf Fußwegen und Bürgersteigen als auf der Straße Fahrrad.
Das Ruhr-Uni-Projekt „Unser Campus“ lädt am 27.1. um 18 Uhr zu einem Online-Vortrag von Laura Chlebos ein zum Thema „Sexismuskritische Hochschule – wie kommen wir dahin?“: »Worum geht es? Die Hochschule ist ein sozialer Raum, indem sich gesellschaftliche Problemlagen und Tabuthemen widerspiegeln – so auch Sexismus und sexualisierte Gewalt. Da der Vortrag eine Einführung in die Thematik darstellt, werden vorab Begriffe, wie Sexismus und sexualisierte Gewalt geklärt und vergeschlechtlichte Machtstrukturen, die Hochschulen durchziehen, besprochen. Ein Fokus liegt hierbei auf der vulnerablen Situation von Studierenden. Anhand von Unser Campus – eine Kampagne gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt werden Awareness- und Präventionsstrategien vorgestellt.
Am 27. Januar um 19 Uhr lädt das Stadtarchiv, Wittener Straße 47 in Kooperation mit dem Bochumer Bündnis gegen Rechts und dem Kinder- und Jugendring Bochum zu einem Vortrag von Jürgen Langowski ein zum Thema: „Argumente gegen Auschwitzleugner“: »Mit Holocaustleugnern kann man nicht reden. Sie sind rationalen Argumenten nicht zugänglich und beharren auf ihren Vorurteilen. Trotzdem ist es wichtig, ihre Propaganda nicht unwidersprochen stehen zu lassen. Jürgen Langowski informiert in seinem Vortrag über die Methoden der sogenannten „Revisionisten“ und zeigt, wie man ihren Fälschungen entgegentreten kann.
Die Bürgerinitiative [BI] „Das Freibad Langendreer darf nicht baden gehen!“ startet eine OnlinePetition und sagt :
>> Das Freibad Langendreer darf nicht baden gehen!
Wieder einmal fühlen sich die Bürger eines Stadtteils düpiert und fragen sich, was es eigentlich in Bochum mit der Bürgerbeteiligung auf sich hat. Seit Bekanntwerden des Ratsbeschlusses über die drohende Schließung des Freibades in Bochum-Langendreer staunen die interessierten Bürger:
‚und wer fragt uns‘? Das Frei- und Hallenbad in Langendreer ist ein wichtiger soziokultureller Bezugspunkt für große und kleine Bewohner des Stadtteils, Schülerinnen und Schüler, Sportlerinnen und Sportler Schwimmer, Schwimmerinnen, Seniorinnen und Senioren. Wie kann es sein, dass sie bei einer Entscheidung dieser Tragweite nicht befragt werden und ihre Gegenargumente vorbringen können? Sieht so eine vorausschauende, zukunfts- und enkeltaugliche Klimapolitik in der WIR-Stadt Bochum aus?