Anlässlich des WAB-Festes in BO-Langendreer vom 18. bis 20. Juni 2010 liest Hermann Schulz aus „Mandela & Nelson“, seinem neuesten Jugend- und Kinderbuch am Samstag 19. Mai ab 15.00 vor der Buchhandlung Paulsen – ruhrbuch, Am Stern/Alte Bahnhofstr. 180a in Bochum-Langendreer-West. Das Thema des Buches: „Mandela und Nelson“ dreht sich um Schwarzafrika und Fußball und auch „Mädchen in einer Fußballmannschaft“. Dieses Thema wird im Rahmen eines kleinen Turniers von acht Jugendmannschaften aus Bochum aufgegriffen. Hermann Schulz ist 1938 in Nkalinzi in Tansania als Sohn eines deutschen Missionars geboren, lebt seit 1960 in Wuppertal und leitete von 1967 bis 2001 den Peter Hammer Verlag.
Donnerstag 17.06.10, 13:00 Uhr
Medizinische Flüchtlingshilfe erinnert an „Weltflüchtlingstagâ€
Für den 20. Juni haben die Vereinten Nationen den „Weltflüchtlingstag“ ausgerufen, um auf die Notlage von Flüchtlingen in aller Welt hinzuweisen; das Motto des diesjährigen Weltflüchtlingstags lautet „Zuhause“. Anlässlich dieses Tages weist der Flüchtlingssozialdienst der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum e.V. (MFH) auf die Notlage von Flüchtlingen in Deutschland hin. Der besonderem Blick richtet sich auf die unwürdige Unterbringung in Flüchtlingsheimen und die psychosozialen Probleme, die sich aus der Praxis deutscher Flüchtlingspolitik ergeben: »Im Jahr 2009 haben 238 KlientInnen aus 30 verschiedenen Ländern die Beratung des Flüchtlingssozialdienstes der MFH aufgesucht, davon leben 99 Personen mit dem besonders unsicheren Aufenthaltsstatus der Duldung; insgesamt sprachen etwa ein Drittel der meist schon länger begleiteten KlientInnen psychosoziale Problematiken an, im Verhältnis zu anderen Beratungsthemen ein Anteil von über 40 %. mehr…
Donnerstag 17.06.10, 11:00 Uhr
Sevim Dagdelen kritisiert die Opel-Strategie der Bundesregierung:
„Die Sicherung der Arbeitsplätze bei Opel sind der schwarz-gelben Bundesregierung keinen Pfifferling wert. Anders als bei Hoteliers, Banken und Spekulanten hat die Bundesregierung jetzt einmal mehr bewiesen, dass ihr Gestaltungsmacht zugunsten von Beschäftigten nicht wichtig ist. Statt sich durch Bürgschaften Einfluss auf den Erhalt von Arbeitsplätzen, Löhnen und Standorten zu sichern, verzichtet die Bundesregierung auf jede Vermeidung von Massenentlassungen“ erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen anlässlich des Verzichts von General Motors auf Staatshilfen. Dagdelen weiter: mehr…
Die Bochumer Antifajugend hat auf ihrer Webseite einen „Aufruf zur Kundgebung gegen die NPD NRW“ veröffentlicht: Hierin heißt es: »Morgen um 16 Uhr wird in der Fußgängerzone von Bochum-Wattenscheid eine Nazi-Kundgebung stattfinden, zu der der NPD-Landesverband seit gestern (15.06.10) aufruft. Dem wollen wir uns entgegenstellen. Die Nazis wollen sich versammeln aus Anlass eines gewalttätigen Angriffs auf den NPD-Landesvorsitzenden, Claus Cremer am Sonntagabend. Die NPD NRW machte ohne viel Federlesen natürlich „linkskriminelle Polit-Chaoten“ für den Angriff von vier Vermummten auf Claus Cremer verantwortlich. […] Kommt morgen um 15:30 Uhr zum „Alten Markt“ vor dem GertrudisCenter in Wattenscheid und lasst nicht zu, dass sich deutsche Nazis als Opfer abfeiern.«
Die bsz-Redaktion schreibt über ihre aktuelle Ausgabe: »In der neusten Ausgabe der Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung dreht sich fast alles um die Bildung – im Fokus stehen vor allem die fragwürdige Schulpolitik der NRW-Regierung sowie der Bildungsstreik. Unter dem Titel „Kein Zugang zu Schulgang“ wird von der überraschenden NC-Beschränkung zum Referendariat berichtet: Versprechen seitens der Schulministerin wurden gebrochen und auch die rechtliche Legitimation für die Zulassungsbeschränkung ist nicht gegeben. Außerdem hinterfragt die Zeitung, ob ein weiterer Bildungsgipfel der Bundesbildungsministerin und den Regierungschefs, den auch Frau Merkel vergangene Woche mit ihrer Anwesenheit beglückte, mehr gebracht hat als Kaffee- und Kuchen-Konsum (zum Artikel). mehr…
Mittwoch 16.06.10, 17:30 Uhr
Ständiger systematischer Rechtsbruch durch ARGE und Stadt Bochum
Ein Kommentar von Norbert Hermann
Wiederholt wurde öffentlich unwidersprochen von vorsätzlichem rechtswidrigem Verhalten der ARGE Bochum und der Stadtverwaltung berichtet. Die Stadtverwaltung scheint das kalt zu lassen. Jetzt hat sich herausgestellt, dass bei der Anerkennung von angemessenem Wohnraum und der Übernahme der Nebenkosten auf Anweisung der Kommune weiterhin wissentlich und willentlich gegen geltendes Recht verstoßen wird. mehr…
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts und der Kinder- und Jugendring veranstalten am Mittwoch, den 23. Juni um 19.00 Uhr im ver.di-Saal, Universitätsstr. 76 einen Informationsabend über „Islam in Deutschland“ und über „Islamfeindlichkeit als Form von Rassismus“. In der Ankündigung heißt es: »Der Schweizer Volksentscheid gegen den Neubau von Minaretten und die islamfeindlichen Kampagnen von pro-NRW und der NPD vor den Landtagswahlen in NRW haben deutlich gemacht, dass es notwendig ist, sich intensiver mit dem Thema „Islamfeindlichkeit als Form von Rassismus“ auseinander zu setzen. Für die Veranstaltung haben wir den Islamwissenschaftler Dr. Michael Kiefer aus Düsseldorf und Anne Broden von IDA-NRW (Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW) als ReferentInnen eingeladen. Dr. Michael Kiefer wird einen Überblick über die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Islam in Deutschland geben. Anne Broden, von IDA-NRW wird anschließend über Islamfeindlicheit als eine Form von Rassismus informieren.«
Die Soziale Liste im Rat lehnt die jetzt von der Verwaltung veröffentlichten Pläne zur Errichtung einer Golfsportanlage auf dem Amalia-Gelände in Bochum Werne und Gerthe nach wie vor ab. In einer Presseerklärung schreibt sie: »Nach Mitteilung der Verwaltung besteht „aktuell Interesse seitens eines Investors, eine Vereinsunabhängige Anlage auf dem Gelände zu errichten! Diese Bezahl- und Spielanlage („Pay and Play Golfanlage für Jedermann“) soll in drei Abschnitten realisiert werden. Zunächst würde ein Übungsplatz zum Bälle abschlagen („Driving Range“), ein Büro- und Servicecontainer sowie Sanitäre Anlagen eingerichtet werden. Im zweiten und dritten Schritt soll die Anlage u.a. durch eine Neunlochanlage und ein Vereinsheim erweitert werden. Anfang 2011 soll der Betrieb der Anlage beginnen, die 2016 komplett fertig gestellt sein soll. mehr…
Die Vorstände der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und von Evonik Industries haben in einer Presseerklärung mitgeteilt, dass sie Gespräche zur Zusammenführung von Evonik Immobilien und THS begonnen haben. Die THS (die Abkürzung stand früher für Treuhandstelle) hat in Bochum – vor allem in Dahlhausen – einige hundert Wohnungen. Die Ankündigung der Fusion führt beim Mieterforum Ruhr „zu großer Beunruhigung“. In einer Pressemitteilung heißt es: «Es besteht die naheliegende Befürchtung, dass damit der Verkauf der Wohnungen am Kapitalmarkt eingeleitet werden soll. Den über 130.000 betroffenen Wohnungen und ihren MieterInnen könnte damit ein ähnliches Schicksal bevorstehen wie bei LEG, Annington (Viterra) und Gagfah. mehr…
Der Bochumer Nazi Claus Cremer ist, so eine Pressemitteilung der NPD, am Sonntag vor seiner Haustür heftig zusammengeschlagen worden. Der Polizeibericht und Beiträge in der Lokalpresse bestätigen dies. Die NPD ruft jetzt für Donnerstag, den 17.6. um 16 Uhr zu einer Demonstration in Wattenscheid am alten Markt auf. Das Motto ihres Aufmarsches lautet: „Antifaschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“.
Am Dienstag, den 22. Juni findet um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Veranstaltung statt, die auf die negativen Begleiterscheinungen des FIFA Turniers im Herrenfußball in Südafrika aufmerksam machen will. Zodwa Nsibande, Aktivistin der Basisorganisation Abahlali base Mjondolo (Bewegung der HüttenbewohnerInnen) aus Durban und Richard Pithouse (Rhodes Uni), aktiver und kenntnisreicher Unterstützer dieser Bewegung, kritisieren den ANC und die „Kürzungs- und Privatisierungspolitik der Regierung gegen die Masse der Bevölkerung“. In der Ankündigung heißt es: »Betroffene haben sich unabhängig von Parteistrukturen organisiert und setzen mit breiten Bündnissen auf konsequente Selbstorganisation und radikale Basisdemokratie in den Armutssiedlungen. Die Bewegung der Hüttenbewohner kämpft gegen Zwangsumsiedlung. „Wir merkten, dass unsere Probleme überall die gleichen sind: wir haben kein Wasser. Wir haben kein Land, um in Sicherheit unsere Häuser zu bauen. Wir werden nicht gehört und wir werden misshandelt, wenn wir uns wehren“, sagt S’bu Zikode, der gewählte Sprecher der Hüttenbewohner in der südafrikanischen Industriemetropole Durban. Abahlali base Mjondolo setzt sich ein für die Umsetzung der in der Verfassung garantierten Rechte, die durch die Regierungspraxis immer wieder verletzt werden. mehr…
Die am Mittwoch erscheinende bsz berichtet in einem Beitrag mit dem Titel „Blau-braune Narzisse“, wie eine neurechte Jugendzeitung an der Ruhr-Uni Fuß fassen will: »Ob mit der Forderung nach „Solidarität mit Thilo Sarrazin“ und dessen rassistischen Statements oder der Kampfansage an die „Political Correctness“: Rechte Gruppen drängen auch an der Ruhr-Uni in die Öffentlichkeit. Auf dem Campus versuchen sie es in letzter Zeit vor allem mit Aufklebern, die für das Magazin „Blaue Narzisse“ werben. Diese bietet hinter einer Fassade aus Kultur und vermeintlich pluralistischem Meinungsforum vor allem eins: Akademisch verpackten Rassismus, Antiliberalismus und eine publizistische Heimatstätte für Abiturnazis.« Der Beitrag beschreibt Ziele und Inhalte des Blattes und endet mit einem Hinweis auf den Bochumer Aktivisten des Projektes: mehr…
Die AG Bildungsstreik schreibt: »Bei der Bildungsstreik-Demonstration am vergangenen Mittwoch kam es zu einem Vorfall rechter Gewalt, den wir – im Gegensatz zur Pressestelle der Bochumer Polizei – nicht undokumentiert lassen wollen. Eine männliche Person, der Kleidung und Äußerungen nach klar der rechten Szene zugehörig, pöbelte im Bochumer Hauptbahnhof wahllos vermeintliche Demoteilnehmer_innen an. Darauf von einem jungen Menschen angesprochen schlug sie diesem in’s Gesicht, so dass er vorrübergehende im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Polizei – wie so oft auf dem rechten Auge blind – ließ sich dabei offenbar nur zu einer Feststellung der Personalien des aggressiven Neonazis hinreißen. Wir verurteilen jede Form rechter Gewalt und solidarisieren uns mit allen Menschen, die nicht wegschauen, sondern entschlossen gegen die Verbreitung rechten Gedankenguts vorgehen, da der Vorfall erneut zeigt, dass auf den Staat (Polizei) kein Verlass ist. «
Chorrosion, der Chor der IG Metall Bochum, präsentiert am Sonntag, den 27. Juni um 20.00 Uhr im Bahnhof Langendreer gemeinsam mit und zu Gunsten der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum „Flucht und Schatten“ ein multimediales Chorstück mit einer Geschichte nach Dimitri Ladischensky und Francesco Zizola: „Das Dilemma des Commandante“. In der Ankündigung heißt es: »Der italienische Kommandante hat ein Problem: er rettete zu viele Flüchtlinge. Glück für die, die überlebten. Doch sie werden – wie es in einem Stück von Brecht heißt – noch viel Glück brauchen, wenn sie in unserer Festung Europa zurecht kommen wollen, wo als ‚Schwestern und Brüder’ nur die akzeptiert werden, ‚die aus dem Schengen Raum kommen’. mehr…
Die Nachrichtenagentur ddp meldet: »Bis zu den Sommerferien hoffen die Bochumer Symphoniker auf eine Klärung, ob trotz der finanziellen Notlage der Stadt der geplante Bau des Konzerthauses angegangen werden kann. Nach dem Wegfall des städtischen Zuschusses liefen derzeit Gespräche über mögliche Alternativen zur Finanzierung, sagte die Sprecherin der Bochumer Symphoniker, Christiane Peters, der Nachrichtenagentur ddp. Bis Mitte Juli könnte es zu einer Entscheidung kommen – im Gespräch ist unter anderem eine finanzielle Beteiligung des Landes. Ins Stocken geraten ist das Bauvorhaben, weil der Arnsberger Regierungspräsident Helmut Diegel (CDU) aufgrund der klammen Finanzlage der Stadt sein Veto eingelegt hatte. Ursprünglich wollte die Kommune die Hälfte der Kosten des rund 30 Millionen Euro teuren Vorhabens übernehmen. mehr…
Montag 14.06.10, 09:00 Uhr
Die Literatur-Initiative Treibgut präsentiert am Mittwoch:
Die Initiative Treibgut – junge Literatur in Bochum wird am Mittwoch, den 16. Juni ab 20.00 Uhr im KulturCafé an der Ruhr-Uni die 27. Folge ihrer Lesereihe Gestrandet präsentieren. Sie steht unter dem Titel „Einstürzende Leuchttürme“. Es lesen Johannes Opfermann und Philipp Dorok. Auf ihren meistens gut besuchten Lesungen präsentiert die Initiative zweimal jährlich einen bunten Mix aus frischen Texten junger Schreibender vor allem aus dem Ruhrgebiet „von satirisch-bissig über ironisch-utopisch bis zeitgeistig-reflexiv“, sagt Treibgut-Mitglied Philipp Dorok. Doch nicht nur Treibgut-AutorInnen und bereits etablierte Literaturschaffende kommen im Rahmen der Gestrandet-Reihe zu Wort: Auch am Mittwoch wird es wieder eine offene Bühne mit neuen Talenten geben.
Die Redaktion von bo-alternativ.de hatte in diesen Woche gezögert, eine Mitteilung der Redaktion von bodo zu veröffentlichen: „Vorsicht Fälschung!“ Hierin hieß es: „Die Verkäufer sind als osteuropäische Arbeitsmigranten ohne Arbeitserlaubnis gezwungen, ihre Existenz mit dem Verkauf der Zeitung ohne weitere Hilfen zu bestreiten.“ Ein solcher Hinweis auf die Herkunft ist in solchen Zusammenhängen meistens diskriminierend. Die Meldung wurde aus Solidarität mit bodo trotzdem veröffentlicht und bodo über die Kritik informiert. Über die Antwort hat sich die Redaktion gefreut: »Vielen Dank für die Veröffentlichung und die offene Kritik. Wir wissen, wie schwierig das Sprechen über die Situation dieser Gruppe von Migranten ist, da dieses Sprechen ungewollt rassistische / antiziganische Diskursebenen aktualisiert. Nicht nur wir soziale Straßenzeitungen sind mit einer EU-Politik konfrontiert, die Freizügigkeit koppelt an Ausgrenzung. Ausgegrenzte Minderheiten – Roma aus Rumänien, aber auch Moslems aus Bulgarien – fliehen vor Armut und Verfolgung nach Westeuropa, dürfen hier „sein“ aber nicht abhängig arbeiten. mehr…
Samstag 12.06.10, 19:00 Uhr
Am 21. Juli geht der Prozess gegen bo-alternativ.de weiter
Das Bochumer Amtsgericht hat den verantwortlichen Redakteur von bo-alternativ.de zum dritten Tortenprozess geladen. Am Mittwoch, den 21. Juli wird um 9.00 Uhr im Saal 134 darüber verhandelt, ob die Veröffentlichung des nebenstehenden Plakates auf dieser Webseite einen Aufruf zur schweren Körperverletzung darstellt. Im ersten Prozess hatte das Gericht auf Freispruch entschieden. Die Staatsanwaltschaft war in Sprungrevision vor das Oberlandesgericht (OLG) gezogen. Die RichterInnen in Hamm bemängelten die Urteilsbegründung und verwiesen das Verfahren zurück an das Bochumer Amtsgericht. Hier beginnt der Prozess dann von vorne und kann dann über das Landgericht auch wieder zum OLG gehen. Ausführliches zu dieser Kriminalisierungsgeschichte.
Am Donnerstag, den 17. Juni lädt die AG „Geschlecht und Gesellschaft“ an der Ruhr-Uni um 18.00 Uhr zu einer Veranstaltung ins HZO 80 ein. Anne Lenz und Laura Paetau referieren über das Thema: „Feminismen und ‚Neue Politische Generation‘ – Strategien feministischer Praxis“. In der Ankündigung heißt es: »Was machen Feminist_innen heute? Und wie lassen sich Feminismus und Feminist_in sein heute praktisch denken? Dieser Frage widmen wir uns in der 2009 erschienenen Untersuchung Feminismen und ‚Neue Politische Generation‘. Auf der Suche nach Handlungsräumen für Feminismen – außerhalb medialer popfeministischer Debatten – fragen wir nach Strategien und Zielen feministischer Aktivist_innen in Bezug auf ihre politische Praxis und Organisierung. Welche Theorie liegt der jeweiligen Praxis zugrunde? Welches Wirkungsfeld versuchen die Aktivist_innen zu erreichen und in welches intervenieren sie letztendlich? mehr…
Das Ökologiereferat des AStA der Ruhr-Uni organisiert in der nächsten Woche Aktionstage gegen Tierversuche. Im Mittelpunkt steht dabei eine Ausstellung im KulturCafé. Am Mittwoch von 10 bis 14 Uhr wird mit einem Stand auf dem Nordforum auf die Tierversuche an der Ruhr-Uni aufmerksam gemacht. Am Samstag findet ab 23.00 Uhr eine Soli Party statt. An beiden Tagen werden Unterschriften gesammelt, mit denen gegenüber dem Rektorat gegen die Tierversuche protestiert wird. „Die Ausstellung ist eine Leihgabe der „Ärzte gegen Tierversuche„. Die Vereinigung schreibt in ihrer Pressemitteilung: „An der Ruhr-Uni werden Affen, Katzen, Frettchen, Tauben, Gerbils, Ratten, Mäuse und andere Tiere in Tierversuchen verwendet. Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche hält keinen einzigen davon für notwendig.“
Der Umweltausschuss des Rates der Stadt Bochum hat gestern mit der Verabschiedung einer Stellungnahme die Wiederinbetriebnahme der Deponie Marbach in Hamme durch gewunken. Thyssen-Krupp-Nirosta (TKN) will hier in den nächsten Jahrzehnten ca. 700.000 Tonnen Industriemüll entsorgen. SPD und Grüne hatten es als Erfolg gewertet, dass TKN gegenüber der Verwaltungsspitze zusagt hat, die Höhe der Deponie um 5 Meter auf 30 Meter zu verringern. Im Wortlaut. Die Hammer Runde, die den Protest gegen die Deponie koordiniert, schrieb dagegen: „Das Angebot von TKN ist ein Affront! Die Reduzierung der Deponiespitze von 35 auf 30 m stellt keine Verbesserung der Planungen dar und ist auch kein akzeptables Angebot für die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Hamme“, so Martin Oldengott als Sprecher der „Hammer Runde“. Bei den zentralen Forderungen, nämlich Reduzierung der Höhe auf 15 m und Verkürzung des Schütt-Zeitraumes von 37 auf 15 Jahre, gab es keinerlei Entgegenkommen des Nirosta-Vorstandes Dr. Jörg Beindorf“. Im Wortlaut. mehr…
Die IG BAU als Interessenvertretung im Gebäudereiniger-Bereich hat den Trend zu befristeten Arbeitsverhältnissen in der Reinigungsbranche kritisiert. „Derzeit sind in Bochum rund 3.890 Arbeitnehmer in der Gebäudereinigung sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Immer mehr von ihnen werden in Kurzzeit-Jobs gedrängt oder sind schon jetzt in befristeten Arbeitsverhältnissen“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund, Gerhard Kampschulte. Es sei mittlerweile gang und gäbe in der Branche, Arbeitsverträge nur für einige Monate zu vergeben. Immer häufiger nutzten Arbeitgeber die Möglichkeit der Befristung schamlos aus. „Zum einen versuchen diese Chefs, dem Kündigungsschutz zu entgehen. mehr…
Heute startet zum 20. Mal das Internationale Videofestival Bochum. In der Ankündigung heißt es: „Von Studenten der Ruhr-Universität Bochum 1991 gegründet, hat es sich mit den Jahren auch über Bochum und das Ruhrgebiet hinaus einen Namen gemacht. Die Zahl der Einsendungen steigt von Festival zu Festival, in diesem Jahr haben uns schon über 900 Videos aus aller Welt erreicht. Mit dem 2002 ins Leben gerufenen AudioVisual Perfomance Contest (ehemals VJ-Contest) hat sich das Festival als eines der ersten mit dem noch jungen Feld der Live Visuals auseinandergesetzt und so eine Plattform zur Präsentation abseits der Tanzfläche geschaffen. mehr…
Das Straßenmagazin bodo berichtet unter der Überschrift „Vorsicht Fälschung“ auf seiner Webseite über eine äußerst ärgerliche Sache: »Seit letzter Woche steigt in Bochum, Dortmund und Unna die Anzahl der Zwischenfälle mit Verkäufern des „Straßenträumers“, eines Blattes, das auf die Verwechslung mit den etablierten Straßenzeitungen setzt. Es führt Käufer hinters Licht, beutet die Verkäufer aus und schädigt das Ansehen der sozialen Straßenzeitungen. Der „Straßenträumer“ ist das Imitat einer Straßenzeitung aus Darmstadt. Der Herausgeber ist einschlägig bekannt und setzt sein stets am Rande des Betrugs segelndes Konzept mit regelmäßig wechselnden Namen um (z.B. „Food for you e.V.“, „StraMax“ und „Streetworker“). mehr…
„Die Bundesregierung hat die zehntausenden Beschäftigten von Opel im Stich gelassen. Während sie für Spekulanten und Banken milliardenschwere Hilfspakete bereitstellt, ist ihr die Sicherung der Arbeitsplätze bei Opel keinen Pfifferling wert. Soziale Kriterien haben bei der Entscheidung über die Staatshilfen keine Rolle gespielt“ erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen anlässlich der Ablehnung der Staatshilfe für Opel durch den Bundeswirtschaftsminister Brüderle. Dagdelen weiter: mehr…
Die Bildungsstreikenden schickten folgenden Bericht von ihrer heutigen Aktion: »Im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreik-Aktionstages zogen heute ca. 1000 Schüler_innen und Studierende in einer Spontandemonstration durch die Bochumer Innenstadt. Sie durchbrachen eine Polizeiblockade und besetzten mehrere Kreuzungen. Der bundesweite Bildungsstreik-Aktionstag sollte sich in diesem Jahr in Bochum anders präsentieren: Das Protestkomitee gegen Studiengebühren der Ruhr-Universität Bochum rief zwar zu einem Treffpunkt am Bochumer HBF um 11 Uhr auf, meldete allerdings keine Route an und organisierte weder einen Lautsprecherwagen noch Kundgebungen. „Es sollen selbstorganisierte Entscheidungsprozesse umgesetzt werden, so wie es in der Vergangenheit, etwa bei der Besetzung des Audimax im November 2009, immer wieder gelungen ist“, hieß es in einer Stellungnahme zu der neuen Strategie. mehr…
Mittwoch 09.06.10, 16:43 Uhr
Positives Fazit der BI gegen DüBoDo trotz Urteils:
Auf der heutigen Pressekonferenz zog die Bürgerinitiative gegen den Ausbau der DüBoDo eine unterm Strich positive Bilanz ihrer bisherigen Bemühungen, den Weiterbau der A 44 zu verhindern. „Wir wollen erst einmal die schriftliche Begründung des Urteils vom Bundesveraltungsgericht in Leipzig abwarten, bevor wir uns abschließend äußern. Diese höchstrichterliche Instanz ist zwar unseren Einsprüchen nicht gefolgt, es bleibt theoretisch nur noch der Gang vors Verfassungsgericht oder den Europäischen Gerichtshof,“ so ein Sprecher der BI. „Natürlich sind wir enttäuscht. Mit diesem Urteil wird es immer schwerer für Klagen gegen derartige Projekte, da der Kläger grobe Mängel im Planungsverfahren nachweisen muss. Und das ist bei der engen Zusammenarbeit zwischen den Planern, Gutachtern und Ämtern nahezu unmöglich. Der Planungsspielraum für die Verkehrsplaner wird durch dieses Urteil auf jeden Fall erweitert.“
Die BI bekundete dennoch einen gewissen Stolz trotz der juristischen Niederlage: „Trotzdem hat sich der Widerstand gelohnt. Der Ausbau der Querspange wird auf keinen Fall vor 2014 abgeschlossen sein, wir konnten durch unsere Interventionen zahlreiche Nachbesserungen erreichen wie die Verwendung von Flüsterasphalt und eine gewisse Berücksichtigung des Artenschutzes. Fast noch wichtiger sind jedoch die sozialen Zusammenhänge und Kontakte, die während der jahrzehntelangen Arbeit untereinander entstanden sind. mehr…
Die Klagen mehrerer AnwohnerInnen gegen den weiteren Bau der DüBoDo (A 44) in Bochum sind vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ohne Erfolg geblieben. Die Pressemitteilung des Gerichts. Die Bürgerinitiative gegen die DüBoBo hat für heute Mittag zu einer Pressekonferenz eingeladen, auf der sie das Urteil kommentiert und die Konsequenzen daraus aufzeigt.
Die aktuelle bsz kritisiert in ihrem Aufmacher Protest mit bitterem Beigeschmack die Auswüchse in der Kritik an dem militärischen Vorgehen Israels gegen die Schiffe, die die israelische Seeblockade gegen Palästina durchbrechen wollten. In einem Beitrag Disaster of Master wird sehr anschaulich dargestellt, zu welchem galoppierendem Schwachsinn die Einführung von Bachelor und Master geführt haben. Die studentische Gleichstellungsbeauftragte Christiane Borowy erhebt in einem Interview heftigste Vorwürfe. Sie spricht von einem „Arbeitsklima, dass ich schon als Mobbing bezeichnen würde.“ Der Artikel hat dann auch die Überschrift: „Unhaltbares Arbeitsklima„. Schon in einer anderen Meldung auf dieser Seite wurde auf ein Interview mit Jürgen Link verwiesen: Ruhrgebiet: Keine Metropole. Ein Beitrag, auf den durchaus mehrfach verwiesen werden kann.
Dienstag 08.06.10, 19:00 Uhr
Hintergründe zum in Südafrika beginnenden FIFA-Herren-Fußballturnier
Am Montag, den 14.6. lädt das AStA-Referat für Kritische Wissenschaften an der Ruhr-Uni um 19.00 Uhr im KulturCafé zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel: Von Mussolini zu Beckenbauer – Einführung in eine politische Geschichte des Fußballs. Referent ist Bernd Reinink. In der Einladung heißt es: „Dass Fußball mehr ist als nur die schönste Nebensache der Welt, ist längst zu einem Gemeinplatz geworden. Als universeller Zuschauersport spielt er bei der Konstruktion kollektiver Identität und nationaler Mythen eine Rolle, die wohl nur von großen Kriegen übertroffen wird. Insbesondere der Nationalmannschaftsfußball, der alle vier Jahre in dem vom (rein sportlichen Standpunkt maßlos überschätzten) Spektakel Fußball-WM seinen Höhepunkt hat, bietet eine ideale Spielweise für alle Formen des chauvinistischen Wahns, wie auch faschistische Diktatoren und lateinamerikanische Generäle wussten. mehr…
Dem Aufruf zur Vollversammlung an der Ruhr-Uni folgten heute rund 300 TeilnehmerInnen, die im Verlauf der Diskussion Erfolge sahen, aber auch bisherige falsche Vorgehensweisen feststellten. In einer Erklärung der OrganisatorInnen heißt es: »Zu den bisherigen Erfolgen zählte die Versammlung die Abschaffung der Anwesenheitspflicht an der Uni Duisburg-Essen und Dortmund. Gleichzeitig wurden Strategien diskutiert, wie man die Anwesenheitspflicht auch an der RUB abschaffen kann, sowohl auf dem offiziellen Weg sowie durch kleinere Aktionen. „Die FachschaftsvertreterInnenkonferenz bespricht gerade mit der Prorektorin für Lehre, Frau Wilkens, die Forderung nach der Abschaffung der Anwesenheitspflicht. Da bisher keine Kompromissbereitschaft durch das Rektorat zu erkennen ist, hat die FSVK schon angekündigt, die Abschaffung notfalls mit dem AStA zusammen auf dem gerichtlichen Weg durchzusetzen“, informierte Denise Welz, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im AStA, die Anwesenden. mehr…
Die DKP-Bochum lädt am Donnerstag, dem 10. Juni, um 19.30 Uhr in der Gaststätte „Kartenhaus“, Griesenbruchstraße 7 (Ecke Alleestraße / Rottstraße) zu einer Veranstaltung ein zum Thema: „Ursachen der kommunalen Finanzkrise“. Referent des Abends ist der Kommunalpolitiker Michael Gerber, langjähriger Fraktionsvorsitzender der DKP im Bottroper Stadtrat. In der Ankündigung heißt es: „Die Finanzen der Städte befinden sich im freien Fall. Daran ist häufig auch eine verfehlte kommunale Politik mitschuldig, die Millionen für Prestigeprojekte zum Fenster rauswirft. Und auch die Wirtschaftskrise hat die Gemeinden mit voller Wucht erfasst Aber sind dies die einzigen Gründe für die Verschuldung der Städte? Oder ist diese Verschuldung vielleicht sogar politisch gewollt? Und wie könnten die Städte aus der Schuldenfalle rauskommen?“
Dienstag 08.06.10, 12:30 Uhr
Dienstag, 15. Juni an der RUB: Kulturhauptstadt auf eigene Faust
Am Dienstag, den 15. Juni liest der ehemals in Bochum lehrende Diskurstheoretiker Jürgen Link im HZO 60 an der Ruhr-Universität Bochum von 18 – 20 Uhr „im Doppelpack“. Er wird dabei Auszüge aus seinem Ruhr-Roman „Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung“ vortragen und dabei einen theoretischen Kurzessay über das Konzept „Rhizom“ einmontieren, eine Diskussion am Schluss ist geplant. Die Einladung verspricht, dass die „in den 70er/80er Jahren eingetretene Spaltung der Literatur in „politische“ und „subjektive“ von diesem Text unterlaufen wird, der beides zugleich und keines von beidem, sondern ein drittes Neues ist.“ Jürgen Link lehrte von 1980 bis 1992 Literaturwissenschaften an der RUB, danach bis 2005 an der Uni Dortmund. Er ist Mitherausgeber der „kultuRRevolution. zeitschrift für angewandte diskurstheorie“, Verfasser u.a. des „Versuch über den Normalismus“ und Autor des Blogs www.bangemachen.com. In der Vorankündigung heißt es zu den beiden Textteilen weiter: mehr…
„Wir brauchen milliardenschwere Hilfspakete für die Bildung!“, fordert die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, Sevim Dagdelen anlässlich des Bildungsstreiks. Auch in Bochum gehen am Mittwoch wieder tausende Schülerinnen und Schüler, Studierende und Azubis auf die Straße. „Während mittlerweile schon fast im Wochentakt milliardenschwere Hilfspakete für Spekulanten und Banken abgesegnet werden, wird bei der Bildung nun schon wieder über Kürzungen diskutiert. An allen Ecken und Enden fehlt es an Geld für Kitas, Schulen und Hochschulen; hunderttausende Jugendliche befinden sich in Warteschleifen, da es an qualifizierten Ausbildungs- und Studienplätzen mangelt. Es ist höchste Zeit, dass sich daran etwas ändert. Wir brauchen keine milliardenschweren Bankenrettungspakete mehr, sondern endlich milliardenschwere Hilfspakete für die Bildung. Nur so werden wir endlich ein gerechtes und gutes Bildungssystem bekommen und eine bessere Zukunft für unsere Kinder“, fordert Dagdelen abschließend.
Montag 07.06.10, 13:00 Uhr
Der Landesdatenschutzbeauftragte interveniert beim Institut Vogel:
Die Soziale Liste schreibt: »Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit des Landes NRW hat jetzt der Sozialen Liste im Rat mitgeteilt, dass eine Videoüberwachung des laufenden Unterrichts bei der Bildungseinrichtung Gisela Vogel – Institut für Berufliche Bildung KG „rechtlich nicht zulässig“ ist. Das Institut Vogel wurde aufgefordert, von der Videoüberwachung in den Schulungsräumen während der Unterrichtszeiten abzusehen. Damit wurde einer Forderung der Sozialen Liste, die den Landesbeauftragten eingeschaltet hatte, Rechnung getragen und ein erster Erfolg erzielt. mehr…