Auch wenn der Sommer erstmal eine kurze Pause macht, ist er für viele Menschen, die das Straßenmagazin verkaufen, und für Wohnungslose eine anstrengende und gefährliche Zeit. In der Juli-Ausgabe von bodo erzählen Menschen, die ihre Tage auf der Straße verbringen, was Hitze und Sommer mit ihnen machen – und wie sie sich wappnen.
Der Mieterverein Bochum appelliert an alle Bochumerinnen und Bochumer mit eher geringem Einkommen, zu überprüfen, ob sie zum Kreis der Wohngeld-Berechtigten gehören. Dafür gebe es immer mehr Gründe. Zum einen sei der Kreis der Anspruchsberechtigten zum 1. Januar deutlich ausgeweitet worden. Zum anderen bekommen Wohngeld-Bezieher:innen ab sofort automatisch und kostenlos den Bochum-Pass, mit dem man zahlreiche Ermäßigungen und Vergünstigungen in Anspruch nehmen kann.
Vom 15. bis zum 26. Juni wird in der Bochumer Innenstadt ein Klimacamp aufgeschlagen. In Anbetracht der sowohl in Bochum als auch auf globaler Ebene unzureichenden Klimapolitik wird die Veranstaltung nun schon das zweite Jahr in Folge abgehalten. Die beteiligten Initiativen erhoffen sich im Rahmen eines breit gefächerten Programms Aufmerksamkeit für die zentrale Thematik des Klimaschutzes zu gewinnen und möglichst viele Passant*innen zu erreichen.
Der Hauptausschuss musste sich in seiner Sitzung am 07. 06. 2023 auf Anordnung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen mit der vom Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung gemeinsam mit weiteren sieben Bürgerinitiativen eingereichten Eingabe nach § 24 Gemeindeordnung NRW befassen.
Es war nicht gerade voll auf dem „Dialogmarkt“ in der Rotunde am Freitag, dem 2. Juni. Zur Eröffnungsansprache von Stadtbaurat Markus Bradtke fanden sich gerade mal 40 Besucher:innen im Saal ein. Dabei war für dieses einzige wirklich allen Bürger:innen offenstehende Beteiligungsformat zur Neuerstellung des „Handlungskonzepts Wohnen“ ziemlich breit eingeladen worden – wenn auch sehr kurzfristig, nämlich erst eineinhalb Wochen vorher. Bei der abschließenden Diskussionsrunde gab es grade noch 20 Zuhörer:innen, die allerdings lebhaft mitdiskutierten.
Bochum soll weiterhin Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger–und fahrradfreundlicher Städte (AGFS) NRW sein. Dafür spricht sich der Allgemeine Deutsche Fahrradclub Bochum (ADFC) aus, hat sich die Entscheidung aber nicht leicht gemacht. Ein Knackpunkt ist die Trennung von Geh- und Radwegen.
Wichtige Information der Stadt Bochum für alle Mieterinnen und Mieter, Vermieterinnen und Vermieter sowie Wohnungsgesellschaften, die in Bochum wohnen oder Wohnraum vermieten: Der am 5. April auf der städtischen Internetseite veröffentlichte Mietspiegel enthielt Fehler in der Mietpreistabelle. Alle Fehler wurden zwischenzeitlich behoben, so dass die Mietspiegelbroschüre am 21. April fehlerfrei veröffentlicht werden konnte.
Die Quartierhalle Bochum und die OMAS GEGEN RECHTS Bochum & West laden zur Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933 durch die Nazis in Bochum herzlich ein zu einer Lesung „Der Abend, an dem in Bochum die Bücher brannten“ am 09.06.2023 um 19.00 Uhr vor der Quartiershalle der Ko-Fabrik auf dem Imbuschplatz Stühmeyerstr. 33, Bochum. Für ein deutliches Zeichen gegen den aufkeimenden Faschismus, gegen Unterdrückung und Krieg weltweit. Niemals wieder!
Das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, lädt am Donnerstag, 1. Juni, um 17.30 Uhr zu einer öffentlichen Präsentation ein, um die Recherchen zu 15 neuen Stolpersteinen vorzustellen. Der Künstler Gunter Demnig hat in Bochum bis heute bereits mehr als 300 Stolpersteine verlegt. Weltweit sind es inzwischen sogar 100.000. Sie alle erinnern an Opfer des Nationalsozialismus.
Zur Ratssitzung am 15. Juni beantragt die Bochumer Linksfraktion, dass sich Bochum als Modellkommune für eine lizensierte Abgabe von Genusscannabis bewerben soll.
Wie sieht Bochum aus der Sicht von Menschen „am Rand“ aus? Wie verbringen Menschen auf der Straße ihren Tag? Welche Wege führen in die Obdachlosigkeit – und welche wieder hinaus? Die soziale Stadttour des bodo e.V. geht diesen Fragen immer am dritten Samstag des Monats in Bochum auf den Grund: Die nächste Tour ist am 20. Mai.
Der Vertreter der Partei „Die Partei“ in der Bezirksvertretung Bochum Mitte, Arnim Backs, regt in einer Anfrage an die Verwaltung die Umnutzung von parkenden SUV in „Wohnraum Utility Vehicles“ an. Da „Die Partei“ in der BV keinen Fraktionsstatus hat, kann sie keine Anträge stellen, sondern nur Anfragen.
Zur Frage, ob die Tarifanpassung der WasserWelten vom 01. April noch ihrem öffentlichen Zweck entspricht und ob der Gesellschaftervertrag eingehalten worden ist, erreichte uns ein offener Brief von Thorsten Boegel an die „Ratsmitglieder*innen“ der Stadt Bochum. Trotz erheblicher Bauchschmerzen wegen der „Gender*innen“ dokumentieren wir ihn hier im Wortlaut.
Der am 30. April 2023 im Kino Endstation des Bahnhof Langendreer in Uraufführung gezeigte Dokumentarfilm zu Josef Anton Gera steht nun auch online zur Verfügung.Am 5. Oktober 2022 entstand im Bochumer Westpark ein Reverse Graffito. Zum Inhalt: Am 5. Oktober 2022 entstand im Bochumer Westpark ein Reverse Graffito. Das mit einem Hochdruckreiniger aus der Patina einer Betonmauer herausgearbeitete Porträt zeigt Josef Anton Gera. Der 59jährigen Josef Gera war 25 Jahre zuvor auf diesem Industriegelände von zwei Rechtsradikalen derart zusammengeschlagen worden, das er am 16. Oktober 1997 in einem Krankenhaus verstarb.<
Erst beugten sich die Grünen im Bund den Plänen von Bundesverkehrsminister Volkler Wissing (FDP), die Autobahnen in Deutschland beschleunigt auszubauen. Sein NRW-Kollege Oliver Krischer (B90/Die Grünen) kündigte Widerstand an und forderte Nachbesserungen. Am Dienstag fiel er um und winkte die 66 für NRW vorgesehenen Projkte durch. Eine Mitbestimmung des Landes über einzelne Projekte sei gar nicht vorgesehen, die Verantwortung für die Ausbaupläne liege allein in Berlin. Die Bochumer Grünen halten bisher ihren Widerstand gegen den sechsspurigen Ausbau der A40 aufrecht. Wie lange noch?
Am Donnerstag, den 11. Mai um 19 Uhr ist Phillipp Möller, Autor und der aktuelle Vorsitzende des Zentralrats der Konfessionsfreien, zu Gast im Bahnhof Langendreer. Sein Thema: „Die Entwicklung der Bundesrepublik zu einem säkularen Staat“. Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Religionsfrei im Revier und dem Bahnhof Langendreer. Der Eintritt ist frei.
Am 05. Mai feiert das Freiraumprojekt des Botopia e. V. sein 5-jähriges Bestehen in der Griesenbruchstraße. Ein halbes Jahrzehnt Raum für vielfältigen Austausch, voneinander Lernen und nachhaltiges Engagement.
Mit einem Gedenkrundgang erinnern das Bochumer Bündnis gegen Rechts und der Kinder- und Jugendring am Montag, den 08. Mai 2023 um 17.00 Uhr auf dem Friedhof am Freigrafendamm an den 78. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg. Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg in Europa beendet. Zwölf Jahre lang sind Juden, Sinti und Roma, Behinderte, Homosexuelle, Widerstandskämpfer und weitere Opfergruppen von den Faschisten brutal verfolgt worden.
Anlässlich des 37. Jahrestages der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl findet eine historisch-politische Radtour von Kleve nach Xanten statt, um an den Widerstand gegen den Schnellen Brüter in Kalkar zu erinnern.
Mit dem geplanten Umzug der Bochumer Musikschule stellt sich die Frage, welche Rolle das Gebäude zukünftig in der Bochumer Innenstadt spielen kann. Der Verein „Zukunftsmusik Bochum“, ein Zusammenschluss von interessierten Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen, entwickelt Ideen, wie die Nachnutzung der Musikschule zu einem Möglichkeitsraum für Bochum gelingen kann. Jetzt lädt die Initiative zum Gespräch ein am 25. 04. 2023 von 18 bis 20 Uhr in der Quartiershalle in der KoFabrik (Stühmeyerstraße 33, 44787 Bochum).
Einen Dokumentarfilm über Chile nach der Revolution, einen Spielfilm über unmögliche Liebe in einer schwedischen Kleinstadt und den neuesten Film von Steven Spielberg „Die Fabelmanns“ gibt es ab Donnerstag im Kino „Endstation“ im Bahnhof Langendreer.
Die Radwende Bochum lädt am Mittwoch, 19. April, um 19 Uhr zu einem Diskussionsabend mit Nikolas Lange (Stadtgestalter), Raphael Dittert (Grüne) und N. N. (Radwende) in die KoFabrik (Stühmeyerstr. 33) ein. Es moderiert Sigrid Graumann (Rektorin Evangelische Hochschule Bochum).
Die Grünen haben nicht nur jetzt in der Bundesregierung viele unsinnige Autobahnprojekt durchgewunken. Auch in der NRW Landesregierung haben sie gigantischen völlig überflüssigen Autobahnbauten wie der „Bochumer Lösung“ zugestimmt. An der Basis beteuern sie immer wieder, dass sie alles tun, um das zu verhindern. So auch jetzt die Bochumer Ratsfraktion. Sie spricht sich gegen den bei der Klausur der Berliner Ampelkoaltion vereinbarten Ausbau der A40 zwischen dem Dreieck Bochum-West und Dortmund aus.
Die Fragestunde zu Ecosoil in der gestrigen Ratssitzung ist ausgefallen. Wie berichtet hatte das „Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung“ für die Ratssitzung Fragen zur Ecosoil-Ansiedlung eingereicht. Diese sind jedoch angeblich bei der Stadtverwaltung nicht eingegangen.
Die Bochumer Linksfraktion ist bestürzt über den erneuten Angriff durch Dortmunder Rechte auf das Hausprojekt in der Haldenstraße 47. Der gezielte Angriff auf die linken Aktivist:innen, die das leerstehende Gebäude bis zum Neubau unter Duldung der Diakonie sinnvoll nutzen und so ein Zeichen gegen den Leerstand in Bochum setzen, darf nach ihrer Meinung nicht folgenlos bleiben.
Die Verwaltung bestätigt auf Anfrage der Linksfraktion, dass sich die Baugenehmigungen im zweiten Halbjahr 2022 fast halbiert haben. Beim geförderten Wohnungsbau seien die Folgen der Wohnungskrise aber noch nicht gravierend spürbar.
Am Sonntag, den 26. März 2023 führt die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN – BdA) eine Kranzniederlegung auf dem Friedhof Bochum-Werne durch. Damit wird an die im Kampf gegen den rechten Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920 gefallenen „Märzgefallenen“ und an die antifaschistischen Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg erinnert. Treffpunkt ist der Marktplatz in Bochum-Werne um 11.00 Uhr. In diesem Jahr spricht: Uli Borchers (Bochum gegen Rechts). Die Gedenkveranstaltungen an den Werner Gräbern und dem Denkmal finden, mit einer Unterbrechung in der Zeit des Faschismus in den Jahren von 1933 bis 1945, seit 1921 statt.