Am Mittwoch, den 11. März findet die Vernissage mit Lucas Boelter im Haus der Begegnung in Bochum ab 18:30 Uhr statt. In der Einladung heißt es: „Der in Dortmund lebende Maler und Illustrator Lucas Boelter (geb. 1993 in Mülheim a. d. Ruhr) hat an der Fachhochschule Dortmund Grafikdesign studiert und studiert Szenografie im Master. Seine Arbeiten zeichnen sich besonders durch einen kraftvollen und expressiven Malstil aus. Humorvoll und farbenfroh werden Welten geschaffen, in die sich der Betrachter hineinfallen lassen kann. Wichtig ist dabei jedoch stets, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen.“ Die Ausstellung ist bis zum 31.04.2020 im Saal des Haus der Begegnung von jeweils 10.00 – 21.00 Uhr (ausgenommen bei geschlossenen Veranstaltungen) zu sehen.
Zu Lecture Performances von Julia Nitschke & Omar Guadarrama lädt das atelier automatique, Rottstr. 14, am Donnerstag, den 12. März um 19.30 Uhr im Rahmen der feministischen Aktionswochen 2020 ein: »53 Dichter, die in Ciudad Juárez, Chihuahua über Gewalt und Feminizide, eine Erkundung und Schaffung der Grenze sprechen. Kunst als Waffe und als Schrei, um darüber zu sprechen, was nicht nur Frauen an der nördlichen Grenze Mexikos leben oder einst gefühlt haben, sondern die Zeilen jedem weiblichen Auge unseres Landes sichtbar zu machen. Eine Lesung und Lecture Performance von Omar Guadarrama. Er ist Schauspieler und studiert zurzeit den Master InterAmerican Studies in der Universität Bielefeld. Julia Nitschke hat sich im Zuge eines New York Times Artikel über Fashion und Zeitgenössische Protestformen Gedanken über Glitzer gemacht, und wie die Maskierung von Glitzer Polizeigewalt markiert. Aber auch Gedanken über Manifeste und das Politische Potential von Memes spielen hier rein.«
Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) schreibt: Volle Auftragsbücher, Rekordumsätze, langes Warten auf Handwerker – die Baubranche boomt: »Davon sollen jetzt auch die 2.860 Bauarbeiter in Bochum profitieren. Für sie fordert die IG BAU in der anstehenden Tarifrunde ein Lohn-Plus von 6,8 Prozent – mindestens aber 230 Euro mehr im Monat. Für Azubis soll es 100 Euro mehr pro Monat geben. Außerdem verlangt die IG BAU, dass lange Fahrzeiten zur Baustelle bezahlt werden. Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern beginnen am 19. März in Berlin. „Maurer, Zimmerleute und Fliesenleger sind extrem gefragt. Gerade im Wohnungsbau verschärft sich der Mangel an Fachkräften. Aber die bekommt man nur, wenn die Arbeit auf dem Bau attraktiver wird“, sagt Gabriele Henter, Bezirksvorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund. mehr…
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen 2020 wird am heutigen 10. März um 19 Uhr im Provisorium, Dorstener Str. 17 der Film The Railroad All-Stars gezeigt. Es ist ein Dokumentarfilm über guatemaltekische Sexarbeiterinnen, die 2004 eine Fußballmannschaft gründeten und der lokalen Liga beitraten, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Als ihr Beruf bekannt wurde, verwies der Organisator die Mannschaft aus der Liga, was zu einem deutlichen Medienrummel führte.
Am Donnerstag, den 12. März laden die Naturfreunde Langendreer um 19:30 Uhr in ihr Zentrum, Alte Bahnhofstr. 175 zu einem Bildungsabend zum Thema Biogas ein: »Böden als CO2 Speicher, Biotonne und Biogasnutzung, diese drei Themen wollen wir an diesem Abend näher beleuchten. Unsere Referenten Helge und Stefan haben interessante Informationen zu den Themen zusammengestellt!«
Das endstation.kino zeigt ab Donnerstag, den 12.03. den Dokumentarfilm Waterproof. Regisseurin Daniela König ist am 18. März um 20.15 Uhr für ein Filmgespräch zu Gast. Aysha, Khawla und Rehab sind Klempnerinnen in einem der trockensten Länder der Welt: Jordanien. Das verleiht ihrer Mission etwas Heldisches – sie reparieren Rohrbrüche, reinigen Wassertanks und zeigen Hausfrauen den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser. Nach dem Tod ihres Mannes begann Aysha eine Ausbildung bei Khawla Al-Sheikh, der selbsternannten ersten Klempnerin Jordaniens, um ihre drei Kinder alleine versorgen zu können.
Das offene AntifaCafé im Sozialen Zentrum lädt am Mittwoch, den 11. März um 19 Uhr zu einem Vortrag von Charlotte Böke über „Sexismus in der Linken“ ein: Sexismus ist ein gesellschaftlich relevantes Thema. Doch wie sieht es in der linken Szene aus? Eine kurze Analyse mit Forschungsarbeiten aus einer Bachelorarbeit werden wir Euch beim nächsten Antifa Café präsentieren. Wir freuen uns auch darauf, uns anschließend mit Euch auszutauschen und diskutieren.« Anschließend gibt es veganes Essen gegen Spende.
Die Initiative Frauen*kampftag Bochum berichtet: »Am gestrigen Samstag fand die feministische Demonstration anlässlich des Weltfrauenkampftages statt. Wir möchten damit auch in Bochum ein Zeichen gegen die Marginalisierung, Unterdrückung, Chancenungleichheit und Gewalt gegenüber Frauen und LGBTIQ-Personen einen Ausdruck verleihen. Mehr zu den Beweggründen und der Notwendigkeit der Demonstration in unserem Aufruf. Die Demonstration startete gegen 17.30 Uhr vom Hauptbahnhof und lief über Rathaus, Bermudadreieck, Ehrenfeld bis zum Schauspielhaus, wo die rund 1200 Demonstrierenden bei einem Konzert unter freiem Himmel von „Lena Stöhrfaktor“ einen gelungenen Abschluss verlebten. mehr…
Der Kostnixladen bittet um Spenden: »Auch bei uns als solidarwirtschaftlichen Projekt fallen leider einige Kosten wie z.B. Nebenkosten oder Renovierungsarbeiten an. Nachdem wir nun einen eigenen Verein gegründet haben, möchten wir einen Aufruf mit der Bitte um Spenden an Euch richten. Da wir als unabhängiges Projekt momentan keine Gelder von Stadt oder Unternehmen bekommen, sind wir auf Spenden angewiesen, um den Betrieb des Ladens zu gewährleisten. Spendet bittet was ihr mögt auf folgendes Konto (gerne auch als Dauerauftrag monatlich): IBAN: DE34 4306 0967 1044 6225 00, Begünstigter: Kostnixladen e.V.«
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu der für den 10. 3. im Forum des Louis-Baare-Berufskollegs, Bußmanns Weg 8 geplanten Informationsveranstaltung zu der rund um den Wattenscheider Bahnhof beabsichtigten Bebauung: »Laut der Einladungs-Pressemitteilung der Verwaltung sollen sich möglichst viele an der Planung des „Neuen Bahnhofsquartiers“ beteiligen. Dies klingt nach echter Bürger-beteiligung für Wattenscheid, erinnert gar an den Aufruf des Oberbürgermeisters in seiner Ansprache zum Jahreswechsel, mehr Demokratie durch mehr Bürgerbeteiligung zu wagen. Wie diese Bürgerbeteiligung konkret aussehen soll, wird aber nicht verraten. Interessierte Bürger*innen sollen die Möglichkeit erhalten, Ideen, Anregungen und Hinweise in die Planung einzubringen sowie Fragen zum Vorgehen zu klären. mehr…
Anlässlich des internationalen Frauentags fordert der Flüchtlingsrat NRW wirksamen Gewaltschutz und Teilhabemöglichkeiten für geflüchtete Frauen und Mädchen: »Viele der nach Deutschland geflüchteten Frauen und Mädchen haben in ihrer Heimat und auf der Flucht Gewalt und Ausgrenzung erlebt. Deutschland hat sich unter anderem im Rahmen der Istanbul-Konvention verpflichtet, geflüchtete Frauen und Mädchen vor Gewalt zu schützen. Der Gewaltschutz wird in Nordrhein-Westfalen bisher allerdings nicht ausreichend umgesetzt.Das Landesgewaltschutzkonzept NRW bietet wichtige Rahmenbedingungen für den Schutz von Frauen und Mädchen in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes. Nun ist die Landesregierung gefordert,die konsequente Umsetzung des Konzepts zu gewährleisten. Im Sinne der Istanbul-Konvention sind insbesondere Maßnahmen zur Erkennung von besonderen Schutzbedarfen zu verstärken, um Frauen und Mädchen auch präventiv vor Gewalt zu schützen. mehr…
Märzstürme an der brennenden Ruhr 1920 Uraufführung: So. 25.10.2020 15.oo Uhr
Das Theater Traumbaum lädt am Sonntag, den 15. 3. um15 Uhr ein zur Uraufführung des Stückes „Märzstürme an der brennenden Ruhr 1920-2020“ – der Kapp-Lüttwitz Putsch und der Versuch, die Demokratie zu retten, oder wie die ersten Hakenkreuze in´s Ruhrgebiet einzogen: »Wenn man Menschen aus dem Ruhrgebiet fragt, was ihre Ruhrgebietsidentität ausmacht, bekommt man meistens die Antworten schwarz-gelb, blau-weiß oder Currywurst. Sie könnte aber auch lauten: wir sind die, die damals unsere junge Demokratie gerettet haben. Denn vor genau hundert Jahren putschten die rechten Militärs unter Kapp und von Lüttwitz, mit dem Ziel, eine Militärdiktatur zu errichten. mehr…
Am Sonntag, den 8. März findet im Rahmen der Feministischen Aktionswochen von 16 Uhr bis 19.30 Uhr Im Provisorium, Dorstener Str. 17 ein Vortrag und anschließend ein Workshop statt zum Thema „Keine Zukunft ohne Vergangenheit – Frauen-Bewegung im Rückblick“: Wir schreiben den Weltfrauentag 2020. In den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten hat sich bereits viel getan, viele Kämpfe wurden ausgetragen und in den Bereichen Bildung, politische Teilhabe, Selbstbestimmung über den eigenen Körper, Erwerbs- und Care-Arbeit hat es Bewegungen gegeben. Doch es ist immer noch viel zu tun. mehr…
Mehr als 1200 Menschen nahmen gestern an der Demonstration gegen die militärische Abschottung an den EU-Aussengrenzen teil. Der Slogan der Teilnehmer*innen lautete: Wir haben Platz! Die zentrale Forderung richtete sich an Oberbürgermeister Eiskirch. Er soll sich der Forderung von den Oberbürgermeistern von Köln, Düsseldorf, Potsdam, Hannover, Freiburg im Breisgau, Rottenburg am Neckar und Frankfurt (Oder) anschließen, es den Städten zu ermöglichen, freiwillig Flüchtlinge aufzunehmen. https://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-aufnahme-105.html OB Eiskirch und alle anderen Entscheidungsträger*innen wurden aufgefordert, sich einmal in Lage von Geflüchteten zu versetzen und sich bewusst u werden, was sie in einem fremden Land wünschen, bzw was sie erwarten würden. mehr…
Die Initiative Frauen*kampftag Bochum erinnert an die Demonstration zum Frauen*kampftag: »Nachdem unsere Initiative im letzten Jahr zum ersten mal die feministischen Aktionswochen in Bochum organisierte und am 8.3.19 eine bunte und laute Demonstration mit etwa 1000 Menschen durch Bochum zog, wird es auch in diesem Jahr eine große Demonstration geben, die von knapp 40 Veranstaltungen in rund 5 Wochen umrahmt wird. Der Zuspruch und die Beteiligung im letzten Jahr haben uns gezeigt, dass die Thematisierung feministischer Inhalte gewünscht und die vorhandenen gesellschaftlichen Umstände für Frauen* und LGBTIQs absolut unbefriedigend sind. mehr…
Die Bochumer Linke unterstützt am Samstag, den 7. März ab 11 Uhr die Aktion der Gleichstellungsstelle „jetzt FAIR teilen“ auf dem Bongard Boulevard und schreibt: »Unter dem Motto „Pflegenotstand stoppen“ macht die Linke dieses Jahr vor allem auf ihre Alternativen zur gescheiterten Pflegepolitik der Bundesregierung aufmerksam. Wiebke Köllner, Sprecherin der Bochumer Linken, erklärt dazu: „Als Linke finden wir uns nicht damit ab, dass gleiche Chancen für Frauen noch immer nicht erreicht sind. Der unbereinigte Gender-Pay-Gap liegt in Deutschland immer noch bei knapp 21%. Gleichzeitig wird auch die unbezahlte Arbeit, wie Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen, in erster Linie von Frauen erbracht. Nach Zahlen der Hans-Böckler-Stiftung macht dieser Teil der Arbeit bei Frauen 45% und bei Männern nur 28% der Arbeitszeit aus. Wir kämpfen deshalb weiter für gleiche Bezahlung bei gleichwertiger Arbeit, identische Chancen auf einen Job und dafür, dass Frauen im Alter nicht mehr häufiger in Armut leben müssen. mehr…
Am heutigen Freitag, den 06.03., ruft ein Bochumer Bündnis um 18 Uhr ab Bochum Hauptbahnhof zur Demonstration „Stoppt die militärische Abschottung an den EU-Außengrenzen – Aufnahme jetzt!“ auf. Bündnispartner des Aufrufes sind: Seebrücke Bochum, Bahnhof Langendreer, Medizinische Flüchtlingshilfe, Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit, Stadt für alle, Friedensplenum, DIDF Bochum, Kinder- und Jugendring Bochum, DGB Bochum, WorldBeatClub, GEW Bochum und Bochumer Bündnis gegen Rechts. Nach einer Kundgebung am Hauptbahnhof (Kurt-Schumacher-Platz) mit mehreren Redebeiträgen, wird ein Demonstrationszug durch die Innenstadt bis zum Rathaus gehen, wo eine Abschlusskundgebung stattfindet. Die Forderungen, die bei der Demonstration artikuliert werden sollen, richten sich sowohl an die politisch Verantwortlichen in Bochum als auch an die Bundesregierung. So wird Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und die Politik in Bochum aufgefordert, Druck auf die Regierung auszuüben, um die Aufnahme von geflüchteten Menschen von den EU-Außengrenzen zu ermöglichen. Bochum hat sich im letzten Jahr zum „Sicheren Hafen“ erklärt. Die Forderung ist nun, dieser Erklärung auch Taten folgen zu lassen. Weitere Forderungen sind unter anderem die sofortige Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter von den griechischen Inseln und die sofortige Evakuierung der Menschen aus den Grenzgebieten in sicheres EU-Gebiet.
Das atelier automatique, Rottstraße 14 lädt am Freitag, den 6. März um 19 Uhr zu einer Ausstellungseröffnung ein: »Im Rahmen der feministischen Aktionstage 2020 in Bochum freuen wir uns, die Arbeit Pink.Glitter.Violence von Mirjana Mitrović im atelier automatique zu zeigen.
Mr. Gorbachev, tear down this wall! | The Heritage Foundation
Das Bochumer Friedensplenum ruft zur Teilnahme an der Demonstration am morgigen Freitag unter dem Motto „Stoppt die militärische Abschottung Europas“ auf. Es ist eine moralische und politische Bankrotterklärung der EU, wenn sie es akzeptiert, dass das Asylrecht der EU in Griechenland außer Kraft gesetzt wird. Die NATO zeigt erneut, welche riesigen Heucheleien die Friedens- und Menschenrechts-Bekenntnisse in ihrer Präambel sind, wenn sie es widerspruchslos akzeptiert, dass das NATO-Mitglied Türkei völkerrechtswidrig in Syrien einmarschiert. Es ist eine ungeheuerliche Eskalation in der Verachtung von elementaren Menschenrechten, wenn die EU von der Tötung von Flüchtlingen im Mittelmeer durch unterlassene Hilfeleistung nun dazu übergeht, an der Grenze der Festung Europa auf Flüchtlinge zu schießen. Wer sich erinnert, wie Politikerinnen und Politiker vor 35 Jahren vor der Mauer in Berlin standen und forderten, dass die Mauer niedergerissen wird, dass die Menschenrechte geachtet werden und dass alle Menschen dahin gehen dürfen, wo sie wollen, kann nur Verachtung für die Regierenden in der EU empfinden. Das Friedensplenum fordert die Stadt Bochum auf, öffentlich ihre Bereitschaft zu erklären, Flüchtlinge aufzunehmen.
Der DGB Bochum lädt anlässlich des internationalen Frauentages am kommenden Samstag zu einer Aktion in der Innenstadt und am Sonntag zu einem Empfang im Bergbaumuseum ein: »Höhere Gehälter, Sonderleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, bessere Arbeitszeitregelungen – Tarifverträge setzen Standards für Alle und lohnen sich besonders für Frauen in mehrfacher Hinsicht: Wo Tarifverträge gelten, verringert sich die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen von 21 auf 11 Prozent. Frauen fordern meist zu wenig, wenn es um ihre eigenen Interessen geht; daher sind sie besonders auf Tarifstandards angewiesen. „Deswegen machen die Gewerkschaftsfrauen des DGB am 7. März mit einem kreativen Auftritt auf dem Boulevard in der Zeit von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr auf die besondere Bedeutung der Tarifbindung aufmerksam.“, sagt Bettina Gantenberg, Vorsitzende des DGB Bochum. mehr…
Der Flüchtlingsrat NRW kritisiert die in verschiedenen Medien am 3. März 2020 zitierten Aussagen der nordrhein-westfälischen Landesregierung anlässlich der Zuspitzung der humanitären Notlage an der griechisch-türkischen Grenze, an der schutzsuchende Menschen als Spielball der Machtkämpfe zwischen der EU und dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan missbraucht werden. Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul betonte die bereits zugesagte Bereitschaft NRW das Engagement des Landes für die Frontex-Grenzeinheiten der Europäischen Union zu verdoppeln“ und würde angesichts der aktuellen Lage sogar noch darüber hinauszugehen. Damit rechtfertigt die Landesregierung nicht nur die gewaltsame Abwehr von Schutzsuchenden an der griechischen EU-Außengrenze in den vergangenen Tagen, sondern möchte dieses Vorgehen auch noch aktiv unterstützen. mehr…
Die Soziale Liste schreibt: »Am 2. März 2020 wurde die Anlieferung von Böden mit LKW-Transporter für das Amalia-Gelände wieder aufgenommen. Dort soll eine Golfanlage gebaut werden. Genaue Pläne, was im Einzelnen entstehen soll, wurden bisher vom Investor, der „Golf Innovations GmbH, Kevelaer“ nicht bekannt gegeben. Stattdessen kippen seit vielen Monaten Großraum-Transporter dort gewaltige Mengen Bodenaushub von Baustellen in ganz NRW ab, was wohl ein einträgliches Geschäft ist. mehr…
Sie arbeiten genauso lang, ziehen aber beim Verdienst den Kürzeren: Frauen, die in Bochum eine Vollzeit-Stelle haben, verdienen rund 350 Euro weniger im Monat als ihre männlichen Kollegen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zum Internationalen Frauentag am 8. März hingewiesen. Die NGG beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Danach liegt das durchschnittliche Vollzeit-Einkommen von Frauen in Bochum aktuell bei 3.143 Euro im Monat – Männer mit der gleichen Arbeitszeit kommen auf 3.489 Euro. Das macht einen Unterschied von 10 Prozent. mehr…
Die Bochumer Grünen schreiben: »An der griechisch-türkischen Grenze sind aktuell tausende Menschen gefangen. Sie können weder nach Griechenland einreisen, noch in die Türkei zurückkehren. Mehr als 40.000 Menschen leben bereits unter menschenunwürdigen Bedingungen in Elendslagern wie dem Camp Moria auf den griechischen Inseln. Dazu erklärt Hans Bischoff, Sprecher der Grünen in Bochum: „Die Situation in Griechenland ist dramatisch. Seit Monaten leben Kinder dort im Dreck, in der Kälte und haben keine ausreichende medizinische Versorgung. Das spitzt sich jetzt weiter zu.“ Die Grüne Spitzenkandidatin für den Rat, Barbara Jessel, ergänzt: “Familien mit Kindern und andere Schutzbedürftige müssen schnellstens von den Inseln evakuiert werden. Bochum ist wie viele andere Städte in NRW bereit, diese Menschen aufzunehmen. Unsere Solidarität endet nicht an den europäischen Außengrenzen. Jetzt muss schnell gehandelt werden.“«
Attac und Occupy laden am Mittwoch, den 11. März um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einem Vortrag von Thomas Sablowski ein zu Thema „Von Krise zu Krise – Wie hat sich die Gestalt des Kapitalismus verändert?“: »Seit 2008/09 berichten die westlichen Leitmedien über Staatsschulden- und Währungskrisen. Folgen wir der herrschenden Meinung, dann handelt es sich bei diesen um vorübergehende Krisen. Die Währungspolitik der Zentralbanken deutet jedoch aktuell darauf hin, dass man eine neue ‚Superkrise‘ erwartet. Es stellt sich die Frage, ob sich die kommende Krise auf mehreren Ebenen abspielen wird, nämlich als Zusammenspiel von ökonomischer, ökologischer und möglicher politischer Hegemoniekrise. Thomas Sablowski ist Politologe und Referent für Politische Ökonomie der Globalisierung am Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung; Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac & Redakteur der Zeitschrift LuXemburg.
Das Netzwerk »Stadt für Alle« lädt im Rahmen der feministischen Aktionswochen 2020 am 10. März um 19 Uhr im Provisorium, Dorstener Str. 17 zu einem Vortrag und zur Diskussion über „geschlechtergerechte Formen von Wohnen und Sorgearbeit“ ein: Das Einfamilienhaus trägt nicht nur zur Verschwendung von Ressourcen und der Zersiedelung der Landschaft bei, sondern gilt auch als Verräumlichung patriarchaler Geschlechterverhältnisse. Und dennoch scheint der Wunsch nach dem trauten Familienheim ungebrochen. Wie konnte es dazu kommen und wie kommen wir darüberhinaus? Wir nehmen das betonierte Ideal der Rama Frühstücksfamilien unter die Lupe und diskutieren geschlechtergerechte Formen von Wohnen und Sorgearbeit.«
Aufruf zur Demonstration am Freitag, den 6. um März, 18 Uhr, Startpunkt Hauptbahnhof: »Fassungslos sehen wir zu, wie in diesem Moment die menschenrechtliche Katastrophe an den europäischen Außengrenzen eine weitere Eskalationsstufe erreicht hat: Am Sonntagnachmittag hat der türkische Präsident Erdogan die Öffnung der türkischen Grenzen angeordnet, um die EU zu zwingen, die türkische Kriegsoffensive in Syrien militärisch zu unterstützen. Zehntausende geflüchtete Menschen haben daraufhin die Türkei allein innerhalb eines Tages verlassen. An der türkisch-griechischen Landesgrenze wurden sie von griechischen Grenzpatroullien mit Tränengas und Schüssen zurückgedrängt. Am Montag gab es bereits Meldungen über mindestens ein Todesopfer. Die griechische Armee bereitet sich faktisch auf einen Militäreinsatz gegen die Geflüchteten vor. Die griechische Regierung erklärte bereits am Montag, fast 10.000 geflüchtete Menschen an der Einreise gehindert zu haben. Zudem kündigte sie an, das Asylrecht für einen Monat auszusetzen. mehr…
„Das Presseamt der Stadt teilt mit: »In Bochum waren im Februar insgesamt 251.254 Fahrzeuge aller Klassen gemeldet. Das sind 1.010 mehr als im Januar. Der PKW-Bestand stieg um 706 auf insgesamt 202.828. Es waren 15.269 LKW angemeldet, 249 mehr als im Januar. 168 Busse sind im Stadtgebiet unterwegs, zwei mehr als im Vormonat. Die Zahl der Krafträder stieg im Februar um 22 auf nun 15.666, die der Zugmaschinen sank um sieben auf 795 und die der Anhänger stieg um 27 auf 14.649. Es sind 1.879 sonstige Fahrzeuge in Bochum unterwegs, elf mehr als im Vormonat. In Bochum fahren seit Februar 14.696 Fahrzeuge mit Wattenscheider Kennzeichen, ein Plus von 82. Die Zahl der Elektrofahrzeuge erhöhte sich im Februar um 152 auf 965. Außerdem sind 2.322 E-Hybrid-Fahrzeuge in Bochum gemeldet, 92 mehr als im Vormonat.
Dienstag 03.03.20, 13:22 Uhr
Soziale Liste zur Umgestaltung des Husemannplatzes:
Die Soziale Liste schreibt: »Bei der Neugestaltung des Husemannplatzes soll „ein würdiges Gedenken an Fritz Husemann“ berücksichtigt werden. Eine entsprechende Beschlussvorlage hat die Verwaltung jetzt erarbeitet. Diese soll auf der Ratssitzung am 12. März beschlossen werden. Die Soziale Liste hatte gefordert: „Die Umgestaltung des Husemannplatzes muss den historischen Hintergrund, Gedenken an den von den Nazis ermordeten Gewerkschafter Fritz Husemann in besonderer Weise berücksichtigen.“
Auch der Jobssiade-Brunnen soll erhalten werden und in die Neugestaltung des Platzes integriert werden. Außerdem wird der Leiter des Bochumer Stadtarchivs, Dr. Kai Rawe, in das Beratergremium des Planungswettbewerbs entsandt werden. „Der Gedanke, dass mit dem Ende des Husemannplatzes als Justizstandort, jetzt ein zentraler Innenstadtplatz mit einer Begegnungs- und Aufenthaltsfunktion geschaffen werden soll, findet weit über die Soziale Liste hinaus große Zustimmung“, sagt Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste.«