Archiv für das Jahr: 2006


Freitag 15.12.06, 16:55 Uhr

DGB macht mobil gegen Kilometergeldkürzung

Der DGB Ruhr-Mark schreibt: »„Wir halten die Steuerpolitik der Bundesregierung für verteilungspolitisch unakzeptabel. Die Kürzung der Entfernungspauschale, die Mehrwertsteuererhöhung und viele andere Steueränderungen führen bei Arbeitnehmerhaushalten zu Belastungen von 30 Milliarden. Gleichzeitig ist eine Entlastung der Unternehmen von 10 Milliarden geplant. Das ist arbeitnehmerfeindlich,“ so der DGB Vorsitzende Michael Hermund.
Arbeitnehmer sollten sich nicht gefallen lassen, so der Appell des DGB, dass sie ihre Kosten für die Fahrt zur Arbeit nicht mehr von der Steuer absetzen dürfen. mehr…


Freitag 15.12.06, 16:49 Uhr

Dezember-Plenum des Bochumer Sozialforums

Am kommenden Montag, 18.12., findet um 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum das Dezember-Plenum des Bochumer Sozialforums statt.
Themen diesmal sind unter anderem: G8 – Mobilisierung und Veranstaltungsreihe; Freie Uni Bochum und 1.Mai in Bochum. Die Einladung.


Freitag 15.12.06, 16:44 Uhr

Einladung zum Dezember-Plenum des Sozialforums

Wir laden euch hiermit zum Dezember-Plenum des Bochumer Sozialforums ein. Dieses findet wie gewohnt am letzten Montag im Monat um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum (Rottstr.31 / Hinterhaus) statt – diesmal am 18.12..
Themen diesmal sind unter anderem:
1) G8 – Mobilisierung und Veranstaltungsreihe
Wie einige sicher schon mitbekomme haben, wird es das 4.Bochumer Sozialforum leider nicht geben. Unsere Kapazitäten haben dafür nicht ausgereicht. Das Thema G8 und dessen lokale Auswirkungen wird es uns aber dennoch beschäftigen. Wir möchten euch daher einladen an unserer Veranstaltungsreihe zu partizipieren. Einige Ideen sind schon recht konkret. Es wird eine Veranstaltung zur Rolle der G8 (voraussichtlich mit einer Weed-Referentin), einen Aktions-Workshop und eine Theateraufführung geben. Wir planen die Reihe im März zu beginen und mit einem gemeinsamen Plakat zu bewerben. Daher kommt zum Treffen und bringt eure Ideen ein.
2) Freie Uni Bochum (FUB)
Seit einem halben Jahr besteht an der Ruhruni ein unabhängiger Freiraum, der sich Freie Uni Bochum nennt. Dort finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Vor allem aber wird von da aus der Protest gegen Studiengebühren organisiert. Die Uni versucht derzeit das Projekt kalt zu räumen – die Heizung wird nicht angestellt. Auch eine Räumung droht. Daher braucht die FUB unsere Solidarität. Wie? – sollten wir am Montag diskutieren.
3) 1.Mai in Bochum
In den letzten Jahren gab es immer wieder die Idee zum 1.Mai auch in Bochum mehr auf die Beine zu stellen. Die Vorschläge gingen von einer gemeinsamen Vorbereitung mit dem DGB bis zu einem Mayday-Fest. Es besteht diesmal die Möglichkeit das Ganze frühzeitig zu diskuieren und umzusetzen.
Selbstverständlich könnt ihr am Montag weiter Themen aufs Plenum bringen. Wir freuen uns über ein rege Beteiligung daran.


Freitag 15.12.06, 12:23 Uhr
Kommt zur Freien Uni!

Rektor der Ruhr-Uni will Freie Uni räumen

Rektor und Kanzler der Ruhr-Uni haben ihren Pressesprecher König in die Freie Uni geschickt, um eine Erklärung abzugeben, dass die Freie Uni sofort zu räumen sei.
Seit einigen Wochen demonstriert die Uni täglich, dass das Gebäude grundsätzlich zu beheizen ist. Für ca. eine halbe Stunde pro Tag werden die Heizkörper des Gebäudes im Querforum West angestellt, um anschließend wieder Kälte in das Gebäude einziehen zu lassen. In der Kälte des Gebäudes hatte sich vor einigen Tagen durch die Dampfentwicklung beim Kochen ein Brandalarm ausgelöst. Dies ist jetzt der offizielle Vorwand, mit dem das Gebäude geräumt werden soll.
Die Freie Uni ruft alle FreundInnen auf, sich zu solidarisieren und zur Freien Uni zu kommen!


Freitag 15.12.06, 12:03 Uhr

Soziale Liste fordert die Abschaffung der Bio-Tonne

Die Soziale Liste schreibt: »Trotz deutlich höherer Einnahmen aus Steuern und Schlüsselzuweisungen, allein für das Jahr 2007 werden Steuermehreinnahmen von 16, 7 Mio. Euro veranschlagt, sollen ab 1. Januar 2007 wieder zahlreiche Gebühren und Entgelte der Stadt Bochum steigen. „Für die Bürger bedeutet dies nichts anderes, als dass sie nach der Erhöhung der Mehrwertsteuer und zahlreichen Preiserhöhungen mit noch weniger Geld auskommen müssen“, begründete Ratsfrau Nuray Boyraz in der Ratssitzung am 14. 12. 2006 die Ablehnung der Gebührenerhöhungen durch die Soziale Liste Bochum, „Vor allem die erneute Steigerung der Abfallgebühren ist unausgewogen, sie bedeutet letztendlich eine weitere Erhöhung der Mietnebenkosten. Auch deshalb werden wir der Vorlage nicht zu stimmen“, so Ratsfrau Boyraz. In Bezug auf das Projekt Bio-Tonne stellte die Soziale Liste fest, dass bei einem auf unter 5 % gesunkenen Anschlussgrad Aufwand und Kosten in keinem vernünftigen Verhältnis stehen und forderte die Einstellung der braunen Tonne. mehr…


Freitag 15.12.06, 11:33 Uhr
Sonntag, 17.12, 19.04 Uhr, Radio Friedensplenum, Urbo (98.5 Radio Bochum):

Bericht über die Kunstauktion von Amnesty International

Am Sonntag, den 17.12., läuft die nächste Sendung von Radio Friedensplenum im “Unabhängigen Radio Bochum“, Urbo.
Die vier Bochumer Gruppen der Menschenrechtsorganisation amnesty international veranstalteten am 10. Dezember im Schauspielhaus bereits zum 35. Mal ihre vorweihnachtliche Kunstauktion. Radio Friedensplenum besuchte diese Veranstaltung und führte Interviews mit Aktiven dieser Menschenrechtsorganisation, KünstlerInnen und BesucherInnen dieser Veranstaltung. Zu empfangen ist die Sendung auf der Frequenz von 98,5 Radio Bochum.


Donnerstag 14.12.06, 20:59 Uhr

Senat der Ruhr-Uni lehnt Rücknahme von Studiengebühren ab

Die Freie Uni Bochum schreibt: »Nur einen minimalen Teilerfolg für die Studierenden brachte die Sitzung des Senats der Ruhr-Universität Bochum (RUB) vom 14.12.: Lediglich einer von fünf studentischen Anträgen fand im 25köpfigen höchsten Uni-Gremium eine Mehrheit. So wurde das Hauptanliegen einer Rücknahme allgemeiner Studiengebühren gegen die Stimmen der Studierendenfraktion abgelehnt. Die zusätzlichen Gebühren sollen in Höhe von 1000 Euro pro Jahr ab Sommersemester 2007 erhoben werden.
Immerhin hat sich eine deutliche Senatsmehrheit auf Antrag der Studierenden zum Fächererhalt an der größten Revier-Uni bekannt. Der Senat fordert im Beschluss den „Erhalt und den Ausbau der Hochschullandschaft im Ruhrgebiet“ und macht klar, dass die RUB weiterhin eine „Volluniversität“ bleiben muss. Damit widerspricht das höchste Uni-Gremium den Aussagen von Rektor Elmar Weiler, der in der Presse mit der Forderung zitiert wird, die Ruhr-Uni müsse sich von ihren „chronischen Schwächen trennen“. mehr…


Donnerstag 14.12.06, 10:44 Uhr

Samstag im Bahnhof: Salsedumbre

salse.jpgRadio El Zapote lädt am Samstag, 16.12., 20.00 Uhr zu seinem letzten Konzert in diesem Jahr im Bahnhof Langendreer: »Schon seit fast 10 Jahren sind Salsedumbre unterwegs. Nach Latino-Coverversionen und der musikalischen Reichweite von Salsa, Cumbia und Cha-Cha, begannen sie selbst zu komponieren. Der Sound und ihre Musik hat sich dabei verändert, ist moderner und authentischer geworden.
Heute fließt bei Salsedumbre alles ein, was die MusikerInnen aus Deutschland, Österreich und Griechenland jemals in ihrer jeweiligen Karriere mit Begeisterung gespielt haben: Latino- und karibische Einflüsse schimmern überall durch, doch auch Pop, Rock, Reggae, Klassik oder Jazz sind Sprungbrett für ihren, wie sie selbst sagen, GloballatinSound. Textlich handeln die Songs von Salsedumbre u.a. von einem Trip durch die Wüste, von einer gescheiterten Vogelliebe oder davon, wie es sich anfühlt, nach einer langen Reise nach Hause zu kommen, reich an Erfahrungen im Herzen, aber pleite im Geldbeutel. mehr…


Mittwoch 13.12.06, 19:03 Uhr
Am Donnerstag tagt der Senat der Ruhr Uni

Protest gegen Studiengebühren geht weiter

senat-14-12.gifAuf der Webseite des Protestkomitees gegen Studiengebühren heißt es: »Am 14. Dezember ist es wieder einmal soweit: der Senat – das höchste beschlussfassende Gremium der Ruhr-Universität – trifft sich, um über die Belange der Hochschule zu entscheiden. Nachdem vor kurzem ein neuer Senat gewählt wurde, fordern wir von diesem die umgehende Rücknahme der am 18. September verabschiedeten Gebührensatzung ein. Aber auch andere interessante Belange stehen auf der Tagesordnung, darunter eine Anerkennung der Freien Uni Bochum und eine Nicht-Umsetzung des Hochschul(un)freiheitsgesetze. Es ist also wichtig, eine breite Öffentlichkeit zur Sitzung zu schaffen. Die für fast alle Studierenden relevanten Anträge zur Rücknahme der Studiengebühren werden ab ca. 13:00 Uhr behandelt – allerdings ist jeder/jede Interessierte eingeladen, der öffentlichen Sitzung schon früher beizuwohnen. mehr…


Mittwoch 13.12.06, 18:23 Uhr

DGB Konferenz zum Thema „Lebenswerte Städte“

Das Thema „Lebenswerte Städte – Stadtentwicklung vor neuen Herausforderungen“ steht im Mittelpunkt einer DGB-Tagung am 15.12. im Jahrhunderthaus. In der Einladung heißt es: »Stadtentwicklung steht im Spannungsfeld ökonomischer, ökologischer und sozialer Anforderungen, wobei die Erhaltung, Erneuerung und Entwicklung unserer Städte eine zentrale Zukunftsaufgabe ist.
Dieser Prozess umfasst drei aktuelle Entwicklungen: Den demographischen Wandel, den Verkauf kommunaler Wohnungsbaugesellschaften und die Probleme zwischen Kernstadt und Umland, vor allem in Bezug auf die räumliche „Verteilung“ sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen. mehr…


Mittwoch 13.12.06, 14:34 Uhr

Soziale Liste fragt nach Alternativen für Antriebe und Fahrzeuge

Die Soziale Liste schreibt: »Sieht die Verwaltung im Rahmen der Initiative Bochum 2015 die Möglichkeit, in Zukunftstechnologien alternativer Antriebe und Fahrzeuge tätig zu werden und so z. B. auch der Opel-Krise entgegenzuwirken? Mit diesem Thema befasst sich eine Anfrage der Sozialen Liste Bochum, die sie kürzlich im Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Grundstücke stellte. „Vor dem Hintergrund der Energiekrise und der aktuellen Verkehrs- und Transportprobleme kommt diesen neuen Entwicklungen und Technologien eine große Bedeutung zu“, so Ratsmitglied Günter Gleising.
Die Soziale Liste bezieht sich ausdrücklich auf die Aktivitäten der Fachhochschule Bochum. Diese will ein neues Solarfahrzeug entwickeln und sich im nächsten Jahr an der Weltmeisterschaft für Solarmobile in Australien beteiligen. mehr…


Mittwoch 13.12.06, 09:50 Uhr
Freitag, 15. Dezember, 20.00 Uhr, Bhf. Langendreer, Halle

Xmas Blue Hour im Bhf. Langendreer

blue_hour_15-12-06.jpgDie Musikinitiative Ruhrklang schreibt zu diesem Konzert: „Die letzte Blue Hour des Jahres steht unter dem Motto: Xmas Rock Party! Mit Alternative- bis Punk-Rock bitten wieder drei Newcomerbands aus der Region zum Tanz im Bahnhof. Veranstaltet wird die Konzertreihe Blue Hour vom Kulturbüro der Stadt Bochum und der Kulturabteilung des soziokulturellen Zentrums Bahnhof Langendreer in Zusammenarbeit mit der Musikinitiative Ruhrklang.
Beginnen wird Soulshift aus Dortmund, die auch schon auf einem Konzert der Freien Uni Bochum zu sehen waren. Danach spielen Lhama aus Münster, die schon mit Bands wie Elke, Angelika Express, Revolverheld, Tempeau auf einer Bühne auftraten und am Schluss fs-ninty8 aus Herne, die PunkRock Pur mit Partygarantie präsentieren und einen würdigen Abschluss dieser letzten Blue Hour im Jahre 2006 bilden. Let´s Rock! Zur Feier des Tages gibt es eine Verlosung des aktuellen Ruhrklang Samplers unter allen ZuschauerInnen.
Der Eintritt zum Konzert ist frei und als kleine Zugabe haben alle KonzertbesucherInnnen freien Eintritt zur nachfolgenden Punk/Alternativ/Indie Disco (Break OUT) des Bhf. Langendreer.“


Mittwoch 13.12.06, 09:31 Uhr
Buch über 20 Jahre Bahnhof Langendreer:

„Wir verstehen nur Bahnhof“

bahnhof.jpgDer Bahnhof Langendreer hat sich zum 20. Geburtstag ein Buch geschenkt und erinnert darin u.a. an seine Gründungsphase, als er noch keine etablierte Kultureinrichtung der Stadt darstellte. Aus heutiger Sicht verklärt sich für die jetzigen „BahnhofsvorsteherInnen“ die damalige Revolte zum Gründungsmythos. So heißt es in der Ankündigung des Buches: »Revue und Revolte stehen fast paradigmatisch für den Beginn des Bahnhofs. Als Reaktion auf die Förderung des Populär-Musicals Starlight durch die Stadt Bochum und das Land NRW wurde der Bahnhof Langendreer im Dezember 1986 unter dem Titel „Alle reden von Starlight! Wir verstehen nur Bahnhof.“ eröffnet. Dabei kam die Revue „Die heiligen drei Könige suchen den neuen Schreihals“ zur Aufführung und versetzte die bürgerlich-konservative Öffentlichkeit ob der angeblichen Blasphemie sofort in helle Empörung. Die Revolte gehört zum zentralen Gründungsmythos des Bahnhofs: MacherInnen, FreundInnen und GegnerInnen sehen den Bahnhof Langendreer als späten Ausdruck der Haus- und Fabrikbesetzerbewegung, die in den späten 70ern und frühen 80ern die Großstädte Berlin, Frankfurt und Zürich, aber eben auch Bochum erschütterte.«


Dienstag 12.12.06, 20:00 Uhr

Neuer Justizskandal in Bochum

Dokumentation des Polizeiübergriffes am 5. September 2005 (Foto: R. Schäfer - Ruhrnachrichten)

Dokumentation des Polizeiübergriffes am 5. September 2005 (Foto: R. Schäfer - Ruhrnachrichten)

Das nebenstehende Foto (durch Anklicken vergrößerbar) ist der Dokumentation des Polizeiübergriffes am 5. September 2005 entnommen.

Am 5.September 2005 hatte die NPD auf der Harmoniestr. zwischen Kortum und C&A einen Informationsstand aufgebaut. Über Lautsprecher hetzten die Nazis gegen AusländerInnen und brüllten antisemitische Parolen. Als die in der Nähe stattfindende Montagsdemo zur Gegendemo umfunktioniert wurde, griff die Polizei brutal ein. Ein Demonstrant wurde äußerst gewalttätig von der Polizei festgenommen. Heute stand der Demonstrant vor Gericht. Er soll angeblich die Polizei beleidigt haben. Die PolizistInnen machten heute vor Gericht derartig widersprüchliche und nachweislich unglaubwürdige Aussagen, dass die Staatsanwältin ihre Anklage nicht mehr aufrecht erhielt und für einen Freispruch plädierte. So etwas kommt in Fällen, bei denen PolizistInnen Anzeige erstatten, äußerst selten vor. Doch für die eigentliche Sensation sorgte der Richter. Er verurteilte den Angeklagten trotz der eindeutigen Beweisaufnahme zu 20 Tagessätzen. Lutz Berger, stellvertretender VVN-BdA Vorsitzender, hat einen Prozessbericht geschrieben: „Skandalurteil gegen Roland G.“ mehr…


Dienstag 12.12.06, 12:08 Uhr
Arbeitsagentur startet Modellversuch in Bochum:

Vermittlung von Arbeitslosengeld-I-EmpfängerInnen soll privatisiert werden

Die Thüringer Allgemeine berichtet heute in einem Beitrag: »In drei west- und drei ostdeutschen Großstädten sollen private Arbeitsvermittler in großem Stil die Betreuung und Vermittlung von Arbeitslosengeld-I-Empfängern übernehmen. Das bestätigte ein Sprecher der Bundesagentur gestern gegenüber der „Thüringer Allgemeine“. Voraussichtlicher Start ist das Frühjahr 2007. Als Modellgebiete wurden neben Erfurt auch Magdeburg und Dresden sowie Köln, Nürnberg und Bochum ausgewählt. In jeder der Regionen sollen jeweils bis zu 2000 neue Arbeitslose von privaten Unternehmen betreut werden. „Die Einschaltung Dritter ist nichts Ungewöhnliches“, so der Sprecher der Agentur, „neu ist aber die Komplexität der Aufgaben.“«
Der Sprecher der Bochumer Arbeitsagentur erklärte gegenüber bo-alternativ.de, dass der Modellversuch tatsächlich in Bochum stattfinden soll, jetzt die Ausschreibungen hierfür laufen und frühestens Ende des Frühjahres mit einem Beginn der Maßnahmen zu rechnen sei. Der Modellversuch soll zwei Jahre dauern.


Dienstag 12.12.06, 11:00 Uhr

Jugendring mobilisiert gegen Nazi-Laden

jugendring.gifDer Kinder- und Jugendring Bochum hat auf seiner gestrigen Vollversammlung einstimmig eine Resolution gegen den Nazi-Laden „Goaliat“, in der Oskar-Hoffmann-Straße beschlossen.
Im Resolutionstext des Jugendrings heißt es unter anderem: „Ahnungslose Jugendliche sollen mit rechter Mode und rechter Musik von den braunen Rattenfängern für ihre menschenverachtenden Ziele geworben werden. Dabei gehen die Neonazis heute subtiler vor. Vor einigen Jahren waren sie mit Glatze und Springerstiefel leicht auszumachen und haben auf die meisten Jugendlichen eher abschreckend gewirkt. Heute ist es wesentlich schwieriger, Neonazis und ihre Symbole zu erkennen. Auf den ersten Blick sehen die Klamotten modisch aus und sind für viele Jugendliche durchaus attraktiv. Rechte Symbolik soll durch modische Optik verschleiert werden. Nach Mode und Konzerten folgen politische Angebote bei den Anwerbeversuchen der Rechtsextremen oftmals erst später. mehr…


Dienstag 12.12.06, 08:31 Uhr

Flugblatt der Linken Liste an der RUB

lili_logo-mini.gifDie Linke Liste an der Ruhr-Uni hat ein Flugblatt „Schöner leben ohne Nazi-Läden – Kein Vertrieb von Nazi-Fashion in Bochum!“ verteilt und auf ihrer Webseite über das Thema informiert.
Hier heißt es u. a.: „Die Eröffnung eines solchen Ladens in Bochum sollte also ein deutliches Alarmsignal sein. Der Besitzer von «Goaliat», ebenfalls kein Unbekannter in der rechten Szene, weiß sich in guter Nachbarschaft. Mehrere Nazikader leben in der Nähe des Ladens – und durch diverse Zuzüge setzt sich diese Entwicklung derzeit fort. Die extreme Rechte versucht offenbar, sich zunehmend im Stadtbild zu etablieren. Bisher haben sie es eher versteckt getan. Sollte dieser Testballon erfolgreich sein, dürften die Aktivitäten der extremen Rechten in Bochum noch weiter zunehmen. Dem gilt es mehr entgegenzusetzen als politische Absichtserklärungen oder Presseerklärungen diverser Lokalpolitiker.“


Montag 11.12.06, 16:05 Uhr

AStA-Koalition trennt sich von Liberaler Hochschulgruppe

Alternative Liste, Linke Liste, Multikulturelle Liste und die Liste „Schöner Wohnen in Bochum“ bilden seit heute einen „richtigen“ linken AStA. Die der FDP nahe stehende LHG wurde rausgeworfen. In einer Presseerklärung des AStA heißt es u.a.: »Die Vorstellungen der LHG und die der übrigen Koalitionslisten über eine funktionierende und präsente Studierendenvertretung liegen weiter auseinander als anfangs angenommen. Für vier der (mit der LHG) fünf AStA-tragenden Listen gehören soziales Engagement und der Kampf gegen Studiengebühren ebenso zum Selbstverständnis wie der Blick über den Tellerrand der Universität: „Unser Angebot reicht weit über reine Serviceleistungen wie Kopierangebote und Beratungen hinaus“, erklärt die AStA-Vorsitzende Stefanie Konetzka. „Wir möchten den Studierenden neben dem Studium auch ein breites Spektrum kultureller, gesellschaftskritischer und antifaschistischer Veranstaltungen bieten. Das sieht die LHG offenbar anders“ so Konetzka weiter.« Die Presseerklärung des AStA im Wortlaut.


Montag 11.12.06, 08:00 Uhr

Götz W. Werner im Schauspielhaus zum Thema „bedingungsloses Grundeinkommen“

Am Donnerstag, 14. 12., hält der Chef einer Drogeriemarkt-Kette und Multi-Millionär, Götz W. Werner, um 20.00 Uhr im Schauspielhaus einen Vortrag zum Thema: „Bedingungsloses Grundeinkommen – eine Lösung für viele gesellschaftliche Probleme oder eine nicht finanzierbare Traumvorstellung?“ Veranstalterin ist die Bochumer anthroposophische GLS-Bank, in deren Aufsichtsrat Werner sitzt. In einem Interview der TAZ vom 27.11.06 wird er gefragt: »Selbst in den Parteien, und zwar von ganz links bis rechts, findet das bedingungslose Grundeinkommen bereits Anhänger. Warum ist das so?« Seine Antwort: »Weil es gleichzeitig die radikalste Form des Sozialismus und die radikalste Form des Kapitalismus ist. Nach einem meiner Vorträge schrieb mir ein Zuhörer: „Ihr Grundeinkommensmodell hat mein sozialistisches Herz mit meinem neoliberalen Verstand versöhnt.“« Zur Einladung der GLS-Bank.


Sonntag 10.12.06, 22:00 Uhr

Neue Ausgabe von „bochum links“ erschienen

Die DKP hat eine neue Ausgabe ihrer Zeitung „Bochum links“ veröffentlicht. Aufmacher ist das Thema: „Kaufland und Lidl-Expansion im Ruhrgebiet“. Ein zweites Schwerpunktthema behandelt den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan. Weitere Themen: drohendes Verbot der KP in Tschechien und die Stadtplanung rund um den Haupt-Bahnhof. Zur PDF-Version der Zeitung.


Samstag 09.12.06, 19:00 Uhr

Vorbereitungstreffen für das 4. Bochumer Sozialforum

Am morgigen Sonntag, dem 10.12., findet um 18.00 Uhr im Sozialen Zentrum ein Vorbereitungstreffen für das 4. Bochumer Sozialforum statt. Der Sozialforumskongress wurde um einen Monat auf den 23./24. März verschoben. Alle Gruppen aus der sozialen Bewegung in Bochum sind eingeladen, sich daran zu beteiligen. Schwerpunktthema des Kongresses soll der bevorstehende G-8-Gipfel sein.


Samstag 09.12.06, 08:29 Uhr

WAZ-Artikel vom 09.12.2006

wazkopf.gifProtest gegen Mode für Rechtsradikale

In einer gemeinsamen Erklärung aller Fraktionen der Bezirksvertretung Mitte wenden sich die Politiker gegen das im Oktober eröffnete Geschäft an der Oskar-Hoffmann-Straße, das vornehmlich Artikel der Marke „Thor Steinar“ verkauft. Die Marke war ins Gerede gekommen, weil sie mit rechten Symbolen in ihrem Logo spielt und als Mode für Rechtsextreme und Hooligans gilt. Der Resolution stimmten auch die Vertreter von FDP und PDS zu, die in der Bezirksvertretung-Mitte keinen Fraktionsstatus haben. mehr…


Freitag 08.12.06, 20:00 Uhr
Mittwoch, 13.12., 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer

Widerstand gegen Gentechnik: Von Protest bis Feldbefreiung

gendreck.pngDer Bahnhof Langendreer lädt gemeinsam mit Attac-Hagen zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung über das Engagement gegen Gentechnik ein. In der Ankündigung heißt es: »Auch in NRW wird seit fast 10 Jahren mit Gentechnik auf den Feldern experimentiert; unbemerkt von der Öffentlichkeit, geduldet von Behörden und alter wie neuer Landesregierung. Bekannter wurde dies erst, als die Medien in diesem Herbst über Feldzerstörungen durch Unbekannte im nördlichen Ruhrgebiet berichteten. Dort waren Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Maispflanzen durchgeführt worden. mehr…


Freitag 08.12.06, 19:00 Uhr

Bochum erhält zwei neue Gedenktafeln, die an die Verbrechen der Nazi-Verbrechen erinnern

Die Soziale Liste schreibt: »Der Kulturausschuss beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung auch mit dem Thema „Gedenkorte zu Zwangsarbeit und Widerstand gegen den Faschismus“. Grund war die Beantwortung einer Anfrage der Sozialen Liste Bochum.
An der Kohlenstraße soll eine Gedenktafel an das frühere Außenlager des KZ Buchenwald sowie an die Leiden und Opfer der Zwangsarbeiter erinnern, die dort für den Bochumer Verein arbeiten mussten.
Auch auf dem Gelände „Saure Wiesen“ wird nach Abschluss der Sanierungsarbeiten im Jahre 2008 eine Tafel an das ehemalige Zwangsarbeiterlager des Bochumer Vereins erinnern. Außerdem sollen ausgewählte Fundamentreste des ehemaligen Lagers geborgen werden. Zwecks weiterer Abstimmungen wollen Verwaltung und die VVN-Bund der Antifaschisten ein Konzept erstellen. mehr…


Freitag 08.12.06, 16:43 Uhr
Buchvorstellung von "Michael Schiffmann: Wettlauf gegen den Tod"

Mumia Abu-Jamal: ein schwarzer Revolutionär im weißen Amerika

Der Afro-Amerikaner Mumia Abu-Jamal, vielfach preisgekrönter Radiojournalist und Schriftsteller aus Philadelphia, verbringt sein Leben seit fast 25Jahren in der Todeszelle im Hochsicherheitstrakt von Pennsylvania. BisFrühjahr 2007 wird ein Gericht entscheiden, ob Abu-Jamal hingerichtet wird, den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen muss, oder ob er in einemneuen Verfahren endlich seine Unschuld beweisen kann.
Schiffmann beschreibt in seinem Buch noch einmal das Leben Abu-Jamals, das ihn zur Zielscheibe der Polizei und der herrschenden Kräfte in Philadelphia machte und erläutert den sozio-politischen Hintergrund des Falls, insbesondere aber legt er neue Fotos vom Tatort vor, die nun auch visuell das Fehlverhalten der Polizei am Tatort und die Manipulation und Vernichtung von Beweismaterial zeigen. Vor diesem Hintergrund legt er die gegenwärtige rechtliche Situation Abu-Jamals dar und erörtert die Aussichten für den Ausgang des Verfahrens. Noam Chomsky sagt zu diesem Buch: „Michael Schiffmanns sorgfältige und gewissenhafte Untersuchung der Ereignisse und des vorliegenden Beweismaterials fördert viel Neues oder bisher Verschüttetes an den Tag und hebt unser Verständnis für diesen quälenden und enorm wichtigen Fall auf ein neues Niveau.“ Die Buchvorstellung, die wir gemeinsam mit dem Büchertisch Notstand organisieren, ist eingebettet in eine kurze DIA-Show mit Hip-Hop-Musik “The American Dream“ und der Präsentation der nach 25 Jahren aufgetauchten Tatortfotos und einem Besuchsbericht Michael Schiffmanns vom August 2006.
Dr. M. Schiffmann ist Sprachwissenschaftler, Dozent an der Uni Heidelberg und freier Übersetzer. Als langjähriger Aktivist gegen die Todesstrafe stellt er den Kampf Abu-Jamals um seine Freiheit in den Zusammenhang der US-Amerikanischen Verfassung und des langen Kampfes der Schwarzen in den USA um Gleichberechtigung.


Freitag 08.12.06, 09:00 Uhr

WDR-Regionalnachricht Essen vom 8.12.2006

wdr2.jpgBochum: Protest gegen Nazi-Mode
In Bochum formiert sich gesellschaftlicher Widerstand gegen eine neue Modeboutique in der Nähe des Schauspielhauses. Sie führt vor allem Kleidung einer Marke, die als Statussymbol rechtsradikaler Gruppen benutzt wird. Gestern Abend erklärte die Bezirksvertretung den Laden als unerwünscht. In einer von allen Fraktionen verabschiedeten Resolution heißt es, wir fordern die Bürger auf Flagge zu zeigen, gegen Rechtsextremismus und klären sie Freunde, über die Absichten der Ladenbetreiber auf. Der Laden stelle einen Angriff auf das friedliche Zusammenleben dar. Absicht sei es so die Kritiker dort einen Treffpunkt für Rechtsradikale einzurichten. Außer der Politik haben sich in dem Stadtviertel bereits die evangelische Kirche, das Schauspielhaus und die Symphoniker sowie die Kaufleute gegen den Fortbestand des Ladens ausgesprochen.


Pressemitteilung
Freitag 08.12.06, 07:00 Uhr

Unabhängige Sozialberatung – Beratungs- Beschwerde- und Ombudsstelle für Erwerbslose

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Teil – Hartz IV für Studierende und Auszubildende

Wir erlauben uns, auf folgende Neuerung ab dem 1.1.2007 hinzuweisen: Die Betroffenen müssen rechtzeitig (spätestens am 2. Januar) mündlich ihre Ansprüche anmelden. Der dann ausgehändigte ALG II – Antrag ist nachträglich zügig einzureichen.Ab dem 1. Januar 2007 erhalten Auszubildende, die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder Ausbildungsgeld (SGB III) erhalten, und SchülerInnen/Studierende, die BAföG erhalten, einen Zuschuss zu ihren durch die Ausbildungsbeihilfe nicht gedeckte Wohnungskosten (§ 22 Abs. 7 NEU SGB II). Dabei wird in Bochum – wie bei allen Hartz IV-Betroffenen – für Singles eine Höchstgrenze der „Nettomiete kalt“ (ohne (Betriebs-) Nebenkosten und Heizkosten) von 219,15 Euro, für ein Paar oder ein Elternteil mit Kind 292,20 Euro, für drei Personen 359,25 Euro anerkannt. Hinzu kommen die (Betriebs-) Nebenkosten und die Heizkosten, auch zukünftige Nachzahlungen.
Hintergrund für diese Neuerung ist, dass im BAföG- und BAB-Satz nur 197 Euro für die Wohnung vorgesehen sind. Damit ist für diesen Personenkreis der notwendige Bedarf nicht gedeckt und muss aufgestockt werden. In der Vergangenheit kam es allein wegen dieser Unterdeckung zu Ausbildungsabbrüchen.
Leben Auszubildende/SchülerInnen/Studierende im Haushalt von Eltern, die Hartz IV-Leistungen erhalten, so haben sie auch hier Anspruch auf Übernahme der durch BAB/BAföG nicht gedeckte angemessene Wohnungskosten. Auszubildende, (gemeint auch: SchülerInnen und Studierende), die KEIN BAB oder BAföG erhalten, können unter bestimmten Umständen Anrecht haben auf Arbeitslosengeld II, z. T. allerdings nur als Darlehen.Wie bisher schon können Auszubildende/SchülerInnen/Studierende einen Anspruch auf „Mehrbedarfe“ und auf vom „Normalbedarf“ abweichende Bedarfe haben. Dazu zählen: Mehrbedarfe für Schwangere und Alleinerziehende, krankheitsbedingte Sonderkost, Zuschläge wegen einer Behinderung, Erstausstattung für Schwangerschaftsbekleidung und Babyausstattung, Kosten für mehrtägige Klassenfahrten der Kinder, und im Grunde auch die umzugsbedingten Kosten und die Erstausstattung der Wohnung, wenn der Umzug beispielsweise bedingt ist durch einen Familienzuwachs, eine Erkrankung oder andere nicht „ausbildungsgeprägte“ Gründe (Kündigung u.a.).
Gezahlt wird ab mündlicher Antragstellung. Der dann ausgehändigte bis zu 20 Seiten umfassende Antrag sollte zunächst leer kopiert werden. Diese Kopie sollte mit unserer Hilfe oder der Hilfe des AstA-Rechtsreferates oder der Gleichstellungsstelle ausgefüllt werden und das Ergebnis in das Original übertragen werden. Vor Abgabe sollte dieses ausgefüllte Original nun wiederum kopiert werden. Auf dieser Kopie sollte von der ARGE-Sachbearbeitung der Erhalt mit lesbarem Namen, Unterschrift und Datum bestätigt werden. – Insgesamt sehen wir hier wegen der vielen Fallstricke des Gesetzes und der ARGE einen großen Beratungsbedarf!


Freitag 08.12.06, 07:00 Uhr
Unabhängige Sozialberatung gibt Tipps:

Studierende und Auszubildende können teilweise Geld über Hartz IV beantragen

Ab dem 1. Januar 2007 erhalten Auszubildende, die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder Ausbildungsgeld (SGB III) erhalten, und SchülerInnen/Studierende, die BAföG erhalten, einen Zuschuss zu ihren durch die Ausbildungsbeihilfe nicht gedeckte Wohnungskosten. Die Unabhängige Sozialberatung weist darauf hin, dass die Betroffenen spätestens am 2. Januar mündlich ihre Ansprüche anmelden müssen. Der dann ausgehändigte ALG II – Antrag kann nachträglich eingereicht werden.
Unter bestimmten Umständen, so die Unabhängige Sozialberatung, besteht auch Anrecht auf Arbeitslosengeld II, z. T. allerdings nur als Darlehen. Wie bisher schon können Auszubildende/SchülerInnen/Studierende einen Anspruch auf „Mehrbedarfe“ und auf vom „Normalbedarf“ abweichende Bedarfe haben. Dazu zählen: Mehrbedarfe für Schwangere und Alleinerziehende, krankheitsbedingte Sonderkost, Zuschläge wegen einer Behinderung, Erstausstattung für Schwangerschaftsbekleidung und Babyausstattung, Kosten für mehrtägige Klassenfahrten der Kinder, und im Grunde auch die umzugsbedingten Kosten.
Die Unabhängige Sozialberatung sieht bei der Antragstellung „wegen der vielen Fallstricke des Gesetzes und der ARGE“ einen großen Beratungsbedarf und bietet Unterstützung an und weist auch auf die Hilfe des AstA-Rechtsreferates und der Gleichstellungsstelle hin. Zur ausführlichen Mitteilung der Unabhängigen Sozialberatung.


Donnerstag 07.12.06, 17:35 Uhr

Bezirksvertretung Mitte beschließt Resolution gegen Nazi-Laden

In einer gemeinsame Erklärung aller Fraktionen hat die Bezirksvertretung Bochum-Mitte heute Nachmittag beschlossen: „Der gleichberechtigte und respektvolle Umgang aller Menschen miteinander ist die Grundlage des Zusammenlebens in Bochum. Wir akzeptieren kein Gedankengut, das Intoleranz und Gewalt gegen andere Menschen befördert und sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung richtet.
Deshalb ist für uns ein Laden, der rechtsextreme Artikel vertreibt und als Treffpunkt und Einnahmequelle für Rechtsextreme dient, in unserem Stadtbezirk nicht hinnehmbar. Er stellt einen Angriff auf unsere gemeinsamen demokratischen Werte und das friedliche Zusammenleben dar.
Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen, um den Rechtsextremen deutlich zu machen, dass sie bei uns unerwünscht sind.
Wir fordern alle Bürgerinnen und Bürger auf, Flagge zu zeigen für Toleranz und gegen Rechtsextremismus. Klären Sie Freunde und Bekannte über diesen Laden und die dahinter stehenden Absichten auf!“
Die Bezirksvertretung Dortmund Innenstadt-West – hier gibt es den Nazi-Laden Donnerschlag – hat kürzlich „Tipps für Vermieter wegen Neonazi-Problematik“ veröffentlicht.


Donnerstag 07.12.06, 08:00 Uhr
Filmvorführung und Gespräch

4 Tote in Ohio – Ein amerikanisches Trauma

Am Sonntag, dem 10.12. zeigt das Kino Endstation um 13 Uhr „4 Tote in Ohio – Ein amerikanisches Trauma“. In der Beschreibung heißt es: »Es gibt in der Geschichte der USA eine Reihe von traumatischen Ereignissen, die das Land nachhaltig erschüttert und verändert haben. Dazu gehören die Ermordung der Kennedys und Martin Luther Kings, aber auch ein Geschehen, das außerhalb der USA in Vergessenheit geraten ist. In Gegenwart amerikanischer Fernsehsender erschießen am 4. Mai 1970 an der Universität von Kent in Ohio Soldaten der Nationalgarde vier Studierende und verletzen neun zum Teil schwer. mehr…


Donnerstag 07.12.06, 00:00 Uhr

Fällt aus: Veranstaltung zum LEG-Verkauf

Die für den heutigen Donnerstag geplante Veranstaltung in der Freien Uni zur Volksinitiative gegen den Verkauf der LEG fällt krankheitsbedingt aus.


Mittwoch 06.12.06, 18:42 Uhr

Vollversammlung der Ruhr Uni beschließt Gebührenboykott

Etwa 1100 Studierende waren heute dem Aufruf des AStA der Ruhr-Uni gefolgt und zu einer Vollversammlung erschienen. Zunächst wurde über den Stand der Verhandlungen für die Einführung eines NRW-Semester-Tickets informiert. Wider erwarten liegt seitens der Verkehrverbünde noch kein konkretes Preisangebot vor. Deshalb ist eine Einführung zum kommenden Sommersemester nun nicht mehr möglich. In einer Abstimmung wurde dem AStA mit überwältigender Mehrheit das Mandat gegeben, die Verhandlungen fortzusetzen und zum schnellstmöglichen Zeitpunkt das NRW-Ticket einzuführen.
Anschließend wurde ausführlich über die geplante Einführung von allgemeinen Studiengebühren informiert. Einerseits wird versucht gerichtlich gegen die Gebühren vorzugehen. Der AStA sammelt Abtretungserklärungen, in denen die Studierenden den Studierendenausschuss bevollmächtigen, eine Rückzahlung der Gebühren außergerichtlich oder gerichtlich durchzusetzen. Andererseits gibt es eine ganz erfolgversprechende Idee, einen Boykott der Gebühren zu organisieren. Eine breite Mehrheit der Vollversammlung forderte den AStA auf, eine solche Boykottaktion auch an der Ruhr-Uni zu organisieren und zu unterstützen. Der AStA hat auf seiner Webseite einen ausführlichen Bericht mit den gehaltenen Referaten veröffentlicht.


Mittwoch 06.12.06, 17:42 Uhr

Soziale Liste kritisiert Umgang mit Gedenktafeln

Die Soziale Liste schreibt: »Während sich für die Erinnerung an das ehemalige Zwangsarbeiterlager „Saure Wiesen“ eine Lösung abzeichnet, sieht die Soziale Liste in der Frage der Gedenktafeln am Gebäude der früheren Zeche Gibraltar, dem Kriegerdenkmal Langendreer und an der Kohlenstraße erheblichen Klärungsbedarf. Hintergrund ist die Beantwortung einer Anfrage der Sozialen Liste, die in der Kulturausschusssitzung am 14. 9. 2006 gestellt wurde und die wir in der Anlage dokumentieren.
Die Versetzung der Tafel in Stiepel, die an die Leiden von Nazigegnern in dem („frühen“) KZ Gibraltar erinnert, ist ebenso unakzeptabel wie die Entfernung der zum Frieden und gegen die Verherrlichung des Krieges mahnenden Gedenktafel in Langendreer.
Unverständlich ist auch, warum die Anbringung einer Gedenktafel an das ehemalige Außenlager des KZ Buchenwald an der Kohlenstraße nicht realisiert wurde.« Anfrage und Antwort der Verwaltung im Wortlaut.


Mitteilung der Stadtverwaltung Bochum für die Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft am 7.12.2006
Mittwoch 06.12.06, 17:35 Uhr

Gedenkorte zu Zwangsarbeit und Widerstand gegen den Faschismus

Die Soziale Liste hat in der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft am 14.09.2006 angefragt:
Gegenwärtig wird über die Sanierung der ehemaligen Kippe Saure Wiesen beraten. Auf dem Gelände befand sich auch ein großes Zwangsarbeiterlager des Bochumer Vereins. Unter den Besuchern aus Bochums Partnerstadt Donezk waren gelegentlich auch Menschen, die hier früher Zwangsarbeit verrichten mussten. Auf dem Gelände sind noch heute Trümmer und Reste der Baracken sichtbar. Zusammen mit der Überwucherung von Pflanzen und Bäumen sind die Trümmer ein besonderes Zeichen der Geschichte. Gäste aus Donezk und Geschichtsinteressierte besichtigen diesen Ort gelegentlich. Er wird auch in Stadtrundgängen zum Thema Zwangsarbeit in Bochum bei der VHS berücksichtigt. Die VVN-Bund der Antifaschisten setzt sich für den Erhalt des Ortes ein.

Die Soziale Liste fragt an:

1. Ist der Verwaltung der Ort und dessen historische Bedeutung bekannt?

2. Welche Möglichkeiten werden gesehen, um diesen Ort zu erhalten, mit einer Gedenk- und Informationstafel zu versehen und in die geplante Grünanlage einzubeziehen?

Weiterhin gibt es mehrere Vorkommnisse zu Gedenktafeln, und die Soziale Liste fragt an:

1. An das Gebäude der früheren Zeche Gibraltar wurde 1983 eine Gedenktafel angebracht, um daran zu erinnern, dass hier 1933 ein sog. Wildes KZ existierte und viele Hitler-Gegner gefoltert wurden. Diese Gedenktafel ist von dem gut sichtbaren Platz auf die Rückseite des Gebäudes versetzt worden, wo sie ihre Funktion kaum noch erfüllt. Wer hat den Standortwechsel veranlasst? Wie kann gewährleistet werden, dass die Gedenktafel wieder für die Bochumer Bürger sichtbar wird?

2. Der Kulturausschuss hat vor längerer Zeit beschlossen, mit einer Gedenktafel auf das damalige Außenlager des KZ Buchenwald in der Nähe der Kohlenstraße hinzuweisen. Diese Gedenktafel sollte an der Bogestra-Haltestelle (Am Umweltpark) angebracht werden. Warum wurde die Gedenktafel bisher nicht angebracht? Wann ist die Anbringung dieser Tafel geplant?

3. An dem Kriegerdenkmal in Bochum-Langendreer (Alte Bahnhofstr./Ecke Unterstr.) war eine Gedenktafel mit der Mahnung `Nie wieder Faschismus B Nie wieder KriegA angebracht. Diese Tafel ist nicht mehr vorhanden, sie ist offensichtlich entfernt worden, wie Spuren am Denkmal belegen. Ist der Verwaltung dies bekannt? Wer hat die Tafel entfernt? Ist die Anbringung einer neuen Tafel geplant?

Die Verwaltung teilt hierzu Folgendes mit:

a) Ehemaliges Zwangsarbeiterlager Kippe Saure Wiesen

Der Verwaltung ist der Ort und dessen historische Bedeutung bekannt und sie hat die Anregung der VVN-Bund der Antifaschisten (VVN), eine Gedenktafel zur Erinnerung an das Zwangsarbeiterlager auf der Fläche zu errichten, aufgegriffen.

Auf der Fläche der ehemaligen Kippe Saure Wiese sind erhebliche Bodenverunreinigungen und eine deutliche Grundwasserbelastung ermittelt worden. Als Sanierungsmaßnahme ist vorgesehen, in Abhängigkeit von der Belastungssituation eine qualifizierte Oberflächenabdichtung in Kombination mit einer einfachen Oberflächenabdeckung herzustellen. Die qualifizierte Oberflächenabdichtung setzt sich aus einer 0,5 m starken mineralischen Dichtschicht, einer darüber befindlichen Entwässerungsschicht und einer 1,0 m bis 5 m mächtigen Rekultivierungsschicht zusammen.
Das ehemalige Zwangsarbeiterlager befindet sich im nordwestlichen Abschnitt der ehemaligen Kippfläche, der durch eine qualifizierte Abdichtung gesichert werden muss. In diesem Bereich wurden die höchsten Untergrundbelastungen ermittelt. Eine Aussparung dieses Bereiches, um die Fundament- bzw. Mauerreste des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers an der derzeitigen Geländeoberfläche sichtbar zu lassen, ist aus bodenschutzrechtlicher und umwelttechnischer Sicht leider nicht möglich.

Die Maßnahme soll im November 2006 mit Rodungsarbeiten gestartet werden. Größere Erdbewegungen, die den nördlichen Teil der Sanierungsfläche betreffen, werden in Abhängigkeit von der Witterung voraussichtlich allerdings erst im Frühjahr 2007 erfolgen. Geplant ist, die Sanierungsmaßnahme im Jahre 2008 abzuschließen.

Vor diesem Hintergrund hat ein verwaltungsinternes Abstimmungsgespräch vor Ort mit Vertreterinnen und Vertretern des Umwelt- und Grünflächenamtes, des Stadtarchivs und des Kulturbüros stattgefunden. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass auf der Fläche `Saure WieseA eine Gedenktafel errichtet werden kann und sollte. Darüber hinaus ist möglich, einige ausgewählte Fundamentreste des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers im Rahmen der Sanierungsmaßnahme zu bergen. In Abstimmung mit der VVN könnten diese auf der neuen Geländeoberfläche aufgestellt werden.

Vor dem Hintergrund der noch nicht begonnenen Sanierungsmaßnahme und der voraussichtlichen Bauzeit bis Ende 2008 wird die Verwaltung im Laufe des Jahres 2007 auf die VVN zwecks weiterer Abstimmungen respektive Erstellung eines Konzeptes zugehen. Die VVN ist darüber informiert.

b) Gedenktafel Gebäude frühere Zeche Gibraltar

Das Gebäude befindet sich im Eigentum der Freizeitgesellschaft Kemnade GmbH (FZK) und wird vorwiegend als Bootshaus genutzt. Die Gründe für die Versetzung der Gedenktafel auf die Rückseite des Gebäudes können bedingt durch den Wechsel in der Geschäftsführung bei der FZK nicht nachvollzogen werden. Die FZK prüft in Abstimmung mit dem Verwaltungsrat, dem auch Mitglieder des Rates der Stadt Bochum angehören, ob die Tafel an einer adäquateren Stelle des Gebäudes installiert werden kann. Adäquat heißt, dass sie an einer gut frequentierten Stelle deutlich wahrgenommen würde, sich aber nicht gerade neben dem WC-Eingang oder dem Skateboard-Verleih befände.

c) Gedenktafel ehemaliges Außenlager KZ Buchenwald an der Kohlenstraße

Der Kulturausschuss hat in seiner Sitzung am 02.05.1986 als Empfehlung an den Rat beschlossen, diese von der VVN am 20.07.1984 angeregte Tafel zu installieren, wenn die Baumaßnahmen zur Weiterführung der Westtangente abgeschlossen sind, und zwar mit folgendem Text:
„Von Juni 1944 bis März 1945 befand sich an dieser Stelle ein Außenkommando des Konzentrationslagers Buchenwald.
Infolge menschenunwürdiger Arbeitsbedingungen und brutaler Behandlung durch die SS starben viele nach Bochum verschleppte Häftlinge.
Diese Tafel soll an alle Opfer des nationalsozialistischen Terrors, der Diktatur und des Rassenwahns erinnern.
Stadt Bochum 1987“

In der Folgezeit sind diese und weitere Anregungen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und einzelner Bürgerinnen und Bürger zur Installation von Mahntafeln an Orten des NS-Terrors im Stadtgebiet im Zusammenhang mit dem Wunsch nach einer zentralen Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in Bochum in den politischen Gremien thematisiert worden, und zwar im Kulturausschuss, im Beschwerdeausschuss, im Rat, im Ältestenrat und in den Fraktionen. Ein konkreter Umsetzungsbeschluss wurde nicht gefasst.

d) Kriegerdenkmal Bochum-Langendreer

Das Denkmal befindet sich im Eigentum der Denkmal-Vereinigung e. V., Im Mühlenkamp 2, 44892 Bochum. Der Soldatenskulptur wurde im Jahre 1987 von Unbekannten der Kopf abgetrennt und entfernt. Die Bezirksvertretung Bochum-Ost hat einem Bürgerantrag, das Denkmal wieder zu restaurieren, nicht entsprochen. Sie hat sozusagen als Kompromiss beschlossen, eine Tafel mit folgender Inschrift zu installieren:

„Dieses Denkmal 1929 errichtet und 1987 beschädigt soll uns Mahnmal gegen Krieg und seine Verherrlichung sein.“

Der Beschluss wurde realisiert im Jahre 1992.

Im Jahre 2004 hat die Denkmal-Vereinigung e. V. nach einer gemeinsamen Spendenaktion mit dem Verkehrs- und Geschichtsverein Langendreer/Werne die Soldatenskulptur restaurieren lassen. Da aus ihrer Sicht nunmehr der Text der Tafel (hier: …“beschädigt“…) keinen Sinn mehr machte, ist die Tafel auf Vereinsbeschluss vom Verein entfernt worden und befindet sich in seinem Besitz. Die Anbringung einer neuen Tafel würde einen entsprechenden politischen Beschluss und das Einverständnis des Eigentümers voraussetzen.


Mittwoch 06.12.06, 11:50 Uhr

Soziale Liste diskutierte Zusammenarbeit mit Matanzas/Kuba

Die Soziale Liste schreibt: »Fragen der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in Kuba und anderen lateinamerikanischen Ländern standen im Mittelpunkt des Besuches von Dr. Yosvany Sánchez Robaina, Mitglied der „Asamblea Poder Popular“ (Landtag) der kubanischen Provinz Matanzas, bei der Sozialen Liste Bochum am 4. 11. Großes Interesse zeigte der Gast am Thema Strukturwandel in Bochum, der im Rahmen einer Stadtrundfahrt an den Beispielen Stahlindustrie und Bergbau/Opel thematisiert wurde. Auch die Übersetzung der „12 Bausteine für eine sozialere Stadt“, des Programms der Sozialen Liste, fand lebhafte Resonanz bei Dr. Sánchez. Beide Seiten bekundeten ihr Interesse an einer vertieften Information und Zusammenarbeit zwischen den Städten Bochum und Matanzas. mehr…