Archiv für das Jahr: 2006


Mittwoch 06.12.06, 08:00 Uhr
Seminar zur Staatskritik am Samstag, 9.12. im Bahnhof Langendreer

„Mein Staat ist kein Staat!“

Bei diesem Tagesseminar wollen die JungdemokratInnen/Junge Linke die Definition des Staatsbegriffs und dessen geschichtlichen Hintergrund beleuchten und sich anhand der Erarbeitung verschiedener Staatstheorien ein Bild machen, wie ein Staat aufgebaut sein kann, worin sein Zweck besteht und wie er aufrecht gehalten wird. Referent ist Rudolf Mühland, Aktivist der Freien ArbeiterInnen Union (FAU) und Redakteur der „Direkte Aktion“ (DA). Das Seminar beginnt um 14.00 Uhr. Näheres.


Dienstag 05.12.06, 22:00 Uhr

Fällt aus: Veranstaltung zu Nazi-Aufmärschen

Die für Donnerstag angekündigte Veranstaltung der Gruppe „Azzoncao“ und des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland zum Thema Nazi-Aufmärsche musste auf Januar verschoben werden. Eine neue Einladung folgt.


Dienstag 05.12.06, 22:00 Uhr

„Vor 200 Jahren verwüstete Napoleon Europa – heute verwüstet Rüttgers das Personalvertretungsrecht“

Der Bochumer Arbeitsrechtler Horst Welkoborsky erläuterte am Dienstag vor 1800 TeilnehmerInnen die verheerenden Auswirkungen des von der Landesregierung geplanten „modernisierten“ Landespersonalvertretungsgesetzes (LPVG). Sein Fazit: „Es sollen die Grundlagen der Mitbestimmung abgeschafft, ihr geistiges Fundament geschleift werden … Der rote Faden der Novelle ist … das Zurückschneiden von Rechten, die Abschaffung des Dialogs mit der Belegschaft bei gleichzeitiger Ausweitung der Befugnisse der Dienststelle gegenüber den Beschäftigten“. GdP, GEW und Ver.di hatten eingeladen, um den neuen – diktatorischen – Umgang der Landesregierung mit den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu beraten. Nach dem Vortrag Welkoborskys kochte der Saal: Empörung und Widerstand schlugen dem Vertreter von Rüttgers, Staatssekretär Brendel entgegen. Die Pressemitteilung des DGB.


Dienstag 05.12.06, 16:46 Uhr
unplugged: Folk & Roll Band "Smokin' Socks"

Freie Uni ohne Wasser – Solikonzert ab 20 Uhr

Am heutigen Dienstag ist die Wasserversorgung des Querforums West abgestellt worden. Noch ist nicht geklärt, auf wessen Anweisung das passiert ist. Das Uni-Rektorat, das sich derzeit mit der Freien Universität in Verhandlungen über mögliche Alternativräumlichkeiten befindet, dementiert, dass es den Auftrag zur Wassersperre gegeben hat. Möglich ist, dass Handwerker des vom Land NRW gegründeten „Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW“ das Wasser abgeschaltet haben.
„Wir hoffen, dass das Wasser so bald wie möglich wieder angeschaltet wird. Alles andere wären wirklich keine gute Vorraussetzungen, um mit dem Rektorat über eine eventuelle Verlegung der FUB in andere Räume zu verhandeln“, so ein Aktiver der Freien Uni. Vergangene Woche hatte das Rektorat der Ruhr-Uni angekündigt, der Freien Uni alternative Räumlichkeiten im Austausch gegen das Querforum West anzubieten. Die Freie Uni hat daraufhin am Montag eine Uni-Begehung veranstaltet, um alternative Standorte zu besichtigen. Zur Zeit arbeiten die Aktiven einen Anforderungskatalog aus, den andere Räume erfüllen müssen, damit über eine Verlegung weiter verhandelt werden kann.
Die derzeitigen Räumlichkeiten der Freien Uni würden ohne die FUB noch mindestens ein Vierteljahr leer stehen – Pläne zur Nutzung vor April 2007 existieren überhaupt nicht.
Smoki`n Socks Aus dem aktuellem Anlass hat sich die Folk & Roll Band „Smokin‘ Socks“ zu einem spontanen Soli-Konzert in der Freien Uni Bochum entschlossen: Am heutigen Dienstag tritt die Akustik-Combo „Smokin‘ Socks“ ab 20 Uhr in der FUB auf. Alle Interessierte, FreundInnen und UnterstützerInnen der FUB sind zu diesem spontanen Konzert herzlich eingeladen!


Pressemitteilung des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) an der Ruhr Universität Bochum
Dienstag 05.12.06, 16:13 Uhr

AStA ruft zur Teilnahme an Vollversammlung auf

Der AStA der Ruhr-Universität ruft alle Studierenden auf, am Mittwoch, 6. Dezember um 14 Uhr zur Vollversammlung ins HZO 10 zu kommen. Auf der Tagesordnung stehen wichtige Punkte wie die Erhebung allgemeiner Studiengebühren ab dem Sommersemester 2007.
Es soll über die Umsetzung der vom Senat verabschiedeten Gebührensatzung berichtet werden. Außerdem wird es um die Pläne zur Ausweitung der Gültigkeit des Semestertickets auf ganz Nordrhein-Westfalen gehen.
Am 18. September hat der Senat die Einführung allgemeiner Studiengebühren ab dem Sommersemester 2007 von 500 Euro pro Semester beschlossen. Auf der Vollversammlung wird es Informationen darüber geben, wann die Gebühren nicht bezahlt werden müssen, wie eine Befreiung möglich ist und wo man Studienkredite aufnehmen kann.

Informationen, Klagen, Boykott

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die Gebührenerhebung nicht rechtmäßig. Deswegen plant der AStA, an unterschiedlichen Stellen dagegen zu klagen. Die Studierenden haben die Möglichkeit sich an den Klagen zu beteiligen – wie das geht, darüber wird es Informationen auf der Vollversammlung geben.
Eine weitere Möglichkeit den Protest gegen die Einführung der Gebühren zum Ausdruck zu bringen, zeigt die bundesweite Kampagne zum Boykott der Studiengebühren auf. Das Prinzip des Boykotts ist simpel: Die 500 Euro werden nicht an die Uni-Verwaltung, sondern auf ein Treuhandkonto überwiesen. Sollten sich nicht genug Leute (weniger als 20 Prozent der Bochumer Studierenden) daran beteiligen, wird das Geld innerhalb der Rückmeldefrist an die Uni überwiesen. Beteiligen sich genug Studierende am Boykott, bleibt das Geld auf dem Treuhandkonto, um so Druck auf die Universitätsleitung aufzubauen.
Die Studierenden werden im Rahmen der Vollversammlung darüber abstimmen können, ob sie diese Form des Protests für unterstützenswert halten. „Wir hoffen, dass die Studierenden diese Möglichkeit der aktiven Mitsprache nutzen und zahlreich zur Vollversammlung erscheinen“ so die AStA-Vorsitzende Stefanie Konetzka.
Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt werden die Pläne zur Erweiterung des Semestertickets auf ganz NRW sein. Dabei wird über den aktuellen Stand der Verhandlungen mit den Verkehrsverbünden berichtet werden.


Dienstag 05.12.06, 15:37 Uhr

AStA ruft zur Teilnahme an Vollversammlung auf

Der AStA der Ruhr-Universität ruft alle Studierenden auf, am Mittwoch, 6. Dezember um 14 Uhr zur Vollversammlung ins HZO 10 zu kommen. Auf der Tagesordnung stehen wichtige Punkte wie die Erhebung allgemeiner Studiengebühren ab dem Sommersemester 2007.
Es soll über die Umsetzung der vom Senat verabschiedeten Gebührensatzung berichtet werden. Außerdem wird es um die Pläne zur Ausweitung der Gültigkeit des Semestertickets auf ganz Nordrhein-Westfalen gehen. Am 18. September hat der Senat die Einführung allgemeiner Studiengebühren ab dem Sommersemester 2007 von 500 Euro pro Semester beschlossen.
Auf der Vollversammlung wird es Informationen darüber geben, wann die Gebühren nicht bezahlt werden müssen, wie eine Befreiung möglich ist und wo man Studienkredite aufnehmen kann. Außerdem wird es eine Abstimmung an der Teilnahme der Gebührenboykottkampgne geben. Die Pressemitteilung des AStA im Wortlaut.


Montag 04.12.06, 20:00 Uhr
Fällt aus:

Alltag Naziaufmarsch

Auch in NRW sind neonazistische Aufmärsche schon beinahe zum Alltag geworden. In ungefähr 40 NRW-Städten haben Neonazis seit 1998 bereits um die 160 Demonstrationen und Kundgebungen veranstaltet, davon ca. 40 in Dortmund und ca. 10 in Bochum.
Nahezu wöchentlich findet irgendwo im Bundesgebiet ein Aufmarsch statt, manchmal sogar mehrere gleichzeitig. Zu Großdemonstrationen sind bis zu 7.000 Personen aus der extremen Rechten mobilisierbar.
Die Veranstaltung mit Referenten des „Antirassistischen Bildungsforums Rheinland“ beschäftigt sich mit der Entwicklung, Funktion, Bedeutung und den Inhalten extrem rechter Aufmärsche. Anschließend besteht Gelegenheit zu einer Diskussion über die achtjährige Praxis der Gegenproteste in NRW.
Bo-alternativ.de stellt z.Z. eine Foto-Dokumentation der Nazi-Demos zusammen und freut sich über die Zusendung von Material.


Sonntag 03.12.06, 19:00 Uhr

Freie Uni aktualisiert ihr Programm

fub.gifDie Freie Uni hat ihr Programm aktualisiert und eine Reihe von weiteren Veranstaltungen geplant. Näheres. Der für den morgigen Montag geplante Start der Filmreihe „Venezuela bolivarisch“ ist um eine Woche auf den 11.12. verlegt worden. Am Donnerstag, dem 7. November findet um 16.00 Uhr eine Infoveranstaltung über die Volksinitiative „Sichere Wohnungen und Arbeitsplätze“ statt. Hier geht es um den geplanten Verkauf der LEG. Am kommenden Freitag gibt es dann ein Seminar mit Dr. Eva Hohenberger: Frederick Wiseman: Dokumentarfilm, Institutionen und Macht. Gibt es eine Soziologie mit Film?


Sonntag 03.12.06, 18:35 Uhr
Dienstag, 5.12., 20 Uhr, Wageni, Radio BonteKoe präsentiert:

„Skunk – göttlicher Ska aus dem Baskenland“

skunk.jpgRadio BonteKoe schreibt: »Mit dem Ska-Punk und Hardcore-Urgestein SKUNK aus dem Baskenland können wir Euch einen ganz besonderen Leckerbissen und Geheimtipp im Wageni präsentieren. Seit nunmehr über 15 Jahren, weit über 600 Konzerten und sechs CDs sind SKUNK (2 Gitarren, Bass, Schlagzeug, Trompete, Posaune) nun schon aktiv; von vielen, uns eingeschlossen, jedoch gar nicht zur Kenntnis genommen – völlig zu unrecht; da waren wir uns selten einig. Denn die Basken gehen energisch nach vorne, können dabei was an ihren Instrumenten und sind äußerst abwechslungsreich. Mal geben sie einen bläserunterstützten Highspeed-Punkroch zum Besten, mal rhythmisch etwas ausdifferenziertere HC-Riffs, mal ein ruhigeres Ska- oder Reggae-Stück und oft eine Kombination aus allem. mehr…


Samstag 02.12.06, 22:00 Uhr

Schöner leben ohne Naziläden

Auf einer Informationsveranstaltung des Polit-Cafés Azzoncao war heute Nachmittag ein Referent vom „antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin“ zu Gast. Er informierte über die Hintergründe, vor denen das Aufkommen von Nazi-Läden, wie dem kürzlich eröffneten Bekleidungsladen “Goaliat“ in der Oskar Hoffmann Straße zu verstehen ist. Überraschend bei der Veranstaltung war, dass von sämtlichen linken Organisationen, die auf ihren Webseiten für die Veranstaltung geworben hatten, keine einzige auf der Veranstaltung vertreten war. Im Publikum saßen vor allem SchülerInnen, SozialarbeiterInnen, LehrerInnen und NachbarInnen aus der Oskar Hoffmann Straße, die sich informieren wollten, was gegen den Laden unternommen werden kann.
Der Referent machte zunächst deutlich, wie stark die Nazi-Szene sich in den letzten zehn Jahren gewandelt hat. Nicht mehr glatzköpfige Skins bilden die Jung-Nazi-Szene, sondern verschiedene Subkulturen, die sich weitgehend über Musikrichtungen definieren. In Läden wie Goaliat sind daher auch nur selten “Glatzen“ zu sehen.
Diese Öffnung der Nazi-Szene hat es erst kommerziell attraktiv gemacht, z.B. mit Thor-Steinar- Läden ein größeres Publikum anzusprechen. Die Zielgruppe solcher Läden sind nicht nur Nazis sondern das gesamte subkulturelle Umfeld. mehr…


Samstag 02.12.06, 20:00 Uhr
Vom 6. - 10. Dezember an der Ruhr-Uni:

5. studentisches Theaterfestival „megaFON“

Bereits zum fünften Mal lädt das studentische Theaterfestival megaFON vom 6. – 10.12 studentische Produktionen an die Ruhr-Universität ein. Passend zum Leitsatz „Von allen Seiten“ sind erstmalig nicht nur Produktionen aus ganz Deutschland, sondern auch aus dem europäischen Ausland zu Gast, um ihre Stücke zu präsentieren und über studentisches Theater zu diskutieren. Auch in diesem Jahr sind im Musischen Zentrum der RUB wieder die verschiedensten Theaterformen von Performance bis zu Puppen- und Schattentheater vertreten. mehr…


Samstag 02.12.06, 08:22 Uhr
Mittwoch, 6.12., 19.30 Uhr, Bahnhof Langendreer, Raum 6

Ausbeutung für den globalen Konsum

maquila-san-cristobal.jpgDie Niedrigstlohnfabriken in Mittelamerika produzieren überwiegend Textilien und sind ein bedeutender Faktor der neoliberalen Wirtschaftsumstrukturierung. Die honduranische Provinzhauptstadt San Pedro Sula gilt als die Maquila-Metropole in der Region. Hier fertigen transnationale Konzerne für den Weltmarkt. Viele (inter-)nationale Organisationen kritisieren die Produktionsbedingungen in den Maquiladoras.
Niedrigste Löhne, fristlose Kündigungen, (sexuelle) Übergriffe, Gewerkschaftsverbote und Umweltverschmutzung sind in den steuer- und zollbefreiten Produktionszonen die Regel. Der Film verdeutlicht die sozialen, ökologischen und ökonomischen Konsequenzen für die (ehemaligen) ArbeiterInnen und ihre Familien, die Umwelt und die regionalen Wirtschaftskreisläufe. mehr…


Freitag 01.12.06, 17:37 Uhr
Ein Opfer des Polizeiübergriffs berichtet

Polizeigewalt mit Folgen

Der gewalttätige Übergriff der Polizei auf die gestrige studentische Party in der Innenstadt (siehe Polizeigewalt gegen studentische Party) hat mindestens für eines der Polizei-Opfer noch immer schmerzhafte Auswirkungen. „Über Nacht sind die Hämatome leider nicht weniger geworden, und auch die Schmerzen in meinem Oberschenkel sind so stark geworden, dass ich jetzt wohl doch einen Arzt aufsuchen muss. Ich kann im Moment nur noch humpeln.“
Zu dem genauen Ablauf des Übergriffs berichtet sie gegenüber bo-alternativ Einzelheiten: „Mir wird vorgeworfen, ich hätte während der Party einen Menschen mit Wasser aus einer PET-Plasitkflasche bespritzt. Im Nachhinein hat sich der angeblich Bespritzte als Zivilpolizist herausgestellt.“
Auch die brutale Festnahme der Studentin wurde von zwei Zivilpolizisten durchgeführt, die nicht als Beamte erkennbar waren. „Ich habe nur mitbekommen, wie sich zwei Menschen auf mich gestürzt und mich in ein Geschäft in der Kortumstraße gedrängt haben. Da haben sie mich brutal gegen ein Regal geschlagen und mir einen Ellenbogen ins Gesicht gerammt. Zu keinem Zeitpunkt haben die Angreifer zu erkennen gegeben, dass sie von der Polizei sind. Erst als ich mit Handschellen gefesselt wurde, habe ich kapiert, dass es sich nicht um einfache Schlägertypen, sondern um PolizistInnen handelt.“


Freitag 01.12.06, 14:57 Uhr

Beitrag aus der GEW-Zeitschrift „InfoRegio“

gew.jpgEin Stadtteil wehrt sich gegen einen Nazi-Treffpunkt: Nazis dürfen nicht in Mode kommen

Mitte Oktober hat in unmittelbarer Nähe des Schauspielhauses ein Bekleidungsladen mit dem Namen „Goaliat“ eröffnet. Er verkauft fast ausschließlich die extrem rechte Modemarke „Thor Steinar“. Der Name der Marke ist eine Kombination aus dem nordischen Gott Thor und dem SS-Kommandeur Felix Steiner, der die SS-Panzerdivision „Wiking“ befehligte. Das Mode-Label wurde von dem bekennenden Rechtsextremisten Axel Kopelke gegründet. Sweater mit der Aufschrift „Viking Division“, „Nordfront“ und „Shooting Club“ oder „Südwestafrika“ (ehemalige deutsche Kolonie) weisen auf militaristische und nazistische Bezüge hin. Slogans wie „Ultima Thule“ oder die entsprechenden Runenzeichen beziehen sich direkt auf die historische Naziorganisation „Thule-Gesellschaft“ und auf heute aktive rechtsextreme Vereinigungen wie das „Thule-Seminar“ oder „-Netz“. mehr…


Freitag 01.12.06, 14:50 Uhr

GEW mit neuem Internetauftritt

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat auf ihrer neugestalteten Webseite  die Beiträge ihrer Zeitschrift InfoRegio vorab veröffentlicht. Den Schwerpunkt der Ausgabe bildet der Bereich „Weiterbildung“: „Angriffe auf die Weiterbildung und den Zweiten Bildungsweg„. Außerdem ruft die GEW dazu auf, „kleine Geschichten aus dem Schulalltag zu schicken. Geschichten, die deutlich machen, welche Auswirkungen die zunehmende Arbeitsbelastung mit sich bringt. Schließlich warnt ein Beitrag noch vor dem Nazi-Laden Goaliat: „Nazis dürfen nicht in Mode kommen„.


Freitag 01.12.06, 14:16 Uhr

DGB: 2.500 Arbeitslose in Bochum durch Rente ab 67

Der vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf zur Heraufsetzung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre wird nach Einschätzung des DGB die Arbeitslosigkeit in Bochum ansteigen lassen. Der DGB Regionsvorsitzende Michael Hermund verwies darauf, dass schon jetzt in den Betrieben der Region nur noch etwa 50 % der über 55jährigen im Erwerbsprozess stehen. „Eine Anhebung des Rentenalters würde die Zahl der älteren Arbeitslosen ansteigen lassen, weil nicht genügend Beschäftigungsmöglichkeiten vorhanden sein werden, um das zusätzliche Erwerbspotenzial aufzufangen, mahnt der DGB Vorsitzende. mehr…


Freitag 01.12.06, 13:37 Uhr
DKP und Soziale Liste laden ein:

„Kuba in der Diskussion“

Soziale Liste und DKP laden am 4. Dezember um 19.30 Uhr in den Königshof, Hermannshöhe 5 zu einer Informationsveranstaltung über Kuba ein. Referent ist Dr. Yosvany Sánchez Robaina, Mitglied der „Asamblea Poder Popular“ (Landtag) der kubanischen Provinz Matanzas. In der Ankündigung heißt es: »Gerade die gegenwärtige stürmische Entwicklung der von Kuba unterstützten revolutionären Prozesse in Mexiko, Venezuela, Ekuador, Bolivien, Nikaragua und Kolumbien macht die Veranstaltung interessant. Der Besuch von Dr. Sánchez soll auch ein Beitrag zur Verstärkung der Verbindungen von Bochum zu Kuba sein, wie sie z. B. in der Arbeit der humanitären Kubahilfe, den Kontakten von Jugendverbänden und der Solidaritätsbewegung zum Ausdruck kommen.«


Freitag 01.12.06, 08:05 Uhr
Suche nach alternativen Räumlichkeiten für die Freie Uni

Einladung zur offenen Campusbegehung

Der AStA der Ruhr-Universität Bochum (RUB) unterstützt vorbehaltslos die Forderung der aktiven Studierenden, die Freie Universität Bochum (FUB) an ihrem bisherigen Ort zu erhalten und die Heizung im Querforum West endlich anzuschalten. Gleichzeitig begrüßt der AStA, „dass die RUB-Leitung offenbar von ihrer harten Haltung abgerückt ist und der Freien Universität andere feste Räumlichkeiten im Austausch gegen das bisher genutzte Querforum West anbieten will.“
„Um den Prozess einer möglichen Einigung zu unterstützen und um konstruktiv dazu beizutragen, dass der Freien Uni Bochum auch in Zukunft gleichwertige Arbeitsbedingungen zur Verfügung stehen,“ so der der AStA, lädt er zu einer offenen Campusbegehung am Montag, 4. Dezember, 12.00 Uhr an der Freien Uni Bochum ein. Während der Begehung sollen die Möglichkeiten eines alternativen Standorts für die Freie Uni vor Ort erkundschaftet werden. mehr…


Freitag 01.12.06, 08:00 Uhr

Abschiedsfest für den Frauenbuchladen

Nach fast 28 Jahren wird der Frauenbuchladen Amazonas Ende des Jahres schließen. Mit ihm verschwindet ein prägnanter Ort Bochumer Frauen- und Lesbengeschichte. Am Samstag, 2. Dezember, 19.00 Uhr findet im Frauenarchiv ausZeiten ein Abschiedsfest statt. In der Einladung heißt es: „Viele Frauen in Bochum und Umgebung sind mit diesem Ort verwoben, haben an seinem Wachsen und seinen Veränderungen teilgenommen, ihn als Treffpunkt genutzt, diskutiert, gelesen, gekauft, verkauft, gearbeitet und bis zuletzt versucht, ihn zu erhalten.
Wir möchten – so traurig der Anlass auch ist – mit den Buchladenfrauen Abschied feiern. Zu diesem Abschied laden wir alle Freundinnen und Kundinnen des Frauenbuchladens ins Frauenarchiv ausZeiten ein.“


Donnerstag 30.11.06, 22:01 Uhr

AStA der Ruhr-Uni verurteilt „das nicht nachvollziehbare und brutale Vorgehen derPolizei“

Zu den den Polizeiübergriffen gegen die heutige „Reclaim-the-Street-Party“ erklärte der AStA der Ruhr-Uni: „Der AStA der Ruhr-Uni verurteilt das nicht nachvollziehbare und brutale Vorgehen der Polizei gegen die feiernden Studierenden“, sagt der AStA-Referent Jonas Spiegel. „Ein solches Verhalten staatlicher Organe kann in keinem Fall akzeptiert werden.“
Um über die Vorfälle in der Innenstadt aufzuklären und der Presse das Gespräch mit AugenzeugInnen und Opfern der Polizeigewalt zu ermöglichen, lädt der AStA der Ruhr-Uni am Freitag zu einem Pressegespräch ein.


Donnerstag 30.11.06, 22:00 Uhr

Polizeigewalt gegen studentische Party

global-action-day.jpgIm Rahmen des „Global Action Day for Education“ haben sich heute etwa 100 Studierende in der Bochumer Innenstadt getroffen, um dort im öffentlichen Raum mit einer „Reclaim the Streets“-Party für freie Bildung und ein gerechtes Gesellschaftssystem einzustehen.
Nachdem die Studierenden ab etwa 15 Uhr friedlich und bunt in der Innenstadt auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht haben, kam es gegen 16 Uhr zu einem brutalen Polizeiangriff auf die feiernden Studierenden. Ohne Vorwarnung hat die anrückende Polizei Studierende aus kurzer Entfernung mit Pfefferspray verletzt. Mehrere bei der Aktion Anwesende wurden brutal zu Boden geworfen, ohne dass ein Grund zu erkennen war. polizei.jpgDie Polizei hat drei Studierende aus der Menge herausgegriffen und festgenommen. Sie wurden dabei zum Teil auf den Boden geworfen, gewürgt, und mit dem Gesicht gegen harte Gegenstände geschlagen. Diese Übergriffe erfolgten, ohne dass die Polizei zuvor versucht hat, die Demonstration aufzulösen oder dass die TeilnehmerInnen aufgefordert wurden, die Demonstration zu verlassen. Dies ist bei zivilisierten Einsätzen bei unangemeldeten Demonstrationen üblich.
Die an den Übergriffen beteiligten PolizistInnen haben sich auch geweigert, ihre Namen oder ihre Dienstnummern anzugeben. Die von der Gewalt Betroffenen haben inzwischen eine Anwältin eingeschaltet und behalten sich rechtliche Schritte vor.


Donnerstag 30.11.06, 22:00 Uhr
Norwegische Botschaft äußert sich zu „Thor Steinar“:

„unannehmbar und unerwünscht“

Vor ca. zwei Wochen hat sich das Polit-Café Azzoncao an das Norwegische Außenministerium gewandt, um mehr über die Beschwerde Norwegens gegen die Verwendung der norwegischen Flagge auf „Thor Steinar“-Produkten in Erfahrung zu bringen. Azzoncao schreibt: »Die extrem rechte Marke, die in Bochum nun vom Nazi-Shop „Goaliat!“ vertrieben wird, versteckt sich gerne hinter Bezügen auf Norwegen und ein „nordisches Freiheitsgefühl“, so der stellv. Geschäftsführers Reiner Schmidt : „wir orientieren uns an Norwegen, deshalb die Runen. Eine Wolfsangel wird da nur reininterpretiert.“
Um dieser Verschleierung entschiedener entgegentreten zu können, wollten wir nun die Ansicht der norwegischen Behörden zu den Produkten der Firma MediaTex genauer in Erfahrung bringen. mehr…


Donnerstag 30.11.06, 19:00 Uhr

35. Kunstauktion von amnesty international

Die vier in Bochum ansässigen Gruppen der Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) veranstalten am 10. Dezember im Schauspielhaus bereits zum 35. Mal ihre vorweihnachtliche Kunstauktion. Der Auktion geht vom 3. bis 9. Dezember eine einwöchige Ausstellung der Exponate im Foyer des Schauspielhauses voraus. Die Eröffnung der Ausstellung findet am kommenden Sonntag um 17.00 Uhr statt.
Mit den Einnahmen der Auktion finanziert ai eine Reihe von wichtige Aktivitäten. So werden u. a. die Opfer von Menschenrechtsverletzungen unterstützt. Ai Bochum arbeitet z. B. seit Jahren erfolgreich mit der „Coordinadora“ in Peru zusammen. Hierbei handelt es sich um einen Dachverband von Menschenrechts- und Selbsthilfegruppen, die sich um die medizinische und psychologische Betreuung der Opfer des Bürgerkrieges kümmern. Näheres.


Mittwoch 29.11.06, 22:00 Uhr

Er wird uns fehlen!

Am Sonntag, den 26. November ist Peter Warnke im Alter von 57 Jahren gestorben.
Zusammen mit seiner Frau Martina und seinen Kindern und Enkelkindern werden ihn viele Dahlhauser und Dahlhauserinnen vermissen.
In Dahlhausen hat Peter gewohnt und gearbeitet. Im Stadtteilladen „Regenbogen“ hat er kleine und große Stadtteilbewohner(-innen) mit Geduld und Humor mit dem Computer bekannt gemacht und auf Plakaten, Flugblättern und erstmals online! für die Ideen, Kulturveranstaltungen, Diskussionsabende, Arbeitskreise und Publikationen des soziokulturellen Zentrums geworben. Er hat sich im IFAK-Jugendzentrum E 57 für Kinder und Jugendliche engagiert und sich mittels unermüdlicher Internetrecherchen in seinem heimischen Arbeitszimmer über die großen und kleinen Protestaktionen gegen Armut, Arbeitslosigkeit und Ausländerfeindlichkeit informiert, um sein Wissen an andere Interessierte weiterzugeben.
Alle diejenigen, die sich zusammen mit seiner Familie an „das alles und noch viel mehr“ in Peters viel zu kurzem Leben erinnern und von Peter Abschied nehmen möchten, lädt Martina am Sonntag, den 3.12. um 15 Uhr zu einer Erinnerungsfeier in das Stadtteilzentrum Dahlhausen, Am Ruhrort 14, ein.


Mittwoch 29.11.06, 16:29 Uhr

Stellungnahmen der Ratsfraktionen zur Rücktrittsforderung an die Sozialdezernentin

CDU, FDP und UWG fordern im Zusammenhang mit dem Tod des Kleinkindes Justin den Rücktritt der Bochumer Sozialdezernentin. Sie habe die Ratsmitglieder getäuscht: „Sowohl im Jugendhilfeausschuss als auch im Rat wurde bei den Parlamentariern der Eindruck erweckt, dass die Hauptschuld in diesem Fall beim behandelnden Krankenhaus läge. Nach Aussagen der Sozialdezernentin konnte aufgrund der telefonischen Meldung der Klinik von einer Kindeswohlgefährdung nicht ausgegangen werden. Fakt ist – dies haben der Prozessverlauf und auch unsere Akteneinsicht eindeutig ergeben – die behandelnde Ärztin der Kinderklinik hat mehrfach im Jugendamt angerufen und ausdrücklich den Verdacht auf Kindesmisshandlung geäußert. Der Bericht des Krankenhauses, der lt. Aussage der Sozialdezernentin erst viel zu spät beim Jugendamt eintraf und von daher unberücksichtigt blieb, wurde lt. Aktenlage vom Jugendamt selbst angefordert. Er lag 14 Tage später im Amt vor, Monate vor dem Tod Justins.“ Die Stellungnahme von CDU, FDP und UWG.
Die PDS.Linksfraktion erklärt: „Dass FDP und UWG ihre Rücktrittsforderungen erneuern, erstaunt uns angesichts fehlender neuer Erkenntnisse. mehr…


Mittwoch 29.11.06, 16:00 Uhr
Freie Uni Bochum friert weiter:

Ruhr-Uni-Leitung lässt Heizung kalt

Die Freie Uni schreibt: »Die Kontroverse zwischen Freier Universität Bochum (FUB) und dem Rektorat der Ruhr-Uni Bochum (RUB) ist weiterhin nicht beigelegt. Ein am vergangenen Montag eröffnetes Angebot der RUB-Leitung, der FUB andere Räumlichkeiten für ihre Aktivitäten anbieten zu wollen, geht am Kern des aktuellen Vorhabens der Studierenden der Freien Uni vorbei: Die zum Teil von um die 100 Teilnehmenden besuchten Veranstaltungen, die im alternativen Vorlesungsverzeichnisses für das Wintersemester 2006/07 angekündigt sind, sollen weiterhin im bislang genutzten, zentral auf dem Campus gelegenen Querforum West durchgeführt werden. mehr…


Mittwoch 29.11.06, 12:08 Uhr
Linksfraktion zu Nazi-Ramsch auf Flohmärkten:

Kontrolle ist besser

Die Linksfraktion.PDS schreibt: »Eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung warnt davor, dass sich rechtsextremes Gedankengut immer stärker in der Gesellschaft verbreitet. Auch in unserer Stadt findet eine Debatte darüber statt, wie Rechtextremismus am besten zu bekämpfen ist. Und das ist gut so; hat doch erst vor einigen Wochen in Ehrenfeld ein Laden eröffnet, der Kleidung mit eindeutig rechter Symbolik verkauft.
Gerade Symbole sind für Jugendliche oft ein Mittel, um eine Protesthaltung zum Ausdruck zu bringen. Da erschreckt es natürlich, wenn man auf Flohmärkten immer wieder verfassungswidrige Bücher oder andere Gegenstände, wie NS-Orden, erwerben kann. Denis Herrenbrück, Sachkundiger Bürger der Linksfraktion im Ausschuss für Umwelt und Öffentliche Ordnung, will der Sache auf der Sitzung des Ausschusses am 30.11. nachgehen und fragt die Verwaltung, ob das Ordnungsamt die Flohmärkte daraufhin überprüft, ob verfassungswidrige Gegenstände zum Verkauf angeboten werden. mehr…


Dienstag 28.11.06, 22:00 Uhr
Treibgut präsentiert: Gestrandet 19

Literatur aus dem verschollenen Leben

Am Donnerstag, dem 30. November präsentiert die Literaturinitiative Treibgut auf den Bühnenplanken des Kulturcafés der Ruhr-Uni ab 20 Uhr zwei der erfolgreichen TeilnehmerInnen des bundesweiten Literaturwettbewerbs „AUF-BRUCH-STELLEN“. In der Einladung heißt es: »Der Dortmunder Autor Mirko Kussin – Gewinner des ersten Preises (geteilt mit dem Weimarer Autorenkollektiv Schroeter und Berger) – und Anna Zygiel (Bochumer Sonderpreis) werden ihre Texte im Uni-Kulturcafé vorstellen. Gemeinsam mit Jan Bojaryn aus Essen, dessen Geschichte Entfleischer ebenfalls in der Anthologie des Wettbewerbs nachzulesen ist, repräsentieren die beiden RUB-Studierenden den Ruhrgebietsanteil der Beiträge. mehr…


Dienstag 28.11.06, 19:37 Uhr
Samstag, 2. Dezember, 14.30 Uhr, Bahnhof Langendreer:

Schöner Leben ohne Naziläden

Azzoncao,  das Polit-Café, das jeden 1. Samstag des Monats im Bahnhof Langendreer über „antifaschistische, antikapitalistische und emanzipatorische Themen informiert und diskutiert“, beschäftigt sich am kommenden Samstag mit dem Nazi-Laden Goaliat, der an der Oskar Hoffmann Straße aufgemacht hat.  Ein Referent vom „antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V.“ wird über die sächsische Kampagne „Schöner Leben ohne Naziläden“, Thor Steinar und rechten Lifestyle informieren.
Anschließend wird diskutiert, welche Aktionen in Bochum bezüglich des Ladens laufen sollen.
Auf bo-alternativ.de wird zur Zeit ein „special“ zu dem Laden angelegt. Hier sind alle bisherigen Meldungen und Dokumente von bo-alternativ.de zusammengefasst. Das ganze wird in den nächsten Tagen noch durch weitere Dokumente und Links ergänzt. Zum bo-alternativ-special.


Dienstag 28.11.06, 10:00 Uhr

TAZ-Artikel vom 28.11.2006

tazlo1.gifHOLGER PAULER über Proteste gegen einen extrem rechten Laden in Bochum
Der Bochumer Stadtteil Ehrenfeld ist kein Zentrum der extremen Rechten: Der Bezirk Westfalen der Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie hat hier seine Zentrale, im Haus der Stiftung des Ruhrgebiets ist das Archiv für soziale Bewegungen untergebracht und das ansässige Schauspielhaus galt über viele Jahre als Bindeglied zwischen aufgeklärter Bürgerlichkeit und antiautoritärer Rebellion. Auch die Bürger wählen eher links. Rot-Grün erzielte bei der Bundestagswahl 2005 locker 60 Prozent und selbst die Linkspartei kam auf 7,3 Prozent der Zweitstimmen. Die neonazistische NPD musste sich mit kümmerlichen 0,6 Prozent und 37 Stimmen begnügen. Von breiter Basis keine Spur. mehr…


Montag 27.11.06, 22:00 Uhr
Freie Uni Bochum gegen Populismus:

„Abenteuerspielplätze erhalten!“

Die Freie Uni schreibt: »Im Streit um die Zukunft der Freien Universität Bochum (FUB) greift die Ruhr-Uni zu populistischen Phrasen. In einer Antwort des RUB-Pressesprechers Josef König auf einen offenen Brief wird die Freie Uni als „Abenteuerspielplatz“ bezeichnet, für den kein Geld der „Steuerzahler“ ausgegeben werden solle. Dazu erklärt Katharina Teiting von der Freien Uni Bochum: „Als Freie Uni stehen wir für den Ausbau eines freien und gerechten Bildungssystems vom Kindergarten bis zur Hochschule. Deswegen können wir nicht hinnehmen, dass die Ruhr-Uni Abenteuerspielplätzen populistisch die Förderungswürdigkeit abspricht, um die Freie Uni zu diffamieren.“
Abenteuerspielplätze sind ein wichtiger Bestandteil der offenen Kinder- und Jugendarbeit, die seit den 60er Jahren auch mit Unterstützung von Aktiven aus der Studierendenbewegung aufgebaut worden sind. Mit den kostenlos zugänglichen Einrichtungen wird die Funktionalisierung öffentlicher Räume hinterfragt und die soziokulturellen Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche werden verbessert. mehr…


Montag 27.11.06, 16:40 Uhr
Mittwoch, 29. November, 19.30 Uhr, Bahnhof Langendreer

„Land unter Strom“

Für die sog. Entwicklungsländern gelten Staudämme weiterhin als Motor für wirtschaftlichen Aufschwung. Doch die negativen Merkmale überwiegen bei weitem. In Mittelamerika sind zahlreiche Staudämme geplant und in Konstruktion. Der Film „Land unter Strom“ zeigt an vier Beispielen aus Honduras, Guatemala und Mexiko die gravierenden ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Wasserkraftwerken sowie die dahinter stehenden Profitinteressen. Die Beteiligung deutscher Unternehmen wird ebenso dokumentiert wie der Widerstand gegen Enteignung und Naturzerstörung.
Das Filmteam Dorit Siemers und Heiko Thiele (Zwischenzeit e.V., Münster) reiste fünf Monate durch Südmexiko und Mittelamerika. Sie begleiteten Betroffene und Organisationen, die Widerstand gegen Fremdbestimmung und Ausverkauf der Ressourcen leisten. Auf der anderen Seite kommen UnternehmerInnen und PolitikerInnen zu Wort.
Nach der Vorführung steht das Filmteam für Fragen und Diskussion zur Verfügung.


Montag 27.11.06, 16:35 Uhr

Becker-Deponie läuft evtl. weiter

Die Soziale Liste schreibt: »Über ein neues Antragsverfahren bei der Bezirksregierung Arnsberg für die Nutzung des Schüttbereichs III als Deponiefläche ist der Weiterbetrieb der Becker-Deponie in Wattenscheid Günnigfeld möglich. „ Im Falle einer neuen Antragsstellung durch die Fa. Becker für den Schüttbereich III wäre ein positiver Bescheid durch die Bezirksregierung Arnsberg als zuständiger Behörde dann zeitlich nicht befristet“, heißt es in der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Sozialen Liste. Diese hatte auf unterschiedliche Angaben zum Ende der Becker-Deponie in Wattenscheid-Günnigfeld hingewiesen, deren Betrieb bis zum 15. 7. 2009 beschränkt bzw. befristet ist. mehr…


offener Brief:
Montag 27.11.06, 11:22 Uhr

Nutzung des Querforums West durch die Freie Universität Bochum

An den
Rektor der Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Gerhard Wagner
Gebäude UV 3/390
Universitätsstraße 150
44 780 Bochum

Bochum, den 21.11.2006

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wagner,

wie der Kanzler der Ruhr-Universität Bochum, Gerhard Möller, Vertretern des AStAs sowie der Freien Uni Bochum (FUB) mitteilte, soll es an der FUB im Querforum West in absehbarer Zeit weder Wasser noch Strom geben. Zudem soll das Gebäude Anfang kommenden Jahres geräumt werden, obwohl das Akademische Förderungswerk Bochum als regulärer Nutzer und der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Eigentümer unsere Form der Nutzung bis mindestens Ende März 2007 zugesichert haben. Hiermit möchten wir Sie dringend bitten, alles Nötige zu veranlassen, um den Fortbestand der FUB zu gewährleisten. Die FUB ist eine Diskussions- und Bildungsplattform, die Lehrenden und Studierenden bislang breitgefächerte Möglichkeiten eröffnet hat, selbstbestimmt zu lehren und zu lernen. Zudem will die FUB gerade in Zeiten zunehmender Ökonomisierung des Studiums künftig hochschulgemäße Bildungsangebote ohne finanzielle Zugangs-beschränkungen aufrechterhalten.

Wie Sie sicherlich bereits den überregionalen Medien entnommen haben, ist die Freie Universität Bochum bereits über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus bekannt. Auch haben sich bereits einige Bundestagsabgeordnete mit der FUB solidarisch erklärt und unsere Räumlichkeiten besucht. Bitte leisten auch Sie Ihren Beitrag, diese außergewöhnliche Stätte der Begegnung und des freien Austausches von Wissen und Ideen auf dem Campus der Ruhr-Uni Bochum zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Unterzeichner – Organisationen:
Alternative Liste Bochum
AStA der Ruhr-Universität Bochum
AStA Paderborn, AK Politische Bildung
Attac Campus Bochum
Fachschaftsrat Mathematik der RUB
Fachschaftsrat Sozialwissenschaft der RUB
Fraktion der Alternativen Liste im Rat der Stadt Herne
Freie Universität Bochum
Protestkomitee gegen Studiengebühren Bochum
Redaktion des Netzportals bo-alternativ
Sozialforum Bochum
Studentische Senatsfraktion der RUB
SWIB – Schöner wohnen in Bochum

Einzelpersonen:
Aichard Hoffmann (Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e.V.)
André Kasper (Sprecher der studentischen Senatsfraktion der RUB)
Annkristin Gerding (FR Kunstgeschichte der RUB)
Benjamin Bettinger (FR Sozialwissenschaft der RUB)
Christian Hachmann (AStA Paderborn, AK Politische Bildung)
Cornelia Hirsch, MdB (Fraktion Die Linke im Bundestag)
Devi Dumbadse, M. A. (Institut für Medienwissenschaft der RUB)
Dominik Ruppenthal (AStA-Referat für Hochschulpolitik, RUB)
Dr. Frank Bösch (Juniorprof., Historisches Institut der RUB)
Dr. Hilde Hoffmann (Institut für Medienwissenschaft der RUB)
Dr. Nikolaus Müller-Schöll (Institut für Theaterwissenschaft der RUB)
Fredrik Dehnerdt (Bundesgeschäftsführer des Aktionsbündnises gegen Studiengebühren)
Herbert Steeg (Kreisvorstand DKP linker Niederrhein)
Jan Dreyer (Freie Universität Bochum)
Karsten Finke (Vorstandsmitglied von Bündnis90/Grüne Bochum)
Katharina Schwabedissen (Sprecherin der WASG NRW)
Leif Peters (Liedermacher)
Marco Jahn, M.A. (freier Autor)
Martin Budich (bo-alternativ)
Martin Degeling (stellvertretender AStA-Vorsitz, RUB)
Maximilian Zellmer (studentische Senatsfraktion, RUB)
Maximilian Krupp (Stadtverordneter im Rat der Stadt Herne)
Michael Jahn (AStA-Referat für Ökologie, Wohnen und Verkehr, RUB)
Moritz Schulte (FR Mathematik der RUB)
Natascha Frankenberg (Medienwissenschaft, RUB)
Prof. Dr. Ulrike Haß (Theaterwissenschaft)
Robert Schindelbeck (Schriftsteller)
Sevim Dagdelen, MdB (Fraktion Die Linke im Bundestag)
Stefan Nölle (Virus31-Kultur in Gefahr)
Stefanie Konetzka (AStA-Vorsitz, RUB)
Ulla Jelpke, MdB (Fraktion Die Linke im Bundestag)
Ulrich Schröder, M. A. (Protestkomitee gegen Studiengebühren, alternative Liste)

Anlage:
Von den Kulturschaffenden Marco Jahn, Leif Peters und Robert Schindelbeck ergänzte Fassung des vorliegenden offenen Briefs

Anlage
Von den Kulturschaffenden Marco Jahn, Leif Peters und Robert Schindelbeck ergänzte Fassung des mit gleicher Post zugestellten offenen Briefs der Freien Universität Bochum

An den

Rektor der Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Gerhard Wagner
Gebäude UV 3/390
Universitätsstraße 150
44 780 Bochum

Nutzung des Querforums West durch die Freie Universität Bochum – offener Brief

Bochum, den 21.11.2006

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wagner,

wie der Kanzler der Ruhr-Universität Bochum, Gerhard Möller, Vertretern des AStAs sowie der Freien Uni Bochum (FUB) mitteilte, soll es an der FUB im Querforum West in absehbarer Zeit weder Wasser noch Strom geben. Zudem soll das Gebäude Anfang kommenden Jahres geräumt werden, obwohl das Akademische Förderungswerk Bochum als regulärer Nutzer und der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Eigentümer unsere Form der Nutzung bis mindestens Ende März 2007 zugesichert haben. Hiermit möchten wir Sie dringend bitten, alles Nötige zu veranlassen, um den Fortbestand der FUB zu gewährleisten. Die FUB ist eine Diskussions- und Bildungsplattform, die Lehrenden und Studierenden bislang breitgefächerte Möglichkeiten eröffnet hat, selbstbestimmt zu lehren und zu lernen. Zudem will die FUB gerade in Zeiten zunehmender Ökonomisierung des Studiums künftig hochschulgemäße Bildungsangebote ohne finanzielle Zugangs-beschränkungen aufrechterhalten.

Wie Sie sicherlich bereits den überregionalen Medien entnommen haben, ist die Freie Universität Bochum bereits über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus bekannt. Auch haben sich bereits einige Bundestagsabgeordnete mit der FUB solidarisch erklärt und unsere Räumlichkeiten besucht. Bitte leisten auch Sie Ihren Beitrag, diese außergewöhnliche Stätte der Begegnung und des freien Austausches von Wissen und Ideen auf dem Campus der Ruhr-Uni Bochum zu erhalten.

Als Kulturschaffende aus dem und rund ums Ruhrgebiet und Veranstalter zahlreicher
kultureller Events, von Lesungen, Liederabenden, Konzerten, Kabarett und Poetry Slams in Bochum, Düsseldorf, Oberhausen und Mönchengladbach (u.a. O-Ton, Kleine Bühne, WortBühne, FrschText, NiederrheinReadings, PiP42, Volxbegehren) plädieren wir für den Erhalt einer selbstbestimmten und freiheitlichen Begegnungs- und Veranstaltungsstätte unter studentischer Verwaltung auf dem Campus der Ruhr-Universität im Querforum. In Zeiten stetig sinkender Ausgaben bzw. der kompletten Einstellung der Förderung von Bildungs- und Kultureinrichtungen verdient ein Projekt wie die „Freie Uni Bochum“ die rückhaltlose Unterstützung und Anerkennung gerade durch die Verantwortlichen des Bildungs- und Kulturbetriebs.

Es kann in unseren Augen nicht angehen, dass aus politisch motivierten Gründen das breite Veranstaltungsspektrum der FUB in solcher Form sabotiert und zahlreichen Künstlern und Wissenschaftlern – und speziell den Nachwuchskräften – dieses Forum genommen und die harte wie freiwillig geleistete Aufbauarbeit zahlreicher Menschen zunichte gemacht werden soll. Dies stellt in unseren Augen eine verschleierte Form von Zensur dar, die wir als Künstler unerträglich empfinden und nicht hinnehmen werden. Unsere Unterstützung gilt allen fleißigen Kräften, die mitgeholfen haben, die FUB zu dem zu machen, was sie heute darstellt: Eine freie kulturelle Begegnungs- und Bildungsstätte.

Die Kunst ist wie eine Hure,
du kannst sie kaufen,
du kannst sie auf die Straße stellen
und sie abkassieren, aber du kannst sie
zu nichts zwingen,
ohne daß sie sich bitterlich
an dir rächen wird.

Sie hat schon Heiligen, Königen
und Diktatoren das Genick gebrochen,
vor allem aber
einem unzählbaren Heer derer
die sie erschufen
und an ihr zugrunde gingen,
verhungert an der ausgestreckten Hand.

Ihre Knochen liegen überall
im Boden verstreut, unter Sträuchern und
Müllhalden, man hat sie bestohlen,
verjagt, verbrannt und gesteinigt.
Aber ihre Werke kennt jeder
und die Paläste
in denen sie heute hängen.
(RoS)
In diesem Sinne bewahren Sie jenen Ort, bevor auch Sie eines Tages die Worte Gustav
Mahlers singen werden: Ich bin der Welt abhanden gekommen.

Oder wie Heinrich Heine es formuliert hat:

Die deutschen Zensoren — — — — alles Dummköpfe!

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Schindelbeck, Schriftsteller
Marco Jahn, M.A., freier Autor
Leif Peters aka Life P., Liedermacher


Stellungnahme der RUB zum offenen Brief der "Freien Uni Bochum" an den Rektor der Ruhr-Universität Bochum und zum Beitrag der WASG-NRW "Stromsperre statt Dialog" beide vom 24.11.2007
Montag 27.11.06, 11:05 Uhr

„FUB“ schlug Angebot aus – kein Steuergeld für „Abenteuerspielplatz“

Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn die selbst ernannte „FUB“ ihren offenen Leserbrief vom 24.11.2007 an den Rektor der Ruhr-Uni von einer „zugesicherten Nutzung“ spricht und die WASG-NRW ihren Beitrag mit „Stromsperre statt Dialog“ betitelt, so sind das untaugliche Versuche, die Tatsachen zu verdrehen: Am Montag, 27.11.2007 findet ein Gespräch zwischen dem Rektorat und dem AStA sowie Vertretern der so selbst ernannten „FUB“ statt. Diese Verabredung ist bereits Anfang der vergangenen Woche erfolgt.
Dass das Rektorat durchaus einen Dialog mit der „FUB“ führt, verschweigen deren Vertreter wohlweislich. Kanzler Gerhard Möller hatte ihnen vor zwei Wochen klar erläutert, warum das Querforum West winterfest gemacht werden muss. Zugleich hat er ihnen angeboten, sich als Vereinigung an der Ruhr-Universität Bochum eintragen zu lassen. Damit erwerben sie einen Anspruch auf Nutzung von Räumen und können ihre Veranstaltungen offiziell fortführen. Es gibt zahlreiche Vereinigungen dieser Art an der Ruhr-Universität — siehe:
http://www.uv.rub.de/pvz-planung/i3v/00000700/00660622.htm
Wenn diese Eintragung unterbleibt, muss befürchtet werden, dass sich die Gruppe „FUB“ gar nicht als Teil der Ruhr-Universität versteht.
Tatsache ist jedenfalls, dass die Gruppe „FUB“ ohne jegliche Legitimation agiert. Die 33.000 Studierenden auf dem Campus negieren weitestgehend diese Gruppe — und viele Stimmen auch von Studierenden, erreichen das Rektorat immer wieder und fragen, wie lange es noch diesen „Abenteuerspielplatz“ zu dulden gewillt sei. Für die Studierenden der RUB spricht die „FUB“ nicht.
Es entspricht schließlich auch keineswegs den Tatsachen, dass es eine Absprache gebe, die der „FUB“ die Nutzung des Querforums West bis zum Frühjahr ermögliche. Die Ruhr-Uni und das Akafö haben bislang lediglich eine vorübergehende Nutzung großzügig geduldet. Soll nun die Ruhr-Universität angesichts der sehr prekären Haushaltslage als Mieter des Gebäudes auch noch für die Heiz- und Stromkosten und die Beseitigung der Müllberge der „FUB“ aufkommen – mit dem Geld der Steuerzahler?
Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) will als Eigentümer das auf der Rückseite offene, nicht frostsichere Gebäude winterfest machen. Das erfordert, dass die Heizungsanlagen entleert und abgestellt werden, damit sie bei Frost nicht bersten.
Als eingetragene Vereinigung der RUB – so unser Angebot – kann die Gruppe „FUB“ auch über den Winter aktiv sein: in den Räumen der Ruhr-Universität. Und: das Querforum West könnte im Winter auch von keiner anderen Einrichtung der RUB benutzt werden, und im Frühjahr wird es – wie lange schon geplant – umgebaut.
Mit freundlichem Gruß
Dr. Josef König