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Sonntag 01.09.19, 12:08 Uhr
Redebeitrag auf der Kundgebung zum Antikriegstag 2019 in Bochum

Stefan Acar, Friedensplenum Bochum

Im Namen des Bochumer Friedensplenums möchte ich alle Anwesenden begrüßen. Am 6. August machten wir zum Gedenktag des ersten Atombombenabwurfs auf Hiroshima eine Aktion im Bermuda-Dreieck und waren als Friedensplenum sehr erfreut, dass wir viel mehr Zuspruch bekommen haben als in den letzten Jahren zuvor.
Und wenn wir heute sehen, welche Organisationen die heutige Kundgebung unterstützen, dann haben wir die Gewissheit, dass das Bewusstsein wieder steigt, gegen Aufrüstung und Krieg auf die Straße zu gehen. Dieses Jahr feierte das Deutsche Grundgesetz seinen 70. Geburtstag. Dieses hatte in seiner ursprünglichen Fassung nur die Ächtung von Krieg vorgesehen. mehr…


Sonntag 01.09.19, 12:04 Uhr
Redebeitrag auf der Kundgebung zum Antikriegstag 2019 in Bochum

Bernd Dreisbusch, stellv. Geschäftsführer, ver.di Bezirk Mittleres Ruhrgebiet

Ich bin 1970 geboren. Meine Generation kennt Krieg eigentlich nur aus dem Fernsehen. Nur sehr wenige in meiner Umgebung und in meinem Alter können sich vorstellen, was es bedeuten würde, wenn Konflikte in Europa wieder mit Gewalt statt mit Diplomatie ausgetragen würden. Krieg kommt bei uns vor, am Rande, weiter weg und es hat oft den Anschein, dass es zwar eine Art Berichtspflicht, aber auch eine weite Ferne und Nichtbetroffenheit gibt. Aber: Tag für Tag, Woche für Woche, fliehen Menschen, Frauen, Kinder, Männer, vor gewaltsamen Konflikten in ihrer Heimat, traumatisiert, gezeichnet von Krieg und Gewalt. Immer wieder träumen sie von den nächtlichen Bombardierungen, den Schrecken, die sie mit ansehen mussten, der dramatischen Flucht über das Mittelmeer oder den Balkan. mehr…


Sonntag 01.09.19, 12:03 Uhr

Felix Oekentorp, Landessprecher der DFG-VK NRW

„Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“, das sind nicht zwei Forderungen, sondern eine. Faschismus bedeutet Krieg. Unser Antikriegstag ist bunt, er ist solidarisch und emanzipatorisch. So selbstverständlich uns das erscheint ist es leider gar nicht. Gut 20 km von hier, in Dortmund, pervertierten die Nazis noch vor wenigen Jahren den Gedanken, der hinter dem Antikriegstag steht. „Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus – Für Frieden und Abrüstung“ so titelt der DGB seinen diesjährigen Aufruf zum Antikriegstag. Ganz anders das Gesindel, das von 2005 bis 2011 in Dortmund alljährlich zu einem sogenannten Nationalen Antikriegstag mobilisierte. Dort lautete die Parole „Nach unserem Sieg nie wieder Krieg“. Ausgerechnet an einem Tag, der an den Überfall Nazi- Deutschlands auf Polen erinnert.
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Sonntag 01.09.19, 12:03 Uhr
Redebeitrag auf der Kundgebung zum Antikriegstag 2019 in Bochum

Sevim Dagdelen, stellv. Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken

Nach dem 2. Weltkrieg und der Befreiung vom Deutschen Faschismus war man sich in Ost und West einig. Deutschland sollte auf Frieden und Abrüstung verpflichtet werden. Die Wurzeln des deutschen Militarismus sollten für immer durchtrennt werden. So findet sich in unserem Grundgesetz ein klares Friedensgebot. Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen, wie es der Friedensnobelpreisträger Willy Brandt so klar formuliert hat. Rüstungsexporten sollte ein Riegel vorgeschoben werden. Eine Aufrüstung zur Vorbereitung neuer Kriege für immer verhindert werden. mehr…


Sonntag 01.09.19, 12:03 Uhr
Redebeitrag auf der Kundgebung zum Antikriegstag 2019 in Bochum

Günter Gleising, Vorsitzender der VVN-BdA Bochum

„Nie wieder Faschismus, Nie wieder Krieg“ ist die ebenso alte wie aktuelle Forderung von Antifaschisten, Friedensfreunden, Pazifisten, Gewerkschaftern. Als Organisation von Widerstandskämpfern und ihrer Nachkommen sind wir dem Widerstand gegen den Faschismus und Krieg und seinen Lehren besonders verpflichtet. Im Schwur der befreiten KZ-Häftlinge am 10. April 1945 auf dem Appellplatz in Buchgenwald heißt es: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Die Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel!“ Es ist eine traurige Wahrheit, dass wir von diesem Ziel noch immer sehr weit entfernt sind. Aber aufgeben werden wir nicht. Das ist auch der Grund für den Aufruf und die heutige Antikriegskundgebung. mehr…


Sonntag 01.09.19, 12:02 Uhr
Redebeitrag auf der Kundgebung zum Antikriegstag 2019 in Bochum

Stefan Marx, Geschäftsführer der DGB-Region Ruhr-Mark

Nachfolgend das Manuskript der von Stefan Marx vorbereiteten Rede. Beim Vortrag ist er auf zuvor gesagte Dinge eingegangen.
Einiges von dem, was ich heute hier sage, mögen sie schon gehört haben. Heute oder gestern oder letztes Jahr. Das zeigt mir auch, dasswir heute hier gemeinsam ein einziges Anliegen haben und wir auch immer wieder zusammen kommen müssen, um unsere Forderung zu bekräftigen: Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus. Und nur weil es immer wiederholt wird, vergessen wir auch nicht, und vergessen, woher wir kamen, heißt, wir wissen nicht, wohin wir gehen. Deswegen begrüße ich auch sie im Namen des DGB Stadtverbandes Bochum hier heute zum Antikriegstag 2019. mehr…


Sonntag 01.09.19, 12:02 Uhr
Redebeitrag auf der Kundgebung zum Antikriegstag 2019 in Bochum

Jochen Bauer, Mitglied des GEW Landesvorstandes NRW

Die Bundeswehr hat ein Problem. Ihr geht das Personal aus. Das ist auch kein Wunder. Es geht bei der Bundeswehr um töten und getötet werden. Und wer lässt sich schon gern bei Auslandseinsätzen in Kriegsgebieten im Rahmen von NATO-Einsätzen und UN-Mandaten, die verfassungsrechtlich umstrittenen sind und politisch fragwürdiger werden, gern über den Haufen schießen? Wer möchte gerne mit Kriegsverletzungen oder traumatisiert wieder nach Hause kommen? Bei der Werbung um Personal kennt man im Verteidigungsministerium keine Grenzen mehr. mehr…


Sonntag 01.09.19, 12:01 Uhr
Redebeitrag auf der Kundgebung zum Antikriegstag 2019 in Bochum

Compania Bataclan

Wieder stehen wir hier, um unsere ablehnende Meinung gegen weltweite Kriege kundzutun. Zumeist aber beginnt der Krieg im eigenen Land. Im Spiegel der Zeit stehen wir vor einem Scherbenhaufen, den 24 aktuelle Kriege kontinuierlich seit vielen Jahren oder Jahrzehnten hinterlassen haben. Dazu kommen bewaffnete Konflikte, die mit niedrigschwelliger oder mittlerer Intensität geführt werden. Opfer sind in der Regel! Frauen, Kinder und alte Menschen. Auswirkungen wie Flucht blockt die Wohlstandsfestung Europa ab und entzieht sich seiner Verantwortung, was für viele Menschen Tod im Mittelmeer oder in der Sahara bedeutet. mehr…


Sonntag 01.09.19, 09:54 Uhr

Fairer Handel

Vom 13. bis 30. September findet in Bochum die „Faire Woche“ statt. Die Veranstalter*innen schreiben: »Unter dem Motto „Gleiche Chancen durch Fairen Handel“ möchte die Faire Woche zeigen, dass der Faire Handel sich für Strukturen einsetzt, die es Frauen und Männern gleichermaßen ermöglichen, ihre Potentiale zu entfalten. In diesem Jahr informiert wieder ein eigenes Programm über Aktionen und Veranstaltungen zur Fairen Woche in Bochum.« Der Begriff Gleichberechtigung wird vermieden. Die meisten Träger der Aktionwoche kommen aus dem kirchlichen Bereich. Auch der örtliche Katholikenrat ist dabei. Der Einladungsflyer.


Freitag 30.08.19, 20:29 Uhr

Der ADFC feiert 30-jähriges Bestehen

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Bochumer feiert vom 21. bis zum 27. September mit einer Aktionswoche sein 30-jähriges Bestehen. Neben verschiedenen Touren wird u. a. auch ein Fahrradfilmfestival in der Goldkante angeboten. Die „Top-Veranstaltung der Jubiläumswoche“ ist am Dienstag, den 24.9.  ein Diskussionsforum im Museum an der Kortumstraße unter dem Motto: „Bochum steigt auf – Von der autogerechten zur fahrradfreundlichen Stadt?“. Am Donnerstag gibt es eine Jubiläumsfeier im Umweltzentrum und am Freitag wird „für die unkonventionelle Art, das Potential des Radverkehrs zu demonstrieren“ mobilisiert: die monatliche Critical Mass Aktion. Der Jubiläums-Flyer mit dem ganzen Programm.


Donnerstag 29.08.19, 21:55 Uhr

Keine Bühne für Stürzenberger

Die Antifaschistische Linke Bochum schreibt: »Am Samstag den 31. August 2019 plant der extrem rechte Islamhasser und verurteilte Volksverhetzer Michael Stürzenberger zusammen mit der islamfeindlichen „Bürgerbewegung Pax Europa“ eine Kundgebung in Bochum. Diese ist von 11 bis 18 Uhr angemeldet und soll am „Kuhhirten“ im Stadtzentrum stattfinden. Es ist davon auszugehen, dass Stürzenberger mit seinem Islamhass Personen aus dem extrem rechten (Identitäre, „Wutbürger“, Rassist*innen) und neonazistischen Spektrum (NPD, Die Rechte) anzieht. mehr…


Donnerstag 29.08.19, 08:02 Uhr

Klimakrise – Stoff zum Nachdenken

Fridays For Future schreibt: »Wir sind immer noch da! Am Freitag den 30.08. begrüßt Fridays For Future das neue Schuljahr mit Kritik an der Textilindustrie. Los geht’s um 14.00 Uhr an der Goethe Schule. Um ca 14.20 Uhr ziehen wir an der Hildegardschule vorbei zum Boulevard. Anlässlich des dort stattfindenden Stoffmarktes halten wir da unsere Abschlusskundgebung. Für den kapitalistischen Massenkonsum von Textilien werden Mensch und Natur systematisch ausgebeutet. So werden beispielsweise enorme Mengen an Wasser für den Anbau von Baumwolle verbraucht, Chemikalien belasten die lokalen Ökosysteme und oft schuften Arbeitskräfte für einen Hungerlohn unter unmenschlichen Bedingungen. mehr…


Donnerstag 29.08.19, 07:10 Uhr

Gedenken an Betti Hartmann

Das Kuratorium Stelen der Erinnerung e.V. gedachte gestern in einem würdigen Rahmen des jüngsten Wattenscheider Opfers des Holocausts, Betti Hartmann. Sie wurde im Alter von nur 15 Jahren am 31. August 1942 in Auschwitz von den deutschen Faschisten ermordet. Nach der Begrüßung durch Felix Oekentorp, dem Vorsitzenden von Stelen der Erinnerung, wurde ein Blumengebinde am Betti Hartmann- Platz angebracht. Es folgte ein Redebeitrag von Christoph Nitsch, dem stellvertretenden Vorsitzenden, der die Deportationen der jüdischen Bevölkerung im besetzten Belgien schilderte. Auch Betti Hartmann und ihr Vater Mendel wurden vom flämischen Mechelen aus nach Auschwitz verschleppt und dort ermordet. Nach einer Gedenkminute für Betti Hartmann und die Opfer der faschistischen Gewaltherrschaft, gab Felix Lipski, der Vorsitzende des Clubs Stern der Holocaustüberlebenden, in eindringlichen Worten das Schicksal der Familie Hartmann von der Zeit der Verfolgung bis in die Gegenwart, wieder. An der Gedenkveranstaltung nahmen neben Mitgliedern der jüdischen Gemeinde auch Bezirksbürgermeister Manfred Molszich (SPD) und Klaus- Peter Hülder (UWG) teil.


Mittwoch 28.08.19, 11:56 Uhr

Bürger*innenversammlung zum Freibad Werne – hinkommen und mitreden!

Das Freibad Bochum Werne liegt momentan im Dornröschenschlaf. Seit der völlig überraschenden Schließung zur Freibadsaison dieses Jahres wird es nicht ruhig um das schöne Freibad mit der 75m-Bahn: Aus einer Online-Petition zur Wiedereröffnung des Bades haben sich die Freibad_Fans Bochum Werne gegründet, die eine echte Bürger*innenbeteiligung bei den Sanierungsplänen fordern. Jetzt gibt es eine Chance: Am Montag, dem 09.09., laden Wasserwelten Bochum, die die Bochumer Bäder betreiben, zu einer Veranstaltung um 17 Uhr im Erich-Brühmann-Haus, Kreyenfeldstr. 32, in Bochum-Werne ein. mehr…


Mittwoch 28.08.19, 11:45 Uhr
Selbsthilfetag des Landesverbandes der Psychiatrie-Erfahrenen NRW

Freiheit durch Selbsthilfe!

Am Samstag, den 31.9.  findet der jährliche Selbsthilfetag des Landesverbandes der Psychiatrie-Erfahrenen NRW im Ottillie-Schoenwald-Kolleg, Wittenerstr. 61 statt. Dieses Jahr lautet das Motto: „Freiheit durch Selbsthilfe!“ Vormittags wird es Vorträge zum Thema ´Freiheit durch Selbsthilfe´ und zu ´radikaler Selbsthilfe´ geben. Nach der Mittagspause finden Arbeitsgruppen zu den Themen: ´Freiheit durch Selbsthilfe´, ´Radikale Selbsthilfe´, ´die Patientenverfügung für die Psychiatrie´, ´Junge Psychiatrie-Erfahrene tauschen sich aus´, ´das Persönliche Budget´, ´Selbsthilfe vor Ort´ und ´die Anlaufstelle Bochum stellt sich vor´ statt. Nach einer Pause gibt es Rückmeldungen aus den Workshophs. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Das Programm der Tagung als PDF.


Dienstag 27.08.19, 20:26 Uhr

Vernetzungstreffen für den globalen Klimastreik am 20. 9.

Am morgigen Mittwoch, den 28. 8. findet um 18 Uhr im Bahnhof Langendreer das nächste Vernetzungstreffen für den globalen Klimastreik am 20. September statt. Fridays for Future schreibt: »Am 20.09.2019 finden weltweit Demonstrationen für ein sofortiges Handeln gegen den Klimawandel statt. Auch wir als FFF Bochum organisieren ein großes Bündnis aus Vereinen, Verbänden und Bewegungen, die unser Ziel unterstützen, die Regierungen zum Handeln zu bewegen. mehr…


Dienstag 27.08.19, 17:18 Uhr

NGG startet Gastgewerbe-Kampagne #fairdient

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) schreibt: »Rund 5,7 Millionen Arbeitsstunden haben die Beschäftigten im vergangenen Jahr in Bochum zusätzlich geleistet. Davon 3 Millionen Überstunden zum Nulltarif – ohne Bezahlung. Das geht aus dem „Überstunden-Monitor“ hervor, den das Pestel-Institut im Auftrag der NGG erstellt hat. Danach haben alle Beschäftigten den Bochumer Unternehmen 76 Millionen Euro „geschenkt“. Allein in Hotels und Gaststätten leisteten die Beschäftigten hier im vergangenen Jahr rund 129.000 Überstunden. mehr…


Dienstag 27.08.19, 16:34 Uhr

Bergschäden & Freibad Werne

Die Soziale Liste schreibt; »Bei der Begründung zur Schließung des Freibades Werne sowie der Argumentation für den Neubau von Einrichtungen des Bades wurden auch Bergschäden angegeben. Bisher ist nach Kenntnis der Sozialen Liste keine Information über mögliche Bergschäden in dem Gebiet erfolgt. Auch Informationen über die Lage der möglichen Schäden und Gefahren für die an das Freibad grenzende Wohnbebauung erfolgten bisher nicht. Die Altlastenkarte des Umwelt- und Grünflächenamtes enthält für die unmittelbare Nähe des Freibades keinen Eintrag. Außerdem stellt Ratsmitglied Günter Gleising von der Soziale Liste fest, dass es nach historischen Unterlagen in dem Gebiet keinen oberflächennahen Stollenbergbau wie im südlichen Langendreer und in Kornharpen gegeben hat. mehr…


Montag 26.08.19, 20:37 Uhr

Keine rechte Bürgerwehr in Herne!

Antifas aus Bochum rufen dazu auf, am morgigen Dienstag, den 27. 8. gemeinsam nach Herne zu fahren, um einer von Nazis initiierten „Bürgerwehr“ entgegen zu treten: »Seit einiger Zeit versucht sich auch in Herne, eine rechte Bürgerwehr aus selbsternannten „besorgten Bürger*innen“ zu etablieren. Die ersten beiden Male trafen sie sich an der Kreuzkirche und liefen von dort aus zum Herner Bahnhof. Bei ihrem sogenannten Spaziergang wollen sie für Ordnung und Sicherheit sorgen. Dabei löste der Mob bei den meisten Besucher*innen der Herner Innenstadt ein Gefühl des Unwohlseins aus, wie die WAZ berichtete. mehr…