Die LINKE hat eine Anfrage an die Verwaltung gerichtet, um Informationen zur Überstundensituation im Ordnungsamt zu bekommen. Sie schreibt dazu: »Der aufgelaufene Berg an geleisteter Mehrarbeit auf den Arbeitszeitkonten der Beschäftigten des Bochumer Ordnungsamts hat sich im vergangenen Jahr um fast 70 Prozent erhöht. Das ist das Ergebnis einer Anfrage der Linksfraktion.
Die Radwende nimmt den geplanten Umbau der Königsallee zum Anlass, noch einmal eine radfreundliche Lösung einzufordern. Sie schreibt in ihrer heutigen Mitteilung: »Am Donnerstag (22.April) steht im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur der Beschluss über eine Grundsatzentscheidung zum ersten Teilstück der Königsallee an. Dieser sieht die durchgehende Einrichtung eines 2 Meter breiten Radstreifens zwischen Arnikastraße und Wohlfahrtstraße vor. Leider wird laut aktueller Vorlage ein 250 Meter langes teiweise enges Teilstück zusammen mit dem Fußweg verlaufen. Radwende befürchtet erhebliche Konflikte zwischen Fußgänger*innen und Radfahrer*innen und fordert daher eine Lösung, die auch für diesen Bereich eine Unterbrechung des Radstreifen verhindert.
Angesichts voller Auftragsbücher fordert die IG Bau für die 3200 Beschäftigten einen Lohnplus und eine Wegezeit-Entschädigung: »Die rund 3.200 Bau-Beschäftigten in Bochum sollen mehr Geld bekommen: In der anstehenden Tarifrunde für die Branche fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ein Lohn-Plus von 5,3 Prozent.
Auf dieser Seite wurde schon mehrfach über das Versammlungs (Verhinderungs) Gesetz der Landesregierung berichtet. Im Rahmen der Aktivitäten gegen die Pläne zur Einführung dieses Gesetzes organisieren attac Bochum & NRW eine weitere – online – Veranstaltung. Diese wird am kommenden Montag, den 26.4. um 19 Uhr stattfinden. Anmeldungen bei attac. In der Ankündigung dazu heißt es: »Die NRW-Landesregierung plant einen massiven Angriff auf das Demonstrations- und Versammlungsrecht. Am 6.5.2021 findet die 1.Lesung des geplanten Versammlungsgesetzes in Düsseldorf statt. Jasper Prigge wird uns das Gesetz erläutern.
Der Fachschaftsrat Sozialwissenschaft der Ruhr-Uni lädt im Rahmen der Kritischen Woche am Montag, den 26. April um 19 Uhr zu eine Online-Veranstaltung ein zum Thema „Behind red lights – Eine Prostitutions-Aussteigerin berichtet über Ursachen, Folgen, Mythen und das Nordische Modell“: »Deutschland gilt mit seiner liberalen Prostitutionsgesetzgebung heute als das „Bordell Europas“, in dem in Folge Menschenhandel und Ausbeutung florieren. Daher werden Stimmen lauter, die das sogenannte Nordische Modell fordern. Doch Prostitutionsbefürworter:innen sehen in diesem Modell die Selbstbestimmung der freiwillig in der Prostitution tätigen Menschen in Gefahr. Aber ist dies wirklich so? Und was bedeutet es für die Mehrzahl der Betroffenen und für die Gesellschaft, wenn Freiertum normalisiert ist und sexuelle Handlungen als Dienstleistung deklariert werden?
Dieses Jahr jährt sich zum 35. Mal die Räumung des Heusnerviertels. Aus diesem Anlass hat sich ein Initiator*innen-Kreis gebildet, der ein Zusammentreffen der Ex-Heusner*innen organisieren wird. Deren Aufruf: »Liebe Ex-Heusner:innen, im November ist es 35 Jahre her, dass die letzte große Räumung im Heusnerviertel stattfand.
Wir – Heiko, Ingrid, Wolfgang und Jutta – finden, das ist Grund genug, um sich nach so vielen Jahren wieder einmal zu treffen. Mit Sicherheit sind wir nicht die einzigen, die in den vergangenen Jahren auch mal gesagt oder gedacht haben, man müsse doch mal was zum Heusnerviertel machen. Nun haben wir beschlossen Nägel mit Köpfen zu machen:
Ralf Feldmann – Richter am Amtsgericht Bochum a.D. – hat eine Petition an den Petitionsausschuss des Landtages gerichtet, um zu verhindern, dass Andreas Heusch Nachfolger der derzeitigen Präsidentin des Landesverfassungsgerichtshofes wird. Er schreibt dazu: »Ricarda Brandts, Präsidentin des Landesverfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts tritt am 31.Mai in den Ruhestand. Bereits am 28.April – die endgültige Tagesordnung der Sitzung steht noch nicht fest – soll der Landtag auf Antrag der Landesregierung einen Nachfolger als Präsidenten des Landesverfassungsgerichts wählen: dessen Vizepräsidenten und Präsidenten des Verwaltungsgerichts Düsseldorf, Prof. Dr. Andreas Heusch. Damit wäre praktisch auch eine Vorentscheidung für das OVG Münster gefallen.
Heusch stellt religiöses Bekenntnis über die Verfassung. Seit mehr als 10 Jahren ist er für einen gezielten, in der Justiz beispiellosen Affront gegen fundamentale Prinzipien des Grundgesetzes und gegen das Bundesverfassungsgericht verantwortlich.
Die Kritischen Wochen, ausgerichtet vom Fachschaftsrat Sozialwissenschaft der Ruhr-Uni starten in diesem Jahr am Montag. den 26. April um 16 Uhr mit einem Queerfeministischen Stadtrundgang. Organisiert wird das Ganze von „Stadt für Alle„. Ob es an der Glocke vor dem Rathaus losgeht oder Pandemie bedingt alternativ auf Zoom laufen muss, steht noch nicht fest. Die Veranstaltungsbeschreibung: »Das Netzwerk Stadt für Alle fordert eine Stadt, in der es Platz für alle Lebensentwürfe gibt. In der alle Menschen an der Infrastruktur der Stadt teilhaben können. Die Stadtplanung und Architektur von heute orientiert sich immer noch überwiegend am Modell Kleinfamilie. In der Regel werden Städte von weißen, vollzeitbeschäftigten Männern geplant. Eine Planung für andere Wohn- und Lebensformen findet darum selten statt.
5 Jahre Ölausgabe in Bochum – 5 χρόνια Λάδι Αλληλεγγύης στο Μπόχουμ (Ελληνικοί/Γερμανικοί υπότιτλοι)
Letztes Wochenende veranstaltete die „Öl-Connection Ruhr“ erfolgreich ihre 5. Ölausgabe: »7.800 Liter Olivenöl: Fair und solidarisch.« Gestern hat die Initiative Hellas-Solidarität Bochum ein Video veröffentlicht, das eine Revue der letzten 5 Jahre passieren lässt: »In diesem Video kommen alle Akteur*innen zu Wort: Produzent*innen und Konsument*innen des Olivenöls, die Bochumer Initiative und die vielen Unterstützer*innen des Projekts. Bilder aus der Anbauregion auf dem Peloponnes und von der Ölausgabe in Bochum runden den Film ab. (9 Minuten Deutsch/ Griechisch mit deutschen und griechischen Untertiteln).«
Das Bochumer Komitee „Gesunde Krankenhäuser in NRW – für ALLE“ versammelte sich am vergangenen Donnerstag Mittag bei Schichtwechsel vor dem Knappschaftskrankenhaus Langendreer, um dort Unterschriften für die entsprechende Volksinitiative zu sammeln. Zuvor hatten Beschäftigte im Krankenhaus selbst bereits kräftig geworben und dort schon Unterschriften gesammelt. Die Initiative berichtet über die Aktion: »„Das war eine gelungene Aktion! Wir haben uns heute gegenseitig unterstützt, die Beschäftigten im Knappschaftskrankenhaus und wir, die Unterschriften gesammelt haben und offensiv für eine bessere Situation der Beschäftigten eintreten. Die Beschäftigten haben uns noch einmal die Wichtigkeit der Kampagne für einen strukturellen Wechsel der Gesundheitspolitik erläutert.“ Das war die spontane Reaktion von Jochen Beyer nach der Unterschriften Aktion auf dem Gelände des Knappschaftskrankenhauses Langendreer. Jochen Beyer ist Mitglied und Aktivist bei ver.di und war selbst jahrelang Personalrat an der Ruhr Universität Bochum.
Die Bochumer Ortsgruppe von Fridays for Future schreibt: »Es wird kontinuierlich in der Presse über schmelzende Gletscher, abbrennende Wälder, aussterbende Arten und einen ansteigenden Meeresspiegel berichtet. Währenddessen werden die fossile Energie- und Automobilindustrie noch immer im großen Stile steuerlich subventioniert. Die Klimakrise ist in vollem Gange, so dass wir uns ungebremst auf Szenarien weit über 1,5 Grad hinaus zubewegen. Während die Corona-Pandemie die Berichterstattung dominiert, fallen Parteien und Unternehmen im Bereich des Klima- und Artenschutzes primär mit nur scheinbarer Nachhaltigkeit auf.
„Medizinstudierenden in sozialer Verantwortung“ laden am Mittwoch, den 21. 4. um 18 Uhr im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Gesundheit und Geschlechtervielfalt“ zu einem Online-Vortrag zum Thema „Trans*Gesundheit“ ein: »Die Veranstaltung gibt einen Überblick über den Bereich der Gesundheitsversorgung von trans*Menschen. Zudem werden grundlegende Begrifflichkeiten zu trans* erläutert, wodurch sich diese Veranstaltung auch für Einsteiger*innen eignet. Neben einer Erläuterung sozialer, psychologischer und medizinischer Aspekte des Gesundheitssystems hinsichtlich trans* wird auch über kritische Aspekte diskutiert. Zudem werden praktische Hinweise für Menschen in Gesundheitsberufen gegeben. Referentin ist Nova Gockeln von sunrise Dortmund.« Anmeldung bei: sozmed-ruhr@posteo.de
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen lädt die Initiative Frauenkampftag Bochum am 24. 4. um 16 Uhr zu einer Online-Veranstaltung ein. Gezeigt wird der Film „Dalit Defenders – Vereint im Kampf um Würde und Gerechtigkeit“. Anschließend findet ein Nachgespräch mit Manjula Pradeep statt. Die Veranstaltungsankündigung: »Als sogenannte Unberührbare stehen Dalits außerhalb des Kastensystems. Dalit-Frauen stehen in dieser Hierarchie ganz unten. Das Bild des frei verfügbaren Körpers einer Dalit-Frau ist in den ländlichen Gebieten weit verbreitet. Der Kampf von Aktivist:innen wie Manjula Pradeep macht Mut.
Am Mittwoch, den 21. 4. lädt der Bahnhof Langendreer um 19 Uhr zu einem Online-Vortrag und -Diskussion zum Thema „Abtreibungsverbot in Polen“ ein: »Die Abtreibungsdebatte hat in Polen eine lange Tradition. Im Jahr 2016 wurde eine Verschärfung des Abtreibungsgesetzes durch den „Schwarzen Protest“ (Czarny Protest) und Online-Aktivitäten verhindert. 2020 entfachte die Einmischung der Kirche zusammen mit der rechtskonservativen Regierungspartei PiS die Debatte erneut und löste eine neue Protestwelle der Frauen gegen die Justiz, den Staat und die Kirche aus. In der Online-Veranstaltung gibt Monika Barwinska-Moll einen kurzen historischen Einblick in die Geschichte der polnischen Frauenbewegung und erläutert kulturelle, soziale und politische Faktoren, die in der Abtreibungsdebatte eine bedeutsame Rolle spielen. Anschließend veranschaulicht sie die letzten fünf Jahre und ihre Resonanz in der Frauenbewegung in Polen.
In der Programmvorschau der feministischen Aktionswochen war bereits angekündigt worden:“Wir FLINT Personen holen uns in einer ausgelassenen, kraftvollen und solidarischen Aktion die Nacht zurück!“ Das Motto „Take back the Night“. Das Netzwerk „Stadt für alle“ teilt jetzt Einzelheiten mit: »Wann?: 24.04., ab 20.35 Uhr. Wo?: in der ganzen Bochumer Innenstadt; wir haben zusätzlich 3 Anlaufstationen (den Parkplatz an der Herrmannshöhe (am Sprühtunnel), im Bermudadreieck (Konrad- Adenauer- Platz vor dem Mandragoora), Hans- Schalla- Platz am Schauspielhaus.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu den immissionsrechtlichen Bedenken der Bezirksregierung Arnsberg gegen eine Bebauung „Am Ruhrort“: »Im Januar 2021 musste die Verwaltung ihre Vorlage für einen Satzungsbeschluss zu einem Bebauungsplan „Am Ruhrort“ zurückziehen, weil die Bezirksregierung Arnsberg erhebliche immissionsschutzrechtliche Bedenken angemeldet hatte.
„Deutschlands größter Mietpreistreiber Vonovia will Nägel mit Köpfen machen“ erklärt die Bochumer Linke und schreibt weiter: »Am Freitag, den 16. April treffen sich die Aktionärinnen und Aktionäre des in Bochum ansässigen Wohnungskonzerns zur virtuellen Hauptversammlung. Dort wollen sie beschließen, ihre Dividenden-Ausschüttungen schon wieder zu erhöhen – im siebten Jahr in Folge. Amid Rabieh, Sprecher der Bochumer Linken, nennt das „unanständig und unverantwortlich“. Er fordert eine stärkere Regulierung des Wohnungsmarkts inklusive bundesweitem Mietendeckel, eine Stärkung der Mieterinnen- und Mieterrechte und eine Überführung der Vonovia-Wohnungsbestände in öffentliches Eigentum.
Die Initiative Omas gegen Rechts wirbt am 24. April ab 12.00 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz mit einer Auftaktveranstaltung für die „Rettungskette für Menschenrechte“: »Mit dieser Veranstaltung wollen wir darauf aufmerksam machen, dass am 18.September 2021 eine Rettungskette für Menschenrechte organisiert wird, die von der Nordsee bis zum Mittelmeer reichen soll. Immer noch werden Seenotretter*innen daran gehindert, auszulaufen und die Geretteten in einen sicheren Hafen zu bringen. Es finden illegale Push-Backs statt, indem von der libyschen Küstenwache immer wieder Menschen in ihren Booten gezwungen werden, nach Libyen zurückzufahren.
Theater Traumbaum zu den diesjährigen Anne Frank Wochen: »Das Theater Traumbaum veranstaltet alljährlich im Rahmen der Anne Frank Kultur Wochen Kinder- & Jugendtheatervorstellungen und freut sich darüber, dass diese in diesem Jahr eingebunden sind: „in das bundesweite Festjahr #2021JLID, das der Verein „321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ in Köln organisiert und das aus Mitteln des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert wird. „Wir freuen uns sehr über den Beitrag des Kinder- und Jugendtheaters Traumbaum“, würdigt Andrei Kovacs, der leitende Kölner Geschäftsführer den Beitrag aus Bochum als „Bereicherung des Festjahres“.
Am Donnerstag 15. April. – 12 -14 Uhr vor dem Knappschaftskrankenhaus, Bochum-Langendreer, In der Schornau 23-25 sammelt die „Volksinitative gesunde Krankenhäuser in NRW – für ALLE !“ Unterschriften, um im Landtag eine öffentliche Diskussion ihrer Ziele und Forderungen zu erreichen. Die Pressemitteilung hier im Wortlaut :
Nach der Wahl von Sahra Wagenknecht zur Spitzenkandidatin der Landesliste-NRW zur Bundestagswahl gibt es zahlreiche Reaktionen – siehe auch die Kommentare zu unserem Beitrag Sevim Dagdelen auf aussichtsreichem Listenplatz. Diese Wahl hat eine heftige innerparteiliche Diskussion ausgelöst – verstärkt noch durch das Bekanntwerden von Inhalten aus dem neuen Buch der Spitzenkandidatin. Ralf Feldmann, ehemaliges Ratsmitglied der Linken, bezeichnet die Wahl von Sahra Wagenknecht als Mühlstein am Hals der LINKEN. Zu seiner Stellungnahme
Übergabe von rund 200 Liter Olivenöl an die Bochumer Tafel, die von den Mitbesteller:innen gespendet wurden.
Am vergangenen Wochenende fand wieder die jährliche Ausgabe griechischen Olivenöls statt. Im fünften Jahr ihres Olivenölprojekts „Öl-Connection Ruhr“ zieht die Initiative Hellas-Solidarität Bochum eine positive Bilanz. Seit 2017 ist es den Mitgliedern der Initiative gelungen, insgesamt rund 20.000 Liter qualitativ hochwertiges Olivenöl nachhaltig vom Südpeloponnes nach Bochum zu bringen, davon in diesem Jahr rund 7.800 Liter. Mittlerweile bestellen bei der „Öl-Connection Ruhr“ mehr als 700 Bochumerinnen jährlich ihr Olivenöl, das von der Erzeugerkooperative „Messinis Gäa“ aus dem griechischen Dorf Daras kommt. Die Bauern erhalten von den Bochumerinnen das Doppelte vom üblichen Marktpreis, was sie in die Lage versetzt, faire Löhne zu zahlen und nachhaltig zu wirtschaften.
Die Integrationsagentur ZIVA – Zusammen für Integration und Vielfalt, gegen Antisemitismus der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen K.d.ö.R. lädt für den 20.5. 2021 , 17 Uhr .zur Autorinnenlesung ein. Aus der Pressemitteilung: »Bochum 1938: Liselotte, Leon, Minna und Hildegard sind eng befreundet. Nichts kann die Verknöpften, die mit Freundschafts-Armbändern verbunden sind, trennen. Doch in der Zeit vor dem Krieg ist nichts, wie es war. Von Woche zu Woche verändert sich das Leben von Liselotte und den anderen immer mehr. …Was Andrea Behnke, Autorin und Schriftstellerin aus Bochum, in ihrem Roman „Die Verknöpften“ geschrieben hat, ist eine berührende Geschichte für Kinder und Jugendliche. Doch nicht alles, was dort geschrieben steht, ist der Fantasie der Autorin entsprungen: Fräulein Hirschberg liegt ein reales Vorbild zugrunde, die Bochumer Lehrerin Else Hirsch. Und auch die Zeit des Nationalsozialismus mit seinem grassierenden Antisemitismus ist, so wissen wir es alle, wahr. Auch vor Bochum machte diese Zeit nicht Halt, sehr zum Leidwesen von fast 600 Bochumer Jüdinnen und Juden.
Die Linkspartei hat am Wochenende ihre Landesliste für die Bundestagswahl aufgestellt. Sevim Dagdelen wurde erneut auf Platz 3 gewählt. Christian Leye, der ehemalige Sprecher des Bochumer Kreisverbandes und jetzige Landesprecher Der Linken kandidierte für den Kreisverband Duisburg und kam auf Platz 6. Mehriban Özdogan, Bochumer Ratsmitglied der Linken erhielt Platz 17 und Felix Oekentorp, der sich für den Wahlkreis Bochum/Herne bewirbt, kam auf Platz 20. Die Bochumer Linke schreibt dazu: „Wir alle freuen uns sehr, dass Sevim Dadgelen als unsere Bundestagsabgeordnete und Direktkandidatin im Wahlkreis Bochum I erneut auf den aussichtsreichen Listenplatz 3 für die Bundestagswahl gewählt wurde. mehr…
Die Stadtgestalter schreiben: »Bis spätestens zum 31.12.20 sollte das “Zukunftskonzept“ für die Bochumer Schwimmbäder dem Stadtrat vorgelegt werden (Vorlage 10171235/1). So hatte es der Rat 2017 beschlossen. Nichts liegt vor. Die Bäder verrotten weiter. Die Zukunft der Bäder ist weiter ungewiss. Es darf spekuliert werden, welches Bochumer Bad muss wegen technischem Defekt als nächstes für immer schließen. Das fehlende Bäderkonzept in Bochum ist leider ein weiteres Beispiel dafür, dass sich die mit entsprechenden Aufgaben betrauten städtischen Ämter und Unternehmen immer wieder über eindeutige Vorgaben des Rates hinwegsetzen. Gleiches ist zuletzt beim Radverkehrskonzept und der Digitalisierung der Schulen geschehen.« Der vollständige Beitrag: Bochumer Bäder – Stadt steht vor Trümmerhaufen
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen Bochum findet am Freitag, den 16. April von 16.-20 Uhr ein interdisziplinärer Austausch im Rahmen einer kritischen Forschung im Bereich Humangeography mit Mina Mahmoudian. Es geht um das Thema: Was bedeutet ,Safe Space‘? und (wie) lässt sich ein ,Safe Space‘ erzeugen? In der Ankündigung heißt es: »Die Pandemie ist ein geeigneter Moment, um die Strukturen in Organisationen und der Arbeitswelt, in verschiedenen Räumen, Beziehungen und generell neu zu denken (oder auch zu überdenken). Wir haben jetzt die Zeit uns Strukturen bewusster anzuschauen, zu analysieren und vielleicht auch zu dekonstruieren und zu rekonstruieren.
Am Donnerstag, den 15. April findet vor dem Knappschafts-Krankenhaus in Langendreer zwischen 12 und 14 Uhr eine Informations- und Unterschriftensammel-Aktion der Volksinitiative „Gesunde Krankenhäuser in NRW für alle“ statt. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass die Arbeit der Krankenhäuser nicht weiter maßgeblich durch die Rendite-Erwartungen der Krankenhaus-Gesellschaften bestimmt werden. Die Gesundheitsversorgung soll an den Bedarfen der Patient*innen und an guter Qualität orientiert sein und daher wieder eine Aufgabe der Daseinsvorsorge werden.
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen Bochum lädt der Vulva*stammtisch Bochum am Sonntag, den 18. April um 17 Uhr ein per Zoom zu Input + Diskussion + kreativ werden zum Thema „(Un-)sichtbare Menstruation – bloody business and activism“: »Etwa 30 Prozent der Menstruierenden sind durch ausgeprägte Menstruationsbeschwerden in ihrem (Arbeits-)Alltag eingeschränkt. Auch beim Thema Menstruation zeigt sich – das Private ist politisch. Deshalb wollen wir uns in dieser Veranstaltung mit der Unsichtbarkeit der Menstruation im Kontext der Erwerbsarbeit beschäftigen. mehr…
Die GRÜNEN in der Bezirksvertretung Mitte erklären: »Der Appolonia-Pfaus-Park ist für viele Menschen eine grüne Oase inmitten der Bochumer Innenstadt. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie dient der Park vielen Bochumer*innen als Erholungsort.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu den aktuellen Entwicklungen um das Hallenfreibad Höntrop: »Erst ist Berthold Schmitt als Geschäftsführer der „WasserWelten Bochum GmbH“ mit seinen erst 2018 verkündeten Plänen für ein Fitness-Freizeitbad in Bochum-Werne und das als „Leuchtturmprojekt“ angekündigte neue Hallenfreibad in Wattenscheid-Höntrop gescheitert – nun musste er auch noch seinen Hut nehmen.
Während in Werne bereits der Neubau gestartet wurde, ist bis heute unklar, wie denn das Hallenfreibad im Höntroper Südpark zukünftig aussehen soll.
Bereits seit Jahren sind immer wieder Stimmen laut geworden, dass es hier an der notwendigen Information fehle.
Die Krise beim bezahlbaren Wohnraum spitzt sich weiter zu: Im Jahr 2020 ist die Zahl der mietpreisgebundenen Wohnungen in Bochum erneut um 241 Wohneinheiten gesunken. Darauf weist die Linksfraktion im Bochumer Rat hin. Insgesamt erreicht die Zahl der Sozialwohnungen damit einen neuen historischen Tiefststand von nur noch 12.472 Wohneinheiten. Im Jahr 2003 waren es noch fast 30.000. mehr…
Zur Kritik der CDU, dass die Stadtverwaltung auf Grund von Personalmangel keine Fördermittel für Infrastrukturmaßnahmen abgerufen habe, erklärt Martina Foltys-Banning, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Rat: „Auch, wenn Bochum in den letzten Jahren überproportional von Fördermitteln in der Verkehrsplanung profitiert hat, ist es in der Tat bedauerlich, dass die Verwaltung dieses Jahr keine Mittel zur Förderung der Radverkehrsinfrastruktur beantragt hat. Genauso bedauernswert ist es, dass das Personal hierfür fehlt. Qualifizierte Verkehrsplaner*innen findet man auf Grund des Fachkräftemangels auf dem Markt derzeit leider eher selten. Im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen haben wir daher festgehalten, dass in Bochum eine Infrastrukturgesellschaft gegründet werden soll, die die Möglichkeit hat, Verkehrsplaner*innen kurzfristig, bedarfsgerecht und übertariflich einzustellen. Meines Wissens arbeitet die Verwaltung derzeit fieberhaft an der Umsetzung des Vorhabens. Wir gehen daher davon aus, dass dem Rat ein Konzept zur Ausgestaltung und Gründung der Gesellschaft noch in diesem Jahr zur Beschlussfassung vorgelegt wird.“
Im Rahmen der feministischen Aktionswochen Bochum lädt das Antifa-Café Bochum am Mittwoch, den 14. 4. um 19 Uhr zu einem Vortrag – per Zoom – von Jennifer Degner über „Antifeminismus in der Männerrechtsszene“ ein: »Emanzipatorische Bestrebungen sind seit jeher mit reaktionären Gegenbewegungen konfrontiert. So gab und gibt es seit Beginn der Frauenbewegung auch antifeministische Akteur*innen. Die Geschichte des organisierten Antifeminismus reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Antifeminismus ist damit ein modernes, wandelbares Phänomen mit diversen Akteur*innen, die vom rechten Rand bis zur bürgerlichen „Mitte“ der Gesellschaft zu verorten sind.
Das Bündnis Radwende Bochum schreibt: »Mit dem zunehmenden Radverkehr in Bochum nehmen die Konflikte zwischen Radler*innen und Fußgänger*innen zu. Zuletzt wurden dabei zwei Radfahrer*innen schwer verletzt. Fußgänger*innen beschweren sich zunehmend über Radfahrer*innen auf gemeinsamen Geh- und Radwegen oder reine Gehwegen. Diese hingegen fühlen sich auf Straßen unsicher und verdrängt. Sie werden zu eng überholt (1,50 Meter Mindestabstand müssen innerhalb geschlossener Ortschaften eingehalten werden, außerhalb sogar zwei Meter) oder von Autofahrer*innen gar geschnitten. Radstreifen sind häufig zugeparkt. Aus Sicht der Radwende lenken gegenseitige Vorwürfe von verschiedenen Verkehrsteilnehmer*innen aber von dem eigentlichen Problem ab. Die Wenigsten sind bewusst rücksichtslos. Das Problem sind nicht die Menschen sondern die mangelhafte Verkehrsinfrastruktur.
Die Rechtsschutzexpert:innen der IG BAU Bochum-Dortmund waren im vergangenen Jahr stark gefragt. Insgesamt 2.600 Mal kamen die Berater:innen nach Angaben der Gewerkschaft in der Region zum Einsatz. „Vom Verdienstausfall durch Kurzarbeit über fehlende Atemschutzmasken im Job bis hin zu Problemen bei der Kinderbetreuung – Corona hatte zahlreiche Rechtsstreitigkeiten auch in Bochum zur Folge“, so die Bezirksvorsitzende Gabriele Henter.