Archiv für den Monat: Februar 2014


Mittwoch 19.02.14, 13:47 Uhr

Von Moltke als Namensgeber
gänzlich ungeeignet
1

Die Soziale Liste im Rat unterstützt die Aktivitäten gegen die Benennung des Delikatessenmarktes auf dem Springerplatz in Moltkemarkt. In einer Erklärung heißt es: »Ob gewollt oder ungewollt wird mit dieser Namensgebung der Wille des Rates der Stadt Bochum aus dem Jahre 1947 konterkariert. Der Rat hatte damals beschlossen den Moltkemarkt nach dem von den Nazis ermordeten ehemaligen Stadtverordneten und Widerstandskämpfer Karl Springer (KPD) zu benennen. Ein Rückgriff auf den Namen Moltke zur Namensgebung für den Delikatessenmarkt empfinden wir als eine Nichtrespektierung des politischen Willens des Rates der Stadt Bochum. mehr…


Mittwoch 19.02.14, 11:33 Uhr

Es fehlen Gesamtschulplätze in Bochum

Die Linke im Rat plädiert für „die auslaufende Schließung der Hauptschulen und zwei weitere Gesamtschulen in Bochum“ und schreibt in einer Stellungnahme: »Die Gymnasien und die Gesamtschulen sind die Favoriten bei den Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen. Die Aufnahmekapazität der Gymnasien reicht insgesamt aus. Dagegen mussten die Gesamtschulen wiederum Kinder abweisen. Das gab die Stadt Bochum jetzt zu den neuesten Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr bekannt.
„Wieder einmal kann die Stadt wichtige Wünsche bei den Schulanmeldungen nicht erfüllen“, ärgert sich Ralf Feldmann, Ratsmitglied der Linken im Schulausschuss: “Bochums Eltern wollen mit ungebrochener Tendenz die Gesamtschule als integrative Schule für alle, in denen Kinder möglichst lange gemeinsam lernen und alle Schulabschlüsse erreichen können. mehr…


Mittwoch 19.02.14, 10:24 Uhr
Auch Mini-JobberInnen, LeiharbeiterInnen und Azubis dürfen wählen

Am 1. März starten Betriebsratswahlen

Wenn am 1. März in den Firmen in Bochum die Betriebsratswahlen starten, gilt das ausdrücklich auch für geringfügig Beschäftigte. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. „Mini-Jobber in Bäckereien, Restaurants oder Hotels haben bei Wahlen in ihren Betrieben das gleiche Stimmrecht wie Vollzeitbeschäftigte. Übrigens genauso wie Azubis über 18 Jahre und Leiharbeiternehmer, die für mindestens drei Monate in der Firma eingesetzt sind“, stellt Yvonne Sachtje klar. Die Geschäftsführerin der NGG-Region Ruhrgebiet will bei den Beschäftigten der Lebensmittel- und Gastro-Branche in Bochum die „Wahllust“ wecken: „Man kann vier Jahre einen tiefen Diener machen und alles abnicken. Oder eben einmal zur Wahl gehen. Dieses Kreuz lohnt sich.“ Deshalb sollten die Belegschaften aller Unternehmen in Bochum mit fünf und mehr Mitarbeitern die Chance nutzen, einen Betriebsrat auf die Beine zu stellen. Betriebsratswahlen seien keine „Good-Will-Veranstaltung“ des Chefs, sondern das gute Recht der Beschäftigten. mehr…


Dienstag 18.02.14, 16:01 Uhr

Exzenterhaus halb leer 1

Die Soziale Liste schreibt: »In dem in der Bevölkerung umstrittenen Exzenterhaus stehen nach wie vor über die Hälfte der Stockwerke unvermietet leer. Das geht aus einer Mitteilung der Verwaltung zu einer Anfrage der Sozialen Liste hervor. Der Betreiber, die Exzenterhaus GmbH, hatte noch Mitte des vergangenen Jahres erklärt, dass zum Jahreswechsel 2013/2014 das Haus komplett vermietet ist. Die Schwierigkeiten, Mieter_innen für das Exzenterhaus zu gewinnen, sollen, wie es in der Mitteilung der Verwaltung jetzt heißt, „in dem starken Wettbewerb“ zu anderen Nachbarstädten liegen. mehr…


Dienstag 18.02.14, 09:02 Uhr
Wie viel Kultur können wir uns noch leisten?

WDR-Diskussion im Schauspielhaus

Der WDR lädt heute Abend um 19.30 Uhr zu einem Stadtgespräch ins Schauspielhaus Bochum ein. Das Thema lautet: „Wie viel Kultur können wir uns noch leisten?“ In der Einladung heißt es: »Das Ruhrgebiet gilt als eine der größten Kulturmetropolen der Welt – Schauspielhäuser, Konzertsäle, Veranstaltungshallen und Museen gibt es viele. Jede Stadt in dem Ballungsraum mit über 5 Millionen Einwohnern verwaltet ihr eigenes Kulturangebot. Hinzu kommt eine große freie Kulturszene und zahlreiche kommerzielle Angebote. Doch wie viel Kultur können und wollen wir uns in Zeiten verschuldeter Kommunen eigentlich noch leisten? Was ist Grundversorgung und was ist Luxus? mehr…


Montag 17.02.14, 14:42 Uhr
Die Moltkedebatte wird unsachlich und unfair

Die WAZ wirbt für den Moltkemarkt 2

Die Bochumer WAZ wartet heute mit einem Kuriosum auf: Sie widmet der Debatte um den Namen des Feierabendmarkts auf dem Springerplatz eine ganze Seite und der Chefredakteur der Lokal-WAZ, Thomas Schmitt, ergreift heftig Position unter der Überschrift: „Überflüssige Diskussion“. Zuvor hatte die WAZ schon drei Vierspalter und etliche Leserbriefe zum Thema veröffentlicht. Erstaunlich, welchen Raum ein Chefredakteur einer seiner Ansicht nach überflüssigen Debatte widmet. Noch fragwürdiger ist der Inhalt seines heutigen Beitrages. In der Unter-Überschrift heißt es „Friedensplenum verteilt am Freitag Flugblätter auf dem Feierabendmarkt am Springerplatz. […] Veranstalter tolerieren politische Propaganda.“ Das ist schlicht weg gelogen. Es wurden keine Flugblätter verteilt. Mitglieder des Friedensplenums haben eine 6-seitige Dokumentation mit der Ratsanfrage, der Stellungnahme von Dr. Schneider, der Pressemitteilung des Friedensplenums und eines Pressespiegels ausschließlich an die Markthändler überreicht.  Im WAZ-Artikel heißt es weiter: »Hier ließ sich niemand durch Politik die Feierabendlaune verderben. Niggemann merkte indes an, dass eine solche Aktion die schöne Stimmung auf dem Markt stören würde. „Eigentlich ist politische Propaganda auf Wochenmärkten verboten. Das Friedensplenum ist zwar keine Partei, aber ein Mitglied ist neulich auch als Vertreter der Linken aufgetreten“, sagte er.« Dies ist reine Stimmungsmache. Die Markthändler haben sich durch die Übergabe der Dokumentation nicht gestört gefühlt. Fast alle haben sich für die ausführliche Information bedankt. Unerfindlich ist, wie dadurch die Laune von Kundinnen gelitten haben könnte, die gar nicht angesprochen wurden. Noch peinlicher für Thomas Schmitt ist schließlich, dass er das Online-Voting der WAZ über den Namensgebung von gestern Nachmittag veröffentlicht. Ohne sein Wissen hatte offenbar die zentrale Redaktion den Zugriff für die maschinelle Beantwortung gestoppt und ein ganz anderes Ergebnis zeigte sich. Die Kritik an der Benennung des Marktes nach einem preußischen Militaristen bekam sehr schnell die Mehrheit.


Montag 17.02.14, 13:39 Uhr

Mandela – Der lange Weg zur Freiheit

MANDELA: DER LANGE WEG ZUR FREIHEIT | Trailer german deutsch [HD]

Ab Donnerstag, den 20.02. ist im Endstation Kino der Spielfilm Mandela – Der lange Weg zur Freiheit zu sehen. Justin Chadwicks Film erzählt von den politischen Anfängen des Nelson Mandelas bis hin zum Antritt seiner Präsidentschaft in Südafrika. Er zeigt auch die Seiten des privaten Mandelas: den Liebhaber schneller Autos und schöner Frauen, den Box-Fan und Playboy, den smarten Anwalt und zugleich bewaffneten Freiheitskämpfer, der ein Viertel seines Lebens im Gefängnis verbringen musste.

Montag 17.02.14, 11:11 Uhr

Linke Bolschewismuskritik 1

Am Freitag, den 21. Februar lädt die Bochumer Geschichtswerkstatt um 19 Uhr zu einem Vortrag von Hendrik Wallat in das Soziale Zentrum ein. In der Reihe “Kritik des Staatssozialismus” geht es dieses Mal um „Linke Bolschewismuskritik“. In der Einladung heißt es: »Die Idee der Revolution und die einer sozialistischen Gesellschaft haben im Angesicht der Erfahrung mit dem einst sog. realexistierenden Sozialismus schwersten Schaden erlitten. Zu Recht, hat doch das von Lenin und seinen Nachfolgern angeführte staatssozialistische Experiment einen einzigen Trümmerhaufen hinterlassen. Der Kommunismus steht seitdem für politische Unfreiheit, ökonomische Ineffizienz und Staatsterror, dem Millionen von Menschen zum Opfer gefallen sind. mehr…


Montag 17.02.14, 08:25 Uhr

Kriege brechen nicht aus
sie werden von Menschen gemacht
2

Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg, vor 75 Jahren überfiel die deutsche Wehrmacht Polen und entfesselte den 2. Weltkrieg, vor 15 Jahren griff die NATO Jugoslawien mit einem Bombenkrieg an. So viele historische Jahrestage sollten eigentlich das Bewusstsein schärfen. Bemerkenswert ist, wie erfolgreich es die Militärpropagandisten schaffen, Leuten ins Gehirn zu greifen und sie wörtlich zu betäuben. Die ev. Stadtakademie bietet z. B. am morgigen Dienstag ein Veranstaltung mit Professor Dr. Stefan Berger an. Er ist  Vorsitzender der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets.  Der Titel der Veranstaltung: „Größenwahn, Endzeitgefühle und die dunkle Seite der Moderne. Deutschland 1914 und der Ausbruch des ersten Weltkriegs„. „Kriegsausbruch“ ist ein klassischer militaristischer Euphemismus. Er stellt Kriege als etwas quasi unvermeidliches dar und verschleiert, dass Kriege immer von Menschen gemacht werden, die damit in aller Regel niederträchtige Interessen verfolgen. Wahrscheinlich wird genau diese kritische Auseinandersetzung mit den Kriegsursachen auch Inhalt des Vortrages sein.


Montag 17.02.14, 08:21 Uhr

Ein Kardinalfehler bei der Planung

In einem offenen Brief wendet sich die Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar an die Entscheidungsträger der Stadt Bochum: »Das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt der Stadt Bochum hat einen Kardinalfehler bei der Planung des Bebauungsplangebietes am ehem. Bahnhof Weitmar begangen, der weitere Planungsfehler mit schwerwiegenden Auswirkungen nach sich zieht. Durch die Annahme, dass es sich bei dem Untergrund des städtischen Nordwald-Plateaus um eine Anschüttung handelt, die mit einem „Wald auf Zeit“ bewachsen ist, hat das Stadtplanungsamt einerseits das beschleunigte Bebauungsplanverfahren eingeleitet und andererseits mit dem Investor abgestimmt, er könne die „Anschüttung“ abtragen, um das gewonnene Material als „Recyclingprodukt“ auf den Altlastenflächen des Bahngeländes wieder einzubauen. Praktischerweise sollte so auch noch eine Fläche zur Bebauung mit 12 Luxusimmobilien „frei“ werden, die der Investor zu einem sehr günstigen Preis und ohne öffentliche Ausschreibung erhalten wird. Diese als Grundlage für den gesamten Bebauungsplan dienende Annahme ist falsch!“ Der Brief im Wortlaut.


Sonntag 16.02.14, 19:49 Uhr

Gescheitertes WAZ-Voting

Wie an dieser Stelle berichtet (1000 Stimmen für Moltke?) hat die Bochumer WAZ eine Onlineabstimmung (Voting) zur Namensgebung des Abendmarktes auf dem Springerplatz durchgeführt. Anfangs dominierten die Moltke-BefürworterInnen recht deutlich. Etliche LeserInnen hatten den Eindruck, dass die Marktbetreiber hierbei personell und/oder technisch etwas nach halfen. Nachdem das Friedensplenum darauf aufmerksam gemacht hatte, näherte sich die Stimmen pro und contra Moltke stetig an. Es war absehbar, dass der Protest gegen die Namensgebung durch den preußischen Militaristen in absehbarer Zeit die Oberhand gewinnt. Beide Seiten mobilisierten dabei erhebliche Ressourcen. Die absolute Stimmenzahl stieg rasant. Offensichtlich hatten die Verantwortlichen der WAZ schließlich den Eindruck, dass sich hier Abstimmungsroboter und nicht LeserInnen am Voting beteiligten. Die Abstimmung wurde durch ein Captcha reguliert. Dabei muss ein nicht maschinenlesbarer Buchstaben- und Zahlencode eingeben werden, bevor das Votum abgeschickt werden kann. Innerhalb weniger Stunden änderte sich das Abstimmungsergebnis vollständig. Nun dominieren die Moltke-KritikerInnen mit großem Vorsprung. Hierbei ist unklar, ob die Umkehrung des Trends durch eine Mobilisierung von LeserInnen oder durch technische Überlegenheit gelungen ist. Klar geworden ist, wie wenig aussagekräftig solche Votings sind. Sie gehören in den Bereich der LeserInnenbelustigung und nicht in den Bereich der Information.


Freitag 14.02.14, 17:32 Uhr
Grüne Ratsfraktion zum Thema "Moltkemarkt":

Positiv besetzter Name gesucht 6

Wegen der Diskussion um den Moltkemarkt hat Manfred Preuß, Sprecher der grünen Ratsfraktion, am Freitag mit dem Marktbetreiber Herwig Niggemann gesprochen. Preuß: „Herr Niggemann erklärte, dass er ungern eine eingeführte Marke verändern möchte. Gleichzeitig scheint er nicht auf dem Namen zu bestehen, falls sich eine Mehrheit für einen anderen Namen fände. Wir möchten die Bochumer Öffentlichkeit daher ermutigen, sich an der Debatte zu beteiligen und sich auch mit Vorschlägen für eine positiv besetzte Namensgebung zu Wort zu melden.“


Freitag 14.02.14, 10:12 Uhr

Gabriel erst im März bei Hellen

Die WAZ hatte gestern berichtet, dass Vize-Kanzler Gabriel heute als Redner bei einer Veranstaltung von Sascha Hellen in Bochum auftritt. Die Soziale Liste hat dies in einer Stellungnahme kritisiert. Die WAZ hat heute mitgeteilt, dass sie sich um einen Monat vertan hat. Gabriel kommt erst in vier Wochen nach Bochum. Die Soziale Liste hat sich ebenfalls für ihren Irrtum entschuldigt und schreibt: „Wir bleiben aber bei unser geäußerten Kritik.“


Donnerstag 13.02.14, 17:31 Uhr
Ver.di hat Tarifforderung für den öffentlichen Dienst beschlossen

Ziel ist eine deutliche Reallohnsteigerung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat ihre Forderung für die kommende Tarifrunde im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen beschlossen. „Unser Ziel ist eine deutliche Reallohnsteigerung,“ sagt Gudrun Müller, ver.di-Geschäftsführerin in Bochum. Die Forderung lautet: Lohnerhöhung um 100 Euro plus 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Außerdem fordert ver.di 30 Tage Urlaub sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und eine spürbare Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro. Für die Beschäftigten im Nahverkehr soll es zusätzlich eine Zulage von 70 Euro geben, um das Berufsfeld für Berufseinsteiger attraktiver zu machen. mehr…


Donnerstag 13.02.14, 17:21 Uhr

Hellen und prominente UnterstützerInnen

Update siehe: Gabriel erst im März bei Hellen

Der Sprecher der Sozialen Liste im Rat, Günter Gleising, findet es „mehr als befremdlich, dass der SPD-Politiker und Wirtschaftsminister, Sigmar Gabriel, am morgigen Freitag an einem Projekt von Sascha Hellen teilnimmt“. In einer Erklärung der Sozialen Liste heißt es: »Ausgerechnet an dem Tag, an dem Hellen wegen seiner unsauberen Geschäftsmethoden vor dem Landgericht in Bochum steht, „empfinde ich Sigmar Gabriels Teilnahme als unerträglich. Denn neben dem zu klärenden finanziellen Schaden hat Sascha Hellen und seine Veranstaltungs-GmbH der Stadt Bochum einen großen Image-Schaden zugefügt“, so Gleising. „Vielleicht hätte sich Sigmar Gabriel vorher bei Peer Steinbrück über Sascha Hellens Geschäftsmethoden informieren sollen“ so Gleising weiter. Auch die Tatsache, dass Bochums Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz über ihre Schirmherrschaft über das Projekt Herausforderung Zukunft immer noch mit Hellen verbunden ist, ist für die Soziale Liste schwer erklärlich und nicht hinnehmbar. Hellens Praktiken waren mehrfach Gegenstand von Ratssitzungen und brachten Bochum bundesweit hämische Medienkommentare ein.«


Donnerstag 13.02.14, 17:17 Uhr
Die Stadtverwaltung verweigert Antworten zu ihrem Fehlverhalten

Keine Antwort ist auch eine

Verspätet und völlig unzureichend hat gestern die Stadtverwaltung auf eine Anfrage der Linksfraktion geantwortet. Hierbei ging es um das äußerst fragwürdige Verhalten der Stadt bei der Berufsbildungsmesse. Die Linksfraktion hatte um eine Stellungnahme zu den Hausverboten und zu der Entwendung von Flugblättern gebeten, die BesucherInnen der Messe bei sich trugen. SchülerInnen, die ein Flugblatt des Friedensplenums mit in den RuhrCongress nehmen wollten, wurden gezwungen, die Flyer abzugeben. Die Verwaltung begründet ihre Maßnahme mit der Feststellung: „Die eingesammelten Flugblätter waren mit dem Original-Logo des RuhrCongress Bochum gekennzeichnet.“ In der Nachfrage der Linksfraktion heißt es dazu: „Dürften dann Prada-MitarbeiterInnen auch eigenmächtig Menschen, die ein Prada-Plagiat mit sich führen, die Handtasche entreißen?“ Die Anfrage der Linksfraktion, die Stellungnahme der Verwaltung und die Nachfrage der Linksfraktion.


Donnerstag 13.02.14, 12:41 Uhr

1000 Stimmen für Moltke? 2

Das Online-Portal der WAZ hat eine Meinungsumfrage gestartet: „Den Feierabendmarkt auf dem Springerplatz nannten die Initiatoren Moltkemarkt – nach dem preußischen Militaristen Helmuth von Moltke. Gegen die Namensgebung regt sich Widerstand. Zu Recht?“ Innerhalb kürzester Zeit wurde mehr als 1.000 Mal angeklickt „Nein, den Namen finde ich in Ordnung.“ Mehr als 500 Mal wurde dem Statement zugestimmt: „Mir ist es egal, wie der Markt heißt.“ Nur ein paar Hundert Mal wurde der Widerstand gegen den preußischen Militarismus begrüßt. Das wirft Fragen auf: Sind die LeserInnen des WAZ-Portals wirklich so schrecklich oder hat jemand schnell ein Script geschrieben, wie man die Zahlen hochtreibt? Hierfür sind schon gewisse Kenntnisse notwendig. Der entsprechende Cookie auf dem PC muss gelöscht werden, um erneut abstimmen zu können.


Donnerstag 13.02.14, 09:12 Uhr
Bericht von einer Reise nach Mali

Und samstags ist Solaranlagenwaschtag…

Am Dienstag, den 18. 2. lädt die Aktion pro Afrika um 19.30 Uhr zu einem Vortrag in den Bahnhof Langendreer ein. Dr. Elke Wiegelmann und Dr. Herbert Querfurt berichten über ihre aktuellen Eindrücke von einer Reise nach Mali. Die Aktion pro Afrika hat im letzten Jahr u. a. den Bau einer Schule und die elektrische Ausstattung eines Gesundheitspostens finanziert und zwei Container mit medizinischen Material geschickt. In der Einladung heißt es: „Hören und sehen Sie einen Bericht aus einem friedlichen Land, das um sein tägliches Überleben kämpft: Wo ein Schulbuch ein Glück ist, wo Kinder ihren Eltern Zeitungsschnibsel vorlesen, weil es sonst nichts Lesbares gibt; wo Behinderte noch ärmer dran sind als der Rest der Bevölkerung und jetzt im geplanten Zentrum in der Stadt Koutialla eine Chance auf Ausbildung und Arbeitsplatz erhalten werden , und wo der Samstag ein besonderer Tag ist, weil dann die Solaranlage gewaschen wird.“


Mittwoch 12.02.14, 17:46 Uhr
Globale Textilproduktion und die Clean Clothes Campaign

Schmutzige Kleidung

Am Dienstag, den 18. 2. um 19.00 laden Bahnhof Langendreer und Labournet Germany zu Vortrag und Diskussion mit Frauke Banse von der „Kampagne für Saubere Kleidung“ ein. Die Kampagne ist ein Netzwerk aus 20 Trägerorganisationen. Sie setzt sich international für faire Arbeitsbedingungen und einen existenzsichernden Lohn in der Textilindustrie ein. Dafür macht sie politischen Druck bei den Discountern und Textilketten, die Billigkleidung z.B. aus Bangladesh verkaufen, bei Sportartikelhersteller wie Adidas und Puma sowie bei Outdoorfirmen. mehr…


Mittwoch 12.02.14, 16:09 Uhr

Opel: Betriebsrat-Informationen

Der Betriebsrat der Bochumer Opelwerke hat heute ein Flugblatt mit Kurzinformationen veröffentlicht, in dem es u. a. heißt: »Im Zusammenhang mit der Klage am Landgericht Darmstadt hat der Rechtsanwalt des Opel-Vorstandes in einem Schreiben an den Bochumer Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel bestätigt, dass der Aufsichtsrat bisher keine Entscheidung zur Schließung des Bochumer Werkes getroffen hat. Der Rechtsanwalt des Betriebsrates und die IG Metall prüfen derzeit die neue Lage.« Weitere Themen sind u.a.: Sanierungstarifvertrag, Betriebsratswahl, Belegschaftsversammlungen und Flächenentwicklung.


Mittwoch 12.02.14, 15:51 Uhr

Das Kommunalwahlprogramm der Linken

Die Bochumer Linkspartei hat ihr Kommunalwahlprogramm veröffentlicht und erklärt dazu: »Bochum soll eine Stadt werden, die sozial gerecht, ökologisch und solidarisch ist. ‚Wir machen Druck‘. Der Titel des Kommunalwahlprogramms der Bochumer Linken macht deutlich, wofür sich Die Linke im Bochumer Rat und den Bezirksvertretungen einsetzen will. An der Seite von Gewerkschaften, Betriebsräten, Friedensbewegung, Migrantenselbstorganisationen, Flüchtlingsinitiativen und sozialen Bewegungen will sie mit frischem Wind für soziale Sicherheit und Demokratie vor Ort Druck machen gegen die etablierte Kommunalpolitik. mehr…


Mittwoch 12.02.14, 15:34 Uhr

Weihnachtsgeld im Februar

Bis Ende des Monats haben Gastronomie- und Hotel-Beschäftigte noch Zeit, vom Chef die Sonderprämie einzufordern. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. Anlass für die „Weihnachtsgeld-Initiative“: Nach Schätzungen der Gewerkschaft ist rund der Hälfte der Beschäftigten im Gastgewerbe die Sonderprämie nicht ausgezahlt worden. „Eigentlich hätten Köche, Kellner und Zimmermädchen in Bochum die Sonderzahlung schon mit der Abrechnung im November bekommen müssen. Aber viele Chefs – vor allem in kleinen Betrieben – versuchen, sich ums Weihnachtsgeld zu drücken. Und sie kalkulieren damit, dass ihre Mitarbeiter dabei stillhalten“, sagt Yvonne Sachtje. mehr…


Mittwoch 12.02.14, 10:41 Uhr

Moltkemarkt – kein Thema für den Rat? 3

Die Ruhr Nachrichten berichten heute, dass die Oberbürgermeisterin die Bürgeranfrage des Friedensplenums zum „Moltkemarkt“ nicht auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung setzen will: »Stadtsprecher Oliver Trappe erklärte dazu gestern: „Das ist keine Angelegenheit, für die der Rat oder einer der Ausschüsse zuständig wäre.“« Die Oberbürgermeisterin hat die Anfrage des Friedensplenums den Ratsmitgliedern bzw. den Fraktionen nicht einmal weitergeleitet. Wenn man sich überlegt, wozu der Rat der Stadt schon alles Resolutionen verabschiedet hat, dann ist es bemerkenswert, dass es kein Thema des Rates sein soll, wenn ein paar Geschäftsleute eine Entscheidung des Rates konterkarieren. Der Stadtrat hatte schließlich 1947 beschlossen, dass der Platz nicht länger nach dem preußischen Militaristen Moltke sondern nach dem ermordeten Bochumer Widerstandskämpfer Karl Springer benannt werden soll. Auch aktuell ist der „Moltkemarkt“ ein Thema des Rates. Schließlich entscheidet die Stadt über die Sondernutzung des Platzes. Die Stadt und Bo-Marketing werben auf ihren Webseiten für den Markt. Vor allem: Das Ganze „wird kein lokales Ereignis bleiben, sondern sicherlich eine größere Öffentlichkeit auch außerhalb Bochums interessieren“, schreibt der Historiker Dr. Hubert Schneider in einer Stellungnahme. Er kenne kein Beispiel, wo eine Namesänderung, die vor dem Hintergrund der Erfahrungen des Krieges vorgenommen wurde, wieder revidiert wurde.


Dienstag 11.02.14, 16:37 Uhr

Vorprogrammiertes Chaos im Jobcenter?

Die Linksfraktion im Rat schreibt: »Im Leistungsbereich des Jobcenters soll Mitte August 2014 das neue Auszahlungsprogramm ALLEGRO eingeführt werden. Das ist mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden, da die Umstellung der Datensätze von mehr als 20.000 Bedarfsgemeinschaften nach Auskunft des Personalrates manuell, also „per Hand“  erfolgen soll. Eine elektronische Übertragung der Daten ist nicht vorgesehen bzw. möglich. Die Linksfraktion stellt dazu eine Anfrage im morgigen Haupt- und Finanzausschuss. „Für diesen doch erheblichen Mehraufwand will die Bundesanstalt für Arbeit kein zusätzliches Personal einstellen“, wundert sich der Vorsitzende der Linksfraktion Uwe Vorberg. „Das halten wir für eine dramatische Fehlentscheidung. Wir befürchten – ähnlich wie bei der Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 – ein vorprogrammiertes Auszahlungschaos. mehr…


Dienstag 11.02.14, 16:31 Uhr
Kinder- und Jugendtheater im Kultur Magazin:

„Herr Niemand & Frau Anderswo“

Vom Sonntag, den 23. 2. bis Donnerstag, den 27. 2. steht im Kinder- und  Jugendtheater im Kultur Magazin das Stück „Herr Niemand & Frau Anderswo“ auf dem Spielplan, das sich mit dem Thema Armut und Gerechtigkeit auseinandersetzt. „Kein einfaches, aber ein sehr berechtigtes Thema, auch im Kindertheater, denn allein in Bochum leben 10.300 Kinder unter 15 Jahren in Hartz IV-Familien – und damit an oder unterhalb der Armutsgrenze“, so die TheatermacherInnen. Weiter heißt es über das Stück: „Wir leben in einem Land, in dem einige sehr viel haben und immer mehr Menschen sehr wenig. Herr Niemand und Frau Anderswo gehören zu denen, die zu wenig haben. Sie haben keine Arbeit und auch keine Wohnung, trotzdem haben sie ihre Träume, wie wir alle! mehr…


Montag 10.02.14, 20:19 Uhr

Paranoid Hendroid feat. Oliver Uschmann

Ralf Weber hat ein weiteres literarisches Highlight zur Ankündigung der nächsten Veranstaltung im Biercafé am Mittwoch, den 12.2. ab 20.15 Uhr geschickt: »Oliver Uschmann (Foto) gehört zur Gattung der Rampensau. Die Rampensau ist nachtaktiv und lebt ab dem Abend vornehmlich auf Brettern, die die Welt bedeuten. Dort spricht sie zu anwesenden Menschen und ernährt sich von ihrem Lachen. Die Rampensau ist wortgewandt und kann gut Geschichten erzählen, die sie in ihrem heimischen Bau gemeinsam mit ihrem Weibchen verfasst. Das Weibchen heißt Sylvia Witt und ist keine Rampensau, sondern ein „stilles Pointen-Genie“. mehr…


Montag 10.02.14, 17:41 Uhr

“The Wind that shakes the Barley”

Ken Loach & Paul Laverty on The Wind That Shakes The Barley (deutsch untertitelt)

Am Samstag, den 15. Feburar lädt die SDAJ um 20 Uhr zu einem Kneipenabend ins Soziale Zentrum ein: »Diesmal wollen wir gemeinsam den Film „The Wind that shakes the Barley“ schauen. Außerdem haben wir einen Referenten eingeladen, der über die Ursprünge des Konflikts in Irland und die andauernden Folgen sprechen wird. Ronan war in Irland selbst aktiv und Mitglied des Connolly Youth Movement, bevor er vor einigen Jahren nach Deutschland zog. mehr…

Montag 10.02.14, 17:21 Uhr

Gelder für Sascha Hellen 1

Die Soziale Liste schreibt: »Mit rund 1,4 Mio. Euro haben die Stadtwerke Veranstaltungen der Hellen Medien Projekte GmbH und Sascha Hellen finanziert und gesponsert. Auf rund 250.000 Euro belaufen sich derzeitig die Rückforderungen der Stadtwerke an Hellen wegen nicht erbrachter bzw. nicht nachgewiesener Leistungen. Diese Zahlen gehen aus einer Mitteilung der Verwaltung hervor, die damit eine Anfrage der Sozialen Liste aus der Ratssitzung vom 7.11.2013 beantwortet. Auf Grundlage der Verwaltungsmitteilung  ergibt sich folgende Übersicht: mehr…


Montag 10.02.14, 09:21 Uhr

Brief an den Umweltminister

Die Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar hat sich in einem offenen Brief an den Umweltminister NRW Johannes Remmel gewandt und erläutert dies in einer Mitteilung: »Anlass war die Forderung Remmels nach mehr Waldfläche in Nordrhein-Westfalen, wie in den Medien am vergangenen Samstag berichtet wurde. Der Minister kann sich demnach sogar vorstellen, dass Industriebrachen zu Waldgebieten umgewandelt werden. In dem Brief berichtet die Bürgerinitiative dem Minister von der geplanten sinnlosen Vernichtung des zu einer Biotopverbundfläche gehörenden städtischen Waldes im Bereich des Bahnhofs Weitmar, während die Stadt Bochum sich weigert die Argumente der BI für die Erhaltung des Waldes anzuerkennen, sich aber in der Öffentlichkeit für ihre „erfolgreiche“ Klimaschutzpolitik rühmt.« Der Brief im Wortlaut.


Sonntag 09.02.14, 20:51 Uhr
Gegen Atomkraft und fossile Energien

Für eine echte Energiewende!

Occupy Bochum ruft auf zur Teilnahme an der Demonstration gegen Atomkraft und fossile Energien am 22. März ab 13 Uhr in Düsseldorf: »Ist die Reaktorkatastrophe von Fukushima schon vergessen? SPD und CDU reden fast nur noch von der „Bezahlbarkeit“ der Energiewende, um RWE, E.ON, Vattenfall, ENBW und Co. auf Kosten der Bevölkerung weiterhin die Profite zu gewährleisten. Die großen Energiekonzerne erhalten viel Rückenwind durch die Politik der Großen Koalition: Der Atomausstieg scheint in Frage gestellt, die Klimakiller Kohle und Braunkohle werden weiter gefördert. Dagegen wollen wir uns zur Wehr setzen!« mehr…