Archiv für das Jahr: 2007


Mittwoch 07.11.07, 10:00 Uhr

»Lob der Verzweiflung«

Lob der VerzweiflungAm 9. November, dem 69. Jahrestag der Reichspogromnacht, präsentiert der Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108 um 20 Uhr den szenischen Liederabend „Lob der Verzweiflung“ nach Texten von Theodor Kramer. Die Berliner Künstler Harald Hahn und David Fuhr haben Theodor Kramers Gedichte vertont und inszeniert. Ein trunken-melancholisches, übersprudelnd-sehnsüchtiges Programm zwischen Liederabend, Theater und Clownerie über Verfolgung, Exil, Widerstand und das pralle Leben.
Zwei Stimmen, ein Flügel, Bandonion, Gitarre, ein Pub, London 50er Jahre. Ein Koffer, ein Hut, die Bluesharp. Ein Kaffeehaus, Wien, 30er, zwei Sampler, die letzten Gewehre und die Texte des österreichischen Dichters Theodor Kramer, der 1939 als Sozialist und Jude ins englische Exil gehen musste.
Theodor Kramer (1897-1958): Ein „Asphaltdichter“, „Arbeiterdichter“, „erschreckter Kleinbürger“ – ein „Soziallyriker“, „Fress- und Saufdichter“, „Hypochonder“ – einer der „ganz großen der österreichischen Literatur“, ein „Kaffeehaushocker“, „hoffnungslos antiquiert“ und „unvergleichlich“.
Theodor Kramer wurde am 1. Januar 1897 in Niederhollabrunn in Niederösterreich geboren. Der Sohn des jüdischen Dorfarztes engagierte sich mit Hanns Eisler und Paul Lazarsfeld in der österreichischen Jugendbewegung und begann früh, Gedichte zu schreiben. mehr…


Mittwoch 07.11.07, 09:55 Uhr
Nina Hoger erinnert an das Elend des Exils

„Eine heimatlose Welt, die verfinsterte“

Am Samstag, dem 10. November, lädt die Christuskirche um 20 Uhr zu einem Abend mit Nina Hoger. Ihr nimmt man es ab, heißt es in der Einladung, „wenn sie an das Elend des Exils erinnert. An die Flucht vor den Nazis, die heimatlose Einsamkeit, den Rückzug in eigene Welten …
… und an das ungeheuerliche Glück, seinen Nachbarn, die zu Mördern wurden, entkommen zu sein. Es sind die Geschichten von Tausenden, die 1933 und nach dem Pogrom im November 1938 aus Nazi-Deutschland fliehen mussten. Es sind die Geschichten von Bochumern, die vor Bochumern fliehen mussten.“ Näheres.


Dienstag 06.11.07, 20:15 Uhr
Wenn die Oberen vom Frieden reden...

Sonderplenum des Bochumer Friedensplenums

Zu einem Sonderplenum für den heutigen Mittwoch, den 7.11.07, lädt das Bochumer Friedensplenum für 19.30 Uhr in den Bahnhof Langendreer ein: »Wir möchten abschließend beraten, wie wir Norbert Lammert und Jürgen Flimm in den Kammerspielen am 11.11. auf ihrem Kriegsabend begleiten. Kommt zahlreich!«


Dienstag 06.11.07, 19:41 Uhr
»Sozialpolitisch ist das verheerend.«

DGB gegen Zwangsverrentung und Statistik-Tricks

„Die zuletzt gesunkene Altersarbeitslosigkeit beruht wesentlich auf der 58er-Regelung, wonach in Bochum 964 Arbeitslose über 58 Jahre nicht in der offiziellen Statistik erscheinen. Durch diesen statistischen Trick sinkt die Arbeitslosigkeit bei Älteren,“ meint der DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. „Bundesweit sind das fast 400.000. Das sind fast so viele wie die Statistik ältere Arbeitslose über 55 Jahre aufweist.“ Der DGB fordert daher eine Änderung des SGB II, dass ältere Arbeitslose nicht gegen ihren Willen in eine Rente mit Abschlägen geschickt werden dürfen. „Wenn die Regierung jetzt tatsächlich etwas gegen Altersarbeitslosigkeit und Altersarmut tun will, muss sie ihre Bemühungen um die Wiedereingliederung älterer Arbeitsloser verstärken,“ so Hermund.
Auch in Bochum drohen ältere ALG II-Empfänger ab dem 01. Januar 2008 zwangsweise in die Altersrente mit Abschlägen abgeschoben zu werden. Das konterkariere alle Bemühungen zur Steigerung der Erwerbstätigkeit Älterer und erhöht das Risiko von Altersarmut. Die so genannte 58er-Regelung, nach der über 58-jährige Arbeitslose nur eingeschränkt der Arbeitsvermittlung zur Verfügung, läuft aus. Ursache hierfür ist das SGB II (Hartz IV) wonach Arbeitslose alles tun müssen, um ihre Hilfebedürftigkeit zu vermindern. Dazu zählt auch die Beantragung einer Altersrente mit Abschlägen von bis zu 18 Prozent. Dies gilt sogar für Angehörige des Hilfeempfängers.
DGB Vorsitzender Michael Hermund: „Es ist unverantwortlich, ältere ALG II-Bezieher in die Altersrente mit Abschlägen von bis zu 18 % abzudrängen. Einerseits proklamiert die Bundesregierung die Rente mit 67 im Zuge des demografischen Wandels, andererseits wird eine ganze Personengruppe auch gegen ihren Willen in die Rente abgedrängt. Sozialpolitisch ist das verheerend. Das Risiko steigender Altersarmut ist mittlerweile offensichtlich. mehr…


Dienstag 06.11.07, 19:18 Uhr

Soziale Liste: Bis zu 2.000 BochumerInnen droht die Zwangsverrentung

Die Soziale Liste Bochum will mit Aktionen für die Erhöhung des ALG II-Geldes von 347 auf 420 Euro eintreten. Auch die Erhöhung des Regelsatzes für Kinder auf 80 % sowie die Wiedereinführung von Einmalzahlungen bei außergewöhnlichen Belastungen wird gefordert. Geplant ist eine Unterschriftenaktion und die Durchführung von Informationsständen. Die Aktivitäten seien auch eine Reaktion auf die fehlende Bereitschaft bei den Bochumer Ratsparteien, eine Resolution zu diesem Thema zu verfassen. Lediglich die Grünen und die Linke hätten der Sozialen Liste im Rat hierfür Zustimmung signalisiert.
Die Soziale Liste Bochum wendet sich auch gegen die drohende Zwangsverrentung im Rahmen der Hartz-Gesetze durch das Auslaufen der so genannten 58er-Regelung. Nach dem 31. 12. 2007 droht ALG II EmpfängerInnen nach Vollendung des 58. Lebensjahres mit dieser Regelung der Zwang der „Inanspruchnahme einer Rente“ mit lebenslangen Rentenabschlägen bis zu 18 Prozent. Dies selbst dann, wenn die Höhe ihrer Rente niedriger ist als das ihnen zustehende Arbeitslosengeld. Die Rente wird dann von der ARGE als „Vermögen“ betrachtet, das in Anspruch genommen werden muss. Wie viele der 3.282 BochumerInnen, die älter als 55 Jahre und derzeit arbeitslos sind, von dieser Regelung betroffen seien, lasse sich nur schätzen, es dürften aber bis zu 2.000 sein.
Auf der Mitgliederversammlung der Sozialen Liste wurde berichtet, dass durch den Besitzerwechsel beim Möbelkaufhaus Hannibal, den Beschäftigten Lohneinbußen von mehreren hundert Euro drohen. Der neue Besitzer Poco wolle zwar die Beschäftigten übernehmen, aber neue Arbeitsverträge mit geringeren Entgelten abschließen. Im Wortlaut.


Pressemitteilung der Sozialen Liste vom 06.11.2007
Dienstag 06.11.07, 19:06 Uhr
Infostände und Unterschriftensammlung:

Soziale Liste fordert ALG II-Erhöhung auf 420 Euro – Protest gegen Zwangsverrentung

Die Soziale Liste Bochum will mit Aktionen für die Erhöhung des ALG II-Geldes von 347 auf 420 Euro eintreten, das wurde jetzt auf einer Mitgliederversammlung beschlossen. Auch die Erhöhung des Regelsatzes für Kinder auf 80 % sowie Wiedereinführung von Einmalzahlungen bei außergewöhnlichen Belastungen wird gefordert. Geplant ist eine Unterschriftenaktion und die Durchführung von Informationsständen. Start für die Aktion ist die kommende Montagsdemonstration.
Die Aktivitäten sind auch eine Reaktion auf die fehlende Bereitschaft bei den Bochumer Ratsparteien eine Resolution zu diesem Thema zu verfassen. Lediglich die Grünen und die Linke hatten der Sozialen Liste im Rat hierfür Zustimmung signalisiert.
Die Soziale Liste Bochum wendet sich auch gegen die drohende Zwangsverrentung im Rahmen der Hartz-Gesetze durch das Auslaufen der so genannten 58er-Regelung.
Nach dem 31. 12. 2007 droht ALG II Empfängern nach Vollendung des 58 Lebensjahres mit dieser Regelung der Zwang der „Inanspruchnahme einer Rente“ mit lebenslangen Rentenabschlägen bis zu 18 Prozent. Dies selbst dann, wenn die Höhe ihrer Rente niedriger ist als das ihnen zustehende Arbeitslosengeld. Die Rente wird dann von der ARGE als „Vermögen“ betrachtet, dass in Anspruch genommen werden muss. Wie viele der 3.282 Bochumerinnen und Bochumer, die älter als 55 Jahre und derzeit arbeitslos sind, von dieser Regelung betroffen lässt sich nur schätzen, es dürften aber bis zu 2.000 sein.
Auf der Mitgliederversammlung der Sozialen Liste wurde berichtet, dass durch den Besitzerwechsel beim Möbelkaufhaus Hannibal, den Beschäftigten Lohneinbußen von mehreren hundert Euro drohen. Der neue Besitzer Poco will zwar die Beschäftigten übernehmen, aber neue Arbeitsverträge mit geringeren Entgelten abschließen.

Bochum 2007-11-06


Dienstag 06.11.07, 18:00 Uhr

Die Schilddrüse – Kleines Organ mit großer Wirkung

Das FrauenGesundheitsZentrum lädt am Freitag, den 9.November, ab 17.00 Uhr zu einer Info-Veranstaltung zum Thema Schilddrüse ein. Referentin ist die Homöopathin und Ärztin für Allgemeinmedizin Gabriela Schorr. In der Einladung heißt es: „Frauen erkranken häufiger als Männer an ihrer Schilddrüse. Die Referentin informiert über Anzeichen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten und gibt Einblicke zu alternativen Betrachtungsweisen der verschiedenen Schilddrüsenerkrankungen.“


Dienstag 06.11.07, 17:00 Uhr
NPD-Verbots-Kampagne:

Unterschriftenlisten abgeben!

Die Bochumer VVN – BdA schreibt: „Die Kampangne für ein NPD-Verbot geht zu Ende. Am 9. November werden 150.000 Unterschriften an den Bundestag abgegeben. Unterschriftenlisten, die noch angefangen irgendwo liegen, sollten schleunigest an den Bundesvorstand der VVN – BdA geschickt werden, damit unsere Abgeordneten sie noch mitbekommen.“ Näheres.


Dienstag 06.11.07, 16:30 Uhr
Diskussionsrunde im Gewerkschaftshaus

DGB: „Integration durch Fußball?!“

fussball.jpgDer DGB Ruhr Mark veranstaltet am Donnerstag, den 8. November, ab 18 Uhr eine Diskussionsrunde zum Thema „Integration durch Fußball?!“. Als Diskussionspartner sind Dirk Michalowski (Fanbeauftragter des VfL), Burhan Bayram (IFAK e.V.), Ali Celebi und Hünkar Schremp (FC Inter Bochum) und Ralf Zänger (Fanprojekt Bochum) eingeladen. An diesem Abend wird es vor allem um die Frage gehen, in wiefern Fußball einen Beitrag zur Integration leisten kann. Die Moderation übernimmt der DGB Mitarbeiter Jörg Höfer. Die Veranstaltung findet im Gewerkschaftshaus, Alleestr. 80 statt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Ballarbeit – Fußball und Migration“ statt, die nur noch bis zum 11. November im Gewerkschaftshaus in Bochum gezeigt wird. Die von der Projektgruppe Flutlicht entwickelte Ausstellung zeigt die Geschichte der Migration im Fußball sowie die Integration durch diese Sportart, macht die Selbstorganisation von MigrantInnen sichtbar und stellt die persönlichen Hintergründe von Amateur- und Profifußballern vor.


Montag 05.11.07, 18:51 Uhr

Punkrock aus Frankreich: Cartouche im Wageni

Cartouche„Mal wieder super kurzfristig der Hinweis auf eine sehr sympathische Band aus Frankreich, die morgen im Wageni spielt,“ schreibt Radio Bonte Koe in der Einladung: „Cartouche setzen sich zum Teil aus Leuten der Band Kochise zusammen. So erinnert auch der weibliche Gesang, in zumeist französischer Sprache, eindeutig an das Vorgängerpojekt. Aber auch der Vergleich zu den großartigen La Fraction ist durchaus berechtigt! Liebhaber französischer Sprache sollten sich dieses Konzert genauso wenig entgehen lassen wie Freunde melodischen Punkrocks mit politischem Anspruch. Dabei darf mensch vielleicht auch auf eine Coverversion eines Ton Steine Scherben-Klassikers (in deutscher Sprache, aber mit deutlichem französischen Akzent) hoffen.“
Wageni, Bochum (geg. KUZ Bf. Langendreer)
Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr


Montag 05.11.07, 17:03 Uhr

Der Theoretiker und die Bewegung – Das Beispiel John Holloway

Die Rote Antifa Bochum lädt am Donnerstag 8.11., 19 Uhr zu  einem Vortrag mit Fabian Kettner, Arbeitskreis Rote Ruhr-Uni, ins Soziale Zentrum Bochum: Der Theoretiker und die Bewegung. In der Einladung heißt es: »„Entgegen einem weit verbreiteten Irrtum“, so Wolfgang Pohrt im Jahre 1997, „heißt Revolution machen wollen keineswegs primär, Mitgefühl für die Ausgebeuteten zu entwickeln und den Entschluß zu fassen, deren Lage zu bessern. Revolution machen wollen heißt vielmehr, einen großen Ausbruch zu planen – den Ausbruch aus einem Zeitabschnitt, von dem man meint, daß man darin nicht mehr die Luft zum Atmen fände. … Man will ans Fenster stürzen, um es aufzureißen, und zwar mit einem Ruck.“ mehr…


Montag 05.11.07, 16:54 Uhr

Erfolgreiche Theater Präventionsarbeit

uof16.jpgDer Ansatz des Kinder- & Jugendtheaters im Kultur-Magazin, mit dem Medium Theater Präventionsarbeit in Sachen Rassismus, Gewalt und Rechtsruck zu leisten, scheint aufzugehen. Zumindest sind die Schulvorstellungen mit den beiden Jugendtheaterstücken „Braune Engel“ & „Lumpenpott“ bereits seit mehr als einem Monat vor Beginn der Veranstaltungsreihe komplett ausverkauft. Das Jugendtheater meint dazu: „Das beweist natürlich zunächst nur, dass es in Bochum und Umgebung ausreichend gesellschaftspolitisch verantwortungsbewusste Lehrer gibt, die mit ihren Schülern zu diesem Thema den Weg in’s Theater finden. Die Gespräche und Diskussionen mit den Schülern im Anschluss der Vorstellungen zeigen aber auch, dass Theater genau die emotionale und menschliche Komponenten bietet, die bei dem Thema Rassismusprävention wichtig für eine nachhaltige Auseinandersetzung sind. Im Bereich Kindertheater stellt sich das allerdings etwas anders dar. Denn für das Kindertheaterstück ‚Uns’re Oma fährt im Hühnerstall Motorrad‘ über die Kindheit und Jugend der ganz alltäglichen Heldin Rosa Sawatzki, einer zwischen 1925 & 1945, gibt es für die Familienvorstellung am Sonntag, dem 11.11. um 15.oo Uhr und die Schulvorstellungen für Schüler der 2. bis 5. Klasse am Mittwoch, 14.11. & Donnerstag 15.11., jeweils 10.oo Uhr, noch ausreichend Karten und jede Menge freie Plätze. Warum ausgerechnet für dieses Stück? mehr…


Freitag 02.11.07, 18:30 Uhr

Geburtstagsparty der Medizinischen Flüchtlingshilfe

paul-mangen.jpgAm morgigen Samstag, dem 3. November feiert die medizinische Flüchtlingshilfe ab 17 Uhr im Museum Bochum ihr 10-jähriges Bestehen. Nach ein paar Redebeiträgen von aus unterschiedlicher Sicht Betroffenen wird internationale Musik und ein „weltumspannender Imbiss“ geboten. Anschl. werden die Bochumer Künstler Paul Mangen und Jürgen Chill Kunstwerke zugunsten der MFH versteigern. Paul Mangen ist u.a. bekannt durch seine Beteiligung am großen Wandbild im Westpark. 2002 hat er den Innovationspreis Soziokultur des Fonds Soziokultur NRW bekommen. Jürgen Chill arbeitet als freier Künstler und ist Mitglied der internationalen Künstlergruppe Projectiel02. Im Mai 2007 gewann er mit der Fotografieserie „zellen“ den Europäischen Architekturfotografie Preis 2007. Das hier zu sehende Bild ist von Paul Mangen.


Freitag 02.11.07, 18:00 Uhr
Grüne kritisieren Bezirksregierung

Dicke Luft in Bochum?

Die Grünen im Rat schreiben: »Der Umweltminister hat die drei zuständigen Bezirksregierungen angewiesen, einen Luftreinhalteplan für das Ruhrgebiet zu erarbeiten. Aber Regierungspräsident Diegel in Arnsberg stellt sich quer.« »Bei uns, so die Grünen sollen Maßnahmen, die Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastungen reduzieren, nur eingesetzt werden, wo reale Messergebnisse vorliegen. Die Beachtung von Ergebnissen aus Rechenmodellen lehnt Arnsberg ab. Dies muss bei den geringen Messkapazitäten des Landes NRW als Verweigerung von Gesundheitsschutz gewertet werden. Dabei wird sogar eine Verschlechterung der gegenwärtigen Situation in Kauf genommen.« Im Wortlaut.


Freitag 02.11.07, 18:00 Uhr
Soziale Liste:

„Alterarmut droht durch Zwangsverrentung“

Die Soziale Liste Bochum wendet sich gegen „weitere katastrophale soziale Auswirkung der Hartz-Gesetze“. Die einer Pressemitteilung nennt sie dafür als Beispiel »das Auslaufen der sogenannten 58er-Regelung zum Jahresende. Mit dieser Regelung droht Beziehern von Arbeitslosengeld II ab 2008 die Zwangsverrentung mit lebenslangen Rentenabschlägen bis zu 18 Prozent. Mit der bisherigen ’58er-Regelung‘ konnten 58jährige und ältere Arbeitslose bei Erhalt der Arbeitslosenunterstützung von der Vermittlung am Arbeitsmarkt ausgenommen werden. Mit Beginn des kommenden Jahres sind Bezieher von Arbeitslosengeld II allerdings gezwungen, selbst dann vorzeitig in Rente zu gehen, wenn die Höhe ihrer Rente niedriger ist als die ihnen zustehende Arbeitslosengeld, denn die Rente wird von der ARGE als „Vermögen“ betrachtet. mehr…


Donnerstag 01.11.07, 21:00 Uhr

Gedenktafel an der „Zeche“

In der „Zeche“ an der Prinz-Regent Straße wird am 12. November um 15.00 Uhr eine Gedenktafel angebracht. Erinnert werden soll an die Konferenz von Bochumer Betriebsausschüssen am 23. April 1945 in der Anlernwerkstatt der Zeche Prinz-Regent. Diese Konferenz kann als einer der Grundsteine für die spätere Gründung freier Gewerkschaften gewertet werden. Der Text der Tafel: „Neuanfang in Bochum – Hier in der ehemaligen Anlernwerkstatt der Zeche Prinz-Regent trafen sich am 23. April 1945, noch vor der Kapitulation Hitler-Deutschlands, Belegschaftsvertreter von zehn Bochumer Schachtanlagen, der Knappschaft und der Metallarbeiter, um den wirtschaftlichen und demokratischen Neuanfang im kriegszerstörten Bochum zu organisieren. Sie kümmerten sich um die Energieversorgung der Bäckereien ebenso wie um die Vertreibung der Funktionäre der NSDAP aus den Betrieben, Verwaltungen und der Polizei. Die Belegschaftsvertreter gedachten ihrer von den Nationalsozialisten ermordeten Bochumer Kollegen Fritz Husemann und Karl Springer. Sie wollten die aus der Weimarer Republik überkommene Spaltung der Gewerkschaftsbewegung überwinden, um ihr gemeinsames Ziel zu erreichen: Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!“


Donnerstag 01.11.07, 19:00 Uhr

25 Jahre Werkstatt „Wort und Bild“

Vor 25 Jahren, im Frühjahr 1982, wurde von Renate und Horst D. Gölzenleuchter in Bochum-Langendreer die Werkstatt Wort und Bild gegründet. Der Anspruch damals, einer Kunst und Literatur, die den Alltag kritisch hinterfragt, reflektiert, ein Forum zu sein. Kunst und Literatur im nichtelitären Rahmen unter die Menschen zu bringen. Kulturelles Diskussionsforum zu sein. Dieser Anspruch ist bis heute nicht aufgegeben. Die Werkstatt ist bis heute auch immer Arbeitsplatz H.D. Gölzenleuchters, als Holzschneider, Drucker, Maler und Autor.
In den 25 Jahren der Werkstatt sind über 100 Ausstellungen, Lesungen und andere Veranstaltungen aufzuzählen. Zu erwähnen die erste Ausstellung, Linolschnitte, Revierlandschaften und Menschenbilder des Typographen und Druckers Bernd Temming aus Dortmund. Dazu die erste Lesung mit Charlotte Temming, die Texte vortrug, die sie 1938 gegen die Nazis schrieb. Sie gehörte, mit Bernd Temming, zu einer Dortmunder Widerstandsgruppe im „3. Reich“. Zu erwähnen die Ausstellung (2005) „Ich bekenne, ich habe gelebt“ zur Erinnerung an den chilenischen Dichter und Politiker Pablo Neruda mit 29 Künstlerinnen und Künstlern aus Chile, Deutschland und den Niederlanden. Ebenso die Ausstellung vom Frühjahr 2007, mit Holzschnitten der in New York lebenden deutschen Künstlerin Ilse Schreiber-Noll zur Literatur Bertolt Brechts. mehr…


Donnerstag 01.11.07, 09:33 Uhr

Neue Ausgabe der Antifaschistischen Bochumer Blätter

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen hat eine neue Ausgabe der Antifaschistischen Bochumer Blätter (ABB) veröffentlicht. Themen sind u.a.: die geplante Neugestaltung des Ehrenrundmals auf dem Friedhof am Freigrafendamm,  die Geschichte der Gedenktage an die Opfer des Faschismus, die Reichspogromnacht und der Neubau der Synagoge, das geforderte NPD-Verbot, die Union und die Nazis.
Die aktuelle Ausgabe als PDF-Datei. Zum ABB-Archiv.


Mittwoch 31.10.07, 20:34 Uhr

Linke Einblicke

Eine neue Ausgabe der Zeitung der Linksfraktion „Linke. Einblicke“ liegt vor. In seinem Artikel „Keine neuen Klimakiller“ kritisiert Uwe Vorberg die Beteiligung der Stadtwerke Bochum an CO2-Schleudern, nämlich an Kohlekraftwerken. Weitere Themen sind u.a. die Forderung nach einem Kommunalen Wahlrecht für MigrantInnen, der Umzug des Ostringgymnasiums und die hohe Erfolgsquote bei Widersprüchen gegen die ARGE. Die “Einblicke” gibt es gedruckt im Büro der Linksfraktion (Willy-Brandt-Platz 1-3) und elektronisch als PDF-Datei.


Mittwoch 31.10.07, 20:28 Uhr
Soziale Liste zur Imagekampagne „Bochum macht jung“:

Das Gewürge beenden!

„Statt mit der Brechstange und Roland Mitschke ‚Bochum macht jung’ retten zu wollen, sollte die Verwaltung der Stadt Bochum das Gewürge um die umstrittene Imagekampagne besser beenden“, fordert Günter Gleising für die Soziale Liste im Rat. Weiter heißt es in der Presseerklärung: „Die Soziale Liste reagiert damit auch auf die mangelnde Bereitschaft zur Aufklärung der Hintergründe und Übernahme der politischen Verantwortung, wie sie in der jetzt vorliegenden Beantwortung ihrer Anfrage vom 15. August 2007 deutlich wird.
So bleiben Fragen, warum weder Ausschüsse noch der Rat mit dem Thema befasst und warum kein Ratsbeschluss zu Imagekampagne ‚Bochum macht jung‘ eingeholt wurde, unbeantwortet. mehr…


Mittwoch 31.10.07, 19:30 Uhr

„Bochum macht jung“

Zur Diskussion über die Weiterführung der peinlichen städtischen Werbekampagne „Bochum macht jung” erklärt der Grüne Fraktionsvorsitzende Wolfgang Cordes: „Nach der heftigen öffentlichen Diskussion über die Kampagne kann man jetzt nicht einfach durchstarten, als ob nichts gewesen wäre. Deshalb kann auch der Wirtschaftsausschuss nach erneuter Präsentation des Konzepts im November nicht einfach beschließen, ob ‚Bochum macht jung‘ fortgeführt wird oder nicht. Näheres.


Mittwoch 31.10.07, 19:00 Uhr
Freitag, 2. November, 20.00 Uhr, Bahnhof Langendreer:

Locomondo und El Zapote Soundsystem

Radio El Zapote schreibt: »Locomondo sind 5 Musiker und wohnen in der griechischen Metropole Athen. Als erste Band aus ihrem Lande fusionieren sie besten Reggae-Ska und Rembetiko mit griechischen Lyrics und haben damit in letzter Zeit für ziemlich viel Aufsehen gesorgt. Erst kürzlich wurde ihre aktuelle CD: 12 Meres stin Jamaica (12 Tage in Jamaica) zum Album der Woche bei Funkhaus Europa erkoren und dementsprechend lobend erwähnt und oft gespielt. Stichwort Jamaica: Einer Einladung von Vin Gordon/Skatalites folgend, flog Locomondo auf die karibische Insel und produzierte dort unter Einfluß und den magischen Händen von Vin am Mischpult im One Veteran Studio ihren neuen Silberling, auf dem auch ihr großer Sommerhit „Frangosyriani“ ein greek traditionell in Reggae-Style, vertreten ist. Unser Tipp, auch angesichts der herbstlichen Wetterlage, im November! Im Anschluß, und das bitten wir zu berücksichtigen, versüßt das Radio El Zapote-Soundsystem die Nacht und lädt zum Tanz mit Global World Beats ein!«


Dienstag 30.10.07, 22:00 Uhr

Massenarbeitlosigkeit im Oktober 2007 in Bochum

Sehr wahrscheinlich werden alle Medien die Pressemitteilung der Agentur für Arbeit übernehmen und berichten, welch großartige Entwicklung sich auf dem Arbeitsmarkt abspiele. Dankenswerter Weise veröffentlicht die Agentur nicht nur ihre Pressemitteilung sondern auch die realen Zahlen. Demnach ist die Zahl der EmpfängerInnen von Arbeitslosengeld II von September auf Oktober im Bereich Bochum – Herne von 43.985 auf 43.997 sogar minimal gestiegen. Die Zahl der SozialgeldempfängerInnen erhöhte sich im letzten Monat von 17.106 auf 17.213. Im September verzeichnet die Statistik der Arbeitsagentur 30.851 Bedarfsgemeinschaften. Im Oktober sind es inzwischen schon 30.930. Diese realen Zahlen der Agentur für Arbeit über die Massenarbeitslosigkeit in Bochum und Herne sind zu finden im Arbeitsmarktreport September auf Seite 15 und im Arbeitsmarktreport Oktober auf Seite 14.


Dienstag 30.10.07, 16:41 Uhr

Zehn Jahre Medizinische Flüchtlingshilfe

Die Medizinische Flüchtlingshilfe feiert am Samstag, dem 3. November ab 17 Uhr im Museum Bochum ihr zehnjähriges Bestehen unter dem Motto:
Zehn Jahre
– schwimmen gegen den Strom,
– dafür kämpfen, dass Gesundheit ein Recht für alle ist,
– verhindern, dass (traumatisierte) Flüchtlinge abgeschoben werden,
– engagiert eintreten für Gerechtigkeit und Menschenwürde.

Im Laufe des Abends tritt Tapesh 2012 auf. Außerdem wird ein „weltumspannender Imbiss“ versprochen.


Dienstag 30.10.07, 15:00 Uhr

Hartz IV und die Folgen

Die Arbeitsgemeinschaft Solidarische Kirche veranstaltet am Donnerstag, 1. 11. von 9.00 bis 16.30 Uhr in der Evangelischen Stadtakademie Bochum einen Studientag zum Thema „Kirche und die Neue Armut in Deutschland – Hartz IV und die Folgen für unsere Gesellschaft“. Neben Jürgen Klute und Sigrid Reihs aus dem Sozialpfarrbereich der ev. Kirche wird auch Norbert Hermann von der Bochumer „Unabhängigen Sozialberatung“ referieren. Näheres.


Dienstag 30.10.07, 09:00 Uhr
Gerichtsverfahren eingestellt - fader Nachgeschmack bleibt

Vom „Sprengstoffgesetz“ zum „Zisselmännchen“

Das Protestkomitee gegen Studiengebühren hat auf seiner Webseite einen ausführlichen Bericht über einen Prozess veröffentlicht, der am Dienstag, den 23.10.07, im Bochumer Amtsgericht gegen einen Studenten stattfand, dem im Zusammenhang mit einer Aktion gegen Studiengebühren schwerste Vergehen vorgeworfen wurden: Versuchte gefährliche Körperverletzung, Verstoß gegen das Versammlungsrecht, schließlich Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte – bei der Festnahme war sogar von einem angeblichen „Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz“ die Rede. Der Bericht: »Dieser unglaubliche Kriminalisierungsversuch, der letztlich protestierende Studierende in die Nähe von Terroristen rückte, geriet vor Gericht zur Farce. Am 30.11.2006 hatten sich ca. 100 Studierende spontan in der Bochumer Innenstadt zu einer „Reclaim the Streets Party“ versammelt, um der drohenden Einführung von Studiengebühren ihren kreativen Protest entgegenzusetzen. Doch was fröhlich begann, endete mit massiven Polizeiübergriffen: Dutzende der feiernden Studierenden wurden ohne Vorwarnung mit Pfefferspray verletzt, drei wurden herausgegriffen und brutal festgenommen – unter absurden Vorwürfen, wie etwa dem „Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz“.
Dieser Vorwurf erschien offenbar selbst der ermittelnden Staatsanwältin als zu abenteuerlich, weswegen die gestrigen Anklagepunkte „nur“ versuchte gefährliche Körperverletzung, Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte lauteten – immerhin auch Vorwürfe, die zu einer Gefängnisstrafe reichen könnten. Der angeklagte Student habe einen gefährlichen „Knallkörper“ „gezielt in eine Menschenmenge“ geworfen, und bei seiner späteren Festnahme Polizisten geschlagen. mehr…


Dienstag 30.10.07, 08:28 Uhr

Zukunft der Arbeit – Arbeit der Zukunft

Die Heinrich Böll Stiftung NRW veranstaltet in Kooperation mit der Marie Jahoda Gastprofessur für internationale Frauenforschung am 2.-3.11. eine Konferenz zum Thema: „Zukunft der Arbeit – Arbeit der Zukunft“ an der Ruhr-Uni. Das Programm.


Montag 29.10.07, 21:59 Uhr
AWO Beschäftigte verlangen ein gutes Angebot in den Tarifgesprächen

Weitere Einrichtungen in den Warnstreik mit einbezogen

Als völlig unzureichend, haben auf Mitgliederversammlungen die Bochumer sowie Herner AWO Beschäftigten, das Angebot der ArbeitgeberInnen bezeichnet, das in der 8. Verhandlungsrunde auf den Tisch gelegt wurde. Die ArbeitgeberInnen wollten für 2007 eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro sowie eine Lohnerhöhung für 2008 um 1,7 % und für 2009 eine Steigerung um 0,9% „Wir haben seit 2004 keine Lohnerhöhung mehr gesehen, damit muss Schluss sein“ so der Tenor auf den Veranstaltungen. Die Beschäftigten in den Kindereinrichtungen und in der Altenpflege wollen endlich etwas in ihren Portemonnaies spüren. Auch für sie ist alles teurer geworden. Verdi fordert 5,5 % mehr sowie eine Einmalzahlung für Verdi – Mitglieder.
mehr…


Montag 29.10.07, 18:00 Uhr

Wer nichts hat, kann auch nichts sparen

Die Linke im Rat der Stadt Bochum schreibt: »Morgen am 30. Oktober wird der Weltspartag „gefeiert“. Für BezieherInnen von ALG-II gibt es aus Sicht der Linksfraktion aber wenig zu feiern. Für einige reicht das Geld noch nicht einmal für ein Girokonto, geschweige denn, dass sie nennenswerte Rücklagen bilden könnten. So ist zum Beispiel ein kaputter Kühlschrank häufig eine finanzielle Katastrophe. Obwohl die Grundgebühren bei der Sparkassen für ein Girokonto schon bei 2,25 € liegen, sind im Regelsatz des ALG II nur knapp 50 Cent für den Geldverkehr eingeplant. Die Linksfraktion stellt deshalb zur nächsten Sitzung des Sozialausschusses den Antrag, BezieherInnen von ALG II ein gebührenfreies Girokonto bei der Sparkasse Bochum einzurichten. mehr…


Montag 29.10.07, 08:00 Uhr

25 Jahre Langendreerer Dorfpostille

Die Langendreerer Dorfpostille wird 25 Jahre alt und will „mit allen, die Lust darauf haben“, am 10. November im Saal der Gaststätte Oelken, Alte Bahnhofstr.51, mitten in  Langendreer feiern. Beginn ist 19 Uhr. Bei freiem Eintritt wird u.a. Live-Musik mit Hans’n ‚Roses und den Gipsys aus Langendreer „astreine Rockmusik“ geboten. Dazu gibt es noch etwas Programm zum Thema „Dorfpostille“! Das Einladungsmotto: „Also, kommt alle her, die ihr mühselig und beladen seid, wir wollen euch erquicken!“