“Durch die zum 31. Dezember 2007 geplante Schließung des Real-Marktes am Wattenscheider Hellweg entsteht im Bereich von Höntrop-West/Sevinghausen eine Lücke in der Nahversorgungâ€, stellt die Soziale Liste in einer Pressemitteilung fest. In diesem Zusammenhang ist der Sozialen Liste auch ein Fehler im Masterplan Einzelhandel aufgefallen. Der Bereich Höntrop-West existiere in dem Plan überhaupt nicht, obwohl er über alle Merkmale eines “Nahversorgungszentrums†(Einzugsbereich 6.000 Einwohner, Verkaufsfläche von 2000 qm) verfüge. Noch nicht einmal als Sonderstandort sei der Real-Markt aufgeführt. Der Standort sei offensichtlich schlichtweg übersehen worden. Die Pressemitteilung der Sozialen Liste im Wortlaut.
Am morgigen Donnerstag trifft die Bochumer WASG ihre letzte Entscheidung, bevor sie sich auflöst und mit der Linkspartei.PDS auch auf Bochumer Ebene fusioniert: Es werden vier Mitglieder für den gemeinsamen Übergangsvorstand gewählt. Die Linkspartei.PDS hat bereits ihre bisherigen vier Vorstandsmitglieder für dieses Gremium benannt, dessen Aufgabe es ist, eine gemeinsame Mitgliederversammlung einzuberufen. Hier wird dann der erste Vorstand für die Bochumer Linkspartei gewählt. Als Termin steht hierfür schon Donnerstag, der 30.8. um 19.00 Uhr in der Christuskirche fest.
In diesem Vereinigungsprozess erlangen die Herner Mitglieder ihre Unabhängigkeit. Sie bilden dann einen eigenen Kreisverband.
Mittwoch 23.05.07, 06:30 Uhr
Heute,18.00 Uhr, das Filmfestival "ueber arbeiten" zeigt im Metropolis:
Zum Abschluss des Filmfestivals „ueber arbeiten“ läuft heute um 18.00 Uhr im Metropolis im Hauptbahnhof „China blue“. Der Film zeigt die Perspektive dreier Arbeiterinnen einer Jeansfabrik; junge Frauen, die täglich unter Hochdruck bis zu 14 Stunden schuften – illegal ohne einen Vertrag in der Tasche und für einen Hungerlohn von zwei Euro pro Tag. Nachts drängen sie sich in engen Achtbett-Zimmern mit dürftigen Waschmöglichkeiten. An ein Privat- oder gar Intimleben in solch bescheidenen Behausungen ist gar nicht zu denken. Männerbesuch ist nicht gestattet, Schwangeren droht eine Kündigung, wenn sie nicht abtreiben. Der Film thematisiert, unter welchen Bedingungen weltweit für unseren Markt produziert wird. Näheres zum Film.
An der anschließenden Diskussion nehmen u. a. Peter Franke von Asienhaus Essen und Christiane Schnura von der Kampagne „Saubere Kleidung“ teil. Die Bochumer Verbraucherzentrale informiert darüber, was beim Kauf von Bekleidung in diesem Zusammenhang beachtet werden kann.
Die Linke Liste schreibt auf ihrer Webseite: „Am Dienstag, den 16.5., fand im Bochumer „Haus der Geschichte des Ruhrgebiets“ ein Vortrag statt, der vom Bochumer DGB und dem ehemaligen AStA der RUB veranstaltet wurde. Thema war der Naziladen Goaliat und in Zusammenarbeit mit der Ehrenfelder Initiative gegen den Laden am Schauspielhaus wurde dort etwa 100 AnwohnerInnen über den Zusammenhang zwischen rechter Mode, dem neuen Lifestyle der extremen Rechten und dem Laden „Goaliat“ informiert. Der neue Asta hielt es nicht für nötig dort zu erscheinen.“ Näheres.
Das Bochumer G8-Plenum bietet mit finanzieller Unterstützung einiger lokaler Gruppen und Organisationen für alle G8-KritikerInnen einen Bus zur Großdemonstration am 2. Juni in Rostock an. Abfahrt des Busses ist am 2. Juni um 0 Uhr in Bochum. Mit der Rückkehr des Busses wird gegen 2 Uhr am Sonntag Morgen gerechnet. Karten dafür gibt es ab sofort im Sozialen Zentrum (Mo-Fr 16-19 Uhr) sowie im WASG-Büro, Alleestr. 36 (Mo-Do 9 -12 Uhr und 13-17 Uhr sowie Fr 9-12 Uhr). Die Fahrkarten kosten 30€ (ermäßigt 20€). Darüberhinaus empfiehlt das G8-Plenum eine Teilnahme an der Veranstaltung am 30. Mai um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum. Dort wird es letzte Infos zu den Aktionstagen sowie zu rechtlichen Fragen geben. Weitere Infos: Infobüro: Mo-Fr, 16 -19 h, Tel.: 0234-5472960, email.
Dienstag 22.05.07, 07:00 Uhr
Heute,18.00 Uhr, das Filmfestival "ueber arbeiten" zeigt im Metropolis:
Am vorletzten Abend des Filmfestivals „ueber arbeiten“ geht es heute um 18.00 Uhr im Metropolis im Hauptbahnhof um die Innenansichten eines Großkonzerns: ENRON steht für den größten Finanzskandal der US-Wirtschaftsgeschichte. Der Energie-Konzern, bei dessen Insolvenz 20.000 Menschen ihren Job verloren, gründete sein Geschäft auf konsequentes Bilanzfälschen. Schamlos hatten die verantwortlichen Manager sich persönlich bereichert und dabei zwei Milliarden Dollar an Pensionsfonds ihrer Mitarbeiter vernichtet. Der Dokumentarfilm rekonstruiert die Details dieses Börsenkrimis.
Die DGB Jugend und das Bochumer Sozialforum laden anschließend zu einer Diskussion darüber ein: Gesprächspartnerin ist Mag Wompel, Redakteurin von LabourNet Germany. Die Moderation übernimmt Simone Dreyer von der DGB-Jugend.
Montag 21.05.07, 22:00 Uhr
Dokumentarfilm im Rahmen der Reihe "Gute Nacht, G8"
Das endstation.kino im Bahnhof Langendreer zeigt am Freitag, den 25. Mai um 18 Uhr den 2004 enstandenen deutschen Dokumentarfilm „Antonio Negri. Eine Revolte die nicht endet“ von Andreas Pichler und Alexandra Weltz. In der Ankündigung heißt es: „Kaum ein europäischer Intellektueller hat so viel Bewunderung und Hass hervorgerufen wie der heute über 70 Jahre alte Antonio Negri. Er war Professor für Philosophie, Militanter, Gefangener, Flüchtling, Exilant und Staatsfeind Italiens und ist heute neben Arundhati Roy, Naomi Klein und Noam Chomsky einer der Vordenker der Anti-Globalisierungsbewegung.
Der Film erzählt sowohl die Geschichte der Utopie von 1968, die in Italien 10 Jahre dauerte, als auch von der Entstehung einer neuen globalen Protestbewegung zur Jahrtausendwende. Negris formuliert mit seinen Schriften, Ideen und Aktionen einen fundamentalen Einspruch gegen die kapitalistische Weltordnung.“
Das Landesverkehrsministerium hat die Veröffentlichung des Planfeststellungsbeschlusses zum „Westkreuz“ angekündigt. Es soll den EinwenderInnen in den nächsten Tagen zugestellt werden und vom 4. bis 19. Juni im Rathaus ausliegen. Die Ankündigung des Verkehrsministeriums. Als „Westkreuz“ wird das gigantische Bauprojekt bezeichnet, mit dem die Stadtautobahn (Westtangente) an der Abfahrt „Stahlhausen“ direkt an die A 40 angeschlossen werden soll. Gegen den angekündigten Beschluss müssen die AutowahngegnerInnen vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster klagen, wenn sie das Projekt auf rechtlichem Weg stoppen wollen.
Die Bochumer Initiative Südliches Afrika (BISA) hat beschlossen, einen Bus aus Bochum nach Heiligendamm und Rostock mit 200 € zu unterstützen. Die BISA setzt sich mit ihrer Arbeit für die Verbesserung der Lebensverhältnisse im südlichen Afrika ein – und muss immer wieder resigniert feststellen, dass so viele Bemühungen – von Betroffenen in den armen wie auch von solidarischen Menschen aus den reichen Ländern – nicht fruchten, schon allein weil die ungerechten Tausch- und Handelsbedingungen jedwede Entwicklung in weiten Teilen Afrikas unmöglich machen. Hungerlöhne, Kinderarbeit und hemmungslose Ausbeutung der natürlichen Umwelt sind die Begleitumstände der Globalisierung. Bedingungen, die Profitsicherung gewährleisten und „uns“ diejenigen, die vor diesem Elend flüchten, vom Hals halten – das sind die Dinge, die von den Mächtigen be- und abgesprochen werden. mehr…
Spendenaufruf der BISA für Busse nach Heiligendamm vom 20. 5. 2007
wie Sie wohl wissen und Ihr wohl wisst, wird landauf landab dafür mobilisiert, der „nicht gewählten Weltregierung der Globalisierung“ unsere Kritik, unseren Protest und unsere Warnungen in Rostock und Heiligendamm nahe zu bringen.
Wir warnen vor der Vernichtung unserer Umwelt, wir kritisieren die Marginalisierung von nahezu 80 % der Weltbevölkerung und protestieren gegen eine neoliberale Politik, die für die Mehrheit der Menschen schädlich ist, während eine Minderheit nicht mehr vorstellbare Gewinne einstreicht. Alle 3 Sekunden stirbt ein Kind in dieser Welt an den Folgen extremer Armut; bei den Nachrichten neuer Hungersnöte knallen die Sektkorken an den Börsen. Schwarz-weiß-Malerei? Leider ist es auf der Seite der Habenden genau so billig, wie es sich anhört – und auf der Seite der Armen, arm Gemachten und arm Gehaltenen genau so fürchterlich wie Ihr und Sie gelesen habt/haben: ALLE 3 SEKUNDEN!
Die Vorbereitung der Proteste und Vermittlung von Hintergrundinformationen kosten viel Geld. In Bochum gab es außerdem kurzfristig eine Finanzierungslücke für die Anmietung eines Busses, es werden nun Spenden auch dafür benötigt. Wir bitten deshalb Euch und Sie zu spenden, z.B. in Höhe des Preises für eine Fahrkarte. (30 €/erm. 20 €). Kto.Inhaber: attac Bochum Kto.-Nr.: 11 234 400 , bei: GLS Gemeinschaftsbank BLZ: 430 609 67 Stichwort: BUS g-8 Bochum
Mit herzlichem Dank und
freundlichem Gruß
Dagmar Wolf
Für die BISA
c/o Wallbaumweg 108,
44894 Bochum
0234-6871630
Montag 21.05.07, 07:00 Uhr
Heute,18.00 Uhr, das Filmfestival "ueber arbeiten" zeigt im Metropolis:
Im Rahmen des Filmfestivals „ueber arbeiten“ wird heute um 18.00 Uhr im Metropolis im Bochumer Hauptbahnhof „Des Wahnsinns letzter Schrei“ gezeigt. Der Film porträtiert Menschen, die unter Bedingungen von Hartz IV leben müssen. Er macht außerdem deutlich, wie fast alles, was Regierungspolitik und Wirtschaft als ökonomischen Sachzwang verkaufen, in Wirklichkeit reine Ideologie ist, mit der Macht- und Profitinteressen durchgesetzt werden sollen. Lokale PartnerInnen dieser Filmveranstaltung sind das Bochumer Sozialforum, die Unabhängige Sozialberatung, der ver.di-Erwerbslosenausschuss, der DGB Region Ruhr-Mark, die Arbeitsloseninitiative Werkschlag und der Arbeitskreis Erwerbslose der IG Metall. VertreterInnen dieser Gruppen und Organisationen werden im Anschluss an den Film zusammen mit dem Publikum über den Film und seine Themen diskutieren.
Die Diskussion wird von Vorsitzenden des DGB Ruhr-Mark Michael Hermund moderiert.
Zum Inhalt des Filmes: mehr…
Montag 21.05.07, 06:45 Uhr
Donnerstag, 24. Mai, 19.15 Uhr, Volkshochschule, Clubraum
Attac Bochum lädt in Kooperation mit der VHS ein: „Der nächste G8-Gipfel – das Treffen der Staats- und Regierungschefs der USA, Kanadas, Japans, Großbritanniens, Frankreichs, Italiens, Deutschlands und Russlands – findet vom 06. bis 08. Juni 2007 in Heiligendamm an der mecklenburgischen Ostseeküste statt. Die Weltwirtschaftsgipfel sind wichtige Knotenpunkte im institutionellen Netzwerk der herrschenden Weltordnung und ihre Politik steht für immer mehr Armut, Verschuldung, Umweltzerstörung und den Abbau sozialer und demokratischer Rechte.“ Werner Rätz arbeitet bei der ila in Bonn und ist Mitglied des Koordinierungskreises von attac. Zum Bochumer G8-Plenum.
SchülerInnen, die in Haushalten leben, die mit Arbeitslosengeld II auskommen müssen, sind nicht mehr von der Zuzahlungspflicht zu Lernmitteln befreit. Die schwarz-gelbe Landesregierung hat die Mittel hierfür gleich bei Amtsantritt gestrichen. In Bochum haben in den letzten beiden Jahren Übergangslösungen gegriffen. Die Verwaltung wurde jedoch vom zuständigen Ratsausschuss beauftragt, ein schlüssiges Konzept für die Zukunft vorzulegen. Die Linksfraktion fragt in Anbetracht des anstehenden Schuljahresbeginns nun nach, was die Verwaltung jetzt vorschlägt. Die Linksfraktion will auch konkret wissen: „Wie hoch wäre die zusätzliche finanzielle Belastung für die Kommune, wenn sie die Eigenanteile für alle Kinder aus ALG-II-Haushalten bzw. Kindern, die unter das Asylbewerberleistungsgesetz fallen, komplett übernehmen würde?“ Die Anfrage im Wortlaut.
Im Filmfestival „ueber arbeiten“ läuft am heutigen Sonntag Abend um 18.00 Uhr im Metropolis der Dokumentarfilm »Schwarzes Gold« von Marc und Nick Francis. Er zeigt das Netz von Abhängigkeiten in einer Weltwirtschaft, wo reiche Länder ihre Landwirtschaft großzügig subventionieren und dadurch die Preise – zum Schaden der südlichen Herstellerländer – niedrig halten. Das Bochumer Eine-Welt-Forum wird diesen Film inhaltlich ergänzen, Kostproben und Informationen über fair gehandelten Kaffee (Fair Trade) am Beispiel des “Bochum Kaffees†vorstellen. Dagmar Wolf (Eine Welt Forum Bochum) wird als Gesprächspartnerin zur Verfügung stehen. Zum Hintergrund des Filmes: mehr…
Seit ein paar Tagen ziert ein beeindruckendes Graffiti die U35-Unterführung an der Markstraße. Auf etwa 8 mal 2,50 Meter prangt der Schriftzug „NO G8“ und die Aufforderung „2.-8. Juni 2007 – Heiligendamm G8 versenken“. Mit dem Bild eines fahnenschwingenden Autonomen erteilen die SprayerInnen dem G8-Gipfel ihre eindeutige Absage. Bildergalerie
Treibgut-Autor Uli Schröder war heute in Wattenscheid und schickt folgenden Bericht: »„Kulturzentrum, Kulturzentrum“, skandierten über 200 enthusiastische KundgebungsteilnehmerInnen am Samstagnachmittag lautstark auf dem Alten Markt in der Wattenscheider Innenstadt. Unterstützt vom Gitarrenduo Volker & Ingmar sowie der Band Emscherkurve 77 stellte die Aktionsgemeinschaft Kulturzentrum Wattenscheid mit einem dreistündigen Multikunst-Programm aus Straßentheater und Musik von Jazz bis Punk eindrucksvoll unter Beweis, dass dieser Ort ein enormes kreatives Potential aufzubieten hat. Somit ist die Forderung an die Politik mehr als berechtigt, hier wie in anderen Bochumer Stadtbezirken endlich wieder eine zentrale Lokalität zu schaffen, um eine kontinuierliche Kulturarbeit zu ermöglichen. Damit könnte nach 10 Jahren ‚Förderpause‘ an die erfolgreiche Arbeit des 1997 geschlossenen Kulturladens Wattenscheid angeknüpft werden, der schließlich wegen zu geringer kommunaler Förderung finanziell kollabierte. mehr…
Am heutigen Samstagabend wird das Filmfestival „ueber Arbeiten“ im Metropolis um 18.00 Uhr mit einem Film über das weltweit drittgrößten Staudammprojekts, des Ralco in Chile, fortgesetzt. Der Film zeichnet nach, wie IWF und Weltbank die indigene Kultur der Mapuche-Pehuenche in diesem Bereich ausgelöscht haben. Der Film erinnert an die Geschichte der Mapuche: Weder Inkas noch die jahrhundertelange Besatzung durch spanische Kolonialherren hatten sie zuvor von ihrem angestammten Land vertreiben können. Jetzt liegt es unter der Wasseroberfläche des BÃobÃo-Flusses begraben. 1997 erwarb der spanische Wasserkonzern ENDESA den gesamten Strom vom chilenischen Staat. Durch Intrigen und staatliche Komplizenschaft gelang es, die einstigen AnwohnerInnen auszubooten. Der damalige Staatspräsident Eduardo Frei war mit einer Firma persönlich an ENDESA beteiligt und sorgte für die Kriminalisierung und Inhaftierung von Mapuche-AnführerInnen. Die Proteste blieben erfolglos. 2003 verließen die letzten Familien ihr Land, wurden umgesiedelt und müssen heute für den Strom, der aus der Überflutung ihres Besitzes gewonnen wird, bezahlen.
Salvador Millaleo wird den Film mit aktuellen Informationen ergänzen und steht für Fragen und Diskussionsbeiträge zur Verfügung. Er ist Mapuche aus Chile und hat die Kämpfe um das Projekt intensiv verfolgt.
Wer bis jetzt auf der Webseite der Stadt Bochum surfte, stieß schnell auf den Song „Bochum“ von Herbert Grönemeyer: „tief im westen – wo die sonne verstaubt – ist es besser – viel besser, als man glaubt – tief im westen – du bist keine schönheit – vor arbeit ganz grau…“ Seit heute wehrt sich das offizielle Bochum gegen diese Botschaft und startet eine Kampagne, wie jung und bunt Bochum doch sei. In den beiden kommenden Jahren sollen 900.000 Euro für „Bochum macht jung!“ zur Verfügung gestellt werden. Die Oberbürgermeisterin bezeichnet diese Aktion als „Profilierungsprozess“. Auf der Webseite werden 69 UnterstützerInnen aufgeführt. Zum Beispiel: Bahnhof Langendreer, BP, CDU, IHK, katholische Kirche, Linksfraktion.PDS, Studienkreis Film, Soziale Liste und Thealozzi.
Die Soziale Liste schreibt: »Das Bild einer „autogerechten Region Ruhrgebiet“ entwarf (Landes-) Verkehrsminister Wittke in seiner Rede zur Eröffnung der Baustelle zum Ausbau der A 40 am 16. Mai Wattenscheid. In brutaler Offenheit reihte er in seiner Rede Baumaßnahmen aneinander, die zeigen, wie die Bundes- und Landesregierung dem Autoverkehr Vorrang einräumen. Der schienengebundene Verkehr kam, wie der ÖPNV, nicht mit einer Silbe in der Rede vor.
Diese verfehlte Politik lässt sich in Wattenscheid besonders feststellen. „Der Wattenscheider Bahnhof verkommt und spielt bei der Verkehrsplanung offensichtlich keine Rolle mehr. Wie ist es anders zu verstehen, dass Züge wie der längst überfällige RRX an Wattenscheid vorbeifahren sollen“, so der Wattenscheider Stadtverordnete Günter Gleising.« Im Wortlaut
Pressemitteilung der Sozialen Liste vom 18.5.2007
Freitag 18.05.07, 16:53 Uhr
Die Auto-Lobby lässt grüßen - Soziale Liste befürchtet “Staubsauger-Effekt“ mit noch mehr Autos in Wattenscheid
Das Bild einer „autogerechten Region Ruhrgebiet“ entwarf (Landes-) Verkehrsminister Wittke in seiner Rede zur Eröffnung der Baustelle zum Ausbau der A 40 am 16. Mai Wattenscheid. In brutaler Offenheit reihte er in seiner Rede Baumaßnahmen aneinander, die zeigen, wie die Bundes- und Landesregierung dem Autoverkehr Vorrang einräumen. Der schienengebundene Verkehr kam, wie der ÖPNV, nicht mit einer Silbe in der Rede vor.
Die Soziale Liste, die die Proteste gegen den 6-spurigen Ausbau der A 40 unterstützt, befürchtet durch den sechsspurigen Ausbau der A 40 einen Staubsauger-Effekt, der noch mehr Autoverkehr nach Wattenscheid zieht. Gleichzeitig wird der öffentliche Nahverkehr unattraktiver gemacht (siehe Fahrpreiserhöhungen, Zugverspätungen und Ausfälle). Diese verfehlte Politik lässt sich in Wattenscheid besonders feststellen. „Der Wattenscheider Bahnhof verkommt und spielt bei der Verkehrsplanung offensichtlich keine Rolle mehr. Wie ist es anders zu verstehen, dass Züge wie der längst überfällige RRX an Wattenscheid vorbeifahren sollen“, so der Wattenscheider Stadtverordnete Günter Gleising.
Vor dem Hintergrund der Klima-Veränderungen, besser der Klima-Katastrophe, wäre es aus Sicht der Sozialen Liste notwendig, dem öffentlichen Personennahverkehr gegenüber dem Individualverkehr oberste Priorität beizumessen. „Auch alternative Antriebsenergien, Antriebe und Transportmittel böten ein reichhaltiges Betätigungsfeld. Doch Wittke und Co. machen das Gegenteil. „Die Auto-Lobby lässt grüßen,“ so Günter Gleising.
Freitag 18.05.07, 13:53 Uhr
Sonntag, 20.05, 19.04 Uhr, Radio Friedensplenum, Urbo (98.5 Radio Bochum):
Am Sonntag, den 20. Mai, läuft die nächste Sendung von Radio Friedensplenum im „Unabhängigen Radio Bochum“, Urbo. Das Team von Radio Friedensplenum schreibt zu dieser Sendung: „Dieses Mal gibt es eine Sendung mit zwei Themen: Zum einen berichten wir über eine Infoveranstaltung zu den Protesten gegen die alljährlich zu Pfingsten stattfindenden Treffen der Gebirgsjäger im bayrischen Mittenwald. Diese Treffen sind ein Indiz für die zunehmende Militarisierung unserer Gesellschaft.
Zum anderen über eine Führung zu den Stolpersteinen in Bochum mit dem Historiker Dr. Hubert Schneider. Diese Stolpersteine erinnern an die ermordeten, vertriebenen und letztendlich verschwundenen Jüdinnen und Juden in Bochum. Eingeladen hatte zu dieser Führung die Linkspartei PDS, die auch eine Patenschaft für einen Stolperstein übernommen hat: für Meier Brecher. Dieses war auch der Anlass für diese Führung. Zu empfangen ist die Sendung auf der Frequenz von 98,5 Radio Bochum.“
„Wir unterstützen Euch im Kampf gegen Lohndumping und Abbau von Sozialstandards“, erklärte der DGB Regionsvorsitzende Michael Hermund am Freitagvormittag vor den streikenden Telekom-MitarbeiterInnen in der ver.di-Zenrale an der Unistraße.
„Wir wissen, wenn Telekomvorstand und Teile der Politik sich durchsetzen, stehen andere Unternehmen und Branchen schon Schlange, um ebenfalls die Axt an tarifliche Standards zu legen“, so Hermund weiter.
„Dieser Streik ist nicht unverantwortlich. Diese Unternehmensführung und die Eigentümer sind unverantwortlich mit ihrem Ansinnen, 50.000 Menschen in eine Dumpingtochter auszugliedern. Wer 3 Milliarden an Dividende ausschütten kann, hat das moralische Recht verspielt, 40 % Lohneinbußen zu fordern.“
„Verantwortlich ist das Management“, rief Hermund, „die Beschäftigten wehren sich mit diesem Streik und leisten somit einem Beitrag zum Erhalt erträglicher Arbeitsbedingungen nicht nur für sich, sondern für alle Arbeitnehmer.“
Freitag 18.05.07, 07:49 Uhr
Filmfestival »ueber arbeiten« am heutigen Freitag:
Nachdem das Filmfestival „ueber arbeiten“ gestern Abend mit 50 BesucherInnen gestartet ist und eine recht interessante Diskussion über die Arbeit in Callcentern folgte, geht es heute um 18.00 Uhr im Metropolis mit einem Film über Casting im Filmgeschäft weiter. Zum Titel und Hintergrund: Am Anfang der Karriere großer Kinostars steht die Besetzungscouch – weniger Symbol für sexuelle Ausbeutung als für den schwierigen, schier ausweglosen Kampf, in Hollywood aufzufallen und für einen Film engagiert zu werden. Casting-Agenturen entscheiden über Erfolg und Flopp. Veit Helmers Dokumentation begleitet einige JungschauspielerInnen, wie sie nach Los Angeles kommen und dort ihr Glück versuchen. Sie legen kostspielige Fotomappen für die Bewerbung an und sprechen für unzählige Rollen vor. mehr…
Das G8-Plenum lädt am 30. Mai um 19 Uhr zu einer letzten Infoveranstaltung mit den aktuellsten News zu den Protesten in Heiligendamm ins Soziale Zentrum ein. U.a wird es dort Informationen zu rechtlichen Fragen geben.
Im G8-Büro im Sozialen Zentrum (DI & FR 16-19 Uhr) gibt es jetzt nur noch wenige Zugfahrkarten (für 15€/30€). Leider ist immer noch nicht geklärt, wann ein Bus aus Bochum nach Rostock fährt. Wir empfehlen, am Samstag oder Sonntag auf dem Festival in Essen Karten für die Busse aus Essen oder Dortmund zu kaufen.
In Anbetracht der Demonstrationsverbote und Durchsuchungen ruft das G8- Plenum alle Bochumer Gruppen und Einzelpersonen dazu auf, die bundesweiten Aufrufe zur Demonstration sowie zur Kampagne Block G8 zu unterstützen. Erfreulich ist, dass sich trotz oder wegen der polizeilichen Maßnahmen immer mehr Bands gefunden haben, die die Proteste mit Konzerten auf der Demo und den Aktionstagen unterstützen. Näheres ist hier und hier zu erfahren.
Donnerstag 17.05.07, 10:00 Uhr
Filmfestival "ueber arbeiten" ab heute täglich im Metropolis
Heute startet um 18.00 Uhr im Metropolis im Hauptbahnhof das Filmfestival „ueber arbeiten„. Eine Woche lang werden sich Filme und Diskussionen mit dem Themenbereich „Arbeit“ und „Globalisierung“ beschäftigen. Zu Beginn wird heute der Film „John & Jane“ gezeigt. Das Thema: Globalisierung durch Outsourcing. Dass US-VerbraucherInnen mit einem Callcenter in Indien verbunden werden, wenn sie eine Kundendienstnummer wählen, wird ihnen kaum auffallen. Den dortigen »Callagents« wurden die amerikanische Kultur und sogar verschiedene Regionaldialekte antrainiert. Der Film stellt sechs dieser TelefonarbeiterInnen vor. Ihre Haltung zu ihrem Job reicht von kritischer Distanz bis zu vorbehaltloser Identifikation mit dem amerikanischen Lifestyle.
Als Gesprächspartner wird vor und nach dem Film Erol Karakurt zur Verfügung stehen. Er ist Betriebsrat bei dem Online Shop “QVCâ€. Die inhaltliche Begleitung dieses Abend übernehmen Attac und Attac-Campus. Aichard Hoffmann von Attac wird die Diskussion moderieren.
Die Sonne schien über Wattenscheid. Der Verkehrsminister stand im vierspurigen Stau der A 40 und träumte vom sechsspurigen Ausbau des Staus. Wolken zogen auf. Der verspätete Minister begann von viel Protestrufen begleitet… mehr…
Die Sonne schien über Wattenscheid. Der Verkehrsminister stand im vierspurigen Stau der A 40 und träumte vom sechsspurigen Ausbau des Staus. Wolken zogen auf. Der verspätete Minister begann von viel Protestrufen begleitet seine Ansprache zum „ersten Spatenstich für den sechsspurigen Ausbau der A 40“. Ein Platzregen ergoss sich über Wattenscheid. Der abgeschirmte Minister erinnerte, wie Clement und Lammert vor 12 Jahre die rasche Bochumer Lösung ausgeheckt hatten. Die Ministerrede ging zu Ende. Die Würstchenbude durfte nun Brat- und Currywurst an die Anwesenden austeilen. Der Minister hatte keinen Spaten für den ersten Stich dabei. Stattdessen demolierte er ein Brückengeländer und bezeichnete dies als Baubeginn. Die Bürgerinitiative gegen die DüBoDo überreichte einen Kranz für das Millionengrab. Die Sonne schien über Wattenscheid. Bildergalerie
Das Bochumer G8-Plenum ruft alle BochumerInnen auf, sich aktiv an den G8-Protesten zu beteiligen. Dies betrifft in erster Linie die Beteiligung an den Aktivitäten rund um Heiligendamm in der ersten Juni-Woche. Aber auch in Bochum sind Aktionen geplant. Voraussichtlich werden an öffentlichen Orten aktuelle Videos aus den alternativen Mediennetzwerken gezeigt.
Eine weitere Form der Unterstützung des Protest besteht in Sach- und Geldspenden. Insbesondere die Camps benötigen noch Geldüberweisungen. Darüberhinaus sucht das G8-Plenum zusammen mit anderen lokalen Gruppen vor allem noch Großzelte, Biertische /Bänke und einen Bulli / 7,5t LKW zum Transportieren von Materialien. Wer weiterhelfen kann, ist aufgerufen sich beim G8-Plenum zu melden.
Der Senat der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EFH) in Bochum hat in seiner heutigen Sitzung mit einer Mehrheit von 10 zu 7 Stimmen bei einer Enthaltung einen Antrag angenommen, in der heutigen Sitzung keine Ordnung zur Einführung von Studiengebühren zu verabschieden. Die Gruppe von Studierenden an der EFH, die den Streik organisiert hatte, schreibt dazu: „Somit ist davon auszugehen, dass vorerst keine Studiengebühren an der Evangelischen Fachhochschule erhoben werden.
Die Senatssitzung begann in einem düsteren Szenario, das die Studierenden mit einem Spalier aus schweigenden Protestlern, begleitet von Trauermusik, und einem über dem Auditorium schwebenden Damoklesschwert gestalteten.
Es wurde deutlich, dass es an der Evangelischen Fachhochschule eine rege Debatte über die politischen Zusammenhänge gibt, in denen Studiengebühren eingeführt werden sollen. Die Studenten betonten immer wieder, dass sie die kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Bedingungen und der zur Zeit forcierten Bildungspolitik sehr schätzen. Sie forderten nun die Senatsmitglieder auf, dieser kritischen Meinung Ausdruck zu verleihen und als Hochschule ein deutliches Signal in der Debatte um Studiengebühren zu setzen. mehr…