Am 18. Mai findet von 14:00 bis 17:00 Uhr im Stadtarchiv ein Fachworkshop im Rahmen Klimaplan Bochum 2035 zum Thema klimagerechtes und freundliches Wohnen/Quartiere statt. In der Einladung heißt es: »Wie kann eine klimagerechte Quartiersentwicklung und energetische Bestandssanierung in Bochum gefördert werden? Wie lässt sich der kommunale Handlungsspielraum im Handlungsfeld Klimagerechtes und -freundliches Wohnen: Gebäudesanierung und Stadtentwicklung steigern und nutzen? Wie lässt sich der Wohngebäudeneubau klimaneutral gestalten? Der Fachworkshop dient dazu, bereits existierende Maßnahmen, Projekte und Aktivitäten mit neuen Ansätzen zu bündeln und diese gemeinsam zu konkretisieren.« Anmeldung: Kristine.Braun@gertec.de
Samstag 14.05.22, 10:22 Uhr
Voyage d'information autour de l'anneau.
Premier arrêt : "Fräulein Coffea"
Der „Heusner Vertriebenen Verband“ lädt am Dienstag, den 17. 5. um 16 Uhr zu einer Veranstaltung ins „Fräulein Coffea“, Oskar-Hoffmann-Straße 34 ein: »Das „Heusnerviertel“ war ein Stadtteil in Bochum-Hamme. Es umfasste mehrere Straßenzüge, Schulen, Geschäfte, zahlreiche Häuser, Höfe und Gärten. Hier lebten stets mehrere Hundert Menschen. Vor allem Familien, deren Männer in den nahen Krupp-Werken und Zechen arbeiteten. Seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts bestanden Pläne, dort eine Umgehungsstraße zu bauen. Die Pläne wurden immer wieder modifiziert und in den 80er Jahren sollte der Stadtteil der so genannten Westtangente weichen.
Vom 14. Mai bis 30. September ist in der Stadtbücherei die „Drei Steine – Ausstellung gegen Rechts!“ zu sehen. Auf der Webseite von Drei Steine heißt es dazu: »Bochum ist die Geburtsstadt des Autors der Graphic Novel „Drei Steine”. Dortmund-Dorstfeld, der Schauplatz und Tatort dieser Geschichte, ist nur 20 km von der Stadtbücherei Bochum entfernt. Die Ausstellung wird nun nach Aachen, Darmstadt, Witten und Ratzeburg zum fünften Mal in einer Stadtbücherei gezeigt und dies ist ingesamt die 18. Station der Ausstellung “Drei Steine“, die inzwischen über 150.000 Besucher*innen erlebt haben.
Die Volkdhochschule bietet in Kooperation mit dem Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ am Samstag, 14. Mai, von 14 bis 16.15 Uhr eine Radtour zu ehemaligen Zwangsarbeiterlagern in Bochum (Kursnummer E12007) an: »Die Exkursion soll Kenntnisse darüber vermitteln, unter welchen Bedingungen die Betroffenen in den Rüstungsbetrieben des „Dritten Reiches“ arbeiten mussten. An verschiedenen Stationen wird die Geschichte der Menschen und der Lager erläutert: Die „Stolperschwelle“ am Kreisverkehr Kohlenstraße gehört dazu, wie auch der Gedenkort zur Erinnerung an das ehemalige Außenlager des KZ Buchenwald an der Brüllstraße. Die Teilnehmenden besuchen das Zwangsarbeiterlager „Saure Wiesen“ und die Erinnerungstafel für das Lager Mariannenplatz.« Treffpunkt ist der Westpark / Parkplatz am Gewerkschaftshaus, Alleestraße 80.
Mittwoch 11.05.22, 20:06 Uhr
Sondervorstellung mit Filmgespräch mit Regisseur Franz Böhm
Am 20. Mai um 18:00 Uhr wird deutschlandweit zeitgleich in zahlreichen Kinos der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm “Dear Future Children” über junge Aktivistinnen, die sich in Hongkong, Uganda und Chile für Demokratie, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit einsetzen, zu sehen sein. Im Anschluss an den Film findet ein per Livestream in den Kinosaal übertragenes Filmgespräch – u.a. mit Regisseur Franz Böhm – statt, bei dem das Publikum auch die Möglichkeit haben wird, Fragen zu stellen. In Bochum wird der Film im Metropolis Kino gezeigt und von Amnesty International Bochum mit einem Infostand begleitet.
Die Stadtverwaltung hat heute in einem Pressegespräch ihre Planungen für die zukünftige Gestaltung des Husemannplatzes vorgestellt. Nach dem Weihnachtsmarkt soll der Platz ab Anfang 2023 in den folgenden zwei Jahren umgestaltet werden. Zukünftig soll der Platz eine große freie Fläche bieten. Am Rand wird es u.a. einen begrünten Pavillon geben, der eine Gastronomie beherbergt. Auf der vom Platz abgekehrten Seite des Pavillons ist ein Schaufenster mit einer Reproduktion der Gedenktafel, die jetzt an Fritz Husemann erinnert, vorgesehen. Ein Wasserspiel am Rand zur Kortumstraße soll Wassernebel produzieren, in dem digitale Bilder projiziert werden können. Die in der Tiefgarage unter dem Platz eingelassenen Tröge für Bäume werden neu bepflanzt. Die Zahl von Sitzmöglichkeiten, die nicht zur Außengastronomie gehören und ohne Verzehrzwang genutzt werden können, sollen nicht verringert werden.
Die Stadt Bochum lädt ein zum „Marktplatz der Ideen“: Anregungen zur Neugestaltung des Bahnhofs Wattenscheid gefragt — am 18. Mai von 12-19Uhr — ist das ein erster Schritt zu endlich mal ein kleinwenig Bürgerbeteiligung? Die Einladung der Stadt im Wortlaut: Neben der Neugestaltung des Empfangsgebäudes und des Bahnhofsvorplatzes soll auch der Verkehr neu geordnet und Bushaltestellen direkt vor den Bahnhof verlagert werden. Zudem soll ein neu entstehendes Mobilitätsterminal zukünftig Parkplätze, Leihangebote und E-Lademöglichkeiten kombinieren. Interessierte erhalten vor Ort einen Einblick in die grundsätzlichen Entwicklungsziele sowie die aktuelle städtebauliche Planung zur Neugestaltung des Bahnhofs. Diese Planungen arbeiten die Büros Mäckler Architekten und Pesch Partner Architekten Stadtplaner weiter aus.
Beim „Marktplatz der Ideen“ haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, den Planungsprozess aktiv mitzugestalten und ihre Ideen zum Bahnhofsumfeld, zu Service-Angeboten im Bahnhofsgebäude und zum neuen Mobilitätsterminal einzubringen. Für Informationen und den Austausch stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt zur Verfügung, ab 16 Uhr zudem Vertreterinnen und Vertreter der verantwortlichen Planungsbüros.
Die Wasserwelten GmbH rief vor einiger Zeit dazu auf, an einer Ideensammlung online teilzunehmen. Diese Sammlung ist zu Ende und nun sieht man auf der Seite – nichts. Christina Seidenstücker kritisiert die fehlende Transparenz und adressiert ihren offenen Brief an den Aufsichtsratsvorsitzenden Eiskirch: »ich wende mich im Auftrag der Initiative „Das Freibad Langendreer darf nicht baden gehen“ an Sie und beziehe mich auf unsere Mail vom 13. April an die Wasserwelten Bochum.
Sie haben eine Ideensammlung für das Freibad Langendreer durchgeführt. Diese endete planmäßig Anfang letzter Woche zum Ende der Osterferien.
Schon in unserer ersten Email haben wir die fehlende Transparenz der Umfrage kritisiert: Es war weder möglich, nach Absenden den eigenen Beitrag einzusehen, noch waren die Beiträge der anderen Teilnehmenden sichtbar.
Die Radwende ruft in ihrer aktuellen Pressemitteilung am 14. Mai 2022 um 14 Uhr zur Teilnahme am Kidical Mass auf: »Unter dem Motto „Uns gehört die Straße“ soll bei dieser Fahrraddemonstration auf die Situation von Kindern und Jugendlichen die mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs sind hingewiesen werden. Nach der Demonstration wird es ein buntes Kinderfest geben.
Italien eröffnet am 21.05.2022 die Vorverhandlung gegen vier Mitglieder der Iuventa Crew. Ihnen drohen 20 Jahre Gefängnis, weil sie mehr als 14.000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet haben. Amnesty International Bochum ruft daher für den 21. Mai zu einer Mahnwache auf dem Rathausvorplatz (Willy-Brandt-Platz) auf. Neben der solidarischen Unterstützung der Iuventa-Crew und vielen anderen Organisationen und Einzelpersonenen, die wegen ihres Einsatzes für Geflüchtete kriminalisiert werden, möchte Amnesty dabei auch auf die Seenotrettungspatenschaft der Stadt Bochum aufmerksam machen. Im Rahmen der Kampagne „Bochum rettet!“ verdoppelt die Stadt derzeit Spenden an die Seenotrettungsorganisation Sea-Eye e.V.
am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa durch die vollständige bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Wir feiern heute 77 Jahre der Befreiung Deutschlands vom Nazismus, das Ende des größten Blutvergießens der Weltgeschichte, die Rettung der europäischen Juden vor der vollständigen Vernichtung.
Im Zweitem Weltkrieg haben 60 Millionen Menschen ihr Leben verloren, fast die Hälfte davon waren Zivilisten. Jeder Zehnte war Jude.
In dieser Woche läuft im Kino Endstation der Film „We are all Detroit – Vom Bleiben und Verschwinden“ an. Am Samstag werden dann die Filmemacher:innen Ulrike Franke und Michael Loeken anwesend sein und für ein anschließendes Regiegespräch zur Verfügung stehen. Die Ankündigung von endstation.kino: »Ulrike Franke und Michael Loeken werfen immer wieder genaue und emphatische Blicke auf ihre Protagonisten. In ihrem neuesten Film beleuchten sie die Parallelen zwischen zwei Städten auf verschiedenen Kontinenten: Bochum im Ruhrgebiet und Detroit im Rust Belt der USA. Beide Städte wurden von der Autoindustrie geprägt. Und sowohl der Beginn als auch das Ende der Autoindustrie in Bochum wurden in Detroit besiegelt. Hier wie da sind die Menschen nach dem Ende des Industriezeitalters auf der Suche nach einer neuen Identität.
Im Rahmen des Klimacamp wird das Netzwerk Stadt für alle bei einer Veranstaltung am Donnerstag, den 12.5., das Thema einer „zukunftsfähigen Wohnungspolitik“ ins Zentrum stellen: »Im zweiten Halbjahr 2022 wird die Stadt zentrale Maßnahmen im Bereich Wohnen im Rahmen des Handlungskonzeptes überarbeiten. Bisher war die Vorgabe vor allem Neubau zu errichten. Diese Strategie stieß bei Anwohnerinitiativen, Klimagruppen und sozialpolitisch motivierten Akteuren auf Widerspruch. Denn mit neuen überwiegend hochpreisigen Neubau wird weder ärmeren Mieter:innen noch dem Klima geholfen. Klimaschutz und bezahlbares Wohnen muss kein Widerspruch sein.
Gedenken an die Zwangsarbeiter im Lager Bergener Straße Bochum-Hiltrop am 8. Mai 2022
Schüler:innen der Mont-Cenis-Gesamtschule in Herne präsentierten auf dem Gedenkrundgang zum Tag der Befreiung die Ergebnisse ihrer Recherchen zum Zwangsarbeiterlager Bergener Straße
Das Bündnis gegen Rechts und der Kinder- und Jugendring hatten am gestrigen Sonntag, dem Tag der Befreiung, zu dem traditionellen Gedenkrundgang auf dem Friedhof am Freigrafendamm eingeladen. Michael Niggemann von der VVN-BdA erinnerte am Ehrenrundplatz, dass hier eine der wenigen Gedenkstätten in Deutschland für die im allgemeinen Bewusstsein vergessenen Widerstandskämpfer steht. An vielen Orten habe es Widerstand gegeben. Allerdings sei dieser Widerstand bereits kurz nach dem Krieg kleingeredet und verschwiegen worden. Die Rede im Wortlaut. Jennifer Haas machte darauf aufmerksam, dass direkt neben dem Friedhof das Fritz Bauer Forum, in dem sie arbeitet, seinen neuen Platz finden wird. Das Forum habe das Ziel, Geschichten, wie die der hier begrabenen Zwangsarbeiter*innen nicht zu vergessen, sondern diese zu thematisieren, aufzuarbeiten und denen eine Stimme zu geben, die sie nicht mehr haben. Aber auch die Stimmen derer zu Wort kommen zu lassen, die ihre Geschichten erzählen können und wollen. Eine diese Stimmen, die nicht vergessen werden darf, sei Esther Bejarano. Die Rede im Wortlaut.
Die Linksfraktion hat eine Anfrage an die Verwaltung gestellt, um zu erfahren, wieviele Wohnungen außerplanmäßig in den nächsten Jahren aus der Mietpreisbindung fallen werden. Zu der eingegangenen Antwort teilt die Linksfraktion mit: »Die Krise beim bezahlbaren Wohnraum spitzt sich in Bochum weiter zu. In den nächsten zehn Jahren sinkt die Zahl der mietpreisgebundenen Wohnungen um weitere 4.505 Wohneinheiten. Im selben Zeitraum sollen nach den Plänen von SPD und Grünen nur 2.000 neue Wohnungen mit Mietpreisbindung entstehen. Das ergibt die Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Linksfraktion.
Herzlichen Dank, dass ich heute, am Tag der Befreiung, einen der Wortbeiträge übernehmen darf. Wir stehen hier auf dem Hauptfriedhof West am Grabfeld 19, einem der zwei Grabfelder, auf dem insgesamt 1720 Zwangsarbeiter*innen verschiedener Nationalitäten bestattet sind. Auf der Ostseite des Friedhofs befindet sich die Baustelle des Fritz Bauer Forums mit Bibliothek und Archiv, für die ich tätig bin. Ich möchte kurz ein paar Worte zum Projekt sagen. Im Fritz Bauer Forum, und vor allem in der physischen und digitalen Bibliothek, ist unser Ziel ebensolche Geschichten, wie die der hier begrabenen Zwangsarbeiter*innen nicht zu vergessen, sondern diese zu thematisieren, aufzuarbeiten und denen eine Stimme zu geben, die sie nicht mehr haben. Aber auch die Stimmen derer zu Wort kommen zu lassen, die ihre Geschichten erzählen können und wollen.
Unser Rundgang an jedem 8.Mai ist auch immer eine Aussage gegen den Krieg. Wir erinnern an Opfer und Täter des Eroberungskrieges von 1939 bis 1945. Wir werden die Opfer nicht vergessen: Frauen und Männer die im Widerstand gegen den Faschismus waren, Frauen und Männer, die als ZwangsarbeiterInnen verschleppt und ausgebeutet wurden, Jüdinnen und Juden, die ermordet wurden Sinti und Roma, Homosexuelle und alle anderen Menschen, die der rassenideologischen Vorstellung der Nationalsozialisten nach „minderwertig“ waren. „Landtag Nazifrei“, unsere Kampagne gegen die AfD und andere rassistische Parteien sollte heute mein Thema sein. Gründe zu liefern, Begründungen vorzutragen und zu beschreiben, dass die AfD, Die Basis, die Rechte rassistische Parteien sind, mit antisemistischen Tendenzen, migrantenfeindlichen Positionen, etc. wäre einfach und auch eine Woche vor der Landtagswahl berechtigt.
Wir stehen hier am Ehrenrundplatz, eine der wenigen Gedenkstätten in Deutschland für die im allgemeinen Bewusstsein vergessenen Widerstandskämpfer. An dieser Stelle, wo sich die Hauptwege des Friedhofs treffen, an diesem besonderen Platz, gedenken wir acht Widerstandskämpfern gegen Faschismus und Krieg, die der linkssozialistischen und kommunistischen Arbeiterbewegung angehörten. Aber es waren nicht die einzigen Widerstandskämpfer. An vielen Orten in den Städten und Dörfern Deutschlands gab es Widerstand. Allerdings ist dieser Widerstand bereits kurz nach dem Krieg kleingeredet und verschwiegen worden. Umso wertvoller ist die Erinnerung an Bochumer Widerstandskämpfer:innen, die auch in Konzentrationslagern bzw. Zuchthäusern der Faschisten umgebracht wurden.
Szenisches Streiktraining für Pflegekräfte und ihre Verbündeten im Bahnhof Langendreer, Studio 108 am Mo 16. Mai 2022, 19:00 Uhr
»Die Politik der letzten Jahrzehnte hat das Krankenhaus zu einem Ort von Kostendruck und Zeitnot gemacht. Zu kleine Teams für zu viele Patient:innen, starre Hierarchien und zusätzliche Einsparungen erschweren es Pflegekräften massiv, den Patient*innen und sich selbst gerecht zu werden.
ERNTE? HILFE! feierte im Dezember 2021 in Kooperation mit dem Stadtkollektiv am Düsseldorfer Schauspielhaus Premiere und ist zur Erntesaison 2022 in Deutschland on tour. ERNTE? HILFE! ist das erste Theaterstück von und mit rumänischen Ernte-Arbeiter:innen in Deutschland .Am 14. Mai 2022 um 20 Uhr ist es im ZEITMAUL-Theater Bochum. Imbuschplatz 11, zu sehen. Es dauert 70 Minuten und anschließend findet ein Publikumsgespräch statt – in deutscher und rumänischer Sprache mit Übertiteln.
Foto: Melanie Zanin
Aus der Pressemitteilung: »Wie viele Äpfel pflückst du in einer Stunde? Wie viele Erdbeerenerntest du an einem Tag? Wie viel Spargel stichst Du in einerWoche? Wie geht die Abschaffung der „modernen Sklaverei“ in Deutschland?
Am Sonntag, den 15. Mai lädt die Initiative Nordbahnhof um 11:00 Uhr und 13:00 Uhr zu einer Lesung ein: »Der Nordbahnhof Bochum ist einer der Orte, von denen Deportationen ausgingen. An diesem authentischen Ort geben wir in einer szenischen Lesung deportierten Menschen aus Bochum eine Stimme. Bei den gelesenen Texten handelt es sich um zeitgenössische Quellen und spätere Erinnerungen von Überlebenden. Der Bogen der Texte spannt sich von der sogenannten „Polen-Aktion“ Ende Oktober 1938, in deren Verlauf 17.000 polnische Jüdinnen und Juden aus dem Deutschen Reich nach Polen abgeschoben wurden, bis zu den drei großen Deportationen nach Riga, Zamość und Theresienstadt 1942.
Am Sonntag, den 15. Mai um 18 Uhr lädt der Bahnhof Langendreer in Kooperation mit Connection e.V und DFG-VK Bochum zu einer Lesung mit Musik unter dem Titel „Run soldier run“ ein: »Vier Personen stehen für viele andere: Sie widersetzen sich dem Gehorsam, dem Militär, dem Krieg. In zwei Mal 45 Minuten Collage wechseln Talib Richard Vogl und Rudi Friedrich Texte von den Verweiger:innen ab mit Szenen, Gedichten und Liedern.
Esther Bejarano (Foto) warb dafür, den heutigen 8. Mai als Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus zum gesetzlichen Feiertag zu machen. Am nächsten und übernächsten Samstag bieten die Volkshochschule und die Fritz Bauer Bibliothek zwei Kurse an, die sich intensiv mit der Biografie von Esther Bejarano befassen. Die interaktive Fritz Bauer Bibliothek erforscht und veröffentlicht die außergewöhnlichen Geschichten von Menschen, die weltweit für die Menschenrechte kämpfen – die eigenen und die von Anderen. Was bringt Menschen dazu, sich zu widersetzen? Woher nehmen sie die Kraft dazu, in Situationen, in denen andere, oft alle, verstummen und sich nicht selten Unrecht und Ungerechtigkeit anpassen?
Der Kinder- und Jugendring berichtet über die in dieser Woche stattgefundenen U 18-Wahlen im Vorfeld der Landtagswahl in NRW am kommenden Sonntag: »An den Wahlen haben sich in Bochum 2.774 Kinder und Jugendliche beteiligt. Davon haben 153 Jugendliche im Wahlkreis Bochum I, 542 Jugendliche im Wahlkreis Bochum II und 2079 Jugendliche im Wahlkreis Bochum III ihre Stimme abgegeben. Mehrheitlich haben die Jugendlichen die SPD gewählt, die die U-18 Wahl in Bochum vor der CDU gewonnen hat. Nennenswerte Stimmengewinne haben auch die Grünen, die FDP, die Linken, die AfD, die Tierschutzpartei und Die Partei erzielt.
Hundert Menschen waren gestern dem Aufruf von Fridays for Future (FFF) gefolgt. Zur Begrüßung sagte eine Vertreter*in von FFF: »Wir stehen heute hier, weil in einer guten Woche, am 15. Mai Landtagswahlen in NRW sind. Die aktuelle Klimapolitik der Landesregierung steckt fest und anstatt Maßnahmen aktiv anzugehen und umzusetzen, werden einer klimagerechten Zukunft immer mehr Steine in den Weg gelegt. Und das obwohl vorgestern, am Mittwoch, der German Overshoot Day war. Das bedeutet, dass seit vorgestern Deutschland alle Ressourcen für das ganze Jahr 2022 aufgebraucht hat, die bei einer ökologischen Nutzung zur Verfügung stehen würden. Wenn man sich das vorstellt wie ein Konto mit Geld drauf, dass für ein ganzes Jahr bestimmt ist, dann sind wir seit vorgestern pleite. Nach nicht einmal einem halben Jahr. Nur dass es leider um unsere Lebensgrundlage geht und nicht um irgendwelche Kontos.« Zur vollständigen Rede. Die Radentscheid-Initiative erläuterte, warum es erforderlich ist, gegen die Nichtzulassungs des Radentscheides durch den Rat zu klagen. Zur vollständigen Rede.
Samstag 07.05.22, 16:04 Uhr
Redebeitrag des Radentscheids auf der #NRWgenugVerwüstet-Demo am 6. Mai 2022
Hallo ich bin Hubert Gabriel vom RadEntscheid Bochum und will euch ganz kurz etwas zum Stand der Dinge beim RadEntscheid Bochum erzählen. In Bochum sind von 1100 Straßenkilometern schätzungsweise 215 sogenannte „Radwege“, davon 141 kombinierte Fuß-und Radwege, nur circa 64 km sind echte Radfahrwege. Bochum ist immer noch Autostadt. Der Autowahn geht immer weiter, das zeigen die immer noch steigenden Zulassungszahlen von PKWs und vor allem der beliebten SUVs, die eher an Militärfahrzeuge als an moderne Fortbewegungsmittel erinnern. Trotz Corona und weniger PKW-Verkehr wurden die Klimaziele für den Verkehrssektor für 2021 für Deutschland verfehlt. Dabei macht gerade auch dieser Sektor abhängig von fossilen Energieimporten vor allem Öl und trägt erheblich zum Klimawandel bei. Weniger Abhängigkeit von Öl bedeutet auch weniger Abhängigkeit von Staaten in denen die Menschenrechte missachtet werden. Wie Russland, Libyen oder Saudi Arabien. Deshalb ist es wichtig nicht nur die regenerative Energieversorgung, sondern auch ÖPNV und Fahrradinfrastruktur massiv auszubauen.
Wir stehen heute hier, weil in einer guten Woche, am 15.Mai Landtagswahlen in NRW sind. Die aktuelle Klimapolitik der Landesregierung steckt fest und anstatt Maßnahmen aktiv anzugehen und umzusetzen, werden einer klimagerechten Zukunft immer mehr Steine in den Weg gelegt. Und das obwohl vorgestern, am Mittwoch, der German Overshoot Day war. Das bedeutet, dass seit vorgestern Deutschland alle Ressourcen für das ganze Jahr 2022 aufgebraucht hat, die bei einer ökologischen Nutzung zur Verfügung stehen würden. Wenn man sich das vorstellt wie ein Konto mit Geld drauf, dass für ein ganzes Jahr bestimmt ist, dann sind wir seit vorgestern pleite. Nach nicht einmal einem halben Jahr. Nur dass es leider um unsere Lebensgrundlage geht und nicht um irgendwelche Kontos. Wenn alle Menschen in allen Ländern der Welt so leben würden wie wir, bräuchten wir drei Erden.
Die Rojava-Solidarität Bochum lädt zu einer Theateraufführung des Bochumer Kunstmuseums am Freitag, den 13. Mai von 18:30 bis 22:00 Uhr mit der Volksbühne Basel ein. Der Titel „Shengal – die Kraft der Frauen“. Das Museum schreibt über die Vorstellung: »In dem Theaterstück erzählen Frauen und Männer aus dem Shengal-Gebiet (das letzte noch bestehende Siedlungsgebiet der êzidischen Bevölkerung im Nord-Irak), wie sie nach der Befreiung vom sogenannten islamischen Staat beginnen, auf den Ruinen des Krieges ein neues Gesellschaftsmodell aufzubauen. Kein einfaches Unterfangen, aber eines, das großen Mut und Hoffnung transportiert.
bANDISTA ist ein 2006 gegründetes Musik-Kollektiv aus Istanbul. COMPANIA BATACLAN ist eine 6-köpfige Band aus NRW. Zusammen spielen sie am Samstag, 14. Mai um 20 Uhr im Bahnhof Langendreer (Halle). Die Karten kosten im Vorverkauf und ermäßigt 15 €, an der Abendkasse 18 €. Die Ankündigung: »Das Wort bANDISTA, Wortspiel eines 2006 gegründeten Musiker*innen-Kollektivs, bedeutet im ursprünglichen Sinne Bando Istanbul. mehr…
Der Vorsitzende der Bochumer MLPD ruft in einer Pressemitteilung zu einer Protestkundgebung des „Bochumer Widerstandskomitee gegen die Weltkriegsgefahr“ auf: „Die Bundeswehr will sich bei der Berufsinformationsmesse in der Jahrhunderthalle als „Jobangebot“ verkaufen.“ Die Messe läuft tatsächlich heute und morgen. Falls Leser:innen sich wundern, warum das Bochumer Friedensplenum nicht – wie in den letzten 15 Jahren üblich – den Auftritt der Bundeswehr stört, lässt sich dies leicht aufklären: Die Bundeswehr hat erfreulicher Weise ihre Teilnahme abgesagt. Sie wurde auch aus dem Ausstellerverzeichnis auf der Webseite der BIM entfernt. In den Jahren als die Bundeswehr auf der Messe präsent war, hat es keine nennenswerten Proteste der MLPD gegeben.
RadEntscheid Bochum, ADFC Bochum, VCD Gelsenkirchen-Herne-Bochum und Radwende Bochum teilen in einer Pressemitteilung mit, dass sie bei der Verkehrswende-Demo am 8. Mai in Düsseldorf dabei sind.
Das Bochumer Komitee der Volksinitiative für gesunde Krankenhäuser in NRW – für Alle ruft auf, sich am kommenden Samstag 7.5. an der Demonstration in Düsseldorf zu beteiligen, mit der die Entlastung von Pfleger:innen in Krankenhäusern unterstützt werden soll. Geplant ist, gemeinsam um 10:57 mit dem RE 1 nach Düsseldorf zu fahren.