Nie wieder – nie wieder soll ein Mensch erleiden, was wir in Hiroshima erleiden mussten, ist die Botschaft und der Auftrag von Shigemi Ideguchi , die seine Enkelin Rima für uns hat. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, sagte ganz in diesem Sinn: Wir müssen die Atomwaffen vernichten, bevor sie uns vernichten. Er eröffnete mit diesen Worten am 21. Juni dieses Jahres in Wien die erste UNO-Konferenz über den völkerrechtlich verbindlichen Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen. Als langjähriges Mitglied der Internationalen Ärzte für die Verhinderung eines Atomkriegs – IPPNW- konnte ich als Beobachterin an dieser Konferenz teilnehmen. Mein Name ist Ingrid Farzin (Foto), ich war bis 2017 als Allgemeinmedizinerin hier in der Huestrasse tätig und bin jetzt im Ruhestand.
„Hier müssten doch mindestens 50/100 Leute stehen und zuhören“, meinte ein Passant angesichts der Aktion des Friedensplenums zur Erinnerung an den ersten Abwurf einer Atombombe am 6. August 1945 auf Hiroshima und zur Warnung vor einer Politik, die glaubt, mit immer mehr nuklearer Abschreckung dem Risiko eines atomaren Infernos entgehen zu können. Gemeint war das eindrucksvolle Programm, bei dem, begleitet von Posaunenklängen, Fabian Liedtke aus den Erinnerungen Shigemi Ideguchis, des japanischen Großvaters seiner Frau las. Der hatte das Grauen nach dem Abwurf miterlebt, seine Erinnerungen im Buch „Raben und Singvögel waren auch nicht mehr da“ festgehalten und sein Leben lang die Warnung vor diesen mörderischen Waffen weitergetragen. Ingrid Farzin (Friedensplenum/IPPNW) berichtete von ihrer Teilnahme an der ersten Konferenz zum UN-Atomwaffenverbotsvertrags in Wien. Die Rede im Wortlaut.
Werner Blumenthal wurde als Sohn jüdischer Kaufleute 1923 in Bochum geboren. Er überlebte die Nazizeit durch rechtzeitige Auswanderung. Erst nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück. Das Leben des Friedens- und Anti-AKW-Aktivisten ist jetzt als Buch erschienen.
Die Bochumer Linksfraktion verfolgt mit Sorge die Debatte über die Fortsetzung des 9-Euro-Ticktes. Bisher zeichnet sich keine Nachfolgelösung für das erfolgreiche Ticket ab. Mit einer Anfrage will die Linksfraktion im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur klären, inwiefern sich die Verwaltung für das 9-Euro-Ticket eingesetzt hat.
In Gedenken an Josef Anton Gera veranstaltet das Antifaschistische Kollektiv Bochum – non a parole – einen Filmabend am Samstag, 6.8.2022, ab 19:30 im Bochumer Westpark. Dazu schreiben sie: »Noch immer sind wohnungslose Menschen besonderen Gefahren ausgesetzt – darüber möchten wir ins Gespräch kommen. Umsonst und draußen. Vor Ort wird auch der Bodo e.V. sprechen. Für Essen und Getränke ist gesorgt, mit freundlicher Unterstützung vom FSR Sozialwissenschaft ;). Seid gespannt auf den Film und bringt eure Freund*innen mit!«
(*MIV :: Motorisierter Individual- Verkehr) Im Juli’22 stieg die Anzahl zugelassener Fahrzeuge sowohl im Vergleich zum Juni wie auch im Vergleich zum Vorjahr .
Laut Pressemitteilung der Stadt Bochum: >>In Bochum waren im Juli insgesamt 262.486 Fahrzeuge aller Klassen gemeldet. Das sind 445 mehr als im Juni ’22 und 1.570 mehr als im Juni 2021. Der PKW-Bestand stieg um 299 auf insgesamt 210.365. Die Zahl der zugelassenen PKW stieg im Vergleich zum Jahr 2021 um 1.023 . Außerdem sind 11.430 E-Hybrid-Fahrzeuge in Bochum gemeldet, 157 mehr als im Vormonat. Die Zahl der echten Elektrofahrzeuge erhöhte sich im Juli um 93 und liegt bei 3.928 . Im Juli 2021 waren es 2.684.<< Und hier die Zusammenfassung in einer tabellarischen Darstellung:
( PV : Photovoltaik) >>Die Volkshochschule (VHS) Bochum bietet im August zwei kostenfreie Online-Vorträge zum Thema „Sonnenklar – Solarstrom nutzen“ an. Interessierte können sich unter der Rufnummer 02 34 / 910 – 15 55 oder im Internet unter www.vhs-bochum.de anmelden. Energie-Beraterinnen und -Berater der Verbraucherzentrale NRW erklären am Dienstag, 9. August, und Montag, 22. August, jeweils von 17 bis 18.30 Uhr, was nötig ist, um die selbst erzeugte Sonnenenergie in das Hausnetz einzuspeisen und wie sich damit Batteriespeicher, Wärmepumpe und Elektroheizstäbe für Heizung und Warmwasseraufbereitung betreiben lassen.
Das Bochumer Friedensplenum wird am Samstag, den 6. August von 12 – 14 Uhr im Bereich des Bongard-Boulevards vor der Drehscheibe – wie in den vergangenen Jahren – an den ersten Atombombenabwurf auf mehr als hunderttausend Menschen erinnern. Das Friedensplenum schreibt: »Am 6. August 1945 wurde die japanische Stadt Hiroshima durch eine Atombombe der USA dem Erdboden gleichgemacht: 78 000 Menschen verbrannten sofort, weitere 122 000 starben an den Folgen der Explosion. Die zweite Atombombe auf Nagasaki drei Tage später tötete mehr als 60 000 Menschen.
Kinotrailer "Wie im echten Leben" - DF - Kinostart 30. Juni 2022
Im Kino Endstation herrscht alles andere als Sommerpause. Die Ankündigung des Kinos in dieser Woche: »Schauspiellegende Juliette Binoche erfindet sich auf geniale Weise neu. In Wie im echten Leben, ab Do., 04.08. im endstation.kino, spielt sie die renommierte Schriftstellerin Marianne und beginnt ein Doppelleben auf Zeit. Sie gibt allen Komfort der Pariser Kulturelite auf und reist in die nordfranzösische Hafenstadt Caen, wo das Wetter launisch ist und das Leben rau. Im Jobcenter gibt sie vor, nach einer Scheidung jede Stelle anzunehmen – egal wie schmutzig sie sich die Hände macht.
Die Regionalgruppe Bochum von attac ruft auf zur Europäischen Sommeruniversität in Mönchengladbach: »Die Bochumer Gruppe von attac hält diese Sommeruni angesichts des aktuellen Geflechts von Krisen für ein wichtiges Ereignis, das vielleicht ein wenig dazu beitragen kann, dass linke Kritik und Alternativen wieder stärker sichtbar werden: bei einer Energiekrise, die untere und mittlere Einkommen dramatisch belasten, einer Inflation die neue Armut im Lande prodizieren wird. In Zeiten, wo Laufzeitverlängerungen von AKW’s und Fortdauer von Kohleverstromung vorangetrieben werden anstatt endlich der Klimakrise wirklich den Kampf anzusagen. Die sozialen und linken Bewegungen müssen sichtbarer und hörbarer werden.
Das Nachhaltigkeitsforum an der RUB beendet seine Veranstaltungsreihe im Sommersemester mit einem Workshop am 9.8., 17.00 -19.00 Uhr. Es geht in dem Workshop um den ethischen Konsum. Das Nachhaltigkeitsforum schreibt: »Dabei soll in dem Workshop der Frage nachgegangen werden, wie viel Einfluss wir als einzelne Konsument*innen im Kampf gegen die Klimakrise haben. Dazu untersuchen wir, woher dieser Fokus auf individuelle Verantwortung kommt und wozu dieser verengte Fokus nützt. Und wo er schaden (kann).
Die bundesweite Initiative #IchBinArmutsbetroffen ruft in vielen Städten zu neuen Protesten auf. Die Bochumer Aktion soll am Samstag, 6. August 2022, 14 Uhr, am Hauptbahnhof stattfinden.
Die Initiative erklärt: »Angesichts der explodierenden Energie- und Lebensmittelpreise wächst die Not von 13,8 Millionen Armutsbetroffenen weiter an. Doch auch in Kreisen, die sich bisher sicher wähnten, werden erste Existenzängste wach. Wir nehmen die zunehmende Kluft zwischen arm und reich nicht länger hin. Deshalb rufen wir für Samstag, den 6. August, erneut zu Protesten auf.«
In der August-Ausgabe des Straßenmagazins geht der Blick über die Grenzen in andere Länder: »Warum Prinz William Straßenzeitungen verkauft, wie Finnland Obdachlosigkeit beendet hat, wie eine wohnungslose Liebe in Göteborg funktioniert, warum eine ganze brasilianische Stadt ukrainisch spricht, wie man in Salzburg über schönes Scheitern spricht, wie Vertreibung in San Francisco aussieht, was man in Osaka bei einer Bühnenshow in Gebärdensprache erlebt ‑ die bodo-Augustausgabe erzählt Geschichten aus dem internationalen Netzwerk der sozialen Straßenzeitungen.
Am Samstag, den 6. 8. lädt das Thealozzi um 18 Uhr umsonst und draußen zu einem Bochumer Allerlei mit einem „Ferrückten BOgramm“ ein und schreibt dazu: »Feine Musik, wunderbare Texte und beste Laune. Die perfekte Show für alle, die sich nicht entscheiden können. Rock trifft auf Pop, Blues auf Liedermacher, Irish Folk auf Schauspieler und Wortakrobaten auf Saitenartisten. Eine herrlich bunte Melange, auf der das Publikum unterhaltsame dahin gleitet. Durchzogen von Musik in Dur und Moll und mit Texten, Satiren und Kauderwelsch für jede Gemüts- und Lebenslage. Alles fein verpackt in einem abwechslungsreichen „Programm ohne Programm“ und dargeboten von einem Ensemble bekannter Bochumer Musiker, Schauspieler und Kleinkünstler, die sich speziell für dieses „ BOgramm“ zusammengefunden haben. Zusammen genommen perfekte Zutaten für eine bekömmliche Veranstaltung, in der man zu Recht das Unerwartete erwarten darf.
Am 5. und 6. August lädt der Kulturrat in Gerthe zu seinem diesjährigem „Gypsy“-Fest und schreibt: »Der Kultur der Sinti und Roma Raum zu geben, ist dem Bochumer Kulturrat Zeit seines Bestehens ein Anliegen. Als Veranstalter mit dem Schwerpunkt Musik liegt auf eben dieser natürlich das Hauptaugenmerk des Kulturrats, aber auch die politischen und sozialen Aspekte wurden und werden bei uns thematisiert. Wir freuen uns daher anlässlich des diesjährigen Gypsy-Festes mehrere prominente Vertreter:innen der Sinti- und Roma-Kultur auf unserer Bühne begrüßen zu können. Wir freuen uns besonders über die Zusage der renommierten Sängerin, Aktivistin und Buchautorin Dotschy Reinhardt, die aus ihrem vieldiskutierten Buch „Everybody‘s Gypsy“ lesen und natürlich – im Duo mit Alexey Wagner – auch musikalisch zu erleben sein wird.
Hallo ich bin Christoph von der Radwende, als erstes möchte ich mich bei FFF für die Orgaarbeit bedanken. Ich freue mich, dass ihr heute für die Verkehrswende demonstriert. Denn, dass Bochum eine Verkehrswende bitter nötig hat, sehen wir überall. Wenn wir uns hier umsehen, fällt auf, dass die ganze Infrastruktur fürs Auto gebaut ist. Neben den mehrspurigen Straßen gibt es dann halt keinen Platz mehr für sichere Fahrradwege und Abstellplätze sind Mangelware. Für Fußgänger*innen gibt es nur zu schmale Gehwege und Bettelampeln.
Fridays for Future hatte gestern – also in der Mitte der Schulferien – zu einer Demonstration für eine Mobilitätswende aufgerufen. Knapp 100 Teilnehmer:innen kamen. Zur Begrüßung erklärte ein Sprecher von Fridays for Future: »Das Auto… sorry, DAS Auto ist ja eigentlich das Klassiker-Thema des Umwelt-Aktivismus. Quasi unser Erzfeind. Schon Generationen vor mir besangen den Angriff des Autos auf Karl den Käfer und mehr als 20 Jahre vor meiner Geburt wurde das „Gehzeug“ erfunden, um den Platzverbrauch von Autos zu zeigen. Und trotz dieses massiven Protests seit Jahrzehnten: Die Karren wurden immer fetter, es werden noch heute neue Autobahnen gebaut und die PKW’s stauen sich immer noch bis zum Horizont. Wie kann das sein?
Fridays for future mobilisiert für den den nächsten globalen Klimastreik: »Klimakatastrophen wie Überschwemmungen, Trockenheit und Hitzewellen werden immer häufiger und verursachen besonders im globalen Süden unvorstellbares Leid. Gleichzeitig machen Entscheidungsträger:innen wie Olaf Scholz nicht mehr bloß schlechten Klimaschutz, sondern massive Rückschritte durch den Wiedereinstieg in fossile Energien. Unter dem Motto PeopleNotProfit fordern wir deshalb am 23.09. auf allen Kontinenten und überall in Deutschland ein, dass die Politik nicht mehr länger Konzerninteressen über Menschenleben stellt!«
Der Radschnellweg Ruhr RS1 wächst weiter. Einen weiteren Abschnitt hat die Stadt Bochum an der Unteren Stahlindustrie heute zur Nutzung freigegeben. Nachdem in den vergangenen neun Monaten die Windhausstraße und der südliche Teil der Stahlhauser Straße zur Fahrradstraße umgebaut wurden, ist der RS1 nun von der Bessemerstraße bis zum Anschluss in die Grünanlage im Westend, den „Grünen Rahmen“, parallel zur Stahlhauser Straße befahrbar. Der neueröffnete Abschnitt schafft auch eine Anbindung zum bereits bestehenden Geh- und Radweg „Parkband West“ im Grünzug. Damit gibt es einen direkten Weg für den Radverkehr bis zur Jahrhunderthalle und den Westpark.
Auf der Sitzung der Bezirksvertretung Bochum Mitte am 11. August wird über einen Antrag von SPD und Grünen beraten, der fordert: „Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte beauftragt die Verwaltung zu prüfen, ob ein Platz oder eine Straße in der Innenstadt nach Josef Anton Gera benannt werden kann – beispielsweise der Platz neben dem GHotel an der Alleestraße.“ Der Antrag mit Begründung. Die Antifaschistische Linke Bochum hatte sich -unterstützt von vielen Initiativen und Organisationen – kürzlich in einem Brief an den Rat der Stadt gewandt und u. a. gefordert, dass ein Platz nach Josef Anton Gera benannt wird. Dabei war offensichtlich nicht bekannt, dass die zuständige Bezirksvertretung Mitte sich seit ihrer Sitzung im Dezember 2021 mit dem Thema beschäftigt. Die Sprecherin der Grünen Ratsfraktion Barbara Jessel informierte das Bündnis gegen Rechts, dass zusammen mit Heiko Koch und dem Künstler Klaus Dauven auf dem Gelände des Westparks an der großen Mauer eine großflächige Arbeit zur Erinnerung an Josef Gera und seine Tötung durch Rechtsradikale vor 25 Jahren geplant ist.
Die Gewerkschaft NGG fordert „Menschen mir geringen Einkommen gezielt entlasten“
» Inflation frisst Einkommen auf: Wegen rasant steigender Preise gehen den Haushalten in Bochum in diesem Jahr rund 178,7 Millionen Euro an Kaufkraft verloren – vorausgesetzt, die bisherige Teuerungsrate zieht nicht noch weiter an. Allein bei Lebensmitteln müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher mit Mehrausgaben von 82,8 Millionen Euro rechnen. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG beruft sich hierbei auf eine regionale Kaufkraftanalyse des Pestel-Instituts (Hannover).
Die Antifas haben einen Brief an den Bochumer Stadtrat verfasst, in dem es um die Erinnerungskultur von Stadt und Zivilgesellschaft! für einen Vorfall aus dem Jahre 1997 geht: >> Sehr geehrte Mitglieder des Bochumer Stadtrates, wir wollen Sie mit diesem Schreiben auf einen Mordfall aufmerksam machen. Trotz des offensichtlichen extrem rechten und homosexuellenfeindlichen Tatmotivs bleibt der Fall bislang von offizieller Seite weitgehend unbeachtet und unaufgearbeitet. Am 14. Oktober 1997, 3 Tage vor seinem Tod, wollte Gera mit einigen Bekannten aus dem Wohnungslosenmilieu etwas trinken. Doch zwei seiner Bekannten, der damals 26-jährige Patrick K.und der 35-jährige Uwe K., hatten anderes im Sinn und wollten ihm, laut eigener späterer Aussage, „eine Abreibung“ verpassen. Dazu suchten sie mit Josef Anton Gera eine Laube auf dem ehemaligen Krupp Gelände an der Bochumer Alleestraße auf. Dort entkleidete Patrick K.seinen Oberkörper, um Josef Anton Gera zum „Anfassen zu reizen“ um dann zuschlagen zukönnen. Gera kam der Aufforderung nach.
Der Bahnhof Langendreer führt am kommenden Dienstag eine Veranstaltung zu Thema (rassistischer) Polizeigewalt durch. Zum Inhalt der Veranstaltung schreibt der Bahnhof: »Amad A., Abdel B. und Georgios Z. – die Todesfälle durch Polizeigewalt sind schon lange keine Einzelfälle mehr. Besonders in NRW häufen sich Gewalttaten durch die Polizei und Justiz.
In einer Pressemitteilung der Stadt wird auf eine interessante Erweiterung des Angebots der Stadtbücherei in Langendreer hingewiesen: »Pflanzenfreundinnen und -freunde können in der Bücherei Langendreer, Unterstraße 71, nicht nur Bücher über die Flora ausleihen, sondern in einer „Saatgut-Bibliothek“ auch kostenlose Samen und Ableger zum Großziehen und Vermehren mit nach Hause nehmen – zum Beispiel von Zucchini, Akelei oder Bogenhanf.
»Der chinesische Sexarbeiter Fei«, so das endstation.kino in seiner Pressemitteilung, »unterstützt seine Familie auf dem Land finanziell – diese akzeptiert sein Geld aber nicht seine Homosexualität. Der junge Fei lebt in einer chinesischen Großstadt und verdient sein Geld als „Moneyboy“, als illegaler Sexarbeiter, um seine Familie auf dem Land zu unterstützen. Seine Verwandten akzeptieren zwar sein Geld, nicht aber seine Homosexualität. Fei beschließt, sein Leben neu zu ordnen, sich zur Liebe zu bekennen und Verantwortung zu übernehmen – für sich selbst und für seinen neuen Geliebten Long. Doch die Vergangenheit als „Moneyboy“ ist nicht so einfach abzustreifen …
Im Haus der Begegnung in der Alsenstrasse findet am 27.7. um 18 Uhr die Eröffnung einer Foto-Ausstellung mit dem Titel: „Inklusion. Vergessen in der Pandemie“ statt. Aus der Ankündigung dieser Ausstellung: »Am 22. März 2020 wurde das gesamte öffentliche Leben heruntergefahren. André Sole-Bergers von der der Lebenshilfe Kreis Viersen hat drei Monate während des ersten Lockdowns Fotos von Menschen gemacht, die in einer Wohnstätte in Kempen leben.
Schräg und originell geht’s in der letzten Runde der Odyssee – Musik der Metropolen mit den Tsaziken weiter. Umsonst und draußen am Samstag, den 30 Juli um 19.30 Uhr in der Freilichtbühne Wattenscheid. Der Bahnhof Langendreer verspricht: »Die sechs eigenwilligen Sängerinnen eilen mit Witz und Tempo durch die Musikkulturen Europas und lassen ihre widerspenstigen Texte von vier Instrumentalisten durch die luftigen Sphären globaler Klänge tragen. In der Nachfolge der Schäl Sick Brass Band begeistert das quirlige Ensemble mit viel Frauenpower.
Am Freitag, den 29.7. ist im Rottstr 5 Theater um 19.30 Uhr Premiere des Stückes „Die fetten Jahre sind vorbei“. In der Ankündigung heißt es: »Jan und Peter brechen regelmäßig in Luxusvillen ein. Doch sie stehlen weder Laptops noch andere Dinge – sie hinterlassen lediglich die Nachricht: „Die fetten Jahre sind vorbei“. Peters Freundin Jule hat nach einem Unfall hohe Schulden bei einem Manager. Als die drei beschließen, bei eben diesem einzubrechen, geht alles schief und aus dem Widerstand wird plötzlich Terrorismus.
Der Bochumer Autor Werner Schmitz teilt auf seiner Webseite mit: »In Eppendorf habe ich eine unbeschwerte Kindheit verbracht. Erst als alter Mann merkte ich, dass ich unter Nazis, Mitläufern und Wegguckern aufgewachsen bin. Die Arbeiterwohlfahrt Bochum hat nun meine drei Geschichten aus der Eppendorfer Nachkriegszeit als Broschüre herausgegeben. (100 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 5 Euro. Erhältlich im AWO-Stadtbüro, Bleichstr. 8, 44787 Bochum)« Die bo-alternativ-Meldungen zu den drei Geschichten.
Die Lokalzeit Ruhr des WDR berichtet über die Aktivitäten der Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop
Die Bochumer Linksfraktion erinnerte in einer Erklärung daran, dass sie sich immer für den Erhalt des Hallenfreibades in Höntrop eingesetzt hat und schreibt: »SPD und Grüne haben sich anders entschieden. Viele Bochumer:innen haben jetzt die berechtigte Sorge, dass sich die Wasserwelten auch für den beschlossenen Neubau des Hallenbades nicht genügend ins Zeug legen.
Ein Großteil der Neueinstellungen in Bochum hat ein Verfallsdatum schreibt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG): »4.940 von insgesamt 10.690 neu abgeschlossenen Arbeitsverträgen in der Stadt waren im zweiten Quartal des vergangenen Jahres befristet. Das entspricht einer Quote von 46 Prozent. Die NGG beruft sich hierbei auf eine aktuelle Auswertung der Hans-Böckler-Stiftung. „Befristete Stellen sind in der Lebensmittelbranche und im Gastgewerbe besonders verbreitet. Und das, obwohl Bäckereien, Metzgereien, Hotels und Restaurants dringend neues Personal suchen. Das gewinnt man aber nicht, indem man wackelige Jobs bietet. Beschäftigte suchen keine Arbeit mit Ablaufdatum, sondern eine langfristige Perspektive“, betont NGG-Geschäftsführer Martin Mura.
Gehlen, Adenauer, Globke: drei „lupenreine“ Demokraten
Dr. Ralf Feldmann hat eine Bürgeranregung zur Umbenennung des Konrad-Adenauer-Platzes an den Stadtrat geschickt. Sie steht voraussichtlich am 17. August auf der Tagesordnung des Hauptausschusses. Er erklärt zu seinem Vorschlag: »Die Kanzlerschaft Konrad Adenauers ist überschattet von fortgesetztem Rechts- und Verfassungsbruch. Das ist ein wesentliches Ergebnis der Forschungsarbeiten von Klaus-Dietmar Henke. Der Vorsitzende der Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes kommt zu diesem Befund nach Auswertung umfangreichen bisher nicht zugänglichen Archivmaterials.
Die Bochumer Linksfraktion fordert die Rathauskoalition aus SPD und Grünen sowie die Verwaltung auf, zügig substanzielle Schritte hin zu einer sozial-ökologischen Energiewende zu gehen. „Wann, wenn nicht jetzt, sollte der geeignete Zeitpunkt sein, um mit einer sozial-ökologischen Energiewende in Bochum zu beginnen“, findet Horst Hohmeier, Fraktionsvorsitzender der Bochumer LINKEN im Rat.