Archiv für den Monat: Juni 2012


Montag 11.06.12, 08:25 Uhr

Rostock-Lichtenhagen und Bochum

Das Bochumer Bündnis gegen Rechts will Ende August an die Pogrome vor 20 Jahren in Rostock Lichtenhagen erinnern. Dabei soll deutlich werden, dass Nazi-Terror keine neue Erscheinungsform ist, wie im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden der NSU-Mordserie häufig suggeriert wird. Gleichzeitig soll noch einmal vor Augen geführt werden, mit welchen Kampagnen damals das Grundrecht auf Asyl abgeschafft wurde. Bei diesem Rückblick soll nicht vergessen werden, dass es auch in Bochum Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte gab. Hierüber gibt es bisher allerdings kaum Dokumente. Am Donnerstag, den 14. Juni findet um 19.00 Uhr ein Treffen im Sozialen Zentrum statt, bei dem sich ZeitzeugInnen erinnern und Fakten zusammentragen wollen, was damals in Bochum passierte. Alle LeserInnen, die Dokumente aus der Zeit oder Erinnerungen an damals haben, sind herzlich eingeladen.


Sonntag 10.06.12, 21:06 Uhr
Soli-Brunch für's bundesweite Antifa Camp 2012 in Dortmund

AG Schlemmen gegen Rechts lädt ein

Am Sonntag, den 24. Juni findet ab 11 Uhr im Sozialen Zentrum ein Soli-Brunch für das bundesweite Antifa Camp 2012 in Dortmund statt. Die Einladung: »Im letzten Jahr hat die „AG Schlemmen gegen Rechts“, ein Zusammenschluss linksradikaler Feinschmecker_innen, einen Soli-Brunch gegen die Kriminalisierung von Bochumer Antifaschist_innen organisiert. In diesem Jahr laden wir erneut zu einem leckeren vegan/vegetarischen Buffet in gemütlicher Atmosphäre ein. Hintergrund ist das bundesweite Antifacamp im August in Dortmund, und die damit verbundenen, leider unvermeidbaren finanziellen Aufwendungen. Seit Jahren demonstrieren Dortmunder Neonazis unter dem Motto „nationaler Antikriegstag“ am ersten Septemberwochenende. Sie nutzen den in der rechten Szene fest etablierten Termin, um ihre rassistischen, antisemitischen und geschichtsrevisionistischen Ansichten zu verbreiten. Die Wochen vor dem Aufmarsch sind von zahlreichen Aktionen der rechten Szene und von nächtlichen Übergriffen auf Antifaschist_innen geprägt. mehr…


Sonntag 10.06.12, 20:39 Uhr

Dialektik der Aufklärung

In der Reihe Politischer Dienstag findet am Dienstag, den 12. Juni um 19.00 Uhr eine weitere Veranstaltung im Kulturcafé an der Ruhr-Uni statt.  Das Thema: „Dialektik der Aufklärung“. Der Referent: Jan Eufinger. Die Ankündigung: »Die 1944 verfasste Dialektik der Aufklärung von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer dürfte sicherlich das bekannteste und am meisten rezipierte Werk der Kritischen Theorie sein. Dies hat jedoch auch dazu geführt, dass Rezeptionen kursieren, welche die Intention des Werkes mitunter ins Gegenteil verkehren. Ein Grund für das Entstehen derart fundamentaler Missverständnisse dürfte die schwere Zugänglichkeit des Werkes sein. Es handelt sich dabei nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung im typischen Sinn, sondern um fragmentarische Essays. mehr…


Samstag 09.06.12, 18:20 Uhr
Mitdenken im Schauspielhaus:

Globaler Kapitalismus –
Resignation oder Aufbruch?

Am Montag, den 18.Juni findet im Theater unten die nächste Veranstaltung der Bochumer Occupy Initiative zusammen mit dem Schauspielhaus statt. Dr. Burkhard Wiebel (Neurowissenschaftler) und Alisha Pilenko (Diplompsychologin) liefern einen Diskussionseinstieg zum Thema Resignation oder Aufbruch im Globalen Kapitalismus. In der Ankündigung heißt es: »Immer mehr Menschen werden in prekäre Beschäftigungsverhältnisse abgedrängt, Erwerbslose werden von den Jobcentern schikaniert, soziale Mindeststandards werden abgebaut, die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander. Während Leistungs- und Konkurrenzdruck gesamtgesellschaftlich zunehmen, schwindet im Zuge des neoliberalen Sozialabbaus der soziale Zusammenhalt. mehr…


Freitag 08.06.12, 22:00 Uhr

Die Jahrhunderthalle – ein Millionengrab

Volker Steude, der Koordinator des Bürgerbegehrens zum Musikzentrum schreibt: »Welche Gründe sprechen dafür, dass die Stadt statt dem Land Eigentümerin der Jahrhunderthalle wird? Kann die Stadt die Jahrhunderthalle besser betreiben und die Gewerbeflächen besser vermarkten als das Land? Mit was für Folgen und Risiken ist der Kauf der Jahrhunderthalle für die Stadt verbunden? Was sagt die Kosten-Nutzen Kalkulation? Wo ist die Risko-Analyse?
Nur ein Argument spricht für den Kauf, Bochum bekommt im Gegenzug für die Übernahme 9,53 Mio. Euro Förderung für den Bau des Musikzentrums oder ein anderes Projekt.Doch diesen Tausch hat der Bund der Steuerzahler bereits als „Teuren Tausch – Musikzentrum gegen Jahrhunderthalle“ gebrandmarkt, weil er sich niemals auszahlen wird. mehr…


Freitag 08.06.12, 09:23 Uhr

Syrien-Demo 1

Am Samstag, den 9. 6. , lädt die syrische Gemeinde im Ruhrgebiet von 15:00 – 17:00 Uhr zu einer „Kundgebung für Freiheit und Frieden in Syrien“ auf dem Rathausvorplatz ein. Ein Demo-Aufruf oder Informationen über den Ablauf der Kundgebung oder die RednerInnen liegen der Redaktion bisher leider nicht vor. Die OrganisatorInnen verweisen auf eine facebook-Seite.


Freitag 08.06.12, 09:06 Uhr

Die Soziale Liste zum Thema Schlecker

Die Soziale Liste Bochum ‚bekundet ihre Solidarität mit den entlassenen MitarbeiterInnen der ehemaligen Drogeriekette „Schlecker“‘ und schreibt: »In den letzten Wochen wurde die Öffentlichkeit Zeuge eines unwürdigen und verlogenen Gezerres, in dem es um den angeblichen Erhalt der Arbeitsplätze der „Schlecker“-Beschäftigten zu gehen schien. In Wahrheit standen jedoch wieder einmal nur Profitinteressen und Spekulantentum auf Kosten der ArbeitnehmerInnen im Mittelpunkt. mehr…


Mittwoch 06.06.12, 18:15 Uhr

Schulden & Reichtum

Die Reste der Bochumer FDP haben vorgeschlagen auf der Webseite der Stadt eine Schuldenuhr zu veröffentlichen, auf der über den aktuellen Stand der städtischen Schulden informiert wird. Der DGB schreibt dazu: «Die Idee der FDP, mit einer Schuldenuhr die Einwohner der Stadt zu informieren, muss nach Ansicht des DGB ergänzt werden: „Ich mag keine halben Sachen. Wo Schulden sind, ist auch Vermögen. Um sich ein realistisches Bild über die Lage zu machen, muss man beide Seiten der Medaille betrachten. Wenn die Schuldenuhr auf der einen Seite steht, gehört die Reichtumsuhr auf die andere Seite. Mit dieser kleinen Ergänzung ist der Vorschlag eine gute Idee.Bis diese Zeitmesser in Bochum installiert sind, kann sich Herr Haltt und alle interessierten Bürger auf der Seite http://www.reichtumsuhr.de informieren. mehr…


Mittwoch 06.06.12, 17:52 Uhr

Angeklagt: Kirche als Arbeitgeberin 2

Wenn sich Sozialkonzerne als kirchlich deklarieren, gelten in Deutschland elementare Grundrechte wie das Streikrecht nicht für die Beschäftigten. Dies ist selbst dann der Fall, wenn die Finanzierung der Einrichtungen ohne jegliche kirchliche Beteiligung wie z. B. bei Krankenhäusern oder Altersheimen geschieht. Die Mitarbeitervertretung (MAV) der Bochumer Diakonie hat zusammen mit anderen MAV im Bereich Ruhr-Lippe einen offenen Brief an ihre ArbeitgeberInnen formuliert, in dem der christliche Umgang mit den Beschäftigten heftig kritisiert  wird: »Seit geraumer Zeit werden in den Medien die Arbeitsbedingungen für Interessenvertretungen und Beschäftigte in kirchlichen Einrichtungen immer wieder kritisiert. Es geht um Lohndumping, Tarifflucht, Outsourcing und Leiharbeit, aber auch um mangelnde Beteiligungsrechte der Interessensvertretungen und Streikverbot. Es zeigt sich, dass der „Dritte Weg“ nicht mehr funktioniert und längst zum ersten Weg geworden ist, in dem die Arbeitgeber bestimmen, ohne dass Mitarbeitervertretungen etwas dagegen unternehmen können, z.B. einen anderen Tarif anzuwenden. Hierfür gibt es viele Beispiele auch in unserer Region. mehr…


Mittwoch 06.06.12, 14:17 Uhr
Der DGB zum "Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt":

Es fehlen noch 1.300 Stellen

Der DGB Ruhr-Mark schreibt: »Ende Mai sind die heimischen Unternehmen mit einem Minus von 1,9 % gegenüber dem Vorjahr bei den gemeldeten Ausbildungsstellen ins Hintertreffen geraten. „Die Betriebe in Bochum dürfen ihre Zukunft nicht verspielen. Wenn sie einen Fachkräftemangel prognostizieren, sollten sie in der Gegenwart alles tun, um diesen Gefahren entgegen zu wirken. Es sind noch 3 Monate bis Ausbildungsbeginn,“ mahnt DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. Die Bewerberzahl ist gegen den Trend um 7 % angestiegen. Aktuell sind bei der Arbeitsagentur 3.515 Bewerber und 2.265 Stellen registriert. DGB-Regionsvorsitzender Michael Hermund: „Diese Zahlen machen einen außerordentlichen Handlungsbedarf deutlich. Für unsere Region brauchen wir allerdings keine Fachkräfteanwerbung aus dem Ausland, wie die Bundesregierung jetzt anstrebt. Unsere Hausaufgabe ist es, unseren Jugendlichen eine Perspektive zu geben. Jetzt sind die Unternehmen in der Pflicht. Es fehlen mindestens noch 1.300 Stellen. Qualifizierte Bewerber gibt es genug. Ohne eine Umlagefinanzierung wird das Problem wohl nicht zu lösen sein. Zahlen müssen die, die nicht ausbilden. Das ist nur gerecht.“ mehr…


Mittwoch 06.06.12, 14:11 Uhr
Elias Bierdel über die Festung Europa

Europa – hart an der Grenze

Am Freitag, den 15. Juni lädt die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum um 19.00 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einer Veranstaltung mit Elias Bierdel über die Festung Europa ein. In der Einladung heißt es: »Anhand von zahlreichen exklusiven Fotos und Dokumenten beschreibt Elias Bierdel, Autor, Menschenrechtsaktivist und Gründer der Organisation „Borderline Europe – Menschenrechte ohne Grenzen“, die von der Öffentlichkeit weitgehend ignorierten Zustände an den europäischen Außengrenzen. Bierdel zeigt auf, welche Formen die „Festung Europa“ angenommen hat – und mit welchen Mitteln an den Grenzen Flüchtlinge und MigrantInnen daran gehindert werden, auf EU-Territorium zu gelangen. mehr…


Mittwoch 06.06.12, 13:59 Uhr

Kampf ums Brötchenverdienen

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) schreibt: »In den Bäckereien in Bochum wächst der Unmut. „Um es im Bäckerdeutsch zu sagen: Den Gesellen in den Backstuben und den Verkäuferinnen am Tresen steht der Sinn eher nach Sauerteig als nach süßen Teilchen“, sagt Yvonne Sachtje. Die Geschäftsführerin der NGG Ruhr spricht von einer zu schlechten Bezahlung der Bäckereiangestellten. Die laufenden Verhandlungen dazu gehen Mitte Juni in die entscheidende dritte Runde. „Das Klima in den Backstuben heizt sich auf. Schon seit März warten die Beschäftigten in Bochum auf eine Lohnerhöhung“, so Sachtje. mehr…


Mittwoch 06.06.12, 08:06 Uhr

Der rechte AStA und das Campusfest

Am heutigen Mittwoch findet wie jedes Jahr das Campusfest, genannt „RUBissimo“, an der Ruhr-Uni Bochum statt. Der AStA organisiert dabei das Nordforum – mit Bierwagen und Kulturprogramm auf einer Bühne. Der diesjährige rechte AStA macht dabei so einiges anders. Das Protestplenum informiert über die kuriosen Neuheiten auf dem Nordforum: »Auf dem Nordforum haben Fachschaftsräte und Initiativen an der Uni traditionell die Chance, ihre Arbeit vorzustellen und durch den Verkauf von Speisen und Getränken ihre Kassen aufzubessern. Der rechte AStA sucht sich die Stände neuerdings anscheinend ganz genau aus. So wurden Informationsstände linker Initiativen, die sich sonst jedes Jahr präsentieren konnten, mit fadenscheinigen Gründen abgelehnt. Der Infoladen „der_notstand“, welcher auf dem Campus ein Archiv betreibt, wurde ebenso abgelehnt wie das Protestplenum, welches seit 2005 hochschulpolitisch unterwegs ist. „Bisher hat uns noch kein AStA verwehrt, unsere Arbeit auf dem Campusfest zu präsentieren“, kommentiert Steffi Streik die Situation. „Dabei haben sich die Aktiven des Protestplenums stets für die Belange der Studierenden eingesetzt – und so z.B. den Bildungsstreik 2009/10 [1] organisiert, welcher maßgeblich zu der Abschaffung der Studiengebühren geführt hat“. mehr…


Dienstag 05.06.12, 12:37 Uhr
Kammerkonzert in der Projektgalerie - Rottstr5

„Entrückte Gesänge“

Am kommenden Donnerstag, 7. Juni um 18:00 Uhr, sind in der Projektgalerie-Rottstr5 Solowerke für Klavier, Oboe und Violoncello im Rahmen des Festivals RESONANZEN „Bochumer Tage für Neue Musik“ zu hören. Gespielt werden unter dem Titel „Entrückte Gesänge“ Werke von Frank Zabel, Helmut Lachenmann und Anno Schreier. Die Komponisten Anno Schreier und Frank Zabel werden anwesend sein und im Rahmen des Konzertes über ihre Musik, Komposition und über die gegenwärtige Situation eines Komponisten sprechen. Klavier: Frederike Möller; Oboe: Marie Lesch; Violoncello: Christiane Conradt; Eintritt: 8/5 €. mehr…


Montag 04.06.12, 22:02 Uhr
Campusfest: Politik-Maulkorb und Stand-Absagen

Nicht alle dürfen mitfeiern

Rolf van Raden beschreibt im Aufmacher der in dieser Woche erscheinenden Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (BSZ) wie der AStA der Ruhr-Uni missliebigen Initiativen auf dem Unifest einen Stand verweigert und wie solche Zensurmaßnahmen mittlerweile Methode haben:  »„Menschlich, weltoffen, leistungsstark“ – so möchte sich die Ruhr-Universität gerne präsentieren, auch auf dem Uni-Sommerfest Rubissimo. Doch die Weltoffenheit hat deutliche Grenzen: Wie bereits im vergangenen Jahr möchte die Uni-Verwaltung den Fachschaften und Initiativen verbieten, sich an ihren Campusfest-Ständen zu „nationaler und internationaler Politik“ zu äußern. Für einige Gruppen ist es sogar noch schlimmer gekommen: Sie haben überhaupt keinen Standplatz bekommen. Offizielle Begründung: Raumnot auf dem vom AStA organisierten Teil des Festes. Betroffene vermuten, dass der AStA gezielt linken KritikerInnen keinen Standplatz gegeben hat. mehr…


Montag 04.06.12, 20:39 Uhr
Flüchtlingsabwehr in Europa und...

…die Lage der Flüchtlinge in Deutschland

In der Reihe Politischer Dienstag findet am morgigen Dienstag um 19.00 Uhr eine weitere Veranstaltung im Kulturcafé an der Ruhr-Uni statt. Die Ankündigung: »In dem Vortrag geht es zum einen um die Abschottung Europas vor Flüchtlingen und hier vor allem die Situation in den südeuropäischen Staaten, um die Rolle von Frontex und fluchtauslösende Faktoren des internationalen „Freihandelssystems“. Neben diesen Kontextinformationen wird der Blick hauptsächlich auf die hier geltenden Sondergesetze/bedingungen (AsylbLG, Residenz- bzw. Wohnsitzverpflichtung etc.) gerichtet und ein Überblick über die Lebenslagen von Flüchtlingen in Deutschland gewährt.


Montag 04.06.12, 14:53 Uhr

Soziale Liste kritisiert Förderungspolitik

Die Soziale Liste im Rat kritisiert die Wirtschaftsförderungspolitik der Stadt Bochum und der Landesregierung NRW: „Aus unserer Sicht klafft zwischen der Höhe der eingesetzten Mittel und Erfolgen bei der Schaffung von tatsächlichen Arbeitsplätzen, eine große Lücke“, so Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste. Weiter heißt es in der Pressemitteilung: »Zur Stärkung „der Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft“, sowie zur Beschaffung von Arbeitsplätzen hat die Stadt Bochum im Förderprogramm von 2007-2013 „Wachstum für Bochum“ insgesamt 98 Mio. Euro aus Mitteln des Landes und der EU erhalten. Nach Ausschöpfung des Fördervolumens wurde das Programm jetzt beendet. mehr…


Montag 04.06.12, 07:46 Uhr
Gilt der Grundsatzbeschluss zum Musikzentrum?

Ratsbeschluss soll unterlaufen werden

Der Koordinator des Bürgerbegehrens zum Musikzentrum Volker Steude listet in einer Pressemitteilung auf, in wie weit die jetzigen Planungen der Stadtverwaltung zur Beschlussfassung über das Konzerthaus auf der nächsten Ratssitzung am 28. Juni gegen den Grundsatzbeschluss des Rates vom 9. 3. 11 verstoßen: »Egal ob die Spenden der Stiftung vorliegen, die Förderbescheide oder eine Planung der Architekten, die den Kostenrahmen von 33,3 Mio. überschreitet. Kulturdezernent Townsend will trotzdem am 28.06. den Baubeschluss für das Vorhaben Musikzentrum vom Rat treffen lassen. Da ist ihm auch egal, dass dieses Vorgehen gegen den Grundsatzbeschluss des Rates vom 09.03.11 verstoßen würde. mehr…


Montag 04.06.12, 07:13 Uhr

Prozess mit mutmaßlich rechtem Hintergrund

Am morgigen Dienstag wird um 11.00 Uhr im Raum C 233 ein Prozess gegen einen Oliver H. aus Witten wegen Verunglimpfung des Andenken Verstorbener vor der 4. kleinen Strafkammer des Bochumer Landgericht stattfinden (II-4 Ns 21/11). Ein gewöhnlich sehr gut informierter Prozessbeobachter vermutet, dass  es sich um eine Weiterführung eines Verfahrens gegen einen Nazi handelt, das im Mai letzten Jahres mit derselben Anklage vor derselben Kammer geführt wurde (II-4 Ns 14/11). Hierbei ging es um die Verhöhnung von Zwangsarbeitern. Informationen über das damalige Verfahren: mehr…


Sonntag 03.06.12, 21:45 Uhr

Krupp: Sponsor WK I und WK II

Einer der Lieblingsleser der bo-alternativ Redaktion hat uns ein Foto geschickt, auf dem zu erkennen ist, dass engagierte BürgerInnen der Stadt am S-Bahnhof Ehrenfeld das Werbeplakat für die Ausstellung „200 Jahre Krupp“ ergänzt haben. Mit einem Aufkleber wird daran erinnert, dass Krupp Waffenschmiede für zwei verbrecherische Weltkriege war. Es fehlt noch ein ergänzenden Foto des als Kriegsverbrecher verurteilten Alfried Krupp in Häftlingskleidung.


Sonntag 03.06.12, 21:30 Uhr
Faschismus und seine öffentlich-rechtliche Bewältigung oder:

Wie kritisiert man Nazis richtig?

Am Dienstag,  den 12. Juni findet um 18 Uhr in der Aula der Evangelischen Fachhochschule (EFH), Immanuel-Kant-Str. 18 ein Vortrag von Freerk Huisken statt zum Thema: „Wie kritisiert man Nazis richtig?« Veranstalter ist das Referat für Hochschulpolitik der EFH. In der Einladung heißt es: »Die übliche politische und massenmediale Auseinandersetzung mit alten und neuen Nazis beruht auf Ausgrenzungs- und Vereinnahmungsstrategien. Auf eine inhaltliche Aus-einandersetzung mit den Ideologien der Rechtsextremen und eine theoretische schlüssige Kritik ihrer Vorstellungen wartet man dagegen in der deutschen Öffentlichkeit vergebens. Huiskens zentrale These lautet: Das ist leider kein Zufall. Im Gegenteil. Die theoretische Ohnmacht der guten Demokraten gegenüber den bösen Nationalisten beruht auf ihrem gemeinsamen (!) geistigen Fundament, dem Patriotismus. Mehr noch: Der demokratische Patriotismus ist der geistige Sumpf, auf dem die faschistischen Sumpfblüten von NSU und NPD so gut gedeihen. Weitere Thesen: mehr…


Sonntag 03.06.12, 07:14 Uhr

Frauen in der Neonazi-Szene

Am Donnerstag, den 7. Juni findet im Bahnhof Langendreer  um 19:30 Uhr  ein Vortrag mit Frauke Büttner statt zum Thema: Frauen in der Neonazi-Szene. Die Einladung: »Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten neonazistischen Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie kümmern sich nicht nur um die Erziehung des rechten Nachwuchses, sondern tragen auch das Leittransparent auf der Demonstration, organisieren Veranstaltungen und führen Kassenbücher. Innerhalb der rechtsextremen Strategie, sich in den Kommunen zu verankern, sind es oft Frauen, die unter dem Denkmantel sozialer und lebensweltlicher Themen wie Familie, Kindergeld, Hartz IV oder Umweltschutz rechtsextreme Poltik hoffähig machen. mehr…


Samstag 02.06.12, 19:45 Uhr
Radio El Zapote präsentiert:

La Vela Puerca im Bahnhof Langendreer

Am Dienstag, den 5. Juni ist die Gruppe La Vela Puerca aus Montevideo in Uruguay zu Gast im Bahnhof Langendreer. Einlass 19:30 Uhr. Beginn 20:30 Uhr. Radio Eö Zapote schreibt über das Konzert: »Weder klein, zu dem noch fein, konkret: eine Band aus Südamerika, die Rock-Geschichte geschrieben hat. La Vela Puerca, schon vor Jahren mit Platin ausgezeichnet, auf vielen gemeinsamen Tourneen mit Die Ärzte in der BRD und Südamerika unterwegs, zu Gast auf allen bekannten Mega-Festivals und darüber hinaus auch in alter Tradition wieder im Bhf.-Bochum-Langendreer. Es gibt wenige Bands (und Agenturen), die sich im Verlauf ihres Bekanntheitsgrades noch an ihre Roots erinnern. La Vela Puerca gehören jedoch dazu.« mehr…


Freitag 01.06.12, 19:50 Uhr

Bundesweites Antifa Camp in Dortmund

Am Samstag, den 9. Juni findet um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum eine Informationsveranstaltung über ein bundesweites Antifa Camp in Dortmund statt. In der Ankündigung heißt es: »Dortmund ist nicht nur bekannt als die Stadt des mehrmaligen Meisters im Herrenfußball, sondern leider auch für seine Neonaziszene mit bundesweiter Ausstrahlung. Zwei rechtsradikale Gruppen deklarieren Dortmund als „ihre Stadt“ und versuchen, mit Übergriffen gegen vermeintliche Linke oder „Nicht-Deutsche“ den Mythos des“Nazi-Stadtteils Dorstfeld“ aufrecht zu erhalten. Das für Ende August geplante, bundesweite Antifacamp in Dortmund tritt an, genau diesen Zustand zu entmystifizieren. mehr…


Freitag 01.06.12, 13:04 Uhr
Die InitiatorInnen des Bürgerbegehrens Musikzentrum:

„Offenbarungseid der Bochumer Politik“ 2

Der Koordinator des Bürgerbegehrens zum Musikzentrum, Volker Steude, schreibt: »Da Politik und Verwaltung nicht bereit sind den Bürgern offen gegenüber zu treten und sie vorbehaltlos über das Vorhaben Musikzentrum zu informieren wird das Bürgerbegehren Musikzentrum am Samstag, 02.06.12 ab 11:00 Uhr mit einem Infostand am Kurt-Schumacher-Platz, Ecke Huestraße die Bürger über das Projekt insbesondere auch über die Kosten des Projektes und den vorliegenden Entwurf umfassend informieren. Auch können die Bürger für das Bürgerbegehren unterschreiben. mehr…


Freitag 01.06.12, 12:42 Uhr
DGB bleibt beim Nein zum Betreuungsgeld

„Sozialpolitischer Rohrkrepierer“

Der DGB in Bochum bleibt bei seinem Nein zum Betreuungsgeld. Es sei bildungs-, gleichstellungs- und integrationspolitisch nicht vertretbar. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei nur möglich, wenn verlässliche Betreuungsstrukturen existieren. Eine qualifizierte frühkindliche Förderung sei eine wichtige Voraussetzung für eine gute schulische Entwicklung. „Damit zielt das Betreuungsgeld in die falsche Richtung. Die Bezieherinnen von Hartz IV-Leistungen auszuschließen, ist obendrein ein sozialpolitischer Rohrkrepierer und eine Frechheit diesen Menschen gegenüber“, stellt DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund fest. mehr…


Freitag 01.06.12, 11:56 Uhr

Mindestens 8.50 Euro in der Gastronomie

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) weist darauf hin, dass zukünftig in der Gastronomie Beschäftigten grundsätzlich einen Anspruch auf einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde haben. Ab dem kommenden Jahr gilt in den tarifgebundenen Hotels, Restaurants, Gaststätten und Biergärten dieser Mindestlohn. Außerdem schreibt die NGG: »Dickere Lohntüten gibt es in der Gastro-Branche aber schon ab diesem Monat: Ein Koch, der Vollzeit arbeitet, hat Ende Juni zum ersten Mal mindestens 49 Euro mehr in der Tasche – ein Plus von 3,1 Prozent. Genauso wie alle übrigen Beschäftigten des Hotel- und Gaststättengewerbes – vom Kellner über die Zimmerfrau bis zur Rezeptionistin. Sie erhalten in diesem und im kommenden Jahr zusammen 6,3 Prozent mehr Geld.« Das setzte die NGG bei den Tarifverhandlungen für Beschäftigten der Gastro-Branche durch. Die NGG Ruhr rät, am Ende des Monats den Gehaltszettel zu kontrollieren.


Freitag 01.06.12, 10:19 Uhr

Studentische Reservistenarbeit

Nadine Hemgesberg und Rolf van Raden schreiben in der aktuellen Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung – BSZ über den Protest gegen den „Arbeitskreis Sicherheitspolitik“ an der Ruhr-Uni: »Hochschule und Militär, darf das zusammen gehen? Um diese Frage wird an der Ruhr-Uni wieder gestritten. In der vergangenen Woche hat sich der neu gegründete „Arbeitskreis Sicherheitspolitik“ an der RUB zu seiner ersten Sitzung getroffen. KritikerInnen werfen der Gruppe vor, ein zivilgesellschaftlicher Think Tank für mitlitärische Interessen zu sein.
Fest steht: Die Bochumer Initiative ist Mitglied im Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH). Das ist der neue Name der Bundesarbeitsgemeinschaft Studierender Reservisten. „Faktisch handelt es sich beim BSH-Dachverband um eine Lobbyorganisation der Bundeswehr mit dem Ziel, Akzeptanz für die weltweiten deutschen Kriegseinsätze zu schaffen und die Militarisierung an den Hochschulen voranzutreiben“, kritisiert ein Sprecher des Protestplenums an der RUB. mehr…