Am Dienstag, den 3. Juli präsentiert Radio El Zapote um 20.00 Uhr im Bahnhof Langendreer ein Konzert mit Ma Valise. In der Ankündigung heißt es: »Wieder haben Ma Valise, übersetzt „Mein Koffer“, selbigen mit Latin-Balkan-Dub-Chanson-Rock und AfroBeat-Rhythmen, so lieblich wie aus der Weinregion in der Bretagne, aus der sie kommen, gepackt, um die Bühnen auf ihrer vorläufig letzten BRD- Tour in den nächsten 1-2 Jahren zu entern. mehr…
Gestern hat die Linksfraktion Akteneinsicht zu den Kostenberechnungen des Musikzentrums genommen. „Wir konnten uns nicht vorstellen, dass wir als Rat auf Grundlage des sehr schwachen Zahlenmaterials der Verwaltungsvorlage einen Beschluss zum Musikzentrum fassen sollten“, so der Vorsitzende der Linksfraktion Uwe Vorberg. „Leider hat die Akteneinsicht mehr Fragen aufgeworfen, denn beantwortet.“ Diese Fragen hat die Linksfraktion in einer umfangreichen Anfrage zusammengefasst. In einer Pressemitteilung schreibt die Linke im Rat: »Das Gutachterbüro attestiert seinen eigenen Kostenschätzungen einen sehr hohen Unsicherheitsfaktor, weil zahlreiche Faktoren nicht eingerechnet wurden. Dazu gehören z.B. die Anschaffung von Technik, Hausmeisterkosten und Sicherheitsdienste. Auch die Reinigungskosten konnten nicht vollumfänglich berechnet werden, da die Beschaffenheit der Bödenbeläge – schon für sich genommen ein wesentlicher Kostenfaktor – nicht festgelegt ist.
„Die ganze Finanzierung des Musikzentrums steht auf äußerst wackeligen Beinen. Ich bin immer wieder fassungslos, dass es den unabdingbaren Willen in der Bochumer Politik gibt, dieses Millionengrab zu schaufeln“, so Vorberg. mehr…
Wenn SPD, CDU, Grüne und Verwaltung es geschafft hätten, ihren Grundsatzbeschluss umzusetzen, in dem sie ihre Rahmenbedingungen für den Bau des Konzerthaus definierten, wäre das kein Grund gewesen, dieses finanziell unverantwortliche Millionenprojekt irgendwie gut zu heißen. Was aber jetzt auf der nächsten Ratssitzung beschlossen werden soll, ist abenteuerlich. Die Nichtveröffentlichung von mehreren Dokumenten hat neugierig gemacht. Bei Einsicht in die Papiere wird sofort deutlich, warum ihre Behandlung nicht im öffentlichen Teil der Ratssitzung erfolgen soll: Diese Dokumente sind für die Konzerthaus-BefürworterInnen unendlich peinlich. Nichts anderes spricht gegen ihre Veröffentlichung. Deshalb werden die Papiere an dieser Stelle dokumentiert. Im Grundsatzbeschluss werden z. B. die „gebäudebezogenen Kosten des Musikzentrums“ auf 650.000 € jährlich gedeckelt. Im nicht veröffentlichten Gutachten zur Kostenschätzung wird erklärt, dass das Risiko für Abweichungen 25 Prozent beträgt. Wörtlich: „Das Kostenrisiko liegt wesentlich im wenig detaillierten Planungsstand. Aufgrund der stark differierenden Flächenangaben sowie dem Fehlen von sämtlichen technischen Anlagenkenngrößen, Materialoberflächen etc. ist mit Unschärfen in der Betriebskostenschätzung zu rechnen.“ mehr…
In der Juliausgabe porträtiert das Straßenmagazin bodo den Dortmunder Schauspieler und Kölner Tatort-Staatsanwalt Christian Tasche. Titelthema der Juli-bodo ist die zunehmende Gewalt gegen Rettungskräfte. Laut einer Studie der Ruhruni haben 98 Prozent der Rettungssanitäter und -assistenten im letzten Jahr Erfahrungen mit Gewalt gemacht. bodo besucht Wittener „Sanis“ und erfährt: Für Angst bleibt keine Zeit. Über den weiteren Inhalt schreibt die Redaktion: »Schwerpunktthema ist das prekäre Wohnen zwischen Wohnungsspekulation, Schrottimmobilien und Hartz IV. bodo interviewt dazu den Stadtsoziologen Dr. Sebastian Müller und stellt mit dem niederländischen „Antikraak“-Modell, das sich gerade nach Deutschland ausbreitet. mehr…
Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste, ruft zur Solidarität mit den 8.500 spanischen Bergleuten auf, die in den Streik getreten sind und schreibt: »Ihr Kampf richtet sich gegen das Zechenschließungsprogramm der EU und der spanischen Regierung und wird mit aller Härte und Entschlossenheit geführt. mehr…
Am Sonntag, den 1. 7. lädt das Jugendbündnis „Jugend in Bochum – gemeinsam gegen Nazis“ zu einem antifaschistischen Stadtrundgang ein: »Geimeinsam wollen wir den Verbrechen und auch dem Widerstand in Bochum in der Nazizeit auf die Spur kommen.Los geht’s um 13 Uhr, Treffpunkt ist die Glocke am Rathausplatz. Die Teilnahme ist kostenlos. mehr…
Für das Bürgerbegehren Musikzentrum interpretiert deren Koordinator Volker Steude die Beschlussvorlage der Verwaltung in eine Nicht-Beschlussvorlage um. Er belegt, dass die vorgelegten Fakten gegen eine Beschlussfassung im Sinne der Verwaltung sprechen. Die Pressemitteilung im Wortlaut: »Die Beschlussvorlage der Verwaltung für die Ratssitzung am 05.07.2012 liegt vor. Die Verwaltung gibt darin zu, dass die Vorgaben des Grundsatzbeschlusses nicht erfüllt werden. Entsprechend wird der Rat Recht und Gesetz folgend einen Beschluss über das Vorhaben am 05.07.2012 ablehnen. mehr…
Die Linksfraktion im Rat schreibt: »Heute sind endlich die Ratsunterlagen zum Musikzentrum auf der städtischen Homepage veröffentlicht worden. Aus Sicht der Linksfraktion viel zu spät, um einen transparenten und demokratischen Diskussions- und Meinungsbildungsprozess zu ermöglichen. Die nun vorliegenden Unterlagen werfen viele Fragen auf. Die Einschätzung des Gutachterbüros, dass sowohl die Bau- als auch die Betriebskosten eingehalten werden können, ist nicht nachvollziehbar dargestellt. Die Linksfraktion nimmt aus diesem Grund morgen Akteneinsicht in die Wettbewerbsunterlagen. „Uns interessiert insbesondere die erstaunlich niedrige Kostenschätzung“, so der Fraktionsvorsitzende Uwe Vorberg. Bei den Baukosten sieht das Gutachterbüro eine Kostenschwankungsbreite von 15 %. Das heißt, es ist gut möglich, dass die Baukosten um 5 Millionen Euro überschritten werden. Das Risiko trägt allein die Stadt. Bei den Betriebskosten wird das Schwankungsrisiko sogar auf 25 % geschätzt. Das ergibt sich u.a. dadurch, dass nicht alle Kosten wie zum Beispiel Hausmeistertätigkeiten eingerechnet wurden. „Wir hoffen, dass uns die morgige Akteneinsicht mehr Klarheit bezüglich der möglichen Kosten bringt“, so Vorberg. „Davon abgesehen bleibt es natürlich weiterhin spannend, ob am 5. Juli zur Ratssitzung tatsächlich rechtsverbindliche Finanzzusagen der Landesregierung für das Musikzentrum vorliegen. Aber da hat die Verwaltung ja noch eine ganze Woche Zeit.“«
Die Soziale Liste im Rat schreibt: »Die Verwaltung hat jetzt den Ratsmitgliedern zwei Vorlagen zur „Erfüllung der Realisierungsvoraussetzungen“ des Musikzentrums Bochum zugestellt. Ein relativ allgemeiner Teil ist öffentlich (siehe Anlage 1), ein weiterer Teil mit fünf Anlagen enthält den Zusatz „nicht öffentlich“ (siehe Anlage 2). Eine Beschlussfassung soll auf der Ratssitzung am 5. Juli 2012 erfolgen. In einer ersten Bewertung der Unterlagen sieht sich die Soziale Liste im Rat in ihrer Meinung bestätigt, dass die im März 2011 im Rat gemachten Auflagen (Vorlage 20110236) nicht erfüllt sind. Für die Soziale Liste im Rat sind vor allen Dingen sechs Punkte maßgebend: mehr…
Die Antifaschistische Jugend Bochum lädt am Donnerstag, den 5. 7. um 20 Uhr zu einer Veranstaltung im Bahnhof Langendreer ein zum Thema: Antiziganismus. Referent ist Markus End. Er ist u. a. Mitherausgeber des Sammelbandes „Antiziganistische Zustände“ und promoviert in Berlin zu Semantiken des Antiziganismus. In der Einladung zur Veranstaltung heißt es: »Antiziganismus ist ein weit verbreitetes und aktuelles Phänomen, das in den westlichen Gesellschaften tief verankert ist. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als „Zigeuner“ stigmatisiert, häufig kriminalisiert, diskriminiert und sind von gewalttätigen Übergriffen bedroht. Es scheint unmöglich, eine Beschreibung von Roma, also der Gruppe, die am stärksten von Antiziganismus betroffen ist, jenseits romantisierender oder ablehnender Stereotype zu finden. mehr…
In der Reihe Politischer Dienstag findet am Dienstag, den 3. Juli um 19.00 Uhr im Kulturcafé an der Ruhr-Uni eine Veranstaltung statt zum Thema: Ein verdrehter Antikriegstag. Den Diskussionseinstieg bietet ein Referent des Dortmunder Antifa Bündnisses. In der Einladung heißt es: »Für den 1. September 2012 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstagâ€. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. mehr…
Mittwoch 27.06.12, 08:48 Uhr
Occupy Bochum: Solidarität mit den Bergarbeitern in Asturien
Die Bochumer Occupy Initiative schreibt: »Seit mittlerweile drei Wochen befinden sich die Bergarbeiter im Nordwesten Spaniens im Streik. Oviedo, Partnerstadt Bochums und Provinzhauptstadt Asturiens , ist das politische Zentrum dieser Region. Völlig unbeachtet von der hiesigen Lokalpresse hat sich in der Bochumer Partnerstadt und der Umgebung ein breiter, noch nie dagewesener sozialer Protest entfacht. Seit Streikbeginn am 29. Mai haben sich fünf Bergleute im Schacht CandÃn bei Langreo in 600 Meter Tiefe verschanzt. mehr…
In neun Tagen, am Donnerstag, den 5. Juli, möchten CDU, SPD, Grüne(?) und Stadtverwaltung auf einer Ratssitzung den endgültigen Beschluss zum Bau eines Konzerthauses in Bochum durchwinken. Bis heute gibt es keine Beschlussvorlage hierfür. Ein Jahrzehnte lang umstrittenes Projekt soll quasi wie eine Dringlichkeitsentscheidung über die Bühne gepaukt werden, ohne dass die Opposition im Rat eine ernsthafte Möglichkeit hat, die Zahlen der Beschlussvorlage zu prüfen. Die CDU deckt dieses für SPD und Verwaltung in Bochum durchaus typische undemokratische Vorgehen und wird sich in Zukunft lächerlich machen, wenn sie dies bei Entscheidungen, die sie nicht mitträgt, anprangern will. Die bürgerlichen Parteien demonstrieren, wie verächtlich sie zu grundlegenden Selbstverständlichkeiten der repräsentativen Demokratie stehen, wenn ihnen diese Spielregeln nicht in den Kram passen. Wenn das Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung erst kürzlich ermahnte, doch bitte die Fassade demokratischen Handelns zu wahren, und den Bundestag bei Entscheidungsfindungen ernst zu nehmen, dann beeindruckt das die Bochumer Oberbürgermeisterin und die Stadtverwaltung nicht im geringsten in ihrem Umgang mit dem Rat. Und die SPD scheint so wie so völlig lernunfähig. Siehe bo-alternativ.de vom 31. 8. 2009: Der Niedergang der SPD. mehr…
Dienstag 26.06.12, 14:56 Uhr
Und dann wäre da noch beim Konzerthausbau zu beachten:
Die Initiative für das Bürgerbegehren zum „Musikzentrum“ trifft sich am heutigen Dienstag um 19.00 Uhr im Ebstein, Herner Straße. Als bisher letzte Aktivität hat die Initiative die Stadt Bochum wegen Verstoßes gegen die Gemeindehaushaltsverordnung NRW bei der Kommunalaufsicht angezeigt. In einer Pressemitteilung heißt es: »Gemäß Gemeindehaushaltsverordnung NRW (§14 GemHVO) darf die Stadt für ein Bauvorhaben nur Finanzmittel bereit stellen, wenn eine Berechnung der gesamten Folgekosten des Projektes vorliegt: § 14 (2) GemHVO: … Ermächtigungen für Baumaßnahmen dürfen im Finanzplan erst veranschlagt werden, wenn … Kostenberechnungen … vorliegen, aus denen die … Gesamtkosten der Maßnahme, …. einschließlich der Folgekosten ersichtlich sind … . mehr…
Dienstag 26.06.12, 14:30 Uhr
Vorschlag der Sozialen Liste für das Unwort des Jahres:
Die Soziale Liste schreibt: »Die Schließung der letzten Filialen der früheren Drogeriemarktkette Schlecker zum 27. Juni nimmt die Soziale Liste zum Anlass um nochmals auf die skandalöse Ereignisse um die Insolvenz und die Vernichtung von über 10.000 Arbeitsplätzen hinzuweisen. In Bochum war Schlecker ursprünglich mit 45 Filialen vertreten. Der Schleckerkonzern ist ein typisches Paradebeispiel der zynischen Verwertungslogik des Kapitalismus und des wirtschaftlichen und politischen Geistes in der Bundesrepublik. mehr…
Das Jugendamt der Stadt Bochum organisiert am 12. und 13. September diesen Jahres erneut eine Berufsbildungsmesse, auf der u. a. die Bundeswehr für ihre Ausbildung zum Töten werben soll. Der Leiter des Jugendamtes Dolf Mehring (Grüne), der vor 20 Jahren in der Friedensbewegung aktiv war, weiß genau, dass die Militärwerbung bei Minderjährigen gegen die Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention verstößt, die die Bundesrepublik und 192 weitere Staaten unterschrieben haben. Im vergangenen Jahr haben das Bochumer Friedensplenum und die SDAJ für Protest und Aufklärung im RuhrCongress (Foto) gesorgt. In diesem Jahr wird zusätzlich ein landesweites Bündnis Aktionen gegen die militaristische Ausrichtung der Messe organisieren. Übermorgen am Mittwoch, den 27. Juni findet um 19.00 Uhr ein Treffen im Bahnhof Langendreer statt, auf dem die Aktivitäten der Bochumer Gruppen gegen die Bundeswehrpräsenz auf der Messe koordiniert werden.
von Norbert Hermann, Bochum Prekär
Neuneurofuffzig (9,50 Euro!) insgesamt für sechs Monate muss die ARGE/Jobcenter nun zahlen. Widersprüche, Schriftwechsel und einen Erörterungstermin vor dem Sozialgericht hat es dazu gebraucht. Neben dem Betroffenen waren etliche Fachleute viele Stunden lang damit beschäftigt. Weitere ähnlich unsinnige Verfahren sind abzusehen, denn die Stadt Bochum als „Richtlinienverantwortliche“ für Hartz IV – Wohnungsangelegenheiten weigert sich weiterhin beharrlich, eine Entscheidung des Landessozialgerichts (LSG) in Essen anzuerkennen. Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in eigener Sache? mehr…
Die örtlichen Gewerkschaften ver.di, GEW und IG Metall laden am Donnerstag, den 28. Juni um 17.00 Uhr ins Endstation Kino im Bahnhof Langendreer ein. Der preisgekrönte Film Work hard – Play hard wird gezeigt. „Zum Fürchten ist die schöne neue Arbeitswelt, die Carmen Losmann in ´Work Hard – Play Hard` so kühl wie klug darlegt.“ urteilt die Süddeutsche Zeitung. Carmen Losmann sowie Eva Bockenheimer, die u.a. zum Thema „Burnout“ forscht und bei den Dreharbeiten beratend tätig war, stehen im Anschluss an den Film für eine Diskussion zur Verfügung. Die Filmbeschreibung: mehr…
Die Bochumer Greenpeace Gruppe schreibt: »In Bochum konnten die Bürger heute ab 12 Uhr in der Bochumer Innenstadt Arktisschützer werden und ihre Unterschrift in einer symbolischen, ca. 80 cm hohen Zeitkapsel platzieren. Die Unterschriften der ersten Million Menschen, die zwischen Moskau und Madrid, Buenos Aires und Helsinki Arktisschützer geworden sind, werden in einer speziellen Kapsel im kommenden Jahr am Nordpol versenkt – als Mahnung, dass die Arktis Erbe der Menschheit ist und nicht dem Interesse einiger Großkonzerne geopfert werden darf. mehr…
Eine interessante Veranstaltung findet am Sonntag, 24. Juni um 16.30 Uhr im Bahnhof Langendreer im studio 108 statt. Die Bochumer Autorin Gisela Knaup liest aus ihrem Buch “Serena – Ein halbes Leben in Deutschlandâ€, einer Biographie eines ungewöhnlichen Frauenlebens. Unterstützt wird sie dabei von dem Musiker Bernhard Lebeda. In der Veranstaltungsankündigung des Bahnhof Langendreer heißt es: “Gisela Knaup zeichnet das Leben einer afrobrasilianischen Frau nach, die 1990 als Lehrerin zum Aufbaustudium nach Deutschland kommt. Statt der geplanten zwei bleibt sie 20 Jahre. Die Ehe mit einem Südafrikaner im Exil scheitert; es folgt eine zweite mit einem tamilischen Flüchtling mit deutschen Kindern. Trotz andauernden Kampfs mit Behörden und trotz vieler Widerstände gibt Serena ihre Studienpläne nicht auf. Sie muss Umwege suchen, sitzt oft zwischen zwei Stühlen, erlebt viele Rückschläge und Schwierigkeiten, doch auch Unterstützung durch Freunde und Fremde. mehr…
Am heutigen Samstag, 23. Juni findet um 20 Uhr im Bochumer Kulturrat in Gerthe ein Konzert der Musikgruppe „Wildes Holz“ unter dem Motto „Freiheit für die Blockflöte“ statt. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die VeranstalterInnen schreiben: „Jahrzehntelang ist die Blockflöte das Hauptinstrument kindlichen Musikmartyriums gewesen. Wer hätte gedacht, dass man damit eines Tages „Highway to Hell“ oder „Walk on the Wild Side“ spielt und das Publikum in wahre Begeisterungsstürme versetzt? Den drei Musikern von Wildes Holz gelingt dieses Kunststück. mehr…
Samstag 23.06.12, 11:39 Uhr
Bürgerbegehren-Initiative legt Kostengutachten zum Konzerthaus vor
Kulturdezernent Townsend hat sich in der gestrigen Kulturausschuss-Sitzung geweigert, dem für das Konzerthaus zuständigen Ausschuss des Rates die Kostenschätzungen für das Projekt zur Verfügung zu stellen. In 12 Tagen soll der Rat demnach über ein Millionenprojekt entscheiden, das nicht einmal im zuständigen Fachausschuss beraten wurde und für das den Ratsmitgliedern bis heute keine Zahlen vorliegen. Das Bürgerbegehren Musikzentrum hat nun eigene Berechnungen zum Musikzentrum vorgelegt und schreibt in einer Pressemitteilung: »Nachdem die Stadt sich weiterhin beharrlich weigert das Kostengutachten zu veröffentlichen, welches die Plausibilität der Berechnungen der Wettbewerbssieger des Architektenwettbewerbs zum Musikzentrum zum Gegenstand hat, haben nunmehr die Betriebswirte des Bürgerbegehren unterstützt durch einen Ingenieur den 3. Teil des Gutachten zu den jährlich für das Musikzentrum anfallenden Betriebskosten veröffentlicht. Siehe Links am Ende der Meldung. mehr…
Freitag 22.06.12, 17:38 Uhr
Bericht der Linksfraktion aus dem Sozialausschuss des Rates
Die Linksfraktion im Rat berichtet: »Die Linksfraktion hatte zum gestrigen Sozialausschuss beantragt, dass die Verwaltung Änderungen in der Richtlinie Kosten der Unterkunft dem Ausschuss und den Beratungsstellen zur Kenntnis gibt. Das war bisher nicht der Fall, ist aber aus offensichtlichen Gründen für die Beratungsstellen wichtig, damit sie korrekt beraten können und für die Politik, um gegebenenfalls steuern einzugreifen. Die Richtlinie regelt die Kostenübernahme von Miete und Umzügen u.a. für Menschen im ALG-II-Bezug durch das Jobcenter. Da ist es durchaus von Belang, ob die Angemessenheitsgrenze für Alleinstehende bei 45 qm oder 50 qm liegt. Auf der gestrigen Sozialausschusssitzung sagte Amtleiterin Dr. Ott nun zu, Änderungen, die nicht nur redaktionell seien, dem Ausschuss und den Beratungsstellen mitzuteilen. mehr…
Freitag 22.06.12, 16:43 Uhr
Internationaler Tag zur Unterstützung von Folterüberlebenden
Anlässlich des Internationalen Tags zur Unterstützung Folterüberlebender ist die Medizinische Flüchtlingshilfe am Dienstag, den 26.06. von 11.00 bis 17.30 Uhr mit einem Infostand auf der Kortumstr., direkt vor C&A vertreten. Abends lädt die MFH in ihren Räumlichkeiten am Dr.-Ruer-Platz 2 ab 19.00 Uhr zu einer Veranstaltung ein: Thema ist das Recht von Folterüberlebenden auf Rehabilitation sowie die Wirksamkeit von Rehabilitation anhand eines Vortrags und Films mit anschließender Diskussion. Dazu wird die Psychotherapeutin der MFH Anamaria Diaz über ihre langjährigen Erfahrungen in der psychotherapeutischen Arbeit mit Folterüberlebenden sprechen und anhand von konkreten Beispielen über Schwierigkeiten und Erfolge berichten. Gezeigt wird der Film „After-life – 4 Stories of Torture“ (Regie: Mervi Junkkonen / Finnland / 2011), der sich anhand der Geschichten von vier Männern aus unterschiedlichen Länden mit den physischen und psychischen Konsequenzen nach erlebter Folter beschäftigt.
Freitag 22.06.12, 11:19 Uhr
Konzert und Finissage in der Projektgalerie - Rottstr5:
Am kommenden Sonntag, 24. Juni 2012, endet das Festival Resonanzen, Bochumer Tage für Neue Musik, ebenso die Ausstellung mit Arbeiten von Thomas Rother in der Projektgalerie – Rottstr5. Zu diesem Anlass gibt es ein besonderes Konzert mit dem Titel „CelloSchachtKlänge“ zu hören. Um 17:00 Uhr spielen sieben Cellistinnen des Ensembles „Cello en vogue“ improvisierte Musik auf Violoncello, Stahlcello und den Klangskulpturen von Thomas Rother. „Das Celloensemble „Cello en Vogue“ komponiert gemeinschaftlich neue Musik unter Einbeziehung von Improvisation, Stimme und Elektronik. Ungewöhnliche Spieltechniken, die bis zur Veränderung des Instrumentariums selbst führen, mehrere Spezialbögen und elektronische Mittel werden auf vielfältige und kreative Weise eingesetzt.“ Eindrucksvolle Hörproben: intercity (mp3, 1,6 mb); mosaik (mp3, 1,3 mb); rosengarten (mp3, 3,8 mb). Eintritt frei, Spenden werden nicht abgelehnt.
Der DGB macht auf Zahlen aufmerksam, die das Schulverwaltungsamt vorgelegt hat: »Als erschreckend bezeichnet der DGB die Ergebnisse einer Befragung der Stadt Bochum zur Ausbildungssituation. Das Schulverwaltungsamt hat alle Entlassschülerinnen und Schüler von Förder-, Haupt-, Real-, und Gesamtschulen in den letzten Tagen befragt. Von den 2.138 Jugendlichen hatten bis Anfang Juni nur 304 einen Ausbildungsplatz. 1.564 (73,2%) werden ab Herbst weiter zur Schule gehen. Bei 72 war das Bewerbungsverfahren noch nicht abgeschlossen. „Bisher konnten nur 14,2 % der Schulabgänger mit einer betrieblichen Ausbildung versorgt werden. Eine katastrophal niedrige Zahl. Der weitere Schulbesuch ist für Viele eine Warteschleife, da sie noch schulpflichtig sind. Diese Zahlen lassen sich nicht schön reden. mehr…
Für Samstag, den 18. August 2012 lädt das Soziale Zentrum ab 14 Uhr zum Straßenfest vor dem Sozialen Zentrum, Josephstr. 2, (ehemals Haus Dahlhoff) ein. Das Ganze soll eine bunte Mischung werden. Eingeladen zum Mitmachen sind Gruppen aus dem Sozialen Zentrum und weitere Initiativen. Dies ist eine herzliche Einladung an Gruppen und Einzelinitiativen aus dem Stadtteil. Geplant sind bislang z. B. Angebote für Kinder, Essensstände sowie eine Saftbar für das leibliche Wohl, eine offene Bühne mit Live-Musik und Lesungen, ein Flohmarkt und vieles mehr. Die Gestaltung des Festverlaufs ist für weitere Ideen offen, die von AnwohnerInnen selbst eingebracht werden können. Interessierte haben die Möglichkeit, am Freitag, den 29. 6. 2012 ab 19 Uhr im Sozialen Zentrum (Josephstr. 2, ehemaliges „Haus Dahlhoff“) an einem offenen Vorbereitungstreffen teilzunehmen oder sich per E-Mail an strassenfest@sz-bochum.de zu melden.
Der DGB schreibt: »In Nordrhein-Westfalen stehen die Sommerferien vor der Tür. Für viele Schülerinnen und Schüler beginnt damit die Zeit der Ferienjobs. „Ferienjobs sind eine gute Möglichkeit, das Taschengeld aufzubessern und Einblicke in die Arbeitswelt zu bekommen“, sagt Tim Ackermann, Jugendbildungsreferent des DGB. „Allerdings darf nicht jede Schülerin und jeder Schüler alle Tätigkeiten ausüben. Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt, unter welchen Bedingungen Kinder und Jugendliche arbeiten dürfen.“ Das Jugendarbeitsschutzgesetz verbietet Kindern bis zum einschließlich 14. Lebensjahr zu arbeiten. Es gibt aber Ausnahmen. Mit Zustimmung der Eltern dürfen Kinder über 13 Jahren bis zu zwei Stunden täglich zwischen 8 und 18 Uhr arbeiten. mehr…
Am kommenden Samstag, den 23. Juni protestieren rund 2000 Greenpeace-Aktivisten in weltweit 20 Ländern gegen die Ölförderung in der Arktis. Auch Greenpeace Bochum beteiligt sich zusammen mit 64 weiteren deutschen Greenpeace-Gruppen an diesem Aktionstag. Greenpeace schreibt: »In der Bochumer Innenstadt (zwischen City-Point und Drehscheibe) können die Bürger von 12.00 Uhr – 16.00 Uhr Arktisschützer werden und ihre Unterschrift in einer symbolischen, ca. 80 cm hohen Zeitkapsel platzieren. Die Namen der weltweit ersten Millionen Arktisschützer werden im kommenden Jahr in einer speziellen Kapsel am Nordpol versenkt – als Mahnung, dass die Arktis Erbe der Menschheit ist und nicht dem Interesse einiger Großkonzerne geopfert werden darf.«
In der Reihe Politischer Dienstag findet am Dienstag, den 26. Juni um 19.00 Uhr im Kulturcafé an der Ruhr-Uni eine Veranstaltung statt zum Thema: „Europäische Grenzpolitik und die Abschottung gegen MigrantInnen“. Den Diskussionseinstieg liefert ein Referent der Antifaschistische Bildungsinitiative Münsterland. In der Einladung heißt es: »Der Vortrag soll eine Einführung in die multilaterale Zusammenarbeit der europäischen Staaten bieten und darstellen, mit welchen Bündnispartner*innen zusammengearbeitet wird bzw. wurde für eine gemeinsame Überwachung und Kontrolle der europäischen Außengrenzen. Dabei wird u.a. die Agentur „Frontex“ eine zentrale Rolle spielen, traurige Berühmtheit erreicht diese in regelmäßigen Abständen durch ihre groben Verstöße gegen Menschenrechtskonventionen und ihr rigoroses Auftreten gegenüber Bootsflüchtlingen. Es wird die Vernetzungsarbeit von Frontex mit zivilgesellschaftlichen Akteuren, wie z.B. Firmen und der Industrie, aber auch Wissenschaftler*innen und dem Wissensbetrieb untersucht werden. Hier werden neben den verschiedenen nationalstaatlichen Interessen, die bei der Konstruktion europäischer Grenzräume eine Rolle spielen, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Migrant*innen und Flüchtlinge in Deutschland fokussiert, um den Überblick über die europäische Grenzpolitik vollenden zu können.«