Archiv für den Monat: Juni 2012


Sonntag 03.06.12, 21:45 Uhr

Krupp: Sponsor WK I und WK II

Einer der Lieblingsleser der bo-alternativ Redaktion hat uns ein Foto geschickt, auf dem zu erkennen ist, dass engagierte BürgerInnen der Stadt am S-Bahnhof Ehrenfeld das Werbeplakat für die Ausstellung „200 Jahre Krupp“ ergänzt haben. Mit einem Aufkleber wird daran erinnert, dass Krupp Waffenschmiede für zwei verbrecherische Weltkriege war. Es fehlt noch ein ergänzenden Foto des als Kriegsverbrecher verurteilten Alfried Krupp in Häftlingskleidung.


Sonntag 03.06.12, 21:30 Uhr
Faschismus und seine öffentlich-rechtliche Bewältigung oder:

Wie kritisiert man Nazis richtig?

Am Dienstag,  den 12. Juni findet um 18 Uhr in der Aula der Evangelischen Fachhochschule (EFH), Immanuel-Kant-Str. 18 ein Vortrag von Freerk Huisken statt zum Thema: „Wie kritisiert man Nazis richtig?« Veranstalter ist das Referat für Hochschulpolitik der EFH. In der Einladung heißt es: »Die übliche politische und massenmediale Auseinandersetzung mit alten und neuen Nazis beruht auf Ausgrenzungs- und Vereinnahmungsstrategien. Auf eine inhaltliche Aus-einandersetzung mit den Ideologien der Rechtsextremen und eine theoretische schlüssige Kritik ihrer Vorstellungen wartet man dagegen in der deutschen Öffentlichkeit vergebens. Huiskens zentrale These lautet: Das ist leider kein Zufall. Im Gegenteil. Die theoretische Ohnmacht der guten Demokraten gegenüber den bösen Nationalisten beruht auf ihrem gemeinsamen (!) geistigen Fundament, dem Patriotismus. Mehr noch: Der demokratische Patriotismus ist der geistige Sumpf, auf dem die faschistischen Sumpfblüten von NSU und NPD so gut gedeihen. Weitere Thesen: mehr…


Sonntag 03.06.12, 07:14 Uhr

Frauen in der Neonazi-Szene

Am Donnerstag, den 7. Juni findet im Bahnhof Langendreer  um 19:30 Uhr  ein Vortrag mit Frauke Büttner statt zum Thema: Frauen in der Neonazi-Szene. Die Einladung: »Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten neonazistischen Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie kümmern sich nicht nur um die Erziehung des rechten Nachwuchses, sondern tragen auch das Leittransparent auf der Demonstration, organisieren Veranstaltungen und führen Kassenbücher. Innerhalb der rechtsextremen Strategie, sich in den Kommunen zu verankern, sind es oft Frauen, die unter dem Denkmantel sozialer und lebensweltlicher Themen wie Familie, Kindergeld, Hartz IV oder Umweltschutz rechtsextreme Poltik hoffähig machen. mehr…


Samstag 02.06.12, 19:45 Uhr
Radio El Zapote präsentiert:

La Vela Puerca im Bahnhof Langendreer

Am Dienstag, den 5. Juni ist die Gruppe La Vela Puerca aus Montevideo in Uruguay zu Gast im Bahnhof Langendreer. Einlass 19:30 Uhr. Beginn 20:30 Uhr. Radio Eö Zapote schreibt über das Konzert: »Weder klein, zu dem noch fein, konkret: eine Band aus Südamerika, die Rock-Geschichte geschrieben hat. La Vela Puerca, schon vor Jahren mit Platin ausgezeichnet, auf vielen gemeinsamen Tourneen mit Die Ärzte in der BRD und Südamerika unterwegs, zu Gast auf allen bekannten Mega-Festivals und darüber hinaus auch in alter Tradition wieder im Bhf.-Bochum-Langendreer. Es gibt wenige Bands (und Agenturen), die sich im Verlauf ihres Bekanntheitsgrades noch an ihre Roots erinnern. La Vela Puerca gehören jedoch dazu.« mehr…


Freitag 01.06.12, 19:50 Uhr

Bundesweites Antifa Camp in Dortmund

Am Samstag, den 9. Juni findet um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum eine Informationsveranstaltung über ein bundesweites Antifa Camp in Dortmund statt. In der Ankündigung heißt es: »Dortmund ist nicht nur bekannt als die Stadt des mehrmaligen Meisters im Herrenfußball, sondern leider auch für seine Neonaziszene mit bundesweiter Ausstrahlung. Zwei rechtsradikale Gruppen deklarieren Dortmund als „ihre Stadt“ und versuchen, mit Übergriffen gegen vermeintliche Linke oder „Nicht-Deutsche“ den Mythos des“Nazi-Stadtteils Dorstfeld“ aufrecht zu erhalten. Das für Ende August geplante, bundesweite Antifacamp in Dortmund tritt an, genau diesen Zustand zu entmystifizieren. mehr…


Freitag 01.06.12, 13:04 Uhr
Die InitiatorInnen des Bürgerbegehrens Musikzentrum:

„Offenbarungseid der Bochumer Politik“ 2

Der Koordinator des Bürgerbegehrens zum Musikzentrum, Volker Steude, schreibt: »Da Politik und Verwaltung nicht bereit sind den Bürgern offen gegenüber zu treten und sie vorbehaltlos über das Vorhaben Musikzentrum zu informieren wird das Bürgerbegehren Musikzentrum am Samstag, 02.06.12 ab 11:00 Uhr mit einem Infostand am Kurt-Schumacher-Platz, Ecke Huestraße die Bürger über das Projekt insbesondere auch über die Kosten des Projektes und den vorliegenden Entwurf umfassend informieren. Auch können die Bürger für das Bürgerbegehren unterschreiben. mehr…


Freitag 01.06.12, 12:42 Uhr
DGB bleibt beim Nein zum Betreuungsgeld

„Sozialpolitischer Rohrkrepierer“

Der DGB in Bochum bleibt bei seinem Nein zum Betreuungsgeld. Es sei bildungs-, gleichstellungs- und integrationspolitisch nicht vertretbar. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei nur möglich, wenn verlässliche Betreuungsstrukturen existieren. Eine qualifizierte frühkindliche Förderung sei eine wichtige Voraussetzung für eine gute schulische Entwicklung. „Damit zielt das Betreuungsgeld in die falsche Richtung. Die Bezieherinnen von Hartz IV-Leistungen auszuschließen, ist obendrein ein sozialpolitischer Rohrkrepierer und eine Frechheit diesen Menschen gegenüber“, stellt DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund fest. mehr…


Freitag 01.06.12, 11:56 Uhr

Mindestens 8.50 Euro in der Gastronomie

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) weist darauf hin, dass zukünftig in der Gastronomie Beschäftigten grundsätzlich einen Anspruch auf einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde haben. Ab dem kommenden Jahr gilt in den tarifgebundenen Hotels, Restaurants, Gaststätten und Biergärten dieser Mindestlohn. Außerdem schreibt die NGG: »Dickere Lohntüten gibt es in der Gastro-Branche aber schon ab diesem Monat: Ein Koch, der Vollzeit arbeitet, hat Ende Juni zum ersten Mal mindestens 49 Euro mehr in der Tasche – ein Plus von 3,1 Prozent. Genauso wie alle übrigen Beschäftigten des Hotel- und Gaststättengewerbes – vom Kellner über die Zimmerfrau bis zur Rezeptionistin. Sie erhalten in diesem und im kommenden Jahr zusammen 6,3 Prozent mehr Geld.« Das setzte die NGG bei den Tarifverhandlungen für Beschäftigten der Gastro-Branche durch. Die NGG Ruhr rät, am Ende des Monats den Gehaltszettel zu kontrollieren.


Freitag 01.06.12, 10:19 Uhr

Studentische Reservistenarbeit

Nadine Hemgesberg und Rolf van Raden schreiben in der aktuellen Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung – BSZ über den Protest gegen den „Arbeitskreis Sicherheitspolitik“ an der Ruhr-Uni: »Hochschule und Militär, darf das zusammen gehen? Um diese Frage wird an der Ruhr-Uni wieder gestritten. In der vergangenen Woche hat sich der neu gegründete „Arbeitskreis Sicherheitspolitik“ an der RUB zu seiner ersten Sitzung getroffen. KritikerInnen werfen der Gruppe vor, ein zivilgesellschaftlicher Think Tank für mitlitärische Interessen zu sein.
Fest steht: Die Bochumer Initiative ist Mitglied im Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH). Das ist der neue Name der Bundesarbeitsgemeinschaft Studierender Reservisten. „Faktisch handelt es sich beim BSH-Dachverband um eine Lobbyorganisation der Bundeswehr mit dem Ziel, Akzeptanz für die weltweiten deutschen Kriegseinsätze zu schaffen und die Militarisierung an den Hochschulen voranzutreiben“, kritisiert ein Sprecher des Protestplenums an der RUB. mehr…