Die Grünen in der Bezirksvertretung Wattenscheid werden bei der Wahl des Bezirksbürgermeisters und seiner Stellvertreter:innen auf eine Kandidatur für den:die zweite:n Stellvertreter:in verzichten und schreiben: »Dies ist die einzige Möglichkeit, sicherzustellen, dass die rechtsextreme AfD keinen Bürgermeister oder einen der Stellvertreter:innen stellen kann. „Seit dem Tag nach der Kommunalwahl haben wir Grüne in Gesprächen mit den demokratischen Kräften in der BV dafür geworben, eine gemeinsame Liste für die Wahl der Bezirksbürgermeister und seine:r Stellvertreter:innen entsprechend der Sitzverteilung in der neuen Bezirksvertretung aufzustellen“ so Claudia Rausch, Vorsitzende der Grünen in Bochum und Wattenscheid.
Die Initiative Nordbahnhof Bochumbietet am Sonntag, den 9. November um 11.00 – bis 12.30 Uhr zu einer Führung an unter dem Titel »„Dann stiegen die Horden die Treppe herauf“ – Der 9. November 1938 aus der Sicht der Zeitgenossen«. Gestaltung: Martin Breuer, Şirin-Nur Öremiş, Viola Olschewski (Initiative Nordbahnhof / Ruhr Universität Bochum). Die Einladung: »Die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 ist für uns heute ein Eskalations- und Wendepunkt in der Geschichte der Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung.
Am Samstag, den 8. November um 11:00 Uhr wird in der Stadtbücherei im BVZ die Greenpeace Ausstellung „Stimmen für den Amazonas – Ein Paradies in Gefahr“ eröffnet. Update: Nach der Begrüßung referiert Prof. Dr. Ralph Tollrian zum Thema: „Welt im Wandel – Der Biodiversitätsverlust und seine Folgen„. Greenpeace schreibt: »Was hat ein Rindersteak in Europa mit brennendem Regenwald in Brasilien zu tun? Warum bedroht der Goldrausch in Brasilien indigene Gemeinschaften? Und wie könnte das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten den Druck auf den Amazonas-Regenwald weiter erhöhen?
Das Bochumer Stadtarchiv, Wittener Straße 47 bietet am Mittwoch, dem 5. November um 19 Uhr einen Vortrag von Nina Fischer und Lieven Rother an unter dem Titel „Schlaglichter – von Verblendung zu Veränderung“: »Die Polizei Bochum (zuständig für die Kommunen Bochum, Herne und Witten) hat sich im Rahmen eines Projektes kritisch mit den Tathandlungen von Behördenangehörigen sowie der Gestapo Bochum während der NS-Zeit auseinandergesetzt. Dies umfasst auch den Einsatz des Bochumer Polizeibataillons 301 im „auswärtigen Einsatz“ unter anderem in Warschau.
Der Bochumer Kinder- und Jugendring lädt am Sonntag, den 9. November um 15 Uhr am Dr.-Ruer-Platz zum Gedenken an die Reichspogromnacht ein: »Am 09. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen und Gebetshäuser angezündet, wurden jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert, gab es zahlreiche Verhaftungen Unschuldiger und es wurden Menschen ermordet. Die Nazis ließen ihrem Hass auf Juden – auch in Bochum – für alle sichtbar freien Lauf und zerstörten die alte Synagoge. Diese Nacht war das Signal zum größten und schlimmsten Völkermord in der Geschichte der Menschheit.
Die kurdische Jugend in Bochum hat am vergangenen Freitag auf einer Kundgebung an den Welt-Kobanê-Tag erinnert. Vor 10 Jahren wurde Kobanê erfolgreich gegen einen Angriff des „Islamischen Staates“ verteidigt. In seiner Rede erklärte Agir Mustafa Birhimeoglu, dass dies zu einem Symbol für den antifaschistischen Kampf und für die Hoffnung auf Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung geworden ist.
Liebe Freund:innen, Genoss:innen und Antifaschist:innen, anlässlich des Welt-Kobanê-Tags stehen wir heute hier, um ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzen! Vor zehn Jahren hat Kobanê dem IS-Faschismus getrotzt – mit internationaler Solidarität, mit Mut und mit unerschütterlichem Widerstand. Kobanê wurde nicht nur militärisch verteidigt, sondern wurde zu einem Symbol: • für den antifaschistischen Kampf, • für die Hoffnung auf Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Heute liegt es an uns, diese Solidarität lebendig zu halten – auf unseren Straßen, in unseren Städten, in unserem täglichen Handeln. Die Revolution von Rojava ist zugleich eine Frauenrevolution – deshalb rufen wir gemeinsam: Jin, Jiyan, Azadî – Frauen, Leben, Freiheit!
Die Villa Kunterbunt ruft auf ihrem Instagramkanal mit dem nebenstehenden Plakat zu einer Demonstration am Montag, den 3. November um 18 Uhr vor dem Bochumer Hauptbahnhof auf.
Solidarität von der Linken
Die Bochumer Linke »erklärt sich angesichts der jüngsten Räumungsandrohungen mit den Bewohner:innen der Villa Kunterbunt in Bochum-Werne solidarisch. Angesichts des herrschenden Wohnungsmangels, vor allem an günstigem Wohnraum, ist es das völlig falsche Signal, die 15 Bewohner:innen des denkmalgeschützten Hauses in die drohende Obdachlosigkeit zu schicken. Die Villa „Auf den Holln“, die im Eigentum der Stadt Bochum ist und früher von der VBW verwaltet wurde, ist seit über 40 Jahren besetzt. Den Bewohner:innen wurde die Nutzung jahrzehntelang gestattet.
Vor der Gedenkveranstaltung am 9. November bietet die VVN-BdA Bochum einen Rundgang zu ausgewählten Stolpersteinen und Stelen an: »Der Rundgang beginnt um 13.00 Uhr am Nordbahnhof und endet pünktlich um 15 Uhr zur Gedenkveranstaltung auf dem Dr. Ruer-Platz. Der Nordbahnhof ist ein Gedenkort zur Erinnerung an die Deportationen von Bochumer Bürger*innen, die entsprechend der faschistischen Rassegesetzgebung nicht „arisch“ waren. An einigen Stolpersteinen und Stelen lässt sich exemplarisch die faschistische Vernichtungspolitik erklären. Wer unterstützte eigentlich diese rassistische Politik? Wer leistete eigentlich Widerstand dagegen?
Die Naturfreunde Langendreer schreiben: »Die Nachricht, dass die Villa Kunterbunt (Auf den Holln 3) geräumt werden soll, hat uns erschüttert. Mit einer Frist von nur 10 Tagen soll die Villa aufgrund von in einem Gutachten festgestellten Baumängeln, die das Haus angeblich unbewohnbar machen, freigezogen werden. Eigentümer der denkmalgeschützen Immobilie ist die Stadt Bochum, der der Zustand des Gebäudes und die Sicherheit der zurzeit 19 Bewohnerinnen und Bewohner offensichtlich bisher egal war. Nachdem das Gutachten vorlag, vergingen 5 Wochen, bis die Räumung angedroht wurde.
Ich gehöre zu keiner Organisation, sondern bin einfach eine der Töchter, die wütend sind und ihre Stimme nutzen möchten. Ich bin einfach irgendeine Frau, die im Kampf gegen Ungleichheit und Diskriminierung ihr Bestes gibt. Damit bin ich Teil der Gesellschaft, in der wir leben. Als solcher möchte ich mich hier gegen den Rassismus aussprechen. Die Rechten werden mehr und lauter. Also müssen wir mehr und lauter werden. Das hier ist mein erster Redebeitrag für eine politische Kundgebung. Auch wenn ich wahrscheinlich genau das sage, was ihr euch alle auch denkt, ist es mir wichtig, als weiße Frau eine antirassistische Einstellung sichtbar zu machen.
Die AbolishBar ist ein regelmäßig in der Zanke stattfindender Tresen zu den Themen der Antirepression und Überwindung gewaltvoller Verhältnisse. Der nächste Termin: »Am Samstag, den 08.11. um 19 Uhr wollen wir den NSU-Komplex und seine unvollständige Aufarbeitung genauer betrachten – am Beispiel des Untersuchungsausschusses in NRW. Wie der Ausschuss in Düsseldorf gearbeitet hat und warum am Ende (immer noch) kein Schlussstrich stehen kann, diskutieren wir mit NSU Watch, der unabhängigen Recherche- und Dokumentationsinitiative, die den Ausschuss beobachtet und seine Arbeit in die (Nicht-)Aufklärung des NSU-Komplexes einordnet. Dabei werfen wir auch einen Blick auf die Rolle des Dortmunder Staatsschutzes, der von 2001-2006 von Jörg Lukat geleitet wurde.