ich möchte Ihnen den Brief vorlesen, der morgen, am Freitag, dem 6. Juni, versendet wird: An Alexander Dobrindt, Bundesminister des Innern Deutschlands; Maxime Prévot, Außenminister Belgiens; Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister von Bochum; An alle Belgische Bürgermeister, in derer Gemeinde ein Nacht- und Nebel Deportierter in Bochum Gefangener war; An die Familienangehörigen und Hinterbliebenen der 154 Belgier, die in Bochum inhaftiert waren, die Vorhölle zu ihrer Hinrichtung durch Enthauptung. Diese Rede vom 5. Juni erinnert an das Schicksal der 154 belgischen Nacht-und-Nebel-Gefangenen, die in Bochum inhaftiert waren und später hingerichtet wurden. Sie betont die Bedeutung des Gedenkens und der Erinnerung an diese Opfer des Nationalsozialismus.
Sehr geehrter Herr Demnig, sehr geehrter Herr Borchers, sehr geehrte Damen und Herren, herzlichen Dank, dass Sie mir als Leiterin der JVA Bochum die Gelegenheit geben, bei der Verlegung der Stolperschwelle einige Grußworte zu sprechen. Wir befinden uns hier vor der JVA Bochum, welche ehemals als Preußisches Centragefängnis gebaut und 1897 in Betrieb genommen wurde. Zur Zeit des Nationalsozialismus waren zwischen 1933 und 1945 in der Krümmede –wie die JVA in Bochum genannt wird- auch viele politische Gefangene aus Deutschland, Belgien, Holland und Frankreich inhaftiert. Heute haben wir uns an diesem Ort versammelt, um gemeinsam eine Stolperschwelle zu verlegen und damit an die Menschen zu erinnern, die einst verfolgt wurden, die zeitweise bis zu ihrer Entlassung hier lebten und litten.
es sind Gesichter, Portraits von Personen, von Gefangenen, die allesamt in der NS-Zeit hier in der Krümmede einsaßen. Manche von Ihnen haben überlebt, viele haben nicht überlebt. Sehr junge Menschen sind dabei, unter 20. Einige sind über 70 Jahre alt. Gemeinsam ist ihnen: Sie waren nicht kriminell. Sie haben keine Straftaten im eigentlichen Sinne begangen. Sie haben Akte des Ungehorsams begangen, ja. Sie haben sich mit Worten, Schriften, Handlungen gegen den Nationalsozialismus gestellt. Viele, sehr viele verstarben hier in den Kriegsjahren an Krankheiten. Zahlreiche wurden nach Bochumer Haft in Dortmund und woanders hingerichtet. Einige der Überlebenden haben ihre Erfahrungen aufgeschrieben. Es gibt Bücher in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Deutschland, die noch ausgewertet werden müssten.
Am Donnerstagabend , den 12. Juni lädt die Bochumer Rojava Soli-Gruppe um 19 Uhr in der Zanke zu einer Vorstellung des Buches von Abdullah Öcalan zum Thema „Demokratische Zivilisation “ ein. Der Übersetzer des Buches Rejimar Heider wird anwesend sein. Zum Buch: »Öcalans Vision einer kommunal organisierten demokratisch-ökologischen Gesellschaft gab der kurdischen Bewegung wichtige Impulse und bietet Anregungen für die globale Debatte um einen neuen Sozialismus. Sein Plädoyer gegen staatliche Gewaltverhältnisse und Krieg und Gewalt zur Durchsetzung von Machtinteressen bildet ihre theoretische Grundlage.
Im Rahmen seiner Kampagne „Wenn nicht jetzt – wann dann?!“ zeigt das Bochumer Antifa Treff am Samstag, den 14.6. um 19.30 Uhr den Labournet-Film „Der laute Frühling – Gemeinsam aus der Klimakrise“.
Die chilenische Fraueninitiative Hattingen lädt am Samstag, dem 14. Juni, zu einem Bildervortrag ein: »Nicaragua, das Land, dass seit 2007 wieder von dem einstigen Revolutionsführer Daniel Ortega regiert wird, hat sich zu einer brutalen Familiendiktatur „entwickelt“.
Am Donnerstag, den 12.06. stellt Adrian Pourviseh um 16 Uhr im Studio der Evangelischen Fachhochschule Bochum seine „illustrierten Tagebucheinträge“ der Rettungseinsätze der Sea Watch 3-Crew im Mittelmeer vor: »Mitten in der Nacht kommt der Funkspruch rein. Ein Seenotfall! Ein doppelstockiges Holzboot, mit 400 Menschen an Bord, 20 sollen schon vermisst sein.
Am 9. Juni 1933 brannten nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Kaiser-Friedrich-Platz (heute Imbuschplatz) in Bochum Bücher von Erich Kästner, Nelly Sachs, Joachim Ringelnatz, Irmgard Keun, Jack London, Else Jerusalem, Hilde Marx, Mascha Kaléko, Erich Maria Remarque und vielen Anderen! 92 Jahre später wollen wir lesend erinnern, gedenken und laut ausrufen: Niemals wieder! Niemals vergessen!
Die Stadt Bochum möchte den Kinderspielplatz „Am Lakenbruch“ aufwerten und modernisieren. Aus diesem Grund findet am Donnerstag, 12. Juni, von 16 bis 18 Uhr auf dem Spielplatz in Bochum-Hordel ein Beteiligungstreffen statt. Kinder, Eltern und weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen, Wünsche, Ideen und Anregungen einzubringen.
Am 12. Juni stellt der Autor Lars Banhold in der BASTION seine Arbeit SCHISSKOJENNO. Situationstexte vor. Einlass ist ab 19h. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist zwingend erforderlich.
Das Figurentheater Daisy Blau öffnet seine Probenbühne für zwei besondere Aufführung Klaus Manns Roman Mephisto, erster Szenen sind zu sehen. Die Inszenierung zeigt die Anfänge von Hendrik Höfgens Karriere im Theatermilieu der 1920er Jahre, seine Ambitionen und inneren Konflikte. Dargestellt in Licht und Schatten, mit Schattentheater, Flachfiguren und Schauspiel auf einer reduzierte Bühne. Die offene Probe bietet Einblicke in die Entwicklung des Stücks und gibt einen Vorgeschmack auf die Inszenierung.
Am Donnerstag, 12. Juni, lädt die Volkshochschule Bochum (vhs) in Kooperation mit dem Referat für Gleichstellung, Familie und Inklusion von 19 bis 21 Uhr zum Gartenprojekt in die Alsenstraße ein (Kursnummer: K13013). Britta Meier vom Gemeinschaftsgartenprojekt in der Alsenstraße erläutert, wie man vor der eigenen Haustür oder in der eigenen Straße etwas verändern kann. Sie führt Interessierte durch den Garten, erzählt, wie das Projekt entstanden ist und was nötig ist, um es nachhaltig am Laufen zu halten. Der Treffpunkt dieser entgeltfreien Veranstaltung ist das „Alsenwohnzimmer e.V.“, Alsenstraße 27. Anmeldungen sind unter der Rufnummer 02 34 / 910 – 15 55 oder online unter vhs.bochum.de möglich.
Am 11. Juni um 19 Uhr veranstaltet das Offene Antifa-Cafe Bochum gemeinsam mit der Initiative Demokratischer Konföderalismus einen Vortrag. Eine Internationalistin berichtet von ihren Erlebnissen in Rojava.
Seit gestern ist eine neue Internetseite unter dem Titel „bochum-gemeinsam.de“ online. Betrieben wird sie von einer Gruppe von Verbänden und Initiativen, die sich zum Ziel gesetzt hat, ihre Anliegen im Kommunalwahlkampf 2025 sicht- und hörbar zu machen.
Der Mieterverein informiert in seiner aktuellen Pressemitteilung über seine Veranstaltung am 12. Juni in der Quartiershalle der KoFabrik: »Am 14. September können alle wahlberechtigten Bochumerinnen und Bochumer mitbestimmen, wer der:die nächste Oberbürgermeister:in wird – und welche Partei den Kurs unserer Stadt bestimmen soll. Der Mieterverein Bochum hat wohnungspolitische Wahlprüfsteine mit Einschätzungen zur Lage auf dem Wohnungsmarkt und Forderungen für bezahlbares Wohnen erstellt. Zentrale Vorschläge des Mietervereins sind:
In Kooperation mit der Volkshochschule Bochum bietet Michael Niggemann am Sonntag, 15.6.2025 diesen Stadtrundgang an.
Die Übergabe der politischen Macht an die faschistische Regierung und ihre Folgen, Massenaufmärsche und Propaganda, Gleichschaltung und Terror, Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner, der Bochumer Jüdinnen und Juden und anderer Personengruppen, lassen sich am Schicksal einzelner Menschen und im Alltag einer Stadt an vielen Orten erfahrbar machen.
Für Dienstag, 17. Juni 2025 um 19:00 lädt die VVN-BdA Bochum ein zur Lesung und Diskussion mit Reinhard Junge:
Anfang April kamen die Memoiren seines Vaters in die Buchläden. Das Buch erzählt, wie er Kommunist wurde, die Foltern in der Dortmunder Steinwache und drei Konzentrationslager überlebte und 1945 nach der Befreiung den Kampf für ein besseres Deutschland fortsetzte.
„In den Sommer mit Texten von James Krüss“ lautet das Motto einer Lesung in der Bücherei Querenburg im UniCenter, Querenburger Höhe 270, am Mittwoch, 11. Juni, ab 15 Uhr. James Krüss, eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Insel Helgoland, ist als Kinderbuchautor bekannt, allerdings richtet sich diese Veranstaltung an ein erwachsenes Publikum. Die Lesung mehrerer Textpassagen aus dem Klassiker „Mein Urgroßvater und ich“ ist der Anlass zu einem netten Beisammensein bei Kaffee und Gebäck, mit dem der „Freundeskreis der Bücherei Querenburg e.V.“ den Sommer einleiten möchte. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Das Bochumer Klimaschutzbündnis kommentiert die Meldung, die in der WAZ mit „Für den Klimawandel gewappnet“ überschrieben war und die Verleihung des European Climate Adaption Award an die Stadt zum Gegenstand hatte: »Der Bau von Baumrigolen an der Wasserstraße, der ein Grund für die Auszeichnung der Stadt Bochum mit dem European Climate Adaption Award war, ist eine vorbildliche Maßnahme, die das Bochumer Klimaschutzbündnis BoKlima sehr begrüßt. Leider ist bisher nur der Abschnitt von der Hunscheidtstraße bis zum Wiesental für die Anpassung an den Klimawandel umgebaut worden.
>>Die Bochumer Künstlerin Fritzi Bender gastiert am Mittwoch, 11. Juni, um 16 Uhr in der Bücherei Wiemelhausen, Markstraße 292, mit ihrer Lesungsshow für Kinder von sieben bis zehn Jahren: „Prinzessin Blubberbauch“ – ein lustiges Märchen über Nahrungsmittelunverträglichkeiten und ihre Folgen.
Aus Anlass des Jahrestages der Bücherverbrennung vor 92 Jahren finden in Bochum mehrere Lesungen statt: Gemeinsam mit Akteur:innen der KoFabrik erinnern die Omas gegen Rechts Bochum & West durch eine Lesung an die Bücherverbrennung am 09. Juni 1933 auf dem Imbuschplatz: 18:30 Uhr Imbuschplatz vor der Quartiershalle der KoFabrik. Der VVN-BdA Bochum lädt zur Lesung um 19 Uhr und schreibt zum Inhalt: »Unter dem Titel »Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen. – Heinrich Heine« liest Lina – Vorstandsmitglied der VVN-BdA Bochum – am 9. Juni 2025 – Texte politisch verfolgter Autor*innen ab 19:00 in der Zanke, Westring 41, Bochum. Umrahmt wird die Veranstaltung durch eingespielte Musikstücke. Im Anschluss ist der Tresen der Zanke geöffnet, um sich noch Zeit für einen Austausch zu geben.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu der von der Verwaltung bis zum Bau der A448-Brücke nun vorgelegten temporären Streckenführung der Opeltrasse: »Die für die Sitzung des Umweltausschusses am 12.06.2025 nun vorliegende Mitteilung der Verwaltung, wie sich diese die temporäre Wegeführung der Opeltrasse in Steinkuhl/Laer bis zum Bau der Brücke über die A448 vorstellt (siehe hier), zeigt zunächst: Die von der Bezirksvertretung Süd nach Eingabe des Netzwerks angeordnete Öffentlichkeitsbeteiligung war erforderlich!
In einer aktuellen Pressemitteilung kommentiert die Linke den Beschluss des Rates von letzter Woche: »Der Rat der Stadt Bochum hat am 28. Mai 2025 die „Satzung zum Schutz und Erhalt von Wohnraum im Gebiet der Stadt Bochum“ beschlossen. Die Satzung legt eine Genehmigungspflicht für Wohnungsleerstand und Abriss von Wohnraum fest. Die Bochumer Linke kritisiert die zu geringe personelle Ausstattung für die Umsetzung der Wohnraumschutzsatzung und fordern ein konsequentes Vorgehen gegen Zweckentfremdung und Mietpreisüberhöhungen. Der Rat der Stadt Bochum hat im Doppelhaushalt 2025/26 lediglich eine einzige Stelle für diesen Bereich eingeplant.
Feminist*innen aus Bochum rufen am kommenden Samstag, 7.6. 17 Uhr, zu einer Kundgebung gegen sexualisierte Gewalt auf: »Am 28.05.2025 erschien eine Recherche des Norddeutschen Rundfunks (NDR), in der ein jahrelang aktives Vergewaltiger-Netzwerk aus Deutschland aufgedeckt wurde. Über 70.000 Männer vernetzten sich in einer Chatgruppe, teilten dort Bilder und Videos von sexualisierter Gewalt an bewusstlosen Frauen – ihren Ehefrauen und Partnerinnen, Schwestern, Müttern und selbst Töchtern – sowie Anleitungen zu deren Betäubung.
Die Antifaschistische Aktion Witten veranstaltet am kommenden Freitag im „Trotz allem Witten“ ein Antifa Café zur „Kritik der Deutschen Burschenschaften im Netzwerk der extremen Rechten“ und schreibt zum Inhalt: »Das Auftreten von Korporationen mutet oft sehr anachronistisch, nicht selten sogar lächerlich an.
Am kommenden Samstag werden die Hottenlotten wieder ihren „improvisierten Kult-Krimi aus dem Ruhrgebiet wieder auflegen und Thealozzi schreibt dazu: »Heute ist für die Ermittler der Hottenlotten beim Improvisieren eventuell schwitzen angesagt. Der Sommer und die heißen Tage kommen ja immer früher und inwieweit der Klimawandel heute eine Rolle spielt, dass bestimmen natürlich unsere Gäste im Publikum.
Vom 6. Juli – 20. Juli baut Fridays for Future zum vierten Mal ein Klimacamp in der Innenstadt auf. Neben dem Dr. Ruer Platz vor der „Trauernden Mutter“ werden Pavillons und Zelte für die zwei Wochen dauernde Mahnwache aufgestellt. Ziel der Aktion ist es, mit möglichst vielen Menschen über die Klimakatastrophe und die damit verbundene Probleme ins Gespräch zu kommen. Wie in den vergangenen Jahren soll auch dieses Mal ein breites Programm angeboten werden: „Von Poetry-Slams zu Workshops bis gemeinsames Essen und Chillen und noch viele weitere Aktionen.“ Wer noch Anregungen hat, schreibe an: bochum[at]fridaysforfuture.is oder gehe zum FFF-Plenum jeden 2. und 4. Montag im Monat um 18:00 Uhr im Sozialen Zentrum.