Archiv für den Monat: Juni 2025


Montag 30.06.25, 17:35 Uhr
bodo im Juli

Und wieviel Platz brauchen Sie?

»Was brauchen Sie denn eigentlich so?«, fragt Bodo. »Zum Beispiel an Platz? Was wir haben, weiß das Statistische Bundesamt: Im Schnitt stehen jedem Menschen in Deutschland 47,5 Quadratmeter zur Verfügung. Ob Ihnen das viel oder wenig erscheint, hat mit der eigenen Lebenssituation zu tun. Die rund 1.000 BewohnerInnen der kolumbianischen Insel Santa Cruz del Islote kommen umgerechnet mit fünf Quadratmetern pro Person aus. In unserer Titelgeschichte berichtet Mauricio Bustamante von einer Insel, auf der man sich kaum aus dem Weg gehen kann, aber praktisch ohne Kriminalität lebt und teilt, was man hat. Ein Paradies? Es ist komplizierter.

mehr…

Montag 30.06.25, 14:18 Uhr

No Other Land

Im Kino Endstation läuft am kommenden Freitag – organisiert vom Arbeitskreis Palästina – ein Film über die Situation im Westjordanland: »Wie gelingt Widerstand, wenn die Ohnmacht überwiegt? Wie die Hoffnung auf Freiheit nicht aufgeben, wenn das Leben in der Heimat durch eine gewaltsame, beängstigende Besatzung geprägt ist? Zwei junge Männer, ein Israeli und ein Palästinenser, machen sich gemeinsam auf die Suche nach einem Weg hin zu mehr Solidarität und Verständnis. Angesichts der bedrückenden Realität in ihrem Heimatland Israel schließen sie ein Bündnis und trotzen den scheinbar unüberwindbaren Konfliktlinien…

mehr…

Montag 30.06.25, 10:52 Uhr

„Islamismus: Entstehung, Attraktivität, Intervention“

Das Bezirksjugendwerk der AWO beschäftigt sich am kommenden Freitag in einer Veranstaltung mit dem Thema Islamismus und schreibt dazu: »Autoritäre Ideologien finden in Krisenzeiten oft einen Nährboden. Umso wichtiger ist es, ihre Mechanismen zu verstehen und ihnen entschieden entgegenzutreten.

mehr…

Montag 30.06.25, 10:20 Uhr
Die Linke will Wuchermieten sichtbar machen

Mietwucher.app startet in Bochum

Der Kreisverband der Linken teilt in seiner aktuellen Pressemitteilung unter dem Titel „Die Stadt schläft, die Linke handelt“ mit, dass Wuchermieten in der Stadt ab sofort sichtbar machen möchte: »Die Mieten in Bochum sind zu hoch und werden zunehmend unbezahlbar. Ab heute können Mieterinnen und Mieter ihre Miete per Smartphone selbst überprüfen: Nach erfolgreichem Start in Städten wie bspw. Berlin steht die Mietwucher.app der Linken jetzt auch in Bochum, Bonn, Köln und Münster zur Verfügung. Mithilfe der App lässt sich unkompliziert feststellen, ob die eigene Miete überhöht ist. Die Linke drängt mit diesem Instrument auf eine stärkere Verfolgung von Mietwucher und auf Mietsenkungen, die das Leben in Bochum wieder bezahlbar machen sollen.

mehr…

Sonntag 29.06.25, 21:45 Uhr
Elias Bala, BSV Bochum auf der Kundgebung der Omas gegen Rechts am 28. 6. 2025

Die AfD möchte eine Schule, wie sie kein:e Schüler:in haben möchte.

Die AfD ist eine nicht nur eine rassistische, extrem rechte und unsoziale Partei, sie ist auch schädlich für alle Schüler*innen.
Vor einem Monat habe ich an einer Anhörung des Landtags-Ausschusses für Schule und Bildung teilgenommen. Thema waren die Primus-Schulen – ein sehr erfolgreicher Schulversuch, wissenschaftlich bewiesen. Es kam, was kommen musste: Christian Blex von der AfD-Fraktion griff das Projekt frontal an. Dass sich die Schüler*innen an den Primus-Schulen wohlfühlen, bezeichnete er als „schön“, zeigte aber, dass er dies für unerheblich hält. Für ihn – und dafür steht die Bildungspolitik der AfD – zählt nur die Leistung. Wie sich die Schüler*innen einschätzen, ob sie sich gut auf das Abi vorbereitet fühlen, interessiert ihn nicht wirklich, nur wenn sie das Abitur schaffen, will er dies als Erfolg sehen. Erklärungen der beiden Professor*innen, wie Bildungsforschung funktioniert, akzeptierte er nicht – Wissenschaft wird von der AfD nur dann anerkannt, wenn sie ihr in den Kram passt.

Dieses Verhalten zeigt:

  • Der AfD geht es nicht um das Wohlbefinden der Schüler*innen.
  • Die AfD will keine, neuen Wege zu finden, Schule zu denken.
  • Neue Möglichkeiten für Schüler*innen sind der AfD egal.
  • Der AfD geht es nur darum, ihre rechte und rassistische Ideologie umzusetzen.
  • Die AfD möchte eine Schule, wie sie keine Schülerin und kein Schüler haben möchte.

Für die Schule und alle die zu ihr gehören ist das sehr gefährlich. Vieles im Schulbereich wird nicht durch den Landtag, sondern durch das Ministerium festgelegt. Sollte die AfD also an die Regierung kommen, wäre das Schulministerium für sie sehr interessant.

Geschichte zeigt: Wenn Rechte Macht bekommen, greifen sie zuerst Inneres, Bildung und Kultur an. Das war im Nationalsozialismus so, und das droht auch heute wieder. Unter einem AfD-Bildungsminister wird es wohl keine Gedenkstättenfahrten mehr geben. Stattdessen fährt man dann mit der Schule zum Hermannsdenkmal und frönt einem deutschen Nationalismus.

Was auf Landesebene passiert, würde sich auch direkt hier in Bochum auswirken. Doch die AfD müsste gar nicht erst das Schulministerium übernehmen – schon auf kommunaler Ebene könnte sie viel Schaden anrichten.

Würde die Verteilung von Mitteln dann so funktionieren, dass sich Schulen den Forderungen der AfD beugen müssen? Schon heute bedroht die AfD Lehrer*innen, schüchtert sie ein.

Muss das kommunale Bildungsbüro dann etwas zum Thema Nationalstolz machen?
Werden Projekte wie „Bochum bleibt bunt“ dann noch gefördert?
Diese ganzen Projekte und positiven Entwicklungen würden ein Ende finden.

Ja, als Schüler muss ich sagen: An den Schulen in Bochum läuft nicht alles rund. Ich bin mir aber sehr sicher, dass es mit der AfD in Bochum schlechter laufen wird.

Wir brauchen eine Schule, die mündige Bürger*innen hervorbringt, betonte schon Theodor W. Adorno 1966. Dies auch und vor allem vor dem Hintergrund der Nazi-Diktatur sagte er: „Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung“. Dies ist der Grundauftrag an Schule und der muss verteidigt werden gegen die extreme Rechte. Wir dürfen die AfD weder in den Kommunen, im Land oder auf Bundesebene in die Verantwortung kommen lassen.


Sonntag 29.06.25, 21:45 Uhr
Kundgebung der Omas gegen Rechts

Demokratie braucht uns alle

Am gestrigen Samstagmittag fand auf dem Dr.-Ruer-Platz eine Kundgebung auf dem Dr.-Ruer-Platz eine Kundgebung der Omas gegen Rechts unter dem Motto „Demokratie braucht uns alle“ statt. Ihr Bericht: »Im Vorfeld der Kommunalwahlen wurden verschiedene Punkte der Kommunalpolitik beleuchtet: In insgesamt sieben Redebeiträgen wurde über die aktuelle Lage in Bochum berichtet und nachgehakt, was sich zum Negativen verändern könnte, sollte im Herbst die AfD in den Stadtrat einziehen.

mehr…

Sonntag 29.06.25, 12:49 Uhr
Stellungnahme von Dyke* March Ruhr und FLUID

LGBTIQ-Gleichstellungsstrategie der EU für 2026-2030

Der Dyke* March Ruhr und das FLUID haben eine ausführliche Stellungnahme zur LGBTIQ Equality Strategy der Europäischen Union für die kommenden Jahre 2026-2030 veröffentlicht und schreiben: „Mit Unserem Feedback möchten Wir sicherstellen, dass nicht nur die Sichtweisen unserer Organisationen und die Perspektive der Community, die wir mit unserer Arbeit versorgen, gehört werden; sondern die Perspektiven aller queeren Menschen in der Europäischen Union – insbesondere die der am meisten marginalisierten und benachteiligten Gruppen.“ Die Stellungnahme:

mehr…

Sonntag 29.06.25, 12:42 Uhr
Neugestaltung des August-Bebel-Platzes

Netzwerk: „Rot/Grün will keine Partizipation!“ 1

Mit dem geplanten Umbau des zentralen August-Bebel-Platzes im Wattenscheid steht eine kommunalpolitische Entscheidung an, die beträchtliches Interesse findet. Aber selbst wenige Wochen vor der Kommunalwahl weigern sich SPD und Grüne, die Bürger:innen der Stadt ernsthaft an der Planung zu beteiligen. Hierzu erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung: »Statt intensiver Beteiligung gibt es wiederum nur einfachste Information. Kein Dialog. Kein Austausch. Breite Beteiligung: Darunter versteht Rot/Grün ein Kreuz bei den Kommunalwahlen in drei Monaten. Und dann ist erst nach fünf Jahren wieder breite Beteiligung erwünscht.

mehr…

Samstag 28.06.25, 20:16 Uhr
Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus

Alle Räder rollen für den Sieg

VHS Bochum lädt in Kooperation mit der VVN-BdA Bochum am Sonntag, den 6.7. zu einem Stadtrundgang zum Thema Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum ein: »Spätestens mit Beginn des 2. Weltkrieges mussten und wollten die Betriebe in Bochum ihre Produktion auf kriegswichtige Güter umstellen. Im Verlauf des Krieges wurden immer mehr Zwangsarbeiter*innen auch nach Bochum gebracht. Wer waren diese Menschen? Wie lebten und starben sie? Wo waren die Lager? Wie viele Zwangsarbeiter*innen gab es in Bochum? Wie groß war der jüdische Anteil? Gerade der von Hitler als NS-Musterbetrieb „geadelte“ Bochumer Verein  kann als trauriges Beispiel exemplarisch genannt werden.

mehr…

Samstag 28.06.25, 09:28 Uhr

Eichmanns „Memoiren“ als historisch-politische Quelle für Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Am Mittwoch den 2. Juli hält Raphael Ben Nescher um 18 Uhr im Fritz Bauer Forum einen Vortrag zum Thema „Eichmanns „Memoiren“ als historisch-politische Quelle für Widerstand gegen den Nationalsozialismus“: »1957 führte Adolf Eichmann längere Gespräche mit dem Journalisten und ehemaligen SS-Mann Willem Sassen. Auslöser war ein Buch zu schreiben, wobei die Stoßrichtung klar war: Die „Legende der sechs Millionen ermordeten Juden“ sollte enttarnt und Deutschland „rehabilitiert“ werden. Eichmann äußert sich in den Gesprächen ausführlich zur Judenpolitik des NS-Regimes. Dabei geht er auch darauf ein, in welchen Ländern sich die Judendeportationen reibungslos durchführen ließen und wo die Nationalsozialisten auf individuellen oder kollektiven Widerstand stießen. Wie stellen sich diese Widerstände aus der Sicht von jemandem dar, gegen den sie gerichtet waren?

mehr…

Freitag 27.06.25, 11:28 Uhr
FASG fordert Stellungnahme der Stadtspitze

Bochumer in Gaza getötet

Mit großer Bestürzung hat die Fraktion FASG – Frieden, Arbeit und Soziale Gerechtigkeit vom Tod des Bochumer Bürgers und deutschen Staatsangehörigen Abdul R. Al-Najjar (77) im Gazastreifen erfahren.

mehr…

Donnerstag 26.06.25, 13:53 Uhr

Klare Linie gegen Rechts

Im Sommer des letzten Jahres wurde bekannt, dass die ehemalige Traditionskneipe „Linie 5“ nach rechts gerückt ist und Personen aus dem rechten bis extrem rechten Spektrum Raum bot.

Eine Bürgerinitiative sorgte mit vielen Aktionen und Veranstaltungen dafür, dass die Kneipe Ende 2025 geschlossen wurde. Die Aktionen wurden mit der Kamera dokumentiert und daraus ist eine Broschüre entstanden, die am 2. Juli um 19:00 im Alsengarten vorgestellt und verteilt wird.


Donnerstag 26.06.25, 13:39 Uhr
... bereits zum 4. Mal:

Klimacamp-Bochum vom 06. – 20. Juli

Es wird zur Tradition!

»Zum vierten Mal veranstalten wir von Fridays for Future Bochum das Klimacamp vom 06.07. bis 20.07. vor der Pauluskirche auf dem Dr.-Ruer-Platz.

Für zwei Wochen wird das Klimacamp als eine Art politisches Wohnzimmer in der Innenstadt das Thema Klimagerechtigkeit in den Vordergrund stellen.

Wie in den vergangenen Jahren bereiten wir zusammen mit anderen Initiativen und weiteren politisch aktiven Personen ein spannendes und abwechslungsreiches Programm vor, welches Sie unten als Grafiken finden.

mehr…

Donnerstag 26.06.25, 13:16 Uhr

Bochum Gesund und Solidarisch e.V. (BoGeSo) lädt ein

Warum Frauen beim Herzinfarkt Bauchschmerzen haben und Männer trotzdem früher sterben

Die moderne Medizin weiß schon seit einiger Zeit um geschlechtsabhängige Unterschiede bei Entstehung, Beschwerden und Therapie verschiedener Krankheiten. Trotzdem sind diese Erkenntnisse häufig noch nicht in Praxis und Alltag angekommen.

Jonas Tjaden, Vorsitzender von BoGeSo: „Wir möchten mit dieser Veranstaltung mit den Interessierten in Bochum Ost über Chancen und Begrenzungen einer geschlechtersensiblen, medizinischen Versorgung ins Gespräch kommen. Unser Verein setzt sich für ein solidarisches und am Gemeinwohl orientiertes Gesundheitssystem ein.“

mehr…

Mittwoch 25.06.25, 15:49 Uhr

August-Bebel-Platz: Information statt Beteiligung!

Nachdem Rot/Grün im Mobilitätsausschuss die vom Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung angeregte Beteiligung durch einen runden Tisch für Politik, Verwaltung und Betroffene ebenso abgelehnt hat wie einen CDU-Antrag auf Beteiligung, gibt es jetzt nur eine einfache Information vor Ort. Diese teilt die Stadt mit folgender Pressemitteilung mit : >>Informationsveranstaltung zum Umbau Ausgut-Bebel-Platz.

mehr…

Mittwoch 25.06.25, 14:03 Uhr

Vortrag und Vernetzung : Rheinmetall entwaffnen 01.07.25 , 18:30h Kofabrik

Am kommenden Dienstag veranstaltet das „Bündnis Rheinmetall Entwaffnen“ eine Info Veranstaltung zu dem Aktionscamp Rheinmetall entwaffnen in Köln und schreibt : >> Die Kriegsvorbereitungen Deutschlands und der EU laufen auf Hochtouren. Absurde Summen werden ins Militär investiert, während der Öffentlichkeit nützliche Mittel gestrichen werden.

mehr…

Mittwoch 25.06.25, 13:14 Uhr

Bio-Mobil kommt nach Bochum

​Bio erleben : Am 1.7. kommt das Bio-Mobil nach Bochum und feiert das EU-Projekt „Grenzenlos Regional – Bio in Europa“ … Der Bioland-Landerverband schreibt in seiner PresseMitteilung : >>
Am 1.7. feiert das EU-Projekt „Grenzenlos Regional – Bio in Europa“ in Kooperation mit der Stabsstelle Klima & Nachhaltigkeit der Stadt Bochum Eröffnung in der Bongardtstraße im Herzen Bochums.

mehr…

Dienstag 24.06.25, 12:11 Uhr
Donnerstag, 26. Juni um 19 Uhr

Einweihung des Erich-Gottschalk-Platzes

Am Donnerstag, dem 26.6. um 19 Uhr sind alle Interessierten zur Einweihung des Erich-Gottschalk-Platzes geladen. In der Pressemitteilung der Stadt heißt es dazu: »Erich Gottschalk war ein jüdischer Fußballspieler, der für den Verein „Schild Bochum“ spielte und diesen am 26. Juni 1938 als Kapitän zur letzten Deutschen Meisterschaft führte. Trotz dieser bis heute einzigen deutschen Meisterschaft einer Bochumer Fußballmannschaft sind die Schicksale der Mitglieder von Schild Bochum im Bochumer Stadtbild kaum sichtbar.

mehr…

Dienstag 24.06.25, 10:32 Uhr
Anfrage der Linken im Rat an die Bezirksvertretung Südwest

Schutz der Mieter*innen in der Siedlung „Am Röderschacht“

In einer aktuellen Pressemitteilung informiert Die Linke im Rat über eine Anfrage an die morgen stattfindende Sitzung der Bezirksvertretung Südwest zum Thema „Vorkaufsrecht und Schutz der Mieter*innen in der Siedlung „Am Röderschacht“„: »Die Häuser der denkmalgeschützten Bergarbeitersiedlung Am Röderschacht in Bochum-Linden wurden von Vonovia an einen Investor verkauft. Der neue Eigentümer versucht mit fragwürdigen Methoden gigantische Mieterhöhungen durchzusetzen. Da diese Mietforderungen weit über dem Limit liegen, das gesetzlich erlaubt ist, versucht der neue Besitzer den Mietern eine freiwillige Zustimmung zur Mieterhöhung abzupressen und sperrt z. B. Gärten und Parkplätze und drangsaliert die Bewohner:innen durch unangekündigte Besuche.

mehr…

Dienstag 24.06.25, 10:19 Uhr

Neue Ideen für Bochum-Südwest

Die AGOT (Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen) und der Kinder- und Jugendring laden am Sonntag, 29. Juni 2025 um 15.00 Uhr zu einem Jugendforum für den Stadtbezirk Bochum-Südwest in das „JUZE“ Linden (Lindener Straße 129, 44879 Bochum) ein. Worum geht es? »Das Jugendforum ist eine Plattform für Jugendliche und junge Erwachsene und soll einen Austausch über die Lebensqualität von jungen Menschen im Stadtbezirk ermöglichen. Ihre Erfahrungen, Vorstellungen und Ideen zur Gestaltung und zur Veränderung sind gefragt. Die Jugendforen auf Stadtbezirksebene sind ein wichtiges Partizipationsangebot für Jugendliche in Bochum.

mehr…

Montag 23.06.25, 17:20 Uhr
Klaus Dörre am Sonntag beim politischen Kaffeeklatsch von Attac in der KoFabrik

Demokratie geht nur gerecht – Abstieg ins Autoritäre stoppen!

Die Regionalgruppe Bochum von Attac führt am kommenden Sonntag wieder ihren regelmäßigen politischen Kaffeeklatsch (Nummer 23) in der KoFabrik durch und hat dieses Mal mit Klaus Dörre einen besonderen Gast. Er ist eingeladen, um darüber zu sprechen, dass eine Verteidigung der Demokratie mit Forderungen nach deren Ausbau verbunden werden müsste. In der Ankündigung der Gruppe heißt es: »Der Aufstieg der radikalen rechten Kräfte scheint – nicht nur in der BRD – unaufhaltsam. Gleichzeitig werden immer mehr rechte Positionen von Regierungen übernommen: Zurückweisung von Migrant*innen, Abstriche vom Bürgergeld, Angriffe auf Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik sowie die offene Einschüchterung von zivilgesellschaftlichem Engagement. Wie kann eine solche Entwicklung aufgehalten werden?

mehr…

Montag 23.06.25, 14:44 Uhr
Ein Rundgang von "Stadt für Alle"

Wie kann eine solidarische Innenstadt aussehen?

Das Netzwerk »Stadt für Alle« lädt im Rahmen der Kritischen Wochen der Fachschaft Sozialwissenschaften am Freitag den 27.06. um 16 Uhr zu einem Rundgang durch die Innenstadt ein. Start ist an der Glocke vor dem Bochumer Rathaus: »Wie viele andere Innenstädte steht der Innenstadt Bochum eine Transformation bevor. Klar ist, die Innenstadt funktioniert nicht mehr als Ort des Konsums. Ein Ladenlokal nach dem anderen schließt und die leeren Schaufensterscheiben schauen uns trübe an. Mehr und mehr verliert die Innenstadt an Lebendigkeit. Der Puls der Stadt wird schwächer. Aber muss das so sein. Könnte die Innenstadt ein Ort werden, an dem wir uns begegnen können?

mehr…

Montag 23.06.25, 13:20 Uhr
Bericht vom Polit-Talk am vergangenen Freitag im Rahmen der bobiennale

Demokratie braucht Partizipation!

Demokratie braucht Partizipation– wie kann Bürgerbeteiligung gelingen? – Zu diesem Thema veranstaltete die Kampagne „Bochum – gemeinsam“ einen Polittalk am Freitagabend im Rahmen der bobiennale, die mit rund 70 Zuschauer:innen recht gut besucht war. Auf dem Podium saßen neben Gabi Fuchs vom LutherLAB als Moderatorin der Politologe Toralf Stark von der Uni Duisburg/ Essen, Dieter Schöffmann aus Köln und Andrea Wirtz aus Bochum. Gabi Fuchs leitete die Veranstaltung mit einigen Kernfragen der Veranstaltung ein: „Wie kann es gelingen, eine andere Kultur des Miteinander zu schaffen, in der Partizipation ein verbindlicher Bestandteil der politischen Strukturen in unserer Stadt wird? Was bedeutet das auch für die politische Praxis?“.

mehr…

Montag 23.06.25, 13:04 Uhr
Andrea Wirtz: Eingangsstatemenr beim Polit-Talk

Statement aus zivilgesellschaftlicher Perspektive

Polit-Talk „Demokratie braucht Partizipation“ auf der bobiennale am 20.6.2025 –

Das Argument ‚Wir machen doch schon ganz viel Bürgerbeteiligung, wir haben das Portal ‚bochum-mitgestalten.de‘, aber je mehr wir machen, desto unzufriedener äußern sich die Menschen – dieses Argument begegnet uns in der Diskussion mit Politik und Verwaltung immer wieder. Und ja, tatsächlich gibt es viel Bürgerbeteiligung – von der Spielplatzgestaltung bis hin zu ausgesprochen aufwendigen Beteiligungsverfahren z.B. zu Bauvorhaben. Oder man kann sich online äußern.

Aber auch der Kulturentwicklungsprozess gehört dazu, der bei der Auftaktveranstaltung zu dieser bobiennale lobend von Matthias Frense vom Bochumer Kulturbüro hervorgehoben wurde.

Was in der Regel angeboten wird, sind Informationsveranstaltungen. Da können Herzchen geklebt und Zettel mit Anregungen ausgefüllt werden. Oder man kann sich online äußern.

Danach ist die Erfahrung meist: es geht nicht weiter.

Ich bin schon etliche Male auf solchen Veranstaltungen gewesen und gleich zu Anfang wurde von Bürger*innen interessanterweise oft die Frage gestellt: Was wird aus unseren Anregungen? Wie werden wir bei den nächsten Schritten einbezogen? Diese Fragen werden deshalb gestellt, weil die Bürger*innen immer wieder die Erfahrung gemacht haben: die nächsten Schritte, wo es in der Planung ernst wird, machen Verwaltung und Politik ohne sie. Obwohl die Menschen vor Ort mit den Ergebnissen dieser Entscheidungen leben müssen.

Und da stellt sich natürlich die Frage: Warum sollte man sich bei derart mangelnder Transparenz und fehlender Verbindlichkeit überhaupt die Zeit nehmen mitzudenken und mitzuplanen?

Leider beschränkt sich diese Erfahrung nicht auf Spielplatzgestaltung.

Auch bei großen Beteiligungsprozessen läuft was grundsätzlich schief – dazu ein Beispiel für ein wichtiges Thema, das an der Öffentlichkeit aber weitgehend vorbeigelaufen ist:

Explizit gebeten von der Politik haben verschiedene zivilgesellschaftliche Initiativen an einem aufwendigen Beteiligungsprozess teilgenommen. Es ging darum, in 1 ½ Jahren mit Politik und Verwaltung zu diskutieren, wie aus Bochum eine Global Nachhaltige Kommune werden kann. Wir haben aus den unterschiedlichen Perspektiven hart um gute Lösungen gerungen und alles miteinander abgestimmt.

Die abschließenden Arbeitsergebnisse dieses wirklich guten gemeinsamen Prozesses wurden von der Verwaltung nie vorgelegt sondern nur die von der Verwaltung überarbeiteten Ergebnisse – d.h. es gab null Transparenz – übrigens auch nicht für die Politik im Rat – und damit aus unserer Sicht auch keinen Respekt gegenüber der Arbeit dieses Gremiums.

D.h., um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: es reicht nicht, Beteiligungsprozesse zu organisieren, man muss mit ihnen respektvoll und verbindlich umgehen!

Wer aber nach Beendigung einer Beteiligung nach Gutdünken Veränderungen vornimmt, muss sich nicht wundern, dass vor allem die zivilgesellschaftlichen Akteure, die ja nicht über ihren Job sondern als Ehrenamtliche in solchen Prozessen mitwirken, enttäuscht und letztlich verbittert sind. Ihr Vertrauen verlieren und keine Lust auf eine Wiederholung dieser Erfahrung haben.

Für das Wir-Gefühl in einer Stadt, die mit dem Slogan „Hier, wo das WIR noch zählt“ wirbt, für die Idee also, gemeinsam unterwegs zu sein und den Alltag zu gestalten, sind solche Erfahrungen tödlich. Resignation und Frust statt dem Erleben von Selbstwirksamkeit ist das Gegenteil von dem, was diese Stadt braucht.

Und das sind nicht die einzigen schlechten Erfahrungen – nur zwei Beispiele: 17.000 Unterschriften für den Radentscheid – vom Rat abgelehnt. 11.000 Unterschriften für den Erhalt des Hallenfreibads in Höntrop – die Bürgerinitiative hat Jahre gekämpft, bis sich die Politik auch nur zu einem einfachen Gespräch bereit erklärt hat. Und jeder ihrer zahlreichen Vorschläge wurde – abgelehnt.

Was ist also der Befund in Bochum: – es gibt eine große und sehr lebendige Zivilgesellschaft, es gibt jede Menge Expertise, Beharrlichkeit und Leidenschaft – aber es gibt keinen konstruktiven Dialog.

– es gibt durchaus eine Menge Bürgerbeteiligung, aber der Umgang mit den Ergebnissen dieser Beteiligungsprozesse ist aus zivilgesellschaftlicher Sicht verheerend und destruktiv.

Vor der letzten Kommunalwahl hatten wir vom Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung Wahlprüfsteine an die Parteien verschickt und sie nach ihrer Haltung zu Bürgerbeteiligung gefragt – alle waren dafür, auch für die Erarbeitung von Leitlinien für Bürgerbeteiligung, die dann vom Rat beschlossen und verbindlich gelten sollten. Nach der Wahl verabschiedeten die Grünen einen Klausurbeschluss, der Abstand von diesen Positionen nahm. Und dann hatte die Verwaltung eine zündende Idee, wie man an einer gemeinsamen Diskussion über solche Leitlinien ganz vorbeikommt: sie haben in der Verwaltung einfach unter sich diskutiert, was sie unter Bürgerbeteiligung verstehen, ohne die Zivilgesellschaft! Die Politik hatte keine eigenen Ideen und war von diesen unbequemen Stadtaktiven sowieso genervt. Am Ende wurde das Ergebnis der Verwaltungsdiskussion im Rat von Rot-Grün verabschiedet – grotesker geht’s nicht!

Dieses Jahr im September gibt’s eine neue Chance, zu einer ernstgemeinten Diskussion zurückzukehren.

Was wir dringender denn je brauchen, ist ein grundsätzlicher Wechsel in der politischen Debattenkultur: statt Mauern in der Sache sind Offenheit, Respekt, Verbindlichkeit und Verlässlichkeit nötig. Die durch Wahlen verliehene Macht und Legitimität schließt nicht aus, Partizipation als Bereicherung anzuerkennen. Das machen andere Städte vor!

„Ist nicht der Rat die Stadtgesellschaft?“ hat uns vom Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung mal ein führender SPD-Politiker gefragt. Unsere Antwort wäre: Wir alle sind die Stadtgesellschaft und wir alle können gemeinsam so viel mehr erreichen!

Wie aber kann das gehen? Wir sind total neugierig, wie die Kölner das geschafft haben, denn auch dort wars schwierig!


Montag 23.06.25, 09:27 Uhr

Im Einkaufspark lässt sich schlecht wohnen!

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu dem in der Bezirksvertretung Süd-West am 25.06 2025 auf der Tagesordnung stehenden Aufstellungsbeschluss zum EDEKA-Neubau in Weitmar: »Die Bezirksvertretung Süd soll sich in der nächsten Sitzung mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 1054 – Nahversorger Karl-Friedrich-Straße befassen (Vorlage siehe hier).

mehr…

Sonntag 22.06.25, 10:21 Uhr

Es geht nur gemeinsam …

Am 24. Juni steht die Beschlussvorlage der Verwaltung zum Umbau des August-Bebel-Platzes auf der Tagesordnung des Mobilitätsausschusses. Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung hat in einer Eingabe vom 16. Juni eine umfangreiche Beteiligung der Zivilgesellschaft an einem runden Tisch oder in Workshops angeregt, bevor eine Fortsetzung des Umbaus auf Grundlage des vorgelegten Vorentwurfs beschlossen wird.

mehr…

Sonntag 22.06.25, 09:41 Uhr
Wer Inklusion will, findet einen Weg. Wer sie nicht will, findet Ausreden.

Raúl Krauthausen im Bahnhof Langendreer

Am Sonntag, dem 29.6. liest der Aktivist, Moderator und Autor Raúl Krauthausen um 18 Uhr im Bahnhof Langendreer aus seinem Werk „Wer Inklusion will, findet einen Weg. Wer sie nicht will, findet Ausreden.“ – Die Veranstaltung wird von einer Dolmetscherin für Deutsche Gebärdensprache (DGS) begleitet.

mehr…

Samstag 21.06.25, 21:23 Uhr

Die Frau als Mensch

Am Sonntag, den 29. Juni um 15 Uhr lädt das Hattinger Forum für Demokratie im Bürgerzentrum Holschentor zu einer Bilderlesung ein: „Die Frau als Mensch“ von und mit Ulli Lust. »Ein Sachbuch über Frühgeschichte? Ein feministischer Comic über patriarchale Rollenbilder, die die männlich dominierte Wissenschaft erschuf? Alles in einem?
Der Sachcomic „Die Frau als Mensch – am Anfang der Geschichte“ von Ulli Lust ist so wissenschaftlich wie aufklärerisch, so frech wie feministisch. Es ist eine Zeit- und Entdeckungsreise mittels einer Graphic Novel voller Bilder und Geschichten. Und es ist eine Anregung, Vorstellungen über angeblich biologisch zementierte Rollenbilder in Frage zu stellen.

mehr…